Fashion Sale Hier klicken Kinderfahrzeuge calendarGirl Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More madamet designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 26. September 2013
Da es mir ein Rätsel ist, weshalb Amazon alle Rezensionen von diesem Film in einen Topf wirft, obwohl es inzwischen schon so viele Versionen gibt, möchte ich vorweg schon mal folgendes klarstellen: Diese Rezension bezieht sich auf die "digitally remastered"-Blu-ray, welche komplett ungeschnitten ist.

Merkmale:
- Blaues Cover
- Erscheinungstermin: 26. September 2013
- Spieldauer von 101 Minuten (= ungeschnitten)

##### Diese Version sollte man allen anderen vorziehen. Weshalb ich das empfehle? Das, und viele weitere Dinge, werde ich im unteren Text erklären. ##### :-)

__________________________________________________________________________________________

Die 2011er-Version
__________________________________________________________________________________________

Als der Klassiker von Wolfgang Petersens "'Die unendliche Geschichte" im November des Jahres 2011 auf Blu-ray erschienen ist, war das Entsetzen bei vielen Fans sehr groß - und das völlig zurecht. Es wurde nämlich statt der Orginalfassung die internationale Version veröffentlicht, welche sich deutlich von der deutschen Fassung abhebt. Insgesamt wurden ganze 8(!!) Minuten Laufzeit gekürzt - die wunderschöne Musik von Klaus Doldinger wurde in der internationalen Version durch irgendwelche grauenhaften Popklänge ersetzt und außerdem war das Bild oft viel zu dunkel (was nach den ersten zwei fatalen Punkten eigentlich kaum mehr erwähnenswert ist). 'Die unendliche Geschichte' wurde also somit in einer völlig verstümmelten Fassung bei uns auf den Markt geschmissen.
__________________________________________________________________________________________

Doch warum wurde nicht gleich die ungeschnittene Fassung veröffentlicht?
__________________________________________________________________________________________

Der Grund ist, dass man 1984 auf die geniale Idee kam (Vorsicht: Ironie!), für das Schneiden der internationalen Fassung doch einfach das 35mm-Orginal(!)negativ zu nehmen. Gesagt, getan! Fröhlich und naiv, ohne über die daraus resultierenden Folgen nachzudenken (warum denn auch?), wurde daran herumgeschnippelt, angepasst und letztendlich diese Version in vielen Ländern vermarktet.

Viele Jahre später fiel ihnen dann jedoch auf, dass dies ein fataler Fehler war. Denn wie sollte man jetzt die Langfassung des Films in HD abtasten und auf Blu-ray veröffentlichen? Immerhin hatte man doch nun nur noch die gekürzte internationale Fassung zur Verfügung! Wie ihr bereits ahnt, kam die Antwort auf diese Frage im Jahr 2011 von Universum Film: GAR NICHT!
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
ZITAT:
"[...] Universum Film ist grundsätzlich stets bemüht ungeschnittene Filmversionen zu veröffentlichen.
Im vorliegenden Falle ist uns dies leider nicht möglich, denn das original Filmmaster (in der deutschen Langfassung) existiert nicht mehr,
da es für die internationale Fassung geschnitten wurde.
Um 'Die unendliche Geschichte' in bestmöglicher Qualität auf Blu-ray zu veröffentlichen,
müssen wir daher auf die gekürzte internationale Fassung für die Blu-ray-Abtastung zurückgreifen."
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Für viele Fans war diese Aussage natürlich eine absolute Hiobsbotschaft.
__________________________________________________________________________________________

Sollten wir tatsächlich nie in den Genuss einer ungeschnittenen Blu-ray kommen?
__________________________________________________________________________________________

...... Doch!
Denn kurze Zeit später meldete sich zum Glück eine Firma namens CinePostproduction. Diese ist vor allem durch ihre Filmrestaurierungen bekannt, und erzählte, dass sie sich dieser (beinahe unmöglichen) Aufgabe widmen werde und sowohl das Orginalnegativ der internationallen Fassung, als auch das "Intermed Positiv (Dup-Positiv)" der ungekürzten Fassung dafür verwenden, eine tadellose, ungekürzte Fassung von dem Klassiker herzustellen.

Nach 1-2 Verschiebungen erschien dann endlich die lang ersehnte ungeschnittene Fassung am 26. September 2013.
__________________________________________________________________________________________

Nun lautet die große Frage natürlich: Hat sich das lange Warten gelohnt?
__________________________________________________________________________________________

CinePostproduction hat sich wirklich große Mühe gegeben diesen Film in guter Qualität abzuliefern - und das ist ihnen, jedenfalls für mich persönlich, absolut gelungen! Die Musik von Klaus Doldinger ist wieder so, wie sie im Orginal ist. Nichts mehr geschnitten, keine grauenhaften Popklänge - alles so wie es sein sollte!

Bildtechnisch ist diese Blu-ray im direkten Vergleich zur alten DVD auf einer ganz anderen Ebene und der absolute HAMMER! Auch das Bild der gekürzten 2011er-Blu-ray hat keine Chance (vor allem der Kontrast der gekürzten Version ist eine absolute Katastrophe)! Ich finde es wirklich erstaunlich, was diese Firma geleistet hat. Flecken und Staubkörner entfernt, Originalfarben wieder hergestellt, Kontrast korrigiert... um an diese Bildqualität heranzukommen, bedarf es sicherlich EINIGES an Arbeit.
Auch beim Sound hat man ordentlich gearbeitet, dieser hört sich - trotz hohen Alters - durch die (wenn auch nicht sehr viel) bearbeitete DTS HD 5.1-Tonspur sehr gelungen und satt an.

Es macht wirklich großen Spaß, diesen Film in so einem Glanz und dazu noch komplett ungeschnitten zu sehen! So soll es sein und nicht anders! :D

Jedoch haben manche von euch sicher auch ein paar negative Rezensionen zur neuen(!) Version gesehen. (Also Rezessionen, die NACH dem 26.09.2013 geschrieben wurden - die älteren beziehen sich immerhin auf die gefühlt 100 anderen Versionen.)
__________________________________________________________________________________________

Warum ist es also so, dass manche diese neue Fassung nicht mögen?
__________________________________________________________________________________________

Das Stichwort lautet "Filter"! Denn diese wurden in der neuen Version eingesetzt. Was für mich persönlich überhaupt kein negativer Aspekt ist, ist für viele andere DER TOTMACHER SCHLECHTHIN für eine Blu-ray. Denn durch den Einsatz von Filter verliert das Bild immer(!) an Detail (= Filmkorn) und natürlichem Grain.

Auch wenn das natürlich stimmt, ist für mich der Einsatz der Filter jedoch wirklich dezent und dadurch das Bild immer noch SEHR detailliert. Man merkt, dass CinePostproduction gut abwägen kann, wann und wie man die Filter einsetzt, damit man das bestmöglichste Bild "herauskitzeln" kann. Man sollte eben auch bedenken, dass es verschiedene Bildmaster sind, und um das Bild komplett stimmig zu gestalten, muss man diese eben irgendwie auf einen Nenner bringen.

Letztendlich ist es aber auch Geschmackssache. Und deshalb habe ich dieser Blu-ray "nur" 4 Sterne gegeben. Wie gesagt, viele hassen eben den Filtereinsatz und sehen es als Detailzerstörer jeder Blu-ray an. Da ich diese Rezension so objektiv wie möglich schreiben will, muss dann natürlich auch das Erwähnung finden. :-) Jeder Mensch ist eben anders, und für viele könnte das immerhin ein Grund sein, die Blu-ray nicht zu kaufen.

Ich hoffe, ich habe für Klarheit gesorgt und konnte euch über einige Dinge aufklären. Über den Filminhalt ist, denke ich, genug geschrieben worden, deshalb werde ich darauf verzichten.

__________________________________________________________________________________________

Die Ausstatung der Blu-ray (EXTRAS & TON)
__________________________________________________________________________________________

---DIE EXTRAS---

- Wenn die BD eingelegt wird, läuft der "5 Freunde"-Trailer, Dauer beträgt ca. 2 Minuten.
- 7 weitere Trailer zum auswählen (Tiger Team, Brücke nach Terabithia, Wickie auf großer Fahrt, Vorstadtkrokodile 3, Hier kommt Lola, Das Haus der Krokodile, Wer's glaubt wird selig)

- Storyboard-Vergleich (4:20 Minuten)
- Dokumentation der überaus aufwändigen Restauration (8:52 Minuten. Übrigens sehr interessant, da hier alles noch einmal genau zur Vorgehensweise der Restauration erläutert wird)
- Making of (16:40 Minuten)
- Videoausschnitt "Limahl" (3:50 Minuten)
- Blu-ray-Empfehlung - "Konferenz der Tiere" (2:30 Minuten)

---DIE TONSPUREN---

- Deutsch DTS HD 5.1
- Deutsch Dolby Digital 2.0 (orginal Kino-Version)
- Englisch DTS HD 5.1
- Englisch Dolby Digital 2.0

---------------------------------------------------------------------------

Wichtig ist, dass diese Informationen weitergegeben werden. Denn durch diese zusammengewürfelten Rezensionen hier kennt sich selbstverständlich kein Mensch mehr aus. Das sollte Amazon wirklich einmal ändern...

Also dann, viel Spaß mit der Blu-ray!
2323 Kommentare|400 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. September 2011
Da Amazon nicht bereit dazu scheint, die Produktbewertungen klar zu trennen, setze ich meine Sternewertung auf 4 Sterne herauf, obwohl die ursprüngliche Rezension (Teil 1) zur Erstveröffentlichung erstellt wurde und ihr in der Verlinkung auch zugeordnet wird. 5 Sterne kann ich insgesamt für die Langfassung (Rezension Teil 2) leider nicht vergeben, auch wenn es der Film selbst, ohne Blick auf das Buch, ganz sicher mehr als verdient hätte. Die Gründe dafür werden unten erläutert.

---> (Rezension Teil 1) ZUR INTERNATIONALEN FASSUNG (93 Min.) von Universum!
STERNEVERGABE: 0

...möchte man bei einem Label wie Universum meinen.

Scheinbar weit gefehlt. Einer der größten Filmklassiker des deutschen Kinos wird auf Blu-ray in der um !6 Minuten! verstümmelten, sogenannten "internationalen Fassung" erscheinen.

Die Filmlabels scheinen nach der Jubiläums-Edt. von "Das Boot" auf eine neue Statement-Strategie zu bauen. Nach einem noch verständlichen, wenn auch kaum nachvollziehbarem, Statement von EuroVideo bzgl. der U96 (es hätte wohl kaum geschadet, in einer Jubiläums-VÖ, zumindest eine SD-Variante der TV-Fassung beizulegen), klingt dieses von Universum ja nun fast unverschämt.

-----
"...Universum Film ist grundsätzlich stets bemüht ungeschnittene Filmversionen zu veröffentlichen.
Im vorliegenden Falle ist uns dies leider nicht möglich, denn das original Filmmaster (in der deutschen Langfassung) existiert nicht mehr,
da es für die internationale Fassung geschnitten wurde.

Um 'Die unendliche Geschichte' in bestmöglicher Qualität auf Blu-ray zu veröffentlichen,
müssen wir daher auf die gekürzte internationale Fassung für die Blu-ray-Abtastung zurückgreifen."
-----

Für viele, wie auch für mich, die mit dem Film einen Haufen Kindheitserinnerungen verbinden, ein Schlag ins Gesicht! Einer, der größten deutschen Kinoproduktionen, bei der man !keine! auch noch so kleine Szene vermissen möchte, bei der beim Einsetzten Doldinger's Filmmusik das Kribbeln von der Kopfhaut bis zur Zehenspitze zu spüren ist, bekommt vom Label nicht die Hochachtung, die er als ORIGINAL verdient.

Und was ist hier nun anders?
Grob kann man sagen, dass vorwiegend Umschnitte vorgenommen wurden, um den Film rasanter erscheinen zu lassen. Und eben das ist, neben einem (womöglich) anderen Score, an dieser Fassung zu bemängeln. Z.B. fehlt die Hausmeisterszene (auf dem Dachboden der Schule) komplett, Atréju's Flug auf Fuchur um 19 Sekunden gekürzt, der Filmabschnitt bei Urgl und Engywuck ist um satte 43 Sekunden gekürzt, das dramatische Zwiegespräch mit der Kaiserin (zum Ende des Films) um satte 49 Sekunden kürzer, als Atréju den trauernden Steinbeisser trifft um 10 Sekunden, die darauffolgende Szene mit dem Gmork um 32 Sekunden...usw, usw.
Dies ist eben KEIN Fantasy-ACTIONFILM! Gerade die ruhige Erzählweise macht ihn doch besonders und läßt uns, zusammen mit Bastian, eintauchen und ein phantastisches, nein großartiges Abenteuer erleben!

Ganz davon ab, dass es sich hier um eine deutsche Produktion handelt und auch als solche behandelt werden sollte! Da wäre ich mir nichtmal sicher, ob Bernd Eichinger (Produzent des Films) das so hätte durchgehen lassen. Auch ihm zu Ehren, wäre es mehr als respektvoll und anerkennend gewesen, den Film (vorrangig) in seiner Urfassung zu veröffentlichen.

Von den Inhalten zur technischen Seite des Statements.
Universum will uns also sagen, dass das ORIGINAL-Master nicht mehr existiert, weil es für die internationale Fassung zerschnibbelt wurde. Wer soll das bitte glauben?
Das ORIGINALband zerschneiden, ohne für eine andere Schnittfassung eine Kopie anzufertigen. Ich kann (und ich will) das einfach nicht glauben!
Was ist denn dann bitte mit dem "Abfall"-Material geschehen?
Ist es, wie seinerzeit mit "Metropolis" geschehen, in Privatbesitz gelandet? Dann bestünde durchaus die Möglichkeit dies wiederzubeschaffen!
Zu teuer?
Gut, ich (und sicher viele andere auch) bin gerne bereit einen angemessenen Preis für das ORIGINAL diese Meilensteins des deutschen Kinos zu bezahlen!
Ist es im Mülleimer gelandet?
Dann ist das grobfahrlässiges Verhalten und ist m.E. mit nichts Anderem als Nicht-Kauf zu bestrafen!

Alles in allem, scheint für mich deutlich naheliegender, dass hier aus kostengründen und Aufwand, auf die Abtastung des nun vorliegenden Filmmasters zurückgegriffen wurde. Denn für die Langfassung existiert schlicht keine englische Tonspur! Da, wie z.B. die Hausmeisterszene in der gekürzten Version ganz fehlt, wie auch einzelne kurze Einstellungen, hätte entweder eine Neusynchronisation für die engl. Spur stattfinden müssen, oder zumindest die Nachvertonung dieser Szenen.
Eine weitere Möglichkeit wäre gewesen, die fehlenden "Tonschnipsel" aus der dt. Fassung zu verwenden, was vermutlich eine Verzerrung des Klangbildes zur Folge hätte und nicht mit den verschiedenen Scores übereinstimmt. Alles Varianten, die Synchronländern (um sie mal, abseits des englischsprach. Raumes, als solche zu bezeichnen) nicht unbekannt sind!
Um es auf die Spitze zu treiben, gibt es gar Extended Versionen, die z.B. für den deutschsprachigen Raum garnicht synchronisiert wurden und "nur" im ORIGINAL vorliegen.

Die einfachste, wenn auch vermutlich teuerste Variante wäre eine 2-Disc Edition gewesen, auf der beide Fassungen vorhanden sind. Da hierzu beide Bänder hätten neu abgetastet werden müssen...
Ich denke, es wird klar, worauf ich hinaus will und was hier (wohl eher) mit der "Unendlichen Geschichte" passiert ist. Eine UNVERSCHÄMTHEIT!

Ein ORIGINAL, welches einfach NICHT als solches ANERKANNT wird!
Solange es dieses Meisterwerk des deutschen Kinos also nicht in seiner ORIGINALEN Langfassung auf die Blu-ray schafft, werd ich (wohl oder übel) auf die DVD zurückgreifen müssen!
Völlig egal, ob diese Veröffentlichung in Sachen Bild und Ton Referenzwerte erreicht!

SO ETWAS GEHÖRT SICH EINFACH NICHT!

"Was ist das Nichts? Sag es mir, Morla...was ist das Nichts?" - Diese Blu-ray ist es, lieber Kunde! Diese Blu-ray!
1 Stern ist hier noch zuviel!

----------------

Nachtrag (17.09.2012):
Wie Constantin/Highlight Communications heute auf Anfrage von Bluray-dic.de verlauten ließ, wird im Februar 2013 die dt. Langfassung auf Blu-ray erscheinen!
Hervorragend!
----------------

Nachtrag (14.12.2012):
Wie heute auf bluray-disc.de zu lesen ist, wird die Veröffentlichung der Langfassung auf den September 2013 verschoben. Weiter ist in der News zu lesen,
dass sich die CPP (CinePostproducion) einer aufwändigeren Bild-Restauration annimmt und der Verzug daher zustande kommt.
So scheint man lt. News tatsächlich damals das Originalmaster geschnitten zu haben, weshalb nun 2 verschiedene Bildmaster herhalten müssen, um die Langfassung zu rekonstruieren.
(Quellenangabe in den Kommentaren zur Rezension)

*********************************************************************************************************************************************************************************

*********************************************************************************************************************************************************************************

---> (Rezension Teil 2) ZUR DEUTSCHEN LANGFASSUNG (101 Min.) von Constantin/Highlight! STERNEVERGABE: 4

...wie uns Constantin nun zeigt.

Lange Zeit mußten die Fans der deutschen Langfassung auf eben jene Veröffentlichung auf Blu-ray warten. Machte Universum, wie oben erwähnt, die Hoffnung darauf fast zunichte, erfolgte 1 Jahr später die Meldung durch Constantin/Highlight, dass man sich dessen annimmt. Da wohl tatsächlich kein Originalmaster der deutschen Langfassung mehr zu existieren scheint, war die Wiederherstellung selbiger wahrlich nicht einfach. Mußten doch 2 verschiedene Mastervorlagen herhalten, um sie zu rekonstruieren. Dieser Aufgabe nahm sich die CinePostproducion in Babelsberg an und um es schonmal vorweg zu nehmen, das hat man m.E. mit nicht geringem Aufwand und sehr viel Liebe getan.

zum Bild:
Aufgrund der unterschiedlichen Mastervorlagen war wohl zu befürchten, dass man in den entspr. Szenen im Endergebnis schon einen Unterschied in Farbgebung, Kontrast, Ausleuchtung oder auch der Bildschärfe und Körnung wahrnehmen könnte. Und ich muss sagen, hier hat die CCP ganze Arbeit geleistet. Nichts von dem ist eingetreten. So wirkt die komplette Langfassung als wäre sie ein und demselben Master entsprungen. Hervorragend! Allerdings wohl auch zum dem Preis, dass man nicht ohne DNR ausgekommen ist. Und das ist leider deutlich zu erkennen, denn natürliches Filmkorn ist auf meinem 46" Plasma kaum noch, bis gar nicht mehr wahrzunehmen. Ob das in dem Maße notwendig war, ist fraglich. Auch wenn es im bewegten Bild weit weniger zum Tragen kommt, als es der ein oder andere Screenshot auf diversen Seiten vermuten läßt. Es ist immer schwierig, wenn ausschließlich Screenshots kursieren, die zwar die Schwächen des Bildes, bzw. einiger Szenen hervorheben, aber gleichermaßen Keine, die auch die Stärken aufzeigen. So darf man sich denn auch, abgesehen von FX-Shots vor der Leinwand (wie z.B. als Atreju mit Morla spricht, oder er bei Engywuk und Urgel vor dem Höhleneingang sitzt, etc.), die sichtbar etwas abfallen, einer dem alter entsprechend trotz DNR tollen Schärfe erfreuen. Ist Morla in selbiger Szene bspw. alleine vor der Kamera und man erkennt deutlich ihre Hautstruktur, wie auch bspw die Oberflächenstrukutr des Steinbeissers, die Bartstoppeln eines Hrn. Koreander, die sich nun zählen lassen dann macht das durchweg schon richtig Laune zuzuschauen. Zudem ist der Film vollkommen befreit von Schmutz und Artefakten. Was weiter eine wirkliche Bereicherung dieser BD-VÖ ist, sind der gut gewählte Kontrast und die natürliche, kräftige Farbgebung. Auch hier schlägt die Blu-ray die DVD um Welten! In dunklen Bildbereichen säuft nichts ab und dennoch bekommt man einen sehr ordentlichen Schwarzwert. Dazu kräftige, aber nicht überstrahlende Farben. Kurzum: Besser hat "Die unendliche Geschichte" in ihrer Langfassung nie ausgesehen und was die Bildqualität insgesamt hier zu bieten hat, hätte ich so wirklich nicht erwartet. Schaut man sich die Restaurationsdoku in den Extras an, was man sich für Selbige hat einfallen lassen und welchen persönlich Aufwand man betrieben hat, bin ich überzeugt, dass man hier das Bestmögliche herausgeholt hat, wenngleich der erhöhte Einsatz von DNR nicht wegzureden ist. Wie vergleichsweise dazu das Bild der internationalen Fassung ausschaut kann ich, wie sich aufgrund des vorangegangenen Rezensionsteils wohl vermuten läßt, nicht beurteilen.

zum Ton:
Vorliegend sind Deutsch/Englisch in DTS-HD High Resolution 5.1 und Deutsch/Englisch in Dolby Digital 2.0

Auch im Tonbereich hat man sich erfreulicherweise der "Unendlichen Geschichte" angenommen. Den Aufwand einer neuen Abmischung, wie etwa der alten Star-Wars Trilogie, wurde hier allerdings nicht betrieben. Grundlage ist der 5.1 Audio-Master-Upmix der DVD gewesen. So erstreckt sich, wie schon bei der DVD, die Dialogwiedergabe sehr oft über die gesamte Front. Der Center dominiert zwar gegenüber der beiden anderen Frontlautsprecher L+R, aber es führt dazu, dass die Dialogwiedergabe an vielen Stellen nicht unbedingt blechern, aber etwas mehr Hall mit sich bringt. Diesbezüglich ist also leider keine Verbesserung zu verzeichnen, dafür aber in der Soundwiedergabe allgemein. Das Klangbild ist nun nicht mehr so dünn, wie noch auf der DVD, sondern breiter und homogener, was auch dem Bassbereich zugute kommt. Unterm Strich läßt sich sagen, dass auch tontechnisch die Blu-ray der DVD überlegen ist.

Wirklich freuen hingegen, können sich die Hörer des englischen Pendants. Die nun erstmals für die Langfassung vorliegende englische Tonspur inklusive des Soundtracks von Klaus Doldinger ist dem deutschen Pendant in so gut wie allen Belangen deutlich überlegen. Dies betrifft die Dialogwiedergabe, die da wo sie es soll, einzig aus dem Center kommt, in der Stereoseperation sowie in der Detailwiedergabe von Neben- und Umgebungsgeräuschen. Allein die Tatsache, dass der englische Track nun auch den Doldinger-Score beinhaltet, bewegt mich zu der Annahme, dass hier wohl neu gemischt worden ist und zumindest Score und Dialog noch separat vorlagen. So fügt sich bspw tonal auch die in der internationalen Fassung fehlende Hausmeisterszene nahtlos ein. Zu kritisieren wären vielleicht eine im Klang etwas beengende, bzw. leicht dumpfe Dialogwiedergabe und das die Rears im Gesamtbild ein klein wenig lauter sein könnten. Wunder muß man auch hier nicht erwarten, da es, wie auch der deutsche Track ein 5.1-Upmix ist, aber sie hat klar die Nase vorn.

Extras:
- Making Of (ca. 20 Minuten)
Über die Entstehung der "Unendlichen Geschichte". Bin nicht ganz sicher, aber es dürfte sich um die Dokumentation handeln, die damals auch im TV ausgestrahlt wurde.
Sie bietet auf jeden Fall einen interessanten Einblick in die Entstehung und die Umsetzung der Special Effects und des Films.
Die beinhaltenden Filmausschnitte sind aus der restaurierten Fassung eingefügt worden und in 16:9, während die Doku in 4:3 ist.

- Dokumentation der aufwendigen Restauration (ca. 10 Minuten)
Hier kommt der technische Leiter der CPP zu Wort und erläutert wie bei der Restauration vorgegangen wurde. Fand ich sehr interessant, wenn auch etwas kurz.
Wirft allerdings gerade aufgrund der Erläuterungen die Frage des nicht mehr vorhandenen Filmkorns auf, da dies zu erhalten Teils des Prozesses war. Das wird veranschaulicht erklärt,
aber hat letztlich in der Umsetzung augenscheinlich nicht wirklich funktioniert.

- Vom Storyboard zum Film (ca. 4,5 Minuten)
Ein paar ausgewählte Storyboard-Bilder mit dem dazugehörigen Filmausschnitt.

- Videoclip Limahl (ca. 3 Minuten)
"Neverending Story"

Fazit: Die Blu-ray ist trotz ihrer Schwächen der DVD in allen Belangen klar und deutlich überlegen und die derzeit qualitativ beste Version auf dem Markt!
Ob bzgl. des Einsatzes von DNR, des fehlenden Filmkorns und der immer noch schwächelnden Dialogwiedergabe zum 30jährigen Jubiläum im nächsten Jahr noch einmal Hand angelegt wird, ist fraglich, aber wäre wünschenswert. Dennoch hat die CPP hier m.E. ganze Arbeit geleistet, weshalb es von mir gerade aufgrund des sicht- und hörbaren Mehrwertes gegenüber der DVD eine klare Kaufempfehlung gibt!
2626 Kommentare|284 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 16. Januar 2012
Ganz wichtig: Der erste Teil der Rezension bezieht sich ausschließlich auf die alptraumhafte Erstveröffentlichung auf Blu-Ray von 2011. Wundern Sie sich also bitte nicht über die vielen Sterne!

Diese Blu-ray stellt so ziemlich das dreisteste dar, was ich bisher an Blu-ray-Veröffentlichungen gesehen habe. Ich möchte nicht ständig wiederholen, was hier schon andere Rezensenten in großer Wut losgelassen haben. Ich gehe mal ein bisschen mehr ins Detail und entschuldige mich schon mal falls jemand das selbe oder ähnliches geschrieben hatte.

Die deutsche Tonspur auf dieser Blu-ray kann man getrost als unerträglich bezeichnen. Hier wurde versucht den deutschen Ton an eine KOMPLETT ANDERE Schnittfassung anzugleichen. Wir reden hier aber nicht nur von einer viel kürzeren Version, wie viele Rezensenten hier zu wissen glauben. Die internationale und die deutsche Fassung unterscheiden sich in vielen Szenen oft nur im Sekundenbereich, teilweise sind Schnitte sogar kürzer als eine Sekunde, manchmal wird gar alternatives Bildmaterial verwendet, in einigen Szenen wurden Einstellungen anders angeordnet.

An der internationalen Schnittfassung kann ich leider kein gutes Haar lassen. Durch flottere Schnitte hat man hier versucht etwas mehr Tempo reinzubekommen - warum auch immer. Dies hat den Film nicht im geringsten aufgewertet. Sicher eine der dümmsten Entscheidungen der Filmgeschichte. Die deutsche Schnittfassung ist einfach stimmiger. Natürlich transportiert der Film nicht mal ansatzweise die Stimmung des Buches, aber in der internationalen Version driftet es noch weiter vom Buch ab.

Aber selbst wenn man mit dieser "schnelleren" Fassung kokettiert so sieht man sich einem anderen unangenehmen Phänomen, einer weiteren grandiosen Fehlentscheidung des Studios, konfrontiert: Einige Musikpassagen von Klaus Doldinger wurden gegen einen billigen Synthisound von Giorgio Moroder ausgetauscht, einige Szenen wurden zusätzlich mit Musik unterlegt. Keine Ahnung, was man hiermit bezwecken wollte. In jedem Fall ist man hier auf ganz niedrigem Niveau gescheitert. Das sage ich obwohl ich sonst wirklich nichts gegen Moroder habe, ganz im Gegenteil. Besonders schmerzlich ist der dadurch entstandene Wechsel zwischen harmonischem Symphonieorchester und poppigem Computersound. Bestes Beispiel ist die Ankunft von Steinbeißer & Co. am Elfenbeinturm. Eben noch hört man das Flug-Thema von Doldinger ausklingen, dann wird die grandiose Elfenbeinturm-Musik gegen einen Synthisound von Moroder ausgetauscht um direkt im Anschluss wieder von Doldingers Orchesterklängen fortgeführt zu werden. Das passt hinten und vorne nicht zusammen. Man muss natürlich den O-Ton auswählen um das zu hören. Ein weiteres gutes Beispiel ist die Szene gegen Ende des Films als Atreju auf Fuchur den Elfenbeinturm sucht. In der deutschen Fassung hört man die leicht abgewandelte Musik aus "Die Sümpfe der Traurigkeit", also das Traurigkeits-Thema. Ganz toll passt das zu dieser Szene. Dann der Übergang zum Elfenbeinturm-Thema, zuerst fängt Auryn an zu leuchten, die Musik zerfließt, dann sieht man den Elfenbeinturm. Das ist perfekt, harmonisch, genial gemacht von Klaus Doldinger. Ein echter Könner eben. In der US-Fassung wurde zwar auch zuerst die Traurigkeits-Musik verwendet doch dann der grausige Abbruch und holprige Übergang zu Moroders billigem Elfenbeinturm-Gedudel.

Erstaundlich eigentlich, dass der Film damals weltweit erfolgreich wurde mit solchen dilettantischen Schlampereien. Genauso ist auch der Vorspann so ein Griff ins Klo: In der deutschen Fassung hört man das wunderbare Hauptthema während der Vorspann auf schwarzem Grund läuft. In der internationalen Fassung sieht man rötliche Wolkenformationen und hört Limahls Titellied. Dies ist zwar ein ganz toller Popsong, doch leider nicht die richtige Einstimmung auf den Film. Da auf dieser Blu-ray natürlich das komplette Bildmaster der internationalen Schnittfassung verwendet wurde hören wir auf dem deutschen Ton-Massaker zwar die schöne Doldinger-Musik doch leider vollkommen unpassend sehen wir dazu die Wolken. Jeder Mensch, der ein bisschen feinfühlig ist muss da sofort denken "Hmmm, da stimmt aber auch was nicht ganz". Wer das nicht merkt, ach dem kann man eh jeden Dreck vorsetzen. Es gibt ja auch Leute, die Scripted Reality nicht erkennen können. Weiteres Beispiel: Am Ende sitzen sich Die kindliche Kaiserin und Bastian in kompletter Dunkelheit gegenüber, in der deutschen Fassung bleibt zurecht alles stumm und man hört nur die Stimmen der beiden Kinder. In der US-Fassung musste hier das Traurigkeitsthema noch mal als Untermalung herhalten. Hier fehlte wirklich jegliches Fingerspitzengefühl.

In der deutschen Tonspur dieser Blu-ray führen die Schnitte an den musikunterlegten Stellen - auch hier ist die erste Ankunfts-Szene am Elfenbeinturm ein gutes Beispiel - zu einer Kuriosität: Die Elfenbeinturm-Vorstellung ist in der deutschen Fassung länger. Um dies auszugleichen hat sich Universum entschieden die Doldinger-Musik entsprechend "anzugleichen". Da wurden einfach kleine Passagen aus der Musik rausgeschnitten. Das muss man einfach gehört haben um es zu glauben. Pfui. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen. Oder sagen wir es mal so: Es gab früher in den 80ern auch Leute, die haben sich eine Musikkassette vom Radio aufgenommen. Am Ende der ersten Seite hat das letzte Lied nicht mehr ganz draufgepasst, dann haben sie einfach die Kassette schnell rumgedreht und auf der zweiten Seite das Lied weiter aufgenommen und fanden das "ganz o.k.". Ich denke diese Leute werden diesen akustischen Skandal auf dieser Blu-ray wohl kaum bemängeln.

Durch die vollkommen vermurkste Schnittanpassung - es lag offensichtlich keine isolierte Dialogspur vor - ergeben sich ganz irrsinnige Tonfehler. Z.B. als man zum ersten Mal den Gmork sieht: In der deutschen Fassung hört man in der folgenden Szene (Atrejus Rast) noch die Musik der vorherigen Szene ausklingen. In der US-Fassung ist diese Szene erst mal ganz leise und langsam fadet dann leicht eine Musik ein.

Zur Technik der Blu-ray allgemein:
Grundsätzlich ist die deutsche Tonspur richtig schlecht abgemischt. Es gibt kaum Räumlichkeit. Die Dialoge kommen nicht wirklich aus dem Center sondern sind über die Stereofront relativ gleich verteilt. Das ist in der englischen Fassung besser. Außerdem bietet der deutsche Ton kaum Bass. Dadurch verliert das Nichts deutlich an Bedrohung (wobei ich die stumme Bedrohung im Buch ja sowieso viel logischer und gruseliger finde). Auch hier spielt der O-Ton besser auf. Wenn es donnert oder das Nichts sich zeigt, dann rummst es richtig, halt leider nur in der englischen Sprachfassung. Natürlich nicht auf dem Niveau von modernen Produktionen.

Das Bild ist vielfach gut, einige Szenen sind ganz übel mit extrem starkem Rauschen. Auf einer Leinwand betrachtet fallen viele Special Effects, die damals das Maß der Dinge waren, heute als extrem schlecht auf. Es ist vielleicht besser man schaut das entweder mit dem Schleier der Nostalgie an oder auf einem kleinen Fernseher. Eine gewisse Körnigkeit ist über die gesamte Laufzeit des Films deutlich zu sehen. Dies ist aber kein richtiger Mangel sondern dem analogen Ausgangsmaterial geschuldet. Viele Leute mögen genau das ja. Die Schärfe ist meistens gut, Dropouts und ähnliche Mängel halten sich im Rahmen. Die Farben sind recht natürlich.

Fazit: man kann es drehen und wenden wie man es will. Diese Blu-ray ist das allerletzte, was man für Geld kaufen kann. Entscheidet man sich für den englischen O-Ton, so passen zwar Bild und Ton durchgehend zusammen, doch man muss mit einigen fiesen Musikeinlagen leben, die besonders grausam erscheinen wenn man die deutsche Tonfassung kennt. Entscheidet man sich für die deutsche Sprachfassung so hat man erst recht die Arschkarte gezogen. Dann muss man mit vielen holprigen Musik-Sprüngen leben. In beiden Fällen hat man aber die um Längen schlechtere Schnittfassung zu ertragen. Lieber sollte man sich die alte DVD Special Edition ansehen. Auf der war die deutsche Schnittfassung mit dem passenden deutschen Ton. Leider qualitativ auch nicht überzeugend. Was soll man machen? Hoffen, dass sich ein Studio erbarmt und richtig viel Geld in die Restaurierung diesen Meilensteins der deutschen Filmindustrie steckt? Ein frommer Wunsch.

Ich hoffe darauf, dass es endlich wahr wird und sich jemand einer neuen buchgetreueren Verfilmung annimmt. Angeblich soll Leonardo Di Caprio ja großes Interesse haben. Alleine der Special Effects wegen wäre ein Upgrade wünschenswert. Ob man allerdings noch einmal so tolle Kinderdarsteller findet? Diese sind in der Petersen-Verfilmung einfach unschlagbar! Genau so wird man wohl niemals eine passendere Filmmusik komponieren können. Aber das haben sie sogar vor 25 Jahren nicht mal zu schätzen gewusst.

Noch eine weitere Anmerkung: In der ersten Auflage gibt es etliche Szenen, in denen der deutsche Ton asynchron läuft. Bei Universum kann man diese Disc austauschen lassen. Dies habe ich getan. Die Asynchronität ist zwar getilgt aber das macht den deutschen Ton leider auch nicht besser.

=========================================================================

So, und jetzt komme ich zur Neuauflage von 2013:

Klar, kann ich es mir nicht verkneifen, auch hier meinen Senf dazuzugeben. Da meine Rezension ja anscheinend trotz der Ausführlichkeit vielen Leuten gefallen hat fühle ich mich ermutigt sie zu ergänzen. Aber keine Sorge, ich mach's kurz. Schade, dass das Amazonsystem hier alle Rezensionen zusammenwürfelt. Selten war dies so fatal und verwirrend wie im Falle von Die unendliche Geschichte.

Natürlich ist dies nicht die beste Restaurierung, die die Welt gesehen hat. Aber man sollte auch nicht die schwierige Hintergrundgeschichte hinter diesem Film und seinem internationalen Vertriebsweg vergessen. Hier steht kein milliardenschwerer Disneykonzern dahinter, wo einer Restaurierung in finanzieller und technischer Hinsicht keine Grenzen gesetzt sind. Ich kann auch gut nachvollziehen warum sich manch einer an dem Gesamtergebnis stört. Das Bild ist tatsächlich so stark bearbeitet und gefiltert, dass eben nicht nur praktische jeder analoge Defekt entfernt wurde (ich hab schon noch ein paar Dropouts entdeckt), es wurde eben auch jedes Anzeichen seiner analogen Herkunft getilgt. Das Ergebnis ist im Prinzip fast wie ein ganz neuer digital gedrehter Film, nur halt in unscharf (und mit aus heutiger Sicht arg staubigen Special Effects). Denn die Schärfe hat unter all diesen Filterprozessen schon gelitten. War aber andererseits bisher auch noch nie auf keinem Medium besser. Also in sofern gibt's da doch gar nichts zu mäkeln. In dem Kino, in dem ich seinerzeit den Film x mal gesehen habe war das Bild deutlich schlechter.

Tatsache ist, man hat hier wirklich einen enormen Aufwand betrieben um das bestmögliche aus diesem von so vielen geliebten Kultfilm herauszuholen und das zählt für mich. Auch auf meiner Leinwand macht es jetzt richtig Spaß den Film zu schauen. Darauf musste ich lange warten.

Hinzu kommt, und das wird auch in dem interessanten Restaurations Making of gar nicht erwähnt, dass dies weltweit das erste mal ist, dass es die Langfassung in der englischen Originalsprache gibt und das ohne, dass man die bes*** Synthimusik ertragen muss. Das macht diese Blu-Ray für den Export natürlich hoch interessant und ist umso erstaunlicher, dass Warner damit überhaupt einverstanden ist. Vielleicht haben sich die Vertriebsrechte auch inzwischen geändert. Ich möchte mir gar nicht vorstellen wie aufwändig es war den Ton an den deutschen Schnitt anzupassen, da die internationale Fassung sich ja in unzähligen Schnitten unterscheidet. Ich konnte bei der ersten Sichtung nur einen Fehler finden. In der Szene wo der Nachtalb zum Elfenbeinturm fliegt fehlt in der englischen Fassung die Harfenmusik. Aber an sich ist es schon erstaunlich, dass man das überhaupt gemacht hat. Vor allem weil es doch immer hieß, dass es gar nicht möglich wäre weil die original Tonaufnahmen längst vernichtet waren. Aber irgendwie war es nun also doch möglich die blöde Mukke von den Stimmen zu trennen. Bravo!

Auch wenn das Endergebnis sicher keine Referenz Blu-ray ist und man sich für Sammler noch eine aufwändigere Ultimate Edition vorstellen könnte, gebe ich FÜR DIESE VERÖFFENTLICHUNG die volle Wertung, einfach weil die unendliche Veröffentlichungsgeschichte hiermit ein erfreuliches Ende gefunden hat.
66 Kommentare|116 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Februar 2016
Glanzmomente, die uns weit in ein Meer aus Schönheit tragen, Kinozauber, der für immer einen Schatz darstellt.
Es gab die Zeit bevor ich zum ersten Mal als zehnjähriger den Elfenbeinturm, das Herz des Reiches Phantasien auf der Leinwand erstrahlen sah, so prachtvoll, rein und majestätisch wie ich es mir vorher beim Lesen der " Unendlichen Geschichte " immer vorgestellt hatte, und eine Zeit danach, in der ich immer wieder an dieses erste Entdecken, Staunen, Ergriffen sein, an den Rausch des Fliegens auf einem perlmuttweissen Glücksdrachen , an den Haulewald und seine knorrigen alten Bäume und an die Weisssagungen des südlichen Orakels zurückdenke und bis zum heutigen Tag erfüllt bin von diesem Film,der Zauberwelten real erlebbar macht .
" Die unendliche Geschichte" , eine Weltinnenreise zu unseren glücksverheissenden Ressourcen , fürwahr ein " Wasser des Lebens" für jeden Leser und Zuschauer. Ein reines unvergessliches Juwel. Als Buch ein fulminantes Kunstwerk der Weltliteratur , als Film ein Feuerwerk der Poesie, die für alle Zeit am Kinohimmel erstrahlt. Beide verehre und bewundere ich.
Vor 33 Jahren hob sich der Vorhang zu diesem Kinoereignis, das zu den waghalsigsten und teuersten deutschen Kinoproduktionen aller Zeiten zählt, in der so ein Herzblut, eine Leidenschaft und Aufopferungswillen für die eine Vision zu spüren ist, nämlich Michael Endes feingesponnenes Märchengarn Wirklichkeit werden zu lassen , dass mich bei der " unendlichen Geschichte" damals und heute ein Schauer der Ergriffenheit und Begeisterung überläuft.
Das ist pulsierendes, atmendes, überwältigendes Reich der Träume, voller Dramatik, Tiefe der Poesie, und von einer wahrhaftigen Botschaft durchdrungen, die in ihrer Klarheit und Weisheit mehr unser Herz beschenkt, Wegweiser in Situationen und Lebenslagen ist, als viele Regale an therapeutischen Ratgebern es tun könnten. Michael Endes Kultbuch, 1979 erschienen, ist ein flammendes, dabei so warmherziges und spannendes Manifest geworden. Eine Hymne an die eigene Vorstellungskraft und den festen Glauben an individuelle Stärke, Schönheit der Seele , spirituelle Liebesfähigkeit und Phantasie in uns allen. Eine vehement dringliche Aufforderung , unsere womöglich, kalte , nüchterne, im schlechtesten Sinne eindimensional " erwachsene" Alltagswelt, mit Licht, Farbe, Phantasie und Transzendenz zu füllen.
" Und werdet ihr nicht wie Kinder....." so heisst es schon in der Bibel und so ist " Die unendliche Geschichte" ein labyrinthisch traumumflorter Kosmos , der zwar suggeriert für Jugendliche geschrieben zu sein, jedoch in all den Facetten, Metaphern, philosophischen Hintergründen und Verknüpfungen allen Generationen beglückende Erfahrungen schenkt.
Michael Endes Buch schaffft an subtiler Gedankentiefe, vielschichtigen Deutungsmöglichkeiten verbunden mit einer abenteuerlichen und mystischen Erzählkunst , das, was weder ein Umberto Eco noch ein Sartre, noch nicht einmal ein Thomas Mann erreichen konnten. Ein Werk zu schreiben, das von allen Generationen gelesen, verstanden, direkt aufgesogen wird und dazu sich in verschiedenen Lebensdekaden in denen man es neu geniesst sich anders offenbart, neue Zusammenhänge, Gesichtspunkte , einfühlsame Gedankengänge offeriert und die Seele mit der Kraft seiner Bilder zum Klingen bringt. Was spiegelt ein Spiegel, der sich in einem Spiegel spiegelt ? Diese Frage aus einem späteren Werk des Autors, kann sich der Reisende nach Phantasien auch hier immer wieder stellen, im Angesicht der endlosen Assoziationsketten und lyrischen Träume ,die auf uns warten.
Die Themen von Buch und Film sind zeitlos aktuell und die Meisterschaft die ewige Sehnsucht des Menschen nach Anerkennung, Liebe, Sebstbewusstsein und Sinnhaftigkeit in eine Abenteuerodysse voller Wunderkraft zu verpacken ist einzigartig.
Wie nun aus diesem hochsensiblen 450 Seiten Roman Michael Endes einen Film machen ? Eins sei vorweg gesagt , Wolfgang Petersens " Die unendliche Geschichte"gehört zu den gelungensten Literaturverfilmungen überhaupt, und das ist dem Umstand geschuldet, dass die Drehbuchautoren anerkannten, niemals die Komplexität des gesamten Buches auf die Leinwand bringen zu können. Dies wäre an Stoff schier für einen Film nicht verkraftbar gewesen. So entschied man sich Kernaussagen des Romans zusammenzufassen, Szenen in hervorragender Weise filmisch neu zu interpretieren, mit faszinierendem Leben zu erfüllen und sich als heraustechendste Änderung nur auf die erste Hälfte des Romans zu beschränken. Hier gelingt es nun tatsächlich, dass Buch und Film unabhängig voneinander wunderbar existieren können, sich sogar ergänzen und das Erleben beflügeln, wenn man beide als eigenständige und mit gänzlich unterschiedlichen Stilmitteln arbeitende Ausdrucksformen von Kunst begreifen kann.
Bekanntlich konnte das genau der Autor Michael Ende gerade nicht, und dieser zog verstimmt seinen Namen aus der Produktion zurück. Angemerkt sei, dass er die spätere Verfilmung seines zweiten grossen Werkes " Momo" allerdings ausdrücklich lobte. Nun wohnt der Verfilmung von " Der unendlichen Geschichte" natürlich insofern auch ein Paradoxon inne, als dass sie besonders und ausschliesslich die eigene Vorstellungskraft durch Lesen und damit verbunden freie, individuelle Imagination zum Thema hat, was natürlich der plastisch aufgearbeiteten Phantasiewelt von Filmkreativen eigentlich zuwieder läuft. Doch sobald die ersten Klänge von Klaus Doldingers sphärischer Filmmusik ertönen, sind diese Vorbehalte wie weggewischt. Dieser Film erzeugt seine ganz eigene Schönheit und Stärke, die die Emotionen schier überlaufen lässt . Petersen und Produzent Bernd Eichinger erwecken so behutsam und einfühlsam wie nur möglich, die literarischen Traumpanoramen zum Leben.

"Es war Mitternacht im Haulewald und durch die Wipfel der uralten riesigen Bäume brauste der Sturmwind. Die turmdicken Stämme knarrten und ächzten .Plötzlich rollte und rumpelte etwas Gewaltiges durch das Gehölz...." so lauten die ersten geheimnisvollen Sätze eines seltsamen in Leder gebundenen Buches. Auf der Vorderseite ist es geschmückt mit einem Schlangenamulett und mit künstlerisch verschlungenen Anfangsbuchstaben beginnt jedes Kapitel. " Dieses Buch ist nichts für dich" ,hatte der bärbeissige Buchhändler dem kleinen elfjährigen Jungen gewarnt, der so plötzlich atemlos, wieder einmal von Mitschülern gejagt, in seinem verstaubten Lädchen auftauchte.
" Die unendliche Geschichte" so der Name des Buches, ein gefährliches, ganz und gar unberechenbares Leseerlebnis ?
Bastian , der unscheinbare , verträumte Junge hat als Fluchtpunkt aus einer tristen, für ihn hoffnungslosen Welt aus schlechten Schulnoten, verständnislosen Erwachsenen und mobbenden Mitschülern nur eine Möglichkeit , die Bücher. Sie locken mit den Traumreisen, die der einsame Junge nur in seinen Lesewelten antreten kann.
Hypnothisch angezogen von genau diesem Werk, das der grantelnde Antiquar nun gerade auf dem Schoss hielt und nun im Gespräch zur Seite legte, tut Bastian etwas, was er selbst von sich nicht für möglich hielt. In einem Moment der Unaufmerksamkeit des Alten stiehlt er das in braunes Leder gebundene Buch , rennt mit dem dicken Folianten unter seinem Pulli durch die Strasse, bis an den Ort seiner täglichen Demütigungen und Leiden, seinem Schulgebäude und versteckt sich dort auf dem alten unheimlichenn Schulspeicher, um die " Unendliche Geschichte" zu lesen.
Wir schauen dem Jungen dabei über die Schulter, werden Teil seiner Bilder, die er vor seinem inneren Auge beim Lesen entwickeln wird, selbst eingesaugt in die wunderbare Erzählung.
Dieses Buch "Die unendliche Geschichte " ist auch eine dunkle , unheimliche Geschichte, die im finsteren Haulewald im Reich Phantasien ihren Anfang nimmt. Drei Boten aus verschiedenen Teilen des Reiches werden sich dort im Wald am Lagerfeuer treffen. So unterschiedlich in Statur und Aussehen, wie nur möglich ist das Grüppchen zusammengewürfelt . Ein riesenhafter steinverwitterter Felsenbeisser, ein runzeliger Nachtalb mit seiner Fledermaus und ein Winzling mit seiner Rennschnecke. Sie alle machen hier nur kurz Rast im Dickicht, denn Ziel aller ist das Zentrum Phantasiens, der prachtvolle Elfenbeinturm. Dort thront die schöne junge Gebietern aller Wesen und Landstriche des Fabelreiches, die kindliche Kaiserin. Auf ihr ruhen alle Hoffnungen, denn eine entsetzliche unbekannte Kraft zerstört immer mehr Landstriche des Reiches. Es ist das grosse Nichts, was donnernd und unerbittlich Gebirge , Meere und Geschöpfe in seinem schwarzen heulenden Strudel hinfortreisst.
Lichtlose Leere bleibt. Das Nichts, " ein Gefühl als ob man blind ist, wenn man auf diese Stellen starrt", so flüstern die Sendboten sich zu.
Unheilvoll ist diese stete Bedrohung und noch beklemmender die Tatsache, dass selbst die kindliche Kaiserin in ihrem Palast aus elfenbeinernen Rosenblüten hoch in den Himmeln nicht mehr helfen kann.
" Die kindliche Kaiserin ist befallen von einer sonderbaren Krankheit und es scheint eine Verbindung zu geben zwischen ihrem Siechtum und dem Nichts" so der greise Sprecher der Gebieterin . Ein einzelner Krieger müsse sich aufmachen, ohne Waffen, ohne Hilfe und Hinweise, durch eine sterbende Welt voller Gefahren , das Heilmittel zu finden, das irgendwo in Phantasien der kindlichen Kaiserin Rettung bringen kann.
Atreju, ist der Name des Kämpfers, nach dem die Kaiserin bereits schickte. Doch wie gross ist das Erstaunen der Anwesenden beim Anblick des Helden. Ein kleiner halbwüchsiger, unbedarfter Junge ist es, in dessen Händen nun das Schicksal von ganz Phantasien liegt.
Wenn Atreju sein Pferd sattelt und in den roten Sonnenuntergang davonreitet, dann nimmt er uns mit durch sengende Wüsten, Nebelberge, bis hin zu den todesdüsteren Sümpfen der Traurigkeit, wo alle Hoffnung schwindet. Das weiseste Wesen Phantasiens, die uralte Morla wird uns vor Staunen grosse Augen bescheren, und die tödliche Gefahr von steinernen , blicklosen Sphinxen, die riesenhaft in den schwarzen Nachthimmel ragen, das Atmen vergessen lassen, während wir wenig später mit dem Glücksdrachen Fuchur über Berge und Seen brausen, dass wir selbst den Sturm in den Haaren spüren .
Das südliche Orakel, der Ort letzter Weissagung, die vor dem Untergang rettet ? Ein Spiegeltor aus funkelnden Eiskristallen in das Atreju blicken muss. Der Spiegel im Spiegel, der nicht das Abbild sondern die wahren Dinge hinter dem sichtbaren Schein zeigt.
" Nicht wenige die hier schon hineinblickten und wahnsinnig wurden. Denn wer glaubte im Leben gütig zu sein, der sah seine Grausamkeit, oder wer sich für tapfer hielt , erkannte seine Feigheit. Fürwahr hier erkennt jeder sein innerstes Selbst. " Als Atreju in das schneeumwehte Spiegelglas blickt , traut er seinen Augen nicht. Ein kleiner elfjähriger Junge blickt ihm genauso verwirrt aus der Tiefe des Spiegels entgegen. Ein Junge, der auf dem Speicher einer Schule sitzt und in einem dicken Buch liest.
Wie unvergleichlich ist genau dieser Moment in der sich die Realität Bastians und die seiner Lektüre endgültig verzahnen. " Das kann nicht sein, dass die mich in Phantasien sehen", doch " die unendliche Geschichte" , ist die Geschichte in der Geschichte, und letztlich wird es nur ein Menschenkind sein, das mit seinen Träumen und Wünschen das Reich Phantasien retten kann.
Mit jedem Tag an dem Menschen sich mehr von ihrem eigenen Selbst entfremden, die Hoffnung verlieren , ihre Kraft , Zuversicht und Fähigkeit zu Träumen nicht mehr kennen und fühlen, geht das Wunderreich der Poesie verloren.
" Menschen , die keine Träume mehr haben, sind leicht zu manipulieren und unter Kontrolle zu halten. Und wer die Menschenwelt unter Kontrolle hält, hat die Macht..." raunt knurrend etwas später die Bestie Gmork, kurz bevor sich das furchtbare Wolfswesen auf den verletzten Atreju stürzen kann. Alle Hoffnung scheint vergebens, als Bastian auf dem sturmumtosten Speicher eine dramatische Entscheidung trifft.

Schier unerschöpflich ist der Fabulierreichtum der " Unendlichen Geschichte" und das ein solcher Film spielend heutige Fantasy Werke in Punkto Atmosphäre, Charme , Ambivalenz und Intensität in die Tasche steckt ist nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass Wolfgang Petersen hier nicht auf Computertricks zurückgreifen konnte . Gott sei Dank nicht , man möchte schaudern bei dem Gedanken ,was für ein platter Effekte Overkill wohl heutzutage aus einer Verfilmung werden würde.
Die Kraft und greifbare Plastizität dieser filmischen Kostbarkeit resultiert aus wirklich im Studio in akribischer Handarbeit entstandenen Welten, aus mechanisch zum Leben erweckten Figuren , Masken, die sich ins Herz einbrennen und unvergesslich sind, weil sie echt sind. Keine CGI- Kreation kann die authentische Mimik der uralten Morla ersetzen, keine Computer Werwolf Attrappe kommt in Punkto Grausen an das zähnefletschende bösartige Monster Gmork heran, das bis in den Schlaf verfolgt und kein Glücksdrachen Flug wird jemals in der Begeisterung und Schönheit von Freiheit jemals durch Bits and Bytes zu toppen sein.
Auch in allen anderen massgeblichen filmischen Aspekten gebührt " Der unendlichen Geschichte" höchste Anerkennung.
Noah Hathaway als Indianerjunge Atreju, Barret Olivier als Bastian lassen ihre Charaktere dreidimensional werden, und wer war und ist nicht verliebt in Tami Stronach, die als " kindliche Kaiserin" in den letzten Minuten des Films , die Herzen zerfliessen lässt mit ihrer feinen Mimik.
" Aus deinen Wünschen Bastian, kann Phantasien neu entstehen". Es ist der Appell an die wertvolle Einzigartigkeit und Wichtigkeit jedes einzelnen , womöglich nach aussen unbedeutend scheinenden Individuums , der so unter die Haut gehend und unfassbar anmutig hier vermittelt wird.
Wolfang Petersen weiss in seinem Epos nicht nur hier grosse emotionale Akzente zu setzen, Kinomomente für die Ewigkeit zu schaffen. Der berührende Tod des Pferdes Artax in den Sümpfen der Traurigkeit, die nervenzerreissende Spannung der Sphinx Szene, der melancholische , herzerreissende Dialog mit dem todgeweihten Felsenbeisser in der zerstörten Spukstadt ( Für Kenner :" Das sind doch grosse starke Hände....") sind nur die herausragendsten Beispiele, wie pointiert und dramatisch hier das Drehbuch Emotionen zu erzeugen weiss.
Zum Leben erweckt wird Phantasien auch und gerade durch den wundervollen Soundtrack von Klaus Doldinger, der hier eine Magie auf der Tonspur erzeugt, die eine schwebende Losgelöstheit evoziert.
" Ich hatte keine Ahnung , wie schön er ist" - im glutvollen gleissenden Licht erstrahlt für immer der Elfenbeinturm, und mit ihm ein Filmwerk, das tief glücklich macht und zum schönsten gehört, was Kino mir je geben konnte.

" Es gibt Menschen, die können nie nach Phantasien kommen, und es gibt Menschen, die können es, aber sie bleiben für immer dort . Und dann gibt es welche ,die reisen nach Phantasien und auch wieder in die Menschenwelt zurück.Und die machen beide Welten gesund"- so einfach, tief und brillant kann Lebensweisheit sein. Reisen sie mit in das Traumland aus Wünschen und Wunderkraft. Phantasien ist grenzenlos , und überall und in allem kann es ihnen begegnen.
Ich wünsche es jedem. "Doch das ist eine andere Geschichte, und soll ein andermal erzählt werden", wie es am Ende ,wenn der Glücksdrache am blauen Himmel seine weissen Bahnen zieht, so verwunschen heisst.

Nachtrag: " Die unendliche Geschichte" ist leider auch in der amerikanischen Schnittfassung hier erhältlich. Da Rezensionen hier zu den einzelnen Ausgaben stets zusammen erscheinen, ist Vorsicht angebracht, lieber Interessent. Die deutsche Originalfassung erkennen sie immer an einer Laufzeit der BluRay von ca. 101 Minuten, während die amerikanische Fassung ganze 8 Minuten gekürzt wurde, und somit eine Laufzeit von ca. 93 Minuten aufweist. Achten sie also beim Kauf immer auf die Angabe der Lauflänge bei ihrer BluRay.
2626 Kommentare|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. September 2011
Update!

Am 26. September 2013 wurde endlich die ungeschnittene Fassung mit der richtige Musik in der deutschen Fassung veröffentlicht, so wie man es von früher kennt. Für diese Fassung gibt es 5 Sterne. Alle anderen Fassungen bekommen 0 Sterne und sollten gemieden werde. Der Grund steht weiter unten in meiner ursprünglichen Rezension.
Also wer den Film so sehen möchte, wie aus der Kindheit bekannt muß zu folgender Fassung greifen.

Blu-ray Version:
Die unendliche Geschichte [Blu-ray]

DVD Version:
Die unendliche Geschichte

-------------------

Da veröffentlicht das Label "Universum" einen deutschen Film in einer internationalen, gekürzten Fassung auf Blu-ray!
Was für ein Armutszeugnis ist das denn?

Setzen, Sechs!

Ich empfinde dies als einen Schlag ins Gesicht der deutschen Kundschaft, ein respektloser Abzockversuch!

So etwas darf nicht gekauft werden!
Es handelt sich nicht um die Version des Films, die Ihr alle kennt!
Sogar die Musik wurde in der internationalen Fassung geändert!

Hier will das Label schnelles Geld machen, wer die Blu-ray kauft, vermindert die Chancen auf eine Veröffentlichung der bekannten deutschen Fassung!

Das keine solche Fassung mehr existiert ist sicher ein Märchen!
Vermutlich ist lediglich der Aufwand zu groß die originale Fassung extra für den deutschsprachigen Raum Blu-ray tauglich zu machen.

Eine absolute Frechheit!

... Ich kann warten ... ich hoffe Ihr auch!

Update 03.11.2011

In einem renommierten Filmforum wird davon berichtet, daß der deutsche Ton über längere Strecken asynchron sein soll.
Nun ja, das bestätigt eindrucksvoll, wie gering der Aufwand für die deutsche Veröffentlichung gehalten wurde.

Jeder sollte sich die Veröffentlichung jetzt kaufen und sie dann dem Label um die Ohren hauen, sprich reklamieren und auf deren Kosten zurückschicken, damit es den Verantwortlichen auch richtig weh tut!
66 Kommentare|112 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. September 2013
Diese Rezension bezieht sich auf die NEUE Blu-ray von Constantin.
Muss man eigentlich noch was dazu schreiben?
Vieles wurde ja schon geschrieben.
Wer die "braune" Version hat, sollte sie weg schmeißen oder am besten noch nach Universum Film schicken mir einem Zettel, wo drauf steht, Ihr habt uns so viel Müll geschrieben, von wegen, es gibt keine Langfassung mehr und man kann es nicht besser hin bekommen, also behaltet euern Müll.
Constantin hat wieder allen gezeigt, dass es doch geht.
Ich muss sagen, ich bin einfach nur begeistert von der Version. Da musste sogar ich ein Tränchen verdrücken.
Klar, viele werden nun wieder sagen bzw. schreiben, dass der Film zu tode gefiltert wurde, aber ich für meinen Teil finde das Ergebis mehr als OK.
In diesem Sinne ... kauft euch die NEUE version ...
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Oktober 2011
Ach was hab ich mich auf diesen Film gefreut.
Nicht weil er gut ist(das ist er nun wirklich nicht) ,sondern weil er der Lieblingsfilm meiner Kindheit war.
Kurz vor der Reservierung hab ich mich um weitere Infos (wie Ausstattung ,Tonformte usw) aus dem Netz bemüht und wurde direkt enttäuscht.
Was hier angeboten wird ist die geschnittene amerikanische Fassung! Aus der Traum vom Kindheitstraum.
So werden keine Käufer gewonnen, dann kann man auch zur DVD greifen.
11 Kommentar|22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Juli 2012
Ich möchte nur kurz anmerken, dass ich mich meinen Vorrednern nur anschließen kann. Es ist eine absolute Frechheit dieses Stück Filmgeschichte in einer internationalen gekürzten Fassung auf den Markt zu bringen. Die Deutsche Tonspur enthält zwar die uns bekannte Filmmusik von Klaus Doldinger, diese liegt aber zwangsläufig wegen der internationalen Fassung gekürzt vor. Demnach bildet diese Blu-ray eine dritte Fassung dieses Films. (1. Das deutsche Original, 2. die gekürzte internationale Fassung mit Musik von Giorgio Moroder und nun aufgrund dieser Blu-ray-Version die 3. Variation, eine gekürzte internationale Fassung mit "passend" geschnittener Musik von Klaus Doldinger)

Mehr möchte ich zu diesem "Zuschnitt" gar nicht mehr entgegnen. Es gibt sehr umfangreiche Rezensionen in denen bereits alles gesagt wurde. Andernfalls kann man sich auch noch sehr gut über die Schnittberichte an dieser Stelle informieren: [...]

Was ich aber noch stark kritisiere ist Amazons Methode Rezensionen zusammenzufassen. Diese Kritik hat zwar nichts mit dem Film an sich zu tun, lässt aber den Käufer, der diesen Film als Blu-ray sucht doch auf ein fälschliches Gesamtergebnis blicken, denn hier wurden wieder einmal die Blu-ray- mit den DVD-Bewertungen zusammengeschmissen. Die DVD liegt aber in ungekürzter deutscher Fassung vor, weswegen diese Bewertungen natürlich deutlich besser ausfallen, aber demnach auch die Blu-ray besser dar stehen lassen. Würde man diese Bewertungen von einander trennen, käme man lange nicht auf die derzeitige Gesamtbewertung von 3,5 Sternen, sondern läge weit, weit, weit darunter.
0Kommentar|22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. April 2016
Als der Film auf Blu-ray rauskam und noch dazu remastered habe ich mich total gefreut aber als ich den Film gesehen habe war ich mehr als total geschockt.

Der Film ist so doll bearbeitet als hätte man diesen tollen Fantasy-Film aus dem Müll gefischt.

Das sieht man allerdings erst wo der Elfenbeinturm erscheint. Dann sieht man es bei der Sphinx und bei den Südliche Orakel. Da sieht man, dass das alles zu stark bearbeitet ist. Auch das Musikvideo von Limahl ist davon leider auch betroffen.

Was allerdings sehr gut bearbeitet ist, ist die Szene wo der Werwolf Gmork in der Spukstadt/Ruinenstadt erscheint.

Jetzt habe ich mir "Die Unendliche Geschichte (Sonderedition) [2 DVDs]" gekauft und bin damit sehr zufrieden.

Hier wurde der Film zwar auch bearbeitet allerdings nicht zu stark und das Bonus-Material ist auch besser:
- Es ist auch ein Making-of drauf, allerdings geht es 60 Min.
- Dann ist noch eine Bildergalerie drauf
- Und das Musikvideo von Limahl ist auch drauf
- Die Amerikanische-Version ist auf den DVD-Disc 2 drauf

Darum kann ich nur raten holt euch lieber Die Unendliche Geschichte - Sonderedition [2 DVDs]
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. September 2006
... man darf nicht den Fehler machen, diesen Film mit der "Romanvorlage" zu vergleichen. Aus gutem Grund hat sich Michael Ende mit aller Kraft gegen die Veröffentlichung des Films gestellt und unter anderem seinen Namen aus dem Film streichen lassen. Seiner Ansicht nach, was dann ähnlich wie ein Vergleich zwischen Romanvorlage und Film ist, interpretieren Wolfgang Petersen und Bernd Eichinger mit dem Film vieles anders und manches sogar vollkommen falsch, als es Michael Ende mit seinem Buch beschrieben hat. So ist unter anderem der Schluss unter Berücksichtigung des Buches geradezu eine Frechheit. Dass der Film in den USA spielt, halte ich noch für vertretbar. Jeder, der das Buch einmal (oder mehrmals) gelesen hat, wird sicher mit mir einer Meinung sein, dass der Film der großartigen Vorlage in keinster Weise gerecht wird.

Betrachtet man allerdings den Film für sich und erinnert man sich so wie ich an seine Kindheit, ist der Film eine wirklich schöne und teilweise sogar liebevolle Fantasiegeschichte, die für damalige (und teilweise auch noch heutige) Verhältnisse geradezu bombastisch wirkt. Wie auch in "Das Boot" bietet Klaus Doldinger mit seiner sagenhaften Filmmusik einen sicheren und herausragenden Boden für den Film. Besonders das Titelthema bleibt einem im Ohr hängen.

Wenn Sie also wie ich sowohl Buchvorlage genossen haben, als auch Wolfgang Petersens "Verfilmung" gesehen haben, betrachten Sie jedes für sich und erfreuen Sie sich an einem Ausnahme-Roman und einem schönen und eindruckvollen Fantasyfilm.
77 Kommentare|46 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden