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59 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen AVANTASIA - zwei neue Meisterwerke in Vollendung!
Eines vorweg: Ich bin wirklich ein kritischer Hörer bzw. Fan und habe mir die beiden neuen Avantasia Alben ausführlich mehrmals angehört. Es handelt sich also um keine der leider immer öfter hier auftretenden Kurzrezensionen. Nach dem Motto "Super Scheibe! Unbedingt kaufen!" oder auch "Schwaches Album - Vorgänger war besser!" Solche Rezensionen...
Veröffentlicht am 4. April 2010 von AVANTASIA

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, teilweise etwas sperrig!!!
Nachdem ich meiner ersten Enttäuschung über die neue Avantasia Veröffentlichung mit einer ein Punkte Bewertung Luft machen musste, habe ich nach dem großen Erfolg der beiden Platten mich noch mal hingesetzt und mir die beiden Teile erneut in Ruhe angehört.
Und nach dem zehnten Anlauf muss ich zugeben, dass eine ein Punkte Wertung nicht in...
Veröffentlicht am 26. März 2010 von Schnellwelz


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59 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen AVANTASIA - zwei neue Meisterwerke in Vollendung!, 4. April 2010
Von 
AVANTASIA (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wicked Symphony (Audio CD)
Eines vorweg: Ich bin wirklich ein kritischer Hörer bzw. Fan und habe mir die beiden neuen Avantasia Alben ausführlich mehrmals angehört. Es handelt sich also um keine der leider immer öfter hier auftretenden Kurzrezensionen. Nach dem Motto "Super Scheibe! Unbedingt kaufen!" oder auch "Schwaches Album - Vorgänger war besser!" Solche Rezensionen sagen für mich leider nicht viel aus. Komischerweise werden diese Rezensionen teilweise vor dem Veröffentlichungsdatum geschrieben. Entweder um ein ungehörtes Album zu puschen oder auch - warum auch immer - gnadenlos zu verreissen.

Aber jetzt zur Musik:

THE WICKED SYMPHONY

"The Wicked Symphony"

Hammer Intro mit genialen Melodien. Hier zeigt sich, welche Talente in unserem größten Deutschen Metal Talent Tobias Sammet stecken. Das Intro des Songs klingt nach einem Soundtrack eines Blockbusters und ist ein würdiger Einstieg in das Album. Das Intro des Songs geht nahtlos in eine Wand von Bombast-Metal allererster Sahne über. Der Titeltrack des Albums ünerzeugt auf ganzer Linie. Mit einer Spielzeit von über 9 Minuten wirklich eine Offenbarung. Genialer Refrain - super Riffs! Neben Tobias Sammet sind auf diesem Song Jorn Lande (ex Masterplan), Russel Allen (Symphony X) und Oliver Hartmann (ex At Vance) zu hören.

"Wastelands"

Ein richtig schnelle Metal Nummer welche einfach gute Laune macht. Für mich schon alleine deshalb der beste Songs des Albums weil kein anderer als Michael Kiske (ex Helloween) hier an den Vocals zu hören ist. Der Refrain brennt sich unauslöschbar in die Gehörgänge ein. Einer der besten, bisher erschienenen Avantasia Tracks!

"Scales Of Justice"

Tim "Ripper" Owens (ex Judas Priest) übernimmt hier die Gesangsarbeit. Der Song kommt wirklich hart und fett rüber. Ripper leistet hier Bestarbeit und der Refrain ist ein Killer. Der Song ist dem begnadeten Sänger wie auf den Leib geschrieben und für mich nach "Wastelands" gemeinsam mit "Runaway Train" einer der Mega-Tracks auf dem Album.

"Dying For An Angel"

Klaus Meine von den Scorpions teilt sich hier mit Tobias Sammet das Mikro. Einer der kommerzielsten Songs und wohl deshalb auch für das Video zur Promotion des Albums ausgewählt. Der Song dürfte für einige neue Avantasia Fans sorgen. Ein solider Rocker mit einem Klaus Meine in Höchstform. Tobias Sammet supported mit seiner Band Edguy die Scorpions auf der kommenden Tour. Wäre klasse, wenn die beiden den Song dann auch gemeinsam Live performen.

"Blizzard On A Broken Mirror"

Melodiöser -leicht progressiv angehauchter Rocker mit guten Riffs und neben Tobi keinem anderen als Andre Matos (ex Angra) am Mikro. Sehr solide und überzeugend.

"Runaway Train"

Dieser Song ist der Beweis für Tobias Sammets begnadetes Songwriter Talent. Ich würde sagen, man kann diesen Facettenreichen Song als Power-Ballade (Ballade bitte nicht zu wörtlich nehmen) bezeichnen. Wunderschöne Melodien, knapp 9 Minuten lang, und mit Jorn Lande und Bob Catley (Magnum) mit zwei wunderbaren Haupt-Stimmen bereichert. Aber auch Michael Kiske gibt wieder ein kurzes Gastspiel. Man muss dieses kleine Meisterwerk einfach gehört haben. Solche Stücke stehen für mich für den Namen AVANTASIA. Runaway Train ist einfach eine kleine Metal Oper in sich. Danke Tobi!

"Crestfallen"

Der Anfang von Crestfallen ist schon fast Discotauglich. Das soll jetzt nicht abfällig klingen. Die Keyboards wurden hier mit super fetten Gitarren kombiniert. Ein Mega-Klangteppich mit genialer produktionstechnischer Arbeit! Der Refrain ist sehr düster aber gleichzeitig auch sehr kultig! Der Song wird für Gesprächsstoff sorgen. Ich finde ihn klasse und Tobias zeigt mal wieder, dass er sich keine musikalischen Grenzen vorgeben lässt. Der Mut wird belohnt!

"Forever Is A Long Time"

Jorn Lande in Höchstform. Super Rocker mit genialem Gesang. Klasse Nummer mit super Refrain. Jorn bestätigt wieder mal seinen Stammplatz in Avantasia!

