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Kundenrezensionen

3,1 von 5 Sternen102
3,1 von 5 Sternen
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am 3. September 2010
Wie versprochen, jetzt nach zehn Stunden Spielzeit und geschätztem Drittel der Kampagne (wobei die nächsten zwei Drittel länger dauern werden), meine Rezension.

Klar, die Demo war ein Schock. Verantwortlich dafür war die Seekarte, die lt. Entwickler modern ist. Tja, oft ist modern ein anderes Wort für unterkühlt, kahl, detailarm. Es gibt sicher Leute, die das mögen. Die alten Patrizier-Fans gehören nicht dazu. Die Entwickler haben das nach dem Feedback der Demo schnell eingesehen und liefern einen Tag nach Release der Vollversion per Internet-Auto-Update eine neue aus. Die sieht, den Screenshots nach zu urteilen, viel besser aus. Gleichzeitig werden auch zwei, drei andere Kritikpunkte geändert und noch ein Featureplus hinzugefügt (die Heirat). Das ist guter Service und lässt einen positiv in die Zukunft blicken, dass ein paar andere Punkte über kurz oder lang auch noch verändert werden.

Aber erstmal zum Spiel. Die alten Fans hatten Angst, dass das Spiel einfacher wird. Nun, ich kann nach besagten zehn Stunden nicht sagen, dass es komplett einfacher geworden ist. Es ist ... anders geworden. An einigen Stellen leichter, an anderen dafür schwerer. Unter'm Strich dann also ungefähr gleich, wie es P2 war. Definitv leichter ist aber der Anfang. Und das wird Neulingen zugute kommen, denn P2 konnte Neulinge gut abschrecken. Ich weiss das besonders gut, denn ich habe über die letzten neun Jahre etliche Anfänger an P2 herangeführt. In P4 ist der Einstieg nicht nur leichter, sondern auch packender. Die ersten Erfolge kommen schnell. So schnell, dass die alten Hasen nach der Demo (die bloß bis zum Großhändler ging) bereits Angst hatten, es ginge in dem Tempo weiter und wäre vorbei, noch ehe ihnen als Profis der Kopf raucht. Aber er raucht. Ehe man sich versieht, und nur zwei Stufen der persönlichen Spielerentwicklung weiter, ziehen die Anforderungen plötzlich an und die anfangs überall reichlich vorhandenen Waren werden knapp. Es geht ans Produzieren. Und zwar auch für Anfänger deutlicher als in P2. Dort haben sich sehr viele lange um die Eigenproduktion herum gedrückt. Das wird hier schwierig. Alleine schon, weil der erste eigene Betrieb Aufstiegsvoraussetzung ist. Plötzlich explodiert die Komplexität (nicht die Schwierigkeit an sich), der Betrieb erfordert Rohstoffe, die anderswo einen zweiten Betrieb notwendig machen, den man jedoch erst bauen kann, wenn man ein Kontor in der anderen Stadt hat, welches man jedoch erst errichten kann, wenn man sich genügend Ansehen dort erarbeitet hat, .... was man wiederum durch regelmässigen Handel (speziell Verkauf) dort erreicht.
"Regelmässig", ein schönes Stichwort, denn in P4 lässt das Ansehen verstärkt wieder nach, wenn man längere Zeit irgendwo nicht war. Über diesen sehr transparenten Weg bringt man Neulingen quasi nebenbei den wichtigsten Punkt beim Geldverdienen in Patrizier bei: Die Warenumschlagshäufigkeit. "Billig einkaufen, teuer verkaufen" kennt jeder, aber dass "billig einkaufen" von wertigen Fellen in Russland mit wochenlangem teurem Transport (Mannschaftskosten, Kapitänskosten, Schiffskosten, Verwalterkosten) trotz "teuer verkaufen" am anderen Ende der Hanse in London weniger Gewinn bedeuten kann, als ein Geschäft, das im Tagestakt mit Bier zwischen Lübeck und Malmö bzw. Stettin läuft, ist beileibe längst nicht jedem klar. Durch die Ansehensprozente und das Bestreben, diese hoch zu halten, bekommt man dies mehr oder weniger nebenbei mit.

Die Bedienung des Handelsfensters mit seinen Schiebereglern ist ungewohnt, macht es mit ein bisschen Übung aber ein bisschen schneller. In wie weit dabei das Handelsspiel-Feeling abhanden kommt, ist ein Streitthema. Tatsache aber ist, dass es Neueinsteigern entgegen kommen dürfte. Und das ist ein wichtiger Punkt. Die Angebots-und-Nachfrage-Anzeige in Form von vier Punkten neben dem Warensymbolbild ist intuitiv, wenn auch ein wenig klein. Wobei ich nicht verstehe, warum man bei all dem Bestreben, das Interface zu vereinfachen, nicht noch einen Schritt weiter gegangen ist und alle Waren in einer Übersicht nebeneinander anzeigt (wie beim Einrichten der Autorouten), mitsamt einem senkrechten Füllbalken daneben, aus dem dann bei Überfahren mit der Maus das Handels-Schiebefenster heraus poppt. Doch es funktioniert ganz gut, wie es jetzt ist. Einzig die Rauf- und Runterscrollerei im Warenangebots-/Handelsfenster nervt mit der Zeit. Hier wäre zumindest eine Darstellung zweier Warenreihen nebeneinander wünschenswert, so dass man nicht mehr scrollen müsste.

Sehr motivierend - wenn auch von alten Hasen wegen des Spannungskiller-Effekts moniert - ist der jederzeit sichtbare Fortschrittsbalken, der einem anzeigt, wieviel noch fehlt zum nächsten Stufenanstieg. Man kennt das aus Rollenspielen. Was jene aber nicht haben, ist das Mouse-over-System, das einem hier verrät, was genau noch alles fehlt, um den nächsten Rang zu bekommen, denn es ist beileibe nicht immer nur schnöder Mammon, der einen aufsteigen lässt. Die Schwierigkeit von P4 besteht gerade darin, dass mit der Zeit auch noch andere, teils weit schwerer zu erfüllende Forderungen (Arbeiter, Schiffe) dazu kommen. Noch dazu sind die nötigen Ansehenswerte in anderen als der Heiatstadt erhöht, was eine weitere Hürde darstellt, das Spiel mal eben durchzurushen. Neulinge werden diesen Balken jedenfalls zu schätzen wissen und zur Motivation nutzen.
Mit Erreichen des Titels Bürgermeister eröffnet sich noch einmal ein breites Betätigungsfeld, denn ab sofort wird auch Politik mit dem Landesfürst gemacht. Er wirbelt das bis dahin vom Spieler in aller Regel perfekt eingestellte Handelssystem durcheinander, in dem er mit seinen Forderungen dazwischen funkt. Auch er wurde transparenter im Ablauf und seinen Reaktionen. Zu letzteren gehört natürlich auch die kriegerische Auseinandersetzung. Durfte man als Händler bis dato nur Wohnhäuser, Produktionsbetriebe und an öffentlich wirksamen Bauten ein paar Brunnen (Seuchenverminderung) und Plätze bauen, ist man als Bürgermeister mit etlichen Bauten mehr dabei. Die Stadtmauer und Wachtürme sind dabei nicht die letzten. Übrigens beginnt die Mitsprache schon als Ratsherr. Dort kann man über Stadterweiterungen wie eine leistungsfähigere Werft und dergleichen abstimmen und somit das Spiel beeinflussen. Schliesslich muss man ja ans Bürgermeisteramt vorsichtig herangeführt werden. Eine Änderung in P4.

