Kundenrezensionen


433 Rezensionen
5 Sterne:
 (210)
4 Sterne:
 (72)
3 Sterne:
 (43)
2 Sterne:
 (53)
1 Sterne:
 (55)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Omaha-Beach
"Ein Klatschen, Gurgeln, Rauschen. Die Wellen schlagen an den Bug des Landungsboots. Das Boot schaukelt; die Kamera schaukelt mit. Ein paar der zusammengepferchten Männer übergeben sich, andere beten. Dann öffnet sich die Bugklappe. Sofort fallen Schüsse. Wenn die Kugeln in die Körper eindringen, gibt es ein schmatzendes Geräusch. Die vorn im...
Veröffentlicht am 4. Dezember 2008 von Sagittarius

versus
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Patriotismus in Überlänge
Ich gebe offen und ehrlich zu, dass ich von diesem Film anfangs absolut begeistert gewesen bin. Der Krieg wurde in meinen Augen sehr authentisch dargestellt, die Atmosphäre war bedrückend und die Landung der Alliierten in der Normandie gehörte zu den besten und realistischsten Szenen, die jemals für einen Kriegsfilm gedreht wurden. Das Problem an der...
Vor 1 Monat von cyberhog veröffentlicht


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse, 24. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (Amazon Instant Video)
Lohnt sich, schieße mich meinen Vorrednern an, Gute Qualität beim Stream. Würde aber empfehlen den Film zu kaufen und nicht zu leihen da man neigt den auch ein zweiter/drittes mal zu gucken.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


33 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach dem realen Krieg?, 5. September 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan [2 DVDs] (DVD)
Viele haben ihn im Kino gesehen, viele haben ihn auf DVD gesehen. Ich muss gestehen, ich habe beides getan. Schon damals war man wegen der realistischen Darstellung des Krieges schockiert. Viele sind es auch heute noch...
Doch macht man hier nicht den Fehler, das voyeuriste Sterben aus der ersten Reihe als Realismus zu bezeichnen? Ist alleinig die Darstellung von Kugelhagel und Blut die Wahrheit der Grausamkeit des Krieges? Wie ich finde Nein!
Die realistische Darstellung aus "Der Soldat James Ryan" zeigt doch einige Schwaechen und wird ihrem Anspruch nicht gerecht. Was so hoch gelobt wurde, hatten andere Filme schon wesentlich besser dargestellt und sind mit wesentlich weniger drastischen Szenen ausgekommen.
Waehrend man ueber die ersten Minuten noch streiten kann, wieviel Realismus hier tatsaechlich verstanden ist. So driftet die Geschichte dann schnell ab. Ein Zug Soldaten soll hinter die feindlichen Linien um einen zu retten, der wahrscheinlich schon garnicht mehr lebt. Das ist der Stoff aus dem man tolle Geschichten macht. Mehr als eine solche ist es allerdings auch nicht.
Wenn man die Geschichte der Invasion etwas kennt, dann weiss man auch um die Anstrengungen, die dafuer noetig waren. Ein Scheitern haette wahrscheinlich auch die Niederlage Englands bedeutet. Zu einer zweiten waere man nicht faehig gewesen. Doch anscheinend kann man auf eine ganze Gruppe verzichten. Und weil dann schon die Mission so wichtig ist, da nimmt man auch noch ein Maschinengewehrnest aus, fuer dessen Vernichtung man eine freie Flaeche ueberqueren muss. Ich bin davon ueberzeugt, dass 1944 eine solche Stellung auf diese Art nicht auszuheben war!
Dann haben wir noch einen erfahrenen Scharfschuetzen, der mehrmals schiesst, aber seine Stellung nicht wechselt. Warum tut er das nicht? Damit der amerikanische Superschuetze (er schiesst glaube ich im ganzen Film nur 2mal daneben, trifft mit einem Zielfernrohr auf kurze Distanz mehrere schnell bewegte Ziele - Respekt!) ihn auch nicht verfehlt.
