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7
4,3 von 5 Sternen
Addicts Black Meddle Pt.II
Format: Audio CDÄndern
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Black Meddle - na dieser Titel klingt doch schon nach einer Kombination aus norwegischem Misanthropensound und Pink Floyd. Und in diese Richtung geht das ganze Spektakel auch irgendwie. Bereits mit dem Vorgänger Assassins: Black Meddle Part I haben Nachtmystium eindringlich bewiesen, dass man in den USA wesentlich offener mit dem Thema Black Metal umgeht und sich nicht unbedingt ständig um Genrekonventionen schert. Trve sein um des trve seins willen? Ihr könnt uns mal!

Auf Addicts: Black Meddle Pt. II geht man noch ein Stückchen weiter als vor zwei Jahren. Die Vorliebe Black Judds & Co. für Postrock und alten Industrial kommt hier etwas mehr zu tragen. Man schreckt in diesem Rahmen auch nicht von der einen oder anderen New Wave-Anleihe zurück, wie zum Beispiel beim bereits von MySpace bekannten und faszinierend-coolen, sowie höllisch groovenden "No funeral". Dabei startet das Album mit "High on hate" noch recht genretypisch rasant und mit keifenden Vocals. Aber bereits das relativ rockige Gitarrensolo und die fast schon hymnischen Chöre am Ende weisen den Weg. Das folgende "Nightfall" kommt mit einem starken Classic Rock-Touch um die Ecke und auch "Addicts" und "Ruined life continuum" gehen in diese Richtung.

Aber nicht nur lässigen Düstersound gibt es hier. Wie bereits erwähnt, kommt auch die dunkle und dramatische Seite Nachtmystiums voll zum Tragen. "Them fires" reißt mit seinem fast sehnsüchtigen Refrain unglaublich mit. "The end is eternal" ist die richtige Kombination aus abstoßender Kälte und floydscher Psychedelik. Und mit dem abschließenden "Every last drop" schießt die Band endgültig den Vogel ab. Hier treffen ruhige Akustikgitarren auf kehliges Grummeln, walzende Gitarrendrones und Ethnosounds. Wer hier nicht in andere Sphären schwebt, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

Glückwunsch Nachtmystium! Mit Addicts: Black Meddle Pt. II ist der Band abermals ein starkes Stück Musik gelungen. Der Black Metal hat nach wie vor ein großes Stückchen mitzureden. Vor allem der erdige und kratzige Gesamtsound trägt das Seine dazu bei. Doch gerade der lockere und selbstverständliche Umgang mit den genrefremden Elementen, der den Hardlinern das Corpsepaint von der Visage wischt, ist hier das Salz in der Suppe. Genau diese Einstellung ist das, was die Musik der Band so ehrlich und kompromisslos macht. Egal ob Tanzfläche und Saufen oder Psychotrip - hier bekommt man eine feine Ladung von beidem!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Oktober 2010
Nachdem alle Welt so euphorisch auf NACHTMYSTIUM abfährt, musste ich mir das Teil ja auch mal anhören und kann ehrlich gesagt die Begeisterung dafür nur begrenzt nachvollziehen.

Die Mischung aus Black Metal, (Post)Rock, Dark Wave und Düster-Rock klingt ja zugegebenermaßen ziemlich interessant, so als würden alte MY DYING BRIDE zusammen mit PORCUPINE TREE zocken, aber ehrlich gesagt ist mir das Ganze etwas zu monoton und zudem ziemlich dumpf produziert.

Die Black Metal-Einflüsse finden sich nur in ein paar Songs (High on Hate, Blood Trance Fusion) und dem krächzenden Knarzgesang wieder. Der Rest plätschert doch einigermaßen an mir vorbei. Alles ziemlich langsam, sehr düster, sehr "wave"-ig und leider halt auch sehr eintönig. Einzig der eine oder andere Gitarrenpart sticht heraus und lässt mal aufhorchen, das war's dann aber auch schon. Richtig gut gefallen mir eigentlich nur "Nightfall", ein astreiner Wave-Rocker, und "Blood Trance Fusion", bei dem noch mal die Black Metal-Einflüsse erkennbar werden.

Vermutlich muss man sich vieeel, vieeeel Zeit nehmen, um die Platte irgendwann mal gut zu finden, und es hilft denke ich auch, wenn man auf etwas obskure Truppen wie WOLVES IN THE THRONE ROOM oder NEGURA BUNGET steht.

