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49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebt euch, wer wen mag
Misanthropen sind immer gute Aufhänger für eine Geschichte, denn meist enthält ihr Zynismus sehr viel wahres. Woody Allen lässt in seinem neuen Film "Whatever works" den Protagonisten sogar direkt zum Publikum sprechen. Boris Yellnikoff (Larry David) ist achtzig, IQ 200, nur knapp am Physik-Nobelpreis vorbeigeschrammt; mit dem Leben hat er...
Veröffentlicht am 7. März 2010 von Wirtshausberater

versus
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Querulant Reloaded - Whatever works im Allen Kosmos
Von Woody Allen gibt es inzwischen über 40 Filme bei denen er für Drehbuch und/oder Regie verantwortlich war. Da ist es freilich auch für einen so hoch begabten Künstler nicht immer leicht sich nicht immer wieder zu wiederholen. In der Tat ist es ihm mit "Match Point" und "Vicky Christina Barcelona" im letzten Jahrzehnt überraschend gut gelungen...
Veröffentlicht am 6. Mai 2011 von Akamas


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49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebt euch, wer wen mag, 7. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Whatever Works - Liebe sich wer kann (DVD)
Misanthropen sind immer gute Aufhänger für eine Geschichte, denn meist enthält ihr Zynismus sehr viel wahres. Woody Allen lässt in seinem neuen Film "Whatever works" den Protagonisten sogar direkt zum Publikum sprechen. Boris Yellnikoff (Larry David) ist achtzig, IQ 200, nur knapp am Physik-Nobelpreis vorbeigeschrammt; mit dem Leben hat er abgeschlossen, was sich z.B. daran zeigt, dass er den Kindern, denen er Schachstunden gibt, schon mal nach dummem Spiel die Figuren über den Kopf kippt. Vor allem aber ist er mit der, wie er glaubt, flüchtigen Illusion der Liebe durch. Das muss sich auch die 21jährige Südstaatengöre Melody (Evan Rachel Wood) anhören, die auf einmal vor seiner Tür steht, sich bei ihm einnistet. Die Gegensätze zwischen dem Lehrmeister, dem das Leben nichts mehr beibringen kann, und der unbedarften, aber erkenntnishungrigen Landschönheit sind so groß, dass es trotz Anfangsschwierigkeiten zu einer Symbiose, sogar zu einer Ehe kommt. Denn wenn schon sinnlos leben, dann noch lieber mit einer schönen Illusion. Die Konstellation gerät ins wanken, als Melodys Mutter (Patricia Clarkson) auftaucht, nachdem sie von ihrem Mann verlassen wurde. Obwohl aus der Landpomeranze eine Fotokünstlerin wird, die eine glückliche "Manege a trois" mit zwei Männern führt, tut sie alles dafür, damit ein junger Verehrer Melodys zum Ziel kommt. Schließlich taucht auch noch Melodys Vater auf, um seine Frau zurückzugewinnen; dabei hat er eine äußerst unvermutete Einsicht zu bekommen, um seine wahre Identität zu finden.

"Whatever works" ist eine äußerst kluge Auseinandersetzung mit dem Leben, das sogar dem desillusionierten Zyniker am Ende noch eine Erkenntnis liefern kann. "Liebe sich, wer kann", lautet der Untertitel. Woody Allen treibt dieses Kredo auf die Spitze in seiner wort- und spottreichen Auseinandersetzung mit der Verklemmtheit der USA. Weisheit und bissiger Witz gehen hier vor allem im zweiten Teil des Films glänzend zusammen. Dass das Drehbuch bereits aus dem Jahr 1977 stammen soll, merkt man nicht, denn Woody Allen scheint in der Umsetzung seine komplette Lebenserfahrung zu verarbeiten. Ansehen und vor allem genau hinhören.
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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterleistung von Woody Allen!, 25. Januar 2010
Von 
Pierre sur Mer (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Whatever works [FR Import] (DVD)
Woody Allen hat den Traum zahlloser alternder Männer verfilmt, der darin besteht, dass sich ein junges hübsches Mädchen bei ihnen einquartiert und nur das Beste im altklugen Nörgler sieht. Der wird diesmal von Larry David verkörpert, der längst den Nobelpreis hätte, wenn es einen fürs Rummosern gäbe, während die schlichte Schöne von Indie-Darling Evan Rachel Wood ("The Wrestler") dargestellt wird.....