Und so zieht es sich durch den ganzen Film. Die absolute Kroenung ist jedoch die Schlacht am Ende. Ueber 50 man der deutschen Infanterie schaffen es nicht, eine kleine Gruppe Verteidiger zu schlagen. Natuerlich sagt man, dass die angreifende Truppe im Verhaeltnis 1/3 ueberlegen sein sollte, aber das war dann doch etwas zuviel des guten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein deutscher Panzer 44 auch nicht in Staedte faehrt. Es sollte bekannt sein, dass sie dort sehr verwundbar sind...
Und so geht mehr und mehr der propagierte Realismus vor die Hunde. Spielberg hat einen Kriegsfilm gemacht, einen von vielen und damit hoert es auch schon auf. Interessanterweise werden auch Kriegsverbrechen der Allierten gezeigt. Doch es fehlt ihnen jegliche Verurteilung. Es wird dem Zuschauer einfach nicht klar, dass es nicht vertretbar ist, Menschen verbrennen zu lassen, Gefangene zu erschiessen oder ihre Todesangst laecherlich zu machen. Das es nicht geht, dass man das Sterben jeden Amerikaners ausweidet, minutioes sein leiden festhaelt und den Gegner in der grossen dunkelen Masse sterben laesst.
Seinen Anspruch kann er nicht halten und gerade jemand mit der Geschichte Spielbergs sollte nicht so mit dieser Zeit verfahren! Schon garnicht nach einem Film wie Schindlers Liste!!!
Ich empfehle Filme wie das Boot, die Bruecke, im Westen nichts neues, Platoon, the day after, der schmale Grat oder auch Stalingrad. Vielleicht ist es einfach ein Problem der US-Gesellschaft, den Krieg groesstenteils nie gesehen zu haben. Waehrend in Europa jeder ueber 20 jaehrige Grosseltern haben, die ihre Sicht der Dinge weitergaben, die Zerstoerung, das Leid und den Tod des Krieges selbst erlebten. Man geht hier einfach anders mit dem Thema um, versucht etwas zu vermitteln, dass ueber ein Heldenepos hinaus geht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwischen Welt - und Kreisklasse, 19. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (DVD)
Spielberg bietet uns mit "Der Soldat James Ryan" ganz ganz grosses Kino, veranschaulicht aber auch was einem (Anti-)Kriegsfilm schaden kann.

Fangen wir mit dem "grossen Kino" an: wie in der Vor-Rezension schon beschrieben wurde erhielt der Film 5 Oscars (Regie, Kamera, Schnitt, Ton und Toneffekte). Diese erhielt er absolut zu recht! Spielberg schafft es vorallem durch diese Komponenten den Zuschauer von Anfang an in grausame Brutalität eines Krieges und seiner tragischen Hauptakteure zu versetzen. Man schaue sich nur an wie Spielberg die Landung der Alliierten in der Normandie darstellt. Die Szene verdient nur ein Wort: MEISTERHAFT! Für mich die beste Szene in einem Kriegsfilm die jemals gedreht wurde. Realistischer kann man so etwas nicht ins Kino bzw. ins heimische Wohnzimmer bringen. Ebenfalls perfekt besetzt ist die Position des Hauptdarstellers mit Tom Hanks, der geradezu prädestiniert ist für die Rolle des Captain Miller.

Warum also "nur" drei Sterne für den Film?? Für mich verfällt er nach einer Weile zu sehr in das typische Schema der Hollywood-Produktionen für dieses Genre. Einfache Story mit amerikanischen Soldaten die wahnsinnige Kraftakte unternehmen und retten was eigentlich nicht zu retten ist. Alles schön serviert für den patriotischen US Kino-Besucher. Mich stört nicht das Deutsche Soldaten dabei, wie schon jemand schrieb, als Nazi-Skins ohne Gewissen und hässlichen Fratzen dargestellt werden. Dafür haben zu viele damals fanatisch bis zum bitteren Ende gekämpft. Nein, aber wenn ich bei diesem nicht ganz unproblematischen Thema schonungslos den Wahnsinn des Krieges, das Leiden der Soldaten und ihre Familien zeigen will (was "der Soldat James Ryan" durchaus tut und woran ich einen Anti-Kriegsfilm auch messe) sollte ich bei allen Freiheiten die sich ein Film nehmen muss, so nah wie möglich an der Realität bleiben. Durch übermässige Glorifizierung der (US-)Soldaten und ihrer Operationen leidet allein schon durch die fehlende Glaubwürdigkeit der ganze Film. Dies fängt schon bei der schwachen Story an: Nie im Leben hätten höchste Kreise des amerik. Militärs wenige Tage nach der Invasion, also in einer entscheidenden Phase, eine Gruppe von Soldaten zich Kilometer hinter die feindlichen Linien entsandt um einen einfachen Private zu suchen ohne zu wissen wo dieser sich aufhält oder ob er überhaupt noch lebt. Ich verstehe hier Spielberg nicht. Als wenn er sich nicht entscheiden konnte: Erst zeigt er in einer tiefgründigen Szene die vom Krieg gezeichnete Seele eines Soldaten bei einem Gespräch unter Kameraden dann insziniert er eine "glorreiche" Verteidigungsschlacht. Weder hätte eine Gruppe von ein dutzend Mann mit 2 Maschinengewehren plus ein paar Kilo Sprengstoff eine Chance, einen Panzer-Angriff samt Infantrie aufzuhalten noch hätte ein einziger US-Soldat schätzungsweise 8-10 gegnerische Soldaten mit einem einziegen Karabiner bewaffnet zur Aufgabe zwingen können um diese dann schließlich doch laufen zulassen. Dadurch zeigt man weder die Sinnlosigkeit eines Krieges noch ehrt man die Männer die damals ihren Kopf hinhielten. Wirklich respekt zollen würde man ihnen wenn man ihr damaliges Handeln korrekt darstellen und nicht durch irgendwelche Absurditäten kaschieren würde.

Deshalb: Der Film fängt grandios an, bietet auch danach noch das ein oder andere ansehliche kann aber durch die schwache Story das Niveau nicht halten - deshalb drei Sterne!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen unglaublicher Anfang, 10. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (2 DVDs) (DVD)
Die erste halbe Stunde des Films, die die Landung der Aliierten in der Normandie zeigt ist eine der besten Szenen, die jemals in einem Kriegsfilm gezeigt wurden. Die realistische Darstellung des Grauens, in dem Krieg nur noch Abschlachten ist, unterstützt von perfekt räumlichen Sounds versetzt den Betrachter in nahezu beänstigendem Maße in den Film. Hier zeigt sich was ein genialer Regisseurs durch gekonnte und sinnvolle Nutzung modernster Techniken erreichen kann. Der Anfang ist der Teil des Films, der einem auch Jahre nachdem man den Film im Kino gesehen hat, lebhaft in Erinnerung ist.
Leider kann der Film das hohe Niveau des Anfangs nicht halten und wird zu einem, manchmal ewas oberflächlich inszenierten, klassisch amerikanischem Kriegsfilm, dessen Pathos & Patriotismus dem europäischen (oder eher dem deutschen) Zuschauer nicht unbedingt zugänglich ist. Zwar finden sich weiterhin Abstufungen, die das schwarz-weiß Schema durchbrechen, wenn z.B. gezeigt wird, daß auch die Guten nicht immer Helden sind und auch Verbrechen begehen können, aber dennoch ändert sich der Grundtenor nicht. Auch der Schluß entspricht, wie zu erwarten, dem einer Heldengeschichte.
Der Anfang des Filmes ist unbedingt sehenswert, wer aber einen Antikriegsfilm erwartet sollte sich überlegen danach weiterzuschauen. Wer einen Kriegsfilm erwartet, wird wohl auch nach den ersten Minuten Gefallen an dem Film finden, denn Kamera und Technik sind durchgehend brilliant und die folgende Heldengeschichte über Kameradschaft, Opferwillen und Einsatz für Freiheit und Vaterland entspricht so ziemlich genau dem was man von diesem Genre erwartet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


21 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiespältig, 28. Juni 2001
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (2 DVDs) (DVD)
In einigen Teilbereichen kann ich mich den positiven Vorreden anschließen, insbesondere was Bild und Ton (!) angeht. Einige Aspekte des Films möchte ich trotzdem aus meiner Sicht beschreiben. Selbst beim zweiten oder dritten Mal finde ich die Anfangssequenz so belastend, dass es mir schwer fällt, nicht direkt zur eigentlichen Suche nach Ryan zu springen. Ich finde, dass trotz aller Grausamkeiten des Krieges eine so detaillierte Darstellung der physischen Grausamkeit nicht unbedingt notwendig ist. Der von mir auch sehr geschätzte Film "Der Schmale Grat" hat auch ohne massenhaft abgetrennte Körperteile eine immense Wirkung auf mich gehabt.
Und dann das Thema Patriotismus. Klar ist mir, dass die deutschen Soldaten in einem solchen Film ihre historische Rolle übernehmen müssen aber die übertriebene Schwarz-Weiß-Zeichnung mißfällt mir sehr. Die Hinrichtung von Kriegsgefangenen beinahe witzig und vollkommen ohne Kritik darzustellen ist mir zuwider.
Am schlimmsten ist jedoch, dass der Umstand, einen Gefangenen am Leben gelassen zu haben, hier durch die späten Folgen dieser Entscheidung ja fast dazu animiert, jeden Gefangenen ins Jenseits zu befördern. Da habe ich von Spielberg mehr erwartet.
Ich glaube kaum, dass jemand, der mit seinem Großvater einmal unter dessen Tränen über den Krieg gesprochen hat, nachvollziehen kann, warum jeder kleine deutsche Soldat in diesem Streifen als durchtrieben und rücksichtslos beschrieben wird. Das ist mir zu einfach !
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Soldat James Ryan - brillant, aber auch fragwürdig, 7. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (2 DVDs) (DVD)
Erst einmal: der Film ist klasse gemacht, von hoher technischer Qualität. Kamera, Ton, Musik sind erste Sahne. Auch Spielbergs Regieleistung ist einmalig. Die Darsteller tun ein übriges. Herausragend: Tom Hanks als (scheinbar) harter Soldat. Aber auch die übrige Crew kann sich sehen lassen. Die ersten und letzten zwanzig Minuten sind Filmgeschichte, daran gibt es nichts zu rütteln. Die Massaker sind mit so unglaublicher Wucht und Intensität inszeniert, daß einem schier der Atem schockt. Aber hier hört die Bewunderung auch schon wieder auf: "Der Soldat James Ryan" kann anfangs zwar schockieren, insgesamt aber vertreibt der Film eine fragwürdige Botschaft. Nach dem Motto: Krieg ist zwar übel, aber gerechtfertigt, wenn es ziemlich viel Böse erwischt. Und das sind hier natürlich wieder mal die Deutschen, die als eiskalte Killer dargestellt werden, während die Amerikaner als Retter der Menschheit auftreten. Spielberg hat keinen Antikriegsfilm gedreht (auch wenn er es uns glauben machen wollte). "Der Soldat James Ryan" ist ein gut gemachter Kriegsfilm, mehr nicht. Was besonders schwer wiegt: um einen einzigen amerikanischen Soldaten zu retten, beißen nicht nur eine Menge böser Deutscher, sondern auch einige seiner Landsleute ins Gras. Das Drehbuch ist das große Minus des Films. Einige der Dialoge hätte man sich sparen können, ebenso den gefühlsduseligen Salut von James Ryan am Grab von John Miller. Ein technisch gut gemachter und faszinierender Film wird durch diese Gesten immer wieder in unerträgliches Pathos getaucht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Daumen hoch!!, 20. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan (DVD)
Ich liebe Kriegsfilme, aber dieser ist der beste :))
Super Hauptrolle mit Tom Hanks, ein begnadeter Schauspieler :)
Genialer Film !!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


234 von 314 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Völlig überschätzter Film, 5. August 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan [2 DVDs] (DVD)
Auch nach mehrmaligem Anschauen, kann ich nicht begreifen, was an diesem Film so toll sein soll. Abgesehen von einer Sache: Der Landung in der Normandie am Anfang des Films!
Gut, einige Sachen sind nicht 100% realistisch, so z.B. die Tatsache, dass den Alliierten am Omaha Sektor in Wirklichkeit erst mit der 3. Angriffswelle der Durchbruch gelang. Eigentlich hätten also schon massenweise Tote am Strand liegen müssen, als sich für Tom Hanks die Luken öffnen. Ausserdem wird nichts von der riesigen Schiffsflotte gezeigt, die die deutschen Verteidiger stundenlang unter Artilleriefeuer nahm. Das war in "Der längste Tag" besser dargestellt.
Aber was die Erstürmung des Strandabschnitts betrifft, so ist es das realste Stück Kriegsfilm, das ich bisher sah. Grandios!
Man spürt förmlich die Todesangst der unter Dauerfeuer liegenden Soldaten. Vorrücken ist Selbstmord. Dableiben ist Selbstmord. Zurück ins Wasser wäre ebenfalls Selbstmord.
Diese Stelle des Films zeigt den Krieg, wie er wirklich gewesen sein muss. Brutalster Horror für alle Beteiligten.
Wenn der Film auch nur 10% des Realitätsgrades der Anfangsszene behalten hätte, würde ich ihm mindestens 4 Sterne geben.
Aber was nach dieser Szene kommt, ist nichts als billigster Ami-Pathos-Kitsch, der mit der Realität aber auch gar nichts zu tun hat.
Die Deutschen sind charakterlose, dumme Schießbudenfiguren, die nichts zu tun haben, als scharenweise ins Gewehrfeuer unserer Superhelden zu rennen.
Warum müssen sich die Amis immer so darstellen? Dasselbe Muster zieht sich durch fast alle Vietnam-Filme. Müssen sie etwas kompensieren? In amerikansischen Kinos wurde jedenfalls bei jedem abgeschossenen Deutschen in Saving Private Ryan gejubelt und wenn ich mir die Darstellung der kurzgeschorenen Krauts anschaue, ist das auch durchaus verständlich.
Die Deutschen sind nämlich nicht nur dumm und feige in diesem Film, sie sind vor allem äußerst hinterhältig und gemein. (Beispiel: Tom Hanks gibt die Order einen gefangenen Deutschen (der sich vor Angst natürlich in die Hosen macht, ein Ami wäre da tapferer) freizulassen, anstatt ihn zu erschießen. Natürlich ist es genau dieser Soldat, der den guten Tom am Ende des Films feige abknallt. (Wenn man schon einem Deutschen hilft...)
Dafür wird der Deutsche natürlich ebenfalls erschossen. Er hätte sich eben wie versprochen der nächsten Ami-Einheit ergeben müssen. Dass er dazu aber erst durch die deutschen Lininen gemusst hätte (Hanks Trupp operiert ja hinter der Front), stört dabei wohl keinen. Er hätte also der deutschen Einheit sagen müssen: Tut mir leid, ich kann nicht bei euch bleiben, ich habe den Amis da hinten nämlich versprochen, mich den Aliierten zu ergeben. Tschüssi!
Dafür hätte wohl jeder Verständnis gehabt. ;-)
Was man sonst bei diesem Film lernt: Die Waffen SS war eine Idiotentruppe, die es nichtmal in Kompaniestärke schafft, einem Dutzend Ami-Helden beizukommen.
Deutsche Panzer haben im Gefecht das Turmluk vorzugsweise offen, MG's dürfen auf vorbeirennende Amis nicht angewendet werden. Die Panzer selbst knackt man am besten, indem man ihnen mit alten Socken die Ketten wegsprengt.
Sturmgeschütze (im Film sollen das Panther-Panzer sein) können dafür ihre Kanonen fast im 90% Winkel bewegen, um in Kirchtürmen verschanzte Sniper zu erwischen. (Womit sollte man diese Superhelden aus Stahl auch sonst töten?)