Fazit: Im Ansatz ganz interessant, aber eher was für Underground-Spezialisten.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Juni 2010
welch ein großartiges ' na, was isses denn eigentlich?, hm, rock-album!
hätten muse einen black metal-background, würden sie vielleicht so oder so ähnlich klingen.
zugegeben, mich als helnorsk... usw., svartmetaller hat's schon einige durchläufe und diverse blicke über'n (platten-)tellerrand gekostet, ja, das album war sogar schon wieder abbestellt, nachdem ich die mp3s geladen hatte, dann wieder geordert, als ich merkte, daß ich es eigentlich immer wieder hören will und einfach in meiner sammlung haben muß!

es ist von einer geradezu fatalen anziehungskraft, und es sind seine melodien, die diese ausmachen: mal zunächst gewöhnungsbedürftig, dann in harmonischer mehrstimmigkeit aufgelöst, mal mächtige, rhythmisch pulsierende keyboard-riffs (!), die seinen stärksten songs ihre latente tanzbarkeit bescheren, mal fast stillstehende, etwas an wolves in the throne room erinnernde, epische klangflächen von melancholischer schönheit.
das alles vom schlagzeug geschickt rhythmisch pointiert, sodaß zumindest beim aufmerksamen zuhören zu keinem zeitpunkt langeweile aufkommen mag.

wer audrey horne's 'le fol' mochte und auch mit dem vorgänger 'assassins ' black meddle pt.I' was anfangen konnte und selbst als blackmetaller perfekt in songwriting und produktion integrierte elektronik nicht scheut, dem sei dieses werk empfohlen. aber seid gewarnt, der detailreichtum und die wahre tiefe dieses albums erschließt sich erst nach mehrmaligem aufmerksamen hören! dann ' und erst dann ' urteilt selbst!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Oktober 2013
Wer erwartet hatte, dass Nachtmystium mit ihrem fünften Studioalbum "Addicts - Black Meddle Pt. 2" genau da weiter machen, wo sie auf "Assassins" aufgehört haben, wird enttäuscht sein. Schon lange kümmern sich die amerikanischen Schwarzmetaller nicht um Genrekonventionen, und so enthält das Album deutlich mehr elektronische Musik als sein Vorgänger, was dazu führt, dass klassischer Black Metal zugunsten von progessiven, psychedelischen, post-punk und industrial Elementen zurücktritt. Dies geschieht jedoch so wohldosiert, dass es nicht aufgesetzt oder zwanghaft wirkt, sondern originell.

Zwischen schwelgerisch pulsierenden Riffs und ausdrucksstarkem Schreigesang, der das am stärksten im Black Metal verwurzelte Stilmittel ist, gibt es zahlreiche verspielte Details zu entdecken.

Nach dem kurzen, aber stimmungsvollen, industrialartigen Intro "Cry For Help", in dem eine düsteren Stimme den Satz "nothing hurts more than being born" hervorpresst, startet die Band in die recht traditionelle Black-Metal-Hymne "High On Hate", die noch am ehesten an "Assassins" anknüpft. Das sich anschließende "Nightfall" klingt hingegen deutlich mehr nach eingängigem Hardrock, während der folgende Industrial-Song "No Funeral" von einem hypnotisch wirkenden, kreisenden Keyboardriff und pulsierendem Rhytmus vorangetrieben wird und auch auf dem Dancefloor seine Wirkung entfalten könnte. "Then Fires" ist dann wieder weniger verspielt und bietet dann doch wieder atmosphärischen Black Metal, nur um vom fast schon poppigen Titeltrack "Addicts" abgelöst zu werden, das seinen Reiz aus dem Kontrast zwischen den guttural gesungenen Strophen und dem verfremdeten Klargesang im Refrain bezieht. "The End Is Eternal" klingt dann wieder deutlich nach klassischem Black Metal, nur um für das von elektronischen Effekten durchsetzte "Blood Trance Fusion" Platz zu machen. Mit dem melancholischen, aber merkwürdig tanzbaren "Ruined Life Continuum" drosseln Nachtmystium dann langsam das Tempo und bereiten den Hörer auf das abschließende, epische "Every Last Drop" vor, das mit akustischen Klängen einsetzt und sich zu einer langsamen, doomigen Nummer entwickelt, die einen echten Höhepunkt im Schaffen der Band darstellt.

