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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Blutgräfin in opulent, exzentrischem Bilderrausch
Schlechte Bewertungen kommen oft durch falsche und dann nicht erfüllte Vorstellungen, Erwartungshaltungen zustande.
So sei gleich von Anfang an gesagt:
"Bathory" ist mitnichten ein stringenter, auf Authentizität setzender Historienfilm, und das ewige und für Film- und Literaturgeschichte so faszinierende Rätsel um die schöne...
Vor 20 Monaten von RUMBURAK veröffentlicht

versus
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Da waren Drehbuchautor und Regisseur aber verliebt...
... in die Gräfin.
Zunächst das Positive. Die Darstellung der Zeit, sprich der Historizität der Szene, ist durchaus gelungen. Der Film besitzt einen (gewissen) Unterhaltungwert. Punkt.
Jetzt das Negative. Wer Bücher über Elisabeth Báthory gelesen hat, wird von der falschen Darstellung ihrer Kindheit und Jugend enttäuscht...
Veröffentlicht am 17. März 2011 von Karolus84


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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Da waren Drehbuchautor und Regisseur aber verliebt..., 17. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Báthory - Die Blutgräfin (DVD)
... in die Gräfin.
Zunächst das Positive. Die Darstellung der Zeit, sprich der Historizität der Szene, ist durchaus gelungen. Der Film besitzt einen (gewissen) Unterhaltungwert. Punkt.
Jetzt das Negative. Wer Bücher über Elisabeth Báthory gelesen hat, wird von der falschen Darstellung ihrer Kindheit und Jugend enttäuscht sein. Sie ist das Opfer, die Unschuldige und die Missverstandene. Immer wieder werden für ihre "vermeintlichen" Grausamkeiten Erklärungen gesucht und auch gefunden. Und zwischen all dem tummeln sich zwei extrem erfinderische Mönche, die Inline-Skates, einen Fotoapparat und ähnliche Dinge erfinden (okay, wirkt kurzfristig lustig; sehr kurz).
Einzig und allein die Tatsache, dass am Ende eine Verschwörung gegen sie im Gange und endlich erfolgreich ist, gibt dem Ganzen dann ein wenig Aufwind + für den Philosophen die Frage, inwieweit die Gerichtsakten gefälscht wurden und die Gräfin tatsächlich unschuldig war.
Fazit: Hat man ein/mehrere entsprechende(s) Buch/Bücher gelesen: FINGER WEG!
Ansonsten: Kann man sich mal angucken... oder auch nicht.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Báthory vs. Die Gräfin, 29. Oktober 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Báthory - Die Blutgräfin (DVD)
Oder: Klischee vs. Kunst -- Kräuter vs. Blut

Manchmal werden in kurzen Zeitabständen zwei Filme mit gleicher Thematik veröffentlicht, die sich notwendigerweise aneinander messen lassen müssen.
Dazu gibt es ein passendes Beispiel: 1998 wurden zwei Katastrophenfilme zum Thema ,Meteoriten-Einschlag' auf die Leinwand gebracht:
"Deep Impact (Special Collector's Edition)" und "Armageddon - Das jüngste Gericht (Special Ed., 2 DVDs)".
Wie die beiden Interpretationen der Báthory-Biographie, hatten auch diese beiden Filme eine grundverschiedene Basis: Während "Deep Impact" versuchte, ein eher realistisches Bild der möglichen Ereignisse zu entwerfen, dem Thema eher wissenschaftlich-nüchtern begegnete, ist "Armageddon" ein typischer Bruce Willis-Film mit viel Action, Humor, amerikanischen Patriotismus und der unvermeidlichen "Yes, we can"-Einstellung (auch wenn der Slogan 1998 so noch auf keinem Banner stand).

Um in diesem Vergleichsbild zu bleiben, wäre "Báthory" (2008) die "Armageddon"-Variante: ein Fantasy-Film vor historischer Kulisse.

