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238 von 263 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein streitbares Thema
Ich gehöre wohl kaum zur Zielgruppe (männlich, um die 30) und doch finde ich die Twilight-Saga durchaus ansprechend.
Im Grunde genommen bin ich zufällig darauf gestoßen, als ich auf der Suche nach einer nicht allzu gehobenen englischsprachigen Lektüre war (nachdem ich mich durch ein Oscar Wilde Buch gekämpft habe). Twilight schien da...
Veröffentlicht am 23. Februar 2010 von orpheus

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Teenie-Schmalz die Zweite ....
Eins vorweg - wenn man sich als Nicht-Teenie diesen Film ansieht, kann man die Massenhysterie absolut nicht nachvollziehen. Nach einer elend zähen Trauergeschichte folgt die Rettungsaktion - und das ist eigentlich die ganze Geschichte des Films.

Der erste Teil war noch nett, süsse love-story, ohne grosse Gewaltszenen ... einfach nett anzusehen. Doch...
Veröffentlicht am 5. Mai 2010 von Judith


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238 von 263 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein streitbares Thema, 23. Februar 2010
Ich gehöre wohl kaum zur Zielgruppe (männlich, um die 30) und doch finde ich die Twilight-Saga durchaus ansprechend.
Im Grunde genommen bin ich zufällig darauf gestoßen, als ich auf der Suche nach einer nicht allzu gehobenen englischsprachigen Lektüre war (nachdem ich mich durch ein Oscar Wilde Buch gekämpft habe). Twilight schien da gerade zu passen - keine allzu anstrengende Story, die aber durchaus interessante Stellen haben könnte; Leicht geschrieben - weil ja eigentlich für Jugendliche; nicht zu kurz und nicht zu lang. Die Überraschung war groß, als mir auffiel, wie sehr es mir tatsächlich gefällt.

Irgendwann war es soweit, dass ich tatsächlich sehen wollte, wie die Verfilmung geworden ist und stellte fest, dass Vergleiche zwischen den Büchern und Filmen sinnlos sind. Man sollte beide Medien eigenständig betrachten, dann kann man beide auch mögen.

Es ist einfach nicht möglich den gesamten Inhalt der Bücher in jeweils um die 120 Filmminuten zu packen - eine längere Laufzeit wäre aber schwer vermittelbar bei einem Film der nicht den Anspruch hat ein epochales Meisterwerk zu sein. Insofern kann - und will - es sich dabei nicht um eine originalgetreue Literaturverfilmung handeln, sondern um einen Film auf Basis einer Novelle.

Dass dabei z.B. viele Dialoge (die für mich ganz besonders zum Reiz der Bücher beitragen) schlichtweg im Film nicht auftauchen kann man schade finden - aber eben nur, wenn man nicht bereit ist die Suche nach Parallelen zu den Büchern aufzugeben.
Genauso kann man nämlich anfangen nach Abweichungen in der Synchronisation zu suchen - die meiner Meinung nach leider viel von der Atmosphäre des Originals nicht einfangen kann. Fairerweise gebe ich aber zu, dass sie versucht das beste daraus zu machen und eine eigene, an die deutsche Sprache angepasste Stimmung zu erzeugen.

So sollte es im Endeffekt jedem selbst überlassen sein, ob er Film oder Buch, englisch oder deutsch lieber hat - objektive Vergleiche sind schlichtwegs nicht möglich.

Ich persönlich finde in allem etwas, das mir gefällt. Die Bücher (ich kenne nur die englischen) finde ich erfrischend leichtfüssig. Insbesondere die Dialoge, die eben nicht aufgezwungen und konstruiert, sondern passend und realitätsnah erscheinen - so wie man sie auch von durchschnittlichen Teenagern hören könnte. Ausserdem lässt sich in der Schriftform die jeweilige Stimmung ausführlich beschreiben, was zum einen die jeweilige Situation lebendig erscheinen lässt und gleichzeitig noch genug Spielraum für eigene Gedanken zulässt.

Die Filme wiederum haben den Vorteil audiovisuell zu inspirieren. Die Soundtracks finde ich ebenso passend und angenehm, wie die Landschafts-/Aussenaufnahmen. Die Effekte sind - was ich positiv finde - nicht zu aufdringlich und im Vergleich zu vielen anderen Produktionen geradezu sparsam gesät. Und schliesslich finde ich es gut, dass die Charaktere (nicht nur die Nebenrollen) mit frischen und unverbrauchten Schauspielern besetzt wurden, die - meiner Meinung nach - ihre Arbeit auch ziemlich gut machen.
Insbesondere Kristen Stewart, deren Talent hier sicherlich nicht voll ausgereizt werden kann, aber schon ganz gut zu erkennen ist.
Sie war eigentlich auch einer der Hauptgründe, für mich den/die Film(e) überhaupt sehen zu wollen, da sie mir in einer ihrer früheren Rollen sehr gefallen hat. In Into The Wild - Sean Penn's grandioser 150-minütiger Verfilmung des gleichnamigen Buches - hatte sie zwar nur einen kurzen aber prägnanten und sehr überzeugenden Auftritt.

Ich freue mich schon darauf den dritten Teil zu lesen - und im Sommer dann auch anzusehen.
Wie auch immer man der Twilight-Saga gegenüber eingestellt ist, muss man zumindest folgendes zugeben: Filme und Bücher, die Jugendliche dazu bringen auch mal zu lesen und ihre Vorstellungskraft ein wenig zu nutzen können nicht grundsätzlich schlecht sein.
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253 von 294 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was wollt Ihr denn alle?, 8. Februar 2010
Ja, ich habe alle vier Bücher gelesen - aus reiner Neugier - und fand sie gut.
Ja, ich habe die beiden Verfilmungen gesehen - und fand auch diese gut.
Jetzt zu meinen persönlichen Kommentaren: WAS erwartet Ihr denn eigentlich? Das die Bücher keine Weltliteratur sind, das war mir vorher klar und auch die Verfilmungen werden sicher nicht an die Spitze heranreichen!
Diese Filme sollen UNTERHALTEN und Geld einspielen. Wenn man die gekonnt in Gang gesetzte Hysterie mal vom rein finanziellen Standpunkt aus betrachtet - dann ist ja wohl der Wunsch der Produzenten in Erfüllung gegangen. Dieser Film spielt Geld ein. Punkt. Wenn ich dann noch meinen eigenen Anspruch so weit hinten an stellen kann, dass ich mal für zwei Stunden einfach nur meiner Phantasie freien Lauf lasse - dann werde ich gut unterhalten. Punkt.
Wenn ich dann auch noch zugeben kann, dass man ein Buch niemals Wort für Wort verfilmen kann (und es gibt erstaunlich viele Verfilmungen, die mir sehr viel weniger gefallen haben... Potter sei Dank !) - dann werde ich gut unterhalten. Punkt.
Das Marketingkonzept der Filme geht auf - tausende von (meist) weiblichen Teenagern tragen ihr Geld an die Kinokassen um sich diesen Film (nicht nur einmal) anzuschauen - auf jeden Fall besser, als sich am nächsten Kiosk ne Flasche Wodka von dem Geld zu kaufen.
Und abschließend noch an alle Männer, die von Ihren Freundinnen/Frauen entweder "gezwungen" werden, oder "aus Liebe und Verständnis" mit in diesen Film gehen: LASST ES! Eure Liebe soll sich einen netten Mädelsabend im Kino machen - und ihr geht entweder in den nebenan laufenden Actionfilm oder macht es euch mit einer DVD daheim gemütlich. Wenn Schatzi dann nach Hause kommt, hat sie sich wahrscheinlich ganz gut amüsiert und es wird keinen Zoff geben, weil Du während der Vorstellung schnarchend neben ihr gesessen hast.

Ja, ich bin ein Mann, mittleren Alters, verheiratet, ........mir hat der Film gut gefallen und ich werde mir auch die DVD holen. Marketingkonzept voll aufgegangen - ich gebe Geld aus um mich unterhalten zu lassen.
Zum Glück hat jeder eine andere Meinung darüber, wie er sich unterhalten lassen will... dies ist meine ;O)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich mochte Twilight, ich mag auch New Moon, 29. November 2009
Von 
Lucy M. "cute & cool" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Schon am Anfang wurde es sehr dramatisch und gefährlich für Bella unter ihren vampirischen Freunden. Daraufhin um sie zu schützen, verlässt Edward sie gegen ihren Willen. Sie wird unglücklich und verfällt in eine schlimme Depression. Doch ihre Lebensgeister werden schließlich von Charlie wieder geweckt. Bella rappelt sich auf, sie registriert wieder ihre Umwelt, wird unternehmungslustig und findet sogar ihr Lachen wieder an der Seite von Jacob. Nur es kommt ganz anders, als sie es sich erhofft hat.

Nachdem ich ein Fan der Biss-Reihe bin und mir der Film Twilight sehr gut gefallen hat, konnte ich New Moon fast nicht mehr erwarten. Noch größer war aber meine Sorge, dass die Fortsetzung schlechter wird als der Vorgänger. Es ist oft so, dass eine Fortsetzung selten an den ersten Teil heranreicht. Als ich aber auch gehört habe, dass die Regisseurin Catherine Hardwicke durch den Regisseur Chris Weitz ersetzt wurde, hatte ich echt Zweifel. Jedoch habe ich mich damit abgefunden und sehe die Verfilmung des zweiten Romans Biss zum Morgengrauen von Stephenie Meyer als sehr gut gelungen und dass sich diese trotz Kürzungen und kleinen Änderungen sehr an die Romanvorlage hält.

Aber eine Kleinigkeit möchte ich doch bemängeln, was aber meine Bewertung keineswegs beeinflusst. Die Vampire hatten unter Chatherine Hardwicke einen gut dosierten vampirischen Touch, haben natürlicher gewirkt und trotzdem sind sie cool gewesen. Unter Chris Weitz sehen sie zwar vampirischer aus, wirken aber irgendwie gekünstelt. Rosalie hätte ich beinahe nicht mehr erkannt. Sie sieht viel älter aus, wobei die Vampire nicht altern. Sehr cool dagegen finde ich Edward im Anzug. Aber er kann sowieso alles anziehen. Er sieht sportlich wie elegant sehr gut aus.

Sehr gut hat mir die Wandlung des Charakters Jacob Black gefallen. Auch die Freundschaft, die zwischen ihm und Bella entsteht, finde ich sehr schön gezeichnet. Ich mochte ihn sehr und seine Verwandlung zum Wolf ist einzigartig. Am Schluss hat er bestimmt viele Fans gewonnen. Aber nicht nur sein Charakter wurde als einziger vertieft. Meiner Meinung nach zeigt sich Edward, auch wenn er Bella am Anfang verletzt, von seiner besten Seite. Sein Verhalten wird von der dunklen dämonischen Seite beeinflusst, die er an sich überhaupt nicht mag. Innerlich zerrissen und tief leidend will er Bella fernbleiben. Man leidet mit ihm.

Kristen Stewart als Bella ist noch entzückender als im ersten Teil, man muss sie mögen. Diese drei jungen Schauspieler stehen am Anfang ihrer schauspielerischen Karriere, sie brachten schon bei Twilight eine solide schauspielerische Leistung, die sie jetzt noch steigerten.

Zum Soundtrack kann ich nur sagen, dass ich ihn wirklich absolut gut fand. Die Musik ist in den entscheidendsten Situationen stimmungsvoll oder auch sehr gefühlvoll eingesetzt.

Ich kann diesen Film jedem ans Herz legen. Er ist einfach nur süß!
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218 von 260 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Wolf ist aus dem Sack...Zwei Stunden Liebeskummer, 26. November 2009
Seien wir ehrlich: Wer sich einen Film der Biss- Reihe anschaut, sollte keine tiefgründigen Dialoge oder Bahnbrechenden Actionszenen erwarten.
New Moon ist ein Liebesfilm für Teenager, mit leichten Fantasyelementen.
Der Erfolg bestätigt seine "all age"- Fähigkeit und lässt Kritiker verzweifeln. Natürlich gibt es bedeutungsvollere Filme, Produkte, die nicht so durchschaubar sind. Aber sollte ein Film sich seines Erfolges wegen rechtfertigen?
Nein, denn in seiner Funktion als Teenieromanze erfüllt er seinen Zweck.

In einer der ersten Einstellungen sieht man Bella im Bett liegen. Eine Ausgabe von Romeo und Julia liegt neben ihr. Ein gutes Bild, denn es drückt aus, was die Biss- Reihe von anderen Filmen unterscheidet. Die Liebe zwischen Teenagern wird hier ernst genommen und atmet den Geist alt-ehrwürdiger Liebesdramen. Die Figuren hauchen sich Dialoge entgegen, als ging es um Liebe oder Tod. Vielleicht ist es das, was so viele begeistert. Aber ebensoviele verschreckt.

Der zweite Teil der Reihe hebt sich stilistisch vom ersten Film ab. Er wirkt etwas konventioneller. Dabei hält er sich eng an die Vorlage.
Chris Weitz macht viele Dinge gut, aber auch manche nicht.

Kritikpunkt Tempo:
Der Film beginnt gut. Er lässt Bella und Edward Zeit ihre Liebe zu zeigen. Zeit die der erste Film den beiden nie gegeben hat. Nachdem Edward Bella verlässt, zieht der Regisseur richtigerweise das Tempo an. Langatmige Trauer und die vielen belanglosen Dialoge aus dem Buch zwischen Jakob und Bella bleiben weg.
Dann aber verzettelt sich der Regisseur. Zunächst wird es etwas langatmig, dann wiederum wird Volterra zu schnell abgehakt und Weitz begeht einen dramaturgischen Fehler, in dem er die aktuelle Spannungslinie unterbricht und Edward Bella gestehen darf, dass er sie belogen hat. Vollkommen deplaziert und dramaturgisch falsch. Über das seltsam geschnittene und überhastete Ende des Filmes legen wir dann lieber den Mantel des Schweigens. Das Ende selbst zieht den Film auf ein Groschenheftniveau, das er nicht verdient.

Anders (oder mehr noch) als im Buch beginnt man Jakob Edward vorzuziehen. Am Ende wirken Edward und Bella eher unsympathisch durch ihr Verhalten.
Es tut dem Film nicht gut, dass Edward die ganze Zeit spricht, als liege er in den letzten Zügen. Mag an der Synchronisation liegen.

Sehr gelungen ist die Besetzung von Aro. Mit ihm hat die Reihe endlich einen Vampir, der ansatzweise unheimlich sein kann.
Charlie Burke ist mal wieder der heimliche Held des Filmes.
Die Animationen sind unauffällig, d.h. sie sind gelungen.

New Moon bietet über zwei Stunden braven, unanstößigen Herzschmerz für alle, die sich nicht zu schade sind, sich drauf einzulassen und die gerne mal über ein paar unfreiwillig peinliche Momente hinweg schauen können.
Dann wird der Film gut unterhalten und emotional berühren. Und nichts anderes will er.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Knoelly, 27. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde (DVD)
Bin totaler Fan! Fand den ersten Teil schon klasse. Da musste ich den zweiten und dritten auch kaufen. Als im zweiten Teil dann herauskam, dass Jacob ein Wolf ist, das war auch ziemlich cool. Die Effekte der Verwandlung fand ich nicht schlecht. Also, wer auch ein Vampir-Film-Fan ist: KAUFEN!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Teenie-Schmalz die Zweite ...., 5. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eins vorweg - wenn man sich als Nicht-Teenie diesen Film ansieht, kann man die Massenhysterie absolut nicht nachvollziehen. Nach einer elend zähen Trauergeschichte folgt die Rettungsaktion - und das ist eigentlich die ganze Geschichte des Films.

Der erste Teil war noch nett, süsse love-story, ohne grosse Gewaltszenen ... einfach nett anzusehen. Doch dieser Teil ist nichts als fast zwei Stunden Liebeskummer der Hauptcharaktere.

Zudem kommt mir vor, als wären die Charaktere - vorallem Bella - in diesem Teil einfach nur unsympatisch. Ob das an den Darstellern liegt, oder am Drehbuch, keine Ahnung. Mal abgesehen davon, dass Edward im ganzen Film aussieht wie ein Junkie auf Entzug ... ja ein Vampir ist nunmal blass und ja er leidet ... aber wo ist denn die umwerfende, unbeschreibliche Schönheit aus den Büchern hin??

Einziger Lichtblick ist der gutaussehende Jacob, der den verblassten Edward locker in den Schatten stellt. Die wirklich interessante story der Wölfe geht in all dem Gejammer leider unter ....
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40 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Meine armen Nerven..., 27. März 2011
Von 
Kai Loh "Kai313" (Rheinberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Gut, wir haben uns auch den zweiten Teil angesehen um mir eine eigene Meinung bilden zu können, so fair sollte es schon sein. Und ich bin nicht enttäuscht worden. Der zweite Teil ist noch schlechter als der erste, wobei ich gedacht habe, dass man einen Film nicht noch langweiliger gestalten kann. Hier haben die Produzenten allerdings ganze Arbeit geleistet.

Die Figur der Bella ist mittlerweile zwar älter, aber bei weitem nicht schlauer geworden. Sie ist so naiv, dass man hier schon von dumm reden kann. Und das zerrt an den Nerven. Nicht nur, dass Bella es nicht abwarten kann von einem Vampir gebissen zu werden um als wandelnde Diskokugel weiter zu "leben", sondern auch, dass sie sich ständig in gefährliche Situationen bringt, teilweise nur damit Edward ihr als wabernde Wolke erscheint. So eine Fernbeziehung kann einfach nicht gesund sein.
Wenn man's ernst nehmen würde müsste man sagen, Bella hat ein schweres Bindungsproblem, leidet an ausgeprägtem Selbsthass, ist extrem Suizidgefährdet und benötigt eine ausgedehnte psychologische Therapie in einer geschlossenen Abteilung, da sie eine Gefahr für sich selbst darstellt.

Robert Pattinson als Edward hingegen gibt mittlerweile das Leiden Christi persönlich. Ständig steht er nur rum, schaut als wär seine Lieblingssendung abgesetzt worden und macht den Eindruck als könne er sein Essen nicht bei sich behalten.

Als Dritter im Bunde bekommt Jakob eine größere Rolle, als atmende Werbung für Textilallergien. Die meiste Zeit fragt man sich "Warum zum Teufel läuft der schon wieder ohne T-Shirt rum?". Man erwartet schon fast ein Product-Placement von einer Fitness-Studiokette oder einem Eiweißdrink.

Story:
Was? Welche? Da gibt's eine? Nö, keine Spur. Bella hechelt sich ständig von Edward zu Jakob ohne sich wirklich entscheiden zu wollen, Edward leidet sich funkelnd durch den Film und Jakob gibt sabernd den neidischen Werwolf der sich die ganze Zeit (bildlich) an Bellas Bein rammelt.
Zwischendurch gibt's langweilige, pseudo-tiefgründige Dialoge bei denen man denkt, was die mit den Geschehnissen zu tun haben.
So schon fast desinteressiert und beiläufig wie Bella im ersten Teil Vampire kennen gelernt hat, so unaufgeregt muss sie feststellen, dass es jetzt auch Werwölfe gibt; mit einer Schulterhöhe von gut 1,8 m!

Wen die (fehlende) Story noch nicht in die Flucht geschlagen hat, bei dem schaffen es vieleicht die noch immer mieserablen CGI-Effekte, denn die sind auch im zweiten Teil noch nicht besser geworden. Wenn die Vampire rennen bekommt man Beklemmungen, denn optisch hat dieses Geflirre so rein gar nichts mit Geschwindigkeit zu tun. Darüber hinaus sehen die Vampire aus, als hätten sie es viel zu gut mit der Sonnencreme gemeint, denn die Untoten sind nicht fahl oder bleich, nein, weiß, sie sind richtig weiß. Erinnert ein wenig an Clowns im Zirkus, insbesondere da einige auch zu viel Kajal und Lippenstift aufgetragen haben. Also, die Maske hat's auch vergeigt.

Die Schnitte sind teilweise so schlecht, zwischendurch fragt man sich ernsthaft was für Schnipsel der Cutter da versehentlich vergessen hat raus zu nehmen und die Aktionszenen

Zu guter Letzt muss einfach und ehrlich gesagt werden, dass die Akteure keinerlei Talent für Schauspielerei an den Tag legen. Keiner von den drei Hauptcharakteren beherrscht mehr als einen Gesichtsausdruck und schon gar keinen den man auch glauben würde.
Die Film-Charakter haben keinen (echten) Tiefgang und bedienen lediglich altbackene, kitschige Idealvorstellungen von Teenagern ohne Rücksicht auf sozialen Realismus.

Dieser film hat meine Nerven und meine Geduld hart auf die Probe gestellt. Auchbei Filmen die ich nicht mag, hab ich mich selten so gelangweilt. Vieleicht geben die Bücher ja mehr her, aber die Filme sind für heutige Verhältnisse einfach nur grottig!
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35 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Himbeerwasser und Schneegestöber, 6. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Twilight: New Moon - Biss zur Mittagsstunde (DVD)
Nichts ist amüsanter, als eine schlechte Kritik zu schreiben...
Darum stürze ich mich mit Wonne auf Teil 2 der Saga!

Gleich zu Beginn des Films wird uns der literarische Stellenwert von Edward und Bella verdeutlicht, sie ordnen sich ein in die Reihe tragischer Liebespaare wie Romeo und Julia, nur dass die arme Bella zwischen Vampiren und Werwölfen steht!
Ach und die Qual der Wahl, hier der anämische, aber goldfunkelnde Edward, und da der gebräunte, muskelbepackte Jacob, so wird für jeden Geschmack etwas geboten!

Und erst die hohe Schauspielkunst:
Robert Pattinson bewegt sich die meiste Zeit wie ein Prinz Valium, nämlich in Zeitlupe, manchmal flirrt er als Astralerscheinung durchs Bild oder steht mit leidend gesenktem Haupt in der Gegend rum. Nur am Schluß darf er dann noch ein wenig mit den Volturi herumtoben, bei diesem nervenzerfetzenden Kampf habe ich schier mein Sofakissen zerrissen.
Taylor Lautner trägt mit nettem Bubigrinsen die Hälfte der Zeit eine fürchterliche Rosshaarperücke, aber bei diesem Oberkörper, wer guckt da noch auf die Frisur! Überhaupt diese Werwolfklonkrieger mit identischen Waschbrettbäuchen und abgesäbeltem Haupthaar, wer kann die überhaupt noch unterscheiden?
Die Darstellerin der Alice nervt mit ihrem zuckersüßen Kleinmädchengetue inklusive Herumhopsen und Kulleraugenaufschlag.
Wenigstens kommen die Darstellerinnen der Vampirinnen vom Aussehen her noch gut weg, was man von den Herren nicht gerade behaupten kann:
Jasper mit dem Mottenfifi auf dem Kopf, die rotgeschminkten Lippen der männlichen Vampire, ganz schlimm kommt der Anführer der Volturi rüber, Signor Volturi sieht wie ein Clown aus, nur noch lächerlich, mit seiner augenrollenden Mimik.

Dann das Drehbuch:
Es gibt Dialogperlen wie Edwards Satz: "Du gibst mir schon alles, indem du atmest!" so wird den ganzen Film hindurch leeres Stroh gedroschen.

In den besten Szenen fühlt man sich an einen Music-Clip erinnert, die meiste Zeit nerven die Lononer Philharmoniker aber gewaltig, es seufzen die Geigen, es klimpert das Klavier.

Jetzt erfahren wir auch endlich, was es mit Bellas faszinierendem Geruch auf sich hat, das Mäddchen legt wenig Wert auf Körperpflege. Schließlich lässt sie sich in Edwards Abwesenheit so gehen, dass sie ein Vierteljahr lang die selben Klamotten anbehält, wie ihre Namenspatin, Königin Isabella (die trug ihr Hemd aber noch etwas länger!) Wer es mir nicht glaubt, im Flm werden die Worte Oktober - Dezember eingeblendet, in dieser Szene verharrt Bella ohne Kleiderwechsel im Sessel, nur das Wetter ändert sich!

De Tricktechnik ist auch vom Feinsten:
Die Werwölfe bewegen sich derart unbeholfen, dass man sich fragt, welche Entwicklung eigentlich die Computeranimation in den letzten 10 Jahren genommen hat?

Am besten hat noch der Director of Photography seine Arbeit gemacht, einige Aufnahmen sind recht gut gelungen und stimmungsvoll. Aber dann sind wieder diese grauenhaften Szenen auf der Blumenwiese, wenn Edward zu funkeln beginnt (= Twinkle, twinkle little star, how I wonder what you are?) Das ist dann wirklich Himbeerwasser und Schneegestöber, pappsüß.

Meine Tochter meinte zu dem Film: "Beiß doch endlich die dumme Kuh, dann ist wenigstens Ruhe!"
Dem kann ich nur zustimmen.

Ich glaube, heute abend gucke ich mal wieder Blade, oder Underworld, oder Interview mit dem Vampir, von mir aus auch Coppolas Dracula, immer noch besser als der blutleere Schmarren!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Oooooh Edward, Du feiges Würstchen, erscheine in Schall und Rauch! Aber pronto!, 6. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde (DVD)
Menschenkind Bella und Vampirpuderquaste Edward sind sich einig: Nichts aber auch gar nichts kann ihre unsterbliche Liebe auseinander bringen. Nichts? Nun ja, nicht ganz. Als Edwards Brüderchen Jasper bei einer offenen Wunde Bellas in einen akuten Blutrausch gerät, versucht er Bella wenig gentlemanlike zu vernaschen. Da Edward als echter Kerl nicht zulassen kann, dass seiner Liebsten etwas passiert, nimmt er mit dem charmantesten Beziehungsabbruch seit der Erfindung des SMS-Schlussmachens dezent Abschied von seiner Traumfrau:

"Kannst Du mir etwas versprechen? Bella mach' nichts Dummes.... Dafür verspreche ich Dir im Gegenzug etwas."

--- An der Stelle habe ich doch tatsächlich etwas Tröstendes für das arme Mädel erwartet, was nicht zuletzt ein bedenklich naives Licht auf mich wirft: ----

"Du hast mich jetzt zum letzten Mal gesehen. Ich komme nicht zurück."

--- Öhem... ist diese Art von "Trost" nicht leicht kontraproduktiv zum Vorhergesagten, ergo die personifizierte Einladung zu "Spriiing die Klippe runter, Bella, SPRING!!"? ---

Anyway. Dem missratenen Windbeutel fehlen nämlich nicht nur die E*** in der Hose, sondern er ist auch mit einem beklagenswert löchrigem Gedächtnis belastet. Mensch Eddy, wie konntest Du die rachsüchtigen Vampire aus dem ersten Teil vergessen, die sich allzu gern an Deinem Schnuckelchen gütlich tun würden? Nuja, passiert ist passiert. Außerdem kommt dieses kleine Malheure der vom Liebeskummer tsunamimäßig angeknockten und nicht gerade für ihre Intelligenz bekannten Bella mitsamt ein bisschen Lebensgefahr gerade recht. Hat sie doch entdeckt, dass eine Vision von Freund Eddy stets dann kurzzeitig wie ein Dschinn aus der Lampe erscheint, wenn sie sich auf extrem suizidäre Abenteuer einlässt. (Sagte ich eigentlich schon, dass die Frau nicht sonderliche helle ist? Ja? Gut! Dann kann ich mir nämlich Ausführungen zu ihren neugewonnenen Freizeitvergnügungen sparen.) Zu ihrer Erleichterung hat sie mit dem schwarzen Jacob einen Freund, an dessen haariger (upps!) Schulter sie ersten Halt und vielleicht sogar ein bisschen mehr findet. Man darf gespannt sein. Gääähn.

Ich sag's frei heraus: Hut ab! Ganz ehrlich, ich hätte nie, aber auch so was von nie gedacht, dass "New Moon" mich, rein objektiv gesehen, tatsächlich positiv überraschen würde. Stattdessen hatte ich mich schon diebisch darauf gefreut, mich wie im Vorgänger behaglich zurückzulehnen und gütlich an dem betont unfreiwilligen Humor einer handwerklich komplett verhunzten Teenieschmonzette zu weiden. Bedauerlicherweise haben Mütterchen Schicksal und Väterchen Weitz ganz anders entschieden, denn der neu inthronisierte ist handwerklich eben doch ein anderes Kaliber als die dilettantische Regisseuse vom verehrten Vorgänger. Die Inszenierung ist insoweit auch meisterlich gelungen und von Anfang bis Ende perfekt durchmodelliert - wobei ich allerdings der davon ausgehe, dass der von mir "genossene" O-Ton im Vergleich zu den heruntergeleierten Synchronstimmen einiges herausgerissen hat. Neben der handwerklich akkuraten Arbeit haben sich sogar die bis dato allein durch käsige Unlust aufgefallenen Darsteller auf zumindest ...öhem... existentes Schauspiel steigern können. Nicht gerade weltmeisterlich, aber auch der Kreisklasse muss man sich nicht schämen. (Die grüne Ashley sei ausdrücklich ausgenommen.)

Aber...und das ist ein großes ABER...sollte man sich keine Illusionen über den Maßstab hingeben, der hier zugrunde gelegt worden ist und zugrunde gelegt werden sollte. "New Moon" ist eine perfekt inszenierte Teenieschmonzette... und eben auch niemals nie mehr. Kein großes Drama, keine erlesene Schauspielkunst, keine authentischen Charaktere, keine epische Handlung, keine tiefgründigen Gefühle - sondern eine jugendlich banale Teenie-Lovestory, die ganz und gar ihre oberflächliche Natur zelebriert, die in der sog. "großen Liebe" schwelgt, ohne diese zu kennen, sich im endlosen Liebeskummer selbst zerreibt, schwülstige Dialoge herausfeuert, die mich den Kopf in den nonexistenten Wassereimer stecken liessen, banalisiert statt dramatisiert, unfreiwillig (und glücklicherweise ganz gewaltig) amüsiert, niemals höhere Sphären zu erklimmen versucht und damit fraglos ein tendenziell authentisches Bild diverser Teenie- und Hormonabenteuer abgibt, die der objektiv wertende Zuschauer zwar nahtlos nachvollziehen kann - die aber fraglos von echtem großen Liebesdrama ebenso weit entfernt sind wie diese Rezension von hehrer Literatur.

Fazit:

3,5 Sterne für eine objektiv durchweg gelungen inszenierte Teenie-Schmonzette, die bevorzugt ans weibliche Publikum gerichtet ist und sich in zwei Stunden hemmungsloser Banalität erschöpft - wobei ich mir allerdings erlaube, die güldenen Sternchen aufgrund der grandios durchkomponierten Jagdszene der feuerhaarigen Vampiresse samt bildgewaltig animierter Werwölfe wohlverdient aufzurunden.

Nachtrag:
Ich vergass, ich vergass, a bissel echte Tragik hat "New Moon" tatsächlich noch zu bieten:

SPOILER - Wie's zu guter Letzt aussieht, wird wohl auch die holde Bella bald den Fluch der zu jung gebissenen Vampire teilen und für die nächsten paar hundert Jahre die Dauerschulbank drücken dürfen. Und Edward kommt unter den Pantoffel. Unsterblichkeit hat ihren Preis. Indeed. ;-) SPOILER ENDE
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Man reiche mir einen Pfahl..., 30. Januar 2012
Von 
Lady in Black "Lady in Black" (Schwabach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Ich hätte ja nicht gedacht, dass sich das Grauen von "Twilight" und "Breaking Dawn" noch steigern lässt, aber da ist tatsächlich noch Luft nach oben.
Zum Inhalt (Achtung, Spoiler):

Edward der Glitzer-Beißer und Bella mit der Kiefersperre haben Probleme. ER ist neidisch auf Shakespeares Romeo, weil der - im Gegensatz zum Vampir von heute - einfach so mal Selbstmord begehen kann. Bella hadert mit dem grausamen Schicksal, das sie unbarmherzig 18 Jahre alt werden lässt - sie fühlt sich alt und unattraktiv.

Es lebe die eingebildete Depression!

Edward möchte ich am liebsten sagen, er soll sich bei seiner Schöpferin, Frau Meyer, beschweren. Ordentliche Vampire müssen sich nur der Sonne aussetzen um ihr Dasein zu beenden - diese Option gesteht Frau Meyer ihrem Helden ja nicht zu. Also soll Edward meinethalben bei "rent-a-Fallbeil" anrufen oder bei amazon das Buch "Guillotinenbau für Dummies" kaufen, und dann klappt das schon mit dem Selbstmord. Zu Bella kann man nur sagen: "Für die Probleme, die Du zu haben glaubst gibt es Ärzte - mit Couch!" Und wenn Bella damit hadert, dass sie nun ein Jahr älter ist als Edward, dann soll sie sich bitte ins Gedächtnis rufen was Madonna zu diesem Thema sagte: "Gib mir einen jüngeren Mann. Der weiß zwar nicht, was er tut - aber er tuts die ganze Nacht!"

Bei Edwards Satz zu Bella: "Du gibst mir alles wenn Du nur atmest" musste ich an "Asterix bei den Spaniern" denken. Da hält der kleine Pepe so gerne die Luft an und alle tun was er will. Vielleicht hätte Bella, als Edward sich von ihr trennen will, einfach mal die Luft anhalten sollen? Himmel, der Kerl ist über 100 Jahre alt - hat er in all der Zeit nicht gelernt, wie man einem Mädchen wirklich schöne Komplimente macht?

Edward kommt dann auf die Idee, dass er gar nicht gut ist für Bella, weil er sie nicht ausreichend beschützen kann. Natürlich kann er ihr das nicht einfach so hinknallen und so sagt er ihr, dass SIE nicht gut ist für IHN! Bella ist ob dieser Aussage nicht sonderlich amused und versinkt im psychischen Elend. Normale Mädels in dem Alter würden erst kurz trauern, dann sauer werden und sich dann einen anderen suchen - vor allem einen Typen, der sie nicht nachts mutterseelenallein in einem Wald stehen lässt. Bella nicht. Sie hockt monatelang regungslos im Sessel und sinniert darüber wie schlimm ihr Dasein doch ist. In dem Film fällt dann genau der einzige sinnvolle Satz, nämlich von Bellas Vater, der zu seiner Tochter sagt: "Es ist nicht normal wie Du Dich verhältst!"

Bella gerät dann in eine gefährliche Situation, in der ihr Edward als eine Art Vision erscheint und sie warnt. Daraufhin machts "klick" unter ihrer Großhirnrinde und sie bringt sich absichtlich in gefährliche Situationen um wenigstens der Vision von Edward nahe zu sein. Jacob - der seine Perücke offensichtlich bei Bully Herbig alias Apahatschi geklaut hat - schaut sich all das an und versucht erfolglos Bella davon zu überzeugen, dass er doch eigentlich gar kein schlechter Kerl ist. Bringt nix, Bella ist derart auf ihren Edward fixiert, dass dieser dem geneigten Zuschauer eigentlich nur leidtun kann. Abgesehen davon kann auch Jacob nicht soooo intelligent sein. Als Bella ne Platzwunde an der Schläfe hat, reißt Jacob sich heroisch das schmuddelige, angeschwitzte Shirt vom Leib und presst es an Bellas Stirn. Hinter den beiden steht Bellas Auto. Und in jedem Auto gibts normalerweise nen Erste-Hilfe-Kasten, oder nicht?

Bella erscheint gegen Schluss vor der Vampir-Adelsfamilie, den Volturi. Und die erkennen SOFORT!, dass Bella was ganz Besonderes ist. Die Volturi können nämlich von allen Leuten die Gedanken lesen. Und bei Bella klappt das nicht. Wäre nicht die naheliegendste Erklärung, dass Bella einfach nur Luft zwischen den Ohren hat und dass selbst der talentierteste Vampir im Vakuum keine Gedanken finden kann?

Die Idee zum Ende des Films hat Frau Meyer sich mal wieder geklaut. Das Schema "Typ denkt irrtümlich, seine Freundin sei tot und will deshalb selber sterben" ist über 400 Jahre alt. Shakespeare hat diesen Einfall in "Romeo und Julia" allerdings wesentlich eleganter und gekonnter umgesetzt - die Version von Frau Meyer ist dagegen nur eine quälende, holpernde Zumutung.

Wenn man jetzt noch die ganzen Drehfehler dazunimmt (wobei einer der schönsten ist, dass in der Eröffnungssequenz der Mond auf dem Kopf steht), dann fragt man sich, wofür genau das Drehbudget ausgegeben wurde. Sicher nicht für talentierte Schauspieler, gekonnte Special-Effekts oder eine gute Handlung - davon ist nämlich in diesem Film nichts zu finden.

Wie dem auch sei - New Moon passt genau ins Schema der anderen Filme dieser Saga - Filme, die die Welt nicht braucht. Es gibt nahezu null Handlung, dafür 2 Stunden elegische Blicke, leidend herabhängende Mundwinkel, Trauer, Trotz und Tränen und dazwischen werden gefühlvolle Phasen gedroschen, mit denen kein Mensch der Welt irgendetwas anfangen kann. Im Endeffekt dreht sich dieser ganze Twilight-Hype um eine depressive 18jährige, die stalkerartige Tendenzen hat, ein kraftloses, männliches Weichei das nicht fähig ist zu sagen: "Führ Dich nicht so auf!" und um einen Nebenbuhler, der erstmal erwachsen werden sollte bevor er sich an die eben erwähnte depressive 18jährige ranschmeisst.

Gott sei Dank kommt jetzt ja nur noch Breaking Dawn II in die Kinos. Den Film muss ich mir noch anschauen - mein Kind hat großes Interesse daran bekundet, da mit mir ins Kino zu gehen. Und dann hab ich für mein Leben genug von Glitzervampiren gesehen.

Ich hoffe, Frau Meyer kommt nie auf die Idee die Serie Twilight noch weiter fortzusetzen. Sonst habe ich ernsthaften Bedarf an jenem Pfahl, den ich mir seit gestern abend brennend wünsche.
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