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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine emotionale, verstörende und doch äußerst lohnenswerte Reise
Es war zu erwarten: Die neueste Scheibe von Pain of Salvation spaltet die Fans und Kritiker. Zwar spricht keiner den Schweden Ihre Musikalität und Kunstfertigkeit ab, doch wird allerorts moniert und gemeckert: Die Songs seien zu kurz, die Songs seien nicht gut abgemischt, die Songs seien langweilig und prätentiös. Und tatsächlich ist dieses Album...
Veröffentlicht am 20. Mai 2010 von Feylon Draagon

versus
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The unperfect element part 2
Ich kann mir jetzt schon vorstellen, dass diese Rezension manchen Puristen aufstoßen wird und ich habe mittlerweile die Erfahrung machen müssen, dass schlechte Rezensionen von großen Bands, egal wie realistisch und objektive sie sein mögen, auch immer schlecht aufgenommen werden. Der Überbringer schlechter Nachrichten hat oftmals mit dem...
Veröffentlicht am 27. Juni 2010 von Pace


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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine emotionale, verstörende und doch äußerst lohnenswerte Reise, 20. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Road Salt One-Ltd. (Audio CD)
Es war zu erwarten: Die neueste Scheibe von Pain of Salvation spaltet die Fans und Kritiker. Zwar spricht keiner den Schweden Ihre Musikalität und Kunstfertigkeit ab, doch wird allerorts moniert und gemeckert: Die Songs seien zu kurz, die Songs seien nicht gut abgemischt, die Songs seien langweilig und prätentiös. Und tatsächlich ist dieses Album wieder ein Schritt mehr in die Richtung, welche die Band nach "Scarsick" eingeschlagen hat: Experimentelle Instrumentierung, Fokussierung auf Gesang und kurze, knackige Songs und Lyrics, die sicherlich nicht jedermanns Sache sind. "Road Salt 1: Ivory" ist wahrscheinlich das songorientierteste Album von Pain of Salvation (kein einziges Instrumentalstück; in allen Songs dominiert der Gesang; kaum Gitarrensoli (und wenn nur sehr kurze).

Um es vorweg kurz zu machen: Ich persönlich finde die CD, die seit 3 Tagen meinen CD-Player belagert, mehr als gelungen. Es ist ein rundes, sehr atmosphärisches Album geworden, das den ersten Teil eines Gesamtkonzepts bildet. Die Songs werden allesamt vor allem von den Lyrics und damit der Stimme von Daniel Gildenlöw getragen, sie stehen ganz im Zentrum des Songwritings. Zudem zeigt schon ein Blick ins Booklet, dass Daniel bei einigen Songs sogar komplett die Instrumentenregie übernommen hat, sogar an den Tasteninstrumenten (Sisters) als auch am Schlagzeug. Mancher Fan mag daher über die "Daniel-Show" die Nase rümpfen. Ich persönlich finde er macht seine Sache ausgezeichnet.

Aber auch ein Wort der Warnung: Dieses Album ist progressiv nur in dem Sinne, dass es sich jeglicher Genre-Einordnung hartnäckig entzieht. Was natürlich erst einmal kein Qualitätskriterium ist. Aber sicherlich werden die Fans der ersten Stunde längst nicht mehr die komplexen Songstrukturen und Instrumentensoliläufe der alten Zeiten hier wieder finden. Dafür sind die Songs zu dicht, leben eher vom Zusammenspiel von Gesang und Instrumentierung und den bewegenden Lyrics. Dankenswerter Weise halten sich die gesprochenen Parts in Grenzen, sodass das Album längst nicht so dozierend rüberkommt wie z. B. "Scarsick".

Das Album beginnt gleich mit einer Überraschung, denn der erste Song dauert nicht einmal eine Minute, wiederholt sich dauernd und bietet kaum Abwechslung. Das kennt man so nicht von Pain of Salvation. Aber im Gesamtpaket mit "No Way", das sich nahtlos anschließt, setzt der Song einen überzeugenden Kontrast. Außerdem sind die Harmonien klasse, und der neue Schlagzeuger Léo erweist sich als gesanglich gute Stütze für die Band. In diesem Song hört man schon die ersten tollen Vintage-Klänge der E-Gitarre, die auf den weiteren Stil des Albums einstimmen. Denn Vintage, 70s und rotziger Rock bestimmen das Album. Das kann den einen oder anderen Prog-Metal-Fan schon mal abschrecken... (4/5)

"No Way" startet besonders druckvoll. Daniel singt in Topform und beweist, dass er zu einem der besten Sänger zählt. Seine Stimme ist enorm facettenreich auf diesem Album, sie passt sowohl zu den zarten, fast zerbrechlichen Songs wie "Sisters" oder "Road Salt" als auch zu den rockigen Nummern, wie eben "No Way". Der Song erinnert vom Sound und der Songstruktur stark an "Nihil Morari" von "be", wenngleich die Lyrics längst nicht so philiosophisch oder gesellschaftskritisch sind, sondern eher rotzfrech. Gerade das aber passt hervorragend zum Stil. Wenn der Refrain einsetzt ertönen Daniels fragile Stimme und Fredriks Piano und setzen die ersten emotionalen Highlights des Albums. Es folgen noch verdammt viele mehr. Der Mittelteil überrascht mit einem interessanten rhythmischen Kniff, baut aber auf das grandioses Finale auf. Ein perfekter Rocker! (5/5)

"She Likes to Hide" ist ein bluesiger Song durch und durch. Schwerer Rhythmus, mehrstimmiger Chorus, druckvoller Bass und knackige Drums. Aber sicherlich der erste Song, der dem Prog-Fan die Fragezeichen auf die Stirn und ins Gehör zimmert. (4/5)

Es folgt der grandiose musikalische Höhepunkt des Albums mit "Sisters". Der Song ist wie ein Sog und lässt einen nicht mehr los. Er handelt davon, dass ein Mann kurz vor der Versuchung steht, mit der Schwester seiner Freundin zu schlafen. Überhaupt ist Liebe und Sex (und in starkem Kontrast Schmerz und Verzweiflung) das zentrale Thema des Albums, allerdings sehr erwachsen vorgetragen und fernab jeglicher Dr.-Sommer-Plakativität. Es ist diese Mischung aus erotischem Topos, emotionaler Stimmgewalt und dramatischem Aufbau, die "Sisters" zu einem ergreifenden Song macht. Einer der besten Songs von Pain of Salvation, in emotionaler Dichte gleichauf mit "Undertow"! (5/5)

Mit "Of Dust" ähnelt das Album wieder mehr "be", speziell dem Song "Nautilus". Ein chorales Schwergewicht, herausragend vorgetragen von den Sängern, über allem dominiert die Oktav des Daniel Gildenlöw. Kurzer Schockmoment: In dem Song gibt es wieder Sprechparts, das ist aber kurz und schmerzlos (und bleibt die Ausnahme). Wieder erzeugt das Zusammenspiel von Lyrics und Musik ein wirklich überzeugendes Gesamtergebnis. (4/5)

Die folgenden Songs "Tell me You Don't Know" und "Sleeping under the Stars" sind die große Bewährungsprobe für den Fan. Denn beide Songs brechen aus dem bisherigen Konzept brutal aus. Während "Tell me You Don't Know" schon leichte Country-Anleihen hat (3/5), schickt uns Daniel mit der folgenden Nummer "Sleeping under the Stars" sogar auf eine Art musikalischen Rummelplatz, Wiener Walzer inklusive. Eine witzige Idee vielleicht, aber auch sicherlich die harte Zerreißprobe für Leute, die sich schon mit der Disco Queen schwer getan haben. (3/5)

Dann aber bleibt das Album kontinuierlich überzeugend. Allerdings werden die Lyrics düsterer. Es geht mehr um Schmerz als um Heilung, das Wort "Pain" taucht mehrere Male auf, in einem Song wird gar männliche Dominanz (und Gewalt) gegenüber Frauen thematisiert. "Darkness of Mine" wird getragen von stark vibrierenden Vintage-Gitarren und dem Klavierspiel von Fredrik. Dieser Song klingt gerade im Refrain noch am ehesten nach den Metal-Wurzeln der vergangenen Tage und spricht damit endlich auch die an, die sich schon seit einigen Minuten nach solchen Klängen sehnen. (5/5)

"Linoleum" ist bereits seit der Single-Auskopplung bekannt. Grandios bescheuertes Video, dafür aber ein toller, kraftvoller Song, der ganz den Geist der 70er Vibes atmet. (5/5)
Und gleich darauf der Song, der sicherlich auch wieder die Gemüter erhitzen wird: "Curiosity". Hier geht es richtig heftig zu, sowohl im Text als auch in der Musik (der neue Drummer Léo hat hier einiges zu tun bekommen und macht seine Sache richtig gut). Der Song atmet ganz im Sinne der 70er den Geist von sexueller Freiheit, aber mit diesem bitteren Beigeschmack: "See, the only time I hear you take the name of the Lord / Is when you're tied to the bed with your face against the head board". Sicherlich live ein großer Spaß, wenn die Metal-Dudes abrocken. (5/5)

Mit "Tell me Where it Hurts" geht die düstere Reise weiter. Ein beklemmender Song, der tief ins Mark dringt, vor allem gegen Ende, wenn Daniels Stimme losschmettert und herzzerreißend fleht: "Touch me where it hurts" So aufwühlend der Text, so makellos die Songstruktur, in der sich harte Parts mit leisen (dafür aber nicht minder ergreifenden) Pianoklängen abwechseln. Hier auch ein kleines Gitarrensolo für alle, die sich eins gewünscht haben. Hervorragend! (5/5)

"Road Salt" klang für mich live beim Melodifestivalen besser, was daran liegen kann, dass Daniel auf dem Album wieder mal selber in die Tasten greift. Das sagt aber nichts über die Qualität des Songs an sich aus, denn die ist auf hohem Niveau und ist stellvertretend für den Stil des Albums. Je näher man dem Ende des Albums kommt, desto deutlicher wird, dass dies ein wirklich "nacktes" Album ist, ehrlich, mit Rotz in der Stimme und rauhem Klang. Nicht jedermanns Sache, aber in Zeiten der Superstars erfrischend wie ein Sommerregen. (5/5)

Der längste Song des Albums wartet am Schluss auf den fiebernden Prog-Fan, der wahrscheinlich jetzt schon im Delirium ist. Dafür bietet er auch wieder von allem etwas: Polyrhythmik, sphärische Klänge, Soli, berührender Gesang und ein Daniel in Bestform. Die wabernden Gitarren erinnern ein wenig an das großartige "Idiocracy". (5/5)

Bis auf zwei Songs hat das Album ausnahmslos gute bis hervorragende, herausragende Songs. Wenn man das auf die Spielzeit rechnet, dann ergeben sich rund 50 Minuten purer Emotion. Ob man diese Art von Seelen-Tiefblick mag, braucht und will, das muss jeder selber entscheiden. Die Musik jedenfalls - ob Prog oder nicht - berührt dort, wo es manchmal sehr weh tun kann. Eine emotionale Achterbahnfahrt, wie man sie sich nicht besser vorstellen kann. Für mich eines der besten Alben von Pain of Salvation, gleich nach "Remedy Lane".
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The unperfect element part 2, 27. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Road Salt One-Ltd. (Audio CD)
Ich kann mir jetzt schon vorstellen, dass diese Rezension manchen Puristen aufstoßen wird und ich habe mittlerweile die Erfahrung machen müssen, dass schlechte Rezensionen von großen Bands, egal wie realistisch und objektive sie sein mögen, auch immer schlecht aufgenommen werden. Der Überbringer schlechter Nachrichten hat oftmals mit dem Ärger derer zu kämpfen, die gewisse Tatsachen nicht wahrhaben wollen. Aber mit diesem Bewusstsein im Hinterkopf habe ich ja nichts mehr zu verlieren.

Die neue Pain Of Salvation enttäuscht mich leider sehr. Nicht weil die Musik schlecht ist. Ich will mich auch nicht hinstellen und bestimmen oder urteilen wollen, wie eine Band zu klingen hat und wie sie sich zu entwickeln hat. Aber wenn ich ganz ehrlich sein soll, muss ich einfach gestehen, dass ich mir die neue Platte echt nicht anhören kann ohne mich zu langweilen. Wo sind die dramatischen, tiefgründigen, atmosphärischen Songs geblieben; die unter die Haut gehen und deren Melodien sich in die Hirnrinde einbrennen, einen mitreißen vermögen. Sie sind auf Road Salt einfach nicht zu finden. Es gibt an Road Salt wenig zu meckern, wenn man den Trend von Scarsick und der EP Linoleum gutheißen mag. Ich persönlich war bereits bei Scarsick überrascht. Ich kann nicht sagen ob positiv oder negativ. Aber zumindest konnte ich sagen, dass die Band trotzdem originell klang.

Road Salt hingegen hat gar nichts mehr mit der mittleren Schaffensperiode von POS zu tun und schon gar nichts mit dem Erstling Entropia und dem etwas gewöhnungsbedürftigen aber interessantem "One our by the concrete lake".

