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Kundenrezensionen

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am 20. Januar 2011
"Eiszeit" ist das erste Album von Eisbrecher, das ich mir gekauft habe. Von der negativen Produktbeschreibung des Amazon-Redakteurs habe ich mich dabei nicht beeindrucken lassen, da ich mir bereits ein eigenes Bild gemacht hatte. Deshalb ärgere ich mich über diese oberflächliche und leichtfertige Beurteilung, die nicht zuletzt doch auch an der Musik von Eisbrecher interessierte Menschen und potentielle Käufer abschreckt! Ich möchte deshalb gerade dieser Rezension meine eigene Beurteilung entgegenstellen.

Tatsächlich bin ich auf die musikalische Arbeit von Alexx Wesselsky und Noel Pix dadurch aufmerksam geworden, dass ich "Wesselsky als Checker in seiner Show beim Gebrauchtwagen reparieren lassen" kennenlernte. Ein glücklicher Zufall, da ich schon seit langen Jahren der Deutschen Fernsehunterhaltung den Rücken gekehrt habe. Die Persönlichkeit von Alexander Wesselsky hat mich spontan interessiert. Seine sprachliche Gewandtheit, sein Humor und die immer wieder durchscheinende tief fundierte humanistische Bildung - und nicht zuletzt der charmante Vortrag, der hier "des Künstlers Glück" macht, haben mir einfach nur Freude bereitet. Im Vorabendprogramm von DMAX in einer "Autosendung für Männer" aufgefordert zu werden, doch einmal (wieder) Homer zu lesen: das hat mich neugierig gemacht. Im Gegensatz zum Amazon-Rezensenten habe ich daraufhin recherchiert. Das ist eigentlich gar nicht so schwer und was man/frau da erfährt, birgt die Möglichkeit in sich zwei sehr faszinierende Musiker und ihr Lebenswerk kennen zu lernen. Ob Alexx dabei seine Biographie tatsächlich nach den Erkenntnissen der Lebensphasen in 7-Jahresschritten betrachtet ist mir nicht bekannt. Wundern würde es mich ja nicht, aber diese leicht mokante Anmerkung hat hier meiner Meinung nach nichts zu suchen. Scheint mir ein Versuch Alexander Wesselsky hier einfach was am Zeuge flicken zu wollen, in dem er zu allem Überfluss auch noch in eine Aberglauben-Esoterik-Ecke geschoben werden soll. Albern. (Das 7. Lebensjahrsiebt steht übrigens unter der Regentschaft des Mars! Da kann's ja für den Alexx richtig spannend werden!)

Nachdem ich zunächst ausschließlich bei You Tube genassauert hatte, beschloss ich mich nunmehr ehrlich zu machen und zunächst mal das Album "Eiszeit" käuflich zu erwerben. Wie schön, das Amazon keine moralischen Bedenken hatte, es mir auszuhändigen. Laufe ich doch Gefahr mich mit "Gewaltphantasien korrumpieren" zu lassen.

Ich habe das Album nun zwei- dreimal gehört (am hellerlichten Tag!), mich mit den Texten beschäftigt und meine Beurteilung ist weiterhin positiv. Man sollte - bitte - nicht vergessen, dass es sich hier um Unterhaltungsmusik (!) handelt. Einen anderen Anspruch habe ich aus den Aussagen von Alexx Wesselsky bisher nicht heraushören können. Und das ist doch völlig ausreichend, vor allem wenn es sich um so gut gemachte Unterhaltungsmusik handelt. Das Album ist facettenreich und : "Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen." Mir persönlich gefallen die lauten und tanzbaren Stücke am besten, allen voran "Amok" - Gott sei's geklagt! Gerade jenes Stück, dass mich nach Meinung des Amazon-Redakteurs nun endgültig aus den Reihen der Betroffenheits-Gutmenschen hinaus katapultiert. Das ist nicht schön, das ist nicht "Mainstream". Mir aber völlig schnuppe. Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom...

