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3.299 von 3.362 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. April 2011
Meinen Kindle habe ich schon seit Weihnachten, damals noch über die USA bezogen.
Ich bin insgesamt hellauf begeistert und möchte nun auf ein paar Aspekte näher eingehen.
Da zu den technischen Aspekten ja sowohl von Amazon als auch von anderen Nutzern schon vieles gesagt worden ist, möchte ich eher auf die alltägliche praktische Nutzung eingehen.

PRO:

Das Display ist sehr gut, kommt vom Lesekomfort annähernd an ein Buch heran. Auch stundenlanges Lesen ist nicht anstrengender für die Augen als bei einem Buch. Wer sich einen Eindruck verschaffen will kann sich die Sony Reader ansehen ( PRS-650 und 350) . Diese verwenden ein sehr ähnliches Display und können in vielen Geschäften betrachtet werden. Unter Sonneneinstrahlung ist das Display sehr gut lesbar, nurr leichte Spiegelung sind vorhanden (siehe Ergänzung ganz unten).
Sehr angenehm ist die Eigenschaft, dass z.B. die Schriftgröße dynamisch angepasst werden kann.
Wenn abends das Licht schlechter wird, oder ich einmal ohne Brille lesen will passe ich einfach die Schriftgröße dementsprechend an: Super!

Das 'Handling' gefällt mir nach einer gewissen Gewöhnungszeit fast besser als bei einem normalen Buch. Man kann das Kindle einhändig halten und auch blättern, man kann es flach hinlegen ohne dass sich die Seiten von selber umblättern, und der Blättervorgang ist leiser als bei einem normalen Buch. Für mich spielt dies eine Rolle, da ich oft im Bett lese und bei Büchern immer mit meiner Sitz/Liegeposition und dem Halten des Buches ein Problem bekomme.

Super ist natürlich, dass man praktisch seine ganze Bibliothek mitnehmen kann.
Gerade im Urlaub hatte ich früher immer das Problem, dass ich gerne mal 5 ' 10 Bücher mitgenommen habe. Mit dem Kindle wiegt das nun fast nichts mehr und nimmt keinen Platz weg.
Selbst wenn mir der Lesestoff ausgeht kann ich mir jederzeit und Weltweit neue Bücher kaufen (Wlan/Umts)

NEUTRAL:

Umblättern ' Auf den ersten Blick stört das 'Flackern' beim Blättern. Auch die Zeit die zum Umschalten benötigt wird erscheint auf den ersten Blick störend. Im Alltag merkt man dies jedoch kaum. Wenn man wirklich liest und sich nicht nur das Display ansieht nimmt man das Umschalten kaum mehr war. Die Umschaltzeit ist gerade gut genug, dass es fast fertig ist, wenn man mit den Augen vom unteren Rand zum oberen gewandert ist.
Hier könnte theoretisch noch an der Geschwindigkeit gearbeitet werden, in der Praxis ist es aber jetzt schon nicht störend.
Wer Angst vor plötzlichem Stopp des Lesevergnügens durch einen schwachen Akku hat, den kann ich beruhigen. Das Kindle verbraucht eigentlich nur beim umblättern Strom, somit ist die Akkulaufzeit nicht von der Zeit abhängig. Mit einer Akkuladung schafft man ohne weiteres mehrere Bücher, bei den meisten dürfte es sich dann um den Zeitraum von mehreren Wochen handeln.

KONTRA:

PDF-Darstellung
Die Zoomoptionen sind doch relativ beschränkt, der vergrößerte Ausschnitt kann nicht frei gewählt werden. Schade, so praktisch nicht nutzbar.
Wer generell plant Skripte für die Uni oder Fachbücher (meist PDF und größeres Format) darauf zu lesen sollte wenn dann über ein Kindle DX nachdenken. Der Bildschirm des Kindle in Verbindung mit den mangelhaften Vergrößerungseigenschaften ist dafür nicht geeignet!

Kaum genannt: Es ist ein technisches, relativ teures Gerät (Im Vergleich zu einem Buch) und das schränkt natürlich die Nutzungsmöglichkeiten ein.
Ein Buch kann zur Not auch einmal mit Getränken bewässert oder in Wasser getaucht werden (Badewanne) ' ärgerlich aber kein Weltuntergang.
Mit einem Buch kann ich auch am Badesee lesen, ohne Angst haben zu müssen, dass spielende Kinder oder ähnliches Naturgewalten mein Kindle beschädigen.
Es handelt sich dabei vielleicht oft um einen psychologischen Aspekt, aber ich würde z.B. ein Buch jederzeit bei meinen Sachen in der Wiese liegen lassen, während ich im See schwimme. Beim Kindle bin ich da nervös. Für mich beeinträchtigt das den Lesekomfort, da ich mir vorher überlegen muss, ob ich das Kindle auch gefahrlos mitnehmen kann oder nicht.

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Abgesehen davon gibt es noch ein paar Aspekte die beachtet werden sollten, die für mich in der Bewertung des Gerätes jedoch keine große Rolle spielen. Jeder kann sich darüber vorher informieren und entscheiden, ob das Kindle etwas für ihn ist.

-Englisch:
Die Menüführung des Kindles ist auf Englisch, was aber 'schlimmer' klingt als es ist, weil man das Menü praktisch eh nicht benutzt bzw. die wichtigen Funktionen durch Zeichen dargestellt sind (Schriftgröße ändern z.B.)
Ein größerer Nachteil dürfte für die meisten das deutsche Bücherangebot sein.
Für mich persönlich spielt das keine Rolle, da ich gerne auch auf Englisch lese und dort
mittlerweile ein riesiges Angebot vorhanden ist. Auch das deutsche Angebot wächst, kann jedoch bei Preis und Menge nicht mit dem englischsprachigem mithalten. Da sollte man sich vorher informieren, ob man genug Lesestoff für sich findet

-Nachrichten von Webseiten / Calibre
Jeder Kindlenutzer sollte sich die Software Calibre zumindest einmal ansehen. Ich nutze sie um die Artikel von Nachrichtenseiten im Internet auf mein Kindle zu laden.
So kann man z.B. Alle auf Zeit-online verfügbaren Artikel automatisch jeden Morgen auf sein Kindle laden. Die Navigation zwischen den Artikeln ist dabei meiner Meinung nach übersichtlicher und angenehmer als auf der eigentlichen Internetseite.

-Preis
Weil einige hier über den Preis schimpfen:
Ja, Elektronik und andere Artikel sind in Deutschland teuerer. Das liegt zum einen daran, dass bei uns satte 19 % Mehrwertssteuer anfallen. Wenn man diese einrechnet ist man gar nicht mehr so weit vom Dollarpreis weg. Natürlich ist es damit bei uns immer noch teurer, das hat aber NICHTS mit dem Kindle zu tun. Im Gegenteil, hier ist die Spanne sogar noch relativ klein.
Im Übrigen ist der Import mit Versand teurer als der Kauf hier in Deutschland, ich habe damals ca 145€ für die WIFI Version bezahlt.
Ich würde eigentlich sogar sagen, dass der Preis ein Argument für den Kindle ist.
Die meiner Meinung nach einzige ernsthafte Kindle Konkurenz in Deutschland ist Sony mit der aktuellen Generation der PRS-Reader.
Diese gehen jedoch erst ab 170€ los.
Preis/Leistungstechnisch ist der Kindle im Moment meiner Ansicht nach beste Ebook-Reader.

-Kein Touchscreen
Im Vergleich zu den Sony Readern hat das Kindle keinen Touchscreen. Manche mag das stören, ich finde es sehr gut. Da das Kindle für mich ein Buchersatz ist und ich wirklich damit lese, sind das letzte was ich brauchen kann Fingerabdrücke und Schmierer auf meinem Display. Diese sind in der Sonne extrem störend finde ich, dies ist aber Geschmackssache.
Ich bin mit der Bedienung rundum zufrieden.

-Browser
Der Browser wird sogar von Amazon als experimentell bezeichnet und ist praktisch kaum nutzbar. Kurz mal Wikipedia geht vl noch. Normales Surfen nicht sinnvoll möglich.
Wer jedoch darauf Wert legt sollte vl lieber zu einem Ipad greifen.

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Ist der Kindle die Zukunft des Buches?
Für mich auf jeden Fall!
Wenn jetzt noch das deutsche Angebot verbessert wird und wenn die Preise der Ebooks angepasst werden (Buchpreisbindung) glaube ich dass Ebookreader und vor allem der Kindle auch bei der breiten Masse einen großen Anklang finden werden.
Der Kindle ist ein Hervorragendes Gerät das für mich seine Kernfunktionalitäten sehr gut erfüllt (Lesen, Lesen, Lesen)

Der Kindle ist für mich eine meiner lohnensten Anschaffungen der letzten Monate und ich möchte ihn nicht mehr missen.

====== Ergänzung =================================================================
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Einen Punkt möchte ich nochmal nachreichen, den ich für wichtig/interessant halte.
Ich versuche eine einfache Erklärung der verwendeten Displaytechnologie zu geben, so wie ich es verstanden habe.
Bitte korrigiert mich, wenn ich etwas falsch darstelle.

Das Display des Kindles hat nichts mit den weit verbreiteten LCDs zu tun, wie sie bei herkömmlichen Monitoren oder Tablets wie z.B. dem Ipad zu finden sind.
Im Gegensatz zu den LCDs arbeitet das E-Ink (steht für Elektronische Tinte) Display des Kindle nicht mit leuchtenden Pixeln.
Ein E-Ink Display besteht aus einer Vielzahl von winzigen Mikrokapseln, in denen sich wiederum noch winzigere schwarze und weiße Partikel/Pigmente befinden.
Man kann es sich wie eine Durchsichtige Kugel mit kleineren schwarzen und weißen Kugeln darin vorstellen.
Jetzt sind z.B. die weißen Partikel positiv geladen und die schwarzen negativ.
Durch die Benutzung eines Magnetfeldes kann nun beeinflusst werden, ob sich die schwarzen oder die weißen Kugeln an der Oberseite der Kapsel sammeln (Oberseite = zum Betrachter hin gewandt). Meines Wissens nach sind auch Zwischenstufen möglich, also z.B. in einer Kapsel die Hälfte der weißen und der schwarzen Partikel nach oben, um feinere Graustufen zu erzeugen.
Von oben betrachtet ist jetzt jede Kapsel entweder schwarz oder weiß (Zwischenzustände mal weggelassen) und zusammen ergeben sie das Dargestellte Bild.
Dadurch erklärt sich z.B. auch das Flackern beim Umschalten (Magnetfeld wird geändert, Partikel ordnen sich neu an) und dass nur beim Seitenwechsel Strom verbraucht wird (anscheinend bleiben die Partikel immer in ihrer letzten Position, das Magnetfeld muss nicht dauerhaft aufrechterhalten werden.

!In der Praxis erzielen diese Displays dann ein Bild, dass subjektiv recht ähnlich zu bedrucktem Papier ist.!

Ein Nachteil sind im Moment noch relativ lange Schaltzeiten, wodurch nicht wirklich animierte Darstellungen oder Videos abgebildet werden können.
Es gibt schon einige Projekte, die E-Ink-Displays fertigen können, die anscheinend schnell genug für Videos sind und farbige Darstellung beherrschen.
Momentan existieren glaube ich aber noch keine fertigen Produkte mit diesen Displays, da muss man wohl noch mindestens eine E-Reader Generation warten.

Ein weiterer Nachteil gegenüber herkömmlichen Displays ist die fehlende Hintergrundbeleuchtung. Man ist also auf Umgebungslicht angewiesen.

Darin liegt aber gleichzeitig die große Stärke der Displays, sie leuchten nicht selbst sondern reflektieren das Licht.
Dadurch sind sie auch unter heller Sonneneinstrahlung gut lesbar, da sie die Sonne nicht durch eigene Leuchtkraft "übertrumpfen" müssen um lesbar zu sein, sondern im Prinzip (Spiegelungen mal ausgenommen) sogar besser lesbar werden, je heller es ist.
Ich denke ein guter Vergleich zur Lesbarkeit in der Sonne ist glänzendes (hochglanz) Papier, wie es von den meisten Magazinen verwendet wird.
In einem gewissen Winkel gehalten blendet (Spiegelung) man sich sozusagen selbst.
Die Hintergrundbeleuchtung ist wohl auch der Grund, warum das Lesen von normalen LCDs schwerer fällt und die Augen schneller ermüden.

Großer Vorteil gegenüber den LCD-Displays ist auch, dass E-Ink nicht vom Betrachtungswinkel abhängig ist.

Ich hoffe ich konnte alles einigermaßen verständlich und korrekt darstellen.
Falls ihr Verbesserungsvorschläge habt oder Unklarheiten bestehen würde ich mich freuen, wenn ihr mich in den Kommentaren darauf hinweist.
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842 von 879 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. April 2011
Ich hatte mir vorher lange überlegt, ob ich mir tatsächlich einen Kindle kaufen sollte. Am Ende habe ich mich dafür entschieden und habe meine Entscheidung seitdem nicht bereut. Ich denke, um herauszufinden, ob ein Kindle für dich von Vorteil ist, musst du ein paar Dinge abwägen.

Was mich zuerst beschäftigt hat, war die Tatsache, dass ich total daran gewöhnt war, ein Buch in der Hand zu halten. Ich war mir nicht sicher, ob ich mich daran gewöhnen könnte, nur noch einen Kindle in der Hand zu halten. Ich persönlich fand es immer ganz schön, durch die Seiten eines Buches zu blättern.
Sicherlich hat ein Buch schon seine Reize, aber ich vermisse das blättern nicht sonderlich. Es ist einfach sehr angenehmen, nur einen Knopf zu drücken und sofort zur nächsten Seite zu gelangen. Ein gebundenes Buch ist manchmal sehr schwer und nicht angenehm zu halten und ein Paperback lässt sich oft nicht vernünftig falten und man muss es entweder stark verknicken oder mit beiden Händen fest halten. Mit dem Kindle hat man immer eine gerade Oberfläche, von der man lesen kann. Man kann den Kindle einfach mit einer Hand festhalten und einen der großen Knöpfe drücken, um zur nächsten Seite zu gelangen. Er ist sehr leicht, und man kann lange lesen, ohne dass der Arm müde wird.

Wenn ich ein Buch durchgelesen hatte, habe ich mir gerne nochmal angeguckt. Mir gab es immer das Gefühl, wieder etwas geleistet zu haben. Schon wieder ein dickes Buch durchgelesen.
Das kann mir der Kindle natürlich nicht ersetzten, denn er bleibt immer gleich dick, egal wie viele Bücher er gespeichert hat. Dennoch ist mir dieser Aspekt nicht ganz so wichtig, mir kommt es mehr auf das eigentliche Lesen an. Einen kleinen Ersatz für genannten Punkt bietet jedoch eine Funktion am Ende jeden Buches. Man kann einen Facebook Post machen, in dem gezeigt wird, dass man das Buch beendet hat. Erscheint vielleicht etwas kindisch, aber ich lasse meine Freunde gerne wissen, was ich gerade lese und außerdem gibt doch jeder gerne ein bisschen an.

Ein weiterer Punkt ist das Sammeln von Büchern. Ich vermisse es schon, ein Buch ins Regal zu stellen. Auch hier musst du, denke ich, abwägen, was dir wichtig ist. Mir kommt es, wie gesagt, hauptsächlich auf das Lesen selbst an. Und nur weil du einen Kindle kaufst, heißt das ja nicht, dass du nie wieder ein echtes Buch lesen kannst. Wenn du schon eine Sammlung von bestimmten Büchern hast, musst du ja nicht die nächste Ausgabe auf dem Kindle kaufen. 139 € sind nicht die Welt. Für den Preis kannst du den Kindle auch 'nur' als eine Buch alternative nutzen.

Nun komme ich doch einmal zum Kindle selbst:

Der Bildschirm hat eine gute Größe, an der ist nichts auszusetzen. Wäre er größer, würde das Gerät zu unhandlich werden. Die Akkulaufzeit ist ausgezeichnet. Mit eingeschaltetem Wifi gut 2 Wochen, mit ausgeschaltetem Wifi sogar noch länger. Du kannst mehrere Bücher lesen, ohne aufladen zu müssen. Die Schriftgröße lässt sich sehr gut einstellen. Ich kann sagen, wie viele Wörter ich pro Zeile haben will oder wie groß der Zeilenabstand sein soll. Dies ist auch ein wichtiger Faktor für Menschen mit schlechten Augen. Die Schriftgröße kann wirklich sehr hoch eingestellt werden, sodass jeder komfortabel lesen kann. Sollte man tatsächlich sehr große Buchstaben brauchen, ist es eine Überlegung wert, sich den Kindle DX anzuschaffen, da dieser einen größeren Bildschirm hat.

Die Handhabung des Kindles ist sehr einfach. Einschalten und ausschalten geht durch einen Knopf an der Unterseite. Das Bild des Bildschirmschoners lässt sich nicht ändern, es gibt c.a. 20 verschiedene, die sich bei jedem Ausschalten ändern. Auf dem Kindle lassen sich Ordner erstellen, sodass du deine Bücher sortieren kannst. Sehr praktisch! Du kannst Bücher direkt über den Kindle kaufen oder einfach auf Amazon gehen. Soweit ich weiß, musst du 1-Click freigeschaltet haben.

Achtung für Schüler oder Studenten die planen, den Kindle im Lernbereich zu benutzen: Nur manche Bücher zeigen die original Buchseite an. Das bedeutet, wenn du aus einem Buch zitieren willst, gehe vorher sicher, dass das Buch die Seitenzahl angibt. Auf Amazon steht unter der Produktinformation eines jeden Buches, ob Seitenzahlen vorhanden sind.

Die Qualität des Bildschirms ist ebenfalls sehr gut. Der Kindle verwendet die E-Ink Technologie, der Bildschirm sieht also aus wie echtes Papier. Mit einem üblichen LCD Bildschirm wäre die Akkulaufzeit !deutlich! geringer. Außerdem ermüden die Augen viel schneller auf einem LCD Bildschirm. Warum kein Touchscreen? Der Kindle ist ein E-Reader, dafür ist er ausgelegt. Für einen Touchscreen hätte eine zusätzliche Schicht auf den Bildschirm gelegt werden müssen, dann wäre die Spiegelung im Sonnenlicht viel höher. Wofür braucht man das auch, es ist kein Tablet Computer! Die Buchstaben sind gestochen scharf. Da der Kindle kein Hintergrundlicht verwendet, muss man immer eine Lichtquelle haben, um zu lesen. Die E-Ink Technologie verwendet nur Energie beim Bildwechsel! Daher zeigt der Kindle im Standby auch immer ein Bild an. Die Qualität angezeigter Bilder ist eher schlecht!

Um einmal auf Zeitungen und Zeitschriften anzusprechen. Ich habe gerade ein Abo der New York Times auf meinem Kindle, welches ich aber am Ende des Monats wieder kündigen werde. Jeder Artikel bekommt nur ein Bild und es werden auch immer Teile ausgelassen. Die Kindle Version ist durchaus günstiger als die Gedruckte, aber ich kehre doch lieber zu dieser zurück. Zeitschriften sind noch weniger geeignet, da diese normalerweise viele Bilder enthalten.

Preisliche Vorteile wirst du kaum bekommen. Die Bücher auf dem Kindle sind zwar in der Regel günstiger als die Gedruckten, dennoch ist der Unterschied oft sehr gering. Hier kostet der Paperback und die Kindleversion oft beide 10 $.

Die Bücherauswahl des Kindle ist momentan im deutschen Bereich noch nicht sehr groß. Daher sollte jeder vorher nachschauen, ob er überhaupt genug Bücher findet. Allerdings ist dies auch nur der Anfang und ich bin mir sicher, dass die Bücherauswahl stark zunehmen wird. Im englischen Bereich ist das Ganze weitaus besser. Wer englische Bücher lesen will, kann sich auch ein Englisch-Deutsch Wörterbuch kaufen, dann kannst du direkt Wörter markieren und übersetzen lassen.

Es gibt den Kindle in einer Wifi Version und in einer 3G Version. Ich bin mit der Wifi Version sehr zufrieden. Wenn ich länger weg bin, kaufe ich einfache ein paar Bücher im Voraus und brauche keine weitere Internet Verbindung. Das 3G gibt es ohne monatliche Gebühr, der Aufwand wird durch die 50 € extra ausgeglichen. Der Kindle hat auch einen Webbrowser. Dieser ist jedoch nicht für langes surfen geeignet. Wer kurz auf Facebook gehen möchte oder eben etwas bei Wikipedia nachschauen möchte, sollte damit jedoch gut bedient sein. Wenn du kein Handy mit Internet hast und keinen Top Browser erwartest, ist es schon die 50 € extra wert. Keine Vergleich mit dem iPad! Ich benutze den Browser kaum und habe mir dieses Geld deshalb eingespart.

Wenn du dir einen Kindle kaufst, solltest du dir auch eine Hülle kaufen. So ist es etwas leichter zu transportieren und wenn dir der Kindle mal aus der Hand fällt, ist er nicht gleich kaputt. Amazon verkauft eine sehr teure Hülle. Der Preis wird damit gerechtfertigt, dass es ein Licht enthält. Ich denke, dass man das Licht sehr selten braucht und dass es keine 60 € wert ist. Stattdessen habe ich mir eine andere Lederhülle gekauft, die hier gerade mal 15 $ gekostet hat. Und damit bin ich sehr zufrieden! Es gibt bestimmt auch gute Alternativen in Deutschland für um die 20 €. Schaut euch einfach etwas um.

