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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das war ein fernsehfilm ?
Hallo zusammen! Der film wird ja hier total zerrissen,ist das in Ordnung? Bevor ich darauf eingehe muss ich sagen das ich das Buch nicht gelesen habe.Viele kritisieren das der Film kaum den Inhalt des Buches wiedergibt.Kann sein aber ich will hier den reinen Film beurteilen.Ich finde ihn spannend und sehr interessant.Wenn es um Macht,Geld und Einfluss geht war damals wie...
Veröffentlicht am 1. Februar 2012 von tauni

versus
132 von 158 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wäre es nicht spannend, eine gänzlich neue Geschichte zu verfilmen?
Ja, wäre es. Allerdings nicht, wenn man besagten Film dann als Buchverfilmung betiteln möchte.

Ich war - zugegebender Maßen - wirklich gespannt auf die Verfilmung des Romans "Die Wanderhure", wobei ich damals dem Buch schätzungsweise 4 von 5 Sternen gegeben hätte. Einfach, weil der Handlungsablauf in Gedanken an das Mittelalter des 15...
Veröffentlicht am 5. Oktober 2010 von Essela


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132 von 158 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wäre es nicht spannend, eine gänzlich neue Geschichte zu verfilmen?, 5. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (DVD)
Ja, wäre es. Allerdings nicht, wenn man besagten Film dann als Buchverfilmung betiteln möchte.

Ich war - zugegebender Maßen - wirklich gespannt auf die Verfilmung des Romans "Die Wanderhure", wobei ich damals dem Buch schätzungsweise 4 von 5 Sternen gegeben hätte. Einfach, weil der Handlungsablauf in Gedanken an das Mittelalter des 15. Jahrhunderts in gewisser Weise schon an eine Aneinanderreihung von glücklichen Zufällen grenzt. Doch zu dem Buch gibt es bisweilen sicherlich genug Rezensionen, durch die eine Kaufentscheidung erleichtert wird - daher äußere ich mich lieber zu dem Film.

Letztlich hat Sat1 meiner Meinung nach einen Film geschaffen, der tatsächlich lediglich 15% der Handlung des Buches aufgreifen kann.
Der Anfang, d.h. der Verbannungsgrund und das Grundgerüst der Intrigen rund um Marie, sowie der gen Ende stattfindende kleinen Hübschlerinnenaufstand, erinnern noch an die ursprüngliche Bestsellervorlage. Damit hat es sich dann jedoch auch schon, denn noch nicht einmal das Ende kann her geben, was das Buch vorlegt.
30 Minuten nach Beginn des Filmes habe ich mich gefragt, welchen Film ich hier eigentlich sehe und ob ich tatsächlich die Romanverfilmung vor mir habe, die wochenlang in der TV-Werbung angepriesen wurde. Zwischenzeitlich musste ich sogar an völlig unpassenden Stellen lachen - einfach, weil die Handlung so schrecklich verbogen wurde, um die vorgegebene Spielzeit einzuhalten. Beispielsweise hat man entscheidende Stellen gekürzt, sodass der Wandel in Maries Verhalten und Denken kaum nachvollziehbar ist, sowie man einige Szenen hinzu gedichtet hat. Ein Treffen zwischen Marie und Michel fand beispielsweise nie statt. Ohnehin sind die Charakterzüge hier ganz anders dargestellt - die "Film-Marie" hat kaum etwas gemein mit der "Buch-Marie", wirkt sogar unsympathisch auf mich und auch Michel ist im Film ein ganz anderer. Denn der "Buch-Michel" war beispielsweise überaus treu, und Marie gewiss auch nicht so 'bissig' zu ihm ;)

Die dargestellten Protagonisten wirken nebenbei auch noch schlecht in Szene gesetzt, die Darstellen können kaum die Charaktertiefe zeigen, die erforderliche wäre um die Charaktere als halbwegs realistisch zu empfinden, doch diesen Punkt schiebe ich, den Schauspielern zur Liebe, auf die drastisch vereinfachte Handlung des Filmes und dessen Länge.
Hinzu kommt, dass Alexandra Neldel, in meinen Augen, gänzlich fehlbesetzt war. Es gelingt mir einfach nicht, mein Bild von Marie in ihr wiederzuerkennen - das kann ja durchaus an mir liegen, allerdings frage ich mich, wer es vermag, in Neldel eine 17(!)jährige, liebliche Bürgerstocher zu erkennen.