Wer Textzeilen wie "den flammenwerfer ins gesicht / macht schön warm und spendet licht" nicht als das erkennt, was sie sind, nämlich als verdammt gut gemachte Ironie, dem ist doch nicht zu helfen. Vielleicht ist es auch Zynismus, mag sein. Den braucht man aber, wenn man in einer Welt lebt, in der einem tagtäglich das Lachen im Halse stecken bleiben mag. Frigus crescit!
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am 27. September 2015
Über Musikgeschmack läßt sich nicht streiten; jedem sei sein eigener zugestanden. Also lasse ich hier das Zerpflücken von Texten etc.
Wer es vom Sound her etwas härter mag und das Augenzwinkern in vielen Nummern versteht, dem werden die Jungs um "Checker" (Ja, er hat auch mal auf DMAX eine Autosendung gehabt) Alex Wesselsky gefallen. Übrigens ist die Truppe auch ein echter Livetipp, denn nur da kommen die Kommentare von Alex ("Tshuldigung, wir kommen zwar aus Bayern aber was unser Inndendings da gesagt hat...." ) trocken symphatisch rüber. Ich hatte 2015 zweimal das Vergnügen - aber definitiv nicht zum letzten Mal.

Ja, der Text ist von meiner andeen Rezension kopiert - gilt ja schließlich allgemein zu Eisbrecher ...
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am 15. Februar 2013
Huch na sowas!
Warum auch immer, ich hab hier noch gar nicht meine Sternchen vergeben.
Das muss ich jetzt unbedingt nachholen. ;-)
Doch was soll ich groß schreiben? Zu den einzelnen Liedern wurde hier und da ja schon einiges geschrieben.
Jedes Empfinden ist anders, also erspare ich euch meine persönliche Meinung zu den einzelnen Tracks.
Denn egal welches Lied, es kann nur eine positive Bewertung von mir geben, da Eisbrecher seid Jahren meine absolute Lieblingsband ist.

Es gibt (für mich) einfach niemanden sonst auf der Welt der so eine markante und ausdrucksstarke Stimme hat, die passenden Klänge dazu, geniale/witzige/harte Texte und etwas rundum "Perfektes" ist erschaffen. Mein Tipp an euch, einfach reinhören (nicht nur in dieses Album!) und verzaubern lassen. Lest nicht nur Rezensionen und entscheidet darüber ob das Lied/Album gut oder schlecht ist. Nein hört euch die Musik an und entscheidet danach selbst ob ihr sie für kaufenswert haltet oder nicht.

Achja und natürlich ist jedes Album anders und einzigartig, so wie jeder Song einzigartig ist. Veränderung ist nicht nur gut, nein Veränderung IST das Leben. Wer mit gehen kann/mag gut, wer nicht auch gut.

P.S.: Live sind Eisbrecher ebenfalls mehr als hörenswert!!
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Einen Eisbecher mit Sahne bitte! Das ist dann der vierte und er nennt sich "Eiszeit". Hoffentlich verzeiht man mir diese Kalauer, doch das Duo Eisbrecher laden mit Namen, Cover und Albumtitel dazu ein. Dabei ist das Teil ziemlich heiß geworden! Elektro-Rock relativ eingängig mit teils recht kritischen, aber auch provokanten Texten von Frontmann Alex Wesselky. Daneben gibt es satt im Midtempo hängende Pathos-Rocker der Marke "Die Engel" und viel rockiges. Im Endeffekt ist alles wie immer, nur das ich die Songs eingängiger und posititv kommerzieller empfinde. Die instrumentalen Zwischenstücke mit Industrialschlagseite gehören der Vergangenheit an, dafür gibt es für meine Ohren etwas nervige Songs der Marke "Amok", textlich top, genauso wie "Supermodel". Deutsch singende Bands waren selten in hartem Rock so passend mit der Sprache wie Eisbrecher! Diesmal gibt es übrigens einen Ausflug in die englische Sprache mit "Gothkiller". Ungewohnt gut!
Fazit: Fetter Sound, guter Gesang und kein Geshoute oder Sprechgesang. Dieses Album knackt alle Genregrenzen!
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am 30. April 2010
Dieses Album gehört meiner Meinung zum Besten was in letzter Zeit im Bereich neue deutsche Härte erschienen ist. Die Stimme ist Charismatisch, die Gitarrenriffs sehr gelungen und es wird viel Abwechslung geboten.
Ich habe diesen 5 Stern nur nicht vergeben da meiner Meinung nach zwei, drei Titel einfach nicht gut genug sind um ein perfektes Album zu haben.

