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Kundenrezensionen

3,2 von 5 Sternen175
3,2 von 5 Sternen
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Ein Mann mit hyperkorrekter Frisur und noch viel korrekterer Uniform sitzt an einem aufgeräumten Schreibtisch und starrt konzentriert auf die Wand an der anderen Seite des Zimmers. Nach einigen Minuten steht er auf, nimmt Anlauf und versucht, mit voller Geschwindigkeit durch die Wand zu rennen. Leider erweist sich die Wand als stärker.

Solche und weitere, durchaus kreative Möglichkeiten, mit der harten Wirklichkeit umzugehen, machen etwa drei Viertel des Films aus. Erleben tut der Zuschauer das alles aus der Perspektive eines jungen Reporters in einer Beziehungs- und Lebenskrise. Dieser macht sich auf zu einer wirren Reise durch den Nachkriegsirak, auf der er begleitet wird von einem ehemaligen Krieger der "New Earth Army", einer amerikanischen Armeeeinheit, die ihre Gegner im Geist der Hippiezeit und des Jeditums besiegen soll. Auf der Reise wird ihm dann die Geschichte dieser besonderen Einheit der US Army in Rückblicken erzählt.

Man merkt, mit wie viel Spaß dieses absurde Thema vom Filmteam angegangen wurde. Allen voran von einem George Clooney, der sich auch in diesem Film mal wieder Mühe gibt, sein strahlendes Aussehen durch eine möglichst skurrile Aufmachung (Bärtchen) ad absurdum zu führen. Dieser Mann will einfach nicht mehr hübsch sein, meine Damen. Auch die anderen Mitglieder des Ensembles leisten hier großes, wobei der Höhepunkt mal wieder Kevin Spacey gehört.

So ein kleines Bisschen Kritik an der amerikanischen Art, mit der Welt und ihren Bewohnern umzugehen, kann sich der Film dann allerdings auch nicht verkneifen. Aber das bleiben nur kurze Ausflüge in die harte Welt der Wirklichkeit. Obwohl: Wie sagt der Film so schön? Es gibt halt mehr als eine Art, die Wirklichkeit zu betrachten. Also lasst uns doch ein paar Wolken sprengen gehen. Möge die Macht mit Euch sein.
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am 29. März 2010
Ich kenne die spezielle DVD nicht, wohl aber den Film aus dem Kino. Der Film ist eine sehr gekonnte Abrechnung mit dem Irak-Krieg und der amerikanischen Kriegsmaschinerie. Ich kenne jetzt nicht die Zuschauerzahlen in den USA, aber den meisten Amerikanern dürfte so ein Film kaum gefallen, am allerwenigsten der Waffenlobby und den Republikanern.

Intersant fand ich vor allem die absolut hochkarätige Besetzung, viele andere Filmen müssen mit maximal 2 prominenten Schauspielern auskommen, in diesem eher unscheinbaren Streifen sind es aber deren vier. Wie schon oben steht, für mich gehört der Film in dieselbe Kategorie wie Catch 22 zum Thema zweiter Weltkrieg und MASH zum Koreakrieg. In allen drei Filmen wird der jeweilige Krieg pervertiert dargestellt, wobei Kriege für mich per se schon pervers sind.

Das einzige was etwas auf der Strecke bleibt ist das "ziegenstarren" denn es kommt im Film ja nur ganz kurz vor und gestarrt hat ja auch nur einer. Ich will hier definitiv nicht die Handlung erzählen, aber es bekommen viele amerikanische Institutionen und Firmen ihr Fett weg. Man muss den Film sicher öfter als einmal ansehen, um alle Spitzen mitzubekommen. Ich werde ihn auf alle Fälle auf DVD kaufen und dann auch in englisch ansehen. Bekannterweise bleibt ja vieles bei Satire beim Übersetzen auf der Strecke, da ist es sicher interessant das Orignal zu hören - zur Sicherheit mit englischen Untertiteln.
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am 23. August 2010
der Film ist wie sein Titel. Etwas sperrig und skurril aber auch vielversprechend. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Sachbuch von Jon Ronson, der über angeblich wahre US-Militärforschungen berichtet. Regieneuling Jon Ronsont präsentiert eine satirische Politkomödie für die er einen beindruckenden Cast gewinnen konnte.

Jon Ronsont gelingt ein gelungener Mix aus politischer Satire und Road-Movie auf zwei Handlungsebenen. Der Hauptteil der Geschichte dreht sich um das Aufeinandertreffen von Wilton und Cassidy im Irak. Sowie die darauf folgende abgedrehte "Mission" von Cassidy quer durch die Wüste. Insgesamt ist die Geschichte clever erzählt, sodass kaum langatmige Passagen entstehen. Letzteres kann auch den guten Schauspielern angelastet werden und den bitterbösen Seitenhieben auf die Politik der USA und anderen Staaten.

Alle Schauspieler stellen ohne Ausnahmen ihre Charaktere glaubhaft und überzeugend da. Allein Jeff Bridges als Hippie zu sehen ist grandios. Vorallem George Clooney und Ewan McGregor fallen durch zahlreiche selbstironische Anspielungen auf wofür sich beide nicht zu schade sind. Gerade Ewan McGregor der keine Ahnung hat was ein "Jedi-Krieger" ist (mimte er selbst doch Obi-Wan Kenobi in der zweiten Star Wars- Trilogie).Abgeschlossen wird der Cast durch Kevin Spacey. Dieser spielt wieder einmal grandios den sarkastischen Fiesling. Die Schauspieler nehmen sich keineswegs vollkommen ernst, wodurch der Film authentisch und glaubhaft wirkt. Ob die Geschichte selbst rund um die parapsychologischen Männer glaubwürdig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Kann man sich darauf einlassen, erwartet einen ein sehr unterhaltsamer Film. Man merkt den Schauspielern an, dass alle viel Spaß beim Dreh haben mussten. Ein toller Film, der zu den besseren Komödien der letzten Zeit gezählt werden darf.

Blu-ray

Die Bildqualität macht einen sehr guten Eindruck. Zahlreiche Handlungsorte wirken recht plastisch, was der Schärfe und einem hohen Detailgrad zugeschrieben werden kann. Feinste Texturen an Gebäuden, Landschaften und den Gesichtern der Protagonisten sind deutlich zu erkennen. Die Außenaufnahmen sind kräftig und kontrastreich. So wird die irakische Wüste gleißend sonnig und der vietnamesische Dschungel saftig grün präsentiert. Das Bild zeigt nur in den Innenszenen Schwächen. Diese sind manchmal etwas zu dunkel geraden. Der Schwarzwert dagegen ist optimal und verschluckt keine Details. Ein leichtes Filmkorn ist zwar zu erkennen, wirkt aber nie störend. Insgesamt ein moderner Transfer, der ein gutes HD-Erlebnis ermöglicht.

Die Tonqualität präsentiert sich noch um eine Nuance besser als das Bild. Die Dialoge werden nicht durch Soundeffekte überdeckt. Alle Soundelemente stehen in einer ausgewogenen Balance zueinander. Sie sind sehr dynamisch und kommen glasklar aus den Lautsprechern. Das Sounderlebnis ist schlicht klasse, leider kommen kaum entsprechende Actionszenen im Film vor. Setzen Feuergefechte dann doch einmal ein, meint man mitten im Kugelhagel zu sitzen. Geschosse zischen dem Zuschauer um die Ohren und Einschläge scheinen näher zu kommen. Alle Soundeffekte sind präzise zu lokalisieren und erzeugen eine überzeugende Atmosphäre.

Die Extras sammeln Extrapunkte, da sie in HD-Qualität vorliegen. Das sie letztlich nicht ganz überzeugen liegt an ihrem Umfang. Unterm Strich sind es etwa 30 Minuten an Zusatzmaterial. Technisch gesehen macht diese Blu-ray einen sehr guten Eindruck. Eine solide HD-Produktion, dessen Anschaffung auch lohnt. Filmisch für mich auch, daher insgesamt ein sehr gutes Blu-ray Release.
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am 17. Oktober 2011
Es ist erstaunlich, dass dieser Film fast gleich viele 5-, sowie 1 Sterne Bewertungen hat. Man sieht, die Auffassung von gut und lustig klafft hier ganz schön auseinander.
Der Film ist auf seine Weise ein genialer Hingucker! Ich hatte jedenfalls meinen Spaß! Wer einen Mix aus Komik, bizarrer Storyline, grandioser Schauspieler und komplexer Charaktere mag, wird hier vollends auf seine Kosten kommen. Man muss sich schon auf den Film einlassen und darf nicht auf seichte Berieselung hoffen.

Ich komme eigentlich gar nicht darüber hinweg, dass manche den Film echt schlecht finden. Was haben die denn nach dem Trailer erwartet? Reale Kriegs-Story???
- Hast du einen Sinn für schrägen Humor? DANN GUCK DEN FILM -
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am 3. November 2015
Ich hatte zufällig einen Trailer zu dem Film gesehen, der mir eigentlich sehr zusagte. Eine Konfuse Geschichte über eine geheime Militäreinheit, die "Jedi-Kräfte" trainiert. Als Video on Demand habe ich ihn hier bei Prime geschaut.
Die erste Hälfte des Films ist auch durchaus interessant erzählt. Nicht zuletzt auch wegen der Fabelhaften Besetzung mehrerer "Altstars".
Man verfolgt die Geschichte, ohne so recht zu wissen, worum es eigentlich geht, bzw. wo der Film mal hinführen soll. Und das bleibt leider bis zum Schluss so. Am Ende denkt man sich "Hmm" und macht ihn aus. Man hat aber nicht das Gefühl nun irgendwas "tolles" gesehen zu haben.

Der Trailer vermittelt, dass es sich hier mehr oder weniger um eine Komödie handelt. Zwar ist der Film "erheiternd" - sofern man das bei der Thematik Irak-Krieg überhaupt so nennen darf - und "grotesk komisch", aber wirklich lachen kann man beim Film nicht. Die Charaktere bleiben in ihrer Art ziemlich blass und spielen nebeneinander her. Zu oft versucht der Film dann wieder die Schiene der Moral zu fahren und uns Nachdenklich zu stimmen.
Alles in allem wirkte der Film für mich wie ein großer Teller Bohnensuppe, der zwar satt macht, aber irgendwie auch nix besonderes ist.
Gücklicherweise hat der Film mit 90 Minuten eine recht moderate Laufzeit, was das ganze dann wenigstens noch im erträglichen Rahmen hält.

Kann man gucken, muß man aber nicht.
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am 24. März 2011
Bob Wilton und seine Frau Deborah arbeiten bei einem Zeitungsverlag, dem "Ann Arbor Daily Telegram". Deborah verlässt Bob für den Chefredakteur Dave, ein etwas älterer Mann mit einer Armprothese und beginnender Stirnglatze. Dies bricht Bob das Herz und er beschließt in den Irak zu ziehen. Was tun (manche) Männer denen das Herz gebrochen wurde? Sie ziehen in den Krieg.

Haben Sie Verständnis für Bob? Weil Ihr Herz auch schon mal gebrochen wurde? Dann sollten Sie den Film anschauen. Er wird sie vielleicht aufheitern.

Oder Ihr Herz kann nicht gebrochen werden und Sie halten Bob für einen Spinner. Und sie mögen keine Spinner, weil es zu viele davon gibt? Dann können Sie sich den Film ersparen. Doch eines lassen Sie sich trotzdem sagen: "in dieser Geschichte steckt mehr Wahrheit als Sie glauben". Als Bobs kleines Glück zerbricht, befindet er sich schon auf der Schwelle zu einer anderen Welt, "mitten in dem Kampf zwischen den Mächten des Guten und des Bösen".