Mir fehlt bei Road Salt die typische Finesse, die schönen Nuancen, die Detailverliebtheit. "Remedy Lane" war eine Platte die schon eine eigene Atmosphäre hatte, aber dennoch sehr abwechslungsreich klang. Von "Be" wollen wir mal gar nicht reden. "Road Salt" klingt über weite strecken, meiner Meinung nach, ziemlich flach und Gildenlöw scheint seine kraftvolle, perkussive und dramatische Stimme eingetauscht zu haben, gegen einen meist melancholischen und teils auch faden Gesang. Die Instrumentalisten haben ihre Eigenständigkeit verloren und sind mittlerweile schmückendes Beiwerk für Gildenlöws Stimme. Ich vermute, ich käme besser mit dieser Platte zurecht, wenn sie " Daniel Gildenlöw-Road Salt" hieße. Irgendwie kommt das Gefühl auf, die anderen hätten kaum mehr was zu sagen. Und man hat den Verdacht, dass der Abgang von Johan Langell und Kristoffer Gildenlöw auch einen gewissen Drive genommen haben. Was nicht bedeutet, dass Leo Margit ein schlechter Drummer wäre. Im Gegenteil.

Aber was soll ich sagen. Ich finde es Mühseelig, hier jetzt jeden einzelnen Song auseinanderzunehmen. Ihr entscheidet selbst.

Aber dennoch abschließend:

Dieser musikalische Trend bei POS misfällt mir zu tiefst und ich will es niemanden vermiesen, aber die Jungs haben ihren Glanz verloren. Und das obwohl sie so tolle geistreiche Musiker sind...

Sehr sehr schade.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Progressiv im besten Sinne des Wortes, 18. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Road Salt One-Ltd. (Audio CD)
Was soll man von einer neuen Pain of Salvation-CD erwarten? Expect the unexpected umschreibt es wohl halbwegs befriedigend. Dass die neuformierten Schweden immer für mehr als nur eine Überraschung gut sind, war schon immer Programm. Anders ausgedrückt: Pain of Salvation waren, sind und bleiben eine musikalisch hochwertige Wundertüte. So auch hier: Diesmal hat man sich überwiegend dem Sound der 70er Jahre verschrieben - natürlich nicht, ohne diese äußerst innovative Dekade der Pop- und Rockmusik neu zu interpretieren.
Eines bleibt dabei allerdings beim Alten: Mastermind Daniel Gildenlöw singt in seiner eigenen Liga - mehr denn je, zumal die neuen Songs von ihm deutlich gesangsorientierter komponiert worden sind. Und noch eines bleibt bei aller Differenz zu den Vorgänger-Alben beständig: Man benötigt weit mehr als nur einen Durchlauf, um die Songs beurteilen und wirklich genießen zu können. Wer sich vom (durchaus variablen) Prog-Metal-Sound der ersten Scheiben nicht oder nur schwerlich lösen kann, wird sich mit Road Salt One nur schwerlich anfreunden können. Musikliebhaber, die über ein breites und tolerantes Verständnis verfügen, sei auch (oder vor allem) diese Pain of Salvation-CD wärmstens zu empfehlen.
Warum dann nur 4 statt 5 Sterne? Auf Road Salt One befinden sich 2-3 "normale" Songs, die durchaus hörenswert sind - aber denen die bandeigene Magie abhanden gekommen ist. Dies ist allerdings eher als Jammern auf hohem Niveau zu verstehen, so dass ich eigentlich gerne 4,5 Sterne vergeben hätte.
Road Salt One ist ein Pflichtkauf für musikalisch flexible Pain of Salvation-Fans - und erst Recht für alle, die bis dato nicht mit der Band warm geworden sind. Das lange Warten auf eine neue CD hat endlich ein Ende. Womit die Vorfreude auf Road Salt Two gesteigert wird, welche noch in diesem Jahr erscheinen soll. Aber sicher ist das natürlich nicht. Auch hier gilt: expect the unexpected. Vor allem musikalisch. Und das war, ist und bleibt bei dieser fantastischen Band gut so.
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27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich gehe von Bord...................., 14. Mai 2010
Von 
Peter Schulz "Musikliebhaber" (Somewhere in Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Road Salt One-Ltd. (Audio CD)
Pain Of Salvation haben zwischen 1997 und 2002 vier außerordentlich gute Prog(metal) Alben auf den Markt gebracht. Nicht zuletzt aufgrund dieses Fundamentes konnten sich die Nordländer eine breite Fanbasis aufbauen. Mit "Be" und "Scarsick" waren einige Fans schon nicht mehr so glücklich. Auch bei mir begann die Symphatie ein klein wenig zu bröckeln. Seit Wochen fiebere ich dem heutigen 14. Mai entgegen, um endlich das neue Album in den Player zu schmeißen. Genau das habe ich getan. Ich habe das Album aufgrund seiner überschaubaren Länge von ca 55 Min. drei mal gehört. Diese Rezi kann somit lediglich einen ersten Höreindruck vermitteln.
Und wie ist der erste Eindruck? Ich bringe es auf den Punkt. Pain Of Salvation machen endgültig nicht mehr die Musik, die mich begeistern kann. Das die Songs recht kurz und überwiegend einfach gehalten sind stört mich dabei überhaupt nicht. Was mich stört ist der für mich übertriebene Hang, die Stimme Daniel Gildenlöws absolut ins Zentrum zu stellen. Natürlich gehört Daniel Gildenlöw zu den unbestritten besten Sängern im aktuellen Rockzirkus. Und sein Gesang ist auf "RS1" einmal mehr fantastisch. Aber bitte schön wo ist das geniale Songwriting der Schweden geblieben? Die Songs sind für mich beliebig und zum Teil sehr langatmig. Ob das was die Schweden auf "RS1" machen wahrlich progressiv ist, kann ich nicht beurteilen. Zu häufig werde ich bei den Songs an mittelmäßigen Rock der Siebziger erinnert. Die Produktion wirkt ebenfalls leicht angestaubt (ich denke, daß das volle Absicht war).
Das Album läßt es nicht einmal krachen und die Balladen sind für meine Ohren mittelmäßig. Das Songwriting wirkt auf mich dermassen durchschnittlich, daß ich kaum glauben kann, daß es sich um Pain Of Salvation handelt.

Fazit: Ich traue mich bereits jetzt ein Urteil abzugeben, auch auf die Gefahr hin, bei Amazon in Grund und Boden beschimpft zu werden. Das Album enttäuscht mich auf ganzer Linie. Ich gebe die 3 Sterne, weil Daniel G. ein Ausnahmesänger ist. Aber auch weniger Sterne wären für mich vertretbar.
Pain Of Salvation: "Vielen vielen Dank für "Entropia", "One Hour by the concrete Lake", "The perfect Element 1", "Remedy Lane" und "Be". "Scarsick" war okay. "Road Salt 1" ist Stand heute eine der größten musikalischen Enttäuschungen des neuen Jahrtausens. Ihr macht aktuell nicht mehr die Musik, die mir gefällt."
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen PAIN OF SALVATION "immer eine Überraschung"?!, 15. Mai 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Road Salt One (MP3-Download)
Da ist es nun,daß neue Album von POS . Alle stehen ratlos da und wissen wieder nicht wie sie es einordnen sollen. Ich habe mir gleich 5 Durchläufe gegönnt! Denn mal ehrlich, wer hat schon ein Werk der Schweden-Progger gleich beim ersten Durchlauf kapiert??? Ich höre nach 11 Jahren "Entropia" immer wieder was Neues raus!!! Nun haben wir ein Album was beim ersten Durchlauf ungewöhnlich klingt. Songs die ich nach erstem hören schon mitsummen konnte.Nach 5 Durchläufen habe ich mitgesungen.Daniel Gildenlöw ist der Geniestreich gelungen uns Lieder zu beschehren, die wir den ganzen Tag mit uns rumschleppen(Ohrwürmer).ProgMetal ist abgelöst .Wir hören hier geniale Rocksongs mit einem Hauch von Prog.Abgesehen davon bin ich überzeugt das dieses Album nicht die Zukunft von PAIN OF SALVATION sein wird.Die gesangliche Leistung von Daniel Gildenlöw steht hier deutlich im Vordergrund.Ja o.k. Robert Plant braucht ja auch einen Nachfolger :-) GEFUNDEN!!! Also POS-Fans habt Spaß an diesem Album,es ist echt 4 Sterne wert! Den letzten Stern schieb ich nach wenn ich das Album "Zwanzig" mal gehört habe.Wie schon gesagt,wer hat schon ein Album von POS beim ersten Durchlauf kapiert???
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4.0 von 5 Sternen Nicht mehr wirklich Metal, dafür immer noch genial, 29. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Road Salt One (Audio CD)
Man kann den Kauf einer PAIN OF SALVATION-CD durchaus mit dem einer Wundertüte vergleichen. Ebenso wie man sich damals als Kind gefragt hat, was wohl in besagter Tüte enthalten ist, fragt man sich auch heute noch bei jeder neuen Veröffentlichung der Schweden, was einen als Hörer erwartet. Das verhält sich auch bei dem neuen Album “Road Salt One“ nicht anders. Man muss bei Daniel Gildenlöw und seinen Jungs eigentlich immer mit allem rechnen.

Dass sich PAIN OF SALVATION ständig in Bewegung be- und sich immer wieder neu erfinden, macht nicht nur die im Vorfeld veröffentlichte EP “Linoleum“ mehr als deutlich. Der Unterschied zu den vorangegangenen Alben war schon enorm und wer dachte, dass man sich anhand der EP einen ungefähren Eindruck von der Musik, die heuer auf “Road Salt One“ zu hören ist, machen kann sieht sich getäuscht. Zwar ist “Linoleum“ auch auf dem neuen Album vertreten, kann aber lediglich als ein Teilaspekt des Ganzen gesehen werden.