"Die Gräfin" (2009) ist die "Deep Impact"-Interpretation: die nüchterne Verfilmung einer historischen Biographie.

Ein Fantasy-Film ist keinesfalls per se geringer zu schätzen als ein anderes Genre. Im Umkehrschluss darf man allerdings an einen Fantasy-Film dieselben Ansprüche bezüglich der Figuren-Motivation richten:
Warum tut eine Figur dieses und nicht jenes? Was fühlt die Figur? Wie denkt sie? Was treibt sie an?
Das ist die Ebene auf der ich diese beiden Filme miteinander vergleiche: Wie nahe komme ich an die Figuren heran? Kann ich mitempfinden? Mitleiden?

Doch bei "Báthory" finde ich mich in der Rolle der unbeteiligten Zuschauerin wieder -- was nichts mit der schauspielerischen Leistung, sondern mit Drehbuch und Regie zu tun hat.
Natürlich kann man sich die Motivation einfach aus der Handlung ableiten, aber hier bleiben große Verständnis-Lücken - beispielsweise: Die Gräfin lässt alle Mägde auspeitschen, weil sie ein Frauenhemd im Bett ihres Mannes findet -- aber im nächsten Augenblick befiehlt sie dem Maler ihr einen Kuss zu geben.
Das wirft die Frage auf: Was für ein Moralverständnis hat diese Frau nun? Mit welchem Maß misst sie? Rächt sie sich nur? Empfindet sie überhaupt etwas Merisi (dem Maler) gegenüber? Diese Fragen bleiben offen. Einzig der Hinweis "ich brauche Zärtlichkeit" wird gegeben. ... Nun ja, ihr Mann hat anscheinend auch ,Zärtlichkeit' gebraucht.
Auch die Beziehung zu ihrem Ehemann, später zu Merisi Caravaggio (sic!) bleiben oberflächlich und im wahrsten Sinne des Wortes: blutleer.

Ein weiteres grundlegendes Problem dieses Films ist, dass er zuviel erzählt, zu oberflächlich. Er jongliert mit zu vielen Elementen gleichzeitig und wird wenigen gerecht.
Beispielsweise ist der Anteil an wilden, unübersichtlichen Schlachtenszenen hoch, doch was erfahren wir denn wirklich über die Konflikte, Gefühle des Grafen und seiner Leute?
Auch hier bleibt Drehbuch und Regie stets auf der Oberfläche der Dinge - Beispiel: Graf Báthory und Juraj Thurzo sind - so wird ja ausreichend oft gesagt - engste Kriegskameraden, die seit Jahren (!) an der Front gegen die Türken kämpfen. Dann geraten beide in Gefangenschaft und ihnen droht anderntags die Enthauptung. Doch Thurzo hat einige Goldmünzen in seinem Stiefelabsatz versteckt und kann sich und den Grafen freikaufen.
Frage: Ist es wirklich wahrscheinlich, dass sie einander die Hand geben - noch auf den ersten Metern der Flucht? Und der eine dem anderen dafür so explizit dankt?
Antwort: Nein. Denn sie haben zusammen Jahre im Krieg verbracht, sie werden einander dutzendfach das Leben gerettet haben. Sie brauchen sich nicht mitten auf der Flucht die Hand zu geben und zu sagen: "Das werd ich Euch nie vergessen." (Wörtliches Zitat.)

Ein anderes Beispiel ist die Rolle des übergeordneten Erzählers: Ein Mönch, der die Rolle des Chronisten einnimmt. Wohl um die Frage zu beantworten "wie kann der Mönch das alles wissen?", erhalten er und ein Novize Recherche-Gastauftritte im Geschehen. Dabei hantieren die beiden mit Fantasie-Gerätschaften: Rollschuhe mit drei Rädern; Abhör-Rohre mit unglaublicher Akustik, und sage und schreibe einem kopfkissengroßen Fallschirm, der sogar aufwärts steigt.
Was soll man damit anfangen? Diese witzigen ,Randbemerkungen' konterkarieren alles, was in diesem Film ernst zu nehmen gewesen wäre.

