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am 14. September 2010
Vergessen ist eine Kunst, die dem Menschen nicht gegeben ist. Erinnern eine Macht, die ganze Leben bestimmt, indem sie das Vergangene stärker sein lässt als die Gegenwart. Vergessen ist das Prinzip, das von den Menschen auch in Südamerika, auch in Argentinien immer weider eingefordert wurde, um historisches Unrecht zu beseitigen ohne die Täter zu strafen. Nicht vergessen können ist ein Fluch, der deshalb heute noch über diesem Kontinent hängt. Dieser Film, El Secreto de sus ojos, ist ein Film über das nicht Vergessen können und die Macht der Erinnerung, und damit greift er ein latentes Thema des Kontinents auf. Er tut dies einfühlsam: In langsamen Rhythmus berichtet er von einem Mord, der mehrere Leben verändert: Das des Gerichtsangestellten Benjamin Esposito, den der Anblick eines Vergewaltigungsopfers in seinen Grundfesten erschüttert. Das des Mannes der Toten, Ricardo Morales, der sein Leben nur noch auf die Bestrafung des Täters ausrichtet. Das der Richterin und Vorgesetzten von Esposito, Irene, die unter anderen Umständen vielleicht die Kluft, die sie und Esposito trennen, überbrücken könnte.

Der Film beginnt mit Aufnahmen aus einem Zug heraus: Man sieht eine Abschiedsszene, eine Frau, die den Bahnsteig entlang hinter dem anfahrden Zug herrennt, Hände, die sich ein letztes Mal and der Scheibe berühren. Szenen aus einem Roman, den der pensionierte Esposito zu schrieben begonnen hat. Doch bleibt er in seinen Bemühungen immer bereits am Anfang stecken. Er enschliesst sich, zu dem Quellen zurückzukehren: Dem Gericht, in dem er lange gearbeitet hat. 25 Jahre, nachdem er Buenos Aires verlassen hat, kehrt er an diesen Ort zurück und trifft seine ehemalige Vorgesetzte, Irene. Und er erbittet von Ihr das Material eines Falls, den sie gemeinsam bearbeitet hatten: Den Fall Morales, den Fall eines Vergewaltigers und Mörders. Von diesem Moment an pendelt der Film zwischen Gegenwart und dem Jahr 1974. In der Gegenwart erlebt man einen nachdenklichen, der Vergangenheit verpflichteten Esposito: Einen Mann, der mit etwas nicht fertig ist. Im Jahr 1974 regieren die Peronisten, doch spielt dieser Hintergrund keine Rolle. Esposito ist ein junger Gerichtsangestellter, ein argentinischer Macho der gepflegter bürgerlichen Art. Ihn trennen Bildung und gesellschaftliche Verankerung von seiner Vorgesetzten Richterin, Irene. Trotzdem sie ihn dazu auffordert, sich um sie zu bemühen, bleibt er auf Distanz. Der Fall Morales schliesslich wird der Keil sein, der sich zwischen beide schiebt.

Die Ermittlungen im Fall sollen schnell abgeschlossen werden. Esposito jedoch entdeckt, dass die angeblich Schuldigen gefoltert und zum Geständnis gepresst wurden. Er legt Beschwerde ein, ihr wird stattgegeben. Damit kann er sich des Falls annehmen, doch handelt er unbesonnen. Irenen selbst wird den Fall schliessen. Doch Esposito findet keine Ruhe: Auf ihn macht der Mann der Ermordeten Eindruck, der jeden Abend auf einem anderen Bahnhof wartet, wo er den Mörder zu finden hofft. Unter diesem Eindruck sucht Esposito weiter - und er findet den Mörder. Doch kommt der dann Verurteilte fei: Der Richter, dem Esposito mit der Beschwere zu Leibe gerückt war, sorgt für die Entlassung, denn der Mörder erweist sich im Gefängnis als begabter Schnüffler für die Regierung. Nun ist Esposito in Gefahr. Schliesslich muss er fliehen. Der Abschied ist eben jene Szene, mit der der Film eröffnet wurde.

In der Gegenwart macht sich Esposito erneut auf die Suche. Er findet Morales, der sich mit seinem Leben abgefunden zu haben scheint. Doch nichts ist, wie es scheint: Morales hat ein finsteres Geheimnis, das den ganze Schrecken des Nicht-vergessen-könnens, in sich trägt. Gerechtigkeit wurde hergestellt - doch um welchen Preis! Der Film schliesst auf einem Wohlklang - eine Wohltat nach all den Enttäuschungen zuvor.