Wie nicht anders zu erwarten, hat die Band abermals ein extrem musikalisches Album aufgenommen, das sich tief vor den Vorbildern und Wegbereitern der progressiven Musik verbeugt. Sowohl die Art und Weise wie die Songs komponiert sind, als auch die Produktion atmen auf angenehme Weise den Spirit der 70er und deren musikalische Aufbruchsstimmung. Das Spektrum, das uns die Schweden auf “Road Salt One“ anbieten, ist enorm. Es finden sich darauf rockige Nummern wie der Opener “No Way“ und “Darkness Of Mine“, bluesige Stücke wie das relaxte “She Likes To Hide“ oder auch sentimentale, melancholische Songs wie das zerbrechliche “Sisters“. Daneben stehen Lieder, die selbst für PAIN OF SALVATION-Verhältnisse ungewöhnlich sind. “Of Dust“ beispielsweise ist einem Choral nicht unähnlich und hat fast schon sakrales Flair. Ebenso melancholisch, verzweifelt und fragil vorgetragen wie “Sisters“ berührt dieses intensive Stück den Hörer. Eine weitere Nummer ist sicherlich auch “Slepping Under The Stars“, das von der Band in die Nähe des französischen Chanson gerückt wurde und ebenfalls zu gefallen weiß.

Zu Gefallen weiß auch “Road Salt One“ als Ganzes ebenso wie die anderen Veröffentlichungen der Band – das war mir irgendwie im Vorfeld schon klar. Aber – und es ist hier ein dickes “aber“- man muss sich auf die Musik von PAIN OF SALVATION einlassen können. Es wird von der Band wahrscheinlich auch niemals ein Album geben, das unter die Rubrik “Easy Listening“ fällt. Deshalb ist es nötig, Zeit für “Road Salt One“ zu erübrigen. Das Album ist nicht so komplex und sperrig wie “Be“ seinerzeit, aber durch die vielen unterschiedlichen Stile, die vielen Nuancen und subtil eingeflochtenen Facetten, die man erst nach mehrmaligem hören vollends realisiert, braucht es trotzdem seine Zeit sich dem Hörer zu öffnen.

Von ihren progressiven Metal-Wurzeln sind PAIN OF SALVATION mittlerweile sehr weit entfernt, daher könnten Liebhaber dieser Richtung Schwierigkeiten mit der Platte haben. Vielmehr ist der Metal-Anteil nur einer unter vielen, den die Schweden munter in ihren Kompositionen etablieren. Für Fans beginnt mit “Road Salt One“ eine neuerliche Reise, die sich wieder einmal eminent von seinen vorherigen unterscheidet. Stagnation wird man vergebens suchen. PAIN OF SALVATION sehen Progressive Rock in seinem ursprünglichen Kontext und entwickeln sich stetig, mit dem nötigen Mut, weiter und man darf jetzt schon gespannt sein, was die Zukunft bringt. Hier und heute sollte dieses schöne und melancholische “Road Salt One“ die Fans zufrieden stellen.
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3.0 von 5 Sternen Das Ende der Gänsehaut, 14. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Road Salt One-Ltd. (Audio CD)
Egal welche Musikrichtung PoS eingeschlagen haben, eins war allen Alben gemein: Der Gänsehautfaktor. Aber genau dieser nimmt seit Scarsick kontinuirlich ab und erreicht mit Road Salt 2 den Tiefpunkt. Road Salt 1 hat wenigestens mit "Sister" und "Road Salt" zwei Titel im Rennen, die einen berühren. Die anderen Titel finde ich teilweise einfach nur noch nervig und erschliessen sich auch nicht nach mehrmaligem hören. Das reicht für mich nur noch für drei Sterne. Sehr schade.
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5.0 von 5 Sternen unerhört, 4. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Road Salt One-Ltd. (Audio CD)
nach rezension von road salt 2, kann ich mich bloss wiederholen.

der sound auf road salt 1 ist weniger rockig als auf road salt 2, dafür deutlich verspielter und mehrschichtiger.

obwohl progrock-affin für mich die mit abstand besten scheiben von pain of salvation, weil der eindruck ensteht, dass auf diesen scheiben genau das gespielt wird, was die band am besten kann.

