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937 von 1.027 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. April 2011
Ich habe das Gerät heute morgen erhalten und schaue mir seit einigen Stunden den eBook-Reader nun näher an.

Da über die Hardware schon genug gesagt wurde, und der DE-Preis auch ausführlich diskutiert wurde, fokussiere ich meine Betrachtung auf die Software des Geräts.

Nach dem Auspacken und ersten Einschalten sehe ich, dass das Gerät bereits auf meinen Amazon-Account konfiguriert wurde.
Das kann man gut oder schlecht finden, (es ist auch leicht änderbar) zeigt aber, dass Amazon sich hier ein paar Gedanken gemacht hat. Erfreuliche Abwechslung zu der sich verbreitenden "Das Geld des Kunden ist eingegangen, jetzt können wir ihn ignorieren"-Mentalität anderer Unternehmen.

Ein Blick in den "Kindle Store" unter "Newspapers" und "Magazines" zeigt eine internationale Auswahl an Zeitschriften und Zeitungen (mit $-Preisen).
Bei einem Besuch der "My Kindle"-Seite kurze Zeit darauf wird mir angeboten meinen amerikanischen (Amazon.com) Account nach Amazon.de umzuziehen, was ich auch mache. Nun bietet der Kindle im "Store" eine neue Kategorie "German Books" an und die Kategorien "Newspaper"/"Magazines" führen statt zu einer internationalen Auswahl an eBooks zu einer auf den deutsch-sprachigen Raum fokussierten Auswahl. Ob man die weggefallenen internationalen Zeitungen/Magazine trotzdem noch abonnieren/kaufen kann ist mir derzeit nicht bekannt, sie scheinen aber komplett verschwunden zu sein. (Manche Leute werden darüber nicht sehr begeistert sein.) Die Preise werden jetzt auch in € angezeigt.

Bei der Kernfunktionalität, also beim Darstellen von Texten muss man einige Abstriche machen, die entschuldbar wären, wenn es sich bei dem Gerät um ein Smartphone o. ä. handeln würde, bei dem
a) man notfalls die Anzeige-Anwendung austauschen könnte und
b) das Darstellen von Büchern nicht der primäre Nutzungszweck wäre.

Negativpunkte:

1. Die Schriftauswahl ist beschämend.
Das Gerät scheint nativ nur 2 Schriften zu beherrschen: Ceacilia und Arial.
- Die Nutzung von Arial wirkt völlig unprofessionell und ist indiskutabel. So ein Patzer sollte normalerweise in der Qualitätskontrolle bei Amazon auffallen und nicht dem Kunden.
- Caecilia ist eine recht eigenwillige Slab-Serif. Dieser Stil mag in den Vereinten Staaten ja durchaus beliebt und verbreitet sein, wirkt aber hierzulande etwas befremdlich und für viele Texte deplatziert.
- Das Fehlen einer Schrift mit fixer Breite macht die Nutzung informationstechnischer und -wissenschaftlicher Schriften zur Qual.

2. Kein funktionierender Blocksatz.
Das Schriftbild wirkt durch die fehlende Silbentrennung und den nicht vorhandenen optischen Randausgleich bei dem angebotenen "Blocksatz" vor allem in deutschen Texten unruhig, mit deutlichen Lücken stark variierender Breite zwischen den einzelnen Worten.

3. Schriftdarstellung lässt zu wünschen übrig.
An einigen Stellen ist die Schrift deutlich unscharf. Auch bei flüchtigem Blick sind die einzelnen Blöcke zu erkennen. Ob das an der Hardware liegt, an der Schrift oder am Fontrenderer lässt sich auf Grund der mageren Schriftauswahl schlecht bestimmen.
Die Druckqualität einer günstigen Tageszeitung ist hier deutlich besser und bei weitem nicht mit der Anzeige des Kindles vergleichbar. Trotzdem stört das beim Lesen nicht wirklich.

4. Schlechte Schriftoptionen.
Von den Wahloptionen (8 Schriftgrößen, Caecilia Regular/Ceacilia Condensed/Arial, 3 verschiedene Zeilenabstände) machen nur die wenigsten Kombinationen wirklich Sinn. Hier sollte man ggf. einige der größten Schriftgrößen zu Gunsten einer zusätzlichen mittleren Variante streichen. Statt der Condensed-Variante wäre eine Variante mit geringerer Strichstärke zu bevorzugen, da sowohl Regular als auch Condensed in den kleinsten Schriftgrößen zu fett wirken.

Eine Option zum Wählen von Flatter-/Blocksatz fehlt gänzlich.

Ich denke, dass ich das Gerät behalten werde (ich bin mir noch nicht ganz sicher), hoffe allerdings, dass Amazon die Software-Probleme in folgenden Firmwareaktualisierungen den Griff bekommt und die Textdarstellung allmählich europäischen Standards des letzten Jahrhunderts gerecht wird.

Fazit: Hardware gut, Software ausbaufähig. Deutliche Abstriche bei der Textdarstellung, die dafür, dass hier ein eBook-Reader verkauft wird, doch etwas überraschend sind. Das Gerät hat Potential, enttäuscht aber auf den letzten Metern doch erheblich.
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47 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Juni 2011
Ich habe lange überlegt, ob ich mir nun einen eBook-Reader anschaffen soll oder nicht. Abgehalten hatten mich immer die Preise, die nach meinem Gefühl für ein Gerät, mit dem man nichts anderes als Bücher lesen kann, doch etwas überteuert waren. Außerdem will ich nicht "tausende" elektronische Geräte zu Hause haben. Das nervt mich schon bei den Fernbedienungen. Im Urlaub komme ich mir auch schon eher wie ein Handlungsreisender in elektronischen Kleinteilen (Kabeln, Ladegeräte etc.pp.) vor, als wie ein "richtiger Tourist". Früher hatte der Tourist nur gut erkennbar eine Fotokamera vor dem Bauch hängen, jetzt schleppt er gleich nen kleinen Koffer mit elektronischen Geräten, Kabeln, Batterien und Ladegeräten mit sich.