Und ebenso konterkariert diese klischeeartige Darvulia die eigentlich gut angelegte Person der Gräfin.
Darvulia, mit ihren grün/blau-aufleuchtenden Augen (als Zeichen, dass sie gerade ihre Magie ausübt) hat große Ähnlichkeit mit einer der Hexen in den tschechischen Märchenverfilmungen der 70er und 80er Jahre. Warum wird Darvulia so stereotyp dargestellt? War das notwendig?

FAZIT:
"Báthory" ist ein Film, dem man sehr deutlich die tschechisch-slowakischen Wurzeln des Regisseurs anmerken kann, der streckenweise leider nicht über ein opulent ausgestattetes Märchen hinauskommt, trotz hervorragender Besetzung mit Anna Friel und Hans Matheson.
So auch in der Konfliktdarstellung: Nur Kräuter, nichts weiter. Die Gräfin als Opfer einer Intrige.

"Die Gräfin" von und mit Julie Delpy und Daniel Brühl ist der nüchterne, historische Versuch. Streng an die physikalische Realität gebunden, sehen wir hier eine sehr starke Frauenpersönlichkeit, deren Gefühle deutlich gezeigt werden: Zum einen die große Liebe zu Istvan Thurzo (D. Brühl) und zum anderen die Angst vorm Altwerden, in Zusammenhang mit dieser Liebe.
Das macht die Delpy-Gräfin zu einem nachvollziehbaren Charakter, die aus Angst vor Liebes-/Attraktivitätsverlust zu ,ungewöhnlichen' Mitteln greift.
Und so auch die Konfliktdarstellung: Es ist Blut. Und die Gräfin wird Opfer ihrer eigenen Unsterblichkeitsphantasie.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Blutgräfin in opulent, exzentrischem Bilderrausch, 10. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Báthory - Die Blutgräfin (DVD)
Schlechte Bewertungen kommen oft durch falsche und dann nicht erfüllte Vorstellungen, Erwartungshaltungen zustande.
So sei gleich von Anfang an gesagt:
"Bathory" ist mitnichten ein stringenter, auf Authentizität setzender Historienfilm, und das ewige und für Film- und Literaturgeschichte so faszinierende Rätsel um die schöne Blutgräfin Bathory, die bis heute zu den unheimlichsten, geheimnisvollsten, und grausamsten Frauengestalten der Weltgeschichte gehört, wird hier in keiner Weise geklärt noch historisch akkurat aufgearbeitet.
Wer also eine ernsthaftere, aber damit auch wesentlich sprödere, filmische Interpretation haben möchte, der greife lieber zu dem zeitgleich entstandenen Film: "Die Gräfin" mit Julie Delphy.
"Barthory" jedoch lebt von der Faszination des Schauders, des Rätsels und Regisseur und Darsteller wählen für ihren Film eine absolut exzentrische, rauschhafte Erzählweise, bei der man die logische Ebene des Verstehen- Wollens ausschalten , sich stattdessen im Sessel zurücklehnen sollte und dann einen sinnlichen Bilderstrom ohnegleichen genießen kann.
An der Legende wird mitnichten gerüttelt, die Grausamkeiten jedoch in an Bilder von Hieronymus Bosch erinnernden großen Gemälden dargestellt, (wobei der Film für eine FSK- 16 Fassung alles ausschöpft).
Ansonsten ist der Film ein wunderbares, ja märchenhaftes, legenden- und sagenumwobenes Spiel der Exzentrik, des Grotesken, Bizarren.
Dazu passend präsentiert uns der Film von Anfang an einen bärtigen Mönch als Erzähler, kreisende Kamerafahrten über verfallene Schlösser, Rabenschwärme, faulende Skelette in finsteren Türmen, Kerzenschein, Folterkammern, und eine Bildsprache die so prächtig, so opernhaft und betörend ist, daß man von diesem Ausstattungs- und Kostümrausch nur in Staunen versetzt werden kann.
Als hätten sich hier alle Künstler des Hochmittelalters, des Barock ein Stelldichein gegeben um hier Sekunde für Sekunde wahrhaft schwelgendes, in jeder Farbe und Falte von den Gewändern, in jedem schauerromantischen Drehort ein fiebriges, opulentes Filmerlebnis zu erschaffen.
Opernhaft, exaltiert, bizarr, manchmal von seltsamer Komik wird hier in blutroten schweren, hypnotisierenden Farbspielen gemalt.