Das schwierig zu erlangende Ansehen macht denn auch das Ziel Eldermann zu einer sehr anspruchsvollen Aufgabe. Was man bis dahin ausgerichtet auf die eigene Heimatstadt auf die Beine gestellt hat, muss man nun für den Großteil der Hanse tun. Die von einigen in ihrer Darstellung auf der Seekarte angeprangerten Konvoischiffe dürften jetzt schon an die 100 heran kommen (was lt. Entwickler auch der Grund für die einfache Darstellung der Schiffe auf der Übersichtskarte ist, denn die 300, 400, 500 Schiffe von einigen Powerspielern würden als hoch detailliertes 3D-Modell jeden nicht-Highend-Rechner in die Knie zwingen). Um die zu steuern (immerhin ist jedes einzelne mit etlichen verschiedenen Waren bestückt, von denen man möchte, dass sie an den verschiedensten Plätzen ein- und ausgeladen werden sollen) hat P4 eine stark verbesserte Autoroutenfunktion an Bord, die sich sehr leicht einstellen lässt und noch dazu zwei Modi bietet: Den kapitänsgestützen Autohandel und den feinst vom Spieler einzustellenden Handel nach Vorgaben. Beides lässt sich einfach organisieren und schafft einem freien Kopf für andere Dinge.
Und das ist auch notwendig, denn der Eldermann hat noch mehr politische Aufgaben.
Bis ich da hin komme, werden aber sicherlich noch mindestens 20 Stunden vergehen, denn die in P4 recht Waren-affin agierenden Piraten werfen einem zwischendurch effektiv Knüppel zwischen die Beine, was einen zwingt sie zu bekämpfen. Auch das ist eine Neuerung in P4, denn in P2 war es noch eher möglich, die Kämpferei links liegen zu lassen (zumindest kenne ich Spieler, die das so handhabten). Hier in P4 schaffen gebietstreu agierende Piraten regelrechte No-go-Areas vor manchen Städten. Man muss die dann natürlich nicht anfahren, aber es sind meist die, wo die verlockendsten Waren warten.
Glücklicherweise kann man, wie in P2 auch, den Kampf automatisch ausfechten lassen, wo es dann auf Anzahl der bewaffneten Schiffe, Fähigkeit des Kapitäns usw. ankommt.

Der Seekampf von Hand ist nicht gleich hundertprozentig einsichtig, lässt sich aber dennoch gewinnen. Ob ich ihn besser finde, als in P2, weiss ich noch nicht so richtig. Positiv ist auf jeden Fall, dass man einen kurz vor dem Sinken stehenden, aber flüchtenden Gegner nicht mehr ewig und drei Tage über die Seekarte verfolgen muss. Die KI gibt irgendwann rechtzeitig auf. Dann kann man Waren plündern (wenn auch bei weitem nicht so viel, wie die Piraten im Gegenzug von den Schiffen des Spielers mitgehen lässt). Das Entern von Schiffen und damit die Schiffsbeschaffung via Seekampf gibt es in P4 (leider und auch nicht leider - je nach Betrachtungswinkel und Argumentation) nicht.

Die Grafik bleibt sicher hinter heutigen Möglichkeiten zurück, hat aber bei kleinem Budget auch einigen Herausforderungen zu trotzen, die im Spielprinzip und dem kleinen Anfang, aber dem großen Ausbau späterer Spielstufen samt seinen zig hundert Einheiten begründet sind. Ein Casual-Game, wie es ein Vor-"Rezensent" schrieb, ist Patrizier aber auch dann nicht, wenn man nur die Grafik betrachtet. Dazu hat's dann doch zu viele Details (auch wenn's von denen noch mehr haben könnte). Vom Spielprinzip her ist es jedenfalls ganz sicher kein Casual Game, sondern durchaus ein ganz guter Nachfolger von P2.
Optimierungspotential ist vorhanden, ganz sicher, aber P2 ohne das AddOn war ja auch noch nicht das, was die Goldversion später zum ewigen Klassiker über acht Jahre machte.

Was mir wirklich fehlt, ist der Mehrspielermodus, denn P2 habe ich zu 95% im LAN gegen real nebenan sitzende Freunde gespielt, was erst die wirklich wahre Freude und den Ur-Zweck eines Handelsspiels darstellt (auch wenn das heutzutage viele aus Augen verloren haben). Zu hören, wie der Nebenmann flucht, wenn man ihm das begehrte Geschäft vor der Nase wegschnappt oder für Wochen die Werft belegt, ist unbezahlbar. Ebenso ist der direkte Vergleich der Statistik enorm motivierend und ein Rennen um den Bürgermeisterposten ein Spielerlebnis der schönsten Art. Ich muss es P4 in der aktuellen Form ja anrechnen, dass es mich mehr packt als P2 im Solo-Modus, aber dennoch hoffe ich darauf, dass die Verkaufszahlen ein Addon mit Multiplayer erlauben.
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am 5. September 2010
... hat man hier in meinen Augen den Vorgänger, Patrizier 2 (oder 3 mit AddOn).

Mal ein kleiner Anstoß:

Das Spiel bezeichnet sich selbst als WIRTSCHAFTSSIMULATION, leider merke ich persönlich da herzlich wenig von wenn ich nur permanent in jeder mir bekannten Stadt Schiffe in Auftrag gebe, die dann völlig automatisch meine bereits gespeicherten Handelsrouten abschippern und mein Geld fast schon idiotensicher einscheffeln. Dazu noch in jeden Hafen einen Auslieger stellen, der jeden Tag sichere und nicht mal zu knappe Gewinne bringt, und schon hat sich die WIRTSCHAFT aus meinen Gedanken verabschiedet. Ob nun Hungersnöte herrschen, irgendwo aufgrund der ach so komplexen Wirtschaftssysteme Waren fehlen oder in China ein Sack Reis aus den Wolken fällt braucht niemanden zu tangieren, der weiß wie man automatische Handelsrouten erstellt.

So kauft jeder Kapitän von Anfang an frei nach Schnauze entlang seiner Route billig ein und verkauft teuer wieder. Eventuell hinterher ein paar Geleitschiffe dazutun oder mit einem Konvoi persönlich rumziehen und die Piraten zurück in die Steinzeit bombardieren und die Würfel sind gefallen. Das Schwierigste an der Erlangung des Bürgermeisteramtes sind dann nur noch die geforderten Kontore für den Ratsmeistertitel, die man sich mit den übertrieben Geldmengen die man ohne zutun hinterhergeschmissen bekommt aber einfach mit ein paar dezent fallen gelassenen Geldbeuteln erschleichen kann. Eldermann zu werden ist da nur eine Frage der Zeit, die in diesem Spiel eh nur für "Intrigen" zu nutzen ist.

Sicher mögen einige sich selbst mit Mikromanagement belasten und jede Gewinnspanne maximieren, aber wenn man mit dem dritten Rang und knapp 10 Konvois schon bei 4.000.000 Talern rumgurkt und 40 Schiffe sowie 80 Gebäude in der Warteliste hat, weil permanent überall Baustoffe fehlen (die Hanse kam mit der Produktion nicht mehr hinterher und nicht mal meine Holzfällerhütten und Steinbrüche wurden richtig gebaut oder schnell genug mit Arbeitskräften besetzt), dann muss man es schon wirklich drauf anlegen, seine Zeit mit Kleinkrams zu verschleudern.

