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4,5 von 5 Sternen
Coat of Arms
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Mai 2010
Muss man dieser Tage überhaupt noch ein Wort über die schwedische Panzer-Combo SABATON verlieren? Unglaubliche Anstürme auf Ticketvorverkäufe für die kommende Tour, die die Schweden im Herbst dieses Jahres wieder in deutschsprachige Gefilde führen wird, eine musikalische Mannschaft, die sich in den letzten Monaten und Jahren auf der Bühne immens entwickelt hat, und ein stilistisches Rezept, das sich seit "Primo Victoria" nur um textliche Millimeter verändert hat und heute mehr denn je zu funktionieren scheint. Wie immer bei sich erfolgreich entwickelnden Bands, wird im metallenen Sektor der Vorwurf des Ausverkaufs und der Anbiederung erhoben werden, diese Faktoren kann man den Jungs von SABATON aber nicht einmal ansatzweise vorwerfen, denn die Band stützt sich seit Beginn ihrer Karriere auf ihre ureigenen musikalischen Elemente. Das Einzige, das man SABATON somit ankreiden kann, ist die fehlende Innovativität, die sich über den gesamten Backkatalog erstreckt. Doch lassen wir dieses Thema an dieser Stelle so stehen und konzentrieren wir uns lieber auf den neuesten Output der kriegerischen Metaller namens "Coat Of Arms".

Nach dem erfolgreichen und vor allem hervorragend gelungenen Vorgänger "The Art Of War" erscheint dieser Tage nun also der heiß ersehnte Nachfolger, der nicht wirklich lange auf sich warten ließ. In knappen vierzig Minuten spielen sich SABATON durch ein altbewährtes Programm, das von mitreißenden Stampfern, über epische Chöre, bis hin zu der markanten Stimme von Fronter Joakim Brodèn wieder alles zu bieten hat, was man von einem gestandenen SABATON-Album erwartet. Was sofort auffällt, ist die Tatsache, dass auf "Coat Of Arms" der Bombastfaktor gegenüber seinem Vorgänger stark zurückgeschraubt wurde und das aktuelle Material mehr in den speedigen Power Metal-Bereich schielt.

Die unterhaltenden Stärken der Band können also auch nach einer Vielzahl an Hördurchgängen nicht abgestritten werden. Dass "Coat Of Arms" sich aber, vielleicht aufgrund der kürzeren Spielzeit, etwas schneller abnützt als "The Art Of War", fällt auf. Trotz allem wissen nach vorne preschende, mitsingtaugliche und vor allem hymnische Titel wie "Screaming Eagles" oder das mit Keyboard-Läufen eingeläutete "Final Solution" auf Anhieb zu gefallen. Die Songs lassen sich sofort mitsingen, die kriegerische Thematik wurde wieder hervorragend in die Lyrics eingewoben und an der brachialen Eingängigkeit scheitert es auch nicht, offensichtliche Parallelen zu den Vorgängeralben lassen sich aber definitiv nicht verschleiern.

Trotz dieser fehlenden frischen Elemente, beweisen SABATON erneut, warum sie mittlerweile zur Speerspitze der internationalen Power Metal-Szene zählen und das auch zu Recht. Mit "Coat Of Arms" und seinem mitreißenden Rausschmeißer "Metal Ripper" (eine Hommage an Tim "Ripper" Owens ;-)?) legt der Fünfer nämlich erneut ein sehr gutes Album ab, das sich Fans der Gruppierung ohne Bedenken zulegen können. Im Prinzip kann eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für Anhänger von hymnischem Power Metal im Generellen ausgesprochen werden, auch wenn man, wie bereits erwähnt, nicht allzu viel Neues erwarten darf. "Coat Of Arms" ist nämlich ein Album, das auf ein eingefahrenes Erfolgsrezept zurückgreift. Auf der einen Seite funktioniert genau deshalb dieses Konzept, auf der anderen Seite würde das nächste Mal eine Prise an Innovation nicht wirklich schaden.

Alles in allem bieten SABATON altbewährtes Material auf bekannt hohem Niveau, verzichten dabei gänzlich auf diverse Novitäten und legen ein relativ kurzes, aber durchgängig unterhaltsames Album ab. Wer SABATON noch nie leiden konnte, wird auch "Coat Of Arms" wieder als Bierdeckel verwenden oder gleich einen großen Bogen um die Schweden machen. Das sei jedem selbst überlassen, ich freue mich auf alle Fälle wieder auf die aktuelle SABATON-Tournee, denn eine solch feurige, musikalische Mischung muss den Mannen erst einmal jemand nachmachen. Up the SABATONs! Aber das nächste Mal darf man durchaus ein paar Ingredienzien mehr einbauen...

Original-Rezension veröffentlicht auf metal.de
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Schwedens Kriegsveteranenen SABATON ziehen, mit im Wind wehenden Bannern, in die bereits fünfte Schlacht und greifen erbarmungslos an. Bewaffnet mit zehn neuen Songs wollen die 6 Herren natürlich den Sieg mit nach Hause nehmen. "Coat Of Arms" nennt sich also die neue Geheimwaffe und soll die erspielte Fangemeinde, die sich die letzten Jahre über stetig vergrößerte begeistern. Nach dem Erfolg des verdammt starken Vorgängers "The Art Of War", kein leichtes Unterfangen, dennoch geht es nun an die Front.

Der Titeltrack galloppiert mit voller Wucht aus den Boxen und leitet die erste Welle in gewohnter SABATON Manier ein. Fettes Riffing, die oppuplenten Keyboards, das bekannte Feeling, der Pathos und Joakim Brodéns raue Stimme prägen diesen sehr guten Einstieg. Bereits jetzt merkt man, dass die Schweden den Sound wieder etwas zurückgedreht haben und nicht mehr ganz so bombastisch wie auf dem Vorgänger attackieren. Die Songs sind direkter und bodenständiger, aber dennoch überaus melodisch und eingängig, wie auch das folgende "Midway" schön zeigt.

Lyrisch kämpft man wieder an allen Fronten des Weltkriegs. Ob am Pazifik ("Midway"), Schweden ("Saboteurs"), Polen ("Uprising") oder Griechenland ("Coat Of Arms") und Joakim zeigt sich bei seiner stimmlichen Arbeit gewohnt stark und kann sich erneut eine Spur steigern.

Musikalisch jedoch ist eher ein Rückschritt zu beobachten. Die Songs wirken durch ihre Direktheit eher wie ein zweites "Attero Dominatus", was aber bei weitem nichts Negatives bedeuten muss. "Screaming Eagles" zieht mit vollem Tempo in die Schlacht, während "The Final Solution" stampfend auf Ohrwurmmelodien setzt. Den für mich besten Song und auch den mit den interessantesten Lyrics hat man aber bis fast zum Schluss aufgehoben. "White Death" war ein finnischer Scharfschütze, der alleine über 500 sowjetische Soldaten tötete. Der dynamische Song ist schön arrangiert und dramatisch, macht aber dennoch sehr viel Freude. Apropos Freude; wie auch schon auf "Primo Victoria" haben die Herren große Metal Legenden beklaut und deren Textzeilen in den Partysong "Metal Ripper" gepackt. Immer wieder eine Freude die Aktionen.

Auch im fünften Anlauf machen SABATON nur wenige Gefangene und ziehen Siegreich von Dannen, auch wenn sie ihrem letzten Heldenzug "The Art Of War" nicht wiederholen, können sich die Jungs weiter in der Szene etablieren und ihren Ruf als Power Metal Newcomer der letzten Jahre definitiv festigen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Mai 2010
Ich weiß nicht wie die Jungs das immerwieder schaffen. Nach jedem Album denke ich, das kann man nicht toppen, aber....