Sie werden vielleicht denken, dass Sie das Gute und das Böse jeden Tag erleben können, wozu also dieser Film? Stimmt! Aber die großen Meister in diesem Kampf, die Jedi finden Sie dort wo die großen Schlachten geschlagen werden.

Wollten Sie auch schon mal ein Jedi sein? Dann sollten Sie den Film anschauen. Lyn Cassady, ein Jedi, wird Ihnen sagen warum: "die Menschen laufen mit Scheuklappen durch die Welt" doch die Jedi beherrschen die "Fernwahrnehmung".

Sie glauben es gibt keine Jedi? Dann lassen Sie die Finger von dem Film, aber Sie sollten trotzdem wissen: "es gibt keine ernsthafte Alternative zum Weg des Wundervollen".

Sie müssen kein Jedi sein oder werden wollen, noch müssen Sie sich für das Paranormale interessieren um diesen Film zu mögen. Sie können ihn einfach nur als die Geschichte eines Reporters anschauen, ein Reporter der anfangs nur mit der Banalität in Berührung kommt bis er eines Tages den Boden unter den Füßen verliert. Dies ändert seinen Blickpunkt und er kriegt einen Einblick in eine ihm bis dahin unbekannte Welt. Die Geschichte erscheint recht skurril und wer nie die Erfahrung einer plötzlichen Blickpunktveränderung gemacht hat, der wird ihre Plausibilität in Frage stellen. Selbst der Humor dieser Erzählung wird erst richtig zugänglich wenn man sich vorbehaltlos auf die Geschichte einlässt:

Lyn, Bob und der Iraker Mahmoud laufen während eines Straßengefechtes eine Mauer entlang. Überall schlagen Kugeln ein. Die Katastrophe scheint unvermeidbar doch keiner wird getroffen. Ist das witzig? Nicht wirklich, doch vor Erleichterung musste ich lachen.

In anderen Rezensionen wurde der Sinn dieses Filmes angesprochen. Da war sicher ein anderer Sinn gemeint als der Sinn eines jeden Filmes, den Zuschauer zu unterhalten. Aus den Rezensionen ist ersichtlich, dass der Film von etwa der Hälfte der Rezensenten als unterhaltsam betrachtet wird und somit für diese, so wie auch für mich, diesen Sinn hat. Ob er darüber hinaus noch einen anderen Sinn hat? Mein Eindruck war, dass dem Zuschauer freigestellt bleiben soll wie viel er hinein interpretieren möchte. Ergibt etwa die Szene in welcher Deborah mit den Fingerspitzen zärtlich über Daves Armprothese streicht für Sie einen Sinn? Oder weckt diese Szene in Ihnen zumindest einige Fragen, auf die Sie eine Antwort suchen? Wenn ja, dann werden Sie vielleicht in diesem Film einen Sinn finden. Wenn Ihre einzige Frage jedoch ist, wieso der Regisseur diese "unnötige", "langweilige", "absurde" Szene im Film behalten hat, dann wird der Film für Sie wahrscheinlich keinen Sinn ergeben.

Mahmoud schenkt Lyn und Bob das einzige was ihm noch verblieben war, sein Auto. Lyn und Bob fahren mit dem Auto fort, auf nimmer Wiedersehen. Die Kamera verweilt auf Mahmoud der allein in der Mitte der staubigen, verlassenen Straße steht, mit den Händen in den Hosentaschen. Was stellt diese Szene für Sie dar? Bis zur Unerträglichkeit gesteigerte Langeweile oder die Gelegenheit sich in die Gemütsverfassung des Irakers hineinzuversetzen? Im ersten Fall haben Sie 9,99 Euro "in den Sand der irakischen Wüste gesetzt". Sie sollten den Film so schnell wie möglich loswerden. Vielleicht reduzieren Sie auf diese Weise Ihren Schaden und was noch wichtiger ist, vielleicht hat ihn dann jemand der was damit anfangen kann.

Bis auf eine "Schlüsselszene" der man so etwas wie "eine Botschaft" entnehmen könnte, begnügt sich der Film damit zu erzählen, statt Botschaften zu verkünden. Humor, Parodie, Satire, Komödie, Kritik, das alles ist an diversen Stellen im Film enthalten, doch nirgendwo wird etwas davon als Ziel verfolgt. All das ist implizit, absichtlich "unbeabsichtigt", der Erzählung inhärent. Ist die Erzählung deswegen unglaubwürdig? Ach wo! Vielleicht ein wenig übertrieben, aber Übertreibung gehört doch zu einer guten Erzählung. Lyn kann "Wolken sprengen". Kann er es tatsächlich? Nun, ich kann es auch, oder besser gesagt, ich habe es auch schon mal geschafft. Ja, OK! Vielleicht hätte sich die Wolke auch ohne mein Zutun aufgelöst. Wolken tun das gelegentlich. Stimmt auch, dass es mir nicht immer gelingt, genau genommen, bisher nur einmal und leider war auch keiner dabei, aber vielleicht schaffe ich es auch ein zweites Mal. Lyn kann das jedenfalls besser, vielleicht hat er eine hervorragende Beobachtungsgabe und sucht sich diejenigen Wolken aus die kurz vor der Auflösung stehen.

Jeder hat die Freiheit dem Film so viel Sinn zu entnehmen wie ihm bekommt. Möglichkeiten und Anlässe zur Interpretation werden reichlich geboten doch gibt es diesbezüglich keinen Zwang. Bis auf die eine "Schlüsselszene" ist der Film nicht explizit und auch da wird "die Botschaft" unmittelbar von Bobs Interpretation derselben überlagert, so wie vom Sand der Wüste. Und meinem Empfinden nach ist das OK, denn "die Botschaft" ist einerseits banal und andererseits doch schwer zu fassen, so wie die gesamte Realität selbst. Bob beginnt etwas davon zu ahnen doch bis zum Verstehen ist es noch weit und so schränkt er Lyns Aussage ein, statt ihre gesamte Tragweite zu erkennen. Nichts ist so banal und doch so unfasslich wie die nackte Realität. Macht das den Film schlecht? Nicht aus meiner Sicht und wenn ja, dann doch wenigstens konsequent: die Bösen werden nicht vernichtet, nur auf ihren Platz verwiesen und die Guten können am Ende wieder lächeln denn "Ihre Sanftmut ist ihre Stärke" und "wie alle Schamanen kehrten sie in die Sphären des Himmels zurück".
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am 16. Oktober 2011
Für alle, die den Film nur blöd und absurd finden: Doch, er hat eine Message, die kurz vor dem Schluss des Films zur Sprache gebracht wird: Wir (die Army, die Amerikaner) brauchen Yedi-Ritter nötiger als je zuvor.

Der Film erzählt von einem Reporter, der die Geschichte einer der abgefahrensten militärischen Einheiten der US-Army recherchiert und am Ende selber einer dieser "Jedis" (bzw der einzige verbleibende) wird. Während er scheibchenweise die Geheimnisse der Psycho-Truppe lüftet, erfährt der Zuschauer von der Vision einer guten Army - als Freund & Helfer & Flowerpower-Friedensbringer, die aber spätestens in der Bush-Ära der "bösen Macht" zum Opfer fällt. Immerhin können sich die verbliebenen beiden 'Jedis' am Ende selbst von 'der Macht' befreien und (im Helikopter) gen Himmel fahren.