Gegen den Film, aus Sicht derer, die das Buch gelesen haben, sprechen also die stark gekürzte und Großteils geänderte Handlung, als auch die geänderten, teilweise schlecht inszenierten Charaktere.

Wer das Buch allerdings NICHT gelesen hat kann dem Film, abgesehen von den recht flachen Darstellungen, sicherlich Gutes abgewinnen.
Die Kostüme sind passend und liebevoll, die Umgebung wirkt (auf mich als Laien) passend, und das Flair von Mittelalter kommt besser als bei anderen Produktionen dieser Art zur Geltung. Immerhin sehen nicht alle Nebendarsteller geschniegelt und gebügelt aus.
Als Minus-Punkt, auch für Solche, die das Buch vorher nicht kannten: die Sprache. Weit entfernt von Mittelalter, wobei ich lediglich erwartet hätte, dass Wörter wie "Ticket" nicht vorkommen.

Daher auch die zwei Sterne - über meinen Ärger als vorheriger Leser des Buches hinweg, grade, weil ich mich über die Hälfte des Filmes hinweg gefragt hab, ob ich tatsächlich eine Romanverfilmung vor mir habe. Wobei ich mich frage, wieso das Autorenehepaar dieses Drehbuch abgesegnet hat.
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64 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht gelungen, 26. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (DVD)
Ich war sehr erstaunt, dass Sat1 sich an die Verfilmung eines doch recht farbenprächtigen und intensiven historischen Romanes heranwagt, da selbst ein Fernsehfilm im historischen Milieu doch mit erheblichen Kosten verbunden sein dürfte. Leider wurde meine Meinung durch diese Verfilmung bestätigt, der Film wirkt durchgehend billig heruntergedreht. Eine Kulisse ist fast nie zu erkennen, die Handlungsorte sind seltsam konturlos und allgemein, der Film könnte an jedem beliebigen Ort im Deutschland der Jetztzeit gedreht sein (sicher aus Kostengründen). Der Roman ist sicher nicht die anspruchsvollste Lektüre, aber immer noch sehr gute Unterhaltung und aus diesem Grunde zu empfehlen. Der Film erzählt eine völlig andere Geschichte, kann keine flüssige und logische Handlung aufbauen und ist deshalb an manchen Stellen kaum zu ertragen. Wenn man mit der Romanvorlage Werbung betreiben möchte und den Film als Verfilmung eines bekannten Buches anpreist, sollte man sich zumindest einigermaßen an der Romanvorlage orientieren und nicht eine völlig neue und zudem noch schlechtere Geschichte erfinden.
Marie wird zu Beginn des Romans als blond, engelsgleich und absolut unschuldig und gehorsam beschrieben. Die Besetzung der Hauptrolle mit Alexandra Neldel fand ich in diesem Zusammenhang schon vor dem Anschauen des Films als völlig unpassend. A. Neldel mag eine recht passable Schauspielerin sein, entspricht aber überhaupt nicht dem Typ der Marie.
Dann wird der geneigte Zuschauer gleich in der ersten Szene mit einer Liebesaffäre zwischen Michel und Marie geschockt. Ganz abgesehen davon, dass Marie im Buch keine Beziehung zu einem Mann hat (besonders und ausdrücklich nicht mit Michel), wird der Figur der Marie hier keinerlei Entwicklungsspielraum eingeräumt. In historischen Zeiten bis weit in die Neuzeit hinein hätte sie mit diesem Verhalten nämlich wirklich als Hure gegolten und die Anschuldigungen und die Strafe wäre absolut berechtigt gewesen. Diese Handlungsweise nimmt also von vornherein dem Film die Logik. Marie ist auch sofort die selbstbewusste, manchmal fast bösartige Frau, zu der sie sich in der Romanvorlage erst mühsam entwickelt. Es wirkt alles etwas unglaubwürdig.
Mit der Entfernung aus Konstanz wird das ganze auch nicht besser, der Film scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, sich vom Buch deutlich in der Handlung abzuheben. Es stimmt fast nichts mehr, alles wird anders dargestellt, so dass man die eigentliche Geschichte gar nicht mehr wiedererkennt. Die anderen Huren, die Marie schließlich aufnehmen, sind lediglich Nebendarsteller, selbst ihre Freundschaft mit Hiltrud bleibt so ziemlich außen vor. Gerade hier wird viel Handlungs- und Konfliktpotential verschenkt.
Insbesondere nicht nachvollziehbar fand ich, wie Marie zu ihrem schönen Kleid kommt, das sich erheblich von den Kleidern der anderen Huren abhebt. Sie wird ja völlig mittellos von den anderen Huren aufgelesen, gerade wird noch darüber diskutiert, dass sie, wenn sie nicht zur Hure werden würde, sich in einem äußerst schlecht sitzenden Kittel allein durchschlagen müsste. Schon entscheidet sich Marie für die Hurenlaufbahn und schwupp!, sieht man sie an einem Kleid nähen, dessen Stoff eher zu einer adligen Dame dieser Zeit passt und für eine Wanderhure ziemlich unerschwinglich sein dürfte. Man wundert sich dann auch, dass die anderen Huren nicht auch solch schöne Kleider besitzen. Natürlich hat Marie passenderweise dann auch genau dieses Kleid an (trotz Schmutz und Schlamm auf den Wegen), als sie beschließt, sich bei der Familie von Arnheim zu "bewerben", als sie zufällig am Bewerbungszelt vorbeikommt. Dies mutet regelrecht albern an, so niveaulos ist der Roman dann doch nicht.
Die einzigen Lichtblicke in diesem Film waren für mich die Besetzungen der Hiltrud und der Frau von Arnheim, mit gewissen Abstrichen auch noch die Figur des Michel. Hier hat vielleicht auch etwas gestört, dass der Film bei den Begegnungen von Michel und Marie doch erheblich vom Buch abweicht und dadurch auch die Spannung der Liebesgeschichte gar nicht erst aufkommt, es ist keine Verbesserung des Buchstoffs.
Insgesamt keine gelungene Verfilmung einer Romanvorlage, es mag für Zuschauer, die das Buch nicht kennen, etwas besser sein, aber die Logikfehler in der Filmhandlung bleiben auch für den unvoreingenommenen Zuschauer. Ich finde den Film nicht empfehlenswert.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ... keine Spur von Finesse., 29. Oktober 2010
Von 
Apicula (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (#1 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (DVD)
Geständnis: Ich habe mich gefreut auf die Verfilmung.
Nicht, dass ich ein so wahnsinnig großer Fan von Iny Lorentz (den Autoren) bin, doch das Buch "Die Wanderhure" hatte mich seinerzeit doch in seinen Bann gezogen.
Es ist auch nicht so, dass ich eine Buchgetreue Verfilmung erwartet hätte. Ich denke ich bin in der Lage recht emotionslos (nur leider mit einigen Erwartungen) an solcherlei Unterhaltungs-Verfilmung heranzugehen. - Dennoch: Enttäuschung auf der ganzen Linie.

Einsicht/ Erkenntnis: So doof muss man erst einmal sein, sich auf eine SAT1-Verfilmung zu freuen!!!
Das war mir nicht erst klar, als die 120 Minuten überstanden waren. Die Erkenntnis traf mich bereits nach wenigen Minuten wie ein Schlag. Solchermaßen demotiviert war es eine ordentliche Tortur diesen Film in voller Länge anzuschauen.

Die Dialoge wirken steif und ungewöhnlich gekünstelt; wie abgelesen. Insbesondere die künstlich-mittelalterliche Wortwahl haut einen schier aus den Socken. Die Kostüme einen Tick zu prächtig, zu wenig schäbbig jedoch ungemein farbenfroh, gleich der aktuellen H&M-Herbst-Kollektion.
Wiewohl die Handlung viel Spielraum für Aufregung, Mitleidhascherei und Betroffenheits-Tränchen auf Seiten des Zuschauers bieten hätte können, fühlt man sich durch die gesamte Handlung gehetzt. Nämlich von Intrige zu Intrige, von Schändung zu Beischlaf. Unrecht über Unrecht widerfährt der armen Marie und ihr lieber braver Michel muss tatenlos zuschauen. Marie indes nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand und - wie von Zauberhand - geht ihr Plan auch auf, sich bis zum König hoch zu schlafen... die rührende Schluss-Szene toppt das Vergnügen:
Hätte es TV-Magazine damals schon gegeben, wäre der (liebe ) König zum Tode durch totquatschen von Alice Schwarzer bei Beckmann oder Kerner verdonnert worden. ;-)

In Sachen Unrecht und daraus erwachsene Rache-Pläne ist "Die Wanderhure" leider nur ein müder Abklatsch des "Graf von Montechristo" (von Alexandre Dumas). Das Erfolgsrezept für den "Graf von Montechristo" möchte ich aus der Verfilmung mit mit Depardieu (+Sohn und Tochter) zitieren: "Finesse, mein lieber Bertuccio. Finesse! ...", so erläutert Edmont Dantes (aka Graf von Montechristo) seinem Diener Bertuccio seine Vorgehensweise für die Umsetzung all seiner fein ausgeckten (Rache)Pläne. - Genau das fehlt hier: Finesse!
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91 von 114 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wie man ein hervorragendes Buch filmisch verwurstet., 5. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (DVD)
Das ist wohl der bessere Titel für diesen Film. Er mag ja dem 08/15-Sat1-Publikum gefallen, aber er ist für einen Historienfilm geradezu erschreckend falsch und jedem Freund des Buches (das hervorragend ist) kann ich nur raten:
FINGER WEG!!!!
Schon das erste Bild zeigt, wie egal es den Verantwortlichen war, was im Buch steht: Marie wird als Frau mit engelsgleichen BLONDEN Haaren beschrieben. Ich denke, das Bild sagt alles.
Sie hat zu Beginn keine Beziehung zu Michel Adler und schon gar keine - für ihre Zeit wirklich an Hurerei grenzende - wie sie der Film zeigt.
Man macht aus ihr von Anfang an nahezu eine Alice Schwarzer des Mittelalters und schiebt dafür den Charakter ihres Feindes Ruppertus etwas mehr in die "er hatte es auch nicht leicht"-Ecke. Im Film kommt er erst auf die Idee, sie zu verleumden, als sie ihn ablehnt - im Buch hat er das von vornherein vor.
Hinzu kommt - aus Zeit sparenden Gründen - dass Marie die traumatischen Erlebnisse von mehrfachen Vergewaltigungen im Kerker offenbar im Nu wegstecken und als Hure arbeiten kann.
Ich verstehe, dass man einen Romanstoff wie diesen für einen Fernsehfilm kürzen muss, aber die Charaktere und die Handlung so zu verdrehen, dass von der Vorlage wirklich nicht mehr als die Namen übrig bleiben, ist eine Frechheit.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Vater, Sie haben meinen Fernseher geschändet, 8. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (DVD)
Dieser Film schafft es von der ersten bis zur letzten Sekunde, langweilig zu sein. Das zieht sich ewig hin und ist nur öde. Nun werden wahrscheinlich einige vor ihren PC sitzen und die Tastatur glühen lassen, um mir zu sagen wie falsch ich liege. Das habe ich schon öfters erlebt. Übrigens, auch das ich beleidigt werde. Es ist schon überraschend wie schnell alle Hemmungen fallen, wenn man anonym schreiben kann. Andere werden wohl meinen, das ich mir diesen Film eh nur wegen der Nacktszenen und speziell der mit Alexandra Neldel, angesehen habe. Denen sei gesagt, das man mit jedem Internetfähigen PC, problemlos Nacktfotos der Dame sehen kann. So bleibt zuletzt doch nur die Bewertung des Films und der ist eben sehr langatmig(freundlich gesagt). Ich möchte auch bitten, auf Hinweise die sich auf die Romane beziehen, zu verzichten. Eine Filmbewertung ist keine Buchbewertung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Lieber das Buch lesen!, 14. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (DVD)
Da es online ja bereits genug Inhaltszusammenfassungen gibt, werde ich mich im folgenden nur auf die Umsetzung Buch-Film beziehen und auf die Machart des Films.
Gerade schaue ich den Film und bin bei Minute 43 (nicht ganz die Hälfte) und möchte am liebsten schon wieder ausmachen, denn historische Details sind einfach grottig umgesetzt und es gibt viele unlogische Stellen.
Beispielsweise leben Michel und Marie ihre Beziehung im Film offen aus, Freunde und Verwandte wissen bescheid, niemand unterbindet das ganze.
Auch Maries Beziehung zu ihrem Vater ähnelt eher einer heutigen Beziehung. Marie widerspricht ihm fleißig und ist mit ca 25 Jahren (über die Hälfte der damaligen Lebenserwartung) immernoch nicht verheiratet.
Zu Bewundern ist die Kunst des Auspeitschers: Nach dem 1. Stockhieb sind schon 3 Striemen zu sehen! Nach dem 20. aber nur 5-6 Stück. Hut ab!
Leider scheint auch Marie nicht ganz die hellste Kerze auf dem Kuchen zu sein, fällt ihr immerhin nach 3 Wochen auf, dass es sich um "Huren" (Zitat!) handelt, die sie aufgelesen haben. Das große gelbe Band an deren Kleidung ist aber auch leicht zu übersehen.
Mal abwarten welche weiteren Grausamkeiten sich die Filmcrew noch ausgedacht hat..
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unterirdische Produktion!, 6. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (DVD)
Ich muss vorweg nehmen, dass ich mich wirklich auf diesen Film gefreut habe. Auch, dass es eine deutsche Produktion war hat diese Vorfreude erst mal nicht getrübt. Schließlich wurde der Film im Vorfeld wirklich großartig angepriesen und ich dachte, dass im Gegensatz zu einer Hollywood- Produktion vielleicht nicht so viel Budget vorhanden ist, dafür aber mit Feingefühl und Liebe zum Detail gearbeitet würde.
Um es kurz zu machen: weit gefehlt.

Man sollte sich diesen Film nicht antun und auf keinen Fall Geld für die DVD ausgeben!!

Achtung: Spoiler*******

Man weiß gar nicht wo man anfangen soll- der Film ist eine einzige Qual!
Die Geschichte wird nicht flott erzählt, sie prescht an einem vorbei wie eine Herde wild gewordener Stiere- das schlimme: es ist trotzdem langweilig. Die Handlung ist weder schlüssig noch stimmig. Im Prinzip ist nur die Rahmenhandlung- Frau wird Hure um sich zu rächen- identisch. Alles andere ist abgeändert und das ist definitiv nicht dienlich.
Im Ernst, wie man eine so großartige Vorlage, die dieses Buch auf jeden Fall liefert, so verhunzen kann ist mir schleierhaft. Die junge, sittsame engelsgleiche Bürgerstochter Marie mit ihren GOLDENEN Haaren (hallo BLOND!!!) wird als aggressives, dunkelhaariges Flittchen durch Alexandra Neldel dargestellt. Weiter entfernt vom Original kann man den Charakter gar nicht in Szene setzen. Wie diese nach einer dreimaligen, brutalen Vergewaltigung aufrecht -noch dazu ohne jede Angst- stehen kann ist mir ein Rätsel. Die Schauspielerin schafft es in keinster Weise irgendeine emotionale Reaktion zu vermitteln. Geschweige denn den Übergang von Verzweiflung zu der Rache, die sie anstrebt.

Wie der Regisseur überhaupt auf die Idee kam, Marie eine Affaire anzudichten kann ich nicht nachvollziehen. Denn gerade der diffizile Übergang von der braven, sittsamen Marie zur rachedurstige Hure hat mich in der Romanvorlage fasziniert. Vielleicht hätte man Marie am Anfang des Filmes von einem jüngeren Mädchen darstellen soll, denn Alexandra Neldel ist für denn Beginn des Filmes schon viel zu alt. Dies hat nichts mit Jugendwahn, sondern eher mit historischer Genauigkeit zu tun.