Vom Stil könnte man das Album auch "Art of War 2.0" nennen, denn von der Qualität der Produktion ist der Sprung nicht ganz so groß gewesen, als noch bei den Vorgängeralben. Bei "Coat of Arms" finde ich, klingt das Schlagzeug deutlich besser und auch die Gitarre rückt mehr in den Vordergrund.
Auf ein Intro bzw. eine Stimme, die uns wie beim Vorgänger etwas passendes zum Album erzählen möchte, wurde verzichtet und es erwarten den Hörer "nur" 10 klasse Stücke. Schon der Titeltrack "Coat of Arms" fordert den Regler noch etwas weiter aufzudrehen. Flotter Rhythmus, eingängige Melodie und ein passender Chor. Es folgt eins meiner Highlights "Midway", bei dem ich nach 2:30min die Hände über'n Kopf zusammen schlage und mich frage, wie man das nur so kurz machen kann - schade! Zeit für einen Stampfer finden die Jungs anschließend mit "Uprising" - klasse Chor! Es folgt der schnellste Track "Screaming Eagles", der auch super zum "Attero Dominatus" gepasst hätte. Abgeschlossen wird die erste Hälfte des Albums mit "The Final Solution", ein klasse Stampfer mit nachdenklichem Text. Hier harmonieren Keyboard und Gitarre auch sehr gut zusammen und es würde mich wundern den Song nicht beim nächsten Konzert zu hören. "Aces In Exile" läutet die nächste Hälfte ein und geht mit seinem mitreißenden Refrain sofort ins Ohr - genial!!! Hoppla, hat sich bei "Saboteurs" ein Lied von "Primo Victoria" eingeschlichen? Nein, wir sind noch richtig. Es folgt der wohl umstrittenste Titel bei der deutschen Presse "Wehrmacht", wobei "Rise of Evil" damals auch nicht viel besser war, wird hier doch öfters nachgefragt, was man sich dabei wohl gedacht hat. Egal, musikalisch ein klasse Stampfer mit tollem Gitarrensolo. Mit "White Death" ist die Welt aber wieder in Ordnung und ein guter Mid-Tempo gelungen. Wer auf "The Art of War" einen musikalischen Tribute alla "Metal Crue" oder "Metal Machine" vermisste wird sich freuen. "Metal Ripper" knüpft an die "Metal-Tribute-Reihe" möchte ich es mal nennen, an. Wer bei Ripper an Judas Priest denken muss ist goldrichtig! Wiedermal super produziert. Nach knapp 40 Minuten ist leider alles vorbei - schade!

Alles in allem ist Sabaton ein Hammer-Album gelungen und so langsam erfinden sie sich nicht mehr neu, sondern setzen auf Altbewährtes. Warum auch nicht? Immerwieder denkt man beim Hören, "ah, klingt wie..." Nun wird's langsam für ein Live-Album Zeit! Touren tun sie ja genug dafür ;)

Für Fans der älteren Alben brauche ich keine Empfehlung aussprechen, die ist, wie bei mir, sicher schon längst geordert. Für Interessierte Neulinge der Gruppe kann ich aber klar sagen "Beide Daumen hoch"! Ebenfalls kann ich dann die bereits oben erwähnten Vorgängeralben empfehlen, die qualitativ ebenso hervorragend sind!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 24. Mai 2010
Da liegt die Messlatte mit THE ART OF WAR schon extrem hoch und Sabatons chaffen es dennoch, an dieses Ausnahmealbum heranzukommen. Generell muss man aber festhalten, Sabaton spielen hier deutlich gradliniger, direkter, weniger pompös (wenn gleich es genug Keyboard und Pathos gibt ;)). Mir gefällt das sehr gut, keine Zwischenstücke, einfach 10 Songs (und 2... "Karaoke"-Songs) die einfach grade aus nach vorn gehen und einen mitnehmen - zwar nur 40 Minuten lang, aber machen wir uns nichts vor: Die meisten Klassikeralben sind nicht viel länger. Und auf die Zwischenstücke von TAOW konnte ich einigermaßen verzichten. Die Produktion fällt sehr üppig aus, ist aber keinesfalls überproduziert, im Gegensatz zu TAOW wird alles etwas zurückgeschraubt, die Gitarren sind deutlich im Vordergrund und das Keyboard etwas ruhiger. Dazu gesellen sich wirklich sehr fette, sehr geile Chöre, die oftmals die fantastischen Refrains untermalen. Was bleibt:

Der extrem epische und forsch nach vorn gehende Opener COAT OF ARMS, der thematisch den Verteidigungskampf der Griechen gegen die Deutschen im WK2 darstellt. Da muss ich direkt sagen: Anders als auf den vorherigen Alben, behandeln alle Stücke den Zweiten Weltkrieg, sieht man vom arschgeilen METAL RIPPER ab. Weiter geht es dann mit MIDWAY, welches am ehesten mit WE BURN oder INTO THE FIRE gleichzusetzen ist: Extrem flott und recht kurz. Weiter geht es mit der obligatorischen Polen-Hymne UPRISING, welche den Aufstand im Warschauer Ghetto 1944 zum Thema hat und ein weiteres Highlight des Albums darstellt, der Song ist keine Abrissbirne wie seinerzeit 40 TO 1 - aber dürfte eine ähnliche Wirkung auf die Gemüter in Polen haben. Wirklich ein klasse Song. Danach kommt das Albumhighlight für mich: SCREAMING EAGLES, welches die Geschichte der 101. US-Luftlandedivision im verschneiten Bastogne behandelt, extrem schnell ins Ohr gehend mit einem Hammerrefrain und einem Riffing, das unglaublich ist. Der Wahnsinn. Danach ein Song, der die Gemüter spaltet aber doch komplett überzeugen kann: THE FINAL SOLUTION, manch einer mag den Kopf darüber schütteln, wie man einen Song zum Holocaust schreiben kann. Aber der Song ist nicht partylastig oder so, er ist sehr mitfühlend und aufrüttelnd, und das ist es, was diesen Song so klasse macht. Experiment geglückt, würde ich sagen, langsam und getragen, ehrfurchterbietend und einfach mitreissend. Mit ACES IN EXILE geht es direkt wieder auf die 12 zu - vergleichbar mit PRIMO VICTORIA irgendwie. Absolut eingängige Melodien im tollem Lyrik-Gewandt. Thematisch entführt der Song den Zuhörer zur Luftschlacht um England und die vielen ausländischen Piloten, die die Insel gegen die Luftwaffe verteidigt haben, ein richtiger Partykracher! Un mit SABOTEURS bleibt man der Geschwindigkeit treu und legt liefert ein Song, der etwas an BACK IN CONTROL erinnert und einfach Spass macht. Anders als man vermuten möchte, geht es um britische Spezialeinheiten die hinter den feindlichen Linien agieren - nicht um die Resitance. Leicht orientalisch und stark an STALINGRAD (und etwas an PANZERKAMPF) erinnernd kommt dann das majestätische WEHRMACHT daher - doch keine Angst: Der Song ist keine Lobeshymne sondern ein unpolitischer Nackenbrecher mit extrem viel Druck und Kraft - ein unaufhaltsame Kriegsmaschieniere wird dort textlich dargestellt und der Refrain Ad victoriam / Ex machina / Non sibi sed patriae ist einfach nur sehr edel. Richtig geil. Mit WHITE DEATH wirds wieder deutlich flotter und direkter. Und wie! Dieses Mal hat man sich einen finnischen Scharfschützen zum Thema gemacht, der für die Russen im Winterkrieg (besungen in TALVISOTA) zum Weißen Tod wird. Schnell, packend und ein Wahnsinnsrefrain der sich direkt festgräbt und nicht mehr loslässt:

You're in the snipers sight, you're his first kill tonight
Say goodbye, say goodbye hundreds will fall by his gun
You're in the snipers sight, you're his first kill tonight
Say goodbye, say goodbye white death is coming for you

Da kommt richtig gute Laune auf und macht einfach nur ohne Ende Spass. Der letzte Song ist dann METAL RIPPER, in dem es NICHT (!) um Ripper Owens geht sondern mehr um eine kleine ausgedachte Fabelgestalt, die vielleicht später noch mal hervorgekramt wird, wenn man Pär Sundström von Sabaton Glauben schenken darf. Wie dem auch sei: In bester METAL CRÜUE / METAL MASCHINE Tradition beendet dieser Wahnsinnssongs das Album und lässt einen glücklichen Fan zurück. Ich bin zufrieden, wenngleich ich mir zukünftig wieder etwas mehr Entwicklung wünschen würde. Aber bis dahin heißt es: Sabaton sind auch im Jahre 2010 Sabaton und nehmen es mit allen auf, soviel steht fest. Als Bonus gibt es quasi noch die beiden Karaoke-Versionen von COAT OF ARMS und METAL RIPPER mit obendrauf. Wer es braucht... nun ja. Abgerundet wird das Digipak mit einer tollen Aufmachung, einem cool gestaltetem Booklet und einem wirklich grandiosem Cover in Hochglanz. Großes Tennis!

Wer Sabaton vorher nicht mochte, wird auch weiterhin nichts mit ihnen anfangen können, aber Fans und solche, die der Gruppe und neuer Musik offen gegenüberstehen, werden mehr als nur viel Spass mit der Scheiblette haben. Zugreifen! Metal as its best. Und wer die Jungs live sehen kann, sollte dies auch tun, Möglichkeiten gibt es genug, denn Live sind die Jungs im Moment das Non-Plus-Ultra im Edelstahl-Bereich. Na dann, FOR THE GLORY OF... SABATON!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Mai 2010
Lange mussten Fans warten. Doch jetzt steht endlich das neue Sabaton Album in den Regalen. 'Coat of arms' hießt das gute Stück und steht unter enormen Druck. Nach 'The Art of War' sind die Erwartungen enorm. Ich selbst kenne alle Alben von Sabaton und kann mir daher ein gutes Urteil bilden. Ich werde kurz auf die Songs eingehen und sie kurz beschreiben. Zur Thematik sage ich jedoch wenig bis gar nichts, da jeder selbst dahinter kommen sollte und ich außerdem nichts verkehrtes schreiben möchte

Coat of arms ' Besser kann ein Album nicht beginnen. Schnell, melodisch, kraftvoll. Dazu noch die raue und bekannte Stimme von Sänger Joakim. Der Keyboardpart, die Chöre und die Lautstärkeexplosion zu beginn sorgen für die richtige Gänsehaut.

Midway ' Hier gilt das Motto: 'Klein, aber Oho!' Mit knapp 2:30 deutlich das kürzeste Stück, aber es hat es in sich. Die Gitarren donnern wie Bomben und fangen die Schlacht um Midway erstklassig ein. Spätestens bei Hammer Refrain steht die Gänsehaut wieder wie eine eins.

Uspring ' Nach viel Tempo kommt viel Gefühl. Diese Song erzeugt eher durch seine Melodie und natürlich durch die Geschichte ein Flair, das einem wieder mal die Sinnlosigkeit so mancher vergangenen Taten, aber auch den Mut verzweifelter Menschen zeigt Der Aufstand im Warschauer Getto 1944 dürfte Polnischen Fans ebenso aus der Selle sprechen wie seinerzeit '40:1'

Screaming Eagls ' Und wieder wird es schnell. Meiner Meinung ist dieser Song der einzige, der sehr überladen ist. Die verschiedenen Elemente, wie Gesang, Keyboards, Chöre und Gittaren überdecken sich gegenseitig. Auf der anderen Seite kommt hier das 'Schlachtgefühl' sehr gut zum tragen. So wie einst 'Firestorm'.
The Final Solutioan ' Mein persönliches Highlight dieser CD. War das Flair bei 'Uspring' schon klasse so kommt hier eine Stimmung auf, die einfach nur beklemmend zu nennen ist. Vor allem aber steht hier mal Joakims stimme im Vordergrund. Der Sound erzeugt Wahnsinns Bilder im Kopf. Hört man die sanften Keyboard Klänge glaubt man fast die ängstlichen KZ Häftlinge in einer Reihe stehen zu sehen. Ich finde dieser Song ist der beste den Sabaton bisher gemacht haben.