Also permanent Geld für Brandstiftung, eigene Piratenkonvois, Rufmord, Spenden etc. rausgehauen. Jeden Vorschlag im Rathaus mit maximal möglichen Beträgen finanziert, das halbe Privatvermögen in die Stadtkasse eingezahlt, die Mauer mit Türmen zugepflastert und so viele Ziegeleien und Holzfällerhütten gespamt, dass die Stadt ihr 10.000 Mann Bevölkerungslimit erreicht hatte bevor der entlastende Dombau überhaupt in Frage stand. Dabei hat jeden Spieltag alleine die Ausliegerflotte um die 50.000 Taler Reingewinn eingebracht und durch die Kontorverwalter ist nach einigen kurzen Einstellungen der gesamte Prozess der Gewinnschöpfung automatisiert.

Genug zur Einfachheit der Geldbeschaffung, die in meinen Augen in einer Wirtschaftssimulation dynamischer und vor allen Dingen schwieriger sein sollte... So gibt es noch ein paar Andere Dinge die mich stark gestört haben wie zum Beispiel die Forschung oder die wenigen Schiffstypen.

Forschung an sich wäre ja nicht schlecht, nur ist es schon irgendwie unfair, wenn nur der Spieler selbst forschen kann und das auch nur wenn er zumindest Bürgermeister ist. Die KI scheint sich nicht für neue Schiffstypen oder Verteidigungstechnologien zu interessieren oder diese zumindest nicht zu teilen. Also gar nicht erst weiter mit befasst und nur noch Koggen auf Masse produziert bis das ganze Hanf Jamaicas für Takelagen verwurstet werden musste.
Jeden Konvoi mit Kanonen vollgestopft und auf Reise geschickt und ZUSÄTZLICH zum sicheren Gewinn der Handelsrouten noch dicke Kopfgelder im 5 bis 6stelligen Bereich für jeden automatisch gekillten Piratenkonvoi kassiert. Auch hat mich gewundert, dass die Stadtbilanz bei meinem Amtsantritt ungefähr folgendermaßen aussah:

10-Tages-Bilanz:

+5620$ Kopfsteuer
+4260$ Umsatzsteuer
-460$ Stadtmauer
-42000$ Auslieger

-640.000$ Kontostand

Die Stadt bezahlte mir jeden Tag 4200$ für meinen Ausliegerkonvoi, obwohl nicht einmal die zusammengelegten Steuern von vier Tagen so viel Geld einbringen würden... Ist ja zumindest schonmal wie im echten Leben...

Jetzt aber zum Kernpunkt der ganzen Nörgelei..

Im Vorgänger war alles irgendwie schwieriger und bedeutender. Das Bürgermeisteramt zu erreichen war wohl schon eine Leistung, vernünftige Handelsrouten und die Feinabstimmung von Betrieben, Produktion, Rohstoffbeschaffung und Verkauf der Waren waren essentiell. Ohne Vorsicht war man schnell pleite oder zumindest in gewinnmäßigen Sackgassen. In dieser Neuauflage hingegen entsende ich einfach meine Arbeits- und Kampfdrohnen, lehne mich zurück und warte darauf dass meine 2147 Bauaufträge mal irgendwie zustande kommen während die völlig überforderte Handels-KI sich darauf konzentriert, Megatonnenweise Ziegel und Holz zu mir zu karren während jede andere Stadt unter Hungersnot leidet weil nur noch Baumaterial für mich produziert und verschifft wird.

Die 6214 Fass Getreide im Stadtkontor den ich mit Gewinn mit meinem auf Masse produzierten Korn zustopfe kriegt dann nichtmal mehr meine eigene Flotte richtig verteilt. Macht aber auch nichts, da ich trotzdem an jedem Fass insgesamt noch um die 5 Taler verdiene und die Mieten meiner Arbeiter mir zusätzlich in die Tasche wirtschaften. Also einfach weiter drauflos Gebäude gespamt und ganz nach Aldi-Prinzip mit Kleinvieh Mist gemacht.
Der AHA-Effekt, mit dem man im alten Vorgänger noch Kredite vergeben, sich mit gezielten Investitionen und Marktspielchen gegen Konkurrenten behauptet und rumprobiert hat weicht hier einem kataklysmischen Sturm aus Auftragsbestätigungen, wenn man sich nach dem morgendlichen Doppelmord mal eben für 20 Millionen von allen Sünden freikauft, jede Möglichkeit zum Geldausgeben in IRGENDEINER FORM annimmt...

Die Konkurrenten die dann alle 20 Sekunden voller Sarkasmus davon berichten, dass sie aufgrund meiner "geschickten" Preiszerstörung und Marktüberflutung lieber die Taschen packen und alles abreißen als mir meine dicht zusammengestellten Massenfabrikationseinheiten einfach mal anzuzünden sind keine wirkliche Herausforderung.

Ich wünschte ich könnte genau festmachen, wo der Fehler liegt, aber alleine die Tatsache dass hier überall so kleine irritierende Knackpunkte sind, die mich stören, lässt mich arg an Patrizier 4 zweifeln.
Momentan wirkt es einfach zu sehr wie eine vereinfachte, abgespeckte, grafisch überarbeitete Version die dann doch irgendwie auf den Mainstream abgestimmt ist.

Zuletzt lege ich also lieber wieder Gilde 2 - Renaissance ein. Herzlichen Glückwunsch, sie haben nun die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Zu den Fragen die in einem Kommentar gestellt wurden:

1. Auf welchem Schwierigkeitsgrad haben sie Patrizier 4 gespielt ?

-Professionell (höchster Schwierigkeitsgrad) mit historischer Produktion.

2. Gibt es beim anklicken der Gebäude keine Animationen sondern nur Bilder wie in der Demo ?

-Nur Bilder im Hintergrund des Fensters soweit ich weiß. Um ehrlich zu sein habe ich aber nicht einmal die wirklich bemerkt.

3. Kann man den "Erfahrungs-Balken" nicht ausblenden ? Bei Patrizer 2 war es so spannend und schön wenn plötzlich die Sequenz mit dem nächsten Rang kam.

-Der Erfahrungsbalken scheint fest in das GUI eingebaut zu sein und gibt beim Anklicken auch prompt genaue Angaben heraus, was zum nächsten Level noch fehlt. Für den Rang ist das Ansehen soweit ich weiß auch nur indirekt von Bedeutung. Lediglich die Zahl der Schiffe, Kontore und Arbeiter zählt. Die Anforderungen an Geld konnte ich noch nicht nachvollziehen, da dieses sich schneller ansammelt als man es beim Leveln bräuchte.

4. Geben die Bewohner keine Kommentare mehr von sich beim Anklicken ?

-Die Bewohner sind nicht mehr anklickbar und ich habe persönlich auch noch keine Anzeige gefunden, in der die aktuelle Zahl der Bettler in der Stadt angezeigt wird.
In der Kirche zu beten scheint nun auch unnütz zu sein und das Badehaus sowie die Feste auf dem Marktplatz wurden gestrichen.

5. Nach wievielen Spiel-Stunden waren sie Bürgermeister bzw. haben sie es bei der ersten Bürgermeisterwahl direkt geschafft ?

-Sobald ich Ratsmeister war (nach ungefähr 2-4 Stunden), habe ich mich zur Wahl gemeldet und direkt gewonnen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits ~60 Betriebe und 50 Häuser in der Stadt. Mein Konkurrent hat bereits seine Sachen gepackt da nie Rohstoffe für ihn auf dem Markt waren.