Ein weiteres Problem sind diese Inkompatibilitäten, denen die Firmen mit inbrunst anhängen. Jeder muss unbedingt seinen eigenen propietären Standard pflegen und der Kunde, der ja eigentlich König sein sollte, darf sich mit diesem Unsinn abplagen. Zu guter Letzt hatte mich auch das verfügbare Angebot an eBooks nicht vom Hocker gerissen.

Nun, da ich jetzt Besitzer eines Kindle bin, müssen meine Bedenken alle hinfällig geworden sein, oder? Naja... teils teils, sagen wir mal.

Der Preis von € 139,- für den Kindle, den ich mir gekauft habe, ist für mich akzeptabel. Mehr würde ich persönlich für ein solches Gerät nicht ausgeben. Die Version zu € 189,- mit 3G ist mir entschieden zu teuer und ich brauche sie wirklich nicht. Zu Hause komme ich über WLAN ins Web und unterwegs kann ich in meinem Handy einen mobilen WLAN-Hotspot einrichten, womit dann auch der Web-Zugang gewährleistet wäre.

Um die Geräteinflation zu bekämpfen, hatte ich lange mit dem Gedanken gespielt, den eBook-Reader mit einem Tablet "zu erschlagen". Derzeit warte ich aber noch auf das Tablet, dass mich "überzeugt" und zum Anderen finde ich Tablets zum dauerhaften lesen (wenn ich lese, dann am Stück) etwas zu schwer. Bei Sonnenlicht ist von lesen können überhaupt keine Rede mehr... schlichtweg nicht brauchbar.
Hier punktet ganz eindeutig die eInk-Anzeige, die kaum spiegelt und fast wirklich den Eindruck eines Papierblatts hinterlässt. Also eingesehen, dass sich mein elektronisches Sammelsurium derzeit doch noch nicht ausdünnen lässt.

Kommen wir zu den Inkompatibilitäten oder der Formatinflation bei den eBooks. Anstatt sich auf ein einheitliches Format zu einigen (da war man zu Anfang des 20. Jahrhunderts schon mal weiter, als man die Normung "erfand"), müssen natürlich gleich wieder dutzende eBook-Formate kreiert werden, mit und ohne DRM, damit man auch die Kunden schön an der kurzen Leine halten kann. Dem kann man aber entgegen wirken, indem man sich Calibre auf den PC installiert, womit die verschiedenen Formate ineinander umgewandelt werden können. Also, Problem der Formatinflation nicht beseitigt, wenigstens aber gibt es eine Lösung, die den Kindle unabhängig von Amazon macht. Schließlich bin ich kein Sklave einer Firma, bei der ich gekauft habe. Durch Calibre erschließe ich mir also auch die eBooks anderer Anbieter mit anderen Formaten, solange sie nicht DRM-geschützt sind, und kann das Angebot für eBooks doch etwas aufweiten.

Also, meine ursprünglichen Bedenken waren nicht alle beseitigt, aber immerhin sind Kompromisse möglich, mit denen ich leben kann und die mich dann doch zum Kauf eines solchen Gerätes bewogen haben. Ist das Leben nicht ein einziger Kompromiss?

Nach langer Vorrede also nun zu meinem Kindle. Die Lieferung erfolgte schnell, nach so etwa 2 - 3 Tagen (hab nicht so genau drauf geachtet), lag das Gerät bei mir auf dem Tisch. Von der Größe hat er in etwa Taschenbuchformat und liegt angenehm in der Hand. Das Gewicht von ca. 200 Gramm (genaueres kann man bei der Produktbeschreibung nachlesen) ist für Dauerlesen geeignet und sogar leichter als einige dicke Bücher. Die Anzeige ist nicht mit den Fingern bedienbar, was ich auch als positiv empfinde. Erstens brauche ich wirklich keine Fingerabdrücke auf der Anzeige, wenn ich lesen will und zweitens sind die Funktionalitäten eines eBook-Readers doch soweit beschränkt, dass eine Bedienung á la aufwändiger Gestensteuerung etwas überkandidelt wäre. Man beachte: Man muss nicht alles machen, was möglich ist, sondern man sollte nach Möglichkeit nur das machen, was auch wirklich sinnvoll ist. Bedient wird der Kindle also ganz klassisch über Tasten zum Blättern (jeweils zwei für vor und zurück) links und rechts seitlich mittig am Gerät angeordnet und einem Tastaturfeld im unteren Bereich. Die mittige Anordnung der Blättertasten hat Vor- und Nachteile. Vorteil ist, dass man mit dem Daumen blättern kann, wenn der Kindle einhändig gehalten wird, Nachteil ist, dass ich ab und zu einmal weiter blättere, wenn ich den Kindle einfach irgendwo hinlegen will. Dabei greife ich ihn auch meistens in der Mitte am Rand und schwupps... schon sind die Seiten umgeblättert. Das passiert aber logischerweise nur dann, wenn man gerade ein Buch geöffnet hat. Die Tastatur ist für Finger, die nicht gerade als grazil zu bezeichnen sind, etwas klein geraten, aber reichen für die Anwendung aus, ohne dass man die Krise bei der Bedienung bekommen würde. Hier muss man schließlich auch einen Kompromiss zwischen Gerätegröße, Anzeigengröße und dem Platz zur Bedienung des Gerätes finden. Im Großen und Ganzen würde ich das Konzept als in Ordnung betrachten.

Was gibts sonst noch an dem Gerät.