Aces in Exile ' wieder geht es in die vollen. Ein Song der einfach nur Spaß macht. Die Geschwindigkeit erzeugt Adrenalin und Der Chorus regt zum Mitsingen an. Nach dem vorgänger Song hat dieser wieder einen aufbauenden Charakter.

Saboteurs ' Ein Song in Gedenken an britische Spezialeinheiten, die während des 2. Weltkrieges ihr Leben hinter den feindlichen Linien aufs Spiel setzten.

Wehrmacht ' Hier wird wieder eine beklemmende Stimmung erzeugt. Hier kommt eine dunkle und Harte Seite der Band zum Tragen. Für mich der härteste aber auch aussagekräftigste Song des Albums, bei dem ein Frage besonders hängen bleibt: 'Was ist mit denen, die nur Befehle ausführten?'

Wihte Death ' Alter was für ein geiles Ding. Schnell, laut und ein Ohrwurm obendrein. Wie ein Blitz geht dieser Song ins Ohr und da bleibt er auch. Eigentlich gilt das für jeden dieser Songs, doch hier kommen die Jungs mal ganz und Keyboards aus.

Metal Ripper ' In alter Tradition wird auch dieses Album beendet. Weg vom eigentlichen Thema und noch einmal in die vollen. Ein Song der vor allem Live richtig Spaß machen dürfte.

Fazit: ihr habt es vielleicht schon geahnt, aber ich bin begeistert vom neuem Album. Sabaton machen zwar eigentlich nichts neues, dennoch klingt die Platte extrem Frisch. Vom ersten Ton bis zum letzten Akkord ein Genuss. Bei jedem Song möchte man am liebsten ewig verweilen, bis man merkt, dass der nächste nochmal alles toppt. Diese CD hat alles: Spitze Melodien, die hängen bleiben, Texte die zum Nachdenken anregen und eine grandiose Stimme. Alles in allem ein Album das auch nach zahllosen Durchgängen immer noch nicht langweilt und nicht hinter den Vorgänger zrück bleibt, sondern auf gleicher Höhe ist.

Von mir gibt's 2 Dinge: 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung. Viel Spaß allen Sabaton - Fans und denen, die es werden wollen.

PS. Rechtschreibfehler sind nicht ausgeschlossen:)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Juni 2010
Als erstes vorweg: Das Album ist besser, als die Hörproben hier auf Amazon. Nachdem ich die angehört hatte, war ich schon richtig enttäuscht. Nach dem Download aber dann doch zufrieden: Das Album ist gut.

Es ist typischer Sabaton-Stil und ist sehr gut produziert. So hören sich für mich auch alle Lieder gut an, bis auf "The Final Solution" wo mir die Synthesizerklänge jedesmal negativ auffallen. Der einzige echte Stilbruch ist zudem "Wehrmacht". Das Lied klingt nicht nach Sabaton. Da fehlt der treibende, peitschende, marschierende Rythmus. Das ist mir besonders aufgefallen, als ich Sabaton am Metalfest Ungarn live gesehen habe. Es stach einfach völlig negativ raus.
Zudem blieb bei der Show der Eindruck, der sich auch beim anhören des Albums aufdrängt: Die neuen Lieder sind gut ... aber erreichen nicht die Qualität von The Art of War. Und das lag keineswegs am ungarischen Publikum, welches fantastisch war.

