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TOP 1000 REZENSENTam 4. April 2010
Eines vorweg: Ich bin wirklich ein kritischer Hörer bzw. Fan und habe mir die beiden neuen Avantasia Alben ausführlich mehrmals angehört. Es handelt sich also um keine der leider immer öfter hier auftretenden Kurzrezensionen. Nach dem Motto "Super Scheibe! Unbedingt kaufen!" oder auch "Schwaches Album - Vorgänger war besser!" Solche Rezensionen sagen für mich leider nicht viel aus. Komischerweise werden diese Rezensionen teilweise vor dem Veröffentlichungsdatum geschrieben. Entweder um ein ungehörtes Album zu puschen oder auch - warum auch immer - gnadenlos zu verreissen.

Aber jetzt zur Musik:

THE WICKED SYMPHONY

"The Wicked Symphony"

Hammer Intro mit genialen Melodien. Hier zeigt sich, welche Talente in unserem größten Deutschen Metal Talent Tobias Sammet stecken. Das Intro des Songs klingt nach einem Soundtrack eines Blockbusters und ist ein würdiger Einstieg in das Album. Das Intro des Songs geht nahtlos in eine Wand von Bombast-Metal allererster Sahne über. Der Titeltrack des Albums ünerzeugt auf ganzer Linie. Mit einer Spielzeit von über 9 Minuten wirklich eine Offenbarung. Genialer Refrain - super Riffs! Neben Tobias Sammet sind auf diesem Song Jorn Lande (ex Masterplan), Russel Allen (Symphony X) und Oliver Hartmann (ex At Vance) zu hören.

"Wastelands"

Ein richtig schnelle Metal Nummer welche einfach gute Laune macht. Für mich schon alleine deshalb der beste Songs des Albums weil kein anderer als Michael Kiske (ex Helloween) hier an den Vocals zu hören ist. Der Refrain brennt sich unauslöschbar in die Gehörgänge ein. Einer der besten, bisher erschienenen Avantasia Tracks!

"Scales Of Justice"

Tim "Ripper" Owens (ex Judas Priest) übernimmt hier die Gesangsarbeit. Der Song kommt wirklich hart und fett rüber. Ripper leistet hier Bestarbeit und der Refrain ist ein Killer. Der Song ist dem begnadeten Sänger wie auf den Leib geschrieben und für mich nach "Wastelands" gemeinsam mit "Runaway Train" einer der Mega-Tracks auf dem Album.

"Dying For An Angel"

Klaus Meine von den Scorpions teilt sich hier mit Tobias Sammet das Mikro. Einer der kommerzielsten Songs und wohl deshalb auch für das Video zur Promotion des Albums ausgewählt. Der Song dürfte für einige neue Avantasia Fans sorgen. Ein solider Rocker mit einem Klaus Meine in Höchstform. Tobias Sammet supported mit seiner Band Edguy die Scorpions auf der kommenden Tour. Wäre klasse, wenn die beiden den Song dann auch gemeinsam Live performen.

"Blizzard On A Broken Mirror"

Melodiöser -leicht progressiv angehauchter Rocker mit guten Riffs und neben Tobi keinem anderen als Andre Matos (ex Angra) am Mikro. Sehr solide und überzeugend.

"Runaway Train"

Dieser Song ist der Beweis für Tobias Sammets begnadetes Songwriter Talent. Ich würde sagen, man kann diesen Facettenreichen Song als Power-Ballade (Ballade bitte nicht zu wörtlich nehmen) bezeichnen. Wunderschöne Melodien, knapp 9 Minuten lang, und mit Jorn Lande und Bob Catley (Magnum) mit zwei wunderbaren Haupt-Stimmen bereichert. Aber auch Michael Kiske gibt wieder ein kurzes Gastspiel. Man muss dieses kleine Meisterwerk einfach gehört haben. Solche Stücke stehen für mich für den Namen AVANTASIA. Runaway Train ist einfach eine kleine Metal Oper in sich. Danke Tobi!

"Crestfallen"

Der Anfang von Crestfallen ist schon fast Discotauglich. Das soll jetzt nicht abfällig klingen. Die Keyboards wurden hier mit super fetten Gitarren kombiniert. Ein Mega-Klangteppich mit genialer produktionstechnischer Arbeit! Der Refrain ist sehr düster aber gleichzeitig auch sehr kultig! Der Song wird für Gesprächsstoff sorgen. Ich finde ihn klasse und Tobias zeigt mal wieder, dass er sich keine musikalischen Grenzen vorgeben lässt. Der Mut wird belohnt!