Aber nicht nur Marie, auch alle anderen Darsteller bleiben blass und flach. Dies ist unter anderem auch den furchtbaren Dialogen zu schulden, die weit entfernt von ausgereift sind. Aus irgendeinem Grund meinte man wohl, dass man einfach die heutige Sprache ins Mittelalter transferieren kann.
Selbst die Kulisse bleibt blass, das muss man erst mal zu Wege bringen! Könnte ich Minuspunkte geben- ich würde es tun.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das war ein fernsehfilm ?, 1. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (DVD)
Hallo zusammen! Der film wird ja hier total zerrissen,ist das in Ordnung? Bevor ich darauf eingehe muss ich sagen das ich das Buch nicht gelesen habe.Viele kritisieren das der Film kaum den Inhalt des Buches wiedergibt.Kann sein aber ich will hier den reinen Film beurteilen.Ich finde ihn spannend und sehr interessant.Wenn es um Macht,Geld und Einfluss geht war damals wie heute Lügen und Intrigen ein sehr geeignetes Mittel um seine Interessen durchzusetzen.Die Handlung wird flott erzählt und man kann sich jederzeit in die damalige Zeit hineinversetzen.Was Frau Neidel hier spielt ist schon sagenhaft und ganz ganz toll!!!!was sie auf sich nimmt um ihre Peiniger zu entlarven ist beeindruckend!!Etwas naiv geraten ist die Szene wo der König sich mit den Huren von Koblenz trifft.Wer einen spannenden historischen film sehen möchte wo Emotionen nicht zu kurz kommen und die Tränendrüse arbeit bekommt den kann ich den nur empfehlen.Ich freue mich jedenfalls schon auf Teil 2
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen durchaus iO., 19. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (DVD)
Ach Leute. Wer von den 1*-Vergebern von Sat1 sich einen ARTE-Film erhofft, getreu dem Buch folgend und historisch perfekt, ist schon mal zum Vornherein auf dem falschen Dampfer. Wer jedoch auf historische Genauigkeit und dergleichen verzichtet, bekommt einen durchaus unterhaltsamen Film vorgesetzt - und das ist doch auch war wert, oder?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da hat Deutschland mal richtiges Hollywood-Kino hinbekommen!, 6. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure [Blu-ray] (Blu-ray)
Vorweg: Ich habe das Buch oder die Bücher nie gelesen und ich bin ein richtiger Deutschlandfilm-Hasser, da es in meinen Augen zu 99,9 % billiges Laientheater ist. Auf "Die Wanderhure" hatte ich dementsprechend keine Lust, aber ich habe es mir in einer kleinen Runde mitangesehen und war begeistert!
Man kann wirklich kaum glauben, dass es sich bei diesem Film um ein deutsches Machwerk handelt. Sämtliche Darsteller, egal wie klein ihre Rollen sind, spielen fast hollywoodreif! Es ist erstaunlich zu was deutsche Schauspieler fähig sind, wenn sie denn endlich mal richtig und ernsthaft schauspielern. Dieses typisch deutsche Dahinsagen auswendig gelernter Texte spürt man hier so gut wie nie.
Es gibt auch keine lächerliche Musikuntermalung oder Durststrecken. Kostüme, Schauplätze und Ausstattung sind 1a.
"Die Wanderhure" ist richtiges Hollywood-Kino made in Germany. Kaum zu glauben, aber wahr. Es lohnt sich wirklich! Zumindest für all diejenigen, die die Bücher nicht kennen (alle anderen waren ja enttäuscht).
Das liegt wohl daran, dass dieser Film einen entscheidenden Vorteil gegenüber seinen Kollegen hat: Eine Buchvorlage. Wäre die nicht gewesen, wäre der Streifen in typisch schlechter, deutscher Erzählweise ersoffen.
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Die Wanderhure
Die Wanderhure von Hansjörg Thurn (DVD - 2010)
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