So entsteht ein vollkommen einzigartiges Kunstgemälde, das sich wenig um Logik, um durchdachte Dramaturgie, oder gar historische Korrektheiten kümmert.
Vermischt mit märchenhaft- düsteren Fantasy- Attributen, Bildverzerrungen, Spiegelungen, psychedelische Fieberträume.
Ein Ken Russel ("Gothik"), ein Peter Greenaway("Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber"), ein Pierre Jeunet ("Stadt der verlorenen Kinder") kommen in den Sinn, und wenn ein vollkommen überflüssiges Mönchs- Erfinderpaar sich zu dem blutigen Reigen gesellt, kann man entweder den Kopf schütteln, oder sich einfach von einem Film, der nur seine eigenen Spielregeln kennt bezaubern lassen.
Wirr-Wahnhaft-Wundervoll: Drei Attribute, die den Film auf den Punkt bringen.
Eine Tour de Force der Farben, unvergleichlich schönen Kostüme und barocker Wucht.
Hier wurde mit unglaublicher Akribie, Liebe zum Detail, Herzblut, eleganter Bildermagie und immensem Aufwand gearbeitet. Ein ganz eigener, märchenhafter Charme, dem man den europäischen Einfluß der Filmemacher anmerkt (eine amerikanische Produktion hätte niemals den Mut einfach so viele verschiedene Einflüsse ineinander zu verweben).
In seiner Skurilität ein großes Erlebnis.
Erwarten Sie kein stringentes Drehbuch, erwarten Sie ein prächtiges Patchwork-Kino, das von Horror, Schauerromantik, Historie, guten Schauspielern, Erotik, leuchtendem Blut, Märchen, Hexenkult alles in sich zu einem schwelgerischen, wunderschönen, morbiden Ganzen verschmelzt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen bathory, 16. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Báthory - Die Blutgräfin (DVD)
film ist deutlich schlechter als die konkurrenz mit julie delphi.
es wird versucht mit geklauten einfällen,also einem detektiv-gespann
a la "name der rose"eine witzige gegenhandlung einzuflechten.
das ist aber gar nicht witzig,sondern schlicht dämlich.
"ski-lift mit uhrwerk-antrieb-haha...
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schlechte Umsetzung eines interessanten Themas, 24. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bathory - Die Blutgräfin [Blu-ray] (Blu-ray)
Um die Blutgräfin Elisabeth Bathory ranken sich viele Mythen. Deshalb war ich sehr gespannt auf die filmische Umsetzung des Themas. Man hätte den Stoff als Historienfilm, politisches Drama, Thriller oder Horrorfilm verarbeiten können. Stattdessen wird uns hier ein kruder und unfreiwillig komischer Mix aus konfuser Handlung und idiotischen Einfällen (Rollschuhe und telefonähnliche Abhöranlagen im späten Mittelalter!!!) vorgesetzt. Das war einer der wenigen Filme, bei denen ich mich zwingen musste, sie überhaupt zu Ende zu sehen. Einzig die Hauptdarstellerin Anna Friel fiel positiv auf. Von ihr sähe ich gerne mehr - aber bitte in besseren Filmen!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut gemacht, leider am Thema vorbei....., 20. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Báthory - Die Blutgräfin (DVD)
Nachdem ich den Julie Delpy Film "Die Gräfin" gesehen hatte, wollte ich mehr. Mehr Film. Also stieß ich auf den oben genannten Film "Die Blutgräfin".
Nachdem sich "Die Gräfin" sehr ausführlich und großartig mit der Bathory selbst beschäftigte und versuchte die Frau an sich, die Umstände für ihr grausames und blutiges Treiben zu erklären, erhoffte ich mir von diesem Film einen ähnlichen Versuch der Analyse der Person Elisabeth Bathory. Dies ist leider überhaupt nicht gelungen. Der Film ist zwar wesentlich bunter, voller, tatsächlich epischer, allerdings für wirklich an der Legende der Gräfin Interessierte, überhaupt nicht das Richtige. Wenn man den Film sieht, ist man danach nicht schlauer als vorher.

Es wird nicht wirklich auf die Kindheit und Jugend eingegangen, nur am Rande erfährt man Allgemeines wie Verlobung, später die Heirat, das wars auch schon. Hat man sich vorher nicht mit dem Thema Bathory befasst, wird man den Film kaum verstehen können. Warum, wieso, weshalb sie so handelt wie sie es tut ist überhaupt nicht nachzuvollziehen. Das ist sehr schade, denn genau darauf kam es mir an. Weiterhin verstehe ich kaum, warum der Film "Die Blutgräfin" heisst. Die Grausamkeiten, ihr Wahn nach Jugend und Schönheit, werden kaum behandelt. Sie wird eher positiv dargestellt, eine schöne, selbstbewusste Gräfin die sich zwischen Liebe, kleinen Gängeleien an ihren Bediensteten und Ausführung ihrer Macht hin und her bewegt. Dabei wird vergessen, dass sich um eine brutale Serienmörderin handelt.

Positive Aspekte des Film sind in jedem Fall die tolle Kostümierung sowie die schönen Landschaftsbilder und auch die Darstellung der damaligen historischen Zeit.
Auch die schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin ist erwähnenswert. Dennoch, auch die Spieldauer des Filmes ist meiner Meinung nach zu lang, alles zieht sich hin, man wartet fast, der Regisseur möge endlich zum Punkt, zur Erklärung, zum Thema Bathory kommen. Das Warten scheint vergebens.

Fazit: Schwach.
Wie bereits erwähnt, für Fans der "echten" Barthory kaum das Richtige. Zuviel wird weggelassen, unnachvollziehbar dargestellt. Man legt mehr Wert auf die Darstellung einer schönen Regentin.
Sich an Fakten und historische Dokumente wie den gefundenen Gerichtsprotokollen ihrer Verhandlung für die vielen Morde zu halten, Recherche zur Person zu betreiben, wäre sinnvoller gewesen.
Für Freunde historischer Kostümfilme die sich nicht nur mit der Legende der Bathory beschäftigen wollen, durchaus interessant und im wahrsten Worte sehenswert, da die Flut an Bildern beeindruckend ist.

Ich persönlich war als Zuschauer enttäuscht, da mein Interesse der wahren Elisabeth Bathory galt.