Insgesamt wär das Album für mich damit 4 Sterne wert.
Leider hat Sabaton aus welchen Gründen auch immer, noch zwei Instrumentals als "Bonus" mit auf das Album gepackt. Das find ich eine Frechheit und dafür zieh ich noch einen Stern ab.
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am 21. Mai 2010
Der absolute Oberhammer aus dem Powermetal-Sektor kommt diesen Monat aus Schweden. Dies ist eine der besten CD`s, die in diesem Genre jemals veröffentlicht wurden. Und auch wenn diese endgeniale CD bei der ach so tollen Internetplattform Powermetal.de wieder einmal scheinbar nur aufgrund ihrer musikalischen Ausrichtung von einigen Rezensenten völlig grundlos auf den letzten Platz des Soundchecks gewählt wurde, der amazon Verkaufsrang straft die Kompetenz der dort versammelten Schreiberschaft ganz schön ab. Na ja, auch hier wiederholt sich die Geschichte, siehe Rhapsody of Fire. Zum Glück haben die meisten Rock und Metal-Fans eine eigene Meinung und lassen sich keine von den Medien diktieren.
Ich könnte das ja alles irgendwo verstehen, wenn die Lieder absolut schlecht komponiert wären, der Sänger die ganze Zeit nicht einen Ton treffen würde oder der Instrumentalsektor völlig untight daher käme, aber dies ist hier mitnichten der Fall.
Diese CD sollte jedem bisherigen Sabaton Fan gefallen und auch jeder Liebhaber von Powermetal bzw. True Metal Hymnen kann ohne weiteres bedenkenlos zugreifen. Der größte Unterschied zu Sababtons letztem Werk ist wohl die Tatsache, dass die Keyboards mehr in den Hintergrund treten und die Gitarre wieder mehr im Vordergrund steht. Dadurch wirken die Lieder weniger pathetisch aber umso mehr metallastiger. Die Chöre sind dennoch vorhanden und die Refrains gehen direkt ins Ohr. Man will hier gar keine anspruchsvolle vertrackte Progmusik machen sondern Party Metal mit ernsthaften Texten. Und dies ist den beteiligten Personen absolut gelungen.
Fans von Hammerfall, Rhapsody of Fire oder auch Blind Guardian sollten sich bei Coat of Arms absolut wohl fühlen.
Meine persönlichen Faves sind die Powerballade The Final Solution ( Gänsehautfaktor garantiert, auch wegen des Textes über den Holocaust), die Mitsing Hymne Uprising, der geniale an Hammerfall erinnernde Titeltrack oder auch Screaming Eagles das mit leichtem NWBHM Einschlag rüberkommt.
Insgesamt wirkt die gesamte Angelegenheit noch mal professioneler als beim 2008er Output, so dass es gut sein könnte, dass diese Band mal zu einer ganz großen Nummer in ihrem Bereich werden könnte, und irgendwann mit den oben genannten Referenzbands auf Augenhöhe steht. Ich würde es ihnen von ganzen Herzen gönnen.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Mai 2010
Zwei Jahre sind vergangen seitdem uns Sabaton das wahrhaft episch-mitreißende "Art of War" bescherte und die Metal-Welt damit um ihr, meiner Ansicht nach, bis dato stärkstes Album bereicherte. Die Messlatte für den Nachfolger und zugleich das 5. Album war also entsprechend hoch gesetzt.

Die grundlegende Frage, ob "Coat of Arms" den Vorgänger zu übertreffen vermag, muss leider verneint werden. Ebenso leider die Frage, ob das sehr hohe Niveau gehalten werden konnte. An der Produktion liegt es jedenfalls nicht, denn die steht dem Vorgänger in nichts nach und überzeugt mit glasklarem Sound, der einen in den Sessel drückt. Die Songs sind gut. Allesamt. Großartiges Songwriting und exzellente Melodien sprechen wieder einmal für sich. Trotzdem sind genau diese Songs auch das Problem bei der Sache.

