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Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen28
3,3 von 5 Sternen
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am 17. August 2010
...wie fange ich diese Seite an?" Eigentlich ist das ein Problem, das nur Autoren kennen. Aber wenn wir Guido Continis(Daniel Day-Lewis) Stimme aus dem Off hören, wissen wir, dass es auch Regisseure erwischen kann. Wir schreiben das Jahr 1965 und der bekannte Regisseur will seinen neuen Film "Italia" an den Start bringen. Im Nacken sitzen ihm dabei sein Produzent Dante und seine letzten beiden Filme, die geflopt sind. In Rom ist alles angerichtet: Schauspielerinnen, Kulissen, ein Heer von Medienvertretern und...und...und. Was allerdings niemand weiß: Guido hat noch keinen einzigen Satz für das Drehbuch zusammen. So macht Guido das, was er am besten kann; er verschwindet. Allerdings nimmt er all seine Probleme mit. Die Geliebte Carla(Penelope Cruz), die nicht ohne Guido leben will. Seine Ehefrau Luisa(Marion Cottilard), die er abgöttisch liebt und dennoch immer wieder enttäuscht. Seine Maskenbildnerin Lili(Judi Dench), die ihn mütterlich umsorgt. Seine Mutter(Sophia Loren), die über allem in Gudios Leben steht. Dazu kommen noch Saraghina(Fergie), Stephanie(Kate Hudson) und Claudia Jenssen(Nicole Kidman), die Guido hin und her reißen zwischen Arbeit, Liebe, Alltag und Schicksal. So verwebt sich Guidos Leben in die Szenen des hektischen Alltags und einer Traumwelt, die er mit Musik und Erinnerungen füllt. In diesem Wirrwarr der Emotionen kommt Guido zu allem, nur nicht zum arbeiten...

Angelehnt an Fellinis autobiografischen Film Achteinhalb, hat Rob Marshal sein -Nine- ins Rennen der Broadway-Musical-Verfilmunngen geschickt. Wenn sie mich fragen: -Nine- ist ein ordentlicher Beitrag zur ganz großen Musicalszene der letzten Jahrzehnte. Vielleicht nicht vergleichbar mit Stücken wie -A chorus line- oder -Fame- aber in sich ernsthaft und ambitioniert bis in die Haarspitzen. Maury Yestons Musik geht nicht gleich beim ersten Hören ins Ohr, findet aber ihren Weg in den Kopf des Hörers und überzeugt dort nach und nach.
Wie Marshall die Traumsequenzen Guidos in Bilder eingefangen hat, das ist aller Ehren wert. In hervorragend gemachten schwarz-weiß Schnitten, die sich, passend zur Musik in Farbbilder verwandeln visualisiert Marshall die Musik absolut perfekt. Dazu übertüncht er die Produktion gewollt mit einer gewaltigen Patina Italiens, die so vorurteilhaft wie wunderbar ist. Seine Zeitsprünge, mit denen er tief in Guidos Leben eintaucht, sind märchenhaft gelungen.

Was die Besetzungsanliste angeht, so konnte Marshall aus dem Vollen schöpfen. Da ist zum einen der begnadete Daniel Day-Lewis. Wie er den genial hilflosen Guido Contini gibt, ist beeindruckend. Dazu kommt der Fluch einer Riege von wunderschönen Frauen. Egal, ob Carla im Hotelzimmer zu Gudio sagt "Ich warte auf dich...und mache schon mal die Beine breit" oder Guido hilfesuchend in die Arme seiner Mutter flieht, Penelope Cruz, Sophia Loren und Co. spielen, tanzen und singen am oberen Level ihres Könnens. -Nine- zeigt dabei, dass ein Großteil der wirklich guten Schauspieler auch gesangstechnisch einiges zu bieten haben. Zudem sind fast alle Tanzszenen hocherotisch angelegt und verfehlen ihre Wirkung beim Zuschauer nicht.