wer intelligenten rauhen sound mag, wird hier nicht enttäuscht.
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4.0 von 5 Sternen Album mit ein paar Schwächen, 30. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Road Salt One-Ltd. (Audio CD)
Keine Frage, das Schubladen-Denken ist gerade bei Musik ungut und bei PoS würde man sich die Zähne ausbeißen. Sie wechseln mit jedem Album ihren Stil, was ja auch nichts schlechtes ist, blieb doch die Quintessenz, die depressive Atmospähre durch Musik, Text und Gesang, immer vorhanden. Gegen Scarsick und BE hatte ich daher nichts einzuwenden, beides tolle Alben. Dieses Album, für sich genommen auch exzellent, zeigt jedoch im Kontext zu den Vorgängern ein paar Schwächen:

-Zur Musik:
nach Progressive Metal und ProgRock in den ersten vier Alben, symphonisches was-auch-immer bei BE und progressiver 70er Discosound bei Scarsick bewegt sich dieses Album in den Bereichen 70er Rock, Country und Metal. Auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig aber nicht schlecht. Trotzdem fehlt bei manchen Songs einfach die alte Seele. Sie sind nicht schlecht wirken aber auch nicht so stark auf die Hormondrüsen. Bei Songs von The Perfect Element I musste ich manchmal kurz die Pausetaste drücken um das gerade durchstandene Lied auf mich wirken zu lassen und all seine Facetten zu begreifen. Das ist bei diesem Album nicht immer der Fall. Die Songs sind gut, oft sehr gut aber eben nicht die Meisterwerke nach alter Manier.

-Gesang:
Daniel Gildenlöw beweist wiedermal die Wandlungsfähigkeit seiner Stimme. Bei meinem ersten PoS-Album (Perfect Element) habe ich wirklich gedacht, die Band hätte zumindest 3 Sänger. Der Mann ist ein echtes Stimmtalent. Reine Geschmackssache, aber ich finde, Gildenlöw hat auf diesem Album mit seiner leidenden-weinerlichen Stimme teilweise etwas übertrieben. Die Atmosphäre leidet darunter.

-Konzept und Text:
Road Salt One ist (wie auch alle anderen Alben) ein Konzeptalbum, was aber nicht ganz so klar rüberkommt. Es geht irgendwie um die Leidenswege (eben "Roads") von verschiedenen Menschen und die Entscheidungen die sie "down the road" treffen mussten (hat also vom Konzept her ganz geringe Ähnlichkeit mit Remedy Lane). Ich kann von allen PoS-Alben den Text auswendig und habe ihn größtenteils auf Deutsch übersetzt. Bei Road Salt habe ich momentan aber keine Lust dazu. Die Texte haben auch etwas an Kreativität eingebüßt. Sie wirken teilweise etwas lieb- und einfallslos und irgendwie wiederholt sich die Story.

Trotz meiner vielleicht harten Kritik verdient das Album seine 3,75 Sterne. Es hat Höhen und Tiefen. Manchmal wünschte ich mir eben die Atmosphäre von alten Alben her. PoS hat auf diesem Album experimentiert (also eigentlich alles wie immer) und sich bei dem ein oder anderen Lied halt etwas vertan. Mal sehn, wie sie sich weiterentwickeln. Road Salt 2 sollte diesen Herbst erscheinen. Ist das Album nun zu empfehlen? Auf jeden Fall für Fans die auch BE und Scarsick ihre zweite Chance gegeben haben. Für Hörer, die bereits BE und/oder Scarsick verfluchten, ist dieses Album nur unter Vorbehalt geeignet. Man muss den Stil eben mögen.
Was sich auf jeden Fall stark verbessert hat, ist der Sound, der auf Perfect Element zum Beispiel nicht sehr berauschend war. Anscheinend hat Gildenlöw diesmal einen kompetenten Techniker gefunden.

Noch eine Anmerkung zur Limited Edition:
Wenn Sie den Text gründlich durchlesen, wird ihnen auffallen, was unter "Extended Song Version" zu verstehen ist...
Die "normale" Version ist eigentlich nur die jugendfreundlich zensierte Version. Wer aber nicht prüde ist, sollte nicht davor zurückschrecken die Ltd. Edition zu kaufen, es lohnt sich.