Trotzdem, drei Sterne für den Versuch der Darstellung, für die bunte, detaillverliebte Umsetzung der damaligen Zeit sowie die tolle Kostümierung.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Blutbäder um 1600, 6. Juli 2010
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Báthory - Die Blutgräfin (DVD)
Erzsebet Bathory wurde 1560 in Nyirbator, Nordosten Ungarn geboren. Das adlige Bathory-Geschlecht gehörte zu den wohlhabendsten und einflussreichsten Familien des Landes.
Bereits im Alter von elf Jahren wird das Kind mit Ferenc Freiherr Nadasdy verlobt, dem Sohn einer anderen ungarischen Adelsfamilie. Mit 15 Jahren feiert sie Hochzeit.
Erzsebet (Anna Friel) bekommt fünf Kinder, während ihr Mann (Vincent Regan) als der "schwarze Ritter" Feldzüge gegen die Osmanen führt. Der besonders harte und langjährige Krieg findet seinen Tribut, Ferenc finddet immer mehr Gefallen an besonders grausamen Folterungen und bei seinen Besuchen zu Hause wird er diese Dämonen nicht los.
Sie findet Gefallen am gefangenen jungen Maler Merisi Carravaggio (Hans Matheson), der auf Geheiß ihres Mannes ein Gemälde seiner Familie fertigen soll. Immer wieder tut sich der mit dem Bathorys verbündete Georg Graf Thurzo von Bethlenfalva (Karel Roden) darin hervor, dass er undurchsichtige Pläne im Hintergrund schmiedet. Als aus Versehen die Gräfin vergiftet wird, kann nur noch die Hexe Darvulia (Deana Horvathorva) den Tod verhindern. Fortan wird sie zur Vertrauten der Gräfin. Schon seit längerer Zeit kursierten nicht nur bei der verängstigten Landbevölkerung Gerüchte, denen zufolge die Gräfin junge Frauen ermordet. Man munkelt die Bestie würde deren Blut trinken und darin zu baden. Ein Jungbrunnen ? Ein Vampir ?
Interessanterweise vergingen viele Jahre seit Hammer Kultikone Ingrid Pitt als "Comtesse des Grauens" diese historische Persönlichkeit als Blutmonster darstellte, in den letzten Monaten bemühten sich sogar zwei Filme, dieser durch damalige Gerichtsprotokolle immer noch sehr bekannte Geschichte adäquat, ohne Splatter und Trashpotential, auf die große Leinwand zu bringen: Einmal Julie Delphys "Die Gräfin" und einige Monate vorher die stellenweise etwas surrealere britisch-tschechisch-slowakisch-ungarische Co-Produktion "Bathory" von Juraj Kakubisko.
In der Titelrolle ist Anna Friel zu sehen, die gut spielt und auch das notwendige Charisma ausstrahlt, die für diese Darstellung auch wichtig ist.
Auch Karel Roden als ihr Widersacher hat einige gute Szenen...
Ebenfalls gut der Einsatz zweier Mönche, die das Treiben beobachten und mit einigen innovative Erfindungen gefallen...
Der bis dato teuerste tschechische Film (10 Millionen Euro) ist sehr gut ausgestattet und vermittelt eindrückliche Bilder aus dem Leben um 1600. Mit einer Laufzeit von fast 140 Minuten demonstriert er eine gewisse epische Größe.
Der Film arbeitet mit einigen Traumsequenzen, die die mögliche Umnachtung der Gräfin zeigen soll, in einer Zeit als sie auf ihre Zaubertränke schwört. Gelegentlich fliesst Blut in diesen "Träumen" - als Hauptpart für ihre Verhaftung im Jahr 1611 wird aber die politische Intrige dominant entlarvt. Somit vermeidet der Film nur eine Deutung zu zeigen und lässt einiges offen, so auch die Frage, ob Erzebet tatsächlich diese größte Serienmörderin aller Zeiten ist, wie das Guinness Buch der Rekorde sie führt...
Ein recht gelungener Historienfilm, gelegentlich mit etwas wirrer Dramaturgie aber ohne Längen....
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen wolllüstige weiber, 9. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Báthory - Die Blutgräfin (DVD)