Insgesamt handelt es sich um ein atmosphärisch dichtes, kompliziertes Album, das sich nicht unbedingt beim ersten Hören vollständig erschließt. Bei aller Frische, Andersartigkeit und stilistischen Unbekümmertheit hat es seine Wurzeln klar im Schwarzmetall. Ein großes Album, wobei mir persönlich "Assassins" besser gefällt.
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am 31. Dezember 2010
Auf "Black Meddle Pt. I - Assassins" folgt "Black Meddle Pt. II", und die Addicts um den Rotwein-Trinker und Chefideologen Blake Judd setzen die schon in den Albumtiteln zum Ausdruck gebrachte Vermischung von Pink Floyd und räudigem Schwarzmetall konsequent fort.
Dies gelingt dem Quartett mit der langen Besetzungsliste ehemaliger Bandmitglieder hier so überzeugend, daß sich so manche starke Neuveröffentlichung der letzten Monate dem psychedelischen Weltuntergangs-Soundtrack aus Chicago beugen muss.
Bei der Güteklasse dieses Albums sollte ernsthaft erwogen werden, ob die neue Elite des Black Metals entgegen aller skandinavischen Bemühungen nicht mittlerweile doch in den ehemals verlachten USA zu orten ist; man denke nur an Wolves In The Throne Room. Im Gegensatz zu letztgenannten brechen Nachtmystium jedoch deutlich mit den ehernen Gesetzen der Zunft und lassen ihrer Vorliebe für metallfremde Einflüsse freien Lauf - insbesondere der düstere Gothic-Avantgarde-Rock von Fields of The Nephilim und Killing Joke oder der Neofolk von Death In June haben es Blake hörbar angetan.
Hat man die gelungene old-schoolige Überrumpelungsattacke "High On Hate" erstmal verarbeitet, gipfeln diese Einwirkungen in sehr eingängigen, aber niemals dramaturgisch flachen Kompositionen wie "Nightfall", "No Funeral" (mit genialer 70er-Keyboard-Widerhaken-Melodie) , "Then Fires" und "Ruined Life Continuum".
Die Atmosphäre könnte in seiner verneinenden Düsternis und inneren Abkehr vom menschlichen Alltag kaum beklemmender sein.
Nachtmystium haben mit "Black Meddle Pt. II - Addicts" ihr bisher bestes Album abgeliefert. Es scheint so, als ob das immense kreative Potential dieser Formation aber noch lange nicht am Ende ist. Glänzende Aussichten für alle Freunde innovativer Musik.
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70s Psychedelic Rock trifft Black Metal, klingt bescheuert ist aber so und funktioniert verdammt gut.
Nachtmystium brachten schon auf Assassins:Black Meddle Pt.1 viel Psychedelic Rock ein doch mit No Funeral, Then Fires etc. setzen sie diesen Ansatz nicht nur fort sonder treiben ihn in den Exzess. Addicts, hat nur noch wenig Black Metal im eigentlichen Sinn zu bieten und beim Hören und Hören solcher Rocknummern wie Nightfall oder Addicts kommen mir gleich Satyricon in den Kopf, nur gefallen mir Nachtmystium deutlich besser als die PopRockBlackMetalVorzeigeBubbis von Satyricon und Nachtmystium lassen es sich nicht nehem wirklich gut zu sein, was Satyricon nur in seltenen Augenblicken gelingt. Oder eben auch richtige Black Metal Nummer wie High on Hate zu spielen.
Die Spielfreude der Band beschert einem eine facettenreiche Musik die sogar auf orientalisch anmutende Akustik in Every Last Drop zurückgreift oder eine deutlich vom Postpunk ala Killing Joke beeinflusste Nummer wie Ruined Life Continuum präsentiert.
Insgesamt ein überzeugendes Album mit einer Menge psychedelischem Metal, von einer Band deren Wurzeln hörbar im Black Metal liegt, besonders im Gesang und der manchmal schreddernden Gitarre bleibt Black Metal ein wesentlicher Faktor, doch was Nachtmystium draus machen sprengt jeden Rahmen eines 2nd Wave hörigen Black Metal Fans.
Anspieltips:
Nightfall
No Funeral
Ruined Life Continuum
Every Last Drop
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am 24. Januar 2011
Beim ersten Titel stellte sich erst im letzten Drittel Interesse ein. Bis dahin war es einfach nur Black Metal Gepolter auf gehobenem Niveau. Doch schon der zweite Titel "Nightfall" lässt erahnen, das diese Band doch um einiges vielschichtiger zu Werke geht als viele ihrer düsteren Kollegen. Erinnert mich alles in allem etwas an frühe KILLING JOKE oder die von mir ach so geliebte und doch von vielen gehasste "Feel Sorry for the Fanatic" Scheibe von MORGOTH. Also etwas für Leute die auf düstere, atmosphärische und teils experimentelle Musik stehen. Für den "durchschnittlichen" Metaller nicht geeignet. Hier braucht es Toleranz und vor allem: keine Scheuklappen.
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