Möchte man den Film charakterisieren, so ist zuerst sein ruhiges Gleichmass zu nennen: Niemals wird der Film hektisch, auch nicht in den dramatischsten Momenten. Besonnen folgt die Kamera den Handelnden, sie vermeidet ungewohnte Perspektiven. Es ist der Blick eines Erzählenden. Für Humor sorgen der stets vorhandene verbale Machismo und ein Säufer, der gerade in seinen umnebelten Momenten den grössten Durchblick bewahrt. Gelungen auch das Set, das die Lebenswelten der Siebziger in Argentinien nahe bringt.

Ein gelungener Film, der zurecht den Oscar für den besten ausländischen Film erhielt. Ein Film voller Drama und Ruhe, Hass und Liebe in einem. Ein Film, an den man sich gerne erinnert.
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am 2. Januar 2011
Verpasste Chancen, erlittenes Unrecht, ungesühnte Schuld - seit langem hat mich kein Film mehr so begeistert. Da meine Eindrücke noch sehr frisch sind und ich das Gesehene noch nicht vollständig "verarbeitet" habe, kann ich nur unter Vorbehalt von dem "perfekten Film" sprechen. Drehbuch, schauspielerische Leistungen, Kameraführung, Maske, Musik und ein fantastischer Schluss sind auf unglaubliche Weise kombiniert.

Neben einer packenden Kriminalgeschichte stehen die Leidenschaften der Hauptfiguren im Zentrum, besonders bewegend ist dabei der permanent wechselnde Zeitsprung über 25 Jahre. Der Zuseher wird nicht nicht nur analytisch, sondern auch emotional immens herausgefordert, in meinem Fall bis lange nach Ende des Films. Auch wenn ein Vergleich stark hinkt, ist "In ihren Augen" inhaltlich und stilistisch irgendwo zwischen den ebenfalls preisgekrönten Filmen "Das Leben der Anderen" und "Oldboy" einzuordnen.

Apropos verpasste Chancen: Solange der Film noch in den Kinos zu sehen ist, sollte man ihn sich auf keinen Fall entgehen lassen!
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TOP 500 REZENSENTam 12. Januar 2016
Die Verfilmung von In ihren Augen: Roman bzw. El secreto de sus ojos (FORMATO GRANDE, Band 730014) des Schriftstellers und Hochschullehrers Eduardo Sacheri aus Buenos Aires gehört mit zum besten, was das spanischsprachige Kino der Welt zu zeigen hat.

Die argentinische Produktion mit den großartigen Schauspielern Soledad Villamil als die Richterin Irene Menéndez Hastings und Ricardo Darín als der Ermittlungsbeamte Benjamín Esposito ist zugleich Tragödie, Liebesfilm und Justizdrama mit politischem Bezug.

Diese spanische Ausgabe (mit spanischen und englischen Untertiteln) ist mehr als einmal sehenswert.
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am 27. Dezember 2010
In Ihren Augen ist der Gewinner in der Oscar Kategorie "Bester fremdsprachiger Film". Seit dem Zeitpunkt, und nachdem ich den vielversprechenden Trailer gesehen hab, war der Film auf meiner Must-See-Liste weit oben.

"El secreto de sus ojos", so der Originaltitel des Films, erzählt die Geschichte einer Mannes, der auf sein Leben zurückschaut. Ein Ereignis ist ihm dabei im Gedächnis geblieben: der Mord von Liliana Colotto im Jahr 1974. Nicht nur der Fall ist aus seiner Sicht interessant und entscheidend, er lernt zum gleichen Zeitpunkt eine Frau kennen, die ihm dann später sehr wichtig sein wird: Irene Menéndez Hastings. Der Film hat ein langsames Erzähltempo, erst nach einiger Zeit ist klar, wer der Mörder ist. Die Idee, wie man diesen Mörder in einer so großen Stadt wie Buenos Aires findet ist genial:

"Männer folgen immer ihrer Leidenschaft"

Der Film bietet gegen Ende hin einen Twist, der einen überraschen düfte. Hierbei kommt der Hauptprotagonist wieder auf die Lösung, in dem er nochmal darübernachdenkt, was ihm die Menschen so gesagt haben. Die Liebesgeschichte zwischen Benjamín Esposito und Irene Menéndez Hastings entwickelt sich nur ganz langsam, erreicht aber spätestens am Bahnhof seinen Höhepunkt. Beide Schauspieler spielen bemerkenswert gut, wäre dies kein fremdsprachiger Film, dann wären beide sogar für den Oscar nominiert. Der Film bietet viele tolle Szenen (z.b. die Verfolgungsjagd im Fussballstadion), viele ruhige, aber auch teilweise lustige (vorallem durch Guillermo Francella als Pablo Sandovaloder) ernste Momente. Ein weiteres Lob gebührt dem Komponisten, der mit seinen langsamen bezaubernden Liedern den Film nochmal aufpeppt. Auch die Kameramnner haben einen guten Job gemacht, viele interessante Kameraeinstellungen zeigen dies deutlich.

In Ihren Augen erhält von mir 4,5 von 5 Sternen! Ein ganz toller Film aus Argentinien und im Nachhinein sogar besser als "Das Weise Band".
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am 7. Januar 2011
Benjamin Esposito ist erster Ermittler am Gericht, ein noch junger Mann, der jeder hübschen Frau im Vorbeigehen zuflüstert, sie sei ein vom Himmel gesandter Engel, der einen komfortablen Job hat, jedoch nicht erpicht auf neue Fälle ist, bringen sie ihn doch um seine gewohnte Ruhe. Doch eines Tages werden er und sein Kollege und bester Freund Sandoval zu einer Vergewaltigung mit Todesfolge gerufen. Dieser Fall, genannt der Fall Morales, wird sein Leben nachhaltig beeinflussen.

Gleich zu Beginn der Ermittlungen wird Irene, die neue Richterin, in ihr Amt eingeführt, wird etwas abschätzig vom obersten Richter vorgestellt, da sie sich offenbar in einer Männerdomäne einrichten will. Die Richterin und der erste Ermittler nehmen die Untersuchungen auf, schließen den Fall aber recht schnell aufgrund von fehlenden Spuren bzw. fehlendem Willen, den Spuren nachzugehen, ab. Erst durch die Hartnäckigkeit von Morales selbst, dem Ehemann der Toten, fühlt sich Esposito wieder motiviert, doch noch nachzuhaken und setzt nun, gegen alle Widerstände seitens der Justiz, alles daran, den Mörder zu finden.

Zu Recht hat dieser Film viele Preise gesammelt. Er ist ungeheuer berührend, nachhaltig, sehr gut und glaubhaft dargestellt von allen Schauspielern, er ist Liebesgeschichte, Krimi und Zeitdokumentation Argentiniens in einem. Der Film ist einfach wunderbar.
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am 18. Oktober 2011
Benjamin Esposito, ein pensionierter Justizbeamte, kehrt in die Stadt zurück, in der er vor 25 Jahren eine turbulente Zeit mit der Aufklärung eines Sexualmordes erlebt hatte. Über die Hintergründe dieses Mordes und eine Liebesgeschichte, die sich zur gleichen Zeit abgespielt hatte, schrieb er einen Roman, dessen Manuskript er der Frau, die er immer noch liebte, einer Justizbeamtin, mit der zusammen er den Fall löste, zum Lesen gibt und damit die Vergangenheit heraufbeschwört. Was sich daraus entwickelt, hält den Zuschauer im Atem für die ganze Länge des Filmes.
Eine kunstvoll verflochtene Erzählung über Liebe, Gerechtigkeit und Politik vor dem Hintergrund Argentinischer Geschichte der letzten 25 Jahre.
Die Filmregie, Drehbuch, Kamera und die schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller sind mehr als überzeugend.
Mit 'El secreto de sus ojos' gelang dem Regisseur Juan José Campanella ein fesselndes und in jeder Hinsicht hervorragendes Werk, das 2010 mit dem Oskar für den besten fremdsprachigen Film prämiert wurde.
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am 2. Dezember 2010
Sehr spannender Film, menschlich und gleichzeitig auch romantisch. Ein echter lateinamerikanischer Film, tief gehend. Der Titel ist gut getroffen, denn in diesem Film sprechen tatsächlich die Augen mehr als der Mund.
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am 7. Februar 2011
Ich habe den Film gerade endlich noch im Kino im Original gesehen und bin wirklich begeistert!
Tolle Story mit vielen unerwarteten Twists und super Darsteller. Trotz Überlänge war es nie langweilig.
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am 5. Oktober 2014
"Schmipft" sich auf der DVD-Hülle als "TOP-Thriller - hochspannend!!!".....etc., ist aber in Wirklichkeit leider sehr "Lama-mässig". Lahm wie sonst nichts.
Es passiert nichts.........es passiert wieder nichts......man schaut auf die Uhr.....endlich!, 100 Minuten rum......aber immer noch nichts!!!
Wie kann man nur solche Filme drehen?!
Positiv: Tolle Optik. Atmosphärisch gelungen.
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