Der Film spielt zwar in Ungarn, aber er ist eine Gemeinschaftsproduktion des Tschechischen und Slowakischen Fernsehens, was aus meiner Sicht bereits kritikwürdig erscheint. Die Ungarn kennen ihre Geschichte sicherlich besser, als es die angeblichen "Historiker" taten, welche als Fachberater den Filmemachern am Set zur Seite standen. Nur so erkläre ich mir die zahlreichen Falschinterpretationen und Fehler, bei denen man nur den Kopf schütteln kann. Da findet in der "Hauptstadt des Habsburger Reiches" ein Maskenball venezianischer Prägung in einem Rokoko-Saal (!!!) statt; da kommen zwei Mönche auf Rollschuhen mit Motorantrieb daher, welche sich sogar im Winter als Schneeraupen benutzen lassen; da laufen nakte Frauen durch das Lager der Türken in der Schlacht von Esztergom (Gran) 1594 und dann springt einer der Mönche mit einem Fallschirm von der Schlossmauer der Bathorys. Also als (Kunst-)Historiker darf man sich den Film nicht angucken. Die Geschichte mit den beiden Mönchen ist übrigens aus dem Film "Der Name der Rose" mit Sean Connery und Christian Slater geklaut, aber grottenschlecht umgesetzt.
Was mich am meisten stört, ist die Tatsache, dass mangelnde inhaltliche Qualität durch viel nakte Haut und farbenprächtige Computeranimationen kaschiert werden sollen. Die Frauen im Film sind fast alle sexhungrig und bedienen sämtliche Klisches. Einzig positiv finde ich die schauspielerische Leistung von Karel Roden als Graf Thurzo und Monika Hilmerova (♥) als Gräfin Thurzo. Letzterer hätte man wirklich mehr Spielzeit geben können, was dem Film sicherlich zu Gute gekommen wäre.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen alles andere als schlecht, 14. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Báthory - Die Blutgräfin (DVD)
also, es tut mir leid, aber ich kann die schlechten rezensionen hier überhaupt nicht verstehen. der film ist großartig! es scheint mir mehr daran zu liegen, dass sich hier einige leute über die geschichte der person bathory lieber aus anderen romanen informieren als aus der fachliteratur und wieder andere keine ahnung von jakubiskos regiekunst haben.
nun zum jakubisko. jakubisko ist ein slowakischer regisseur. er selbst, wie er sagt, hat für den film aufwändig recherchiert, um eine authentische grundlage zu schaffen, denn nach dem neuesten wissenschaftlichen stand ist elisabeth bathory schon lange nicht mehr nur die blutgräfin.
die geschichte spielt sich, wie denn sonst, größtenteils in der slowakei ab, konkret in cachtice, heute eine burgruine. wie es so ist, ist das leben der bathory nicht lückenlos belegt und eben da, wo es freiräume gab, ließ der regisseur seine phantasie spielen. so entstanden passagen, die einem wohl merkwürdig vorkommen. wer allerdings jakubiskos filme kennt, schätzt seine arbeit und weiß auch, wovon ich rede.
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18 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unglaublich schlecht, 11. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Bathory - Die Blutgräfin [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich hatte mir einen schönen Historienfilm versprochen, da dieses Werk ja sogar als episch bezeichnet wurde. Allerdings ist der Film in erster Linie bunt. So bunt, dass einem die Augen wehtun. Eine wahre Netzhautpeitsche. Es treten Personen in Kostümen wie aus dem Zirkus auf. Mit offensichtlich angeklebten riesigen Bärten. Die Synkronisation ist grausam und passt überhaupt nicht zu den Bewegungen der Lippen oder der Handlung. Ein Gewehr knallt und erst eine Sekunde später wird abgedrückt. Die Handlung ist konfus und es werden Dinge angerissen, aber nicht weiter erzählt. Plötzlich tauchen irgendwo Vampierzähne auf! Es wurde wohl versucht, mit viel nackter Haut und gruseligen Verwundungen, sowie hunderten Litern von Blut etwas Effekte zu haschen. Hat nicht geklappt. Die Dialoge sind fürchterlich. Kurz: Eine riesige Enttäuschung. So gross, dass ich den Film vorzeitg ausgeschaltet habe.

Ich wüsste nicht mal, wem ich den Film trotzdem empfehlen könnte... Trash-Movie-Fans vielleicht...
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Báthory - Die Blutgräfin
Báthory - Die Blutgräfin von Anna Friel (DVD - 2010)
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