Ich gebe dem Kindle 5 Sterne weil er seinen Job sehr gut erfüllt. Er ist ein E-Reader! Glaube nicht, dass der Kindle ein Konkurrent des iPad ist. Der Kindle ist zum lesen und damit kann auch das iPad nicht mithalten, schon allein wegen der Akkulaufzeit, dem Gewicht und der Tatsache, dass man mit dem Kindle auch im Sonnenlicht ohne Probleme lesen kann. Mit dem Kindle hast du immer deine ganze Büchersammlung dabei, handlich und platzsparend. Für mich hat sich herausgestellt, dass der Kindle mehr als nur eine Alternative für das Buch ist. Ich lese nahezu ausschließlich auf dem Kindle und bin sehr zufrieden! Kaufempfehlung!
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169 von 176 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Juli 2011
Ich besitze das Kindle (heißt es eigentlich 'der' oder 'das' Kindle?) nunmehr schon seit einigen Wochen und habe mir Zeit für die Abgabe einer Wertung gelassen. Zeit gelassen, um nicht in die Gefahr zu geraten, in der ersten Begeisterung ein vielleicht zu voreilig-überschwängliches Urteil zu fällen.

Zunächst für all diejenigen, die an dieser Stelle keine längeren Texte durcharbeiten, und die also anschließend hier nicht weiterlesen wollen, sondern die nur an einem - in diesem Falle meinem - Gesamturteil interessiert sind, da ist die Bewertung in einem kurzen Absatz:

>> Hervorragend. Außerordentliche Kaufempfehlung. Jeder Bücherfreund sollte sich selbst die Freude bereiten, das Kindle anzuschaffen. Fünfeinhalb Sterne.

Der Preis, selbst für die teurere 3G-Version, ist wahrlich nicht zu hoch, als daß man ein Besserverdiener sein müßte, um sich das Gerät leisten zu können.

Und nun, bevor ich es vergesse, zuerst ein Punkt, den ich in den bisherigen Besprechungen anderer Nutzer noch nicht deutlich genug hervorgehoben finde, der mir selbst aber - meiner gemachten Erfahrung nach - sehr wichtig ist: Der außergewöhnlich gute amazon-Service im Anschluß an den Kauf. Im Zeitraum seit dem Erwerb des Kindle habe ich dem Kundendienst zwei Anfragen übersandt (per E-Mail). Sie betrafen keine gravierenden Probleme, sondern waren eher Bitten um Klarstellungen, um nähere Erläuterungen. Auf beide Rückfragen wurde im wahrsten Sinne des Wortes unverzüglich reagiert. Beide wurden in verbindlichem, freundlichem, zuvorkommendem Tonfall beantwortet; dabei keineswegs in Standardfloskeln, sondern vielmehr, indem der amazon-Mitarbeiter fundiert und für mich hilfreich auf mein Anliegen einging. Eigentlich hätte ich, wie ich später herausfand, die Antwort auf eine meiner Fragen auch selbst aus den Informationen auf den amazon-Kindle-Webseiten destillieren können. Aber trotzdem war die Reaktion des Kundendienstes in keiner Weise unhöflich oder gar genervt. Im Gegenteil: Man fand es schade (und drückte es auch aus), daß ich zum jeweiligen Zeitpunkt der Antworten telephonisch nicht erreichbar gewesen war (sondern nur per E-Mail), denn man hätte gern persönlich mit mir gesprochen, um mir weiterzuhelfen. Da fühlt man sich gut aufgehoben und als Kunde ernstgenommen! Und wer jetzt erwidern wird: Ja, ein solcher Service sei doch selbstverständlich - nun, ich habe in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten bei anderen Firmen sowohl direkt als auch per Internet einige Waren wie Autos, Computer und DVD-Player gekauft, die teilweise (weit) kostspieliger waren als jetzt das Kindle, stand anschließend dann bei Problemen oder Unstimmigkeiten aber zu oft alleine da oder hatte zu oft mit überheblichen und auch proletenhaften 'Dienstleistungs'-Vertretern zu tun, um jetzt nicht angenehm überrascht zu sein. Natürlich will amazon Geld verdienen und das ist auch völlig legitim, solange das Unternehmen nicht nur gute Ware liefert, sondern darüber hinaus den Kunden auch als solchen behandelt und ihm konkret beweist, daß man ihn wertschätzt und, ja, ihn auch halten will.

Ist die mitgelieferte gedruckte Kindle-Bedienungsanleitung zu knapp? Ich finde nein. Hinweis an alle potentiellen Käufer: Nehmt Euch die Zeit, Euch auf dem ziemlich umfangreichen amazon-Kindle-Webauftritt umzusehen. Hier gibt es, natürlich deutschsprachig, ausführliche, hilfreiche - und bebilderte - Erläuterungen ('Sie haben keine Erfahrung mit Kindle? Hier finden Sie die wichtigsten Informationen'; 'Die Mein Kindle-Seite'; 'Dateien auf Kindle übertragen, herunterladen und senden' u. v. m.). Man muß sich etwas durchklicken, aber es geht gut.

Und dann, liebe Gemeinde, seien wir auch einmal mit etwas zufrieden. Natürlich kann man und wird man das Kindle, jetzt auch schon in der dritten Generation, weiter verbessern.

> Die pdf-Darstellung ist, besonders in ihrer Vergrößerungsfunktionalität, verfeinerbar.
> Die Buchstabentasten auf dem Gerät sind sicherlich für viele Menschen zu klein; hier wäre eine per einzelnem Knopfdruck ein- und ausblendbare virtuelle Tastatur (inkl. Zahlentasten) auf einem Touchscreen sehr hilfreich. So könnte die jetzige elektromechanische Tastatur im unteren Bereich der Geräte-Vorderseite eingespart und damit gleichzeitig das Display erweitert werden, bei gleichbleibender Gesamtgröße des Kindle.
> Die Bedienungs-Software sollte noch ausdifferenzierter sein: die sogenannten Collections müßte man, es ist in vorherigen Besprechungen schon des öfteren angesprochen worden, als in mehreren Ebenen verschachtelt anlegen können.

Das sind für mich aber Einzelheiten. Ich habe nie das Gefühl, im Kindle ein unausgereiftes Produkt in den Händen zu halten. Seine Grundfunktionalität ist hervorragend gewährleistet: man kann bestens auf ihm lesen; man kann Schriften verändern, vergrößern, verkleinern, je nach gusto; kann bequem Notizen, Anmerkungen und 'Eselsohren' fertigen; man kann die Darstellungsart von hoch zu quer drehen; man kann auf der Stelle einzelne (Fremd-)Wörter im Text in integrierten Lexika nachschlagen - ein Duden wird umsonst mitgeliefert - oder sich übersetzen lassen (für ein paar Cent lädt man sich z. B. ein Englisch-Deutsch-Wörterbuch auf das Kindle). Frischt Eure Englischkenntnisse auf, indem ihr 'Dracula' im Original lest! Knopfdruck genügt, und ein nicht geläufiges Wort wird ins Deutsche übersetzt.

Und 'Dracula' gibt's umsonst! Ja, da wären wir bei dem (ohne Übertreibung) gewaltigen Bücherberg, den sich ein Kindle-Nutzer bei amazon - neben den Büchern, die käuflich zu erwerben sind - GRATIS auf das Kindle laden kann, darunter schon heute tausende deutschsprachige Werke. Allein dafür bereits lohnt der Kauf des Gerätes! Als Leseratte trägt man in diesem superflachen und leichten Computerchen ganze Bücherschränke mit sich herum, einen vollgestellten Bibliotheksraum! Jeweils mehrere Bände Fontane, Kafka, Schnitzler, Edgar Allan Poe, E. T. A. Hoffmann, Wilhelm Hauff (den hätte ich ohne das Kindle-Angebot nie gelesen, sehr empfehlenswert!), Dostojewski, Goethe, Schiller, Schopenhauer, Nietzsche, Jules Verne, Joseph Roth, Conan Doyle, Fürst zu Eulenburg (bekommt man den sonst noch irgendwo außer in Antiquariaten? Unbedingt sein Buch über das Ende Ludwigs II. herunterladen!); ein Dutzend Karl May-Wälzer ... und so weiter und so fort ... noch vieles mehr ... Ich betone: Die Schriften der fremdsprachigen Autoren unter den soeben genannten Verfassern sind als deutsche Übersetzungen im Angebot, wie gesagt kostenlos! (Alle entsprechenden Originalwerke der angelsächsischen Schriftsteller werden sicherlich daneben auch auf Englisch zu erstehen sein, das habe ich allerdings nicht nachgeprüft. Bei Conan Doyle zum Beispiel trifft es zu; eine Gesamtausgabe seines Sherlock Holmes kann zwar nicht gratis, aber für neckische 99 Cent heruntergeladen werden.)

Selbst einige Kleinigkeiten des Kindle erscheinen wohldurchdacht. Beispiel: Es gibt auf der flachen Vorderseite des Gerätes keine Ein-/Aus-Taste; eine solche könnte durch unbeabsichtigten Druck betätigt werden, etwa beim Transport des Kindle in einer Aktenmappe. Aktiviert - präziser gesagt: in den Lesemodus versetzt - wird das Gerät vielmehr dadurch, daß man einen kleinen Schalter, der in die vordere Kante des Readers eingebettet ist, kurz nach rechts schiebt und wieder zurückschnappen läßt. Auf dieselbe Weise ist umgekehrt das Kindle leicht in einen Standby-Modus zu versetzen - etwa, wenn der Leser vom Bus in die U-Bahn wechselt und das Gerät währenddessen kurz wegstecken möchte. Hat man anschließend vor, weiterzulesen, kann man das, wenn man will, sofort an derselben Stelle des Buches tun, wo man zuvor aufgehört hat: schwupp, Schalter betätigen: da ist der Text oder das Bild wieder. Aber natürlich ist es ebenso gut möglich, per einfachem Druck auf die "Home"-Taste seine auf dem Gerät gespeicherte Bibliothek aufzurufen und sodann ein anderes Buch 'aufzuschlagen'.

Ich sprach gerade vom Standby-Modus, von amazon auch 'Schlafmodus' genannt. Warum das Kindle nicht ganz und gar ausschalten, wenn man nicht liest? Geht auch, ist aber nicht notwendig. Der Reader verfügt nämlich über ein sogenanntes Electronic Ink-Display, das, wenn Buchseiten oder Bedienungsmenüs bloß angezeigt, d. h. in ihrer Darstellung nicht verändert werden, keinen Strom verbraucht. Letzteres geschieht nur dann, wenn die Anzeige geändert wird (also etwa beim 'Umblättern' der Seiten, beim Weitersuchen im Menü o. ä.). Angenehme Nebenwirkung: das Gerät wärmt sich nie auf oder wird gar heiß; man kann es aus diesem Grund beliebig lang in der Hand halten. Allerdings unbedingt beachten: Die Wi-Fi-/ Wireless-Funktion sollte man per Menü ausschalten, wenn sie nicht benötigt wird! Nur so wird die Stromspar-Eigenschaft des Displays bzw. des Gerätes voll ausgenutzt.

Ich räume ein: Nicht mit Ruhm bekleckert habe ich mich, als ich das Kindle erhalten und ausgepackt hatte. Auf die Vorderseite des Gerätes schien ein Bild geklebt zu sein, und zwar auf einer Displayschutz-Folie, wie man sie von neuen Handys kennt. Aber wie ich auch fummelte und rieb und schließlich fluchte: die Folie ging nicht ab! Hier nun sollte amazon zukünftig die erstmaligen Kindle-Benutzer darauf hinweisen: DA IST KEINE FOLIE! (Ein solcher Hinweis könnte erfolgen, indem man veranlaßt, daß der Hersteller eine Notiz in der Tat auf das Display heftet.) Es ist so: Wenn man das Kindle erhält, befindet es sich in obengenanntem Schlafmodus; in diesem Zustand zeigt der Bildschirm eine Illustration, etwa das Porträt eines Schriftstellers. Die Darstellung auf dem Display wirkt indes so wirklichkeitsgetreu, als seien die Bilder und Texte darauf aufgedruckt, als habe man eine reale Buchseite vor sich! (Ich hab's dann glücklicherweise gemerkt, bevor ich daranging, die vermeintliche 'Folie' mit dem Küchenschaber abkratzen zu wollen.)

Wer das Kindle besitzt, wird sich die Frage, ob oder ob nicht die moderne Technologie die bisherigen Papierbücher ablösen werde, nicht stellen. Er wird stattdessen sagen: Beide Medienformen haben, jedenfalls beim derzeitigen Stand der Technik, nebeneinander ihre Berechtigung. Großformatige, zumal farbige Bildbände oder Atlanten mit komplexen Kartenwerken werden so schnell nicht von den ja deutlich größenlimitierten E-Readern abgelöst werden. Dazu ist die Bilddarstellung auf ihren begrenzten Displays, auch beim Kindle, doch (noch) zu schlecht. Das heißt, ich würde Bücher, die viele Illustrationen beinhalten, noch dazu hochaufgelöste, fein ziselierte und detailreiche, weniger gern auf dem E-Reader lesen. Aber ich sage auch klar: Bücher, deren Inhalt fast allein aus Text (eventuell zuzüglich weniger Bilder) besteht, werde zumindest ich, sofern solche Bücher als E-Books verfügbar sind, nur noch mittels Kindle erwerben und lesen. Nur noch und ausschließlich. Dafür sind die Vorteile zu überwältigend. Hier und in anderen Besprechungen sind diese Vorzüge schon deutlich genannt worden: Tausende Werke sofort zur Verfügung, per Knopfdruck darstellbar und rasch nach Begriffen oder Wendungen durchsuchbar, auf einem handlichen Gerät, das fast nichts wiegt. Mit dem Kindle in der U-Bahn, im Restaurant, im Zug oder Flugzeug, beim Arzt im Wartezimmer oder in der Hotelhalle sitzen, als befände man sich in einer Bibliothek. Und erstaunlich: Das eigentliche Lesen scheint leichter als aus einem Buch 'von der Hand' zu gehen. Sei es buchstäblich, weil das federgewichtige Kindle seinen Benutzer, man möchte fast sagen: augenzwinkernd-listig, über das tatsächliche Zementgewicht des Papierstapel-Berges beschummelt, den man nach den Maßstäben der alten Ära materieller Bücher 'in Wirklichkeit' in der Hand hält; sei es auch, weil man von dem einzelnen Werk, das man gerade zu lesen im Begriff ist, nur jeweils eine einzelne Seite auf einer harmlos flachen, liebenswert kleinen Apparatur sieht und sich somit dem Lesegenuß nicht ein ungewollt-unbewußtes Unbehagen untermischen kann angesichts eines dicken Wälzers, den man noch 'durcharbeiten' müsse - sei dem wie auch immer, ich finde das Lesen wieder erfrischender, leichter.

Die E-Reader verkörpern eine Revolution, die vieles überrollen wird: Lesegewohnheiten, das gesamte Verlagswesen - und das Kindle dieser Generation ist an vorderster Front dabei in seiner flachen, leichten Handhabbarkeit. Und wir sind ebenso dabei, wie wir es bei der Einführung des PCs waren. Man darf sich freuen, es mitzuerleben. Aber wer meckern will, soll meckern.

Gewiß bleiben Fragen. Werde ich heute gekaufte E-Books in 40, auch nur in 15 Jahren noch öffnen, darstellen, lesen können, auf dem Kindle der 20. Generation? Und wenn die Marke und die Technologie 'Kindle' dann nicht mehr existieren werden? Es ist ja so: Viele althergebrachte Bücher aus meiner Kindheit habe ich gepflegt, besitze sie heute noch, sie gehören zu mir. Wird das mit E-Books möglich sein? Die Wahrheit ist: Keiner weiß es. Wir stehen erst am Anfang einer noch unübersehbaren Entwicklung. Aber man soll sinnvollen neuen Technologien nicht ausweichen, weil man Angst um Besitzstände hat. Vorderhand sichert amazon die Werke (E-Books), die man bei ihm erworben hat, auch auf seinen eigenen Servern; jeder Kunde kann über sein amazon-kindle-Konto jederzeit auf die Bücher zugreifen. Auch das sollten potentielle Käufer wissen. Es ist kein Beinbruch, wenn das Kindle einmal kaputtgeht und man fahrlässigerweise seine E-Books nicht auf dem PC gesichert hat.

Und zuletzt: Ich hoffe für die Zukunft auf eine angemessene und zweckmäßige Evolution des Kindle. Geräte künftiger Kindle-Generationen werde ich nur dann kaufen, wenn sie weiterhin von ebenso klarer, sachlicher, schlichter und ordentlicher Funktionalität sind wie das jetzige. Andere Nutzer mögen es anders sehen: Aber wenn ich einen E-Reader kaufe, muß der nicht auch noch tanzen und kuchenbacken können. Wer heute einen ausgereiften Browser auf dem Kindle vermißt, der will morgen ein Telephon, übermorgen eine Kamera, dann einen Videobildschirm mit DVB-T-Empfang und schließlich alle möglichen Apps auf dem Gerät bzw. in es integriert. Mein Rat, amazon: Wenn ihr so eine eierlegende Wollmilchsau entwickeln wollt, schafft dafür eine eigene, neue Produktlinie, aber verschont das Kindle davon.

Ich habe den Kauf nicht einen Augenblick bereut. Die Lieferung, das Gerät, die Kindle-spezifische amazon-Infrastrukur, der Service: alles ausgezeichnet. Traut Euch auch!

Jetzt mache ich Schluß. Mein Kindle wartet. (Wirklich!)

P. S.: Weiter vorn sprach ich über die eingehenden, bebilderten Erläuterungen auf dem hiesigen amazon-Kindle-Webauftritt. Wer's noch nicht gefunden hat: Geht auf dieser Seite, wo ihr jetzt meinen Kommentar lest, ganz nach oben rechts und klickt dann auf "Kindle-Hilfe" (steht unter "Einkaufswagen").

Epilog: Es gibt viele sehr intelligente, oft ältere Menschen, die seit langem Büchernarren sind. Sie arbeiten heutzutage zusätzlich auch am PC, sind jedoch mit den PC-spezifischen Fachbegriffen wenig vertraut. Ich weiß, daß es sich so verhält, und die genannte Tatsache wertet selbstverständlich niemanden auch nur im geringsten ab. Seit dem Erwerb meines Kindle und dem erstmaligen Erscheinen der vorliegenden Rezension habe ich nun auch mehrere persönliche Gespräche über das Gerät mit einigen Bekannten geführt, die erstens erstaunt waren, daß es 'so etwas' wie das Kindle (und 'so etwas' mit diesen qualitätvollen Eigenschaften) gibt, die zweitens jetzt einen Kauf erwägen - und die drittens mit all den technischen Begriffen wie Whispernet, WiFi, 3 G und anderem Kokolores auf dem amazon-Kindle-Webauftritt nicht viel anzufangen wissen. Vielleicht sind daher für den einen oder anderen folgende Hinweise noch hilfreich.

Es gibt 2 Varianten des Kindle. Sie unterscheiden sich ihrer Form nach nicht, sie differieren kaum in ihrem Gewicht (die teurere Version ist nur 6 Gramm schwerer) und nicht in ihrer Funktionalität, außer: sie unterscheiden sich darin, auf welche Art man sich - eben auch ohne Umweg über den eigenen PC - mit amazon DRAHTLOS verbinden kann, von vielen Orten und Gegenden in Europa und der ganzen Welt aus, um z. B. den Lesestoff, hauptsächlich Bücher und Zeitungen, auf das Gerät zu bringen, oder zwecks Verwaltung, Abgleichung und Aktualisierung seines Kindle-Kontos. BEIDE Kindle-Typen verfügen über eine solche Funk-Funktionalität (schönes Wort). Die kostspieligere Ausführung bietet indes leichter handhabbare und räumlich umfassendere Möglichkeiten. Welches Kindle soll man kaufen?

Vereinfacht ausgedrückt: Wer diesen Kommentar an einem PC liest, welcher mittels eines KABELS mit dem Internet verbunden ist, wem dazu der Begriff 'WLAN' kaum etwas sagt und wer ebenso nicht vorhat, sich ein DRAHTLOSES Netzwerk zu Hause einzurichten, der sollte sich eher für die teurere Variante des Gerätes (€ 189) entscheiden. Denn sonst muß man bei sich daheim, will man sich von dort aus (was ja sehr häufig der Fall sein wird) über Funk mit amazon verbinden, vor der Kindle-Inbetriebnahme schon ein Drahtlos-Netzwerk installiert und konfiguriert haben oder zumindest über eines verfügen. Nun möchte sich nicht jeder damit überhaupt befassen und unter Umständen dann etwa hilflos folgendem technosprachlichem Humbug gegenüberstehen: "Kindle kann derzeit nur dann Verbindungen zu Routern vom Typ N ("Draft-N-Router") herstellen, wenn diese mit den herkömmlichen Wi-Fi-Standards "b" und "g" kompatibel sind. Wenn der MAC-Filter Ihres Routers aktiviert ist, können Sie Kindle nur dann mit dem Netzwerk verbinden, wenn sich die MAC-Adresse Ihres Kindle auf der Whitelist für zugelassene Geräte befindet. Bitte legen Sie gegebenenfalls eine Whitelist an. Damit Ihr Netzwerk angezeigt wird, muss Ihr Wi-Fi -Kanal im Bereich zwischen 1 und 11 liegen." (Auszug aus amazon.de-Kindle-Hilfe.) Gewiß: Man kann mit der preiswerteren Kindle-Version durchaus auch Stellen außerhalb seiner Wohnung aufsuchen, Orte, wo man sich, über einen sogenannten 'Hotspot', mit einem öffentlich zugänglichen Funknetzwerk und damit mit amazon verbinden kann. Von derartigen Hotspots gibt es besonders in Großstädten einige, vielfach in Restaurants; auf dem Lande werden allerdings weit weniger angeboten. Die Nutzung mancher Hotspots ist gebührenpflichtig.

Mit dem teureren Kindle dagegen verbindet man sich, ohne vorher irgendwelche Netzwerke arrangiert haben oder sich um solche kümmern zu müssen - und auch ohne gegebenenfalls weitere Umstände oder 'Apparaturen' beziehungsweise Programme, Einwahlen oder WLAN-Paßworteingaben - von zuhause oder von anderswo aus, im Nu DIREKT mit amazon, natürlich auch über Funk, aber: Man verbindet sich quasi per Tastendruck. Ganz unkompliziert in derselben Art, als ob man mittels seines Handys jemanden anriefe, allerdings noch einfacher: Man muß nur die Netzwerk-Funktion des Kindle über das Menü einschalten ('Turn wireless on') - fertig, um den Rest kümmert sich das Gerät, man ist verbunden, sofern man sich nicht in Gegenden ohne Verbindungsmöglichkeiten aufhält - siehe unten. Und diese sogenannte '3 G'-Funktionalität des teureren Kindle ist kostenlos, es fallen, im Gegensatz hier zum Handy, für die Verbindung selbst also keine Kosten an. (Es gibt geringe Gebühren für einige wenige Zusatz-Übertragungs-Leistungen betreffs des Kindle, dazu gehören z. B. der 'Persönliche Dokumentenservice'; hierzu siehe die entsprechenden amazon-Angaben.) Die in Rede stehende 'Direktverbindung' mit amazon ist in Deutschland so gut wie FLÄCHENDECKEND möglich, vielfach mit Hochgeschwindigkeit; auch z. B. in Spanien und Italien (beste Hochgeschwindigkeits-Abdeckung) und ebenso flächendeckend in den meisten anderen west- und mitteleuropäischen Ländern und in vielen außereuropäischen Regionen; amazon bietet dazu auf seinem Kindle-Webauftritt eine Netzwerkkarte über die entsprechende Verfügbarkeit an. (Der Vollständigkeit halber: Man kann sich übrigens mit der kostspieligeren Kindle-Version, wenn man dies, aus welchen Gründen auch immer, will, wahlweise auch mit einem Drahtlos-Netzwerk - derjenigen Funk-Verbindung, die bei dem preiswerteren Modell allein möglich ist - verbinden.)

Sicher, es ist möglich, sich seinen Lesestoff auch über eine KABEL-Internetverbindung auf den PC zu laden und anschließend per USB auf das Kindle zu überspielen. Abgesehen davon, daß man damit einen Grundvorteil des Gerätes nicht ausnutzt: Nämlich sich (fast) ortsunabhängig neue Bücher sowie aktuelle Zeitungen sehr schnell verfügbar zu machen, abgesehen also davon: Man muß sich zumindest nach Erhalt des Gerätes einmal drahtlos mit amazon verbinden, nämlich, um das Kindle anzumelden und zu personalisieren; tut man das nicht, sind einige Funktionen nicht nutzbar. Kurz: Bequemer geht's mit dem um 50 € kostspieligeren Kindle 3 G - insbesondere für den, der speziell zu Hause nicht schon ohnehin (s)ein eigenes WLAN nutzt.

Dieser Epilog sollte verständlich und daher möglichst einfach gefaßt sein. Wenn Ihr Euch daran stört, liebe Computerfreaks: Ich weiß, unter Zuhilfenahme von Fachkauderwelsch wären die Anmerkungen bestimmt noch präziser geraten. Ich glaube jedoch, nicht jeder, der das Kindle bedienen will, muß das Internet-Dienstprotokoll X 4366.0815.007 Suppenhuhn 18 aus dem Jahr 1828 kennen. Entsprechende Kommentare wären also bestimmt gut gemeint, aber Zeitverschwendung.
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323 von 340 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. September 2011
Blättern ist toll, Papier riecht gut und zerlesene Bücher machen mich glücklich. Das kann das Kindle ja alles nicht bieten. Auch meiner Lieblingsbeschäftigung, in der Badewanne lesen, kann ich damit nicht nachgehen. Macht nix. Ich hab noch genug Bücher zu Hause rumstehen, für weitere 3500 ist jetzt Platz auf dem Kindle. Die Vorteile: Allein das Inderhandhalten des Kindles fühlt sich so an, als sei man absolut up to date. Papierleser sind von gestern. Ich bin von morgen.

Tatsächlich fällt mir das Umstellen auf Papier inzwischen schwer. Das Kindle-Schriftbild ist gestochen scharf, die Buchstabengröße passt sich meinen Bedürfnissen an (riesig groß), ich werde nie wieder vergessen, auf welcher Seite ich stehen geblieben bin. Ich werde nie mehr im Autotunnel das Lesen aufhören (integrierte Lampe im Kindle-Etui). Ich schleppe nie wieder viele Bücher mit in den Urlaub oder durch die Gegend. Ich werde mich dank kostenloser Probeartikel nie wieder nach den ersten Seiten ärgern, dieses Buch gekauft zu haben. Schon ganz schön viel Plus.

Es kommt noch dicker. Ich werde nie wieder auf der Suche nach einem Satz (ich lese viele Fachbücher) ein ganzes Buch durchblättern müssen. Einfach Wort eingeben und Kindle zeigt die entsprechenden Seiten an. Ich unterstreiche im Kindle per Knopfdruck und kann mir die Zitate anschließend mit Seitenzahl ausdrucken lassen. Weg mit den vielen ausgelutschten Eddings. Falls ich Lust hab, seh ich auch noch, was andere Leute interessant fanden und unterstrichen haben (mein Gott, seid ihr kitschig). Ach, und es gibt haufenweise Gratis-Bücher von Darwin bis Dickens.

Die Nachteile: Ich hab zwar das gute Gefühl von morgen zu sein, aber das ungute, dass Mr. Amazon weiß, was ich gerade lese, was ich unterstreiche und wer weiß was noch alles (die Frau braucht eine Brille). Unverschämter- und unverständlicherweise kosten die Kindle-Bücher kaum weniger als die Papierbücher. Kapier ich schlicht nicht. Es hieß doch immer, der Druck ist im Vergleich zu den Autorenhonoraren viiiiiiel teurer. Haben sich jetzt die Autorenhonorare verbessert? Falls ja, würd ich ja gerne zahlen, aber ich hab da meine Zweifel.

Außerdem kann ich mein Kindle nicht bequem wie ein Buch verleihen. Wirklich Geld spare ich also nicht. Nicht mal unwirklich. Zudem gibts erst sehr wenig Bücher im Kindle-Store, nur viel US-Bestseller-Gedöns. Zum Beispiel nicht Olga Tokarczuk oder anderes Anspruchsvolles aus der Welt vor dem großen Teich. Zum Verschenken ist so eine E-Book-Datei ja auch nichts.

Fazit: Ich bin bi - ich werde weiterhin Papierbücher lesen und ebenso das Kindle (es sei denn, mir schenkt jemand ein iPad). Ich hör schön, wie die Nähte von Mr. Amazons Taschen platzen ... Und hin und wieder gehe ich auf den Flohmarkt und kauf mir "Sei mein Freund, kleiner Seehund", damit ich mir einbilden kann, Amazon weiß nicht wirklich alles über mich. Allerdings hätte ich die Rezension dann wohl eher an die Kloowand schreiben sollen.
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123 von 131 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 30. April 2011
Ich habe den Kindle nicht selbst gekauft, sondern erhielt ihn von einem guten Bekannten mit der Bemerkung überreicht: "Teste doch bitte mal aus, ob das Ding nutzbar ist. Ach ja, ist 3G drin, bestell dir, was du brauchst." Na wenn der wüsste, an wen er da geraten ist, immerhin passen mehr als 3.000 Bücher in dieses kleine, handliche Teil. Im "Lieferumfang" enthalten waren noch die Amazon Kindle-Lederhülle mit integrierter Leselampe, Schwarz (Farbe ist nicht ganz mein Fall, aber einem geschenkten Gaul...) und der Amazon Kindle EU Stromadapter (geeignet für Kindle und Kindle DX). Die Lederhülle mit Lampe macht einen gediegenen Eindruck und ist bei diesem Gerät wirklich sehr zu empfehlen, da der Lesebereich keine eigene Innenbeleuchtung besitzt. Dieser Tage war ich beispielsweise mehrere Stunden des Nachts in einem Bus unterwegs, und allein dafür hat sie sich schon gelohnt. Da war die Kombination aus Kindle und Leselampe dann auch eindeutig dem herkömmlichen Buch überlegen (weswegen ich einige Aufmerksamkeit auf mich zog - wo könnte ich denn jetzt die Provisionen beantragen?).

Die 3G-Funktion benötige ich persönlich eigentlich nicht. Zu Hause verbinde ich ohnehin stets per WiFi, da es viel schneller ist. Und ob ich wirklich mal dazu komme, ein paar Kindle-Bücher mitten im australischen Great Barrier Reef zu bestellen (wobei die Verbindungskosten alle schon von Amazon bezahlt sind), möchte ich fast bezweifeln. Und da die "Wireless"-Funktionen im Betrieb ein wesentlicher Stromfresser sind, schalte ich sie üblicherweise nur dann ein, wenn ich sie wirklich brauche.

Zumal mir da ohnehin ein bisschen zu viel "Big Brother is watching you" dabei ist. Amazon weiß nun also stets genau, was ich lese und welche Stellen ich markiere und mit Notizen versehe. Und ggf. wo ich gerade bin. Vielleicht gibt es demnächst sogar das passende Kindle-3G-Ortungssystem im Internet dazu. Meine Ausrede etwa, es mal heute wieder nicht rechtzeitig aus London zurückzuschaffen, könnte dann auf ein frustriertes "Und warum sagt mir Amazon dann, dass dein Kindle gerade in Rödelheim gelesen wird?" treffen.