- Auf der Rückseite zwei Lautsprecher (man kann sich Texte vorlesen lassen). Brauch ich nicht.
- Auf der linken Seite im Rand sind zwei Kerben eingelassen, mit denen man den Kindle in eine Amazon-Lederhülle befestigen kann. Dazu
gibt es in der Hülle zwei Haken, die dort einzuklipsen sind. Bei der Version mit integriertem Licht dienen die Haken gleichzeitig noch
als elektrische Kontakte, über die die LED-Lampe mit Strom versorgt wird.
- An der Unterseite des Gerätes
- eine Taste zur Lautstärkenregelung. Brauch ich nicht
- einen Kopfhörereingang. Brauch ich nicht
- Mini-USB zum Aufladen und zum Anschluss an den PC. Der Kindle dient dann als Festplatte
- Schalter zum Ein- und Ausschalten und zum Zurücksetzen des Kindle, falls er einmal abstürzt. Absturz ist bei mir bisher einmal
geschehen

Als Zubehör gibt es ein USB-Kabel, mit dem man den Kindle an den PC anschließen kann. Damit sind zwei Funktionen gegeben:

1) Kindle dient als Festplatte; d.h. man kann eBooks etc zwischen Kindle und PC austauschen. Geht mit Calibre ohne Probleme
2) Aufladen des Kindle am PC.

Nicht mitgeliefert wurde ein Steckdosenadapter, so dass man auch an der Steckdose direkt aufladen kann. Den musste ich mir zusätzlich bestellen. Das halte ich für ganz schlecht bei solch einem Gerät! Schließlich will ich nicht im Urlaub auch noch ein Laptop mitschleppen müssen, um mein Kindle aufladen zu können.

Die eInk-Anzeige des Kindle, die meiner Schätzung nach in etwa 3/4 der Fläche eines Taschenbuchs zur Verfügung stellt, ist einfach nur gut. Gute Kontraste, gute scharfe Konturen der Schriftzeichen, kaum Spiegelungen. Ich würde sagen: Überzeugend! Blättert man Seiten um, wird die Anzeigenfläche kurz schwarz, was aber nicht wirklich stört und schon nach kurzer Zeit von mir nicht mehr wahr genommen wurde.

Nun zu Bedienung selbst:

Die Bedienführung des Kindle ist englisch. Das halte ich auch für schlecht. Wenn man Produkte in einem Land verkaufen will, sollte man den Kunden schon soviel Respekt zollen, dass man diese Produkte auch entsprechend lokalisiert. Das ist nun wirklich kein Problem. Allerdings ist der Anspruch an die Bedienung nicht so komplex, dass Menschen, die der englischen Sprache nicht so mächtig sind, ein unüberwindbares Problem bekämen.

Der Kindle kann mit einem Passwort gegen unbefugte Benutzung gesichert werden. Das ist eine sinnvolle Einrichtung. Allerdings fände ich es auch praktisch, wenn einzelne eBooks mit PW gesperrt werden könnte -> Kindersicherung. Das ist leider nicht möglich.

eBooks können mit so genannten "Collections", was vergleichbar mit Ordnern ist, geordnet werden. Allerdings ist es nicht möglich, diese Collections zu schachteln; d.h. es ist nicht möglich, innerhalb einer Collection eine weiter zu erzeugen. Hier wäre für die nächsten Versionen auch noch Nachholbedarf.

Je nachdem, was man gerade macht, kann man sich über eine Menü-Taste Zusatzfunktionen aufrufen. Die erzeugten Menüs sind Kontextabhängig. Es werden also immer nur die Funktionen angezeigt, die in der speziellen Funktion auch Sinn ergeben. In eBooks lassen sich Lesezeichen und Bemerkungen einfügen. Am unteren Rand wird der Lesefortschritt in Prozenten angegeben. Es gibt keine Seitenzahlen. Seitenzahlen fehlen mir allerdings auch nicht. Die Prozentwerte reichen meiner Meinung nach vollkommen aus. Schließt man ein Buch, merkt sich Kindle die Seite und bietet sie beim nächsten Öffnen des Buches wieder an. Außerdem werden Änderungen an Bücher (Lesezeichen, Bemerkungen, aktuelle Seite) mit dem Amazon-Konto synchronisiert, so dass man am Kindle ein Buch lesen kann, und später zB am Handy im gleichen Buch an der Stelle weiter lesen kann, an der man beim Kindle aufhörte. Prima Sache.

Bücher können auf dreierlei Arten auf den Kindle übertragen werden:

1) Über WLAN bei Amazon direkt einkaufen
2) Über eMail eine Datei an den Kindle senden (dabei können uU. Gebüren seitens Amazon anfallen)
3) Über USB vom PC direkt auf den Kindle übertragen

Der Kindle kann auch PDF-Dateien darstellen. Allerdings nutze ich dies kaum, da abhängig vom PDF die Darstellung der Schrift extrem klein werden kann. Es gibt zwar die Möglichkeit, die Darstellung zu vergrößern, allerdings sinkt dadurch der Lesekomfort beträchtlich, da man in der Darstellung nur noch Teilbereiche des PDF angezeigt bekommt und man das PDF unter der "Lupe" ständig verschieben muss. Für mich ist das nicht brauchbar. Gegebenenfalls kann man versuchen, PDF über Calibre in das eBook-Format des Kindles zu transferieren.

In den Dokumenten lassen sich außerdem Schriftgröße, Zeilenabstand und einiges mehr einstellen. So ist es auch möglich, die Ausrichtung eines eBooks in der Anzeige festzulegen; zB Hoch- oder Querformat. Leider aber bezieht sich diese Einstellung dann auf die Anzeige ganz generell. Hier würde ich mir wünschen, dass diese Einstellung pro Dokument vergeben werden könnte.

Im Hauptmenü unter "Experimental" findet man noch prototypische Funktionen des Kindle, die man ausprobieren und zu denen man seine Einschätzungen an Amazon senden kann. Meine Anmerkungen dazu:

- Web Browser: Kann man vergessen. Der ist nur für Wikipedia brauchbar.
- Play MP3: Naja, könnte ganz nett sein. Mein Handy spielt aber schon MP3 ab, deswegen werde ich mir den Kindle-Speicherplatz nicht mit
MP3 füllen, sondern mit Büchern. Dazu ist er schließlich auch da... der Kindle natürlich.
- Text-to-Speech: Brauche ich schlicht und ergreifend nicht. Ich will lesen und nicht vorlesen lassen. Jedenfalls, solange ich noch
lesen kann

Soweit meine Einschätzung nach 2 Wochen Kindle.
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44 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Mai 2011
Um es vorweg zu sagen: Das Gerät ansich hält, was es verspricht:

+ Das Display ist unglaublich scharf und kontrastreich
+ Das Umblättern von Seiten geht zügig (wahrscheinlich schneller als bei einem normalen Buch)
+ Sowohl bei sehr starkem Lichteinfall als auch bei (relativ) schwachem Licht noch gut lesbar
+ Gute Haptik
+ Akku ist nicht leer zu kriegen
+ Shoppen im Kindlestore ist kinderleicht

Nachdem ich mich nun eine Woche mit dem Gerät auseinander gesetzt habe, habe ich aber doch noch den ein oder anderen Punkt zu bemängeln:

1. Auf dem Kindle sind drei Wörterbücher vorhanden: Nämlich The Oxford Dictionary of English, The New Oxford American Dictionary und der Duden. Im Menü kann eingestellt werden, welches Wörterbuch als Standard genutzt werden soll. Hier habe ich den Duden eingestellt. Das wiederum heißt, dass wenn ich beim Lesen eines englischen Buches natürlich keine Einträge finde. Logisch. Dumm nur: Selbst wenn ich nun die Oxford Dictionaries als Standard einstelle, greift der Kindle immernoch auf den Duden zurück --> Lächerlich

2. Der Browser, der ja immerhin im eigenen W-LAN-Netz genutzt werden kann und auch von Amazon als Experiment bezeichnet wird, ist in der Tat totaler Schrott. Sprich: Mal schnell im Internet surfen macht WIRKLICH keinen Spaß.

3. Als europäischer Kunde bietet der Kindle einem nicht die Möglichkeiten, die er einem US-Kunden bietet: Ich als Twitter-Fan war von der Möglichkeit begeistert, soeben gelesene Textstellen bei Gefallen zu markieren und direkt in die Welt zu tweeten. Dies ist leider als deutscher Kunde nicht möglich. Das gleiche gilt für Facebook.

4. Die CPU des Kindles könnte schneller sein: Wenn man sich mal zügig durchs Menü des Kindles bewegen möchte, merkt man schnell, das der Kindle an seine Grenzen kommt. Beim Lesen eines Buches dürfte dies jedoch zu keinen Problemen führen.

5. Die Coverbilder: Schaltet man seinen Kindle aus, erscheinen auf dem Display Coverbilder berühmter Schriftsteller, was ansich ja auch nicht zu kritisieren ist. Jedoch hätte ich als Benutzer gerne die Möglichkeit, Bilder von Schriftstellern, die ich z.B. nicht mag und auch nicht lese, zu löschen, so dass sie nicht mehr angezeigt werden. Oder ich würde gerne eigene Coverbilder erstellen und auf mein Kindle laden. Dies alles ist NICHT möglich. Das ist wirklich ein Punkt an dem sich viele User stören. Hier hilft nur ein sogenannter Jailbreak - aber das kann ja wohl nicht im Sinne von Amazon sein...

6. Text-to-Speech-Funktion: Was mit englischen Texten echt beeindruckend funktioniert, klappt mit deutschen Texten leider nicht, da die Computerstimme deutsche Wörter mit englischem Slang ausspricht.

FAZIT: Die meisten meiner Kritikpunkte sind von "softwaretechnischer" Natur und könnten mit Hilfe eines Software-Updates behoben werden. An der Hardware ansich gibt es nur wenig auszusetzen.

Ich persönlich habe den Kauf zwar nicht bereut, erwarte jedoch von Amazon, die o.g. Kritikpunkte auszubessern bzw. den europäischen Kunden in naher Zukunft die gleichen Möglichkeiten zu bieten, die auch einem amerikanischen Kunden geboten werden.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. September 2011
Zuerst will ich kurz meine Gründe und Absichten beim Kauf darlegen, damit der Leser abschätzen kann, ob er sich in einer ähnlichen Situation befindet.

Eigentlich konnte ich mir nie vorstellen, jemals ein Buch auf einem elektrischen Ebook Reader zu lesen. Zu sehr war ich damit glücklich, ein Buch in der Hand zu haben, auf gedruckten Seiten, die sehr gut riechen, und es dann ins Regal stellen zu können.
Ich bin jemand, der sehr gerne Klassiker ließt. Ich mag Victor Hugo, Charles Dickens, Jules Vernes...
Als ich im Internet die große Auswahl an sehr günstigen oder sogar kostenfreien Klassikern sah, die man auf den Kindle einfach von Zuhause aus herunterladen konnte, stand für mich fest:
dem Gerät gebe ich eine Chance. Da ich nicht ausschließlich Klassiker laß, wollte ich das sonstige Angebot ebenfalls im Auge behalten und eventuell auch mal ein neueres Buch kaufen.

Als das Gerät kam, war ich davon sehr begeistert. Alle Zweifel waren zerstreut.
Und wirklich ist es so, dass ich bei der Rezension zwei verschiedene Bereiche unterscheiden möchte.