"Black Wings"

Düstere Gitarrenriffs - geniale Gesangsarbeit - klasse produziert! Auch wieder ein Song erster Sahne. Super Refrain vom Meister Sammet persönlich übernommen.

"States Of Matter"

Ein weiteres Highlight auf The Wicked Symphony. Hier ziegt Russel Allen sein ganzes Können. Ein richtiger Stampfer mit genialem Songaufbau. Klasse Gitarrenarbeit - mit genialem Solo.

"The Edge"

Balladesk angehauchter Song mit einer super Gesangsarbeit des Großmeister himself. Würdiger Abschluss eines genialen Werkes!

Dies war nun meine Rezension zu "The Wickes Symphony". Eine Rezension zu "Angel Of Babylon" ist hier ebenfalls bei Amazon zu lesen.

Ich sehe die beiden Alben als Ganzes - deshalb kann ich nicht unbedingt einen Vergleich ziehen. Sagen wir mal so - beide Alben sind großartig - wenn ich aber nur eines der beiden auf eine einsame Insel mitnehmen dürfte, würde ich "The Wicked Symphony" einpacken.
Nach einer Woche müsste ich aber wohl kurz nach Hause schwimmen da ich es ohne "Angel Of Babylon" nicht aushalten würde ;-)

Hier meine Bewertungen in Punkten (10 wäre das höchste) für alle bisher erschienenen Werke:
AVANTASIA I (10 Punkte), AVANTASIA II (9,5 Punkte), AVANTASIA - The Scarecrow (9 Punkte), AVANTASIA - The Wickes Symphony (10 Punkte), AVANTASIA - Angel Of Babylon (9,5 Punkte).
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Geniestreiche auf einmal..., 1. April 2010
...die Mastermind Tobias Sammet da herausgebracht hat.

Ich hatte das Glück, dass ich meine "Deluxe Edition" bereits gestern erhalten habe.

Zur Aufmachung:

Die beiden Digibooks kommen neben einem kleinen Büchlein und einem Internetcode,mit dem man sich auf der darauf angebenen Internetseite unveröffentlichte Songs und anderes exklusives Material herunterladen und anschauen kann, in einer stabilen und sehr schicken Pappbox daher. Die Digibooks beinhalten jeweils beide ein Booklet mit Songtexten und Bildern. Das gebundende Buch beinhaltet Fotos von der Welttour 2008, einer kleinen Biografie und anderen Texten und Kommentaren seitens Tobias Sammet. Die Aufmachung der Box ist somit 1A, wie man es von Nuclear Blast schon kennt.

Nun zu den Songs, beginnend mit dem Album "The Wicked Symphony":

Das Album beginnt mit dem Titeltrack, das einer der besten und filmreifsten Intros, die ich bisher gehört habe, vorweist. Danach folgt ein grandioser Titel nach dem anderen. "Wastelands", ein Song, der wohl perfekt auf Kiske zugeschnitten ist, "Scales of Justice", den Tim "Ripper" Owens wahnsinnig genial singt. Im Vorfeld wurde das Video zu "Dying for an Angel" (feat. Klaus Meine) ja schon veröffentlicht worden. Solche Lieder muss man gehört haben. Auch die Ballade "The Edge" ist richtig klasse geworden. Ich kann eigentlich keinen Song so richtig vorherheben, weil es in meinen Augen nicht ansatzweise einen Schwachpunkt gibt.

Für "Angel of Babylon" könnte ich den Text von "The Wicked Symphony" eigentlich hier nochmal hin kopieren und lediglich die Songnamen und Sänger editieren. Nur das imposante Intro von "The Wicked Symphony" fehlt auf dem Album. "Death is Just a Feeling" wird von Jon Oliva weltklasse gesungen. Da fehlen einem die Worte !

Ich könnte jetzt noch zig Zeilen mit Lob hier schreiben. Jeder Song bleibt irgendwie im Ohr hängen, von den Refrains ganz zu schweigen.

Das werden wohl (mit Abstand) die Alben des Jahres sein, die sogar das klasse neue Scorpions Album "Sting in the Tail" bei weitem übertreffen. Da die Box streng limitiert ist, schlagt am besten direkt zu ! Ihr werdet keinen einzigen Cent bereuen, wenn ihr auf guten, handgemachten Hard Rock und Power Metal steht.

Schweres Herzens da einzelne Song herauszupicken , hier doch noch ein paar Anspieltipps: "Blizzard on a Broken Mirror", "Dying For an Angel", "The Wicked Symphony", "Scales of Justice", "States of Matter", "Death is Just a Feeling", "Your Love is Evil", "Rat Race" und "Journey to Arcadia" (und es hat wie erwartet nicht geklappt, sich auf weniger Songs zu beschränken).
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr sehr hohes Niveau, 11. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich wollte dieses Mal wirklich lange warten mit einer eigenen Rezension, auch um zu sehen, ob sich dieses epische Werk bei mir abnutzt. Ich kann vorwegnehmen, dass das bei mir nicht passiert ist. Grundsätzlich hätte diese Gefahr durchaus bestehen können. Tobias Sammet hat inzwischen so viel wirklich gute Musik veröffentlicht, dass man unweigerlich darauf wartet, dass ihm mal die Kreativität ausgeht. Wahrscheinlich wird ihm das eines Tages mal mit einem Album passieren, aber so weit scheint es noch nicht zu sein. So viel ist für mich sicher, die Scarecrowtriologie steht für mich auf einer Stufe wie die Metalopera. Aber vergleichen kann man beide Werke letztlich nicht. Dafür sind sie musikalisch einfach zu unterschiedlich ausgefallen.