Ich finde den Film klasse, weil er nicht zulässt, dass innerhalb der Sinnlosigkeit des Krieges irgendwelche pathetischen Statements oder hehre Wahrheiten abgesondert werden. Selbst die eigene Botschaft kann der Zuschauer nur mit ironischer Distanz zur Kenntnis nehmen. Das halte ich für gnadenlos konsequent.
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am 2. November 2015
Oh, wie ich diesen Film liebe. Einen Spoiler will ich hier nicht geben, also keine Sorge. ABER, es geht um ein Stück amerikanische Geschichte, was man heutzutage einfach nur noch satirisch betrachten kann:
Das amerikanische Militär betrieb (vermutlich) zwischen den 50er und 70er Jahre ein Projekt zur Untersuchung von parapsychologischen Kriegsstrategien. Was man sich darunter vorstellen kann? Es sollen Soldaten trainiert werden, die ganz im Uri-Geller-Stil, die Beine von Ziegen verbiegen. Da das auch für manchen Soldaten etwas abstrus klang, hat man versucht die Soldaten mit LSD-Trips näher an ihre parapsychologische Ausbildung heranzuführen.
Genau in diesem Setting spielt der Film, dessen Handlung immer wieder so absurd scheint, dass man denkt, dass es sich nur reine Fiktion handeln kann. Wer auf Filme steht, die so absurd sind, dass sie nicht wahr sein können (aber es trotzdem sind), der wird diesen Film genauso feiern, wie ich!
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am 18. Juni 2013
Dieser Film hat eher englischen als amerikanischen Humor. Er fängt als relativ normale Story an, dreht in der Mitte völlig durch, um am Ende alle Fäden wieder zu einer konsistenten Story zusammenzuführen. Mir hat er außerordentlich viel Spaß gemacht. Insbesondere die verwegene Geschichte mit dieser Starbesetzung zu drehen, die sich nicht zu schade ist todernst den größten Unsinn zu spielen, ist mutig und sehr gelungen. Von mir alle Punkte die es gibt!
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am 7. April 2011
Der Film 'Männer, die auf Ziegen starren', ist wie sich die meisten sicherlich schon aufgrund des Namens denken können, ziemlich bizarr und dennoch äußerst unterhaltsam. Ich habe mir den Film gekauft, da ich den Trailer lustig fand und neugierig auf die Geschichte wurde. Denn mal ehrlich gesagt, was glaubt man für einen Film zu sehen, in dem jemand die ganze Zeit auf eine Ziege starrt? Das ist eine gute Frage. Jedenfalls braucht man nun keine Angst haben, nur das zu sehen. Es kommt so einiges an Action vor als auch viele lustige Szenen.

Nun etwas zu den Darstellern des Films:
Eine der Hauptrollen spielt Ewan McGregor'manch einer wird sicher ein Schmunzeln im Gesicht gehabt haben, als er mitbekam, dass sich die Spazialtruppe der US-Armee als Jedis bezeichnen, und einer der Jedi-Darsteller aus StarWars spielt in diesem Film mit.
An seiner Seite spielt auch George Clooney, Kevin Spacey und Jeff Bridges. Bridges Rolle im Film könnte man vielleicht sogar ein wenig mit 'The Big Lebowski' vergleichen'jedenfalls mit dem Beschaffen und Verwenden von Drogen. :-)

Man kann also sagen, dass der Film so manch anderen in manchen Szenen parodiert oder auf's Korn nimmt.

Das sind die Extras der DVD:
- Audiokommentar von Regisseur Grant Heslov und Jon Ronson
- Die wahren Männer des ersten Bataillons
- Projekt 'Hollywood': Ein Geheimbericht vom Set
- Charakterbiografien
- Geschnittene Szenen
- Behind the Scenes
- Fotogalerie
- Wendecover

Fazit:
Ein sehr lustiger Film mit einigen Extras auf der DVD. Wer sich gerne mal etwas kontroverses und bizarren anschauen will, bei dem man viel lachen kann, sollte sich diese DVD holen.
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