Angeblich sollen ja viele Funktionen auch der Zusammenarbeit und Wissensanreicherung dienen. Beispielsweise bekommt man je nach Einstellung angezeigt, welche Stellen von anderen Kunden am häufigsten markiert wurden. Markiert heißt übrigens auf dem Graustufen-Monitor des Kindles: Die Stellen sind unterstrichen. Im Kindle für PC sind sie dagegen mit einem Yellow Marker hervorgehoben. Kundenmarkierungen werden im Kindle gestrichelt-unterstrichen hervorgehoben, dazu heißt es am Beginn etwa (dies fand ich beispielsweise in "The Einstein Theory of Relativity"): "364 highlighters".

Problematisch könnte auf Dauer auch der sonstige zentrale Amazon-Durchgriff sein. Beispielsweise könnte man gerade den Bericht eines DSDS-Sternchens vor Augen haben, wie sie da so mit dem Dieter - also ihr wisst schon -, und bevor man das nun ganz aufgeregt der besten Freundin zeigen kann, ist - schwups - längst alles geschwärzt: Eine einstweilige Verfügung, WiFi und 3G haben es möglich gemacht.

Die Stärken des Kindles liegen für mich in der sehr guten Lesbarkeit der Seiten (fast so gut wie beim Buch, wenn man die Anpassungsmöglichkeiten bei der Schriftgröße bedenkt, dann sogar oftmals besser, jedenfalls im Vergleich zu solchen Dreistigkeiten wie etwa Der Stoff, aus dem der Kosmos ist: Raum, Zeit und die Beschaffenheit der Wirklichkeit), der großen Speicherkapazität für Bücher (3.000 Stück!) und der enorm langen Akkulaufzeit (wenn man die Netzfunktionen immer schön abschaltet). Gegenüber dicken und schweren Büchern trägt man nur recht wenig Gewicht mit sich herum. Auch kann man solche Bücher leichter mit dem Kindle im Bett lesen.

Ferner hat er einige hübsche, zukunftsweisende Features. Unter "Experimental" findet man einen Web Browser, einen MP3-Player (dazu muss man seine MP3-Dateien vom Computer in den Musikordner des Kindles kopieren - ein Kopfhörer ist anschließbar) und eine Text-zu-Sprache-Funktion. Man könnte sich die Texte also vorlesen lassen, was ich jedoch noch nicht ausprobiert habe, da es mich vermutlich nur frustriert hätte. Fährt man mit dem Cursor vor ein Wort, wird ggf. eine Worterklärung angezeigt (die zur Zeit jedoch noch verbesserungswürdig ist). Hier würde ich mir auf Dauer noch eine Übersetzungsfunktion wünschen, wenngleich man schon jetzt für englische Texte das meiner Meinung nach recht gute "English-German Dictionary With Transcriptions" von Dima Suponau et al dazu kaufen und in den Settings als Primary Dictionary einstellen kann.

Absolut toll finde ich das große Angebot an kostenlosen Klassikern, was sicherlich dafür sorgen wird, dass diese Bücher wieder stärker gelesen werden.

Aber es gibt aktuell noch einige bemerkenswert klare Nachteile gegenüber dem klassischen Buch. Die mögen sich mit der Zeit reduzieren, immerhin geht es den verschiedenen Anbietern momentan wohl primär um den möglichst raschen Markteintritt und die Sicherung von Marktanteilen. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, man kennt es ja. Auch aus diesem Grund hat man bei Amazon wohl nicht länger auf die Fertigstellung eines Geräts mit deutscher Menüführung warten wollen. Und dass man dort in der Hinsicht Großes vorhat, deutet auch die aktuelle Kindle Versionsnummer an: 3.1. Mit Windows 3.1 begann bekanntlich der unaufhaltsame Aufstieg Microsofts zum Software-Supergiganten.

Nachteilig am Kindle empfinde ich das umständliche Tastaturhandling an Stelle einer Touch-Screen-Führung. Ich vermute, dass ein Grund dafür die langen Akkulaufzeiten waren, die man so erhalten hat. Einiges könnte aber auch mit Tastatur besser gelöst sein. Beispielsweise schlage ich bei Sachbüchern recht häufig das Inhaltsverzeichnis auf, um zu sehen, wo ich gerade im Gesamtkontext des Buches stehe und ob sich der Rest überhaupt noch lohnt. Hier könnte ein Button hilfreich sein, der den jederzeitigen Zugriff auf das Inhaltsverzeichnis (sofern vorhanden) inkl. einer Hervorhebung, wo man gerade ist, erlaubt. Insgesamt erhält man aber von einem klassischen Buch immer noch einen viel besseren jederzeitigen Überblick über den Gesamtinhalt als beim Kindle. Das mag bei Romanen, die man ja meist sequentiell von vorne nach hinten liest, nicht so wichtig sein, bei Sachbüchern ist das jedoch entscheidend.

Ferner ist die Markierungsfunktion sehr umständlich. Man muss dazu mühselig mit dem Klick-Cursor an die gewünschte Position gehen und dann damit über den Text fahren, was für Vielmarkierer wie mich sehr nervig ist.

Ferner verleitet der Kindle sehr stark zum sequentiellen Lesen, was ich bei Sachbüchern jedoch eigentlich nie tue. Da es keine Seitenzahlen gibt, erkennt man auch nicht auf einen Blick, wie umfangreich die verschiedenen Kapitel sind. Die einzige Hilfe in der Hinsicht, die ich bislang erkennen konnte, ist die kleine Prozentangabe am unteren Rand des Lesebereichs, die besagt, welchen Anteil des Buches man denn in der Zwischenzeit schon geschafft hat.

Das bringt mich zu einem anderen Problem. Momentan wühle ich mich auf dem Kindle durch Martin Nowaks SuperCooperators: Evolution, Altruism and Human Behaviour. Anders als bei einem echten Buch gibt es keine Seitenzahlen. Folglich kann man daraus auch nicht ordentlich zitieren. Ein Sachbuch ist letztlich ein Dokument, auf das man verlässlich referenzieren kann. Selbst die zahlreichen gestressten Politiker, die bei mir Auftragsdissertationen in Arbeit geben, verlangen das neuerdings immer mehr, keine Ahnung warum ...

Wie auch immer: Ich hoffe, dass sich Amazon darüber bewusst ist, dass ein Buch kein willkürlicher Internettext ist. Das, was ich bei SuperCooperators jedoch zu lesen bekomme, unterscheidet sich von einer Internetpublikation in nichts. Ich könnte nicht einmal eine meiner gefürchteten Langrezensionen darüber verfassen und etwa schreiben, der Autor behaupte auf S. 127 dies oder das, was meiner Meinung nach nicht richtig ist. Aktuell müsste ich schreiben: Der Autor behauptet bei ca. 37% dies oder das. Kurz: Wer wissenschaftlich arbeitet, wird den Kindle zur Zeit bestenfalls ergänzend gebrauchen können. Man wird das Papierbuch zwingend zusätzlich benötigen, weil man sonst nicht präzise darauf referenzieren kann. Hinzu kommt, dass - wie ich hörte - Amazon aktuell nicht einmal Rechnungen über die gekauften Produkte ausstellt. Das geht im wissenschaftlichen Bereich, wo man sich Bücher aus beruflichen Gründen anschafft, schon mal gar nicht.

Auch scheint es aktuell bei der Text-Darstellung noch einige Kinderkrankheiten zu geben. Die Abschnitte im obigen Buch beginnen alle kursiv mit einem Zitat bekannter Größen. Meist funktioniert dann aber der darauffolgende Übergang zur Normalschrift nicht mehr, sodass man sich durch viele kursive Seiten arbeiten muss, was nervig ist. Sonderbarerweise erscheinen die Seiten beim schnellen Zurückblättern dann aber manchmal doch wieder in normaler Schrift. Möglicherweise fehlen dem Text ein paar Steuerungsvorzeichen. Vielleicht stimmt aber auch an der Software noch etwas nicht, sodass ich irgendwann nach einem Online-Update den Text dann endlich so lesen kann, wie es vom Autor beabsichtigt war.

Weitere Nachteile gegenüber dem klassischen Buch:
- Auf die heruntergeladenen Bücher habe nur ich Zugriff. Ein Tausch unter Freunden, wie man es bei Romanen sehr häufig macht, scheint zur Zeit nicht möglich zu sein. Und in solchen Fällen gegenseitig die eigenen Kindles zu tauschen, dürfte man wohl eher nicht machen. Für mich ist dies deshalb ein typisches Produkt zur weiteren Individualisierung der Menschen.
- Viele Kunden kaufen bei Amazon (oder woanders) Bücher, um sie nach der Lektüre bei Marketplace oder anderen Plattformen wieder zu verkaufen. Das geht hierbei nicht. Es könnte sich deshalb am Ende herausstellen, dass das elektronische Buch insgesamt teurer ist als das klassische Papierbuch.
- Einen Kindle wird man im Allgemeinen nur in "geordneten" Umgebungen lesen. Ein Buch lasse ich gelegentlich beim Gang zur Toilette im Café auf dem Tisch liegen, um damit anzudeuten, dass der Platz noch besetzt ist. Mit einem Kindle wird man so etwas sicherlich nicht tun. Gleichfalls halte ich die Vorstellung, man könne mit dem Gerät entspannt am Strand lesen und sich dabei von herumalbernden Kindern mit Sonnenöl einreiben lassen, für eine eher sehr theoretische.

Fazit: Der Kindle ist sicherlich ein recht nettes Teil für den anspruchsvollen Individualisten. Momentan stellt er für mich bestenfalls eine Ergänzung zum klassischen Buch dar. Aber wer weiß, was die Zukunft noch alles so bringt ...
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124 von 135 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Als das Kindle im Oktober 2009 auch für deutsche Kunden erstmals erworben werden konnte, war ich gleich dabei. Auf dieser Grundlage darf ich kurz über meine Erfahrungen berichten:

1. Über ein Jahr bezog ich das FAZ-Abonnement über die Kindle-Version mit 3G. Vor allem diese Kindle-Version empfehle ich jedem Interessenten dringend, weil eine kostenlose 3G-Benutzung praktisch weltweit miteingeschlossen ist. Bein iPad verlangen die deutschen Anbieter um 20 Euro pro Monat. Hier aber kann man weltweit kostenlos seine Inhalte herunterladen So konnte ich die FAZ in Polen, Frankreich, den USA (nicht aber Malediven) genauso beziehen wie zu Hause. In den USA wurde ich durch einen FAZ-Artikel auf 3 Neuerscheinungen in den USA aufmerksam gemacht. In Sekundenschnelle konnte ich mir in San Francisco Leseproben (Umfang je 10 bis 15 Seiten) zu jedem Titel herunterladen. Einer gefiel mir sofort; ich konnte ihn für 9 $ herunterladen. Wer ähnliches erlebt hat, weiß, dass dieser Vertriebsform auf kurz oder lang die Zukunft gehören wird. Ähnlich leicht und preiswert kommt wohl kein Leser sonst an die einschlägigen Titel.

2. Das Zeitungsabonnement der FAZ auf dem Kindle hinterließ dagegen einen einen nicht ganz so eindeutigen Eindruck. Überzeugend ist der leichte, internationale Bezug (oben 1). Dagegen fehlen die für eine Zeitung so wichtigen Bilder und Graphiken. Erst dachte ich, dies sei nicht so wichtig. Die Umstellung auf eine Zeitung ohne Bilder ist aber nicht ganz leicht. Viele Artikel beginnen mit verfremdenden Passagen und einer ironischen Überschrift, die vermeintlich gerade vom Thema ablenkt, um die Aufmerksamkeit des Lesers zu fesseln. Meist wird durch ein begleitendes Bild der Zusammenhang hergestellt. Fehlt dieses, kann man mitunter eine Kindle-Seite lesen, bevor man weiß, worum es geht. Den Politiker Stephan Mappus kannte ich lange Zeit optisch nicht, weil ich praktisch während der Kindle-Zeit kein Bild von ihm gesehen hatte. Schließlich fehlt auf dem Kindle die Übersicht über die ganze Zeitungsseite, die einem hilft, eine Auswahl zu treffen. Die Artikeltexte werden dem Leser vielmehr nacheinander präsentiert. Trotz dieser Einschränkungen war ich bis zum Erscheinen des iPad sehr zufrieden: Allein das handlichere Format des Kindle bringt so deutliche Vorteile (man kann die Zeitung praktisch überall zu Ende lesen), dass man darüber nicht ernsthaft diskutieren kann. Ein Nachteil besteht allerdings wiederum darin, dass nur ca. 7 Altexemplare aufbewahrt werden und dann, wenn ein neues Exemplar hinzukommt, das älteste gelöscht wird. Hier ist insgesamt das iPad überlegen. Die FAZ wird als PDF-Datei geliefert, die man ewig aufbewahren kann. Man hat das volle Zeitungsgefühl und die Vorteile eines kleinen Handheld. Ein Vorteil des Kindel liegt jedoch im größeren Angebot von Amazon. Ich beziehe bspw. die New York Review of Books für einen Spottpreis und bequem jeden Sonntag auf mein Kindle.

3. Für die Buchlektüre sind das Kindle und das Amazon-EBook-Programm eine Traumkombination. Ich habe mittlerweile schon viele Text auf dem Kindle gelesen. Es ist so augenschonend wie eine Buchseite und kann bei grellstem Sonnenlicht benutzt werden. Die langen Haltezeiten für die Batterie sind nicht übertrieben. Folgende Vorteile kommen hinzu:

a) In meinem Modell wird der umfangreiche Oxford Dictionary mitgeliefert, der als integriertes Wörterbuch fungiert. Man muss den Cursor nur auf ein englisches Wort bewegen und erhält eine Umschreibung, die leicht verständlich ist. Ein französisches Pendant ist von der Wortwahl nicht so gut, leistet aber dennoch ausreichende Dienste, muss aber käuflich erworben werden. Auch den Oxford Dictionary kann man, wenn er auf den neuen Modellen nicht installiert sein sollte, gegen einen geringen Preis jederzeit nachkaufen.

b) Bei Amazon gibt es mittlerweile Ausgaben englischer Klassiker zum wirklichen Spottpreis. Alle Werke von Stevenson, Walter Scott, Kipling usw. jeweils für $ 7. Diese nehmen auch nur einen geringen Speicherplatz ein; man hat seine Lieblinge also ständig dabei. Bald dürfte ähnliches für Goethe, Schiller, Kleist sowie alle anderen urheberechtsfreien Autoren möglich sein. Alle englischen Unterhaltungsromane sind deutlich billiger

c) Die Leseproben beim Kindle sind eine echte Entscheidungshilfe, an die keine Buchhandlung herankommt. Wann kann man dort 10 bis 15 Seiten eines Werkes kostenlos und in Ruhe durchlesen, um sich einen Eindruck zu verschaffen?

Sie dürfen mir glauben, dass ich das gebundene Buch sehr liebe und lange dachte, es ginge nicht ohne. Wenn ich aber auf diesem kleinen Gerät eine ganze Bibliothek mit in den Urlaub nehmen kann, bleiben keine Zweifel mehr. Hinzu kommt, dass der Leseeindruck nicht billig oder abschreckend wirkt, sondern angenehm und stilvoll.

Ich kann das Kindle empfehlen! Entscheiden Sie sich in jedem Fall aus den angegebenen Gründen für die 3 G-Version!
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937 von 1.027 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. April 2011
Ich habe das Gerät heute morgen erhalten und schaue mir seit einigen Stunden den eBook-Reader nun näher an.

Da über die Hardware schon genug gesagt wurde, und der DE-Preis auch ausführlich diskutiert wurde, fokussiere ich meine Betrachtung auf die Software des Geräts.

Nach dem Auspacken und ersten Einschalten sehe ich, dass das Gerät bereits auf meinen Amazon-Account konfiguriert wurde.
Das kann man gut oder schlecht finden, (es ist auch leicht änderbar) zeigt aber, dass Amazon sich hier ein paar Gedanken gemacht hat. Erfreuliche Abwechslung zu der sich verbreitenden "Das Geld des Kunden ist eingegangen, jetzt können wir ihn ignorieren"-Mentalität anderer Unternehmen.

Ein Blick in den "Kindle Store" unter "Newspapers" und "Magazines" zeigt eine internationale Auswahl an Zeitschriften und Zeitungen (mit $-Preisen).
Bei einem Besuch der "My Kindle"-Seite kurze Zeit darauf wird mir angeboten meinen amerikanischen (Amazon.com) Account nach Amazon.de umzuziehen, was ich auch mache. Nun bietet der Kindle im "Store" eine neue Kategorie "German Books" an und die Kategorien "Newspaper"/"Magazines" führen statt zu einer internationalen Auswahl an eBooks zu einer auf den deutsch-sprachigen Raum fokussierten Auswahl. Ob man die weggefallenen internationalen Zeitungen/Magazine trotzdem noch abonnieren/kaufen kann ist mir derzeit nicht bekannt, sie scheinen aber komplett verschwunden zu sein. (Manche Leute werden darüber nicht sehr begeistert sein.) Die Preise werden jetzt auch in € angezeigt.

Bei der Kernfunktionalität, also beim Darstellen von Texten muss man einige Abstriche machen, die entschuldbar wären, wenn es sich bei dem Gerät um ein Smartphone o. ä. handeln würde, bei dem
a) man notfalls die Anzeige-Anwendung austauschen könnte und
b) das Darstellen von Büchern nicht der primäre Nutzungszweck wäre.

Negativpunkte:

1. Die Schriftauswahl ist beschämend.
Das Gerät scheint nativ nur 2 Schriften zu beherrschen: Ceacilia und Arial.
- Die Nutzung von Arial wirkt völlig unprofessionell und ist indiskutabel. So ein Patzer sollte normalerweise in der Qualitätskontrolle bei Amazon auffallen und nicht dem Kunden.
- Caecilia ist eine recht eigenwillige Slab-Serif. Dieser Stil mag in den Vereinten Staaten ja durchaus beliebt und verbreitet sein, wirkt aber hierzulande etwas befremdlich und für viele Texte deplatziert.
- Das Fehlen einer Schrift mit fixer Breite macht die Nutzung informationstechnischer und -wissenschaftlicher Schriften zur Qual.

2. Kein funktionierender Blocksatz.
Das Schriftbild wirkt durch die fehlende Silbentrennung und den nicht vorhandenen optischen Randausgleich bei dem angebotenen "Blocksatz" vor allem in deutschen Texten unruhig, mit deutlichen Lücken stark variierender Breite zwischen den einzelnen Worten.

3. Schriftdarstellung lässt zu wünschen übrig.
An einigen Stellen ist die Schrift deutlich unscharf. Auch bei flüchtigem Blick sind die einzelnen Blöcke zu erkennen. Ob das an der Hardware liegt, an der Schrift oder am Fontrenderer lässt sich auf Grund der mageren Schriftauswahl schlecht bestimmen.
Die Druckqualität einer günstigen Tageszeitung ist hier deutlich besser und bei weitem nicht mit der Anzeige des Kindles vergleichbar. Trotzdem stört das beim Lesen nicht wirklich.

4. Schlechte Schriftoptionen.
Von den Wahloptionen (8 Schriftgrößen, Caecilia Regular/Ceacilia Condensed/Arial, 3 verschiedene Zeilenabstände) machen nur die wenigsten Kombinationen wirklich Sinn. Hier sollte man ggf. einige der größten Schriftgrößen zu Gunsten einer zusätzlichen mittleren Variante streichen. Statt der Condensed-Variante wäre eine Variante mit geringerer Strichstärke zu bevorzugen, da sowohl Regular als auch Condensed in den kleinsten Schriftgrößen zu fett wirken.

Eine Option zum Wählen von Flatter-/Blocksatz fehlt gänzlich.

Ich denke, dass ich das Gerät behalten werde (ich bin mir noch nicht ganz sicher), hoffe allerdings, dass Amazon die Software-Probleme in folgenden Firmwareaktualisierungen den Griff bekommt und die Textdarstellung allmählich europäischen Standards des letzten Jahrhunderts gerecht wird.

Fazit: Hardware gut, Software ausbaufähig. Deutliche Abstriche bei der Textdarstellung, die dafür, dass hier ein eBook-Reader verkauft wird, doch etwas überraschend sind. Das Gerät hat Potential, enttäuscht aber auf den letzten Metern doch erheblich.
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80 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Mai 2011
Das Paket wird pünktlich vormittags geliefert, ich nehme den Kindle aus der Verpackung und stöpsel ihn mit dem zusätzlich erworbenen Ladekabel gleich mal an. Sogleich wird mir das erste "Woah" entlockt, denn auf dem Display erscheint eine unglaublich scharfe, tiefschwarze Serifenschrift auf augenfreundlich grauem Hintergrund. Ich lege den Kindle auf den Tisch und gehe einen Schritt zurück. Ich kann den Text noch immer lesen, bei einem gedruckten Buch wäre hier für mich schon lange Schluss. Ich gehe rund um den Tisch, den Kindle im Blick. Kein Flimmern, kein Spiegeln, nichts.

Schwer beeindruckt gehe ich ins Nebenzimmer, setze mich an meinen PC, suche mir bei Amazon ein Buch aus und klicke auf "Jetzt mit 1-Click kaufen". Ich kehre zu meinem Kindle zurück und "Woah" (Nummer 2) hallt durch den Raum. Das Buch steht mit dem Vermerk "neu" bereits am Display und wartet darauf, gelesen zu werden. Das mache ich natürlich auch gleich. Den 247 Gramm leichten Kindle lässig in einer Hand beginne ich zu lesen. Mein Daumen findet die "Umblättertaste" ganz von alleine, nach etwa dreißig Sekunden habe ich mein neues Gerät vergessen und bin ganz in das Buch abgetaucht. Das ist sozusagen ein im Nachhinein empfundenes "Woah" (Nummer drei). Ein Gerät, das so diskret in den Hintergrund rückt, ohne mich ständig durch coolen Touchscreen, blinkende Lichtchen oder sonstigen Unfug daran zu erinnern, was ich denn für ein tolles neues Spielzeug habe, verdient meinen Respekt.