Die pointierten Monologe oder Dialoge, muss man sich einfach im Ohr zergehen lassen. Wobei einiges der US-Kritik sauer aufgestoßen ist. Etwa, wenn der nunmehrige Schachlehrer Boris angesichts seiner verblödeten Schützlinge seufzt, sie hätten ihre Ferien statt im Camp in einem Konzentrationslager verbringen sollen, damit sie verstehen, wozu die menschliche Rasse imstande ist, oder Touristen, die Spaß haben wollen, das Holocaust-Museum empfiehlt......Ahhhh ich liebe Woody Allen!
Ähnlich köstlich entwickeln sich die stockkonservativen Eltern der Südstaaten-Schönheit Melody, die eigentlich nur besorgt zu Besuch kommen, dann aber in Allens Stadt voller Magie hängen bleiben und verborgene Sehnsüchte ausleben......aber das muss jeder unbedingt selbst gesehen haben.

Fazit: Bissig-entlarvende Komödie des Neurosen-Großmeisters, die sehr wohl zum erfrischenden Wohlfühlfilm wird.Einer der besten Filme der letzten 10 Jahre.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Hauptsache es funktioniert!", 21. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Whatever Works - Liebe sich wer kann (DVD)
Das ist Boris Yellnikoffs(Larry David) Lebensphilosophie. Wobei...sein eigenes Leben hat diese Philosophie bisher nicht gerade bereichert. Der ehemalige Top-Physiker hat seine Familie verlassen, ist bei einem Selbstmordversuch aus dem Fenster gesprungen, und hockt jetzt allein, mit einem hinkenden Bein, in einer Wohnung in New York. Boris ist zynisch, sarkastisch, intelligent, direkt und manchmal unnachgiebig. Bei ihm kriegen alle ihr Fett weg. Egal, ob das die Juden, die Schwarzen, die Industrie, die Kirchen, die Banken, die Liebe, die Vereinigten Staaten oder Gott sind. Seinen Kumpels Joe und Ed geht er damit ziemlich auf den Keks, obwohl die beiden Boris Intelligenz schätzen. Ein Menschenfreund sieht in jedem Fall anders aus.

Eines Tages landet die 21jährige Melody(Evan Rachel Wood) vor Boris Tür. Sie ist von zu Hause abgehauen und sucht eine Bleibe. Aus zwei Minuten, die ihr Boris zunächst zusteht, werden Tage, Monate und dann eine Heirat, denn: Melody hat sich in Boris verliebt. Ihr scheint egal zu sein, wie seltsam dieses Paar daherkommt. Auf Boris Bewertungsliste arbeitet sich Melody dabei nach und nach von einer 3 auf eine 7 oder 8 hinauf. Das könnte noch ein bisschen so weitergehen...tut es aber nicht. Denn da sind noch Melodys Mutter, ihr Vater, Randy, und ein Strauß voller Probleme, die Boris mal wieder bestätigen: Das Leben ist manchmal ziemlicher Mist!

-Whatever Works- ist ein echter Woody Allen. Intelektuell, clever, dialoglastig, pointiert, bitterschwarz und doch mit einer Prise Hoffnung versehen. Allen lässt seinen Star Boris dabei mit den Zuschauern kommunizieren. Das hat(wie schon so oft bei Allen) ganz große Klasse. Wenn Boris kurz innehält, in die Kamera schaut, und uns direkt mit dem Satz anspricht: "Wir müssen uns dringend ganz kurz bereden", dann ist das Filmkunst vom Feinsten. Allen ist und bleibt der Kreativkopf der alternativen Filmszene. Er lässt Yellnikoff seine Geschichte erzählen und die beginnt mit dem Satz: "Mein Thema sind Sie!" In Monologen, Dialogen und witzig-schlauen Wortspielen lässt Allen seinen Boris Yellnikoff komplett mit der Welt, den Menschen, aber auch sich selbst abrechnen. Wer diese Seite Allens mag, der wird bei -Whatever Works- voll und ganz auf seine Kosten kommen. Unterlegt hat Allen seinen Film mit Musik von Dixie bis Beethoven.

Die Besetzung von -Whatever Works- ist hochkarätig. Larry David brilliert in der Rolle des sarkastischen Boris Yellnikoff. Evan Rachel Wood gibt das Dummchen aus dem Süden, das sich nach und nach mausert, mit sehr viel Charme. Die Nebenrollen sind durchweg passend und stark besetzt.

So ist -Whatever Works- mal wieder ein hochgradig intellektueller Woody Allen Film, denn man entweder mag...oder auch nicht. Nichts für Baller- oder Actionfans, schon gar nichts für Menschen, die jedes Wort auf die Goldwaage legen und mit Allens Humor nichts anfangen können. Ich fand, dass der Film in der Mitte, storytechnisch, einen leichten "Hänger" hatte, ansonsten habe ich mich wunderbar unterhalten lassen. Wer weiß, vielleicht schafft -Whatever Works- das bei ihnen auch. Ich kann ihnen den Streifen in jedem Fall empfehlen.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe sich wer kann oder die "Schöne und das Biest", 18. April 2010
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Whatever Works - Liebe sich wer kann (DVD)
Seit nunmehr fast vierzig Jahren kommt mit schöner Regelmäßigkeit und schwankender Originalität jährlich ein Film von dem dreifachen Oscar- Gewinner Woody Allen ins Kino. Die wechselnden Stars verzichten auf einen Teil ihrer Forderungen, denn bekanntlich ist bei Woody-Allen-Filmen der Filmemacher der Star, ob er selber in kleinen Nebenrollen mitspielt oder nicht. Das galt für seinen letzten Film, der mitreißenden Liebesgeschichte "Vicky Christina Barcelona" nur eingeschränkt. Bei dem "mittleren" Woody Allen Film "Whatever Works" gibt es nun einen Star der dem Filmemacher die Rolle streitig macht. Wenn man mit den Zwängen des Alltags haderte, von Egozentrik und Selbstgefälligkeit sprach, dann dachte man früher unwillkürlich an Woody Allen. Heute spricht man in diesem Zusammenhang von "Larry-David-Momenten" und so steht der Hauptdarsteller von "Whatever Works" Woody Allen nichts nach. Stichwort: Larry David ist das perfekte Alter Ego für Woody Allen.

In "Whatever Works" spielt er den exzentrischen Quantenphysiker Boris Yellnikoff, der auf dem Feld der Quantenmechanik einmal kurz vor der Auszeichnung mit dem Nobelpreis stand. Weil seine Ehe nicht glücklich war wäre ihm beinahe ein Selbstmordversuch gelungen. Ein Hinken ist zurück geblieben und seither läuft er als Zyniker durch die Welt der sein Geld mit Schachstunden für Kinder verdient und dabei mit großer Freude das Selbstbewusstsein seiner Schüler zerstört. Von der Welt und von seinen Mitmenschen, die er wegen ihrer Hoffnungen und Träume für armselig hält, will er nichts mehr wissen. Sein Weltbild ist von chronischem Pessimismus geprägt. Eines Abends hat er jedoch einen schwachen Moment und nimmt eine junge Ausreißerin, die blutjunge Südstaatenschönheit Melody (Evan Rachel Wood), bei sich auf. Der erklärt er unverhohlen, dass er sie für ziemlich dämlich hält. Doch Melody quartiert sich mit naiver Selbstverständlichkeit bei dem paranoiden Besserwisser ein, verliebt sich in den älteren Mann und kann ihn schließlich zur Eheschließung überreden. Nach einem Jahr sind die beiden verheiratet. Und zum ersten Mal nach langer Zeit scheint Boris wieder glücklich zu sein. Daran hat Woody Allen seine Freude und zeigt in einer Ode an die sexuelle Befreiung, dass dieser Menschenfeind, der in seiner ätzenden Art vor nichts haltmacht, nun ausgerechnet bei einem naiven Mädchen aus den Südstaaten landet, die wirklich keine Ahnung davon hat worüber sich dieses Physikgenie aufregt. Sie probieren es miteinander.

Damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende, denn Woody Allen schlägt noch einige brillante Volten, die dem Menschenfeind sein blaues Wunder bescheren. Eines Tages tauchen die getrennten, sittenstrengen Eltern aus Mississippi auf (Patricia Clarkson + Ed Begley jr.) Die erklären frank und frei, was sie von dieser Verbindung halten, stören die Idylle und in der Folge kommt es zu einer ganzen Reihe von romantischen Verwicklungen.

Fazit: In Larry David hat der Filmemacher sicher eine urtypische Allen-Figur gefunden, doch wenn die dann die in ihrer Mischung aus ewigem Menschenhassertum und Sehnsucht nach Romantik in nur scheinbar
überraschenden Fügungen doch hinlänglich nur bekannten Paradigmen über die Spielarten der Liebe folgt, dann ist es letztlich Woody Allen wieder einmal gelungen in dieser ansonsten warmherzigen und großzügigen Komödie, der einzige Star geblieben zu sein, wenn auch der bitterböse Hauptcharakter mit seinen bitteren, glasscherbenscharfen Monologen den Kinobesuch wert ist.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Querulant Reloaded - Whatever works im Allen Kosmos, 6. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Whatever Works - Liebe sich wer kann (DVD)
Von Woody Allen gibt es inzwischen über 40 Filme bei denen er für Drehbuch und/oder Regie verantwortlich war. Da ist es freilich auch für einen so hoch begabten Künstler nicht immer leicht sich nicht immer wieder zu wiederholen. In der Tat ist es ihm mit "Match Point" und "Vicky Christina Barcelona" im letzten Jahrzehnt überraschend gut gelungen seinen Ideenkosmos neue Aspekte hinzuzufügen.
"Whatever Works" hingegen beruht überhaupt auf einem älteren Drehbuch und ist weit weniger originell. Mit der alten, grantigen Hauptfigur ist wieder ein Charakter dabei, den Allen früher sicherlich selber gespielt hätte. Wenn man diesen Stil jedoch mag und nicht genug davon kriegen kann, muss man sich natürlich auch "Whatever Works" anschauen. Allerdings hat der Film nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen und kann nicht mit den ganz großen, klassischen Allen Filmen mithalten.

Um zuerst zum Positiven zu kommen: Der Wortwitz ist wieder mal genial! Nur Woody Allen kann ein derart umwerfendes Sprachfeuerwerk entfachen. Larry David darf als Boris Yellnikof dank eines klugen dramaturgischen Tricks immer wieder das Publikum direkt ansprechen und schafft es auf eine sehr glaubhafte Weise, die sehr sehr bissigen Pointen rüberzubringen. Wer schwarzen Humor schätzt, ist hier besonders gut aufgehoben. Auch das Zusammenspiel mit der jungen Melody, die das absolute Gegenteil, des alten Boris ist, sorgt für sehr gelungene Gags und auch ein paar berührende Momente.

Leider hat der Film vor allem gegen Ende hin einige Probleme. Allen ging es offenbar darum hier eine Message zu transportieren: Nämlich, dass alles was einen glücklich macht gut ist, solange es niemanden verletzt. Aber die Story wird leider so schnell und unglaubwürdig aufgelöst, dass man das Ganze kaum richtig ernst nehmen kann. Anstatt auf Charakterentwicklung zu setzen, beenden eine Reihe von glücklichen Zufällen einfach das ganze Geschehen. Ohne hier zu viel verraten zu wollen, stört doch besonders, dass der Film, der sonst für einen eher ungewöhnlichen Lebensstil wirbt, letztlich dann einiges davon wieder zurücknimmt. Das schadet der Stimmigkeit des Kunstwerkes und macht "Whatever Works" zu einer verhältnismäßig seichten Komödie, von der einen wohl hauptsächlich die witzigen Sprüche im Kopf bleiben werden.

Eine zweite Schwierigkeit des Films ist, dass Larry David zwar als Sprücheklopfer und Choleriker sehr gut ist, aber die Liebesbeziehung zu Melody etwas zu kurz kommt. Der Film ist bewusst so gehalten, dass man kaum klassische Liebesszenen zwischen den beiden sieht. Das ist auf der einen Seite gut so, denn warum eine ausführliche Romanze einbauen, wenn man soviel Humor hat? Andererseits fällt es einen doch etwas schwer zu verstehen, was die beiden eigentlich zusammenhält. Dazu gibt es im Film zwar schon Andeutungen, aber die genügen nicht so ganz.

Unterm Strich hat man hier also einen der unoriginelleren Allen Filmen vor sich, die mit vertrauten Motiven spielen, aber nicht an bereits vollbrachte Großtaten anschließen können.
Einsteiger sind mit "Manhattan" oder "Annie Hall" natürlich viel besser dran. Veteranen sollten "Whatever Works" wegen des Wortwitzes unbedingt ansehen, aber nicht zuviel erwarten.

Zur DVD: Als Bonus gibt es hier ein sehr gutes Interview mit Woody Allen, wo er sehr ausführlich zu dem Film Stellung nimmt! Dabei zeigt sich, dass er wohl tatsächlich einige Ähnlichkeit mit Boris Yellnikof hat.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Komödie mit Verstand und Humor, 31. August 2011
Von 
M. A. Kiwitz (Frankfurt am Main) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Whatever Works - Liebe sich wer kann (DVD)
Mit "whatever works - liebe sich wer kann" hat Regisseur Woody Allen eine hervorragende Komödie mit Verstand und Humor inszeniert.

Der griesgrämige ehemalige Physik-Professor und selbsternanntes Genie Boris Yellnikoff (Larry David) lebt in New York ein depressives Leben, dem er nicht einmal durch einen Selbstmordversuch ein Ende machen konnte. Plötzlich trifft er auf die junge Ausreißerin Melody (Evan Rachel Wood) aus Mississippi, der er kurzfristig in seiner Wohnung Unterkunft gewährt. Der missgelaunte und pessimistische alte Physiker und das fröhliche und naive Mädchen nähern sich immer weiter an, bis sich beide in einer von Gegensätzen nur so strotzenden Ehe wiederfinden.

Als Melodys Eltern (Patricia Clarkson und Ed Begley Jr.) sie schließlich in New York ausfindig machen und dort auf ihren neuen Schwiegersohn treffen, sind sie alles andere als begeistert. Während sie ihre Tochter wieder zur Vernunft bringen wollen geraten sie selbst in einen Wandlungsprozess, der ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt.

"Whatever works" ist eine hervorragend inszenierte Komödie, die durch großartige Dialoge und fantastische Schauspieler überzeugt. Woody Allen gelingt der Balanceakt zwischen gesellschaftlicher Kritik und feinen Humor und so amüsiert und berührt der Film gleichermaßen.
Dabei zeichnet er ein gesellschaftliches Bild, dass nicht zu stark gefärbt ist und dennoch eine klare Botschaft hat: "Liebe sich wer kann". Denn Glück kann man auf die unterschiedlichste Art und Weise finden.

Die Laufzeit der DVD beträgt knapp 88 Minuten. Das Bildformat ist 1,85:1 (16:9 anamorph codiert). Tonspuren sind auf Deutsch und Englisch Dolby Digital 2.0 enthalten (da sich dieser Film durch seine Dialoge und schauspielerische Darstellung auszeichnet und nicht durch raumfüllenden Effekt-Klang, ist eine 5.1. Tonspur hier nicht notwendig und wird auch nicht vermisst). Zudem ist ein deutscher Untertitel verfügbar.
Die technische Umsetzung der DVD ist gut gelungen.

Als Extra ist darüber hinaus ein Interview mit Regisseur Woody Allen enthalten.

"Whatever works ' liebe sich wer kann" ist eine unterhaltsame Komödie mit viel Humor, Witz und Tiefgang, dargestellt von einem hervorragenden schauspielerischen Ensemble. Dafür gibt es eine Gesamtwertung von 5 Sternen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jetzt schon ein Klassiker :), 23. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Whatever Works - Liebe sich wer kann (DVD)
Großes Kino vom Altmeister des komischem, tiefsinnigen und geistreichen Niveau. Man kann noch immer den inneren Kampf zwischen Logik und Gefühl schmecken, die Woody Allen Filme so persönlich machen! Meisterlich - wie immer!
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bei dieser Blu-ray zeigen die Filmstudios was sie vom Kunden halten, 1. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Whatever Works [Blu-ray] (Blu-ray)
Über den Film schreibe ich hier ausdrücklich nicht. Er ist einer der besseren Woody Allens und gehört an sich in jede Sammlung.

Die Implementierung der Blu-ray ist leider sehr schlecht geraten. Die Blu-ray baut (auf der PS3) beim Einlegen erst einmal eine Internetverbindung auf. Angeblich werden Updates geladen. Da es für den Hauptfilm aber sicher keine Updates gibt und danach gleich der erste Trailer läuft, weiss man gleich was hier 'aktualisiert' wurde. Die Disk hat sich schlicht und einfach einen aktuellen Kinotrailer aus dem Internet geladen. Man könnte darüber hinwegsehen wenn der Trailer nicht von selber starten würde sondern im Hauptmenü verlinkt wäre. Aber leider startet der Trailer und kann auch nicht abgebrochen werden. Nicht mal schnell vorwärts spulen geht.

Dem Kunden zeigen wer hier das sagen hat, geht weiter. Danach kommen noch zwei Trailer (diesmal in LowRes-Auflösung) die ebenfalls wieder nicht abgebrochen werden können.

Nach etwa 5 Minuten kann man dann das Hauptmenü betreten und den Film starten. Der Film selbst hat deutschen und englischen Ton. Leider nur deutsche Untertitel. Wer den Film auf englisch mit englischen Untertiteln sehen möchte hat diese Wahl somit nicht.

Diese Blu-ray zeigt leider wieder mal, dass es nicht um den Kunden und nicht um den Film geht sondern darum den Kunden zu bevormunden. Den ehrlichen Kunden.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Upperclass Love Bubblebath, 10. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Whatever Works - Liebe sich wer kann (DVD)
Eigentlich geht's in diesem Woody Allen Film um die amerikanische Upperclass und deren Liebes- und Geistesleben, uneigentlich um Liebesentwürfe und Lifestyles. Oder andersherum. Und gleichzeitig geht's wie immer nur um das Medium Kino und unsere Sehnsüchte dabei.

Larry als zynisch gewordener Akademiker will dem Leben mit seinem überragend geglaubten Intellekt zu Leibe rücken, scheitert aber ausgiebig daran und verwandelt sich in ein isoliertes, derbes Charakterschwein, das im Grunde nur noch seine Weltsicht anerkennt und die Mitmenschen abstößt oder vor den Kopf stößt. Gleichzeitig hat er Spleens, Ticks und krude Rituale entwickelt, um seinen Alltag nach einem gescheiterten Selbstmordversuch zu meistern.
Wie im Märchen begegnet ihm die blutjunghübschnaive Melody, welche von zu Hause getürmt ist und auf der Straße hausend ihn bittet sie aufzunehmen. Aus der kurzen Hilfsbereitschaft wird eine Ehe, denn Melody glaubt sich in den alten Sack verliebt zu haben und heiratet ihn. Jedoch stellt sich das Mädchen tatsächlich als unerfahren dar und wird schon am erstbesseren Konkurrenten Larrys in ihrer Liebe erschüttert. Die sich in einer Trennungsphase befindende Mutter von Melody taucht bei den beiden Vermählten unverhofft auf und ist erschrocken über das ungleiche Arrangement und der Zynik des Ehemanns ihrer Tochter. Sie intrigiert und schickt einen bluthübschen Prinzen als Gegenkandidat ins Rennen, der Melody aus der Reserve locken kann und ihr zeigt, wie es sich unter "Gleichen" besser lieben lässt. Sie verliebt sich diesmal "wirklich" und verlässt Larry, der sich daraufhin ein zweites Mal versucht das Leben zu nehmen und aus dem Fenster springend auf einer adretten Passantin landet, die nun seine "wirkliche" Liebe werden wird.
Ergänzend taucht der seiner Ehefrau hinterhergereiste Vater Melodys auf. Dieser war mit der besten Freundin seiner Frau fremdgegangen, bereut aber seine Entscheidung und möchte ins alte Leben zurück. Gekommen um seine Frau abzuholen, bestaunt er deren Lebenswandel zur Künstlerin, die eine menage a trois lebt, die er wiederum mit einem ad hoc Wechsel seiner sexuellen Orientierung kontert.

Nun sind in Liebesdingen alle dermaßen munter hin- und herkonvertiert, dass man kaum anders als von einem Happy End sprechen kann. Der Zyniker liebt wieder, die Maus hat den fachgerechten Prinzen ergattert und das Klischee-Ehepaar hat sich in neue trendigere Klischees getrennt voneinander eingefunden.

Kurz:
Woody Allen pervertiert durch die endlose Variation seiner Themen das eigene Universum, welches zunehmend durch weitere Fragmente seiner Lebens- und Liebesreflexionen erweitert wird. Whatever works funktioniert gut für sich und strebt den Vergleich mit älteren Arbeiten Allens nur bedingt an.
Man erinnere sich an "Verbrechen und andere Kleinigkeiten" oder "Harry außer sich", krame sie im Bedarfsfall hervor, wenn man es ein Stück witziger, deftiger und ernsthafter braucht.
Dass man es aber auch mit einem Stück provozierendem und ernsthaftem Kino zu tun hat, merkt man sehr gut am Ende und am Anfang des Films. Die nur von Larry gesehenen Zuschauer werden genau als solche behandelt und von ihm angesprochen, als die, welche jetzt und hier unterhalten werden wollen. Das stellt natürlich die Frage wer hier wen vorführt und verdoppelt automatisch die Frage nach der Strategie des Films und des Mediums Kinofilm überhaupt. Das sollte man beachten, wenn man Whatever works nicht nur als blankes Oberflächenphänomen auffassen möchte.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Film., 27. September 2010
Von 
Sebastian Janeck "sebastian2103" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Whatever Works - Liebe sich wer kann (DVD)
Ich habe diesen Film gesehen und muss sagen, ein großartiger Woody Allen.

Eine luftig leichte Komödie, mit einem originellen Drehbuch, die genau passende Filmmusik und, wie ich finde, grandiose Schauspieler, allen voran Larry David (fast ausschließlich aus Serien bekannt) als chronisch pessimistischem ehemaligem Physik-Professor und Evan Rachel Wood als die junge Ausreißerin Melody. Diese Komödie wurde sehr kurzweilig, aber auch tiefgründiger (die Auseinandersetzung mit dem Leben und der Liebe) in Szene gesetzt, zum Schmunzeln, Lachen und Nachdenken.

Und um das geht es. Mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit quartiert sich die junge Ausreißerin Melody bei dem gescheiterten Physik-Professor Boris ein und verliebt sich in ihn, was in eine ungleiche Ehe mündet. Die Ankunft ihrer Eltern allerdings führt zu einer Kette aus absurden und romantischen Verwicklungen.

Die DVD enthält neben der normalen DVD-Hülle einen hochwertigen Pappumschlag, welcher diese DVD auch für Sammler lohnenswert macht. Das Bonusmaterial ist, typisch bei Woody-Allen-Filmen, gering gehalten. Die DVD enthält den Kinotrailer und ein Interview mit Woody Allen.

Das Bild der blu ray ist sehr gut, ich denke das bestmögliche für einen Film ohne Effekte. Dadurch kann es natürlich nicht ganz so gut zur Geltung kommen, der Kauf lohnt sich allerdings dennoch auf jeden Fall.

Ein Film für die ganze Familie. Unbedingt ansehen!
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Whatever Works - Liebe sich wer kann
Whatever Works - Liebe sich wer kann von Woody Allen (DVD - 2010)
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