Meine Top 3:
-Sisters: Einfach nur ein schöner Walzer, sehr traurig, sehr gut instrumentiert, sehr gut gesungen
-Sleeping under the Stars: Etwas schräger, abgedrehter Song mit dissonanten Harmonien
-Where it Hurts: Düster, erinnert wohl am meisten an die PoS-Klassiker
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4.0 von 5 Sternen Die Schweden pfeifen einmal mehr auf Konventionen - darkscene.at, 24. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Road Salt One-Ltd. (Audio CD)
Schande über den Rezipienten werden sich die nun Prog-Fanatiker unter den Darkscene Lesern denken und gleich mal laut stöhnen über jene Tatsache, dass ein ' dem 'Fortschritts Rock' - eigentlich nicht so abgeneigter wie meiner Einer mit den Schweden von Pain Of Salvation nie was am Hut hatte. Nun gebührt mir dieser Tage die große Ehre den brandaktuellen Output der scheinbar recht außergewöhnlichen Truppe in Visier zu nehmen. Die seit 1991 unter dem Banner Pain Of Salvation firmierende Band um Gründer/Sänger Daniel Gildenlöw veröffentlichte bisher sechs Studioalben sowie einige EPs, darunter die recht aktuelle namens "Linoleum" im November 2009, die quasi als thematischer Vorläufer für dieses Album ins Rennen geschickt wurde. Erwähnt werden muss auch die Teilnahme bei den schwedischen Melodifestivalen, sozusagen die nationale Endausscheidung für den Euro Songcontest, den POS immerhin bis zur 'Second Chance' übertauchen konnten. Mit dem Titelstück des vorliegenden Werkes schuf das Quintett somit zwar nicht den erhofften Finaleinzug, dank einer phänomenalen Performance wurde aber immerhin ein breites Medieninteresse an Pain Of Salvation erweckt, dem ein paar Millionen Zuseher beiwohnten. Der Prophet, der im eigenen Land doch noch spät erhört wird, könnte man meinen.

Der Terminus Progressiv Rock ist ein äußerst dehnbarer Begriff. Denn hier offenbart sich ein Album, dass sich über weite Strecken deutlich dem Siebziger Blues Rock sowie Soul widmet und sich eher, wenn man jetzt so will 'regressiv' zeigt. Zumindest die erste Hälfte der CD betreffend kann dies so stehen gelassen werden. Die Qualität? Die leidet indes keineswegs darunter. Gefühlsbetont, frei von der Leber und ungezwungen entfalten sich solch unterschiedliche Kompositionen wie der überraschend straighte Opener "No Way", das gänzlich auf Blues basierende "She Likes To Hide", das ruhige und zum Weinen schöne "Sisters", dem sich "Of Dust" in selber Manier gleich anschließt oder das sehr introvertierte und nicht minder filigrane Herzstück "Road Salt" - jener Song wie schon erwähnt, der einem großen Publikum in der Heimat präsentiert wurde und nur aus Mellotron und Vocals besteht. Das durch Laut/Leise Dynamik geprägte "Curiosty" könnte nach der bekannten "Linoleum" Hitsingle durchaus die nächste werden, während das stilistisch nicht festzunagelnde Quintett bei "Where It Hurts" eine Form von Zerbrechlichkeit vorgibt, die sehr, sehr tief berührt. Schwer definierbar ist da hingegen so ein Song wie "Sleep Under The Stars", der ' so unglaublich es klingen mag ' als Soundtrack eines Aristokratenstreifen der Zwanziger/Dreißiger Jahre durchgehen könnte ' irgendwie erinnert die humorvolle Atmosphäre an eine Zirkusgala und ebenso an die "Bohemian Rhapsody" von Queen. Kontraste, Kontraste und nochmals Kontraste, wohin das Ohr auch hinhört. Knuffige Country-Vibes besitzt dann plötzlich "Tell Me You Don't Know", der als einer der wenigen goldenen Stimmungsaufheller regelrecht im Abseits weilt, wogegen das siebenminütige, Spannungsgeladene Finale "Innocence" mit seinem dezent orientalischen Flair zu den pompösen Led Zeppelin Mammutwerken schielt, somit nicht gerade in die Rubrik easy-cheesy purzelt und dementsprechend nachdenklich den Part 1 des (geplanten) zwei teiligen Konzeptalbums ausklingen lässt.

Keine Frage: Pain Of Salvation bieten in ihrem kunterbunten Klangkosmos äußerst viel Licht und Schatten bzw. Graustufen dazwischen und sind in der Tat eine begrüßenswerte und interessante Kapelle, die es vorzüglich versteht, neue Ufer zu bekunden - womit diverse, stilfremde Elemente großteils pfiffig fusioniert werden. Von ästhetisch strahlenden Kulissen über melancholische Momente bis spartanisch gestylte Kost und noch mehr ist hier einfach alles in Begriff, ein schier überdimensionales Klangkleid chamäleonartig zu ändern. Genug Beschäftigungstherapie jedenfalls für aufgeschlossene Hörerschichten, die gerne über den Tellerrand hinaus blicken möchten.
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Road Salt One
Road Salt One von Pain Of Salvation (Audio CD - 2010)
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