"Forever Is A Long Time"

Jorn Lande in Höchstform. Super Rocker mit genialem Gesang. Klasse Nummer mit super Refrain. Jorn bestätigt wieder mal seinen Stammplatz in Avantasia!

"Black Wings"

Düstere Gitarrenriffs - geniale Gesangsarbeit - klasse produziert! Auch wieder ein Song erster Sahne. Super Refrain vom Meister Sammet persönlich übernommen.

"States Of Matter"

Ein weiteres Highlight auf The Wicked Symphony. Hier ziegt Russel Allen sein ganzes Können. Ein richtiger Stampfer mit genialem Songaufbau. Klasse Gitarrenarbeit - mit genialem Solo.

"The Edge"

Balladesk angehauchter Song mit einer super Gesangsarbeit des Großmeister himself. Würdiger Abschluss eines genialen Werkes!

Dies war nun meine Rezension zu "The Wickes Symphony". Eine Rezension zu "Angel Of Babylon" ist hier ebenfalls bei Amazon zu lesen.

Ich sehe die beiden Alben als Ganzes - deshalb kann ich nicht unbedingt einen Vergleich ziehen. Sagen wir mal so - beide Alben sind großartig - wenn ich aber nur eines der beiden auf eine einsame Insel mitnehmen dürfte, würde ich "The Wicked Symphony" einpacken.
Nach einer Woche müsste ich aber wohl kurz nach Hause schwimmen da ich es ohne "Angel Of Babylon" nicht aushalten würde ;-)

Hier meine Bewertungen in Punkten (10 wäre das höchste) für alle bisher erschienenen Werke:
AVANTASIA I (10 Punkte), AVANTASIA II (9,5 Punkte), AVANTASIA - The Scarecrow (9 Punkte), AVANTASIA - The Wickes Symphony (10 Punkte), AVANTASIA - Angel Of Babylon (9,5 Punkte).
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am 1. April 2010
...die Mastermind Tobias Sammet da herausgebracht hat.

Ich hatte das Glück, dass ich meine "Deluxe Edition" bereits gestern erhalten habe.

Zur Aufmachung:

Die beiden Digibooks kommen neben einem kleinen Büchlein und einem Internetcode,mit dem man sich auf der darauf angebenen Internetseite unveröffentlichte Songs und anderes exklusives Material herunterladen und anschauen kann, in einer stabilen und sehr schicken Pappbox daher. Die Digibooks beinhalten jeweils beide ein Booklet mit Songtexten und Bildern. Das gebundende Buch beinhaltet Fotos von der Welttour 2008, einer kleinen Biografie und anderen Texten und Kommentaren seitens Tobias Sammet. Die Aufmachung der Box ist somit 1A, wie man es von Nuclear Blast schon kennt.

Nun zu den Songs, beginnend mit dem Album "The Wicked Symphony":

Das Album beginnt mit dem Titeltrack, das einer der besten und filmreifsten Intros, die ich bisher gehört habe, vorweist. Danach folgt ein grandioser Titel nach dem anderen. "Wastelands", ein Song, der wohl perfekt auf Kiske zugeschnitten ist, "Scales of Justice", den Tim "Ripper" Owens wahnsinnig genial singt. Im Vorfeld wurde das Video zu "Dying for an Angel" (feat. Klaus Meine) ja schon veröffentlicht worden. Solche Lieder muss man gehört haben. Auch die Ballade "The Edge" ist richtig klasse geworden. Ich kann eigentlich keinen Song so richtig vorherheben, weil es in meinen Augen nicht ansatzweise einen Schwachpunkt gibt.

Für "Angel of Babylon" könnte ich den Text von "The Wicked Symphony" eigentlich hier nochmal hin kopieren und lediglich die Songnamen und Sänger editieren. Nur das imposante Intro von "The Wicked Symphony" fehlt auf dem Album. "Death is Just a Feeling" wird von Jon Oliva weltklasse gesungen. Da fehlen einem die Worte !

Ich könnte jetzt noch zig Zeilen mit Lob hier schreiben. Jeder Song bleibt irgendwie im Ohr hängen, von den Refrains ganz zu schweigen.

Das werden wohl (mit Abstand) die Alben des Jahres sein, die sogar das klasse neue Scorpions Album "Sting in the Tail" bei weitem übertreffen. Da die Box streng limitiert ist, schlagt am besten direkt zu ! Ihr werdet keinen einzigen Cent bereuen, wenn ihr auf guten, handgemachten Hard Rock und Power Metal steht.