Rob Marshall hat vielleicht nicht alles, aber doch eine Menge richtig gemacht. Klar, dass man bei jeder Musicalverfilmung Vergleiche herbeizieht, aber -Nine- braucht diese nicht zu scheuen. Der Film kommt eigenständig und mit jeder Menge Potential daher. Marshalls Filmende ist dabei so bewegend italienisch, wie seine gesamte Kulisse und Anlage des Stoffs. Ich habe mich von -Nine- in jedem Fall sehr gut unterhalten lassen. Den Anblick dieser vielen wunderbaren Frauen habe ich als Zugabe genossen. Wie sagt Lili in einer Filmszene so schön: "Unsere Aufgabe ist es zu unterhalten!" Ja...genau so sieht das aus!
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am 26. Juni 2011
Rob Marshall (Die Geisha, Chicago) sieht hier in die Seele des 50er/60er Jahre Starregisseur Guido Contini (angelehnt an den großen Fellini), der nach einigen Flops endlich wieder an seine alten Erfolge anschließen soll. Der Starttermin für sein "Italienwerk" steht durch die Produzenten bereits, aber vom Druck des Publikums und der Medien wirkt alles bedrückend auf den Maestro. Zudem besteht kein Drehbuch; nichtmals eine wage Idee.
Seine seelischen Stützen, allesamt Frauen, lässt ihn sein Leben REVUE passieren und sucht den kleinen Jungen in sich, dessen Kindheit ihm ein Quell der Inspiration ist.
Die Locations sind dabei brilliant in Szene gesetzt, obwohl mehr als die Hälfte des Films im einem Studio der Cinecitta spielt, welches zudem als Studio zu erkennen ist. In seinem himmelblauen Alfa Cabrio düst der Kultregisseur (Daniel Day-Lewis) durch die schönsten Straßen und Plätze von Rom und Umgebung, um der Leere zu entfliehen. Geführt von "seinen" Frauen, die Dreh- und Angelpunkt seines Lebensinhaltes sind und immerfort als Leitfaden und Musen agieren, schöpft (und findet später) der ausgebrannte Künstler all sein künstlerisches Talent wieder, wobei seine in Traumsequenzen auftretende Mutter (die Loren) die Schlüsselfigur seines Lebens ist/war. In der Tiefe seines Herzens erkennt er: Er ist und bleibt der kleine Junge, mit seiner unerschöpflichen -erotischen- Fantasie. All sein REVUE PASSIEREN LASSEN wird (hier, im Film) zur REVUE!

Soweit die Story, die sich nun, geschnürt in ein Musical, ihren filmischen und musikalischen Weg bahnt.
Das alles ist großer Tobak und mit einer tollen Surroundanlage und einem dementsprechenden großen Bildschirm kommt Liveatmosphäre im heimischen Wohnzimmer auf. Aber irgendwie bleibt es, wie der Hauptprotagonist selbst, zerrissen in seiner Darbietung. Ein reibungsloser "08/15-Ablauf" aus Sicht einer filmischen Naht, wirkt für den ein oder anderen Seher ermüdend bzw. evtl. konfus.
Wie in Fellinis Filmen ist also der künstlerische Anspruch hier hoch, aber eben kein -narratives- Hollywood-Erzählkino.
Die Songs (Danial Day-Lewis singt im Musicalstil selbst; mit harten ital. Akzent) sind reine Musicalscores und erscheinen als großes Variete, haben aber oft hier und da keinen einschlägigen Charakter. Die Cruz (oscarnominiert), Kidman, Dench, Hudson, Cotillard und Fergie/Ferguson, die haben alle ihren großen Part und rekeln und tanzen sich perfekt mit all ihrem Können. Das ist GRANDIOS anzusehen(!), wie sich die ganz Großen da austoben dürfen, was ihnen auch sichtlich Spaß bereitet, bleibt aber für den Seher ernüchternd, wenn man am künstlerischen Geschmack von Rob Marshall keinen gefallen findet.