Zunächst zum GERÄT:

An dem Reader gibt es so gut wie nichts auszusetzen. Der Akku hält ewig, die Auflösung, wie von E-Ink erwartet, ist hervorragend.
Für den Nostalgiker wie mich, der Probleme mit Büchern im Zusammenhang mit modernen Geräten hat, ist der Reader ideal: er wirkt eher wie eine alte Setztafel und nicht wie ein quitschbuntes Bling Bling Gerät.
Die E-Ink Technologie funktioniert so, dass wirklich vorhandene Tinte Partikel (aus was sie bestehen ist je nach Reade teils sehr unterschiedlich) mit Hilfe von elektrischen Feldern auf dem Display angeordnet werden. Die so entstandene Seite ist also sozusagen zwar "elektrisch angeordnet", aber ähnlich wie eine gedruckte Seite braucht sie keine Energie mehr, um angezeigt zu werden. Es ist, um es ein wenig zu umschreiben, als ob das Gerät beim Umblättern mit etwas ähnlichem wie echter Tinte die neue Seite "schreibt" und sich dann wieder ausschaltet.
Daher zeigt es auch im ausgeschalteten Zustand hübsche Bilder an, die dem Bücherfreund sehr erfreuen - von Autoren, beispielsweise.
Die Bedienung ist sehr intuitiv, und, im Gegensatz zu richtigen Büchern, ist es möglich, die Größe der Lettern anzupassen, und noch einiges mehr.

Einziges Manko ist die Anzeige von PDFs, die funktioniert noch nicht tadellos. Teilweise gibt es Probleme beim Anzeigen von Grafiken, und es ist umständlich, die Seiten ordentlich skaliert zu lesen.

Nun zum SERVICE:
Mit dem Kindle ist man großteils an den Service von Amazon gebunden.
Ich für meinen Teil stürzte mich auf die ganzen Klassiker, die es kostenlos gab, und musste schnell feststellen:
diese waren nur ein Lockmittel, und der bereits gewonnene Kunde muss sich mit teils bodenlosen Umsetzungen zufrieden geben.
Der Anfang des Problems ist die mangelnde Beschreibung des Buches.
So ist bei manchen Büchern nicht einmal ersichtlich, ob man nun im Begriff ist, die englische oder die deutsche Ausgabe herunterzuladen.
Es ist auch nicht klar, welche Art der Ausgabe, welcher Übersetzer etc.
So passierte es mir also, dass ich "Oliver Twist" von Charles Dicken runtergeladen habe, und ungefär bei einem drittel des Buches verärgert feststellen musste:
das Buch beinhaltet nicht nur eklatante Rechtschreibfehler - weiß der Kuckuck, wie die Zustande kommen -, sondern es _fehlt_ auch noch so einiges. Nach einigem Recherchieren musste ich von verärgerten Kunden hören, dass es sich um eine gekürzte Fassung eines unbekannten Übersetzers handelt, keineswegs die Standardausgabe.
Ungeheuer ärgerlich, denn auf diesem Weg hatte ich schon viel des Buches gelesen und mir damit den Lesegenuss ordentlich verdorben.
Aber was sollte ich machen? Es gab tatsächlich noch eine andere Ausgabe zum kostenlosen Download - diesmal die richtige Ausgabe -, Rechtschreibfehler wieder inklusive.

Noch schlimmer war es, als ich mir von Victor Hugo die "Novellen und Erzählungen" runtergeladen habe.
Bei ungefär der 40% des Buches dachte ich mir: diese Geschichte hat verblüffenden Umfang, und außerdem ordentliche Ähnlichkeit mit dem Glöckner von Notre Dame.
Anschließend bemerkte ich das geladene Buchcover, dass ich nie beachtet hatte. Hier stand überhaupt nicht, wie beim Titel angegeben, "Novellen und Erzählungen", sondern "gesammelte Werke, Band 2".
Ich hatte _irgendwo_ angefangen den Glöckner von Notre Dame zu lesen, ohne es zu merken.
Mir platzte der Kragen.
Es zieht sich wie ein roter Faden durch:
lieblose Umsetzungen, Rechtschreibfehler, falsche Bezeichnungen. Das haben die besten Literaturwerke nicht verdient, und es macht keinen Spaß, sie so zu lesen.

Zu den modernen Büchern, deren ich auch einige kaufte, kann ich Folgendes sagen:
der Kindle ist ein gutes Gerät, aber es _ist_ nunmal nicht der selbe Genuss, wie ein echtes Buch zu lesen. Das ist eigentlich nicht weiter schlimm, denn die tolle Verfügbarkeit (abends, wenn einem langweilig ist, steht einem eine gigantische Bibliothek zur Verfügung), macht das wieder gut, wenn man noch angemessene Vorteile beim Preis hat.
Das ist aber bei vielen modernen Büchern nicht der Fall.
Legt man noch drei, vier Euro drauf, kann man oft das richtige Buch kaufen (siehe z.B. Marten t'haart), und das ist einfach nochmal was ganz anderes, als ein Ebook zu lesen.
Hier ist ein echtes Ungleichgewicht da, welches für mich diese Nutzung des Kindles wenig attraktiv macht.
Amazon mache ich hier keinen Vorwurf. Ich weiß, dass es in Deutschland so etwas wie die Buchpreisbindung gibt, aber die Unschuld von Amazon macht den Service leider nicht besser.

Um also zusammenzufassen:
der Kindle ist ein tolles Gerät, der Service von Amazon im Bereich "Klassiker" ein dreistes Lockmittel, mit dem man nicht froh wird, der Service im Bereich "moderne Bücher" in meinen Augen im preislichen Ungleichgewicht.

Daher gebe ich fünf Sterne für das Gerät, einen für den Service, und runde noch gütig auf.
Das ergibt drei Sterne.
Ich für meinen Teil werde den Kindle eventuell bald verkaufen. Wer sich in einer ähnlichen Situation befindet, wie es meine Ausgangslage war, dem mag meine Rezension vielleicht ein bisschen geholfen haben.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Oktober 2012
Ich habe mir den Kindle gekauft, da ich häufig mit Büchern zu tun habe, die bereits ihr Urheberrecht verloren haben und deshalb im Internet meistens kostenlos angeboten werden. Da für mich einerseits das Lesen langer Lektüre am Rechner immer noch ungewohnt ist, ich anderseits viel mit der Bahn reise, habe ich mir die Kindle-Leseapparatur vor einem halben Jahr zugelegt. Insgesamt liefert der Kindle viele positive Überraschungen und doch einige Ärgernisse. Ich hoffe, meine Rezension kann dem ein oder anderen bei der Entscheidungsfindung helfen.

Folgendes fiel mir positiv auf:
+ Batterielaufzeit: Das Kindle-Gerät benötigt, solange man nicht das Internet verwendet oder Hörbücher hört, erstaunlich wenig Energie. Nachladen musste ich bisher sehr selten.

+ Lesebild: Das digitale Buchbild stört den Lesefluss nicht wirklich. Bei guter Lektüre vergisst man schnell, dass es sich nicht um bedrucktes Papier handelt

+ gegenüber großer Zahl von konventionellen Büchern im Rucksack sehr platzsparend und leicht, was mir als Bahnreisender besonders gefällt

+ Internetfähigkeit: An sich nicht zwingend notwendig, wenn man sich vor langen Reisen im Vorfeld mit Buchdateien eindeckt, dennoch praktisch

+ großer Speicherplatz: Neben einer Auswahl von Büchern reicht der Platz auch noch für Musik, wodurch der Kindle auch als MP3-Spieler fungiert

Negativ werte ich folgende Aspekte:
- bei vielen E-Büchern fehlen die Seitenangaben, besonders häufig tritt dies bei älteren auf. Dieser Punkt stört mich persönlich deswegen, weil ich häufig Literatur lese, die ich zitieren muss. Die Prozentangabe, die je nach Schriftgröße variiert, reicht hier nicht aus. Auch wenn es nicht um das zitieren geht, kann das stören, etwa wenn ich einen Freund auf eine bestimmte Textstelle hinweisen möchte: Bei einem Buch sage ich "Seite 5", bei einer Buchdatei muss man sagen: "bei Schriftgröße 12 bei 71% des Textes und dann noch zweimal auf Pfeiltaste".

- neben Amazon gibt es noch andere Anlaufstellen, wo man Buchdateien finden kann. So werden alte Bücher legal digitalisiert und im Internet kostenlos in Form von PDF-Dateien vertrieben. Diese haben oft den Vorteil, dass sie die von mir vermissten Seitenzahlen bieten, allerdings der Text dann von mehr weißem Rand umgeben ist, was am Einscannen liegt. An sich kann der Kindle PDF-Dateien lesen, doch gibt es hier seltsamerweise nur drei unterschiedliche Vergrößerungsmodi, die den Text oft nicht ganz einfassen (so erging es mir beispielsweise bei Schillers Räuber). Daneben scheint mir der dünne Flachrechner leistungstechnisch bei großen PDF-Büchern häufig überfordert, was durch längere Ladezeiten negativ auffällt. Hier ist das Gerät meines Erachtens (noch?) nicht ganz ausgereift.

- da ich gerne in Bücher Notizen einfüge, habe ich mich für den Kindle mit Tastatur entschieden. Allerdings kann diese den schnellen Bleistift nicht ersetzen. Außerdem: Warum handelt es sich um eine englische Tastatur? Deutsch ist die muttersprachlich meistgesprochene Sprache in Europa, warum für diesen Markt keine qwertz und keine Deutsche Menüführung? Von einem Weltkonzern wie Amazon erwarte ich mehr Kundenorientierung!

Gesamturteil:

Zugegeben, die Probleme, die ich mit dem Gerät habe, wird nicht jeder haben, daher will ich von einem Kauf nicht grundsätzlich abraten. Das Lesen macht auch auf dem energiespareden Bildschirm Spaß. Wenn Sitznachbarn im Zug zu laut sind, um in Ruhe zu lesen, kann man sich mittels Kopfhörer durch ein Hörbuch oder gespeicherter Musik sich gut ablenken, was ein Vorteil gegenüber dem guten alten Buch aus Papier darstellt. Wer häufiger Unterhaltungsliteratur liest, was ja auch schön ist, kann auf Seitenzahlen eher verzichten. Für eine intensivere Arbeit mit Texten halte ich das Lesegerät (noch?) für ungenügend. Ich hoffe meine Rezension hat ihnen bei der Entscheidung für oder gegen einen möglichen Kauf geholfen.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Juli 2011
Das Preis-Leistungsverhältnis beim Kindle ist sehr gut.
Ich will die technischen Vorteile nicht weiter preisen, das haben schon andere getan.

Auch der Shop ist gut zu bedienen, wenn mir auch die Maßregelung mit der Ein-Klick-Bestellung nicht gefällt. Warum kann ich nicht mehrere Bücher sammeln und dann als Gesamtbestellung bestellen?
Außerdem gibt es keine Rechnung auf der die Mehrwertsteuer ausgewiesen ist. Ein Armutszeugnis!

Abzug in der Gesamtnote gibt es aus meiner Sicht auch für den Umstand, dass man als deutscher Kunde keine eBooks bei amazon.co.uk kaufen kann.
Was soll der Quatsch? Es ist schon schlimm genug, dass es haufenweise verschiedene eBook-Formate gibt und besonders das DRM-epub und das Kindle-Format nicht auf den jeweils anderen Geräten genutzt werden kann.
Jetzt kann man nicht mal beim Format eines Anbieters alle eBooks bekommen.

Grotesk wird es dann, wenn das eBook in UK verfügbar ist, in .com oder .de aber nicht, man aber selbstverständlich die entsprechenden Printausgaben bei allen Niederlassungen bestellen kann.

In einer globalisierten Welt, in der die Konzerne alle Möglichkeiten zur Gewinnmaximierung nutzen wollen, sollten sie endlich aufhören, die Kunden davon ausschließen zu wollen.

Verbesserungen wünsche ich mir beim Kindle außerdem noch bei der Sammlungsverwaltung. Es sollte möglich sein, Unterordner in Collections anzulegen. Kann doch nicht so schwer sein, oder?
Auch fehlt die Möglichkeit auf der Übersichtsseite die Schriftgröße zu ändern.

Die Verlage sollten außerdem endlich erkennen, dass sie hier ihre alten vergrabenen Schätze heben könnten, wenn sie mit einmaligem Aufwand ihr Angebot ins moderne Zeitalter heben würden, wäre es für alle Zeiten ohne weitere Bearbeitungs-, Druck-, Lager- oder Versandkosten verfügbar.
Mir fehlen noch viele meiner Lieblingsbücher!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. August 2011
Das ich überhaupt einem eReader kaufen würde, hätte ich noch vor einem Monat gar nicht geglaubt. Sind doch gedruckte Bücher etwas so Essentielles... Aber dann habe ich mich näher mit diesem Thema beschäftigt, mir auch den Oyo und den Sony im Geschäft angesehen und was soll ich sagen: ich hab den Kindle bestellt! :-)

- Deutsche Benutzerführung: der deutsche Markt ist ja nicht grade ein kleiner, insofern sollte eine Lokalisierung schon drin sein. Zumal das Menü nicht wirklich umfangreich ist. Problematisch war das englische Menü für mich allerdings nicht

- Ladegerät für die Steckdose: ist nicht dabei und da kann man sicher - wie bei allem - geteilter Meinung sein. Habe ich keins, muss ich es kaufen. Das Original vom Kindle ist dabei recht teuer. Ich hatte ein passendes Ladegerät da und war insofern schon froh, dass kein weiteres dabei war.

- Verarbeitung des Kindle ist meiner Meinung nach gut

- Handhabung der Hardware: liegt gut und leicht in der Hand. Allerdings hatte ich das Bedürfnis mein Kindle mit einer Tasche zu schützen. Kann ja soo schnell was dran kommen. Die Originalhülle mit Leselicht ist toll verarbeitet und eigentlich nur zu empfehlen. Allerings verdoppelt sich das Gewicht des Kindle damit (tendenziell sogar mehr als verdoppelt!) Lesen auf dem spiegelfreien eInk ist ein Vergnügen. Hier hat mich allerdings gestört, dass ich nie wirklich wusste, wo ich das Gerät festhalten soll: im unteren Bereich ist die Tastatur im Weg und an den Seiten sind die Tasten zum Blättern an der Stelle, an der für mich das Halten am angenehmsten gewesen wäre. Meiner Meinung nach hätte auf die Tastatur völlig verzichtet werden können, eine virtuelle Tastatur hätte mir gereicht. Und der Fünf-Wege-Button war mir zu klein - und wenn ich dann an kräftige Männerfinger denke: die müssten es noch schwerer haben.

- Handhabung der Software: wenn man damit leben kann - und ich konnte! - das man quasi ausschließlich Bücher von Amazon kaufen kann (wegen des proprietären Dateiformats) ist das Laden neuer Bücher wirklich einfach nur eine Frage von Sekunden. Möglicherweise kommt man durch Programme wie Calibre auch mit anderen Dateiformaten zurecht. Die Möglichkeit, Schriftgröße und -art an die eigenen Bedürfnisse bzw. Wünsche anzupassen, ist wirklich klasse. Leseproben sind super: es kommen die ersten Seiten und wenns gefällt kann man am Ende gleich auf "Kaufen" klicken und der Rest des Buches ist blitzschnell da.

- Buchauswahl: für mich ist wirklich genug da. Ich lese gerne, was neu und erfolgreich ist. Und das gibt's alles schon als Kindle-Edtion. Und es wird mehr! PDF hab ich nicht probiert, also kann ich dazu kein Urteil abgeben. Über den Preis der eBooks ist schon viel diskutiert worden. Ich habe ja verstanden, dass dieser von den Verlagen festgelegt wird. Dazu würde mich allerdings mal eine objektive, nachvollziehbare Kalkulation im Vergleich zur gedruckten Ausgabe interessieren, denn so wirklich nachvollziehbar ist die Preispolitik für mich nicht! (das ist aber natürlich keine Kritik am Kinlde als solches!)

- Platzdedarf: nachdem ich mich irgendwann einmal - zugegebener Maßen wirklich schweren Herzens - von all meinen über die Jahre gesammelten Büchern getrennt habe und neue erst gar nicht behalte, ist es wunderbar nur noch die elektronische Variante zu sammeln. Besondere Bücher finden allerdings sicher noch als gebundene Ausgabe den Weg ins Bücherregal. Schade ist allerdings, dass der rege Austausch von Büchern im Freundes- und Bekanntenkreis nicht mehr möglich ist.