6. Kann man in Patrizer 4 überhaupt Pleite gehen bzw. ins Minus kommen ? Wenn ja , was passiert dann ? Es gibt ja keine Kreditgeber mehr !

-Ins Minus kommt man nur wenn man wirklich ins Minus kommen WILL... Jeder der genug Hirnschmalz hat um eine Handelsroute mit 4 Städten einzurichten, auf deren Weg alle waren automatisch gehandelt werden, wird vom zweiten oder dritten Monat an im Geld schwimmen. Ansonsten werden wohl erst Waren, Schiffe und Gebäude gepfändet (Vermutung).

7.Kann man wirklich keine Schiffe mehr kapern , sondern nur noch die Ware ?

-Schiffe zu kapern geht meines Wissens nach nur, wenn man selbst ANGEGRIFFEN wird und dann das letzte verbleibende feindliche Schiff manuell auf 0 Kanonen und minimale Besatzung runterschießt ohne es dabei zu zerstören. Alles in Allem eh sinnlos, da man mit den schwachsinnigen Geldmengen in jedem Hafen auf der Karte ununterbrochen die Schiffsbauliste vollstopfen kann. Das Kapern an sich ist in dem Falle auch viel zu riskant da die automatisch gesteuerten Schiffe meistens direkt in ihr Verderben fahren.

8. Haben sie vor dem Kauf die Demo gespielt ?

-Ehrlich gesagt nein, ist aber für die Rezension an sich nicht wirklich relevant. Dazu frage ich mich ob die Content-Patches in der Demo vorkommen, die ja ohne diese nicht mal ein authentisches Bild vom Spiel bieten würde.

Hoffentlich wäre das damit geklärt. Weitere Fragen bitte in die Kommentare.

Edith sagt:

Habe mittlerweile mehrere Spielweisen versucht, aber irgendwie stellt sich doch immer wieder die gleiche, repetitive Atmosphäre ein sobald das Geld schneller reinkommt als man es ausgeben kann... Ich muss dem Spiel aber zugestehen dass es noch den alten Patrizier-Biss hat, wenn man denn alle Schiffe selbst steuert (wie gesagt, das Nirvana des Mikromanagement-Fetischisten).

Wer übrigens die Rezension negativ bewertet möge doch bitte konstruktive Kritik oder bestimmte Wünsche und Anfragen hinterlassen. Da die Rezension rein subjektiv ist, ist es nur verständlich wenn einige der beschriebenen Vorgänge nicht in der Form begreiflich oder nachvollziehbar sind, in der sie beschrieben wurden.
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am 20. September 2010
Nein, man kann nichts falsch machen wenn man Wirtschaftssimulationen mag und ein Spiel kauft, dass von namenhaften Spielemagazinen hoch gelobt wird. Oder doch?

Patrizier 4 orientiert sich eng an den Vorgängern, will aber viel mehr sein, aber abgesehen von der Grafik sieht man keine sinnhafte Weiterentwicklung. Vorneweg: Ich bin kein eingefleischter Patrizier Fan, aber habe auch die Vorgänger gespielt, die ich nicht perfekt aber durchaus gut fand.

Die ersten Stunden im Spiel verbringt man damit von Stadt zu Stadt zu schippern, Waren möglichst günstig zu kaufen und teurer zu verkaufen. Allein die Steuerung ist hier eine Zumutung. Man "zieht" einen Regler auf die zu kaufende Menge und lässt die Maus wieder los. Noch schlimmer wird es wenn man mehrere Schiffe kontrolliert. Man darf munter zwischen den Schiffen hin und her klicken, kaufen, verkaufen usw.
Automatische Handelsrouten und eigene Betriebe lockern das ganze kurzzeitig auf, letztlich bleibt aber zu sagen, dass Patrizier 4 dem Spieler zu viel Handarbeit abverlangt und zu wenig taktische Entscheidungen.

Ums so klar zu sagen: Das Spielprinzip war zu Zeiten von Patrizier 2 toll. Ich entsinne mich auch noch an das ähnlich konzipierte Elisabeth II, ein Spiel, das mich von der Demo bereits begeistert hat, da man auch Gebäube betreten konnte und immer neue Missionen bekam. In Patrizier 4 ist eigentlich alles egal und alles leicht, schwere Missionen gibt es nicht, Geld wird nachgeschmissen, das Spielen erinnern an ein stupides Abarbeiten von leidigen Pflichten und macht bereits nach der ersten Stunde keinen Spass mehr.

Wer sich vom Kampfystem die erhoffte Spannung erhofft wird ebenfalls enttäuscht. "Kein stundenlanges Hinterhershipppern mehr" so tönten die Hersteller im offiziellen Video. Ergebnis sind Kämpfe die trotz allem noch 20-30 Minuten dauern können und so langatmig ablaufen, dass man froh ist Kämpfe automatisieren zu können. Überhaupt ist die Automatik im Spiel der beste Freund, da spielerisch nichts dauerhaft Spass macht.

Das alles mag hart klingen, aber spätestens bei Logikfehlern hört bei mir der Spass auf. Möchten Sie ein Schiff bauen? Dann brauchen Sie zb Holz, ergo lagern Sie Holz in Ihrem Lagerhaus ein aber der Schiffbau startet trotzdem nicht. Grund: Die Werft kauft das Baumaterial nur vom Kontor, egal wie überteuert der Preis dort ist. Möchten Sie ihre Crew aufstocken, dann schauen sie in einer Taverne vorbei, aber wundern Sie sich nicht, dort nur eine handvoll Menschen zu finden. Wer eine volle kampffähige Crew will, darf dafür die Nordsee auch gerne mal komplett absegeln und Mann für Mann die Matrosen aufgabeln.
Patrizier 4 - Beschäftigungstherapie für Kapitäne!

Für mich stellt sich da einfach die Frage, ob ein so simples Spielprinzip überhaupt noch zeitgemäß ist. Patrizier 4 bietet weder Tiefe, noch Herausforderung, noch Langzeitmotivation. Schade, dass hinter solchen technisch-optischen Möglichkeiten, die immerhin 2 Sterne für mich bedeuten, ein solcher spielerischer Flop steckt.
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am 7. Oktober 2014
Ich habe mir Patrizier 4 vor einigen Wochen zugelegt und konnte das Spiel seither ausgiebig testen.
Meine Meinung dazu:
Ich verstehe weder die Bewertungen mit einem Stern noch die mit fünf Sternen.
Und insbesondere aufgrund der 1-Stern Bewertungen möchte ich hier doch für Patrizier 4 eine Lanze brechen.

Patrizier 4 [Ich habe bereits Patrizier 2 und Port Royal 2 gespielt und insbesondere an PR 2 kommt es nicht ran] ist ein bodenständiges Spiel, das durchaus Spaß macht. Im Endeffekt fehlt mir allerdings die wirkliche Langzeitmotivation.

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Installation und Spielbetrieb

Installieren
Auf Steam aktivieren
Alles gut

Mir sind während des Spielbetriebes keine langen Wartezeiten oder sonstige Fehler [Grafik etc.] aufgefallen.
Bugs scheinen ebenfalls fremd zu sein.

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Grafik

Die Grafik pendelt zwischen "ganz hübsch" und zweckmäßig.
Wenn man in einer Stadt um zu handeln, Betriebe zu errichten oder Aufträge anzunehmen ist sie ganz hübsch.
Die Jahreszeiten wechseln sich ab. Man erkennt gut Details. Man sieht Bürger umher laufen.
Eine Augenweide mit bahnbrechenden Grafikeffekten ist Patrizier 4 nicht.
Aber mich stört das wenig. Es ist schließlich ein Aufbauspiel.