Die Texte sind durchweg gut, bitte verlangen keinen Pulitzerpreis Abhandlungen. Aber allemal besser als die Ergüsse von Rammstein auf den letzten Alben. Wem die Scheiben von Unheilig, Megaherz und Rammstein gefallen macht hier nichts falsch.

Supermodel zum Beispiel ist wirklich kein ergiebiger Text, aber die Kombination mit der Musik ist einfach nur gut.

Viel Spaß beim Kaufen und beim immer wieder Hören.

Böse Mädchen 8/10
Eiszeit 10/10
Bombe 9/10
Gothkiller 8/10
Die Engel 7/10
Segne deinen Schmerz 5/10
Amok 7/10
Dein Weg 7/10
Supermodel 10/10
Der Hauch des Lebens 7/10
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am 21. Dezember 2013
es hätte noch besser sein können !
Zu allererst sind die Vinyl LPs nicht wie angegeben in blauem durchsichtigen Vinyl , sondern eher türkis mit ganz dezenten schwarzen Streifen. Und durchsichtig (clear) ist da auch nix. Aber das ist dann eine Geschmackssache , mir gefällt die Farbe der LPs sehr gut. Nur eben etwas irreführend ist das "Blue Clear Vinyl" dann schon...Untergebracht sind die Vinyls in einem Gatefold.

Dann ist aber mal wieder bei einer brandneuen Vinyl LP sehr enttäuschend , das die Innenhüllen mal wieder das billigste vom billigen sind , ungefüttert , ganz 08/15 billig eben :-( Hier hätte ich mich über gefütterte Innenhüllen gefreut ( und die LPs auf Dauer auch ).

Auch enttäuschend ist , das im Gegensatz zur CD Version hier ganz auf das Abdrucken der Liedtexte verzichtet worden ist. Warum ??? Platz wäre auf der Innenseite des Gatefolds genug gewesen , oder auch auf den Innenhüllen der beiden Vinyls ( wo man ja aber die billigsten weissen Standardhüllen nehmen musste , siehe oben ).

Im Gegensatz zur CD Version hat man hier bei der Vinyl Ausgabe die Tracklist verändert. Die letzten 3 Tracks der CD und der vorliegenden Vinyls sind unterschiedlich. Warum ?

Eher Positiv muss ich sagen ist die Pressqualität der Vinyls. Beide Vinyls liegen gut auf dem Teller und haben keine Wellen. Ein leichtes Hintergrundknistern (zu hören in ganz ruhigen Passagen )ist leider vorhanden , denke mal das das nach der ersten Wäsche wohl weg geht. Aber auch hier frag ich mich , warum muss bei einer brandneuen Vinyl so ein Knistern dabei sein ???

Auch Positiv ist natürlich die Musik die auf den Vinyls enthalten ist :-) Eisbrecher halt. Man mag sie oder man hasst sie , ich mag sie.
Der Klang geht auch in Ordnung. Im grossen und ganzen würde ich den Klang als gut bezeichnen , habe schon bessere aber auch viele schlechte Vinyls klangmässig gehört. Ein Spezielles Vinyl Mastering scheint hier aber nicht stattgefunden zu haben...

Im ganzen reicht es dann bei mir ganz knapp zu 4 Sternen , denn die (unverständlicherweise) fehlenden Texte , die billigen Innenhüllen und das leichte Hintergrundknistern sollten eigentlich heutzutage bei einer neuen Vinyl LP nicht mehr sein liebe Hersteller !
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am 9. Januar 2013
Ich besitze mittlerweile alle Alben von Eisbrecher und ich muss sagen, dass dieses Album mein Favorit ist.
Los geht's mit diesem grandiosen (für meine Begriffe echo-verdächtigen) Anfangsriff in "Böse Mädchen", das einen gleich zu Beginn des Albums zusammen mit Alex' Stimme komplett in seinen Bann zieht.
Das Titelstück des Albums versetzt einen durch den schleppenden Rhythmus und die Synthi-Spunds richtig in die Polarregionen und man spürt die Kälte, für die der Name der Band, des Albums und des Titelstücks stehen, am eigenen Leib.
Nach "Bombe" hört man mit "Gothkiller" wohl den krassesten Unterschied zum Rest der Platte. Nicht nur, dass der Titel in englischer Sprache daherkommt, auch stilistisch bewegt er sich - vor allem mit der Gastsängerin, die wir ja schon bei "Bombe" gehört haben - doch sehr in poppigere Regionen. Meiner Meinung nach kann sich das aber auch eine Band wie Eisbrecher mal erlauben. Immerhin ist ein absoluter Ohrwurm zum abgehen, tanzen und feiern herausgekommen.
Mit "Die Engel" beenden Eisbrecher ihren Ausflug in den englischsprachigen Raum und werden wieder melancholischer. Eine Rockballade, die stilistisch nicht mehr ganz die Brücke schlägt zu den ersten Nummern auf "Eiszeit", in der aber keineswegs der typische Eisbrecher-Sound verloren geht.
Mit "Segne Deinen Schmerz" kehren Eisbrecher wieder zu ihrem düsteren Sound zurück. Allerdings ist dieser Song textliche eine der schwächeren Nummern.
Den düsteren Sound behalten sie auch in "Amok" bei. Eine Nummer, die ja wohl schon oft genug diskutiert worden ist. Meine Meinung: Ein Musikkritiker, der diesen Text nicht als zynisch auffasst und stattdessen einen Skandal daraus macht, ist einfach engstirnig und sollte seine Karriere vielleicht lieber als Sportjournalist fortsetzen.
"Dein Weg" wird wieder melancholischer und ein bisschen poppiger, drückt aber gerade durch die Gastsängerin, die zu Alex oktaviert, im Refrain einen richtig fetten Sound durch die Boxen. Der Refrain animiert zum Mitsingen und bleibt im Ohr.
In "Supermodel" reden Eisbrecher nicht um den heißen Brei, sondern bringen direkt und textlich bärenstark ihre Meinung zum Schönheits-Kult auf den Tisch, bevor mit "Der Hauch des Lebens" eine sensationelle hymnenartige Rockballade das Album "Eiszeit" beendet.
Alles in allem ein in sich stimmiges Album, in dem Eisbrecher meist eine Linie verfolgen, die mit leichten Abweichungen aber kein Stück an Abwechslungsreichtum verliert. Ich kann diesem Album wirklich jedem empfehlen, der auf düsteren Deutschen Rock steht. ABER, was ich abschließend noch loswerden möchte: Ich vergleiche Eisbrecher keineswegs mit Rammstein! Wer das tut, sollte sich vielleicht etwas dem Schubladendenken entziehen und sich etwas näher und intensiver mit der Musik befassen!
frigus crescit°!
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am 3. Mai 2010
Ich würde mich als EISBRECHER-Fan der ersten Stunde bezeichnen und gratuliere der Band zu Platz 5 der deutschen Album-Charts! Eine tolle und anerkennenswerte Leistung, die - meine Meinung nach - zu Lasten der Musik geht, die doch mittlerweile recht monoton und auch textlich eher mittelprächtig daher kommt. Den Massen scheint es zu gefallen - mir fehlen allerdings Biss und Härte des für mich besten EISBRECHER-Album "Antikörper". Der Nachfolger "Sünde" wurde dann schon etwas weichgespült , war aber noch halbwegs erträglich. "Eiszeit" kommt dafür leider im absoluten Schonwaschgang daher und landet nach einmaligem Hören in meinem Plattenarchiv (und wird vorerst auch nicht mehr so schnell in meinen CD-Player wandern). Die Annährung an Gotic-Pop a la "Unheilig" scheint also weiter zu gehen. Bleibt zu hoffen, dass sich Alexx und Noel irgendwann wieder auf ihre musikalischen Wurzeln besinnen...
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am 9. Mai 2010
Normalerweise gebe ich den Massen in Deutschland selten Recht - aber diesmal hat die Bevölkerung Geschmack bewiesen und Eisbrecher als zweithöchsten Neueinsteiger in die Charts katapultiert. Herzlichen Glückwunsch zu Platz 5!
Als die neue Eisbrecher-CD "Eiszeit" die ersten Runden in meinem CD-Player drehte, war ich überrascht! Überrascht von der musikalischen Vielfalt, die Noel Pix und Alexander Wesselsky, also Eisbrecher, an den Tag legen. Eisbrecher brechen ihre eigenen Grenzen und schaffen es trotz der musikalischen Vielfalt, dass die Platte dennoch immer wieder nach Eisbrecher klingt. Rock, Pop, Elektro, Reminiszenzen an Bands der 80er Jahre sind zu finden. Großartig - die Mischung machts, die Mischung stimmt. Balladenfreunden sei "Die Engel" und "Dein Weg" empfohlen, wer's lieber hart und kompromisslos mag, sollte zu "Amok" oder "Eiszeit" greifen - da bedient nicht nur die Musik sondern auch der Text das Hirn... Und wer überhaupt nicht auf Eisbrecher steht - für den gibt es auch kein Entkommen. Spätestens mit Gothkiller, dem ersten komplett englisch-sprachigen Song der Eisbrecher-Geschichte, kriegen sie ihn. Roberto Vitacca (Lacrimas Profundere) vs. Alexander Wesselsky trifft auf 69Eyes und die Sisters of mercy - wen das nicht zum Tanzen bringt, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Und auch die Miststücke werden bedient - mit dem Bomb-Track "Böse Mädchen" - der Fortsetzung des Eisbrecher-Megaherz-Klassikers?!?
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am 9. April 2010
Der Überraschungserfolg des Grafen könnte auch einer Band wie EISBRECHER den Weg ebnen, denn die Unterschiede sind in gewisser Weise nur noch marginal. Die elektronischen Elemente, die bereits auf "Sünde" in den Vordergrund gerückt sind, sind auch auf "Eiszeit" vorhanden und ziehen sich wie ein roter Faden durch das Album. Selbstverständlich aber bleiben neben schmertternden NDH-Gitarrenriffs auch stramme Industrial-Marschrythmen fester Bestandteil des EISBRECHER-Sounds, wie sich schon beim bereits als Single ausgekoppelten Titelsong - ärgerlich, da ausgerechnet dieser Track offensichtlich durch GROSSSTADTGEFLÜSTERs großartigem "Ich Muss Gar Nix" inspiriert wurde - zeigt, aber auch Synthie-Loops und tanzbare Beats kommen diesmal nicht zu kurz, so dass sich das aktuelle Album mit Abstand als das abwechslungsreichste und detaillierteste der Band entpuppt.

So begeistert diesmal neben hymnenartigen Melodien, die wieder einmal gut ins Ohr gehen, vor allem der Einsatz weiblicher Stimmen, und das gleich mehrmals (im Duett): So zum Beispiel im dank der geschickten Kombination von Beats und Bassläufen extrem nach vorne treibenden "Bombe", im an die SISTERS OF MERCY erinnernden, englischsprachigen "Gothkiller" oder in der auf Eingängigkeit getrimmten Ballade "Die Engel". Aber nicht nur an diesem Detail wurde gearbeitet, sondern auch Sänger Alexx bringt seine gesanglichen Qualitäten deutlich besser zum Ausdruck, als auf vorherigen Alben.

"Eiszeit" trifft den Nerv der Zeit, und jeder Anhänger dieser Band wird mit einem Lächeln darüber hinwegsehen, dass die Texte teilweise leider immer noch ziemlich flach ("Blaue Augen, blondes Haar. Samt und seidig - wunderbar..." ["Supermodel"]) ausgearbeitet sind und die Reimschemata durch ihre Einfachheit so manches Mal auch auf die Nerven gehen. Gerade dieser Aspekt macht MEGAHERZ' "Heuchler" inhaltlich etwas wertvoller. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. "Eiszeit" ist, trotz überschaubarer Schwächen, ein Album, bei dem Härte und Eingängigkeit Hand in Hand gehen und das das Potential hat, eine breitgefächerte Hörerschaft anzusprechen.
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