Fazit: immer eine Buchauswahl dabei haben zu können und dabei nicht einmal das Gewicht eines durchschnittlichen Taschenbuchs zu erreichen ist wirklich toll. Auch den Preis des Kindle finde ich wirklich angemessen. Das Lesegefühl lässt eigentlich keine Wünsche offen. Allerdings hat mich persönlich der Kindle in seiner Gesamtheit nicht wirklich überzeugt. Ich habe ihn deshalb zurückgeschickt und mich für ein anderes Produkt entschieden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Januar 2014
Ich habe mein Kindle zu Weihnachten vor 2 Jahren bekommen. I fand mein Kindle Keyboard erstklassig und war mehr als zufrieden. Ein Monat nach ablauf der Guarantie hatte ich Probleme mit der Bildschirm gehabt und habe bei Amazon angerufen. Ich habe was mir empholen ist gemacht (re-start) aber ohne erfolg. Man hat mir gesagt meine Nachfrage/Probleme wird an eine Fachabteilung weitergeleitet und werde entweder eine Anruf oder einen Email innerhalb 48 Stunden bekommen. Ich habe nichts mehr gehört - also, bin ich mit der Kundenservice SEHR entäuscht. Ich war bereit entweder die Reparaturen zu bezahlen oder ein Kindle Fire zu kaufen aber .....
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am 4. Februar 2015
Mein Kindle!!! Ich liebe meinen Kindle! Vom herkömmlichen Buch auf einen E-Reader umzusteigen war schon ein großer Schritt, aber nach fast 4 Jahren muss ich sagen, ich bereue nichts. Am Anfang fehlte mir ein wenig die Farbe aber daran gewöhnt man sich schnell.
Der Akku hält ewig und die 3G-Funktion hat mir schon so manches mal den Tag gerettet, wenn ich mal wieder vergessen hatte, zuhause über W-Lan ein neues Buch herunterzuladen. Der Speicher des Kindle ist auch super. Ich lese viel, sehr viel und habe mittlerweile ca. 180 Bücher gespeichert und ein Ende ist bei dem Kindle noch lange nicht abzusehen.
Das Lesen im Sonnenlicht ist auch wirklich super. Ich besitze auch ein IPad und damit geht es garnicht.
Da es sich ja um eins der ersten Kindle Modelle handelt ist diese Rezension sicherlich schon hundertfach von anderen geschrieben, aber ich komme nun zu dem Grund, warum ich mich überhaupt noch daran mache......
Da es sich, wie schon beschrieben um ein sehr frühes Modell handelt, war die Technologie auch noch nicht so ausgereift wie heute. Das Lesen bei Dunkelheit ist ja nur möglich, wenn man eine Hülle mit eingebauter Lampe oder ein Klipplicht benutzt. Nach nun 3,5 Jahren ist bei meinem Kindle ein Stück Plastik am oberen Einsteckloch, für besagte Hülle mit Lampe, abgebrochen. Ich frage mich, wie lange das wohl noch hält und ich weiterhin Licht bekomme. Es ist schade, nun ist seit knapp 6 Monaten die Zusatzgarantie abgelaufen und jetzt geht der Kindle kaputt. Im Grunde genommen bin ich sehr traurig, dass ich mir wahrscheinlich bald einen neuen Kindle kaufen muss, (kein Keyboard mehr, wieder ne andere Hülle, wieder viel Geld investieren um weiterlesen zu können) denn wie schon oben geschrieben.... Ich liebe meinen Kindle!
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. August 2011
Es gibt hier sehr umfassende und gute Rezensionen, ich möchte deshalb nur einige Infos hinterlassen für diejenigen, die ein Ipad haben, nicht 8h am Stück lesen sondern so, wie ich, mal eine halbe Stunde vor dem Einschlafen und überlegen, ob sie jetzt auch ein Kindle kaufen sollen.

Display Vergleich
Wenn man gerne in der Sonne am Strand liest, ist die Sache klar, das ist mit dem Ipad unmöglich und ein ganz klarer Pluspunkt für Kindle, das Display spiegelt praktisch nicht und die Seiten sind angenehm zu lesen.
In Mischbeleuchtung (z.B. Flugzeug bei Nacht) sieht die Sache etwas anders aus, da man beim Ipad bekanntlich die Hintergrundbeleuchtung regeln kann und somit keine eigene Lichtquelle benötigt.
Hier ist man beim Kindle mit der Lederhülle mit integrierter Leselampe gut bedient, die den Kindle damit aber auch deutlich schwerer und unhandlich macht.
Das Display des Kindle ist nicht reinweiß, wie man meinen könnte, sondern leicht graubraun.
Die Buchstaben sind auch nicht tiefschwarz, sondern dunkelgrau. Hier hätte ich mir mehr Kontrast erwartet und auch gewünscht, speziell am Abend strengt mich das ein bisschen an.
Auch ist die Lesefläche - sprich Bildgröße des Kindle ist relativ klein.
Wenn man also so wie ich über 40 ist und am Abend gerne mal den größeren Schriftsatz verwendet, blättert man alle 15 Sekunden um.

Handhabung
Was mich beim Kindle am meisten stört, ist die Anordnung der Tasten zum Umblättern.
Die sind zwar zur besseren Bequemlichkeit genau da, wo die Finger auf dem Gerät liegen, wenn man es hält.
Das hat aber zur Folge hat, daß man immer wieder mal ungewollt vor- oder zurückblättert.
Beim Ipad mit der GoodReader App tue ich mir da leichter, aber das ist sicherlich Geschmacksache.
Dafür ist das Ipad deutlich schwerer und darüber hinaus noch scharfkantig (Ipad2), länger als 30 Min. lesen und dabei in der Hand halten macht keinen Spaß.

Mein Fazit:
Vielleser werden sich sowieso früher oder später ein Kindle zulegen, auch wenn das Angebot an deutschsprachigen Büchern im Moment doch recht begrenzt ist. Die Möglichkeit, weltweit mit kostenlosem 3G Ebooks zu laden
(und natürlich auch zu kaufen) ist schon sehr interessant.

Wenigleser, die aber gerne auch mal ein Farbmagazin lesen wollen, sind mit dem Ipad, trotz des deutlich höheren Gewichts im Moment noch besser bedient. Vor allem dann, wenn man auch schnell mal seine Mails checken oder Solitär spielen will ;-))
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