Schweres Herzens da einzelne Song herauszupicken , hier doch noch ein paar Anspieltipps: "Blizzard on a Broken Mirror", "Dying For an Angel", "The Wicked Symphony", "Scales of Justice", "States of Matter", "Death is Just a Feeling", "Your Love is Evil", "Rat Race" und "Journey to Arcadia" (und es hat wie erwartet nicht geklappt, sich auf weniger Songs zu beschränken).
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am 11. Juli 2010
Ich wollte dieses Mal wirklich lange warten mit einer eigenen Rezension, auch um zu sehen, ob sich dieses epische Werk bei mir abnutzt. Ich kann vorwegnehmen, dass das bei mir nicht passiert ist. Grundsätzlich hätte diese Gefahr durchaus bestehen können. Tobias Sammet hat inzwischen so viel wirklich gute Musik veröffentlicht, dass man unweigerlich darauf wartet, dass ihm mal die Kreativität ausgeht. Wahrscheinlich wird ihm das eines Tages mal mit einem Album passieren, aber so weit scheint es noch nicht zu sein. So viel ist für mich sicher, die Scarecrowtriologie steht für mich auf einer Stufe wie die Metalopera. Aber vergleichen kann man beide Werke letztlich nicht. Dafür sind sie musikalisch einfach zu unterschiedlich ausgefallen.

Im weiteren Verlauf dieser Rezension lasse ich allerdings The Scarecrow weg, auch wenn sie im Gesamtbild unabdingbar zu den beiden neuen Werken gehört. Ich empfinde es übrigens als ausgesprochen positiv, wenn sich ein Musiker nicht zu einem Gefangenen eines Stils macht. Für Tobias Sammet hätte das 10jährigen Stillstand bedeutet, wenn er sich dem ursprünglichen klassischen Powermetalstil ausschließlich verschrieben hätte. Und letztlich findet doch hier kein Verrat statt, es ist immer noch Metal und Hardrock, den er uns serviert, und nicht Hip Hop und Techno. Und Powermetal ist immer noch vorhanden, wenn man sich nur das Stück Scales of Justice anhört, richtig Power mit harten Gitarren und im Übrigen erstklassig gesungen von Tim Ripper Owens. Oder auch das Titelstück des zweiten Albums Angel of Babylon ist ganz klassischer Powermetal, eine hervorragende Komposition. Hier singt übrigens Jorn Lande in gewohnt guter Manier. Auf diesem Stück beglückt uns übrigens Jens Johansson mit einem wahrhaft schnellen Keyboardsolo.

Was die Scheiben aber darüber hinaus noch so herausragend macht, sind dabei Songs auf diesem Album, die nicht nur gut sind, sondern auch das Zeug zu Großem haben. Es ist natürlich wie immer alles Geschmacksache, jeder hat da seine Favoriten. Manchmal ist es in der Musikgeschichte auch komisch, welche Songs was werden oder nicht. Einer dieser ganz herausragenden Songs ist Runaway Train. Einziges Manko ist, wenn man diesen zum Superhit für ein breiteres Publikum haben wollte, dass er mit 8:42 Minuten eigentlich zu lang ist, aber ein November Rain hat bereits gezeigt, dass sowas trotzdem geht. Ich persönlich stehe ja auf längere Songs und freue mich in diesem Zusammenhang übrigens sehr auf die neue Maiden. Aber zurück zu Runaway Train, akustisch und gesanglich eingeleitet von Bob Catley mit einer wunderschönen Melodielinie. Insgesamt teilen sich in diesem Song Toby, Bob, Jorn und Michael Kiske den Gesang. In diesem Song wechseln sich akustische Sachen mit hartem Rock ab und im Vordergrund steht immer die Melodie bzw. der bombastisch gesungene Refrain aller 4 Sänger. Wenn jemand mal seine eher dem Hardrock nicht zugeneigte Frau diesem etwas näher bringen will, empfehle ich speziell diesen Song. Von der Songstruktur ähnlich aufgebaut wäre auch Journey to Arcadia zu nennen. Hier singen die gleichen Sänger wie in Runaway Train. Auch hier ist Melodie und bombastischer Refrain im Vordergrund, sehr schön.