Zweckmäßig hingegen ist die Grafik auf der "Nord- und Ostseekarte", wenn man seine Konvois verfolgen kann.
Das sah bereits bei Port Royal 2 besser aus. Die Schiffe sind hier nur braune/schwarze Balken mit weißen Segel [KI], blauem Segel [Spieler] und schwarzen Segel [Piraten].
Da hätte mehr gehen können.

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Das Spielprinzip

Die anderen Rezensionen werden wohl schon mehr als genug auf das Spielprinzip hingewiesen haben.
Daher hier nur eine kurze Zusammenfassung:

Man beginnt in einer Heimatstadt seiner Wahl mit einem Schiff und ein wenig Gold und muss ein Handelsimperium aufbauen.
Dazu muss man Waren günstig kaufen und möglichst teuer verkaufen.
Man kann Betriebe errichten, um die Kosten noch weiter zu senken.
Gleichzeitig bekämpft man Piraten, erledigt mehr oder weniger lukrative Aufträge, lässt sich zum Bürgermeister wählen, wird Vorsitzender der Hanse und importiert Gewürze, Wein und Tuch in großen Mengen aus dem Mittelmeer.

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Das Spielen

Der Beginn macht Spaß.
Und auch im mittleren Spielverlauf bereitet Freude.
Man handelt die ersten Waren, steigt im Rang auf.
Dann werden die Voraussetzungen für einen erneuten Aufstieg erschwert. Plötzlich braucht man mehrere Kontore. Um einen Kontor zu errichten muss man aber erst mal in einer Stadt die Beliebtheit steigern und dann [immer teurer werdende] Konzessionen kaufen. Dann sollte es keine x-beliebige Stadt am A***h der Hanse sein.
Man will ja schließlich auch langsam Betriebe errichten, die profitabler wirtschaften als das Einkaufen aus fremden Betrieben.
Viele Betriebe, die höherwertige Waren herstellen [und damit mehr Geld bringen] brauchen Rohstoffe. So braucht der Werkzeugmacher Rohmetall und Holz.
Betriebe errichten muss man. Sonst steigt man im Rang nicht weiter auf. Die Warenkette sollte also gut durchdacht sein.
Dann gibt es Aufgaben die man erledigen kann.
Irgendwann kann man auch das Mittelmeer erkunden und die ersten Piraten tauchen auf.

Und dann....
Wird es relativ schnell relativ langweilig.

Das Geldverdienen geht zu einfach.
Spätestens wenn man aus dem Mittelmeer Gewürze besorgen kann ist man im Handumdrehen Millionär.
Dann wartet man ein Feuer in einer Stadt mit Baurecht ab und kauft [zu einem Viertel des normalen Preises] die Patrizierhäuser, die abgefackelt wurden. Diese werden automatisch wieder aufgebaut.
Gewürze kann man eigentlich in Unmengen heranschiffen. Die Umschlagplätze werden ja schließlich auch größer.
Ich habe nur eine Handelsroute [je nach Startstadt (fast) die komplette Ostsee]. Das reicht.
Normalerweise macht der über 200.000 pro Runde an Gewinn.
Mit Gewürzen sind es auch schon mal 300.000.

Dann gibt es noch Piraten und diverse Ereignisse, die einem das Handeln erschweren.
Die Piraten plündern. Einen zugefrorenen Hafen kann man nicht mehr anfahren.
Aber irgendwie... sind das nur Kieselsteine auf dem Weg nach ganz oben.

Enttäuscht wiederrum bin ich vom Kampfsystem.
Eine Schlacht selber schlagen ist genau so unspektakulär wie grafisch veraltet [und es sieht wirklich nicht toll aus da hätte man sich Mühe geben können]. Und das Zufallssystem... Hat mir schon manchen Ausraster gebracht.
Warum um Gottes Willen verliert mein Kapitän mit 5 Stufen Kampferfahrung, 3 Vollbestückten Holks und der maximalen Anzahl an Matrosen gegen nen Piratenverband, der die hälfte der Kanonen und Besatzung hat.
Selbst der Verlust von einem Schiff ist da zuviel.
Aber naja.

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Im Großen und Ganzen wie bereits ganz oben geschrieben:
Solide aber ohne wirkliche Langzeitmotivation.
Man kann das Geschehen nach kurzer Zeit nach seinen Belieben lenken.
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am 5. November 2010
Patrizier IV macht Neueinsteigern, die Spaß an Handelssimulationen haben, sicherlich viel Freude. Leider kann ich das als "erfahrener" Patrizier Spieler nicht uneingeschränkt behaupten.

Vorweg: Es ist ein gut gelungenes Spiel. Ich bitte alle Kaufinteressenten zu beachten, dass es sich hier um eine >Nörglerkritik< eines eingefleischten Fans handelt. Ich spiele das Spiel trotzdem noch gerne!

!ABER!: Die Entwickler haben sich den Vorgänger Patrizier II Gold anscheinend nur angeschaut (und nicht wie ich wirklich bis zum Abwinken gespielt), denn bei näherem Hinsehen offenbaren sich doch erhebliche Schwächen.
Meines Erachtens nach wurde bei diesem Spiel zu viel Wert auf die Optik/Grafik gelegt (welche auch schön geworden ist - z.B die frei schwenk- und zoombare Kamera macht in den ersten 2 Minuten schon Spaß). Darüberhinaus wurde leider vergessen, dass es sich ja hier um eine Handelssimulation handeln soll. Alle Handelsmenüs sind , im Gegensatz zum Vorgänger, viel zu unübersichtlich und zu kompliziert aufgebaut. Auch bei den höheren Schwierigkeitsgraden gibt es kaum Möglichkeiten des Eingreifens eines Spielers im Bezug auf die Bedarfsdeckung einzelner Städte, wie es im Vorgänger noch sehr gut umgesetzt war. Auch die Übersichtskarte ist alles, aber eben keine Übersichtskarte, da man anhand dieser Karte einfach keine Übersicht gewinnt :-) --> eine Farce!
Das Kampfsystem - Naja - geht eigentlich ganz gut, aber auch hier war Patrizier II meines Erachtens übersichtlicher und gerade für Anfänger leichter zu erlernen.

FAZIT: Im großen und ganzen fehlen mir die strategischen Möglichkeiten, die bei Patrizier II Gold eben in so vielerlei Hinsicht noch vorhanden waren - ich hoffe auf ein nettes Add-On, damit das Spiel mehr an Tiefe gewinnt!
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am 17. September 2010
Hallo alle zusammen,

ich habe Patrizier von Anfang an, damals noch auf einen ATARI Mega STe, gespielt und das sehr gerne. Dann kam endlich P2 heraus und auch dieses fand ich sehr gut und hatte viele Stunden, Wochen und Monate meinen Spielspaß!!
Und so habe ich voller Spannung das neue P4 erwartet!!!
So, nach ca. 16 Stunden kann man nicht mehr mehr erreichen. Bin ein reicher Patrizier, Bügermeister und Eldermann. Habe dazu nicht einmal eine Block und Bleistifft gebraucht wie bei den Vorgängern -- also viel zu einfach. Und sorry ich kann das ganze Programm nur als lieblos und auch der Zeit absolut hinter her beschreiben. Wo ist zB das Badehaus hin, wieso erfahre ich nicht mehr was die Bevölkerung über mich denkt und was fehlt. Wieso kann man keine Feste mehr feiern?? Und wo ist der nette Geldverleier von neben an hin. Warum muss ich von Kanonen auf den Schiffen sprechen wo wir doch in den ersten beiden Teilen gelernt haben das es diese zu der Zeit so noch nicht gab.
Dafür hat man so hübsch hässliche und unnütze neuerungen das man alles Schiffe, auch einzellne als Konvoi führen muss?? Wieso?? Auch der "3D-Grafik" kann ich nichts abgewinnen -- sie schafft es nicht das man sich ins Mittelalter versetzt fühlt.

Zu guter letzt bin ich nun wieder bei Patrizier 2 gelandet und werde da auch bleiben und nur aus Interesse, vorallem aber wenn ich mal wieder Lust verspüre mich ärgern zuwollen, das P4 anspielen
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am 14. September 2010
Ich habe P2 begeistert gespielt, bis mir die Missionen ausgingen und habe daher direkt am Erscheinungstag (wider besseres Wissen) voller Vorfreude P4 erstanden. Nach erfolgter Installation startete ich erstmal mit einer Kampagne. Nach ca. 30 Minuten dann schon der 1. Absturz: seitdem funktioniert (trotz Installationsreparatur) die Sprachausgabe nicht mehr, was natürlich blöd ist da ich gerne wüsste was mein Berater oder die Konkurrenten mir mitzuteilen haben...! Ich habe mich trotzdem (durchschnittlich 3 Abstürze pro Tag) bis zum Patrizier hochgekämpft und war sehr gespannt auf die neuen Möglichkeiten, doch: das Spiel stürzt an einer bestimmten Stelle immer wieder ab und Spielspass sowie Motivation sind definitiv dahin (vor allem, weil einen der Speicherstand gnadenlos über die bereits vertane Zeit aufklärt!!!)!

Was mich ausserdem noch gestört/irritiert hat:

1. Man kann bei Erstellung des Spielerprofils ruhig angeben, dass man weiblich ist - das System ignoriert es gnadenlos!
2. Konvoi auflösen unmöglich / Ist DOCH möglich! Danke, König Alfons (wer lesen kann, ist klar im Vorteil - ähem...)!
3. Kapitänserfahrung wächst nur durch Lehrmeister und nicht durch jahrelanges Segeln und Handeln - so komme ich nie zu einer Expedition!
4. Lehrmeister nur in wenigen Städten gelegentlich vorhanden und dort dann immer das gleiche Fachgebiet (z.B. Lübeck: Handel - gähn!)
5. Im Kontor: in der Bilanz wird nur die Anzahl der Betriebe genannt und nicht die Art - nervig!
6. Warenfenster: a) nur Symbole ohne Beschreibung und b) zu gross gestaltet, daher scrollen notwendig - auch nervig!
7. Ich musste oft 6-7x die Werft und dort "Reparatur" anklicken, damit mir ein reparaturbedürftiger Konvoi auch als solcher angezeigt wurde - ohne Worte!
8. Mir fehlt auch eine Schnellübersicht die anzeigt, in welcher Stadt man Kontore hat, wieviele Betriebe welcher Art man dort unterhält und wie hoch die Auslastung des vorhandenen Lagerraumes ist
9. Hintergrundgeräusche (insbesondere die Kirchenglocke!) sind eintönig und werden ausserdem zu oft wiederholt.
10. Alle Städte sehen gleich aus - das war in P2 besser!
11. Viele Klicks nötig, um alle Städte nach Aufträgen abzugrasen.
12. Das Einrichten der Handelsrouten ist viel zu kompliziert und zeitaufwändig = Motivationskiller
13. die Ladezeiten erinnern an die gute alte C64-Zeit...
14. mir fehlt der Kredithai und auch das Badehaus - der Waffenschmied allerdings nicht ;-)
15. warum werden für Schiff- und Gebäudebau die Waren nicht mehr aus dem Lager entnommen?!?

Warum ich immerhin 2 Sterne vergeben habe? Weil die Schiffsorganisation wirklich gut gelöst wurde (ausser Punkt 2 s.o.) und weil es sehr viel schwieriger (=realistischer) ist, Bürgermeister oder gar Eldermann zu werden. DAS war in P2 etwas zu einfach.

Ich hoffe sehr, dass die Entwickler die vielen Beschwerden der Spieler zum Anlass nehmen, das Spiel noch einmal gründlich zu überarbeiten.
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am 9. September 2010
Nach einer Woche intensiven Spielens (und Ärgerns) hinterlässt P4 bei mir gemischte Gefühle. Auf der Haben-Seite stehen eine solide Wi-Sim mit guten Ideen, relativ unverbrauchtem Szenario und nicht zu verleugnendem Sucht-Potenzial. Allerdings überwiegen für mich ein wenig die negativen Aspekte. So ist das Spiel keineswegs bugfrei. Die KI reagiert teilweise mit unpassenden Kommentaren, Aufträge werden trotz erfüllter Kriterien teils nicht als abgeschlossen gezählt (Stichwort: Piratenjagd), Städte mit reichlich Nahrungsvorräten leiden unter Hungersnöten und nach längeren Sessions stürzt das Spiel regelmäßig ab. Außerdem werde ich mal auf wichtige Ereignisse hingewiesen (fertiggestelltes Schiff, meine Wahl zum Eldermann) und ein anderes Mal bleiben diese Hinweise aus.

Damit wären wir auch beim wichtigsten Kritikpunkt, und der hat in deutschen Wi-Sims schon Tradition: die Bedienung. Gerade im späteren Spielverlauf ist das Tagwerk des virtuellen Patriziers ohne den automatischen Handel über Konvois und Kontorverwalter nicht mehr zu stemmen. Zu blöd also, dass gerade der Screen für die Handelsrichtlinien der eigenen Kapitäne und Verwalter unnötig kompliziert ist. Ja: Wenn man erstmal verstanden hat, wie der Handel nach Vorgaben funktioniert, läuft dieses Feature so wie beschrieben. Intuitiv gestaltet sind diese Menüs allerdings nicht: Selbst mit ausreichend Erfahrung muss ich mich beim Erstellen einer neuen Handelsroute jedesmal selbst laut durch die einzelnen Schritte "sprechen". Hier hätte man sich ruhig ein Beispiel an den automatischen Handelsrouten der Anno-Reihe nehmen dürfen. "Pirates!", ein anderes Genre-fremdes Spiel, hätte als Vorbild für die Seekämpfe dienen sollen. Die sind derart mau umgesetzt, dass ich sie inzwischen überhaupt nicht mehr selbst erledige. Meiner Meinung nach ein unverzeihlicher Lapsus, denn gerade diese Actioneinlagen hätten eine wunderbare Auflockerung des handelslastigen Patrizier-Alltags sein können.