Deutsche Handgranaten sind nur dazu gebaut worden, um von tapferen Amis zurückgeschmissen zu werden. Dass die reale Zündverzögerung ein solches Unterfangen sinnlos gemacht hätte, interessiert bei soviel Schwachsinn eh keinen...
Wenn sich tapfere GI's mit einem MG verschanzen, haben sofort mindestens ein Dutzend Wehrmachtssoldaten anzutreten, um sinnlose Befehle schreiend, ins Feuer zu laufen. (Sollten sogar Amis mal nachladen müssen, hat man natürlich solange zu warten.)
Ich frag mich wirklich, wie diese idiotischen Krauts den Weg nach Frankreich überhaupt gefunden haben und wie schlecht die anderen Armeen Europas wohl sein müssen, um von denen geschlagen worden zu sein.
Am Ende des Films flattert natürlich der Sternenbanner über den Bildschirm, nachdem Ryan brav vor'm Grab des toten Captain salutiert hat.
Spielberg sollte sich wirklich besser wieder an E.T. oder seine Dinos halten, anstatt ein Machwerk wie dieses abzuliefern.
Wer einen wirklich guten Kriegsfilm sucht, sollte sich lieber Filme wie "Im Westen nichts Neues" anschauen.
Warum Der Soldat James Ryan von einigen Leuten als realistisch bezeichnet wird, ist mir jedoch völlig unverständlich.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


125 von 168 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen die erste hälfte ist gut, 13. November 2004
Von Ein Kunde
rein technisch versteht sich der soldat james ryan zweifellos als einer der besten kriegsfilme die überhaupt gedreht wurden.
die kameraführung und die sound-technik kann man einfach nur als mitreissend bezeichnen.
aber ist dieser film ein antikriegsfilm?
die erste 3/4 stunde könnte man dies annhemen, werden doch bei der landung am d-day die schrecken des kriegs vor augengeführt.
man bekommt regelrecht selber angst wie es ist, aus einem landungsboot an land gehn zu müssen.
ja, krieg ist schrecklich.
und was kommt danach?
ich traute meinen augen kaum, der patriotismus schnellt von 0 auf 100 in die höhe, deutsche werden als kanonenfutter verheizt (und das soll auch gut so sein will uns der film vermitteln), ein deutscher gefangener fleht um sein leben, er fände amerika "das land der indianer und cowboys" ja so klasse und eine kleine gruppe von amis baut in a-team manier bomben aus socken und schmierfett und kämpft tapfer und abenteuerlustig gegen eine überzahl deutscher panzer.
aua, so viel dummheit tut weh.
in den krieg zieht niemanden gerne, vielleicht hätte herr spielberg auch mal briefe meines grossvaters von der front lesen sollen.
dann wäre ihm vielleicht klar geworden, dass krieg eine absurdität des menschseins ist, nicht die eines einzigen volkes....
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


197 von 265 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen US-Helden, 9. Dezember 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Soldat James Ryan [2 DVDs] (DVD)
Wie gut, daß es wenigstens US-Filme gibt, um aus der Geschichte zu lernen. Denn sonst wüßte man nicht, wie toll amerikanische Helden waren. Immer knapp mit den Mitteln verstehen es diese schlauen US-Füchse, dem deutschen Feind eine Falle nach der anderen zu stellen und selbst aus den aussichtslosesten Situationen einen Sieg zu machen. Pfiffig wie Dampfkessel stopfen sie Sprengstoff in ihre Socken, wehren den Feind bei Munitionsmangel mit zielsicher geschleudertem Helm ab und sind nie um ihr Blendax gereinigtes Lächeln zu bringen.
So ist es wohl auch zu erklären, daß der ins Militärhistorische umgesetzte Goony-Streifen von Spielberg bei Unkundigen den Eindruck erweckt, als sei die Katastrophe von Omaha so etwa in 20 Minuten mühevoll aber geschickt bereinigt gewesen. Tatsächlich steckten die US-Truppen den ganzen Tag dort fest und wurden zu Tausenden pausenlos abgemetzelt. Man erwog ernsthaft den Rückzug.