Oft wird Tobias Sammet ja unterstellt, dass er sich mehr und mehr daran versucht, massentaugliche Musik zu schreiben. Ich meine das eigentlich nicht, wobei das immer eine Frage des Blickwinkels ist. Aus Sicht des ultraharten Metallers gesehen, könnten die Stücke zu weich geraten sein, aber dann wäre er bei den Kompostionen von Tobias nie zu Hause gewesen. Meiner Meinung nach ist das härteste Stück aus seiner Feder Mysteria von der Hellfire Club, das rückt einem die nicht vorhandenen Locken grade. Scales of Justice ist von den Härtegraden davon aber nicht weit weg, um mal einen Vergleich auf zu rufen. Und ich finde es positiv, dass auf zwei Alben gerade mal anderthalb Balladen drauf sind, auch wenn ich zwischendurch gerne mal einen Schmachtfetzen höre. The Edge auf The Wicked Symphony ist die Halbballade, auf der Toby alleine ohne einen seiner Gäste singt. Und die einzige richtige Ballade wäre Blowing out the Flame auf der Angel of Babylon. Das Ding hat sicherlich Hitcharakter, aber mir wäre es lieber, dass die Werke wegen anderer Stücke breite Beachtung fänden. Wo das mit den Balladen hinführt, wissen wir seit den Scorpions. Jeder erwartet die Feuerzeuglieder auf jedem Album. So wird man auch Gefangener seiner Popularität. Auf der letzten Scorpions sind dann von 11 Songs 4 (!) Balladen. Wer denn da hin will ... ?! Apropos Scorpions, Klaus Meine singt mit Toby Dying for an Angel, ein Stück, in dem Toby zeigt, wie er in der Lage ist, Songs auf bestimmt Sänger zuzuschneiden. Schönes Ding übrigens.

Aber Toby waäre nicht Toby, wenn er nicht noch Überraschendes schaffen würde. Death ist just a Feeling wird von vielen als der ultimate Nachfolger von The Toymaster gesehen. Nein, ist er nicht, dank Jon Oliva ist dieser Song eine richtige Perle geworden, viel stärker als Toymaster. Ich habe selten jemanden aus tiefster Seele so schön dreckig singen hören, ein wahrer Genuss. Überraschend ist auch Crestfallen, ganz anders als gewohnt vom Rythmus und Riffs her mit leichten elektronischen Einflüssen, die sich übrigens auch auf Ratrace finden lassen. Oder Symphony of Life, auf dem die einzige weibliche Sängerin Cloudy Yang zu hören ist. Dieser Song ist übrigens der einzige, der nicht aus Tobys Feder stammt.

Von den übrigen Songs möchte ich noch Blizzard on a broken Mirror erwähnen. Bei diesem sagte Toby in einem Interview, dass er bei der Musik zunächst nicht zu Potte gekommen sei. Wenn man das Ergebnis mit dem sich entwickelnden treibendem Rythmus hört, mag man das nicht glauben.

Die Liste der Gastsänger ist lang. Jorn Lande, Russel Allen, Michael Kiske und Bob Catley singen auf mehreren Stücken mit, sie sind sowas wie die Konstante in dem Avantasiaprojekt. Dazu kommen für einzelne Songs Klaus Meine, Ripper Owens, Cloudy Yang, Jon Oliva, Oliver Hartmann, Andre Matos und Ralf Zdiarstek. Schon eine illustre Runde, oder?

Ich denke, Toby wird die Musik noch des öfteren live präsentieren, ansonsten mit neuen Kompositionen vielleicht zurückhaltender sein, weil er jetzt in 5 Alben verteilt auf zwei Prokekte verdammt hohes Niveau abgeliefert hat. Was soll jetzt noch kommen? Er sollte alles, was kein Knaller ist, besser in der Schublade lassen. Und weitere Sänger? Dio lebt leider nicht mehr, Bruce Dickinson, David Coverdale, Ian Gillan sind noch Optionen, die aber erst mal Zeit und Lust haben müssen.

Aber das sind schon wieder Zukunftsvisionen. Jetzt rechne ich erst mal wieder mit Edguy ...
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am 13. April 2010
Tobias Sammet's All-Star-Projekt Avantasia feiert in diesem Jahr sein 10jähriges Bestehen. Sammet beschenkt sich selbst und seine Fans mit gleich zwei neuen Alben, welche die auf "The Scarecrow" begonnene Story um einen Außenseiter auf Selbstfindungstrip abschließen. Die hier besprochene Doppel-CD-Box beinhaltet neben den beiden hochwertig verarbeiteten Alben ein kleines Buch ("The wicked trilogy - A photographic documentary") mit einem Interview sowie Illustrationen und Erläuterungen zum Tourgeschehen und zum Aufnahmeprozess. Daran werden sich vor Allem die weiblichen Fans ergötzen, schließlich gibt es hier noch mehr Hochglanzbilder vom Edguy-Sonnyboy zu sehen, als ohnehin schon in den beiden Booklets abgedruckt sind.
Musikalisch stellt das CD-Duo eine Rückbesinnung auf die glorreichen Zeiten der Metal-Opern dar, ohne allerdings deren Klasse zu erreichen. Anno 2010 geht es wieder epischer zu, was Fans der ersten Stunde freuen dürfte. Die Songs sind opulenter arrangiert, werden durch die farblose Produktion aber etwas zu stark gebremst. Das hat zur Folge, dass Longtracks wie "The wicked symphony" und "Stargazer" ihr Potenzial auch nach mehrmaligem Hören nicht voll entfalten. Die Instant-Hits kommen dagegen kraftvoller über den Äther. Insbesondere "Scales of justice", die Single "Dying for an angel" (mit Scorpions-Sänger Klaus Meine) sowie "Rat race" und "Down in the dark" können überzeugen.
Im direkten Vergleich entpuppt sich "Angel of Babylon" als das deutliche interessantere Werk, was vor Allem dem größeren Abwechslungsreichtum zuzuschreiben ist. So sind zum Beispiel "Symphony of life" und "Death is just a feeling" (intoniert von Jon Oliva) im Avantasia-Kosmos eher ungewohnt. Auch den schönsten Refrain des Komplettpakets gibt's auf "Angel of Babylon" zu hören, nämlich im abschließenden "Journey to Arcadia". Das weckt dann schon beinah nostalgische Erinnerungen an die zahlreichen großen Momente der beiden Klassiker aus den Jahren 2001 und 2002.
Unterm Strich eine gelungene Zusammenstellung, die uns Tobias Sammet hier präsentiert. Rein musikalisch hätte eine einzige CD wahrscheinlich mehr Sinn gemacht, ihre Daseinsbereichtigung haben aber beide Alben. Wer keine Offenbarung erwartet, wird seinen Spaß haben.
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am 16. Juni 2014
Vielen Dank für die LP - sie wird einen Ehrenplatz in meiner Plattensammlung erhalten. Selten so ein gut arrangiertes Album gehört. Tobias Sammet gilt zu Recht als Amadeus des Heavy Metal. Bitte noch mehr von solchen Scheiben, obwohl ich weiss, dass sowas eigentlich nicht zu toppen ist. Sechs Sterne von fünf
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am 4. April 2010
22 Songs, 2 schicke CD-Hüllen mit eingearbeiteten Booklet, ein kleines Buch (auf Englisch) mit Interviews und Bildern zum Projekt, hochwertig bedruckt und verpackt im praktischen Papp Case! Das Auge hört mit - zumindest merkt man, dass man hier etwas anderes, besonderes in den Händen hält. Und eins sei gesagt, die edle Verpackung ist nicht nur Fassade sondern ein ebenbürtiger Mantel der beiden Musikalben, auch wenn die Ego-Show von Tobias Sammet in den Booklets ein wenig Geschmacksache sein dürften.

Das Anhänger der ersten beiden (nun schon fast 10 Jahre alten) Avantasia Platten auch dieses Mal nicht ihren damaligen Stil bekommen war schon vor einiger Zeit klar als es heiß, die Story des letzten Albums wird weiter geführt. Die Musik knüpft wahrhaftig da an, wo "The Scarecrow" aufgehört hat, ist aber einen Hauch ausgefeilter gestaltet. Kräftige Power Metal Songs, düstere Rocknummern und Balladen, wobei es schon fast unmöglich scheint, eine bestimme Geschmacksgruppe zu treffen. Es gibt enorm viel Abwechslung! Neben perfektionierten Highlights mit Gänsehaut-Faktor gibt es aber leider auch den ein oder anderen Füller, der eher vor sich hin dudelt statt begeistert. Der Erschaffer selbst sieht das logischerweise immer ein wenig anders (Zitat: "22 full songs and in my humble opinion - No fillers"). Wobei es schon ein wenig fragwürdig erscheint, wieso man "Promised Land" aus den "Lost in Space" Singles nun auch auf "Angel Of Babylon" gepackt hat mit dem einzigen Unterschied, dass nun Jorn Lande auch den 2ten Chrous singt.

Aber es fällt ab jetzt nun schon schwer, etwas zu finden, was einem vielleicht weniger gefällt, auch wenn sich Tobi künstlerisch manchmal ganz schön ausgetobt hat. Fragwürdige Mitten wie in "Scales Of Justice", die den roten Faden des Arragaments ein wenig durcheinander bringen sind da nur ein Beispiel von vielen. Aber es ist wie gesagt Kunst und die kann man schlecht kritisieren, wenn die Umsetzung an Perfektionismus grenzt. Handwerklich ist das hier nämlich schon so ziemlich die Königsklasse. Kräftige Gesangstimme von düster, kratzend bis hin zur Power Metal typischen Falsett-Stimme. Interessanterweise sind dieses Mal auch 3 Drummer an Bord, was dem ganzen nochmals Dynamik verleiht, da man neben einem Eric Singer auch mal einen Felix Bohnke an den Trommeln sitzen hat.

Ein echtes Orchester ist (wie Tobi es mal ankündigte) nicht dabei (was bei den Kosten für ein voll besetztes Orchester auch kein Wunder ist).

Aber in Zeiten von hochwertiger Orchestrations-Software / VST-Plugins konnte Miro Rodenberg, der neben der Orchestration auch fast alle Keyboard-Elemente beisteuerte ein ordentliches Klangbett erschaffen, was besonders bei "The Wicked Symphony" nach Hollywood klingt. Die Abmischung des Klangbildes ist sehr bombastisch und ein Blick hinten in das Booklet zeigt zum Beispiel auch, dass an diesem Avantasia Projekt über 5 Studios beteiligt waren!

Kleine Enttäuschung: Käufer der Deluxe Edition erhalten zusätzlich einen kleinen Flyer mit einem Code, um online Zusatzmaterial zu bekommen. Statt weiterer, neuer Bonus-Songs bekommt man lediglich live Versionen von "Twisted Mind", "Lost In Space" aus The Scarecrow und die kürzere Radioversion von "Dying For An Angel" und wer das Video zu letzterem Titel nicht immer auf Videoportalen im Internet anschauen möchte, kann es sich da ebenfalls herunter laden. Schon fast lachhaft ist die dort als "exclusive" angekündigte Gallery! Das sind nicht Mal 10 Bilder aus der oben angesprochenen Ego-Show von Tobi aus den Booklets.

Aber ich denke, deswegen sollte man dem ganzen Produkt keine Punkte abziehen. Man bekommt für die 30 Euro musikalisch gesehen sehr sehr viel geboten und holt sich mit der Avantasia Triologie symphonischen Metal mit epische Hymnen nach Hause.

Avantasia ist im Sinne der Macher definitiv was für aufmerksame Zuhörer und nicht nur als Hintergrundmusik geeignet! ;-)
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am 27. April 2013
Phantsievoller Hardrock aus Deutschland, der jederzeit mit den sogen. internationalen Superstars der Szene mithalten kann.
Toller Gesang und ideenreiche Arrangements machen diese CD zum absoluten Genuß.
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am 10. Mai 2010
Nachdem "The Sarecrow" mir im Gegensatz zu den ersten beiden Alben nicht besonders gefiel, hat Herr Sammet hier richtig Vollgas gegeben. Alle Songs liegen hier schon auf recht hohem Niveau und ein paar richtige Überflieger wie "Death is just a Feeling", Crestfallen, Promised Land, usw. sind natürlich auch dabei. Allerdings wäre es meines Erachtens nach interessanter gewesen, statt zwei Alben nur eins mit ausnahmslos super Songs aufzunehmen und statt der zweiten CD eine "Making of DVD", sowie einige Liveclips der vergangenen Tour dabeizulegen.
Aber das ist meckern auf hohem Niveau und eine Live DVD wird es sicher auch irgendwann geben.
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am 31. Januar 2016
2010 brachte Tobias Sammet mit seinem Projekt Avantasia die beiden Alben "The Wicked Symphony" sowie "Angel Of Babylon" heraus. Die "Wicked Symphony", die ich hier bewerte, ist dabei inhaltlich die Fortsetzung der Geschichte, die in "The Scarecrow" begonnen wurde und in "Angel Of Babylon" ihre Vollendung findet. Tobias hat hier wieder eine bunte Schar an Gastsängern eingeladen, darunter alte Bekannte wie Michael Kiske und Jorn Lande, aber auch "Neue" wie Tim "Ripper" Owens und, sehr zu meiner Freude, auch Klaus Meine. Musikalisch haben wir es hier eher weniger mit Power Metal zu tun, sondern eher mit sehr melodischem Hard Rock, der auch mal in die progressivere Richtung geht. Richtigen Metal findet man hier aber natürlich trotzdem.

"The Wicked Symphony" (9:30) ist dann gleich ein grandioser Opener. Von einem Orchester eingeleitet entwickelt sich der Song zu einem einem bombastischen Rocker mit hymnischen Refrain und tollen Gesangsleistungen von Tobias Sammet, Jorn Lande, Russel Allen sowie Oliver Hartmann. Ein sehr überzeugender Start in das Album!

"Wastelands" (4:45) ist dann ein schneller Power Metal Track mit einem Michael Kiske in Höchstform. Der Song geht richtig ab, ist gleichzeitig aber auch sehr melodisch mit einem Refrain, der einem so schnell nicht mehr aus dem Ohr geht. Einer meiner Lieblingssongs des Albums.

"Scales Of Justice" (5:04) mit Tim "Ripper" Owens ist dann eindeutig der härteste Track. Dieser Gesang, diese Schreie - unglaublich! Tobias Sammet hört man nur kurz, ansonsten darf sich der exJudas Priest-Sänger richtig austoben. Wieder ein toller Refrain und schon der dritte grandiose Song in Folge.

"Dying For An Angel" (4:33) ist dann der Song mit Klaus Meine und man erkennt die Stimme des Scorpions-Sängers sofort. Der Titel ist weniger hart, dafür aber sehr melodisch. Etwas wirklich besonderes wird er aber erst durch Klaus Meines Stimme. Gefällt mir auch wieder ausgesprochen gut!

"Blizzard On A Broken Mirror" (6:09) beginnt mit einem Keyboard-Intro, das dann von der Gitarre übernommen wird. Wir hören hier ausschließlich Tobias Sammet als Sänger. Fällt ein bisschen gegen, die ersten vier Songs ab. Der Refrain ist trotzdem sehr melodisch und es gibt einen schönen, ruhigen Mittelteil.

"Runaway Train" (8:44) ist dann ein komplexerer Song beginnt ruhig von Piano begleitet und mit Bob Catley am Mikro, steigert sich dann aber und wir hören neben Bob Catley auch Jorn Lande, Michael Kiske und natürlich Tobias. Der Refrain ist gut, aber jetzt nicht übermäßig, dafür gefällt mir der "Ride on"-Part in der Mitte äußerst gut.

"Crestfallen" (4:03) klingt eher etwas moderner, was mir nicht unbedingt gefällt. Der düstere Refrain ist aber fantastisch, aber man hätte daraus mehr machen können. So wie hier ist er ganz nett, aber nichts unbedingt besonderes.

"Foever Is A Long Time" (5:07) wieder mit Jorn Lande ist dann vergleichsweise fröhlich mit einer schönen Melodie, aber auch mit der nötigen Portion Härte. Ist zwar auch nichts übermäßiger, aber ein guter Song, der gute Laune macht.

"Black Wings" (4:40) ist für mich der schwächste Titel des Albums. Wieder ein eher düsterer Song. Der Refrain von Tobias gesungen ist nicht schlecht, aber sonst überzeugt mich der Titel nicht unbedingt.

"States Of Matter" (3:59) ist dann als schneller Power Metal-Song mit Russel Allen wieder besser. Die Melodie geht ohne Umwege ins Ohr und bleibt dort dauerhaft hängen. Der tolle Gesang tut sein übriges, damit der Songs zu einem meiner Favoriten hier wird.

"The Edge" ist zum Abschluss ein ruhigerer Song - keine wirkliche Ballade, aber auch kein echter Rocker. Wir hören wieder Tobias alleine singen. Zwar auch kein Highlight des Albums, aber auch nicht schlecht. Ein guter Abschluss für diese Avantasia-Scheibe.

Ich möchte auch nochmal die Gitarrenarbeit von Sascha Paeth und Oliver Hartmann erwähnen. Die beiden machen einen ausgezeichneten Job und gehören inzwischen auch zu Avantasia. Da es hier und da ein paar Lieder gibt, die ein bisschen abfallen, der Großteil des Materiels aber wirklich ausgesprochen gut ist, vergebe ich 4 Sterne für "The Wicked Symphony". Kaufempfehlung an alle, die schöne Melodien lieben, gleichzeitig aber auch richtig abrocken wollen.
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am 4. September 2010
Mit "Angel of Babylon" und "The wicked Symphony" erschienen gleich zwei neue Alben von Tobias Sammet's All-Star-Projekt Avantasia. Damit die musikalische Trilogie, die mit "The Scarecrow" 2008 begann, fulminant fortgeführt und abgeschlossen. In diesem Bericht möchte ich euch den mittleren (und besten) Teil dieser Trilogie - "The wicked Symphony" - vorstellen.

The wicked Symphony"
Der Anfang des Liedes besteht aus "The Wicked Symphony" besteht aus einem orchestralen, getragenen Intro, welches an die Film-Soundtracks von "Herr der Ringe" oder "Fluch der Karibik" erinnert und einen dramatischen Einstieg schafft. Wuchtig setzen dann Orchester und Rock Band nach ca. 1,5 Minuten ein und erschaffen einen Bombast Rocker der Sonderklasse mit Jorn und Russel Allen als Gastsänger. 5/5 Sternen

"Wastelands"
Power Metal pur. Eine Nummer, die Tobi wohl seinem Idol Michael Kiske (Ex-Helloween) auf den Leib geschrieben hat. Toller Refrain, gigantisches Gitarrensolo und zwei Sänger, die sich in den hohen Tönen zu übertrumpfen versuchen *g*. 5/5 Sternen

"Scales Of Justice"
Nach zwei eher melodischen Metal-Nummern gibt es hier die Breitseite an harten Gitarren. Ein heftiger Stampfer im Midtempo Bereich, der von Scream Machine Tim "Ripper" Owens (Ex-Judas Priest/Ex-Iced Earth) veredelt wird. Ein Banger par excellence. 5/5 Sternen.

"Dying For An Angel"
Was macht man wenn man den Frontshouter der Scorpions als Gast gewinnen konnte? Richtig, einen Melodic Hard Rocker wie in Deutschlands beste Hard Rock Band in den Achtzigern massenweise auf den Markt geworfen hat. Ganz großes Rock Entertaiment. 5/5 Sternen.

"Blizzard On A Broken Mirror"
Tobi solo. Ein verträumtes Keyboard Intro, dann ein wuchtiger Hauptriff. Dann ruhige Strophen und bombastischer Refrain. Ein toller Song, der ein richtig genials Gitarrensolo hat. 5/5 Sternen.

"Runaway Train"
Eine Mini-Oper an und für sich. Das 9minütige Meisterwerk ist für mich das Highlight des Albums. Bob Catley singt den ersten Teil mit seiner wunderschönen Stimme nur begleitet von dezenten Streichern und Piano. Dann geht das Werk über in Power-Rock-Ballade wie man sie z.Bsp. von Meat Loaf ("I would do anything for love") kennt. Ganz große Klasse, zumal sich hier drei absolut unterschiedliche, aber perfekt harmonierende Sänger den Song teilen: Der angenehme Bariton von Bob Catley, das soulige Rock-Reibweisen von Jorn und der melodische Tobi in den höheren Lagen. 5/5 Sternen.

"Crestfallen"
Die Achtziger lassen grüßen. Keyboard-Sounds kombiniert mit fetten Gitarren. Ein Mega-Klangteppich liegt hinter dem gesamten Song, der Refrain wirkt durch den schwermütigen Chor fast gothic-artig. Darüber Tobni, der seine Stimme durch alle Gefühlslagen jagt. Gigantisch. 5/5 Sternen

"Forever Is A Long Time"
Erinnert dank Hammond Orgel und schon kratziger Gitarre an 70er Rock. Rock Reibeisen Jorn singt phantastisch, dennoch ein schwacher Song. Tut nicht weh, ist aber auch nichts besonderes. 3/5 Sternen.

"Black Wings"
Auch dieses Stück kann trotz schwerer Gitarren und guter Rhytmus Arbeit nicht wirklich überzeugen. Aber immerhin ist der Refrain recht eingängig. 3/5 Sternen

Fazit
Tobias Sammet hat sich weiter entwickelt. Statt einen Power Metal Song an den anderen zu hängen (siehe "The Metal Opera - part I & II") erweitert er hier seine musikalischen Grenzen. Rock, Blues, Melodic Metal, Heavy Metal, Klassik, Pop - Sammet kennt sich im musikalischen Gewürzregal aus und kann gut kombinieren. Trotz der vielen Einflüsse und der unterschiedlichen Sänger und Instrumentalisten schafft es Tobi jedem Stück seinen Stempel aufzudrücken, so dass die Nummern unterschiedlich, aber doch eine gewisse Handschrift tragen.

"The wicked Symphony" ist jedenfalls für mich das Metal Highlight des Jahres und eines der besten Alben, die in den letzten Jahren aus diesem Genre auf den Markt kam. Wer ein Faible für Metal und Rock hat sollte zugreifen.
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