Zur Mittagsstunde schnappe ich mir meine (Lese)Sonnenbrille und setze mich in die pralle Frühlingssonne. Erfahrungsgemäß ein Auge zukneifend warte ich auf unvermeidbare Spiegelungen die das Lesen im Freien oft zur Qual machen. Pustekuchen! Selbst bei direktem Sonneneinfall spiegelt nichts, aber auch gar nichts an meinem Display. "Woah" (Nummer 4). Ich beschäftige mich mit dem Gerät selbst, erstelle Ordner, verändere die Schrift und sehe mir den Kindle Store via 3G Verbindung an. Die Tastatur funktioniert einwandfrei, die Tasten sind zwar winzig, aber trotzdem gut zu erreichen. Die Navigationstaste ist mir allerdings lediglich ein "Hmpf" wert, etwas höher hätte der Kunststoff an dieser Stelle schon sein dürfen. Ich rufe mein vorhin begonnenes Buch auf und lande auf der zuletzt gelesenen Seite, sehr praktisch. Am späten Nachmittag tränen meine Augen noch immer nicht, ich habe keine Kopfschmerzen vom angestrengten Lesen und keinen Tennisarm vom Halten eines 1,7 kg schweren Buches. Ich bin begeistert. Ein Extra-"Woah" (Nummer 5) gibt es noch für die überdurchschnittliche Akkulaufzeit und den großen Speicherplatz.

Fazit:
Ein hochwertig verarbeitetes, augenfreundliches Lesegerät, das bei sympathisch einfacher Handhabung luxuriösen Komfort bietet. Bei einem Gewicht von etwa einem halben Taschenbuch bietet es Platz für tausende Bücher und überzeugt durch seine Zuverlässigkeit.

Ich empfehle dringend irgendeine Form von Schutz für das Display. Ich selbst habe mich für die Lederhülle mit Leselicht entschieden und bin auch sehr zufrieden damit. Es würde aber auch ein selbstgenähtes Stoffsäckchen oder eine Schutzfolie reichen.
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Oktober 2011
-Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht!-Frei nach diesem Sprichwort wird der Kindle nach wie vor von vielen Lesefreunden und vor allem selbsternannten Reich-Ranickis für Arme weitestgehend abgelehnt. Man fürchtet gar den Verfall des literarischen Anspruches und das Ende der Selbstdarstellung durch die gerne zur Schau gestellte und prall gefüllte heimische Bücherwand. Aber warum eigentlich? Zugegeben, auch ich gehörte noch vor kurzem zu dieser Fraktion, hatte ich doch bereits im Laden einen Blick auf Sony's Ebook-Reader und Thalias Oyo riskiert. Als mir allerdings mein Nachbar den Kindle zeigte und mir von dem reichhaltigen kostenlosen Angebot zahlreicher Klassiker vorschwärmte, wurde ich neugierig und habe mir den Kindle WiFi kurzerhand zur Probe bestellt. Und er hat mich auch überzeugt, wenn auch nicht zu 100, wohl aber zu mindestens 90 Prozent. Meine bisherigen Erfahrungen möchte ich in dem altbewährtem Pro und Contra-Schema darstellen:
Pro:
- Zuersteinmal: Der Kindle ist meiner Meinung nach sehr preiswert.
- Bei der Anlieferung überrascht die Verpackung positiv. Der Kindle ist auschließlich in Recycling-Pappe verpackt, sogar das USB-Ladekabel. Sehr vorbildlich.
- Nach dem Auspacken kann es sofort losgehen, auf Amazon ist von Beginn an ein Kindle-Benutzerkonto eingerichtet, über das man sofort loslegen kann, seinen Kindle mit Büchern zu beladen. Besonders muss hier das Angebot kostenloser Klassiker erwähnt werden, in dem man von Dracula über Dorian Gray, Alice im Wunderland bis hin zu Also sprach Zarathustra dutzende Bücher für jeden Geschmack findet. Und zwar KOSTENLOS! Alleine deshalb lohnt sich schon die Anschaffung, vorausgesetzt, man steht auf Klassiker. Es hat bei mir dazu geführt, wesentlich mehr zu lesen als sonst, denn, Hand aufs Herz, wann kauft man sich denn schon mal einen Klassiker im Laden?
- Die Bücher sind innerhalb von Sekunden auf dem Gerät und los geht's, bei kostenpflichtigen Büchern, wird über das Kundenkonto abgerechnet, genauso, wie bei normalen Bestellungen.
- Die Menüführung des Kindle ist einfach und schnell.
- Nun zum Lesen an sich: Die schwarz-weisse E-Ink-Technologie hat mich echt verblüfft, denn man hat wirklich das Gefühl, man würde auf Papier lesen und die Augen werden, wie bei echtem Papier geschont. Außerdem verbraucht das Anzeigen der Seiten keinen Strom, sondern nur das Umblättern.
- Der Akku hält sehr lange, ich habe bei fast täglichem Gebrauch das erste Mal nach eineinhalb Monaten geladen und da war er noch ein Viertel voll.
- Die Tasten zum Umblättern sind sowohl links, als auch rechts angebracht und dadurch ist es möglich mehr gemütliche Lesestellungen einzunehmen, denn man braucht nur eine Hand zum halten und blättern und muss nicht, wie bei einem Buch die beiden Seiten aufhalten. Ich konnte so sehr viel länger ohne Verspannungen lesen.
- Wenn man verreist spart man sich den extra Rucksack mit Büchern, die dann durch den Transport Eselsohren und abgeschabte Cover haben.
- Überhaupt ist der Kindle besonders für unterwegs zu empfehlen.
Contra:
- Der Lieferumfang enthält KEIN Aufladekabel für die Steckdose, sondern nur ein USB-Ladekabel, das für die Steckdose muss man extra kaufen. Frechheit!
- Der Kindle ist richtig komfortabel nur mit Amazon nutzbar, da er das bei anderen Buchläden gängige epub-Format nicht unterstützt. Allerdings kann man sich mit dem kostenlosen Programm Calibre Abhilfe schaffen, was aber einen zeitlichenMehraufwand bedeutet.
- Abgesehen von den kostenlosen Klassikern, ist das Angebot an Büchern und vor allem Zeitungen noch zu klein. Da muss sich unbedingt noch mehr tun.
- Der Preis der Bücher ist genauso hoch, wie bei der Printausgabe, was aber nicht an Amazon liegt, sondern an der deutschen Buchpreisbindung. Auch hier muss sich dringend etwas tun.
- Der Pdf-Reader ist sehr enttäuschend. Man sollte sich das beladen mit Pdfs gleich sparen und auch hier Calibre nutzen.
- Passagen zu markieren geht zwar, aber die gute alte Textmarker-Methode in echten Büchern wird trotzdem auch weiterhin der Hit bleiben
- Vielen benutzern fehlt ein Touchscreen und die multimedialen Möglichkeiten eines Tablets, allerdings ist das hier eigentlich nicht erwünscht. Der Kindle ist ein Lesegerät, das möglichst nah am Buch sein soll. Wer mehr möchte, muss zum Tablet greifen.
- Beim Lesen kommt man öfters mal aus Versehen auf die Umblätter-Tasten. Das ist nicht so schlimm, aber etwas nervig.
- In der Badewanne oder in der prallen Sonne am Strand sollte man den Kindle wohl auch nicht nutzen. Anregung: Kommende Modelle wasserdicht machen.
- Im Gegensatz zu echten Büchern, ist die Diebstahlgefahr auf Reisen im Zug oder wo auch immer, wesentlich höher, als bei analogen Büchern, bei denen sie wohl gleich Null ist.
Fazit: Der Kindle ist eine tolle Bereicherung und Ergänzung zu normalen Büchern, er erspart einem viel Schlepperei und es macht einfach Spaß, mit ihm zu lesen. Allerdings wird eine ähnliche Revolution, wie sie im Musikbereich stattfand, noch ein wenig auf sich warten lassen, denn gerade die Druckereien haben natürlich kein Interesse daran, arbeitslos zu werden.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Oktober 2012
Als eine Person, die gerne liest und aus diesem Grunde auch viel liest möchte ich hier zum Kindle meine Rezension schreiben:

Ich war mit unter den Ersten, die sich die Kindle-Version 3G zugelegt haben. Schon lange wollte ich mir ein elektronisches Buch zulegen und habe deshalb den Markt lange beobachtet. Mir ging es darum möglichst platzsparend viele Bücher aufzubewahren, denn ich kann mich einfach nicht von meinen Büchern trennen. Mit dem Kindle habe ich die Möglichkeit bis zu 3.500 Bücher auf ein Mal in die Hand zu nehmen. Das ist schon einmal genial.
Mit der Wi-Fi-Funktion kann ich mir zu jeder Zeit ein Buch kaufen oder eine kostenlose Leseprobe holen. Ich kann im Shop alle Rezensionen lesen und bekomme immer Informationen zu den neuesten Bestsellern. Zusätzlich speichert Amazon in meinem Konto alle gekauften Bücher. Sollte mal ein Buch verloren gehen, kann ich es jederzeit wieder kostenlos auf mein Kindle schicken lassen.
Es gibt noch viele Funktionen mehr, die ich allerdings nicht nutze, weil es mir ausschließlich ums Lesen geht. Für Musik und Bilder hat man ja bereits im Smartphone oder dergleichen genug Möglichkeiten mit sicherlich auch besser Qualität.
Schade finde ich, dass die Führung nur in englischer Sprache angeboten wird, was allerdings kein grosses Problem darstellt. Man kann seine Bibliothek beliebig ordnen, wie im eigenen Bücherregal.
Problemlösungen findete man im übrigen bei Amazon. Dort fand ich auch Hilfe, als mein Kindle einmal abgestürzt war.
Der Bildschirm gibt sämtliche Schriften klar wieder. Helles Sonnenlicht ist überhaupt kein Problem. Im Gegenteil, je heller es ist, desto klarer wird das Schriftbild. Ich habe mir zum Kindle noch den Lederumschlag mit Leselampe gekauft. So kann ich auch problemlos im Dämmerlich oder im Dunkeln lesen. Die Batterie hält bei jeglicher Nutzung (mit Licht oder ohne) ca. 1 Woche und ist innerhalb von höchstens 2 Stunden wieder vollständig geladen.
Für Menschen, die gerne sehr viel lesen, einfach nur empfehlenswert !!!
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