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280
4,4 von 5 Sternen
Kick-Ass
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61 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
>>> ZUM FILM <<<
Regel Nr. 1: Jemand wird durch die Gene der Eltern, mit Hilfe der Wissenschaft oder schlicht durch einen Unfall zum Superhelden.
Regel Nr. 2: Ein Superheld hat immer phantastische Superkräfte, um das Böse in die Schranken zu weisen
Regel Nr. 3: Ein Superheld trägt ein beeindruckendes Kostüm, um seine Gegner einzuschüchtern
Ausgelutscht und langweilig? Schon tausend Mal gesehen? Dann sollte man unbedingt einmal einen Blick auf "Kick-Ass" werfen. Dieser erfrischend andere Superhelden-Film schert sich einen Dreck um die geltenden Regeln und erzählt die Geschichte von ein paar sehr gewöhnliche Menschen, die, ausgestattet mit menschlichen Kräften, in den Kampf gegen das Böse ziehen.

Da kann es dann schon vorkommen, dass das Superheldenkostum nicht perfekt sitzt oder gar lächerlich wirkt. Auch sind die vermeintlichen Superhelden jederzeit verletzbar und schweben bei ihren nächtlichen Touren oftmals in Lebensgefahr. Das klingt nach 08/15-Action-Film, ist bei "Kick-Ass" jedoch ein erfreulich anderes Erlebnis. Alle paar Minuten bekommt man als Zuschauer Szenen zu sehen, die man so sicher nicht erwartet hätte. Meine anfängliche Skepsis war nach kurzer Zeit verflogen. Mit jeder Filmminute war ich ein Stück mehr von der unkonventionellen Art des Films begeistert, der mutig einen völlig eigenen Weg einschlägt, um eine Superheldengeschichte zu erzählen. Zugleich hält er den Standard-Produktionen des Genres gekonnt den Spiegel vor, die sich in den prinzipiell immer gleichen Geschichten zumeist nur durch austauschbare Helden voneinander unterscheiden.
Dass der Titelheld "Kick-Ass" im Laufe der Geschichte eher zur Nebenfigur degradiert wird, ist nur eine von mehreren überraschenden Wendungen im Film. Dass letztlich aber ein kleines Mädchen zur eigentlichen Superheldin mutiert und, assistiert von "Kick-Ass", die bösen Buben weitestgehend im Alleingang zerlegt, ist das Sahnehäubchen auf die Geschichte.

Sehr positiv fallen auch die eingestreuten Comiczeichnungen auf, die immer wieder Realszenen miteinander verbinden. Die Handlung wird mit Hilfe des Comicstils im Zeitraffer vorangetrieben; in wenigen Bildern werden teilweise ganze Schicksale erzählt. Ergebnis: Sehr originell, zum Teil richtig ergreifend und einfach klasse gemacht!

Allerdings, davor müssen empflindliche Gemüter gewarnt werden, besitzt der Film einen extrem hohen Gewaltfaktor. So platzen Menschen, werden Gliedmaßen teilweise im Sekundentakt abgetrennt und das Blut fließt in Strömen. Wenn man dann noch bedenkt, dass für einen Großteil der getöteten Menschen das schon erwähnte Mädchen verantwortlich ist, dann wird schnell klar: "Kick-Ass" bewegt sich auf einem sehr schmalen Grat. Sittenwächter werden unzählige Szenen finden, um den Film an den moralischen Pranger zu stellen. Folglich lässt sich auch über die FSK 16-Altersfreigabe trefflich streiten...
Da der Film jedoch ganz klar als eine Parodie auf das Genre der Superhelden-Filme angelegt ist, funktioniert er in meinen Augen sehr gut. Viele Personen und Szenen sind sehr überzeichnet dargestellt. So manche Action-Einlage könnte direkt aus "Matrix" stammen. Spätestens da wird klar: Wenn die Grenzen physikalischer Gesetze scheinbar mühelos überwunden werden, sind wir weit von einer realistischen Geschichte entfernt. "Kick-Ass" stellt also gar nicht den Anspruch, realistisch wirken zu wollen.

>>> FAZIT <<<
Ich bin ein großer-Film-Fan und hatte schon befürchtet, dass ich bereits zu viele verschiedene Filme gesehen hätte, als dass sie mich noch überraschen können. "Kick-Ass" hat das geschafft! Ein zwar sehr brutaler aber trotzdem humorvoller, satirischer, spannender, abwechslungsreicher und origineller Blick auf das Genre der Superheldenfilme. Volle Wertung und eine klare Kaufempfehlung!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wer auch nur ansatzweise etwas englisch spricht, dem dürfte klar sein, dass man es bei dem Filmtitel Kick-Ass" (Arschtritt), nicht mit einer lustigen, harmlosen Comicverfilmung für jüngere Zuschauer zu tun hat. Selbst wenn er von den Comics noch nie etwas gehört hat.
Der Film räumt die ersten zehn Minuten direkt mit allem auf, was man über Comichelden/Superhelden zu wissen glaubt, indem Hauptfigur Dave erklärt, warum er ein Superheld ist, obwohl er keine der Kräfte von Spiderman oder Superman hat. Schon hier merkt man Kick-Ass" direkt einen gelungen ironischen Ton an. Der durchzieht auch den ganzen Film in Wort und Taten. Etwa wenn sich ein vermeintlicher Superheld mit eine Überportion Selbstüberschätzung von einem Dach stürzt und prompt in einem Taxi landet.
Doch der Humor ist hier echt düster, absolut nix für Kinder, wenn Nicolas Cage z.b. auf die eigene Tochter in kugelsicherer Weste ballert, damit sie in Zukunft "auf sowas vorbereitet ist". Doch auch wenn Kick-Ass bei seinem ersten Einsatz mit der Kamera drauf gehalten ein Messer in den Bauch kriegt oder ein Gangster mal in einer Druckkammer platzt, gehts härter zur Sache. Und Big Daddys Tochter Hitgirl, ist auch nicht das liebe kleine Mädel von nebenan, sondern bestellt sich Butterflymesser oder Maschinenkanone aus dem Internet.
Überhaupt sind Hit Girl (Chloe Grace Mortez) und ihr Vater Big Daddy (Cage in einer Art Batman-Kluft so genial wie länger nicht mehr), die in die eigene Tasche arbeiten und statt mit Heldentaten eher mit Rachegelüsten was am Hut haben, ein recht düsteres Duo.
Ein Gangster wird von den beiden z.B. auch schonmal eben in eine Schrottpresse gesteckt, um ihn los zu werden.
Kick-Ass" ist zwar von Anfang an super Unterhaltung und ragt gerade wegen seiner abgedrehten Art aus sonstigen Comicverfilmungen heraus, aber die zweite Hälfte des Films entfaltet der Film sein ganzes Potential mit Spannung, Dramatik und Action.
Alles in allem ist "Kick-Ass" eine herrlich respektlose, freche Comicverfilmung. Zwar steht Kick-Ass im Mittelpunkt, doch ist der eigentlich Star fast Chloe Grace Mortez. Ihr Hit-Girl kommt so dermaßen abgebrüht rüber, dass man bei der Göre nicht denkt, es mit einem kleinen Mädchen zu tun zu haben!! Absolut sehenswert für jeden, der düsteren Humor liebt.
Wie es sich für einen Film heutiger Zeit gehört, sind Bild- und Tonqualität aber makellos gut.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Juni 2011
Wer von uns hatte noch nie Momente im Leben, in denen man sich wünscht, die Welt oder zumindest das Leben eines einzigen Menschen zu retten? Womöglich hätte man diese Rettung vollziehen können, dessen ungeachtet zieht man doch lieber vor, sich umzudrehen oder weiter zu gehen. Gemäß Mark Millars und Matthew Vaughns Theorie könnte eine solche Rettung allen von uns gelingen, in dem man versucht und/oder daran glaubt, ein Superheld zu sein.

Weit davon entfernt mit großen Budgets und Spezialeffekten der letzten Generation zu beeindrucken, werden bei "Kick-Ass" zwei Aspekte deutlich: Die Idee und die Vision.

Die "Superhelden" in diesem Film sind in Wirklichkeit gar keine Superhelden, die von einer Spinne gebissen, gentechnisch verändert oder gar einer außerirdischen Energiequelle ausgesetzt wurden, um hierdurch von besonderen Fähigkeiten und Talenten zu profitieren.

Dave aka Kick-Ass ist ein gewöhnlicher, schüchterner Gymnasiast, bei seinen Mitschülern teilweise unbeliebt, möglicherweise Jungfrau und ein leidenschaftlicher Comic-Leser. Als er eines Tages nicht mehr gewillt ist, die ganzen Ungerechtigkeiten, die ihm selbst und anderen widerfahren, zu ertragen, bestellt er sich bei einem Online-Versand sein "Superheld-Kostüm" und nimmt sich vor, anderen zu helfen und Superheld zu werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelingt es ihm tatsächlich, eine Person, die an einer Schlägerei auf offener Straße beteiligt ist, zu retten und wird mithilfe des Internets zum Superhelden, auch zum Superhelden der Massenmedien.

Erst nachdem er zum Superhelden avanciert, erfährt er, dass es auch andere Superhelden gibt, die zwar genau wie er nicht gentechnisch verändert wurden (;-)) aber viel, viel mehr drauf haben - Hit Girl und Big Daddy. Auf der Suche nach Gerechtigkeit sind diese zwei gewaltbereit und schrecken auch nicht davon zurück, andere Menschen umzubringen.

Sicher, das Bild eines 11-jährigen Mädchen, das in Perfektion mit Messern und Handwaffen hantiert, ist pädagogisch nicht sinnvoll und kann ruhig kontrovers debattiert werden. Aber nicht ohne Grund ist dieser Film ab 16 Jahren freigegeben. Wer aber Hit Girl nicht gesehen hat, hat wirklich etwas verpasst.

Weil die Charaktere allesamt fesselnd sowie facettenreich sind und die Geschichte mit einem gut fokussierten Tiefgang, Humor und reichlich Aktion geladen ist, vergeht bei diesem Film die Zeit wie im Flug. Er hat zweifelsohne jetzt schon den Kultstatus erreicht, das Wichtige dabei ist, dass darin neben der Idee auch eine Vision transportiert werden.

Das Bild, die Kameraführung und der Soundtrack sind brillant.

Meine Erwartungen an diesen Film, obwohl ich überhaupt nicht auf "Superhelden" stehe, wurden bei weitem übertroffen und ich freue mich jetzt schon auf eine eventuelle Fortsetzung - absolut sehenswert!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Januar 2014
Die ersten Minuten des Films fand ich großartig. Die Idee der Geschichte ist wirklich gut, auch die Umsetzung mit zahlreichen Anleihen aus der Comic-Ästhetik ist "cool". Je länger der Film dauert, desto mehr habe ich mich aber an der erstaunlichen Brutalität gestört. Die Art, wie die Gewalt detailliert ästhetisiert und zelebriert wird, hat mit Superhelden-Comic-Ästhetik nichts zu tun. Was ebenfalls vollständig auf der Strecke bleibt, ist die emotionale Glaubwürdigkeit der Figuren. Zu Beginn dicht dran an den Personen, entfernt sich der Film immer weiter von ihnen. Das kann ein Comic meist viel besser, solange der Autor Spaß am Erzählen hat. Den scheint der Regisseur zwischendurch verloren zu haben. Herausgekommen ist eigentlich ein ziemlich kühl geratener Action-Film mit Teenager-Protagonisten. Nebenbei bemerkt halte ich die Freigabe ab 16 für diskussionswürdig.
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am 2. August 2015
Zum Positiven des Films wurde schon viel gesagt. Ich möchte mich einmal auf die Kritik beziehen, dass hier eine glorifizierung des abschlachtens von menschen durch eine 11-jährige vorliegt.

Punkt 1 ist erst einmal: es ist völlig überzeichnet und ironisch gemeint. Aber das argument zieht (zurecht) nicht vollständig. Weiterhin sollte man sich aber auch einmal gedanken machen, warum hier eine elfjährige gewählt wird. Man hätte sie ja auch problemlos 18 sein lassen können, ein ähnliches alter wie kick ass. Hier soll (meiner meinung nach) einmal dargestellt werden, dass menschen nicht ausschließlich nach ihrem alter beurteilt werden können. Äußerlich mögen sie als etwas bestimmtes erscheinen, als harmloses kleines mädchen zum beispiel. In diesem film wird mit dieser erwartungshaltung gespielt und dem zuschauer ein spiegel vorgehalten, die aussage ist gewissermaßen: ich zeige dir etwas, du glaubst zu wissen was kommt und zack! Es kommt etwas anderes. Dies tut der film an vielen stellen, und das macht gerade seinen reiz aus.
Abgesehen davon: kinder können auch mit 11 jahren erwachsener sein als viele die deutlich älter als sie sind. Ein schreckliches beispiel ist ein junge in syrien (aus einer dokumentation) der raucht trinkt und mordet und vor allem genauso spricht wie andere IS-Kämpfer dort. Er ist 9 Jahre alt und hält hassreden auf die westliche welt und man kann erkennen, dass er weiß was er da sagt und nicht nur dazu gezwungen wird es zu sagen.
Dies zeigt, dass menschen viel unterschiedlicher sind als man denken würde. Das alter sagt nicht viel aus, eine elfjährige ist nicht gleich einer elfjährigen. Es ist realität, dass kinder erwachsener sein können als erwachsene. Diese klare grenze Kind-Erwachsener ist nicht so undurchlässig wie man glauben würde. Um einmal ein harmloseres beispiel als oben zu wählen: was ist zum beispiel mit dem kleinen gauß, der im grundschulalter eine formel zur berechnung der summe von aufeinander folgenden zahlen herleitete? War er nicht zumindest im bereich des logischen denkens vielen erwachsenen weit voraus?

Mein punkt ist einfach, dass kinder in mancher hinsicht als erwachsene gesehen und behandelt werden können. Darauf stößt einen der film, hart und gnadenlos. Er lehrt eine wichtige idee. Und zu all den moralmenschen da draußen: es ist ja nicht so dass die regisseure da ein mädchen auf menschenjagd angesetzt hätten. Vielmehr haben sie uns als zuschauer zum nachdenken provoziert. Auf welches ergebnis wir da kommen, bleibt und überlassen. Aber da ich Nachdenken für das wichtigste im leben halte, und mich nicht sofort von radikalen ideen verschrecken lasse sondern sie analysiere und auseinandernehme um zu verstehen was dahintersteckt, erhält dieser film von mir volle 5 sterne.

Außerdem ist er zum brüllen komisch ;)
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Man kennt das ja: Die Welt ist schlecht und ungerecht, böse Buben lauern an jeder Ecke und ein Mann (oder eine Frau, je nachdem...) wird von einer radioaktiven Filzlaus oder ähnlichem Gewürm in den kleinen Zeh gebissen und mutiert zum Rächer der Unterdrückten. Doch die Realität sieht bekanntlich anders aus und in der Regel taucht nie ein Superheld auf, wenn man ihn braucht, während das Verbrechen still und heimlich (zumindest mehr oder weniger...) die Gesellschaft regiert. Von diesen Zuständen hat Durchschnitts-Nerd Dave Lizewski gehörig die Nase voll und beschließt etwas zu unternehmen. Im Internet bestellt er sich einen Kampfanzug und patrouilliert von diesem Moment an die Straßen, um sich den finsteren Gestalten in den Weg zu stellen und die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Dummerweise trifft er dabei auf zwei "echte" Superhelden, Big Daddy und Hit Girl, die sein Leben kräftig durcheinander schütteln. Durch die verschiedenen Aktionen als Held macht sich "Kick-Ass", wie sich Dave nennt, mit der Zeit zur Zielscheibe für die New Yorker Mafia, aber inspiriert auch zahlreiche Menschen zum besseren Handeln...so auch den mysteriösen "Red Mist", der aber ganz andere Motive für sein Superhelden-Dasein hat.

"Kick-Ass" ist vor allem eins: Grundtief sympathisch. Es ist einfach eine herrliche Abwechslung mit anzusehen, wie aus dem unbedarften Teenager mit der Zeit ein weitaus echterer Held wird, als "Batman", "Spider-Man" und all die anderen jemals sein könnten. Natürlich übertreibt auch die Comic-Verfilmung maßlos und spart auch nicht mit entsprechend comic-hafter Gewaltdarstellung, aber wird damit auch der exzellenten Vorlage in vielerlei Hinsicht gerecht. Aaron Johnson als titelgebender Held "Kick-Ass", Chloë Grace Moretz als putziges "Hit-Girl", Christopher Mintz-Plasse als "Red Mist" und natürlich Nicolas Cage als Batman-Verschnitt "Big Daddy" bilden zudem eine äußerst umsetzungsgerechte Riege an Darstellern, die den Grad zwischen bitterböser Satire und knalliger Übertreibung teilweise brillant meistern. Unterstützt wird die Wirkung des Filmes auch maßgeblich durch Henry Jackmans superben Soundtrack, der mit allerhand Songs von exzellenten Bands der Marke "Prodigy" ergänzt wird.

Rein technisch ist die Scheibe ebenfalls durchaus gelungen, insbesondere in punkto Bild trumpft die Scheibe mit herausragenden Werten in Detailgrad, Schärfe und insbesondere der Farbgebung nebst des dazugehörigen Kontrasts auf. Wenn man den eigentlichen Low-Budget-Hintergrund des Filmes betrachtet, ist diese Leistung nur um so nennenswerter, da man dank der Technik nie das Gefühl hat, eben eine solche zu sehen - wobei ich an dieser Stelle auch nicht verneinen kann, dass dies auch dem sichtlich investierten Herzblut von Regisseur Matthew Vaughn zu verdanken ist, der auf die dankbare Comic-Vorlage von Mark Millar zurückgreifen konnte. Tontechnisch schießt einem "Kick-Ass" eine klasse englische DTS-HD-MA-5.1-Tonspur vor den Latz, die fast durchgehend mit angemessener Räumlichkeit und punktgenauen Einsätzen für den Subwoofer auftrumpft - das gilt, mit leichten Einschränkungen (die aber kaum auffallen, da muss man die Ohren schon genau spitzen und darf ja nicht im Geschehen des Filmes versinken :) ) aber auch für die deutsche Tonspur. Auch gelungen sind die Extras, insbesondere der Weg vom Comic zum Film dürfte Fans begeistern - insbesondere diejenigen, die Mark Millar bisher noch nie gesehen und sprechen gehört haben, der Typ wirkt einfach nur sympathisch.

Kurz noch zur Hülle: Ich habe mich für das "Reel Heroes"-Steelbook entschieden und dieses macht äußerlich, dank der mehr als passenden Comic-Optik, einiges her. Der FSK-Sticker ist schnell und ohne Rückstände ablösbar. Die Innenseite überzeugt jedoch weniger, da hier das "blanke Blech" vorherrscht, da hätte man sicher auch noch ein wenig mehr Liebe zum Detail investieren können. Dennoch ist "Kick-Ass" eine absolute Kaufempfehlung (egal in welcher Edition), da es sich um eine der wenigen sehr Comic-getreuen Umsetzungen handelt und in seiner sympathischen Art und Weise in seinen Bann zieht. Die fünf Sterne sind daher in Summe mehr als verdient.
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TOP 1000 REZENSENTam 19. September 2010
Dave Lizewski ist ein unscheinbarer Highschool-Schüler.
Sein Leben ist ereignislos und so wie das unzähliger Teenager.
Bis zu dem Zeitpunkt als er beschliesst das Böse auf den Strassen zu bekämpfen.
Er kauft sich ein Kostüm und geht als Kick Ass auf Verbrecherjagd.
Das scheitert grandios und er landet mit vielen Brüchen und Nervenschäden im Krankenhaus.
Hier könnte die Story zu Ende sein, aber er ist nicht breit aufzugeben und macht weiter.
Dank der Nervenschäden ist er nun fast Schmerzfrei landet bei einer Rettungsaktion im Internet.
Dort löst er einen Hype aus und wird zum Held.
Dummerweise zieht er so die Blicke des Mafiabosses Frank D'Amico auf sich.
Auch ein anderes, im Verborgenen agierendes, Superhelden-Team wird aufmerksam.
Big Daddy und seine Tochter Hit Girl.
Das Abenteuer hat begonnen.

Kick Ass ist in der Tat einer meiner Lieblings Super-Hero Movies.
Das liegt zum einen an den skurrilen Charakteren und den Teils lustigen Dialogen, zum anderen an den recht deftigen Kampfszenen und der rasanten Story.
Auch der Soundtrack und die Atmosphäre tragen dazu bei.
Als der Film erschien gab es ja hitizge Diskussionen ob man eine 13 jährige zeigen darf die auf explizite Weise Menschen killt.
Wer den Film gesehen hat, die überspitzte Story, den Schwarzen Humor und den gesellschaftskritischen Teil weiss wie die Antwort lautet: JA.
Den Film nur auf diese Szenen zu reduzieren wäre unfair weil er doch so viel mehr bietet als das.
Aber das ist wie so oft Geschmacks und Interpretationssache.

Ich jedenfalls finde Kick Ass immer wieder ansehnlich.
Darsteller sind u.a.: Aaron Taylor-Johnson, Christopher Mintz-Plasse, Chloe Moretz, Nicolas Cage, Lyndsy Fonseca, Mark Strong, Jason Flemyng, Tamer Hassan, Xander Berkeley und Clark Duke.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Oktober 2013
‚Kick-Ass’ ist einfach eine wunderbare Perle des modernen Kinos, dass das allgegenwärtige Superheldengenre als das totale Dumpfbackenkino entlarvt:
Der Film spielt dabei in einer Realität, in unserer Realität, in der Superhelden eben nur in Comics und bewegten Bildern existieren, aber keine Realität sind. Dass ein Nerd auf die Idee kommt, unbelastet von irgendwelchen Superkräften, sich als Superheld zu inszenieren, spiegelt besonders das Misstrauen gegenüber Staat und System wider, dem nicht mehr zugetraut wird, mit den herrschenden Zuständen fertig zu werden, so dass aufgebrachte Bürger dies selbst in die Hand nehmen müssen und sich dabei an fiktiven Vorbildern orientieren.

Im Grunde genommen sieht Kick-Ass in seinem Superheldenkostüm auch nicht lächerlicher aus als andere Superhelden, nur haben wir uns an deren Aussehen gewöhnt und werden diese in Comics, Film und Fernsehen ja auch stets in Heldenpose inszeniert. Aber man stelle sich einen dieser gängigen Superhelden in der Realität vor, wie er plötzlich auf das Dach einer Strassenbahn springt, sich von einem Gebäude hangelt, an irgendeinem Seil durch Strassenschluchten schwingt oder anderen Blödsinn anstellt … ich glaube nicht, dass das jemand so toll finden würde, also warum lassen wir uns derlei Schwachsinn in Filmen unterschieben?
Und ‚Kick-Ass’ zeigt eben, wie schnell ein solches Superheldendasein aus dem Ruder laufen kann:Schon bei seinem ersten Einsatz wird der selbst ernannte neue Superheld Kick-Ass schwer verletzt – schon hier entlarvt der Film die sattsam bekannten und stets folgenlosen Superheldenszenen samt dessen Klischees als schwachsinnigen Einfall fernab jeglicher Realität, deren Helden Aktionen zeigen, die zu schwersten Verletzungen führen müssten.
In ‚Kick-Ass’ treten dann Big Daddy und Hit-Girl auf den Plan, die eben genau jene Aktionen zeigen, die derlei Superheldenepen eben bieten sollen. In die eher naiven Vorstellungen des Helden Kick-Ass bricht Hit-Girl mit diversen blutrünstigen Aktionen ein, die dem Helden dann erst seine Naivität vor Augen führt. Gleichzeitig bemüht sich ‚Kick-Ass’ aber auch, stets die Frage zu stellen, was denn wäre, wenn sich in der Realität tatsächlich jemand als Superheld in Szene setzen würde, stellt die Frage nach den Grenzen. Es wird leider viel zu selten erwähnt, aber all diese Superhelden (die ja meist amerikanischen Ursprungs sind), sind letzten Endes nichts anderes als eine ins Groteske verzerrte Vigilantenphantasie. Es darf doch wohl bezweifelt werden, dass in der Realität staatliche Strafverfolgungsbehörden brav dabei zusehen würden, wie irgendein verkleideter Zivilist auf eigene Faust gegen irgendwelche Verbrecher, Kriminellen und andere Finstermänner vorgeht oder solche Behörden gar mit derlei Superhelden zusammer arbeiten würden und dabei sind die juristischen Konsequenzen noch gar nicht bedacht.
All dies wird in ‚Kick-Ass’ auf intelligente Weise zur Sprache gebracht. Das letzte Drittel des Films präsentiert dann doch noch eine Superheldenaction, die jedoch derart überdreht ist, dass auch wieder all die anderen Superheldenfilme als hohl-anspruchslose Rummelattraktion entlarvt. Dabei würde der Film nicht so gut funktionieren, hätten die Produzenten dir für solche Filme üblichen durchtrainierten, jedoch ausdruckslosen esichtsvermieter engagiert. Stattdessen glänzen Aaron Johnson in der Titelrolle und im letzten Drittel dominiert Chloë Grace Moretz als Hit-Girl die Szenerie.

‚Kick-Ass’ schlägt dabei in die gleiche Kerbe wie auch ‚Super’ und ‚God Bless America’, ähnelt den anderen beiden Filmen nicht nur in Aufbau und Gestaltung, sondern auch in Charakteren und Aussage.

Dass ‚Kick-Ass’ keiner dieser Mega-Blockbuster war, über den man schon vorab mehr mitgeteilt bekam als man wissen wollte und ihn gar nicht mehr sehen wollte, sondern immer noch eher ein Geheimtip ist, macht den Film zusätzlich sympatisch, denn das moderne Mainstream- und Blockbusterkino ist inzwischen leider derart peinlich und anspruchslos geraten, dass ich deren Filme inzwischen meide und mir eher Filme ansehe, die nicht solch ein großer Kassenerfolg waren, dafür durchdachte Handlung und Charaktere bieten, in denen sich die Realität widerspiegelt und die Produzenten auch nicht um eine Botschaft verlegen sind. ‚Kick-Ass’ macht klar, dass es nicht gleich der Supergangster sein muss, den es zu bekämpfen gilt, sondern dass man auch im Kleinen anfangen kann, indem man einfach sich aufrecht äußert, ohne sich um die Folgen zu kümmern und nicht dauernd bloss darauf achtet, auf welche Weise man möglichst schnell voran kommt, um Karriere zu machen und alle diese gesellschaftlichen Erwartungen zu erfüllen. Richtig und falsch sind immer noch leicht zu erkennen, danach zu handeln leider schon schwierger!

Leider blieb ‚Kick-Ass’ ohne große Folgen, wie die diversen seitdem produzierten Superheldenepen zeigen und auch noch munter weiter produziert werden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. November 2014
Ein überraschend guter Film, der es schafft mit einer gehörigen Portion schwarzen Humors, roher Gewalt und Selbstironie praktisch alle Klischees zu untergraben, die es rund um das Superhelden-Genre und der dazugehörigen Popkultur gibt.

"Realistische" Kostüme, gut choreographierte Kampfszenen und teils (absichtlich) überspitzte aber dennoch witzige Dialoge.
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am 6. Juni 2014
Ich würde sogar soweit gehen, dass der Film in manchen Bereichen besser ist als die Vorlage. Wobei ich gestehen muss, den Comic nur einmal gelesen zu haben.

Teenager Dave ist der typische Highschool Student und wäre gerne Superheld. Schliesslich bestellt er sich einen eigenen Anzug und Schlagstöcke und macht sich als 'Kick-Ass' verkleidet auf Verbrecherjagd - und wird prompt zusammengeschlagen, mit Messern gestochen und beim Fluchtversuch angefahren.

Nachdem er im Krankenhaus wieder zusammengeflickt wird, wird ihm ein Nervenschaden attestiert, der für eine höhere Schmerzgrenze sorgt. Das ist zwar keine Superkraft, aber immerhin etwas; und so begiebt sich Dave wieder auf die Jagd nach Übeltätern und bekommt nach einem ersten Erfolg viel Aufschwung, so dass er eine eigene Webseite aufmacht, auf der ihn Leute kontaktieren können.

Und das ruft wiederum das Vater-Tochter duo Big Daddy (Nicholas Cage) und Hitgirl (Chloë Grace Moretz) auf den Plan die Kick-Ass aus der Patsche helfen als er einen örtlichen Drogendealer dazu bringen will seine Freundin in Ruhe zu lassen. Hitgirl und Big Daddy töten die Drogendealer, die für Mafia Boss Frank D'Amico (Mark Strong) gearbeitet haben. Der wierum denkt nun, das Kick-Ass dafür verantwortlich ist und nun hinter ihm her ist.

Kick-Ass ist ein erfrischend anderer Comicbuch-Film, der bewusst mit Clichés spielt und dabei extrem unterhaltsam wird, mit einer guten Mischung aus Witz, brutaler Action und ein wenig Drama.
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