Selbst hin und her gerissen vom 1A-Blu-ray-Bild, sowie dem knackigen DTS-Ton, bleibt bei mir leise Skepsis, da der wirklich große Musical-Kinowurf nicht gelungen scheint. Gegebenenfalls ist beim Zuschauer auch die Tages-/Nachtform entscheidend, verleibt man sich das opulente Spektakel ein.

Voraussetzung fürs Gefallen jedoch: Hier geht es um die "Kunstform Kino"; also kein Musical(film) im üblichen (Hollywood)Stil!

Fazit (für mich): für ein "ital. Thema" fehlte einfach die MEDITERRANE LEICHTIGKEIT der Person(en), denn der Hauptakteur sitzt "nur" in einer Sinnkrise; ihn plagen keine existenziellen Probleme. Die gezeigten Menschen zeigen -durch den amerik. Regisseur- zwar Humor in ihren Situationen (Dench/Day-Lewis; Dialog des Bartes z.B.), der entspringt aber mehr dem angelsächsischen Geist, als dem südländischen Frohsinn.
Nicht auszudenken also, welche urigen und liebenswert kauzigen Gestalten der Film hervorgebracht hätte, wenn z. B. ein Tornatore, der ebenfalls bildgewaltig filmt, diesen Film in und mit seiner Umgebung -durch eben das nationale Temperament der Südländer- irgendwie menschlich passender und daher authentischer interpretiert hätte.

Deshalb nur 3,25 (aber gute) Sterne!
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am 2. April 2012
Ich habe lange überlegen müssen mir diese DVD auf Grund der vielen schlechten Kritiken zu bestellen, aber es dann dennoch gewagt u. wurde nicht enttäuscht, soviel zu erst. Was gefiel mir?

- ein wie immer brillant spielender Daniel Day-Lewis,
- ebenso die fabelhafte, unvergleichbare Judi Dench, die gerade im Kino "the best exotic Merrigold Hotel" glänzt
- aber auch die anderen weiblichen Co-Stars fand ich überzeugend.....die Ansammlung der Diven...
- einfach schön die Kulissen, die Tanzszenen, die Songs, hat mich sofort bewegt den Soundtr. zu kaufen....
- auch das Wiedersehen mit der gealterten u. dennoch bezaubernden Sophie Loren
- die Mittsechziger, Autos, Klamotten u. the italian way of life....

also alles in allem, war ich zufrieden, wurde gut unterhalten...vielleicht nicht der ganz große Hit wie
"Chicago", aber dennoch KEINE Enttäuschung. Ich glaube wer Musical-Filme mag wie Cabaret & Co., dem müßte
"Nine" ebenso gefallen.
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am 22. September 2013
Klar: Man muss so Musical-Filme schon grundsätzlich mögen. Ansonsten kauft man sich "NINE" aber auch nicht, schätze ich. Daniel Day-Lewis verschmilzt einmal mehr mit seinem Charaktär und liefert ein sehr glaubwürdiges Bild dieses ans Ende seiner Kreativität geratenen Regisseurs/Drehbuchautors, der mehr an die Frauen denkt als an die Handlung dazwischen.

Großartige Songs, mitreißende Story dazwischen, A-Klasse-SchauspielerInnen... Von mir alle Sterne!
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am 21. April 2013
...ich hätte nie gedacht dass Daniel Day-Lewis so eine tolle (und so erotische) Stimme hat!

Meiner Meinung nach ist dieser Film sehr "eigen" und Geschmackssache.
Wer etwas locker-fröhliches wie Grease erwartet ist sicher enttäuscht. Der Film hat einen stark melancholischen Beigeschmack,
und zeigt uns viel vom Innenleben der Hauptfigur (Beziehung zur Mutter, Ehefrau und zur Geliebten; Schaffenskrise, Neubeginn...).
Durch den gesamten Film hindurch wird das Innenleben von Guido thematisiert, der sehr egozentrisch ist und mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen hat.
Daniel Day-Lewis spielt den Womanizer grandios. Es fällt schwer, die Augen von ihm abzuwenden und seinem Charme nicht zu erliegen, so sehr geht er
in der Rolle auf.
Der Film ist stark erotisch aufgeladen durch die Präsenz von neun Frauen die Guido fast um den Verstand bringen und am Schluss verliert
er (fast) die Frau die ihm am meisten bedeutet, was er aber sehr spät merkt....

Ein sehr sinnlicher Film bei dem es bis zum Schluss knistert!
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am 31. März 2015
Es wird nicht mein Favorit unter den Musikalfilmen, jedoch ist auch dieser Film ein Hingucker. Alle Damen (von Nicole Kidmann zu Fergie) singen grandios und einzigartig, jede Frau hat ihre eingene kleine Geschichte. Mir hat ein klein wenig der "Knaller" gefehlt, sodass ich nur 3 von 5 Sternen vergebe. Es ist ein künstlerisch angehauchter Film. Aber jedoch kann ich ihn durchaus empfehlen mit einem Gläschen Wein und einem leckeren Snack nebenbei :)
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TOP 1000 REZENSENTam 25. Oktober 2014
Die Wucht der Bilder erschlägt einen. Die schnellen Schnitte tun ihr Übriges dazu.

Dann diese Freizügigkeit, sogar Judi Dench hat ein Riesen- Dekollete.

Die prominente Besetzung ist natürlich ein riesiger Anreiz, zumal sicher viele wissen wollen, ob auch alle Darsteller singen können.

Ich sag es Euch : Sie können es alle.

Gleich die erste Gesangsnummer von Daniel Day-Lewis als Guido Contini erschlägt mich. Er gibt eine Pressekonferenz, die ich schon sehr realistisch fand. Reporter können manchmal so dumme Fragen stellen, und auch nicht alle haben mit dem Film selbst zu tun. Und je mehr man über sein Werk redet, umso mehr tötet man es. Jedenfalls ist Contini dieser Ansicht.

Bevor also die erste großartige Nummer kommt, werden die wichtigen Frauen im Leben des Guido Contini in einer grandiosen Szene eingeführt.

Dann der große Daniel. Gesang mit artistischen Einlagen. Es ist aufregend. Und seine Stimme ist so markant. Ich brauche keinen ausgebildeten Tenor, der mir die perfekten Töne liefert, die ein Musikprofessor ( davon scheint es in diesem Forum ja so eiinige zu geben ) hören möchte. Ich will Gefühle, und zwar echte. Wenn die Stimme wegbricht oder zittert, dann springt der Funke wirklich über, denn so würden zwei von drei Zuschauern sicher auch singen.

Judi Dench ist die mütterliche und weise Kostümbildnerin. Mit ihrer schnoddrigen Art lockert sie den schwer angespannten Guido auf, der an einem großen Film arbeitet, der den Arbeitstitel "Italien" trägt.

Marion Cotillard spielt seine Frau Luisa, die er bei Probeaufnahmen zu einem seiner Filme kennengelernt hat. Seitdem hat sie, wie man auf der Pressekonferenz erfährt, nicht mehr gearbeitet. Sie trägt zwei Songs bei, von denen mich der erste besonders getoucht hat : "My Husband Makes Movies" Dabei friert die Szenerie um sie herum beinahe ein, während sie sich als Einzige durch die Kulissen bewegt, äußerst anmutig eine Treppe hinunter eilt und dabei noch perfekt singt, wie sie es in
"La vie en rose" als Edith Piaf nicht konnte, weil nur die Originalstimme zu hören sein durfte.

Eine große Rivalität ficht sie aus, doch nicht mit der Geliebten ( Penelope Cruz, die auch eine grandios freizügige Nummer darbieten darf ), die ist nur eine von vielen. Nein, der Film ist es, dem Guido's Herz wirklich gehört. Er ist ein Besessener, hat Visionen und eine Muse in Gestalt von Claudia Jenssen ( Nicole Kidman ).

Diese Claudia erleben wir wie eine Göttin, die man wirklich auf einen Sockel stellen und anbeten möchte. Kidman- Fans wissen, was ich meine. Bei "Unusual Way" gehen meine Gefühle mit mir durch. Nicole hat eineStimme zum Verlieben.
Claudia will nicht nur eine Vorstellung im Kopf von Guido sein, sondern auch als Frau wahrgenommen werden. Kann man verstehen,

Die Sängerin Fergie darf die Frau verkörpern, die den kleinen Guido mit Sexualität bekannt gemacht hat. Die Nummer
"Be Italian" ist so temporeich und mitreißend, die sollte man sich nicht entgehen lassen.

Sophia Loren bewegt sich sehr vorsichtig durch die Szenerie, ist mir aufgefallen. Hatte sie Botox genommen ? Ihr Gesicht zeigt kaum Mimik. Aber ihre Auftritte sind wirkungsvoll, wenn sie zunächst mit dem Kind- Guido tanzt, um dann plötzlich den Erwachsenen im Arm zu halten.

Kate Hudson als Modejournalistin hat mir gar nicht gefallen. Und ihre Nummer "Cinema Italiano" war zu gelackt und affektiert, um mich wirklich zu erreichen.

Fazit : Warum einige Kritiker meinten, dem Film fehle es an Herz, kann ich nicht nachvollziehen. Der Film bzw. sein Regisseur Rob Marshall, der hier seinen Erfolg von vor sieben Jahren ( 2002 ) nicht wiederholen konnte, kümmert sich um seine Figuren und führt sie nicht bloß vor. Dazu muss gar nicht endlos über sie geredet werden. Ein bis zwei Musiknummern, einige Bemerkungen reichen schon aus, die Protagonisten kennen zu lernen.
Auch an Highlights fehlt es nicht. Wenn Sophia Loren für Guido singt und mit ihm tanzt, geht das schwer ans Herz. Auch die Kidman mit "Unusual Way" bricht das Eis. Und "Be Italian" ist so rasant, da fliegt einem der Hut weg.

Für Fans von "Chicago" und Nicole Kidman oder einer der anderen Frauen oder Daniel Day-Lewis.
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am 23. September 2010
Italien, Anfang der 1960er Jahre. Guido Contini (Daniel Day-Lewis) ist einer der größten Regisseure des Landes, seine letzten beiden Filme allerdings waren Flops. Umso größer ist der Druck, diesmal wieder alles richtig zu machen, doch während Cast & Crew schon bereit stehen und auf den Drehbeginn warten, hat der "Maestro" noch nicht eine einzige Zeile des Drehbuchs geschrieben...

Auf der Basis von Federico Fellinis halbautographischem Film 8 1/2 wurde in den 1980er Jahren am Broadway das Musical Nine uraufgeführt, das wiederum als Vorlage für Rob Marshalls gleichnamige Filmadaption diente. Marshall, selber Tänzer, Choreograf und seit Chicago oscarverwöhnter Musicalregisseur, kann dabei auf eine Bomben-Cast zurückgreifen, die dem Film seine eigentliche Kraft gibt: allen voran der schlicht umwerfende Daniel Day-Lewis, der den notorischen Frauenhelden und egozentrischen Superstar mit soviel Intensität und Charisma spielt, dass man ihn trotz aller offensichtlichen Fehler & Fehltritte einfach lieben muss. Unter den sieben (!) weiblichen Protagonistinnen sticht neben der wie immer wunderbaren Sophia Loren als Guidos Mutter die ruhig-sympathische Präsenz von Marion Cotillard hervor. Neben den eher aufdringlich angelegten Charakteren von Penélope Cruz, Kate Hudson und Stacy Ferguson und dem größtenteils unnahbaren Superstar-Status von Nicole Kidman alias Claudia, verleiht die Französin Guidos Ehefrau Luisa einen authentisch-unaufgeregten Charme. Mitgezählt und es fehlt noch eine? Richtig: deutlich langweiliger wäre der Streifen ohne Judi Dench gewesen. Als Guidos mütterliche Freundin Lilli bringt sie aufrichtig-abgeklärte Lebensweisheit mit - und hat ganz nebenbei mit ihrer Definition des Regie-Jobs den zweifelsfrei coolsten Quote des an sprachlichen Pointen nicht gerade geizenden Films.

Doch die Schauspieler/innen müssen sich in Nine nicht nur darstellerisch beweisen, es wartete beim Dreh eine für die meisten ganz neue Herausforderung, schließlich ist Nine ein Musical. Von allen in sängerischer wie tänzerischer Hinsicht mit Brillanz gemeistert: die Nummern sind allesamt keine beim ersten Hören bereits infizierenden Ohrwürmer, entfalten im Nachgang aber noch ihre volle Wirkung und werden durch die Bank stimmgewaltig und mit viel Gefühl vorgetragen. Das Duell um den erotischsten Auftritt kann dabei Penélope Cruz für sich entscheiden (ganz knapp vor Stacy Ferguson), deren wochenlanges Üben an der Seilnummer sich zweifelsfrei gelohnt hat.
Wer mit Musicals nichts anfangen kann - Finger weg! Alle anderen dürfen sich auf einen mit viel Liebe zum Detail inszenierten Film freuen, der zu einem Abend voller Gefühle & Dramatik, voll Leidenschaft & Temperament und nicht zuletzt voller Musik verhilft...

Die Bonus-Sektion der DVD ist ausgesprochen großzügig ausgefallen: in ausführlichen Interviews und diversen Featurettes äußern sich Darsteller & Crew allerdings seltener zu interessanten Hintergründen als dazu, wie toll die Zusammenarbeit mit den super Kollegen war ...

Film: 3/5
Ausstattung: 4/5
Gesamt: 3/5
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am 27. Februar 2014
Die Erwartungshaltung war trotz der fantastischen Besetzung niedrig. Beim Abspann aber war die ganze Familie "geflasht". Ein runder, schöner, berührender Film für Menschen, die Filme und das Filme machen lieben. Eine wie immer zauberhafte Marion Cotillard, die einzig wahre Nicole Kidman, eine leidenschaftliche Penelope Cruz, Kate Hudson als (positive) Überraschung, Judy Dench, die große Sophia Loren, Fergie mit einer beeindruckenden Premiere und nicht zuletzt ein absolut überzeugender Daniel Day-Lewis als waschechter Italiener - in einer liebevollen, bildgewaltigen und musikalisch überzeugenden Hommage an Italien. Einfach nur schön!
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am 12. Juli 2010
FILMREZENSION - nicht die BLURAY

Es ist sicherlich viel zu bemängeln an diesem Film, wie sollte jedoch ein Film, mag er auch noch so lose auf Fellini basieren, diesem gerecht werden.
Daniel Day Lewis spielt gewohnt hervorragend auch wenn sein Gesang bestenfalls mittelmässig ist.
Ein Blick auf die Castliste enthüllt im Übrigen einen der grossen Vorzüge des Films: Judy Dench, DDL, Marion Cotillard usw. Die Ästhetik des Films ist dann der zweite grosse Vorzug des Filmes, er ist durchwegs auf hohem Niveau stilisiert. Die gesungenen Lieder sind nach Musicalart einfach gestrickt aber haben doch einen gewissen Charme. Ich halte den Film für sehenswert, wenngleich er kein Meisterwerk ist.
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