Zudem fühle ich mich alleingelassen, sobald das Arbeitspensum steigt: Aufträge der Hanse/Landesfürsten oder Verwaltungsarbeiten als Bürgermeister/Eldermann muss ich mir jedesmal selbst in den Städten abholen. Das macht zig Klicks nötig, und da alles in Echtzeit abläuft, verpasse ich zwangsläufig viele Aufträge. Warum gibt's hier keine Einblendung auf der Übersichtskarte, sobald ein wichtiger Auftrag irgendwo verfügbar oder ein Landesfürst sauer wird? Auch die Handhabung der Aufträge selbst ist unglücklich gelöst: Anstatt mir ab Annahme eines Auftrags eine Frist (also z.B.: Tag der Annahme plus drei Wochen) zur Erfüllung zu gewähren, sind die Aufträge an fixe Abgabetermine gekoppelt. So kann es passieren, dass mir ein Auftrag angeboten wird, der in der verbleibenden Zeit gar nicht mehr erfüllbar ist - etwa in zwei Tagen Ware von Bergen nach Riga befördern. Das ist umso ärgerlicher, wenn es sich um seltene Sondermissionen handelt - z.B. die Gründung einer neuen Siedlung.

Aaaber: Trotz aller berechtigter Kritik hat P4 ein ziemlich hohes Suchtpotenzial - wenigstens solange der Spieler noch Ziele vor Augen hat. Obwohl Grafik und Sound bestenfalls Durchschnitt sind, zieht mich das Spiel immer noch in seinen Bann. Das liegt wohl auch daran, dass mir nicht zu viele Automatismen an die Hand gegeben werden. Trotz automatischer Handelsrouten und Kontorverwalter muss ich mich immer noch "persönlich" in den wichtigen Städten sehen lassen und nach dem Rechten schauen. Auch die Warenproduktion, die teilweise in Ketten von zwei oder sogar drei Städten läuft, hält mich auf Trab. Sprich: Es gibt eigentlich immer etwas zu tun für den Patrizier. Dass die Optik mindestens drei Jahre der aktuellen Entwicklung hinterherhinkt, kann ich verschmerzen: Schließlich reden wir hier über eine Wi-Sim und nicht über einen Ego-Shooter. Nicht verschmerzen kann ich die etwas lieblos umgesetzte Kampagne, die eigentlich nicht viel mehr als ein "kommentiertes" Endlos-Spiel ist. Ich weiß, dass viele den Endlos-Modus lieben, ich allerdings spiele lieber auf ein festes Ziel hin. Und so hätte ich mir ein paar "Mini-Kampagnen" gewünscht, in denen ich bestimmte Ziele erreichen muss ("baue X Dörfer zu Hansestädten aus", "vernichte x Piratennester", etc.).

Mein Fazit ist etwas zwiespältig: Wer auf Wi-Sims aus deutschen Landen steht und mit geringem Anspruch an Präsentation und Benutzerführung an das Spiel herangeht, der sollte sich "P4" ruhig näher anschauen. Wer sich allerdings vom Szenario in die Irre leiten lässt, und eine Art "Anno" mit etwas mehr Tiefgang erwartet, der muss zwangsläufig enttäuscht werden.

Meine Wertungen:
Grafik: 65%
Sound: 60%
Spielspaß: 70%

Update vom 11.09.: Dieser Test bezieht sich auf die Verkaufsversion "out of the box". Inzwischen ist Version 1.11 erschienen, die einige der Ungereimtheiten und Abstürze für mich behoben hat. Die Produktionsmengen scheinen gedrosselt, der Handel mit dem Mittelmeer und die Auslieger bringen nicht mehr so extrem viel Profit und (Trommelwirbel!) die Übersichtskarte hat jetzt ein paar animierte Wellenkämme. Die grundsätzlichen Kritikpunkte bestehen aber weiter. Vieles wird nicht, oder nur unzureichend, erklärt, nach einiger Zeit blieben bei mir die Sound-Untermalungen der kleinen Hinweis-Videos aus und einige Missionen (Dorfausbau) scheinen in der vorgegebenen Zeit immer noch unlösbar. Umso erstaunlicher, dass ich trotzdem gestern die halbe Nacht vor P4 verbracht habe ...
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am 16. November 2010
Patrizier IV tritt als Nachfolger von Patrizier II ein schweres Erbe an.
Und, so viel kann ich vorweg sagen: Aus meiner Sicht gelingt es dem Nachfolger nicht, seinen Vorgänger abzulösen. Aber:
1) Der Vorgänger ist für mich sicher nostalgisch verklärt, sodass es der Nachfolger schon grundsätzlich schwer hat. Außerdem kommt dazu, dass Patrizier II in der ihm eigenen Art ungemein perfekt gemacht ist. Da ran zu kommen, ist schwer bis unmöglich.
2) Nur, weil Patrizier IV nicht die gleiche Faszination erschaffen kann wie Patrizier II wird es nicht zu einem schlechten Spiel. Im Gegenteil: Patrizier IV ist trotzdem eine sehr schöne Wirtschaftssimulation. Mittlerweile (Mit Patch 1.2) ist sie auch nahezu fehlerfrei (wobei man sagen muss, dass die vorhandenen Fehler mehr klein aus groß und ausufernd waren) und wurde auch um einige kleinere Features erweitert. Hierfür kann man auch den Entwicklern Dank aussprechen - so ein Service ist heute leider alles andere als normal.

Zum Inhaltlichen:
Patrizier IV ist, wie vom Vorgänger gewohnt, eine reine Handelssimulation mit leichten Aufbau-Einflüssen. Ich starte mit einem kleinen Schiffchen in die Hanse mit ihren Städten und Gewässern und kann mit meinem Startkapital beginnen, Waren günstig zu kaufen und teuer wieder zu verkaufen - der Klassiker eben (Das Interface bietet dabei vor allem Anfängern übersichtliche Informationen, die ihnen den Einstieg erleichtern). Dabei produzieren alle Städte unterschiedliche Waren und entwickeln entsprechend auch unterschiedliche Bedürfnisse - so lerne ich mit der Zeit die Preise kennen und entdecke lukrative Handelsrouten, die ich mit meinen Schiffchen (ich habe mittlerweile in der Werft neue gebaut) abfahre.
Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt, an dem mir das alles nicht genug ist. Mit der Zeit werde ich zwar wohlhabend und reich - aber ich möchte mir davon auch etwas kaufen. Also kann ich anfangen, meine Konvois (die ich mittlerweile aus einzelnen Schiffen gebildet habe) zu automatisieren. Ich erstelle im komfortablen Handelsroutenmenü Routen für meine Schiffe und stelle Verwalter ein, die meine Kontorlagerbestände für mich überwachen. Aus der Kombination von beidem bekomme ich so durchaus umfangreichere Möglichkeiten der Ausgestaltung als beim zweiten Serienteil. Wenn die Routen automatisiert sind, kann ich mich der Produktion widmen: Immer nur kaufen und verkaufen ist langweilig, die eigene Industrie muss her. So kann ich mit der Zeit in der gesamten Hanse Filialen gründen und in den Hansestädten meine Produktion ausbauen - nicht zuletzt auch im Wettstreit mit der (leider etwas blassen) KI.
Damit nicht genug kann ich mit all dem meine Macht und Beliebtheit steigern, um auch politisch an Einfluss zu gewinnen und bis zum Eldermann der Hanse aufzusteigen - das ist für alte Fans gewohnt und bekannt, daher nicht schwierig, für Neueinsteiger aber durchaus fordernd.
Nicht zuletzt ermöglicht das Spiel natürlich auch Piraterie, Seekämpfe in einem extra 3D-Bildschirm (die auf Dauer aber langweilig werden können, dafür aber automatisch berechnet werden können), das Gründen eigener Städte sowie das verwalten von Städten als Bürgermeister (inklusive Verteidigung gegen angreifende Landesherren)

