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am 23. April 2007
Dieser rundum geniale Ensemle-Film brachte Regisseur P.T. Anderson den Durchbruch. Nach dem zwar gelungenen aber nicht sensationellen Debüt "Last Exit Reno" setzte er kräftig nach was die erzählerische, handwerkliche Raffinesse angeht. Mark Wahlberg beweist in der Rolle des Dirk Diggler erstaunlich viel Talent, was ihm bis dahin wohl kaum einer zugetraut hätte. Juliannne Moore, John C. Reilley und William H. Macy sind auch Oberklasse und passen wunderbar zusammen, weshalb Anderson sie wohl auch in "Magnolia" wieder besetzte. Burt Reynolds, in seiner Comeback Rolle, übertrifft sich ebenfalls als Dirk's Mentor und Ersatz-Vaterfigur. Unverständlich dass Reynolds einmal geäussert haben soll, Boogie Nights nie gemocht zu haben.
Wie auch immer. Eins steht fest : Dieses sehr empfehlenswerte 2,5 Stunden Film-Drama ist keine Sekunde langweilig und ein perfektes Sittengemälde aus dem Porno-Milleu der bunten 70er (handlungsmässig.) Man sollte ihn auf jeden Fall mal gesehen haben.
Die vorliegende Special-Edition ist äusserst empfehlenswert. Sie bietet nämlich nicht nur erstmals (ernstzunehmendes) Bonusmaterial (Geschn. Szenen, Interviews, sehr guter Audiokommentar) auf einer 2. DVD, sondern wartet erstmals mit dem korrekten Bildformat auf (2,35:1 in 16:9). Die "alte" DVD hatte 1,85:1!! Da entging einem nicht nur massig Bildinformationen, nein ,die ganze Bildkomposition war dahin, und obendrauf war die Bildqualität auch noch schlecht. Somit ist diese Version auch für Besitzer der Erstauflage ein Muss. Aufgefallen ist ausserdem das eine kurze Sequenz von ein paar Sekunden direkt am Anfang des Films (schwarzer Bildschirm mit Musik unterlegt) ebenfalls auf der alten DVD einfach gefehlt hat. Diese Arthaus Premium Version ist in jeglicher Hinsicht und in allen Belagen eine deutliche Verbesserung der früheren Version. Definitive Empfehlung!
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am 22. Mai 2012
Die Handlung von "Boogie Nights" ist eigentlich relativ kurz erzählt: Aufstieg und Fall eines Pornosdarstellers, seines Umfelds und der ganzen Pronobranche. Am Schluss gibt's noch ein grotesk und beinahe irreal wirkendes Happy End. So weit so gut. Was diesen epischen Film aber so bemerkenswert macht ist, dass er einfach alles bietet: Drama, Humor, Erotik, Spannung und jede Menge echtes 1970er/1980er-Feeling. Ein richtiger "Multifunktionsfilm" halt. Dazu gibt's hervorragende schauspielerische Leistungen. Mit dieser Mischung zieht einem "Boogie Nights" sofort in seinen Bann.

Obwohl die in "Boogie Nights" vorkommenden Figuren grösstenteils kaputte Loser-Typen sind und teilweise Dinge tun, die man definitiv nicht unterstützen kann, so kommen die meisten davon doch irgendwie sympathisch rüber. "Boogie Nights" gelingt nämlich das Kunststück, auch Charaktere, die ihr Geld in einer "schmuddeligen" Branche verdienen oder praktisch ausschliesslich von Koks "ernähren", sympathisch darzustellen - als grundsätzlich nette Leute mit vielen selbstverschuldeten Problemen, aber mit Gefühlen, Wünschen und Träumen wie Du und ich.

"Boogie Nights" ist ein Film, den man sich einfach er immer wieder anschauen kann ohne dass er langweilig wird. Bedingungslose 5 Sterne!
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am 12. September 2008
Die Story ist schnell erzählt: junger aufstrebender Porno-Darsteller wird erst von der Szene hochgejubelt und mit Preisen überschüttet, überschätzt sich selbst und sein Können aber dermaßen, dass er schließlich derb abstürzt...

Der Plot könnte seicht daherkommen- tut es aber nicht, da die Entwicklung aller einzelnen Figuren und Handlungsstränge so realistisch und gekonnt erfolgt, dass die Darstellung des Porno-Businesses als solches schließlich zur Nebensache wird.

Da wären etwa der Aussteiger, der aufgrund seines Berufes" keinen Kredit für ein neues Geschäftskonzept von der Bank erhält, die Mutter, die aus selbigem Grund das Sorgerecht für den Sohn niemals erhalten wird und fasst daran zerbricht, und schließlich der Pornoproduzent, der sich einem Paradigmenwechsel von Film zu Video stellen muss...

Wer die 70er mit ihrer scheinbaren Leichtigkeit liebt und auf die Disco-Musik und die schrägen Klamotten und das Design steht, wird diesen Film mit seiner Ausstattung und der Atmosphäre lieben, allen anderen wird diese Milieu-Studie wahrscheinlich nur nerven.
Dann lieber "Almoust famous" anschauen, dreht sich um die andere "Subkultur" der ausgehenden 70er- den Rock und dessen Anhänger.
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am 19. Mai 2010
Ich habe die Blu Ray schon gekauft. Und sie auch gleich überprüft. Im Gegensatz zur DVD, die von Kinowelt kommt, kommt die Blu Ray von Warner Home. Und von Warner Home kommen meistens nur gute Bildqualitäten auf Blu Ray. So auch in diesem Fall. Über die Story schreibe ich hier nichts, die dürfte allgemein bekannt sein. Meine Bewertung bezieht sich ausschließlich aufs Bild der Blu Ray.

Und das Bild präsentiert sich farbenfroh, sehr scharf und ist sehr gelungen. Der Film ist 13 Jahre alt und sieht aus, als ob er gerade erst gedreht wurde. Grieseln ist kaum vorhanden. Und wenn, stört es nicht im mindesten. Die Optik des Films orientiert sich logischerweise am Stil der 70er und 80er Jahre. Und das alles zusammen in einem wunderschönen Bild.

An dieser Stelle muß ich noch betonen, das ich ein sehr kritischer Mensch bin, was Bildqualtitäten von Blu Rays angeht. Soll heissen: Bevor ich mir die BR eines Filmes zulege, überprüfe ich zuerst die Bildqualität der DVD auf meinem FULL HD Bildschirm. Sieht die Qualität gut aus und entdecke ich keine besonderen Unterschiede zur (meist vorher ausgeliehenen BR) behalte ich die DVD. Denn für eine Blu Ray die den gleichen Effekt erzielt, wie eine hochskalierte DVD gebe ich kein Geld aus (z. B. bei "Terminator 3" konnte ich keinen Unterschied erkennen).

Bei Boogie Nights, ich habe seit Juni 2006 die Premium Edition, habe ich den Unterschied (griesliges Bild, unscharfe Konturen etc) sofort gesehen. Also wer den Film auf DVD hat, weg damit, Blu Ray kaufen und ein völlig neues Bild geniessen!!
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am 23. Februar 2011
Auch wenn die Story irgendwie überdreht und die ganze Szenerie etwas Comichaft wirkt, hat mich dieser Film toll unterhalten.
Mark Wahlberg passt auf die Rolle des etwas naiven Nachwuchs-Porno Stars wie die Faust aufs Auge. Ebenso sind die beiden anderen Hauptdarsteller mit Reynolds und Moore exzellent besetzt.

Die Bildqualität ist für eine BR nicht überragend aber in Ordnung, der Soundtrack passt toll zu den jeweiligen Szenen.

Ab und zu wandert der Film etwas ins kitschige ab (bzw. die Darstellerinnen werden zum Teil wie Nutten, die immer und überall Sex haben (wollen) dargestellt). Deshalb bekommt er hier einen Stern Abzug, auch wenn es fürs männliche Auge nicht gerade abträglich ist ;-).

Ansonsten ein toller Film, der eine Thematik behandelt die mit Sicherheit nicht alltägliches Filmmaterial ist. Die abgedrehten Charaktere wissen sehr gut zu unterhalten und dennoch wirkt die Odysee des Nachwachsstars nicht lächerlich sondern wird gut umgesetzt.

Für mich einer der besten Filme die ich in letzter Zeit gesehen habe. Absolute Kaufempfehlung.
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am 26. Januar 2012
Wenn man halbwegs moralisch nervenstark ist, so hat man hier rund 2 1/2 Stunden Dauer-Bespassung. Eine knackige simple Story im typischen "Aufsteiger/Absteiger"-Modus a la "Studio 54" und zahlreiche andere. Hinreissende Darsteller, z.B. Burt Reynolds, Mark Wahlberg, Julianne Moore, Don Cheadle, Heather Graham, eine gute Portion Erotik (Heather Graham als Rollergirl ist der Hammer), herrliches 70er-Flair, Jokes und Sprüche bis zum Abwinken und auch ein gutes Stück Tiefgang und Message. Mindestens 1x jährlich sollte man sich diesen Film geben!
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am 22. Juli 2011
Dieser Film ist ein weiterer Beweis dafür, daß es kein Hollywoodstudio benötigt um ein Werk für die Ewigkeit zu erschaffen.
Boogie Nights ist ein ehrlicher, schöner, skuriller, trauriger und vor allem lebendiger Film über das Leben und Streben im Amerika der 70er und 80er Jahre im Millieu der Pornoindustrie. Paul T. Anderson erschafft einen bemerkenswerten
Ensemble-Film, dem man einen Kultstatus anrechnen muß. Ja, er wirkt fasst wie die Geschichte einer großen Familie und ihrem jüngst-geborenen Kind: Eddie Adams/Dirk Diggler.

Hier sei besonders der exzellente Soundtrack zu erwähnen. Absolut grandios und stilprägend für den Streifen!!

Ein ansatzweise vergleichbarer Film wäre nur Oliver Stones The Doors (Um eine Vorstellung vom Inhalt zu bekommen).

Ein Muss für alle, die vergangene Epochen erleben wollen. Für Film-Fans sowieso.
Aber Zartbesaiteten sei gewarnt! Es kommt hin und wieder (dem Inhalt entsprechend) zu natürlich im Retrostyle gehaltenen Sexszenen und zum Ende hin auch zu blutigen Auseinandersetzungen.

Die vorliegende DVD-Veröffentlichung ist jeden Penny wert. Ob ausführliche Dokumentationen, (LEIDER!) entfallene Szenen, ein interessantes Booklet u.v.m. ist alles vorhanden für den Sammler.

Besondere Erwähnung: Die versteckte John Holmes-Dokumentation auf der Bonus-Disc.
Schaut euch alle Extras bis zum Schluß an, dann werdet ihr sie schon finden.

Fazit: Bedenkenlos zugreifen!!!
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Ein sehr gut gemachter und oft witziger Film über das Pornobusiness in den USA am Ende der Siebziger und Anfang der Achtziger Jahre. Eigentlich aber auch ein Film über das Scheitern von Lebensträumen allgemein und darüber, dass nach den geplatzten Träumen das Leben dann doch irgendwie weiter geht. Und auch darüber, dass Familie etwas ist, was nicht durch Geburt entstehen muss, sondern auch durch gemeinsames erleben wachsen kann.

Der siebzehnjährige Eddie kann eigentlich nichts. Außer gut Vögeln. Und er hat auch eine anatomische Besonderheit, nämlich ein Instrument dazu, was den Durchschnitt etwa um das Doppelte übersteigt. Und so wird er schnell von einem Pornoregisseur entdeckt, darf viele Filme drehen und wird ein Star der Branche. Leider kommt dann Video, was die Budgets der Filme drastisch reduziert, und das mit den Drogen tut Eddie alias Dirk Diggler auch nicht wirklich gut. Denn sein bestes Stück ist immer öfters aus der Form. Schneller Aufstieg heißt wohl doch schneller Fall, das will uns die Geschichte wohl sagen.

Aber es geht hier nicht nur um die zentrale Figur von Eddie, der versucht, sich als Dirk neu zu definieren. Um ihn herum versuchen das weitere Menschen. Da ist Maggie alias Amber, die Ehefrau des Regisseurs, die versucht, eine gute Mutter zu sein. Und während das beim eigenen Kind nicht gelingen will, wird sie es aber für ein paar ganz andere Leute. Da ist das Rollergirl, eine Pornodarstellerin mit abgebrochener Highschool, die mit ein paar Geistern aus der Vergangenheit klarkommen muss. Dirks Filmpartner will lieber Zauberer werden. Maurice, der Barbesitzer, wäre gerne Pornostar. Ein weiterer Pornostar dagegen hätte lieber ein Geschäft mit Stereoanlagen. Alle diese Träume müssen erst einmal scheitern, ehe die Menschen kapieren, dass sie nur gemeinsam eine Chance auf Glück haben. Das könnte schrecklich kitschig anzusehen sein, ist hier aber wunderbar verfilmt.

Mark Wahlberg gibt den Eddie bzw. Dirk. Eine sehr gelungene Darstellung. Julianne Moore darf als Mutter des Hauses brillieren und dabei noch eine ganze Menge Erotik ausstrahlen. Heather Graham hat mal wieder eine wunderbare Nacktszene, darf sonst eine eher schräge Performance als gewollt süßes Rollergirl liefern. Einmal darf sie dann überzeugend explodieren. Burt Reynolds Darstellung des Regisseurs wird überall sehr gelobt, seine Rolle ist aber aus meiner Sicht auch die mit den wenigsten Anforderungen weil nur geringen Änderungen im Lauf der Geschichte. Aber dafür sind auch weitere Nebenrollen herausragend besetzt, man kann sie hier kaum alle aufzählen.

Handwerklich ist der Film vor allem in Ausstattung und Musik gelungen. Beides sorgt für einen gelungenen Ausflug in die damalige Zeit. Der Film hat mich insbesondere an meinen eigenen Jahreswechsel zu 1980 erinnert. Selbst die Badehosen passen. Das Drehbuch scheint mir in vielen Dialogen auch den spezifischen Wahnsinn der damaligen Zeit gut zu treffen. Es kommt klar heraus, wie orientierungslos die Menschen in vielen Punkten waren. Dadurch entstehen manchmal aber auch Längen, denn der Zuschauer verliert dann auch etwas den Zusammenhang zwischen Handlung und Dialog. Man merkt auch an den vielen, auf einer zweiten DVD dokumentierten, geschnittenen Szenen, dass die Regie hier mit der Laufzeit des Films zu kämpfen hatte. Denn immer wenn man mal wieder etwas über die damalige Zeit erzählt, verlangsamt das die Handlung. Und so ist mit durchaus verständlich, warum die geschnittenen Szenen hier aus dem Film genommen wurden. Sonst ist vor allem das Essay über den Film bemerkenswert, das auf die Innenseite der Verpackung aufgedruckt ist.

Eine witzige, wohl aber gefakte Schlussszene bietet einen gelungenen Abschluss des Films. Ansonsten gibt hier allerdings kaum Porno zu sehen.
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am 26. August 2011
Ein junger, naiver Bengel auf Kalifornien kann nicht viel. Außer einem Gemächt von 33 cm und der absoluten Kontrolle über dieses Organ hat er nichts vorzuweisen. Doch diese Attribute reichen anscheinend um einer der gefeierten Newcomer der Pornobranche zu werden. Letztlich wär ein Funken Verstand aber doch nicht schlecht gewesen. Denn zwischen unzähligen Frauen, den Pornoproleten, Drogen und der Sonne Kaliforniens, sollte man vielleicht wissen wann es an der Zeit ist einen Gang runter zuschalten.

Der Film illustriert sehr eindrucksvoll die Pornoszene der 70er Jahre. Mittelpunkt ist der Star Dirk Diggler. Vom Nichts schafft er es zur schillernden Szene-Ikone. Doch der Fall lässt nicht lange auf sich warten. Das Umfeld zieht ihn wie ein Sog nach unten. Dies wird sehr mitreißend umgesetzt. Dabei lässt der Handlungsstrang keinerlei Lücken erkennen. Der Streifen ist daher äußerst kurzweilig und unterhaltsam.
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. November 2002
....um den sich in Boogie Nights nun alles dreht, kriegt man erst zu ende des Films zu Gesicht, ein raffinierter Clou zu einem äusserst gelungenen Film. Paul Anderson, ganz dem Trend entsprechend, zeigt uns das pralle, dekadente Leben der Porno-Industrie in zwei Jahrzehnten. Das tut er jedoch äusserst distanziert und nüchtern, weder geschönt, noch dramatisiert, fast wie eine Fotografie aus alten Tagen, führt er seine Darsteller allesamt zu brillianten Höchstleistungen, Julianne Moore ist göttlich und Marky Mark beweist welches Potential in ihm steckt. Klasse auch die ausgiebigen Steady Cam-Fahrten in der Anfangssequenz. Ein wahrlich meisterhafter Film.
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