Im weiteren Verlauf dieser Rezension lasse ich allerdings The Scarecrow weg, auch wenn sie im Gesamtbild unabdingbar zu den beiden neuen Werken gehört. Ich empfinde es übrigens als ausgesprochen positiv, wenn sich ein Musiker nicht zu einem Gefangenen eines Stils macht. Für Tobias Sammet hätte das 10jährigen Stillstand bedeutet, wenn er sich dem ursprünglichen klassischen Powermetalstil ausschließlich verschrieben hätte. Und letztlich findet doch hier kein Verrat statt, es ist immer noch Metal und Hardrock, den er uns serviert, und nicht Hip Hop und Techno. Und Powermetal ist immer noch vorhanden, wenn man sich nur das Stück Scales of Justice anhört, richtig Power mit harten Gitarren und im Übrigen erstklassig gesungen von Tim Ripper Owens. Oder auch das Titelstück des zweiten Albums Angel of Babylon ist ganz klassischer Powermetal, eine hervorragende Komposition. Hier singt übrigens Jorn Lande in gewohnt guter Manier. Auf diesem Stück beglückt uns übrigens Jens Johansson mit einem wahrhaft schnellen Keyboardsolo.

Was die Scheiben aber darüber hinaus noch so herausragend macht, sind dabei Songs auf diesem Album, die nicht nur gut sind, sondern auch das Zeug zu Großem haben. Es ist natürlich wie immer alles Geschmacksache, jeder hat da seine Favoriten. Manchmal ist es in der Musikgeschichte auch komisch, welche Songs was werden oder nicht. Einer dieser ganz herausragenden Songs ist Runaway Train. Einziges Manko ist, wenn man diesen zum Superhit für ein breiteres Publikum haben wollte, dass er mit 8:42 Minuten eigentlich zu lang ist, aber ein November Rain hat bereits gezeigt, dass sowas trotzdem geht. Ich persönlich stehe ja auf längere Songs und freue mich in diesem Zusammenhang übrigens sehr auf die neue Maiden. Aber zurück zu Runaway Train, akustisch und gesanglich eingeleitet von Bob Catley mit einer wunderschönen Melodielinie. Insgesamt teilen sich in diesem Song Toby, Bob, Jorn und Michael Kiske den Gesang. In diesem Song wechseln sich akustische Sachen mit hartem Rock ab und im Vordergrund steht immer die Melodie bzw. der bombastisch gesungene Refrain aller 4 Sänger. Wenn jemand mal seine eher dem Hardrock nicht zugeneigte Frau diesem etwas näher bringen will, empfehle ich speziell diesen Song. Von der Songstruktur ähnlich aufgebaut wäre auch Journey to Arcadia zu nennen. Hier singen die gleichen Sänger wie in Runaway Train. Auch hier ist Melodie und bombastischer Refrain im Vordergrund, sehr schön.

Oft wird Tobias Sammet ja unterstellt, dass er sich mehr und mehr daran versucht, massentaugliche Musik zu schreiben. Ich meine das eigentlich nicht, wobei das immer eine Frage des Blickwinkels ist. Aus Sicht des ultraharten Metallers gesehen, könnten die Stücke zu weich geraten sein, aber dann wäre er bei den Kompostionen von Tobias nie zu Hause gewesen. Meiner Meinung nach ist das härteste Stück aus seiner Feder Mysteria von der Hellfire Club, das rückt einem die nicht vorhandenen Locken grade. Scales of Justice ist von den Härtegraden davon aber nicht weit weg, um mal einen Vergleich auf zu rufen. Und ich finde es positiv, dass auf zwei Alben gerade mal anderthalb Balladen drauf sind, auch wenn ich zwischendurch gerne mal einen Schmachtfetzen höre. The Edge auf The Wicked Symphony ist die Halbballade, auf der Toby alleine ohne einen seiner Gäste singt. Und die einzige richtige Ballade wäre Blowing out the Flame auf der Angel of Babylon. Das Ding hat sicherlich Hitcharakter, aber mir wäre es lieber, dass die Werke wegen anderer Stücke breite Beachtung fänden. Wo das mit den Balladen hinführt, wissen wir seit den Scorpions. Jeder erwartet die Feuerzeuglieder auf jedem Album. So wird man auch Gefangener seiner Popularität. Auf der letzten Scorpions sind dann von 11 Songs 4 (!) Balladen. Wer denn da hin will ... ?! Apropos Scorpions, Klaus Meine singt mit Toby Dying for an Angel, ein Stück, in dem Toby zeigt, wie er in der Lage ist, Songs auf bestimmt Sänger zuzuschneiden. Schönes Ding übrigens.

Aber Toby waäre nicht Toby, wenn er nicht noch Überraschendes schaffen würde. Death ist just a Feeling wird von vielen als der ultimate Nachfolger von The Toymaster gesehen. Nein, ist er nicht, dank Jon Oliva ist dieser Song eine richtige Perle geworden, viel stärker als Toymaster. Ich habe selten jemanden aus tiefster Seele so schön dreckig singen hören, ein wahrer Genuss. Überraschend ist auch Crestfallen, ganz anders als gewohnt vom Rythmus und Riffs her mit leichten elektronischen Einflüssen, die sich übrigens auch auf Ratrace finden lassen. Oder Symphony of Life, auf dem die einzige weibliche Sängerin Cloudy Yang zu hören ist. Dieser Song ist übrigens der einzige, der nicht aus Tobys Feder stammt.

Von den übrigen Songs möchte ich noch Blizzard on a broken Mirror erwähnen. Bei diesem sagte Toby in einem Interview, dass er bei der Musik zunächst nicht zu Potte gekommen sei. Wenn man das Ergebnis mit dem sich entwickelnden treibendem Rythmus hört, mag man das nicht glauben.

Die Liste der Gastsänger ist lang. Jorn Lande, Russel Allen, Michael Kiske und Bob Catley singen auf mehreren Stücken mit, sie sind sowas wie die Konstante in dem Avantasiaprojekt. Dazu kommen für einzelne Songs Klaus Meine, Ripper Owens, Cloudy Yang, Jon Oliva, Oliver Hartmann, Andre Matos und Ralf Zdiarstek. Schon eine illustre Runde, oder?

Ich denke, Toby wird die Musik noch des öfteren live präsentieren, ansonsten mit neuen Kompositionen vielleicht zurückhaltender sein, weil er jetzt in 5 Alben verteilt auf zwei Prokekte verdammt hohes Niveau abgeliefert hat. Was soll jetzt noch kommen? Er sollte alles, was kein Knaller ist, besser in der Schublade lassen. Und weitere Sänger? Dio lebt leider nicht mehr, Bruce Dickinson, David Coverdale, Ian Gillan sind noch Optionen, die aber erst mal Zeit und Lust haben müssen.

Aber das sind schon wieder Zukunftsvisionen. Jetzt rechne ich erst mal wieder mit Edguy ...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Große Klasse, aber keine neuen Klassiker, 13. April 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Tobias Sammet's All-Star-Projekt Avantasia feiert in diesem Jahr sein 10jähriges Bestehen. Sammet beschenkt sich selbst und seine Fans mit gleich zwei neuen Alben, welche die auf "The Scarecrow" begonnene Story um einen Außenseiter auf Selbstfindungstrip abschließen. Die hier besprochene Doppel-CD-Box beinhaltet neben den beiden hochwertig verarbeiteten Alben ein kleines Buch ("The wicked trilogy - A photographic documentary") mit einem Interview sowie Illustrationen und Erläuterungen zum Tourgeschehen und zum Aufnahmeprozess. Daran werden sich vor Allem die weiblichen Fans ergötzen, schließlich gibt es hier noch mehr Hochglanzbilder vom Edguy-Sonnyboy zu sehen, als ohnehin schon in den beiden Booklets abgedruckt sind.
Musikalisch stellt das CD-Duo eine Rückbesinnung auf die glorreichen Zeiten der Metal-Opern dar, ohne allerdings deren Klasse zu erreichen. Anno 2010 geht es wieder epischer zu, was Fans der ersten Stunde freuen dürfte. Die Songs sind opulenter arrangiert, werden durch die farblose Produktion aber etwas zu stark gebremst. Das hat zur Folge, dass Longtracks wie "The wicked symphony" und "Stargazer" ihr Potenzial auch nach mehrmaligem Hören nicht voll entfalten. Die Instant-Hits kommen dagegen kraftvoller über den Äther. Insbesondere "Scales of justice", die Single "Dying for an angel" (mit Scorpions-Sänger Klaus Meine) sowie "Rat race" und "Down in the dark" können überzeugen.
Im direkten Vergleich entpuppt sich "Angel of Babylon" als das deutliche interessantere Werk, was vor Allem dem größeren Abwechslungsreichtum zuzuschreiben ist. So sind zum Beispiel "Symphony of life" und "Death is just a feeling" (intoniert von Jon Oliva) im Avantasia-Kosmos eher ungewohnt. Auch den schönsten Refrain des Komplettpakets gibt's auf "Angel of Babylon" zu hören, nämlich im abschließenden "Journey to Arcadia". Das weckt dann schon beinah nostalgische Erinnerungen an die zahlreichen großen Momente der beiden Klassiker aus den Jahren 2001 und 2002.
Unterm Strich eine gelungene Zusammenstellung, die uns Tobias Sammet hier präsentiert. Rein musikalisch hätte eine einzige CD wahrscheinlich mehr Sinn gemacht, ihre Daseinsbereichtigung haben aber beide Alben. Wer keine Offenbarung erwartet, wird seinen Spaß haben.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochwertige Heavy Metal Musik im Doppelpack!, 4. April 2010
22 Songs, 2 schicke CD-Hüllen mit eingearbeiteten Booklet, ein kleines Buch (auf Englisch) mit Interviews und Bildern zum Projekt, hochwertig bedruckt und verpackt im praktischen Papp Case! Das Auge hört mit - zumindest merkt man, dass man hier etwas anderes, besonderes in den Händen hält. Und eins sei gesagt, die edle Verpackung ist nicht nur Fassade sondern ein ebenbürtiger Mantel der beiden Musikalben, auch wenn die Ego-Show von Tobias Sammet in den Booklets ein wenig Geschmacksache sein dürften.

Das Anhänger der ersten beiden (nun schon fast 10 Jahre alten) Avantasia Platten auch dieses Mal nicht ihren damaligen Stil bekommen war schon vor einiger Zeit klar als es heiß, die Story des letzten Albums wird weiter geführt. Die Musik knüpft wahrhaftig da an, wo "The Scarecrow" aufgehört hat, ist aber einen Hauch ausgefeilter gestaltet. Kräftige Power Metal Songs, düstere Rocknummern und Balladen, wobei es schon fast unmöglich scheint, eine bestimme Geschmacksgruppe zu treffen. Es gibt enorm viel Abwechslung! Neben perfektionierten Highlights mit Gänsehaut-Faktor gibt es aber leider auch den ein oder anderen Füller, der eher vor sich hin dudelt statt begeistert. Der Erschaffer selbst sieht das logischerweise immer ein wenig anders (Zitat: "22 full songs and in my humble opinion - No fillers"). Wobei es schon ein wenig fragwürdig erscheint, wieso man "Promised Land" aus den "Lost in Space" Singles nun auch auf "Angel Of Babylon" gepackt hat mit dem einzigen Unterschied, dass nun Jorn Lande auch den 2ten Chrous singt.

Aber es fällt ab jetzt nun schon schwer, etwas zu finden, was einem vielleicht weniger gefällt, auch wenn sich Tobi künstlerisch manchmal ganz schön ausgetobt hat. Fragwürdige Mitten wie in "Scales Of Justice", die den roten Faden des Arragaments ein wenig durcheinander bringen sind da nur ein Beispiel von vielen. Aber es ist wie gesagt Kunst und die kann man schlecht kritisieren, wenn die Umsetzung an Perfektionismus grenzt. Handwerklich ist das hier nämlich schon so ziemlich die Königsklasse. Kräftige Gesangstimme von düster, kratzend bis hin zur Power Metal typischen Falsett-Stimme. Interessanterweise sind dieses Mal auch 3 Drummer an Bord, was dem ganzen nochmals Dynamik verleiht, da man neben einem Eric Singer auch mal einen Felix Bohnke an den Trommeln sitzen hat.

Ein echtes Orchester ist (wie Tobi es mal ankündigte) nicht dabei (was bei den Kosten für ein voll besetztes Orchester auch kein Wunder ist).

Aber in Zeiten von hochwertiger Orchestrations-Software / VST-Plugins konnte Miro Rodenberg, der neben der Orchestration auch fast alle Keyboard-Elemente beisteuerte ein ordentliches Klangbett erschaffen, was besonders bei "The Wicked Symphony" nach Hollywood klingt. Die Abmischung des Klangbildes ist sehr bombastisch und ein Blick hinten in das Booklet zeigt zum Beispiel auch, dass an diesem Avantasia Projekt über 5 Studios beteiligt waren!

Kleine Enttäuschung: Käufer der Deluxe Edition erhalten zusätzlich einen kleinen Flyer mit einem Code, um online Zusatzmaterial zu bekommen. Statt weiterer, neuer Bonus-Songs bekommt man lediglich live Versionen von "Twisted Mind", "Lost In Space" aus The Scarecrow und die kürzere Radioversion von "Dying For An Angel" und wer das Video zu letzterem Titel nicht immer auf Videoportalen im Internet anschauen möchte, kann es sich da ebenfalls herunter laden. Schon fast lachhaft ist die dort als "exclusive" angekündigte Gallery! Das sind nicht Mal 10 Bilder aus der oben angesprochenen Ego-Show von Tobi aus den Booklets.

Aber ich denke, deswegen sollte man dem ganzen Produkt keine Punkte abziehen. Man bekommt für die 30 Euro musikalisch gesehen sehr sehr viel geboten und holt sich mit der Avantasia Triologie symphonischen Metal mit epische Hymnen nach Hause.

Avantasia ist im Sinne der Macher definitiv was für aufmerksame Zuhörer und nicht nur als Hintergrundmusik geeignet! ;-)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Trilogie zweiter Teil, 4. September 2010
Rezension bezieht sich auf: The Wicked Symphony (Audio CD)
Mit "Angel of Babylon" und "The wicked Symphony" erschienen gleich zwei neue Alben von Tobias Sammet's All-Star-Projekt Avantasia. Damit die musikalische Trilogie, die mit "The Scarecrow" 2008 begann, fulminant fortgeführt und abgeschlossen. In diesem Bericht möchte ich euch den mittleren (und besten) Teil dieser Trilogie - "The wicked Symphony" - vorstellen.

The wicked Symphony"
Der Anfang des Liedes besteht aus "The Wicked Symphony" besteht aus einem orchestralen, getragenen Intro, welches an die Film-Soundtracks von "Herr der Ringe" oder "Fluch der Karibik" erinnert und einen dramatischen Einstieg schafft. Wuchtig setzen dann Orchester und Rock Band nach ca. 1,5 Minuten ein und erschaffen einen Bombast Rocker der Sonderklasse mit Jorn und Russel Allen als Gastsänger. 5/5 Sternen

"Wastelands"
Power Metal pur. Eine Nummer, die Tobi wohl seinem Idol Michael Kiske (Ex-Helloween) auf den Leib geschrieben hat. Toller Refrain, gigantisches Gitarrensolo und zwei Sänger, die sich in den hohen Tönen zu übertrumpfen versuchen *g*. 5/5 Sternen

"Scales Of Justice"
Nach zwei eher melodischen Metal-Nummern gibt es hier die Breitseite an harten Gitarren. Ein heftiger Stampfer im Midtempo Bereich, der von Scream Machine Tim "Ripper" Owens (Ex-Judas Priest/Ex-Iced Earth) veredelt wird. Ein Banger par excellence. 5/5 Sternen.

"Dying For An Angel"
Was macht man wenn man den Frontshouter der Scorpions als Gast gewinnen konnte? Richtig, einen Melodic Hard Rocker wie in Deutschlands beste Hard Rock Band in den Achtzigern massenweise auf den Markt geworfen hat. Ganz großes Rock Entertaiment. 5/5 Sternen.

"Blizzard On A Broken Mirror"
Tobi solo. Ein verträumtes Keyboard Intro, dann ein wuchtiger Hauptriff. Dann ruhige Strophen und bombastischer Refrain. Ein toller Song, der ein richtig genials Gitarrensolo hat. 5/5 Sternen.

"Runaway Train"
Eine Mini-Oper an und für sich. Das 9minütige Meisterwerk ist für mich das Highlight des Albums. Bob Catley singt den ersten Teil mit seiner wunderschönen Stimme nur begleitet von dezenten Streichern und Piano. Dann geht das Werk über in Power-Rock-Ballade wie man sie z.Bsp. von Meat Loaf ("I would do anything for love") kennt. Ganz große Klasse, zumal sich hier drei absolut unterschiedliche, aber perfekt harmonierende Sänger den Song teilen: Der angenehme Bariton von Bob Catley, das soulige Rock-Reibweisen von Jorn und der melodische Tobi in den höheren Lagen. 5/5 Sternen.

"Crestfallen"
Die Achtziger lassen grüßen. Keyboard-Sounds kombiniert mit fetten Gitarren. Ein Mega-Klangteppich liegt hinter dem gesamten Song, der Refrain wirkt durch den schwermütigen Chor fast gothic-artig. Darüber Tobni, der seine Stimme durch alle Gefühlslagen jagt. Gigantisch. 5/5 Sternen

"Forever Is A Long Time"
Erinnert dank Hammond Orgel und schon kratziger Gitarre an 70er Rock. Rock Reibeisen Jorn singt phantastisch, dennoch ein schwacher Song. Tut nicht weh, ist aber auch nichts besonderes. 3/5 Sternen.

"Black Wings"
Auch dieses Stück kann trotz schwerer Gitarren und guter Rhytmus Arbeit nicht wirklich überzeugen. Aber immerhin ist der Refrain recht eingängig. 3/5 Sternen

Fazit
Tobias Sammet hat sich weiter entwickelt. Statt einen Power Metal Song an den anderen zu hängen (siehe "The Metal Opera - part I & II") erweitert er hier seine musikalischen Grenzen. Rock, Blues, Melodic Metal, Heavy Metal, Klassik, Pop - Sammet kennt sich im musikalischen Gewürzregal aus und kann gut kombinieren. Trotz der vielen Einflüsse und der unterschiedlichen Sänger und Instrumentalisten schafft es Tobi jedem Stück seinen Stempel aufzudrücken, so dass die Nummern unterschiedlich, aber doch eine gewisse Handschrift tragen.

"The wicked Symphony" ist jedenfalls für mich das Metal Highlight des Jahres und eines der besten Alben, die in den letzten Jahren aus diesem Genre auf den Markt kam. Wer ein Faible für Metal und Rock hat sollte zugreifen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine eigene Liga der außergewöhnichen Gentlemen*, 23. August 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
* und einer woman (Cloudy Yang)
Tobias Sammet ist sicher einer der größten Sonwriter im Bereich des melodischen Metal der derzeit aktiv und zurecht inzwischen recht bekannt ist. Das liegt nicht nur an guten Ideen, an der Fähigkeit sich kaum zu wiederholen und dennoch eine eigene Handschrift mit hohem Wiedererkennungswert aufzuzeigen, sondern - und das ist das Sahnehäubchen auf dem I-Tüpfelchen daran, sich im Songwriting perfekt in eine Rolle hineinzuversetzen und im Idealfall dafür auch gleich den richtigen Sänger im Hinterkopf zu haben. Wenn der dann auch noch zusagt, dann ist der Tobi unbesiegbar. Alle Songs der alben der mit The Scarcrow 2008 begonnenen Triologie sprechen für sich und stehen völlig eigenständig. Da ein Highlight das nächste ablöst hier ein paar meiner persönlichen Faves:

Album The Wicked Symphony
The Wicked Symphony neuneinhalb minuten, die vielleicht schönsten eures Lebens! Der Song beginnt wie ein Intro eines großen hollywood-klassikers und könnte anfangs auch zum Soundrack von Fluch der Karibik gehören und landet dann wundervoll melodisch in einem Metal-Epos mit dem großartigen Jorn Lande (auch auf den beiden alben wieder sowas wie der 2. Leadsänger neben Tobias) und Russel Allen (Symphony X). Wundervoller Refrain, der depressive zum schwärmen und lahme zum gehen bringt!

Scales of justice. So musst du Tim "Ripper" Owens einsetzen. Der Junge ist besser als Halford, wenn Priest ihm nur vernünftige Songs geschrieben hätten. Tobi hat einen! Der wohl härteste Avantasia-Song aller Zeiten.

Dying for an angel mit Scorpions-Sangesstachel Klaus Meine ist ja sowas wie ein unveröffentlicher Single-Hit. Auch hier wieder der perfekte Gast für einen typischen Sammet-Song, dessen stärke im eigentlich unspektakulären liegt.

Runaway Train fast neun minuten, sehr episch, sehr abwechslungsreich. Gastauftritt von Bab Cateley (Magnum).

Das Album endet mit "The Edge" Ich liebe diesen Song, er klingt nach der ironischen Hoffnung der Verzweiflung. Schöne melachncholisch-fröhliche Nummer. Klingt komisch, is aber so.

Album Angel of Babylon

Mit
Stargazers beginnt die Scheibe mit einem fast 10-minütigen Song, der mich persönlcih vor allem an eine Mischung aus Rainbow und Whitesnake erinnert. Gastsänger neben Jorn Land wieder Russel Allen und THE VOICE der wundervolle Michael Kiske, sicher einer der besten Sänger überhaupt und seines Zeichens Ex-Kürbis aus wirklich guten Helloween-Zeiten.

Your love is evil könnte auch bei Edguy laufen. weiß nicht warum, aber ich liebe diesen Song - auch ganz ohne Gastsänger. DAs macht diesmal Tobi allein.

Death is just a feeling.
DER SONG soll auf meiner Beerdigung laufen. Unglaublich geil und mit Jon Olivia könnte er besser wiederum nicht besetzt sein. Das ist noch die Steierung von Alice Cooper auf dem Scarecrow-Album. Unglaublich! Ein stimmiges Gesamtkunstwerk an herlich marodem Humor. Hat mir noch immer geholfen, wenn ich mich ein bisschen Tot gefühlt habe!

Mit Blowing out the flame hören wir eine wundervoll Ballade und mit Symhony of Life das außergewöhnlichste Stück der beiden Alben in jeder hinsicht. Erstens stammt es als einziges nicht aus Tobias Feder (sondern aus der von Tobis rechter Avantasia-Hand, Gittarist, Produzent Sascha Paeth) 2. der einzige Song der von einer Frau gesungen wird und 3. stilistische irgendwo zwischen Within Temptation und Evanescensce. Sehr schön!

So, lange rede kurzer Sinn: Veröffentlichung des Jahrzehnts ohne Ausfälle. Außerdem sei noch hinzugefügt, dass die mir vorliegende Double Album Delux Version ein extrem hochwertiges Artwork hat und auch noch billiger war als die einzelenen Alben. Dazu gibt es noch Boni und 1000 schöne bilder.
Wer dennoch einzeln unterwegs ist: Die Wicked Symphony ist durch die Bank das eher experimentelle Album, während Angel fast schon traditionell ist (klingt noch öfter nach Klassikern wie Rainbow usw.). Allgemein gilt jedoch: Es klingt wie immer frisch und neu und doch typisch. Aber was rede ich wer diese alben nicht beide kauft ist für immer doof!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eigentlich bin ich ja fast glücklich..., 11. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich bin ich ja fast glücklich mit dem Doppelschlag "The Wicked Symphony/Angel Of Babylon": Tobi Sammet hat wieder eine illustre Sängerschar angeheuert, von denen wieder Jorn Lande (welch Stimme!) neben Sammet selbst den Löwenanteil des Gesanges übernimmt. Doch es finden sich auch weitere große Namen wie Klaus Meine, Michael Kiske, Jon Oliva,... auf der Gesangsliste.

Dazu wissen die meisten Kompositionen zu überzeugen: 'The Wicked Symphony' ist als Opener gleich eine geile, komplexe Hymne, bei der sich große Namen das Mikro weitergeben; auch das von Michael Kiske gesungene 'Wastelands' überzeugt und SCORPIONS-Frontmann Klaus Meine veredelt 'Dying For An Angel', welches mir aber erst nach etlichen Durchläufen so richtig gefallen hat. Auf "Angel Of Babylon" wiederum gefällt das 10minütige 'Stargazers', der Überdrübersong ist aber 'Death Is Just A Feeling', welches Jon Oliva mit Reibeisenstimme vorträgt. Und bei 'Promised Land' lässt Jorn Lande richtig die Sau raus.

Warum bin ich dann nur fast glücklich? Zum einen gefällt mir die glattgebügelte Produktion nicht so sehr, bei der alle Kanten abgeraspelt wurden. Vor allem die ständig präsenten Instant-Chöre sind ein Ärgernis: Michael Kiske zum Beispiel wird im Refrain so mit Chorgesang zugekleistert, dass man ihn kaum noch heraushört - dabei kann er mit seiner Ausnahmestimme einen Chorus locker alleine tragen. Und zum anderen sind einige Nummern doch arg kitschig geraten, hier fällt mir spontan der Schlusssong 'Journey To Arcadia' oder das grauslige 'Alone I Remember' ein.

Ansonsten aber eine reife Leistung; ich finde im Gegensatz zu anderen Rezensenten nicht, dass man die beiden Platten auf eine einzige zusammenkürzen könnte, zu viel exzellentes Material ist vorhanden. Achja, Cover, Verpackung und beileigendes Büchlein sind sehr hochwertig und ansprechend gestaltet.
Für die Höchstnote reicht es knapp nicht, aber gute 4 Punkte ist die Platte doch wert.
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5.0 von 5 Sternen Epos der abwechslungsreichen Art, 5. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: The Wicked Symphony (Audio CD)
Wer kennt sie nicht, die "Metal Opera Pt. I + II" - Tobias Sammet, seines Zeichens Fronter der Power Metal Überflieger EDGUY, schuf schon Anfang des Jahrtausends diese Meisterwerke und vereinigte in diesen viele große Musiker, die man sich gemeinsam nicht erträumen ließ. Natürlich war die Freude groß als Tobi mit "The Scarecrow" wieder Helden des Metals um sich scharte, doch ernüchternd war das Ergebnis. Trotz vieler guter Songs und starker Ansätze, hatte das Teil so seine Schwächen.

Nach einem weiteren EDGUY Album verkündete er, dass er noch mehr Material übrig hat und gleich ganze zwei Alben mit Songs vollpacken kann. Und so sollte es sein. "The Wicked Symphony" und "Angel Of Babylon" führen die Geschichte weiter und beherbergen neben altbekannten Stars wie Michael Kiske (UNISONIC, EX-HELLOWEEN), Jorn Lande (MASTERPLAN), Eric Singer (KISS) oder Felix Bohnke (EDGUY), viele neue Gäste, die im AVANTASIA Universum noch keinen Auftritt hatten. Doch zu denen komme ich später.

"The Wicked Symphony" beginnt mit dem gleichnamigen Song und kann mit seinen fast 10 Minuten als erstes Epos bezeichnet werden. Der Track ist vielseitig und packend. Im Mittelteil bekommt Tobi noch einen Schreikrampf á la LED ZEPPELIN und Jorn Lande verdient schon lange einen Oscar als bester Nebendarsteller in AVANTASIA. Danach folgt eine typische Up-Tempo und wunderschöne Power Metal Nummer mit Kiske an den Lead Vocals. Warum besinnt sich der Herr nicht endlich und macht wieder Power Metal?

Nun zur ersten großen Überraschung und meinem absoluten Highlight. "Scales Of Justice" ist vielleicht nicht das Beste, was AVANTASIA jemals zu bieten hatte, aber definitiv das Härteste. Und wen könnte man für einen Brocken wie diesen als Sänger engagieren? Natürlich den "Ripper" himself - Tim Owens (Ex-JUDAS PRIEST, CHARRED WALLS OF THE DAMNED, uvm.), der zur Zeit in der Form seinens Lebens zu sein scheint, veredelt diesen Gänsehautsong mit seinen prägnanten Vocals und macht diesen zu etwas absolut Besonderem. Im Anschluss blitzt dann Tobias' Pop-Diva in ihm durch, denn "Dying For An Angel" ist eine poppige, aber richtig geile Nummer geworden, die vom Duett mit Klaus Meine (SCORPIONS) lebt. Danach sinkt die Qualität leicht, denn "Blizzard On A Broken Mirror" und "Runaway Train" kommen nicht an das vorgelegte Niveau heran, sind aber durch ihre leicht baladesk rockende Ausrichtung sehr stimmig und als alles andere als schlecht zu bezeichnen.

Nach dieser kleinen Pause wartet dann Übertrack Nummer 2 auf die Hörerschaft. "Crestfallen" ist wieder härter ausgefallen, baut einen ungemein dichten Spannungsbogen auf, der in einen bombastischen Chorus mündet, der sich mit Screams - ja richtig gelesen - Screams von Tobi abwechselt. "Forever Is A Long Time" ist eine rockige Nummer mit schönem Refrain und guter Leistung von Jorn, fällt aber nicht weiter auf, während beim düsteren "Black Wings" Andre Matos sein Können unter Beweis stellt und man auf modernere Klänge setzt. Die Gastrollen wollen nicht enden und so darf Prog-Legende Russel Allen (SYMPHONY X) beim schnelleren "State Of Matter" ran, bis dann Meister Sammet dieses Werk mit der Ballade "The Edge" leicht schmalzig aber dennoch schön beendet.

Ein Fazit wäre eigentlich nach diesem Review nicht mehr nötig. Tobi hat die Ausfälle von "The Scarecrow" vergessen gemacht und sich auf seine Stärken und die seiner Gäste, denen er absolut passende Songs zugeschneidert hat, konzentriert. Natürlich hat das alles nichts mehr mit der "Metal Opera" von damals zu tun, aber das erwartet auch keiner mehr.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, teilweise etwas sperrig!!!, 26. März 2010
Nachdem ich meiner ersten Enttäuschung über die neue Avantasia Veröffentlichung mit einer ein Punkte Bewertung Luft machen musste, habe ich nach dem großen Erfolg der beiden Platten mich noch mal hingesetzt und mir die beiden Teile erneut in Ruhe angehört.
Und nach dem zehnten Anlauf muss ich zugeben, dass eine ein Punkte Wertung nicht in Ordnung war. In diese miese Note, muss ich ehrlicherweise zugeben, floss meine persönliche Verachtung gegenüber der Person Tobias Sammet mit hinein. Aber das sollte es ja nicht. Denn es geht ja hier um die Musik, die der Künstler macht und nicht um die Bewertung seines Charakters.
Deshalb wurde die ein Punkte Bewertung auch von mir unlängst gelöscht und ich bin nochmals in mich gegangen und hab das Werk Avantasia The Wicked Symphony und Angel of Babylon als solches gesehen und dennoch komme ich nicht auf mehr als 3 Punkte. Weshalb, hm, das ist eigentlich ganz einfach. Ungefähr die Hälfte der beiden CDs klingt ziemlich überflüssig und einer Avantasia Platte nicht würdig.
Auf der einen Seite haben wir progressiv angehauchte Metal Meisterwerke à la den beiden Titelsongs, das großartige Blizzard on a Broken Mirror ( Klasser Gesangspart von André Matos), die Power Metal Hymnen Wastelands und States of Matter, das an Magnum erinnernde Opus Journey to Arcadia, den Judas Priest mäßigen Headbanger Scales of Justica und das absolut kranke aber dennoch geniale Death is just a Feeling ( Jon Oliva von Savatage läuft hier nochmal zu Hochform auf).
Allerdings stehen dagegen die Lückenfüller Your love is evil, Rat Race, Down in the Dark, Alone I remember, Crestfallen und The Edge und die in diesen genannten Stücken zu verzeichnende Überpräsenz des Schöpfers Sammet und des Herrn Jorn Lande. Auch wenn Lande einer der besten Rock und Metal Sänger des neuen Jahrtausends ist, wirkt sein Auftritt auf dieser Doppel-CD etwas too much for me. Weniger ist oft mehr. Da hätte Sammet lieber einen seiner anderen genialen Gäste wie z.b. Russel Allen ( Symphony X), Tim " The Ripper" Owens ( ex-Judas Priest, ex-Iced Earth), Michael Kiske ( ex-Helloween), Bob Catley ( Magnum) oder Klaus Meine ( Scorpions) noch ein oder zwei Lieder mitträllern lassen. Dann wäre das ganze etwas abwechslungreicher geworden.
Hinzu kommen auch die beiden Totalausfälle. Einmal Black wings, dass von einem gewissen Ralf Z. gesungen wurde, der auch schon bei den beiden Metal Operas mitgewirkt hat. Ich empfand seinen damaligen Beitrag schon als schlechtesten Gesangspart neben den ganzen Meistersängern. Und diesmal ist es auch nicht anders. Nur das seine Durchschnittlichkeit neben den ganz großen des Genres ( Klaus Meine und dem Ripper z.B.) noch mehr auffällt als neben dem weniger bekannten Rob Rock anno 2001/2002.
Der zweite Totalausfall ist meiner Meinung nach das Gothic-angehauchte Lied mit einer gewissen Cloudy Yang. Who the f... is Cloudy Yang? Hm, keine Ahnung, irgendeine Gothic-T...., die die Backings auf der Avantasia Tour 2008 gesungen hat. So klingt der Song auch, da drück ich immer schnell auf Skip.
Insgesamt gesehen wäre es wohl wirklich besser gewesen, die besten Lieder von beiden CDs auf einer zu verewigen, das hätte der Qualität besser getan. Dann würde die Tracklist meiner Meinung nach wie folgt aussehen:
1. The Wicked Symphony ( mit Russel Allen und Jorn Lande)
2. Wastelands ( mit Michael Kiske)
3. Scales of Justice ( mit Tim "The Ripper" Owens)
4. Dying for an Angel ( mit Klaus Meine)
5. Blizzard on a Broken Mirror ( mit André Matos)
6. Runaway Train ( mit Bob Catley, Jorn Lande und Michael Kiske)
7. Forever is a long Time ( mit Jorn Lande)
8. States of Matter ( mit Russel Allen)
9. Stargazers ( mit Jorn Lande, Michael Kiske, Russel Allen und Oliver Hartmann)
10. Angel of Babylon ( mit Jorn Lande)
11. Death is just a Feeling ( mit Jon Oliva)
12. Blowing out the Flame
13. Promised Land ( die Version mit Michael Kiske und Jorn Lande)
14. Journey to Arcadia ( mit Bob Catley und Russel Allen)

Das wäre was gewesen: 14 Killer, no Filler und dann klappt es auch mit der Höchstnote.
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The Wicked Symphony
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