Das klingt jetzt alles gut und nett - und wie gesagt, Patrizier IV ist auch ein gutes Spiel. Nun möchte ich aber noch ein bisschen auf die Punkte eingehen, die mich zu der Meinung bringen, dass es nicht die Faszination des Vorgängers erreicht. Dabei handelt es sich weniger um spielinhaltliche als um atmosphärische Dinge.
Das, was Patrizier II so herausragen lässt, ist nicht nur die realistische Simulation der Welt (die Patrizier IV im Grunde ähnlich macht), sondern die Einbettung dieser Welt in eine atmosphärische Hülle, die einen wirklich in die Hanse eintauchen lässt. Ob das jetzt der Briefkasten ist, in den man persönlich adressierte Briefe erhält, die 3D-Hintergrundanimationen der Häuser, die man betreten kann oder die Wahlen in den Städten, bei denen man beobachten kann, wie die Strichliste langsam wächst und ein Ratsmitglied nach dem anderen seine Stimme abgibt.
Diese Dinge fehlen in Patrizier IV leider fast vollständig. Wohlgemerkt: Nur die Präsentation, inhaltlich ist praktisch alles geblieben - Aufträge, Wahlen, Gebäude, alles noch da. (Abgesehen vom Badehaus und vom Darlehensgeber - die aber von der Funktion auch eher unwichtig waren und daher wohl auch unter "Atmosphärischen Rotstrich" fallen. Auch die Übersichtskarte wirkt deutlich kälter als die bekannte.
Dadurch gelingt es Patrizier IV nicht mehr, einen in die Welt eintauchen zu lassen. Für diejenigen Spieler, die dieser Aspekt des Spiels nicht sonderlich interessiert und die nur auf die wirtschaftlichen Aspekte schielen, ist das relativ unwichtig. Die werden mit Patrizier IV aus meiner Sicht das bessere Spiel bekommen, denn dieser Aspekt ist durchaus ausgefeilter als in Teil 2.
Die Spieler, die aber Patrizier II vor allem wegen der Stimmung so gut fanden, werden mit Patrizier IV wahrscheinlich etwas enttäuscht werden, denn hier kann das Spiel mit dem Vorgänger nicht Schritt halten. Wobei es sich stellenweise auch durchaus Mühe gibt - die neue 3D-Grafik z.B. musste zwar mit sehr wenig Budget erstellt werden, glänzt aber trotzdem durch sehr atmosphärische Lichteffekte und ein angenehmes Stadtbild - das mit seiner rasterfreien Struktur selbst der Anno-Serie noch etwas voraus hat.

Abschließend noch ein Wort zu der ganze Reihe von 1- und 2-Stern Bewertungen, die das Spiel bekommen hat: Bei einer Großzahl liest man die pure Enttäuschung darüber hinaus, dass das Spiel anders ist als der Vorgänger. Bei einigen mag es (zurecht) an der fehlenden Atmosphäre liegen (die trotzdem keine 1 oder 2 Sterne rechtfertigt), bei anderen scheint es einfach nur am "anders sein" zu liegen oder daran, dass das Spiel einfach die Erwartungen, dass das Spiel noch besser würde als Patrizier 2, nicht erfüllen konnte. Wie dem auch sei: Das Spiel ist kein schlechtes und hat 1-2 Sterne nicht verdient.
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am 2. September 2010
Heute kam P4 mit der Post, wurde installiert und sofort gespielt.

Es wäre eine langsamere Geschwindigkeit wünschenswert ("Zeitbremse", wie in P2).

Es fehlen die in P2 vorhandenen Gebäude:
Waffenschmiede
Marktplatz (um Feste auszurichten)
Geldverleiher

Besonders gut finde ich, dass man in P4 nicht einfach drauf los bauen kann, sondern sich bestimmte Gebäude freispielen und Lizenz erwerben muss.

Nachdem ich nun auch herausgefundenn habe, wie man einen Kampfkonvoi mit einem Schiff erstellt, gab es auch bereits 2 Seeschlachten. Dazu möchte ich sagen, daß ich die Bewertung der Spielezeitschriften (Seekampf zu zäh und langwierig) nicht teilen kann.

Mir gefallen die Seeschlachten so wie sie sind. Besser als bei P2.

Mir haben die ersten Stunden die ich gespielt habe sehr viel Spaß gemacht. Es stellte sich gleich eine Art "Vertrautheit" ein, da P4 P2 sehr ähnelt und doch viel Neues bietet.

Hier meine Bewertung zu dem was mir gestern aufgefallen ist:

+ automatische Handelsrouten
Gerade wenn man später mehr Schiffe besitzt ist dies von Vorteil wenn man nicht alles von Hand einstellen und konfigurieren muss, eine "Feinjustiierung" ist immer noch möglich.

+ KI
War schon irgendwie witzig als sich mein Händlerkollege in Lübeck beschwert hat als ich angefangen habe zu bauen. Trägt aber insgesamt zur Atmosphäre bei.

+ Piraten
Die Anzahl der Piratenschiffe waren bei mir auf max. 3 beschränkt. Damit hat man auch noch eine Möglichkeit diesen zu besiegen wenn der Pirat an solches mehr Schiffe laut Steckbrief in der Taverne hat.

+ Schiffe
Bisher waren nur 4 Schiffstypen vorhanden. Es ist schön das es diesmal mehr gibt die man sich über die Uni erforschen kann. Allerdings vermisse ich die Option dass die Schiffe mit der Dauer grösser werden.

0 neue Kontore eröffnen
Könnte was länger als bei P2 dauern aber ist irgendwie logischer als früher.

0 Handelsinterface
Die Schieberegler sind nicht optimal. Aber zum Glück kann man die Menge auch über den Ziffernblock eingeben. Aber auch an den Regler gewöhnt man sich.

- Bauen
Leider werden die Baumaterialien nicht aus dem Lager wie früher bezogen.

Morgen kommt übrigens auch ein Updates, welches viele Kritikpunkte der anderen Rezesionsschreiber mit eins oder zwei Sternen beseitigt.

Hier der Changelog:

- Detailliertere Seekarte mit animiertem Wasser.
- Neues Hintergrundbild für das Hauptmenü.
- Animierte Hafenkräne.
- Unterschiedliche Bodentexturen in verschiedenen Regionen.
- In einigen Regionen werden nun unterschiedliche Wohnhäuser verwendet.
- Einige Bedienungsschwächen im Interface beseitigt.
- Neue Missionen, um Zusätzliche Sabotage-Missionen und Heirat implementiert.
- Asynchrone Sprachausgabe bei den Einführungsvideos beseitigt.
- Die Spielzeit wird nun im Handelsfenster angehalten. Die Leertaste für den Zeitvorlauf funktioniert aber weiterhin.
- Neue "dunkle" Missionen und Sabotagemöglichkeiten in der Taverne: Rufmord begehen lassen, Handel mit Piraten, Aufstand anzetteln, Feuer gezielt legen lassen.
- Neue Warenlieferungs-Missionen im Rathaus.
- Neue Missionen in der Gilde: Stimmung des Landesfürsten verbessern, Hungernot in einer Stadt auslösen.
- Folgende neue Ereignisse wurden implementiert: Feuerausbruch in einer Stadt, Schiffsbrüchiger auf See, Landesfürst blockiert Häfen mit Hilfe von Piraten, Landesfürst lässt keine Bettler in die Stadt.
- Die Heirat und die Familie wurde implementiert. Der User kann nun ab einem bestimmten Wohlstand in Form einer Mission im Rathaus die Forderungen eines Werbers erfüllen und dadurch heiraten.
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