Wo sich bei AoW noch jeder Song direkt in den Schädel eingebrannt hat und man bereits beim 1. oder 2. mal hören sich zum Mitsingen animiert fühlt, ist dies bei CoA kaum noch der Fall. Es handelt sich um beinahe ausnahmslos gute Songs, keine Frage, aber nach dem ersten Durchhören der Scheibe ist mir keiner von denen so prägnant im Ohr hängen geblieben, dass ich sagen könnte "Dieser oder jene Song ist ganz besonders gut". Ein gutes Heavy-Metal-Album lebt davon, dass es neben einer Vielzahl guter Songs auch einige gibt, die einfach ganz besonders empor schießen, so wie es bei der AoW noch mit "40:1" oder "Ghost Division" der Fall war. Sabaton selbst lebt davon, dass Songs geschrieben werden, bei denen man sofort weiß, dass sie die Halle beben lassen werden bei einem Konzertauftritt. Bei der CoA entdecke ich für derartige Songs kaum Potenzial. "Screaming Eagles" geht ganz gut ab, ja, und auch der Titeltrack macht Laune, aber sonst bleiben kaum Stücke, die zum Teil sogar durch bessere Alternativen auf älteren Alben verdrängt werden. So ist als Finnen-Hymne "Talvisota" wesentlich besser geeignet als das vergleichsweise langsame "White Death" und auch "The Rise of Evil" ist als Midtempo-Ballade passender als "The Final Solution".

Wir sprechen hier von einem wirklich guten Album, welches aber im Direktvergleich zur AoW auf der Strecke bleibt. Für sich genommen und unabhängig von den Vorgängern betrachtet ein hervorragendes Werk, aber wer Sabaton kennt, weiß, dass es auch noch ein bisschen besser geht. So langsam drängt sich da einfach der Wunsch auf nach einem Richtungswechsel. Wieder ein wenig mehr Distanz zu der ausgelutschten Kriegsthematik und evtl. wieder mehr auf Werke wie "Hell Rider" oder "Shadows" besinnen, die auch ohne Kriegsthema Laune machen.

Für Fans von richtig gutem Heavy Metal eine klare Kaufempfehlung - für Sabaton-Langzeit-Fans jedoch mit Vorsicht zu genießen, damit keine Enttäuschung aufkommt. ;)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Juni 2010
Hier gibt's absolut nichts zu meckern, wo SABATON draufsteht ist SABATON drin!
12 typische SABATON Songs wie sie besser nicht sein könnten.
Seit Primo Victoria gibts einfach nur göttlichen METAL mit sehr interessanten Texten und daran ändert sich auch mit Coat of Arms nichts. Gut so!
Die 2 Bonustracks des Digibooks braucht man nicht wirklich.
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am 27. Mai 2010
ich muss zugeben, dass ich nach sporadischen vorab-reinhören auf sabatons my-space-seite
etwas enttäuscht war. zu deutlich, dominant und vor allem billig klangen da die synthies.
das hätte mich beinahe vom schon fest eingeplanten kauf der cd abgehalten.

letztendlich habe ich sie mir dann doch geholt und bin wieder erwarten positiv überrascht.
klangen die songs im internet noch sehr keyboardlastig, so wurden diese töne auf der cd relativ weit
nach hinten gemischt. das tut dem gesamtsound meineserachtens sehr gut. dadurch hebt sich die platte
recht gut vom vorgänger " art of war" ab, welcher ja die messlatte extrem hochgesetzt hatte.

allgemein wirken die songs um einiges härter, was mir persönlich sehr gut gefällt. die produktion ist
extrem fett. nach "art of war" hatte ich leichte zweifel, wie es weitergehen sollte. bombastisch
ausufernde überladende werke mit konzeptalbum-charakter schwanten mir da. zum glück gehen sabaton eher
den weg des straighten kompromisslosen power-metal, ohne dabei auf die ganz großen melodien zu verzichten.

auch die bewährte kriegsthematik passt sich wieder gut ins gesamtbild ein. so werden wieder einige
schlachten, aber auch einzelschicksale, diesmal speziell aus dem umfeld des 2. weltkrieges thematisiert.
wer sabaton kennt, weiss dass das nicht in richtung kriegsverherrlichung geht.

das digi-pack ist ebenfalls sehr schön aufgemacht. mit hochglanz-spiegeleffekt-beschichtung.

alles in allem ein sehr gelungenes album, das unwillkürlich zum headbangen einlädt.
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