Hier nicht, denn die Kampfkraft der US-Kämpfer ist wie immer schier unglaublich. Mit kaugummibefestigten Spiegeln am Bajonett tricksen sie sich aus der Affaire und liefern US Kaugummi-Produzenten neue Werbe-Ideen. Mit jedem sparsamen Schuß räumen sie mindestens drei bis fünf Deutsche ab, die oft wie Kegel auf der Bowling-Bahn spektakulär durch das Set purzeln. Manch andere Deutsche werden später im Film nach einem Gewehrschuß in ihren offenen Panzer als lebende Fackeln durch die Straßen geistern, wohl um einen Wassereimer zu suchen. Man kann nur staunen, was in ihren Stahlkisten da so alles brennen soll. Denn die Wehrmacht führte bei ihren Kampffahrzeugen wie andere auch aus gutem Grund den Sprit nicht in der Fahrgastzelle und Munition brennt nicht, sie detoniert (Granaten) oder explodiert (Treibsätze). Aber es sieht immerhin eindrucksvoll aus.
In diesem Film entsteht über weite Strecken eine Schießbuden-Atmosphäre. Man wartet nur darauf, daß wieder ein paar Deutsche aus den Ecken springen, die dann wie der laufende Keiler in der Schießbahn abgeflitscht werden. Deutsche Deppen hingegen können kiloweise Munition auf einen US-Kämpfer abknattern und man kann sicher sein, daß sie zumindest nach Omaha nur noch selten treffen, sie haben es inzwischen wohl verlernt.
Die ganz seltenen Fälle, wo dies doch einmal geschieht, sind eher Zufälle oder der Finger Gottes im Gang der Geschichte. Dankenswerterweise dürfen wir es in diesem Film variantenreicher Tode miterleben, wie einem der schon am Boden liegenden US-Kämpen von einem kampfesbeseelten Soldaten der Waffen-SS unter der mystischen Beschwörung "Ist besser so, hast´s schneller hinter dir !" der eigene Dolch millimeterweise in die Brust gedrückt wird, begleitet von bezeichnenden Knirsch-Geräuschen. Ähnlichkeiten mit Ritualszenen aus Indiana Jones könnten nur Böswillige entdecken. Das Erzählprinzip hat Hollywoodtradition: Ab dem 27. gekillten Deutschen darf ein US-Held seinen Heimgang inszenieren. Dafür sind mindestens 5 bis 7 Minuten Film zu spendieren wobei es auch nicht an besinnlichen und zitierfähigen Bemerkungen erschütterter Kameraden fehlen darf. Deutsche werden hingegen verheizt wie die Dummies im Crashtest, sie fliegen wie leere Cola- Dosen ins Gebüsch, die Kamera interessiert dies dann nicht mehr.
Der aufwendige Film über die Rettung vom Leben des Bryan (englisch: Saving Private Ryan) aus Steven Spielbergs Filmschmiede ist nicht den historischen Fakten des Themas gewidmet, sondern der Selbstbeweihräucherung einer Nation, die sich in Filmphantasien ihre Vergangenheit selbst erfindet. So, wie dies weiland J.F. Kennedy tat mit seiner erfundenen Kriegsheldengeschichte aus dem Pazifik, in der aus seinem angeborenen Rückenleiden wunderbarerweise eine Kriegsverletzung wurde. Wird etwa die Realität der US-Geschichte heutigen Erwartungen so wenig gerecht, daß die Traumwelt einiger Filme dies kompensieren soll ?
Dem Streifen von Spielberg, der offenbar solchem Konzept verpflichtet ist, gelingt die fragwürdige Kunst, sich von einem ausgezeichneten, stellenweise erstklassigen technisch-ästhetischen Standard über drei Stunden hinweg konsequent durchzuarbeiten bis zum musikdurchdudelten Nullpunkt, an dem abschließend das leichtwehende Tuch einer halbdurchsichtigen US-Fahne vor dem düsteren Götterhimmel von Manitous ewigen Jagdgründen lodert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Der Soldat James Ryan [Blu-ray]
Der Soldat James Ryan [Blu-ray] von Steven Spielberg (Blu-ray - 2010)
EUR 11,50
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen