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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine gelungene Parabel über den Umgang mit der Trauer
David (Mads Mikkelsen) ist ein gefeierter Maler, der mit seiner attraktiven Frau Maja (Jessica Schwarz) und seiner süßen Tochter Leonie in einer schnieken Jugendstilvilla mit Swimmingpool lebt. Nebenbei hat er nichts besseres zu tun, als die hippe Nachbarin (Heike Makatsch) flachzulegen. Die Ehe ist fast am Ende. David malt seine Frau in unvorteilhaften Posen,...
Vor 14 Monaten von OldboY veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gutes Thema sinnlos verballert ...
... und die Schauspieler auch.
Der Film braucht sich vor Hollywood nicht zu verstecken? Ja, okay, angesichts der vielen Flops, die von dort kommen ...
Für Erstseher dieses Stoffs mag er interessant sein, und manche Logiklöcher fallen nicht mal so auf; der dicke Nachbar, der in beiden Zeiten da ist, und in der Vergangenheit doch schon eine Weile dort...
Vor 9 Monaten von LouZipher veröffentlicht


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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine gelungene Parabel über den Umgang mit der Trauer, 12. Juli 2013
Von 
OldboY - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Tür (DVD)
David (Mads Mikkelsen) ist ein gefeierter Maler, der mit seiner attraktiven Frau Maja (Jessica Schwarz) und seiner süßen Tochter Leonie in einer schnieken Jugendstilvilla mit Swimmingpool lebt. Nebenbei hat er nichts besseres zu tun, als die hippe Nachbarin (Heike Makatsch) flachzulegen. Die Ehe ist fast am Ende. David malt seine Frau in unvorteilhaften Posen, die viel über seine innere Einstellung ihr gegenüber verraten. Man könnte es auch so sagen: Er verhält sich wie ein riesiges Arschloch! Eines Tages fällt seine Tochter beim Schmetterlingefangen in den Pool und ertrinkt. David hätte eigentlich auf sie aufpassen sollen. Er hat es vorgezogen, sich mit der Nachbarin zu vergnügen. David und Maja zerbrechen an den gegenseitigen Vorwürfen und an der Trauer über den Verlust ihrer gemeinsamen Tochter. Es vergehen fünf Jahre in denen David nie wieder richtig auf die Füße gekommen ist. Er ist jetzt an einem Punkt, wo er seinem unerträglichen Dasein ein Ende machen will. Dazu will er sich im Pool ertränken, um seiner Tochter wieder nahe zu sein. Sein Freund Max rettet ihn in letzter Sekunde. Dann findet David einen geheimen Tunnel, mit dessen Hilfe er fünf Jahre zurück in die Vergangenheit reisen kann. Er nutzt die Chance, um seine Fehler wieder gut zu machen, doch es wird sich bald zeigen, dass in der Vergangenheit nicht jeder derjenige ist, der er zu sein vorgibt...

Als ich die DVD in den Player legte waren meine Erwartungen ehrlich gesagt minimal. Es handelt sich um eine deutsche Produktion und unsere Filme sind im Großen und Ganzen nicht gerade für qualitativ hochwertiges Kino bekannt. "Die Tür" war in dieser Hinsicht eine echte Überraschung. Vieles, was den Film gut macht, ist jedoch der schauspielerischen Leistung von Mads Mikkelsen zuzuschreiben, der (wie zu erwarten) eine charakterlich beeindruckend dichte Vorstellung bietet. Die anderen Figuren, allen voran Jessica Schwarz und Heike Makatsch bleiben dagegen blass und oberflächlich. Es werden viele Nachbarn, Freunde un Verwandte in den Film eingeführt, die jedoch nicht mehr als Beiwerk bzw Statisten sind. Die Geschichte selbst ist nichts wirklich neues. Trotzdem ist die Kombination aus Drama und Mystery hier einigermaßen gut gelungen. Gute Filme über die Bewältigung von Trauer über den Verlust eines gelibeten Menschen gibt es viele (allen voran der geniale "21 Grams" von Alejandro Gonzales Innaritu). Dieser Film hingegen verbindet den Schmerz und die Trauer mit einer Fantasiegeschichte, welche, "Alice im Wunderland" und "Pan's Labyrinth" nicht unähnlich, als Parabel für die inneren Abgründe und somit insgesamt als psychologischer Ausweg aus einem menschenunwürdigen Dasein voller Angst und Verzweiflung gelesen werden kann. Der Tunnel in die Vergangenheit ist in Wirklichkeit ein Tunnel in die eigene Seele und eine Form der Vergangenheitsbewältigung, die in der Lage ist, den unaufhörlichen Schmerz etwas zu lindern. Am Ende ist es das, was aus "Die Tür" trotz all seiner Fehler und Schwächen einen durchaus komplexen Film macht, der allemal sehenswert ist.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Damalstür - Begegnung mit sich selbst, 17. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Tür (DVD)
Der Maler David (großartig: Mads Mikkelsen) führt eigentlich ein angenehmes Leben. Nettes Grundstück im Grünen, hübsche Frau und niedliche Tochter. Allerdings scheint die Verbundenheit zu seiner Partnerin (Jessica Schwarz) eher suboptimal zu sein, da er ein Verhältnis zu seiner Nachbarin (Heike Makatsch) pflegt. Während einer seiner Seitensprünge passiert eine alles verändernde Katastrophe, seine kleine Tochter ertrinkt im Swimming Pool.
Fünf Jahre später hat David die furchtbare Tragödie immer noch nicht verarbeitet, im Gegenteil, von Schuldgefühlen geplagt ist sein psychischer Zustand schlimmer als je zuvor. Als er auf dem abendlichen Nachhauseweg im Winter plötzlich einen Schmetterling sieht, folgt er diesem zu einer geheimnisvollen Tür, die ihn geradewegs fünf Jahre zurück in die Vergangenheit zum Zeitpunkt des Unfalls seiner Tochter führt und ihm die Möglichkeit gibt, in das damalige Geschehen einzugreifen und seine Tochter zu retten. Doch sind damit alle Probleme gelöst?
Ein deutscher Film, der die Themen Zeitreise, Parallelwelt und „Bodysnatching“ aufgreift macht erst einmal skeptisch. Viel zu oft ist man von deutschen Produktionen, die sich an internationalem Genre-Kino versucht haben, enttäuscht worden. Deutsche Filmemacher tun sich schwer, mit europäischen Regiearbeiten aus z.B. Frankreich, Dänemark oder Schweden mitzuhalten.
„Die Tür“ von Anno Saul ist eine höchst erfreuliche Ausnahme. Der Film ist souverän, niveauvoll, spannend und toll besetzt und somit ein Beispiel dafür, wie deutsches Kino aussehen kann ohne peinlich und aufgesetzt zu wirken. Ein interessantes Drehbuch, ein ausdrucksstarkes Schauspielensemble, ein perfekter und ungewöhnlicher Soundtrack sowie ein Ende, welches einen noch über den Abspann hinaus beschäftigt, stellen ein fast perfektes Filmerlebnis dar. Lediglich einige Ungereimtheiten in der Story selbst könnte man dem Film ankreiden, doch das wäre kleinlich.
Fazit: Beindruckendes, rundum gelungenes Genrekino aus deutschen Landen, basierend auf der Romanvorlage „Die Damalstür“ von Akif Pirinçci. Schön, dass es so etwas hochklassiges auch bei uns immer mal wieder (leider viel zu selten) gibt.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerwartet spannendes und wendungsreiches magisches Drama ohne Vorhersehbarkeiten, 12. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Tür (DVD)
Rezension enthält keine Angaben zum Medium! Spoilerfrei!

DIE TÜR ist ein deutscher Spielfilm des Regisseurs Anno Saul aus dem Jahr 2009. Die Vorlage für den Stoff - der Roman "Die Damalstür" von Akif Pirincci - ist mir nicht bekannt. Lt. Wikipedia ist das Drehbuch zu DIE TÜR nur lose an die Romanvorlage angelehnt. Doch ich möchte unbedingt behaupten, dass Anno Saul mit DIE TÜR ein tolles Werk gelungen ist, das mich auf’s Höchste überrascht und gefesselt und rettungslos in seinen Bann gezogen hat.

Der Zuschauer ist gut beraten, wenn er sich im Vorfeld so wenig wie möglich über den Inhalt des Films informiert. Es sollten einige Eckpunkte genügen: Der Maler David Andernach (Mads Mikkelsen) verliert durch seine eigene Unachtsamkeit seine kleine Tochter Leonie, die im Swimmingpool ertrinkt. Seine Frau Maja (Jessica Schwarz) beendet daraufhin die ohnehin bereits zerrüttete Beziehung zu David. Geplagt von Schuldgefühlen und dem Verlust von Tochter, Frau und auch Profession ist David fünf Jahre nach dem Unglück psychisch und physisch am Ende. Durch die magische Begegnung mit einem Schmetterling mitten im Winter entdeckt David eine verborgene Tür, die ihn in seine Vergangenheit zurückführt und ihm damit die Chance zu einem Neubeginn bietet. Von dem Preis, den er dafür zu zahlen hat, kann David zu diesem Zeitpunkt noch nichts ahnen.

Durch die dichte Atmosphäre und die unvorhersehbaren Wendungen nimmt die Handlung einen ungewöhnlich spannungsgeladenen Verlauf. Die Fiktion bezieht sich nur auf die verborgene Tür, ist eng mit dem gegenwärtigen Handlungsablauf im Film verwoben und wirkt nicht übertrieben, sondern viel eher magisch und erscheint fast schon für jedermann wünschenswert.
Der Zuschauer wird in das Geschehen hinein gezogen und aus dem Spannungsfeld nicht mehr entlassen. Die musikalische Begleitung ist unaufdringlich; die meist sanften und wiederum mystisch anmutenden Klangfarben unterstreichen stimmungsvoll die immerwährende und knisternde Spannung.
Erst ganz zum Schluss ist zu erkennen, wohin der Schmetterling David letztendlich geführt hat.

Warum FSK-16? Der Film enthält sehr wenige, sehr kurze, für manche vielleicht schon zu heftige gewaltsame Szenen, die völlig unvermittelt kommen, und sehr wenige absolut eindeutige, aber durchweg ansprechende erotische Aufnahmen.
Dies sei den Eltern zuliebe erwähnt, die beim nächsten gemeinsamen DVD-Abend mit Jugendlichen (evtl. jünger als 16) nicht überrascht werden möchten.

DIE TÜR ist einer der inzwischen rar gewordenen Filme, die den Zuschauer tief bewegt und nachdenklich zurücklassen. Insgesamt komme ich bezüglich dieser qualitativ hochwertigen und fesselnden Verfilmung nur zu einem Ergebnis:
10 von 10 möglichen Punkten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur empfehlenswert!!!, 24. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Tür (DVD)
Bei diesem Film hat es mir vor allem die Original-Tonversion angetan. Mads Mikkelsen spricht trotz der weniger Deutschkenntnisse sehr klar und verständlich und liefert eine wahnsinnig ergreifende Leistung ab. ABSOLUTE FILM EMPFEHLUNG!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gutes Thema sinnlos verballert ..., 21. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Tür (DVD)
... und die Schauspieler auch.
Der Film braucht sich vor Hollywood nicht zu verstecken? Ja, okay, angesichts der vielen Flops, die von dort kommen ...
Für Erstseher dieses Stoffs mag er interessant sein, und manche Logiklöcher fallen nicht mal so auf; der dicke Nachbar, der in beiden Zeiten da ist, und in der Vergangenheit doch schon eine Weile dort lebt ... das Kind, daß seinen älteren Vater "durchschaut" ... und die Verschwörung, die sich nach und nach entpuppt.
Daß jemand es vorgezogen haben könnte, in die Zukunft zu gehen, davon war überhaupt keine Rede - dafür endet der Film in einer mehr oder weniger billigen Weise.
Und zwischendurch? Etwas lahm, zu lahm für eine Wiederholung, nicht lahm genug für den Erstseher, unbedingt abzubrechen. Der Schlenker mit dem mordenden Nachbarn und der Verschwörung dann war etwas zu dick.
Mads Mikkelsen - keine Ahnung, ob er nur gehypt wird oder wirklich der supertolle Schauspieler ist, für den man ihn momentan erklärt - wenn letzteres der Fall ist, hat er sich für den Film auch etwas verschenkt.
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, tiefgründig.....sehenswert!, 14. Januar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Tür (DVD)
"Die Tür" von Anno Saul, welcher im letzten Jahr auch so einige auf dem Filmfest überraschte, gehört für mich zu einem eindeutigen Highlight bei der Releaseflut Anfang des neuen Jahres. Und das aufgrund der erzählten Geschichte, bei der viel Fantasie und Mut zu unkonventionellen Gedankengängen von Nöten waren, der filmischen Umsetzung des Scripts und des Drehbuches und der schauspielerischen Klasse nahezu aller Beteiligten. Das Mads Mikkelsen ein begnadeter Schauspieler ist und nachwievor zur obersten Garde der skandinavischen (Charakter-) Darsteller gehört, hat er in den letzten Jahren mehrfach eindrucksvoll bewiesen. Jessica Schwarz überraschte mich jedoch gewaltig. Ich konnte mich nicht wirklich an auch nur einen Film erinnern, in dem sie zuvor mitwirkte, mit "Die Tür" hat sie es allerdings geschafft, dass mir ihr Name im Gedächtnis bleibt, denn die Rolle der mißtrauischen, hoffenden und verzweifelten Ehefrau spielt sie unglaublich realistisch und ausdrucksstark.

David - Maler und Lebemann - betrügt seine Ehefrau, während ein Unfall und der daraus resultierende Tod seiner Tochter seinen Anfang nimmt. Seine bereits erkaltete und rein funktional zu nennende Ehe zerbricht aufgrund von Schuldzuweisungen schlußendlich vollkommen und David verliert sich 5 Jahre lang in Selbstmitleid und Selbstmordabsichten. Doch eines Tages weist ihm ein Schmetterling den Weg zu einer verborgenen Tür, auf deren anderen Seite die gespiegelte Welt existiert und zwar 5 Jahren in der Vergangenheit. David betritt die andere Seite, die Kopie seines eigenen Lebens exakt zu dem Zeitpunkt, als er den Weg zu seiner Liason beschreitet, kurz vor dem tödlichen Unfall der Tochter. Dieses geschieht in der beobachteten Rolle, denn in der neuen Realität gibt es David zweimal. Einmal als den "alten David" vor 5 Jahren und als den "neuen David", der die "Parallelwelt", quasi zurück in die Vergangenheit betritt......und genau hier liegt dann das Problem!

Anno Saul, der mir vorher eher durch "Popcorn-Filme" auffiel, gelang mit "Die Tür" ein ganz großer Wurf, der international zu überzeugen wusste. Die Wahl, Mads Mikkelsen für eine der Hauptrollen einzusetzen, erweist sich als kalkulierter Glücksgriff. Denn Mikkelsen verkörpert nicht nur die Rolle des skandinavischen Ausnahmetalents, sondern auch die, des europäischen Kinos, beeinflusst durch den Versuch Situation authentisch und realistisch darzustellen, beeinflusst durch Dogma und den Verzicht auf schnelle Schnitte und lieblos inszenierte Belanglosigkeiten. "Die Tür" erzählt eine vielleicht nicht ganz neue, in ihrer Aufarbeitung und Betrachtungsweise jedoch einmalige Geschichte, die ich irgendwo zwischen Drama, Mystery und Thriller einordnen würde. Die Grundüberlegung erweist sich in Bezug auf das Vorhandensein einer naheliegenden philosophische Idee zudem, dem Fim auch dann eine Chance zu geben, wenn einem der Genre-Cocktail prinzipiell missfällt. Denn was würde es bedeuten, wenn es die individuelle Existenz plastisch und psychologisch zweimal geben würde, wenn es einen Weg geben könnte, falsche Entscheidungen und Handlungsweisen nachträglich zu verändern und somit eine neue Realität zu schaffen.

Spannender und gesitreicher Film. Aufmachung der DVD ist schlicht, aber ausreichend. Neben dem Film gibt es eine Menge aufschlussreicher Interviews und geschnittene und nicht verwendete Szenen.
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19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenn im Unlogischen Unlogik keimt ..., 6. April 2011
Von 
W. Walz "RW" (Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Tür [Blu-ray] (Blu-ray)
Achtung, Spoilerrezi!

Mein Empfinden auf diesen -mit äußerster Spannung erwartenden- Film ist ambivalent.
Klar, muss man sich auf den Fantasieplot von vornherein einlassen, denn ein Realitätsfanatiker vergibt wohl nach den ersten fünf Minuten den Amazon-Todesstern, wenn Bondbösewicht Mikkelsen die Parallelwelt erklimmt, seinem "Double" gegenübersteht.
Ergo: Der Zuschauer sollte schon gefallen, oder zumindest faires Verständnis, an dieser Art Geschichte finden (ähnlich wie bei Bullocks "Das Haus am See" oder "Die Vorahnung"), bevor er die Playtaste drückt.
Die allesamt deutschen Darsteller sind durch die Bank gut gecastet, glänzen aber nicht wirklich. Ausnahme, und allen voran mit seiner Internationalität und geschlagen Professionalität, natürlich dieser (synchronisierte) Däne, der mit seinem Schauspielstil (spielt ähnlich bravourös den zurückhaltenden Charakter wie in "Nach der Hochzeit") die ganze Story mehr als stützt.
Das "Kammerspiel" funktionierte daher bei mir auch bestens, bis zum zweiten "Mord", an meinem Liebling Tim Seyfi (Kadir in "Zeit der Wünsche"). Ab da herrschte der ein oder andere Logikbruch, was dem erzähltem Drama -bei mir- Abbruch tat. Z.B. der Nachbar: lebt er in der Paralellwelt von Sportwetten, ist aber auch in der "realen" Welt, als meckernder Nachbar, zu sehen. Pendelt er in den Welten? Wenn ja, warum? Auch verrät David Max, dass er -in der Parallelwelt- erfolgreich und Vater wird, doch würde dann die Zukunft durch den Eingriff nicht anders laufen? Leben allesamt die "doppelten Personen" ja in zwei nebenherlaufenden Welten und nicht in einer Zeitreise, wie beispielsweise in "Zurück in die Zukunft". Also, würden in diesen Parallelwelten zwar die Doppelgänger existieren, aber doch vollkommen andere Karrieren/Paarbildungen usw. mit sich bringen.
Das dies so ist, zeigt der Film ja am Mord des eigenen Doubles. In einer Zeitreise könnte man den "halbes Jahr vorherlebenden" Zwilling nicht töten, man würde sich ja selbst töten (ähnlich wie in "Zurück in die Zukunft", wenn die abgebildeten Personen auf den Bildern verschwinden).
Ergo: zeigt der Film eine Parallelwelt mit Doppelgänger, die aber mit Bestimmtheit andere Lebensläufe hätten.

Würde die Story einem also nicht diese gezeigte Welt real verkaufen wollen, wäre es z.B. schlussendlich nur ein Traum von Hauptprotagonisten gewesen, wäre die ernst gemeinte (Film)Geschichte -für mich jedenfalls- logisch erklärbar und täte so der eigentliche Aussage des Films, die über Schuld und Sühne handelt, keinen Abbruch; würde mich dramaturgisch mehr fesseln. Das hätte mir weitaus besser gefallen! Aber ..., hätte, wäre, wenn, .... die Geschichte ist nun mal so verfilmt worden und den Roman kenne ich nicht.
Wie gesagt, der ganze Film zeigt Unlogisches, was ich aber wiederum bei der Art Unterhaltung nicht abwegig finde. Sollte aber wenigsten in diesem "abwegigen Filmuniversum" immer eine gewisse Logik, oder wie es George Lucas bezeichnet: eine "physikalische Gesetzmäßigkeit" herrschen, die die Menschen auch in der erzählten Geschichte nicht umgehen können und so, bei aller Abwegigkeit einen realen Bezugspunkt bieten.
Die zuspitzende, konfuse Story verhedderte sich daher zum Ende hin zusehends in ihrer eigenen Dramaturgie, die sie auf unsere reale Welt als Gleichnis werfen will. Dieser Abgleich, zum realen Leben, konnte die Regie -oder der Schreiber- eben nicht perfekt umsetzen und "Die Tür" glitt daher zusehends aus den Angeln.

Alles in allem aber trotzdem ein sehenswertes Stück Kino aus der deutschen Filmküche, mit einem glänzendem -aber diesmal nicht einäugigspielenden- Mads Mikkelsen, der sich durch sein internationales (Bond)Image bisher nicht festnageln lässt und so immer wieder in künstlerisch lohnenswerten Rollen, und "Kleinproduktionen" wie "Adams Äpfel", sein Bestes gibt. Bravo!, denn dies sind die eigentlichen Superstars der Kunstform Kino!

3,5 Sterne
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungenes deutsches Genre-Kino. Absolut sehenswert!, 4. Februar 2011
Von 
Sebastian Janeck "sebastian2103" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Tür (DVD)
Absolut gelungenes deutsches Genre-Kino. Ja, genau so kann man diese exzellente Umsetzung des Bestsellers "Die Damalstür" von Akif Pirincci bezeichnen.

Die Inszenierung des Regisseurs Anno Saul ist eine wahre Sensation. Dank starken Bildern, tollem Soundtrack und einem grandiosen Schauspielerensemble gelingt Anno Saul ein nachdenklicher und aufrüttelnder Mystery-Thriller auch mit Einflüssen sowohl eines Dramas, als auch mit einigen sehr makaberen, humorvollen Inspirationen.

Bis auf den dänischen Hauptdarsteller Mads Mikkelsen hat sich ein rein deutscher Cast um Anno Saul versammelt. Mads Mikkelsen brilliert in der Hauptrolle als eines einst erfolgreichen Malers, David Andernach. David zeigt sich anfangs als schuldgeplagtes Wrack, der mehr als einen großen Fehler in seinem Leben teuer bezahlen musste. In der zweiten Hälfte des Films erkennt man in ihm allerdings auch einen reifen Mann, der seine zweite Chance ergreifen will, aber immer mehr dafür zahlen muss. Seine Frau Maja spielt überragend Jessica Schwarz. Maja kann David seine ständigen Fehltritte und den Verlust ihrer Tochter nicht verzeihen. Sie wendet sich ab, um David dann doch in der zweiten Hälfte des Films folgen, eine zweite Chance ergreifen zu wollen, dies aber auch teuer bezahlen muss. Fast gibt es kein Entrinnen mehr. Besonders hervorheben muss man auch Thomas Thieme als Siggi Butschma, einem Nachbarn. Hierzu bleibt nur zu sagen, seine schauspielerische Leistung ist durchweg grandios. Auch kleinere Nebenrollen wurden mit tollen Darstellern, u. a. mit Heike Makatsch als Gia, die Nachbarin, Davids Geliebte und Mitverursacherin des Unglücks, besetzt.

Diese tolle Darstellerriege spielt sich im Laufe des Films in einen wahren Rausch.

Ich denke, diese Handlung, dieser Film funktioniert so unwahrscheinlich gut, da dies jedem von uns so oder so ähnlich gehen könnte. Der Film ist deshalb so realistisch, da es im Laufe eines Lebens viele Situationen gibt, in denen man denkt, ich hätte jetzt so gerne diese zweite Chance. Jeder Mensch macht einmal einen Fehler den er gern wieder rückgängig machen würde. Egal ob groß oder klein. Jeder wünscht sich deshalb auch mal wieder in die Vergangenheit zurück um diese Situation anders meistern zu können. Genau diese Thematik greift dieser Film auf. Er ist fesselnd von der ersten bis zur letzten Sekunde, spannend, aufrüttelnd. Einfach ein richtig toll gemachter Film.

Zur Handlung:

Der Maler David Andernach befindet sich auf der Höhe seines Erfolgs, als ein tragisches Unglück alles verändert. Während er seine schöne Nachbarin Gia, mit der er eine Affäre hat, besucht, ertrinkt seine Tochter Leonie im Pool seines Hauses. Von Schuldgefühlen geplagt, bekommt David sein Leben nicht mehr in den Griff, zumal seine Frau Maja ihm nicht verzeihen kann. Sein Leben scheint zu Ende, als David unerwartet eine verborgene Tür in die Vergangenheit entdeckt...

Die DVD enthält auch einiges tolles Bonusmaterial. Enthalten sind u. a. zwei Audiokommentare, ein umfangreiches Making of, nicht verwendete Szenen, verschiedenste Interviews und, als besonderes Highlight, die Filmfassung mit dem unsynchronisierten Mads Mikkelsen. Zudem liegt der DVD ein Wendecover bei.

Die blu ray erhält man mit einem gestochen scharfen Bild. Vor allem die Szenen auf der Straße, im Garten, mit den verschiedensten Lichteinstrahlungen und den Farbgebungen der Landschaft kommen hier äußerst gut zur Geltung. Auch der blu ray liegt ein Wendecover bei.

Fazit:

Ein grandioser, nachdenklich stimmender Mystery-Thriller aus deutschen Landen. Unbedingt empfehlenswert!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender und durchaus empfehlenswerter Film, 5. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Tür (DVD)
Anfangs war ich dem Film gegenüber sehr skeptisch. Ein Mann betrügt seine Frau, und verschuldet den Tod seiner Tochter. Einige Jahre später findet er eine "Tür" (eigentlich ist es eher ein Tunnel), und reist durch diesen 5 Jahre in die Vergangenheit um die Fehler, die er damals begangen hatte, zu korrigieren. Es beginnt folglich als absolut ausgeleierte Story, die man so sicher schon an die 100 mal gesehen oder gelesen hat. Auch fand ich es etwas merkwürdig auf welche Art und Weise das kleine Mädchen ertrunken ist. Zwar ist sie erst 7 Jahre alt, aber dennoch könnte man auch in diesem Alter sicherlich schon auf die Idee kommen, dass man die Schuhe abstreifen müsste um nicht zu ertrinken.

Jedoch entwickelt sich die Geschichte relativ schnell zu einem fesselnden und atemberaubenden Thriller, der mich ein ganz ganz klein wenig auch an Butterlfy Effect erinnerte.
Ich will die nachfolgende Handlung gar nicht vorwegnehmen. Ich kann den Film lediglich allen ans Herz legen die mal wieder Lust auf einen guten, spannenden "Nicht-Hollywood"-Film haben. Nicht zuletzt Mads Mikkelsen sorgt durch die Art und Weise wie er seine Rolle spielt für 100 tolle Filmminuten.
Viel Spaß ;)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Story mit Potential, 23. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Tür (DVD)
Ich schließe mich der durchwegs positiven Meinung in diesem Forum an: die Story ist spannend, überwiegend glaubwürdig gespielt von großartigen Haupt- und Nebendarstellern und in stimmigen Bildern in Szene gesetzt. Dieser deutsche Film braucht sich vor Hollywood nicht zu verstecken - im Gegenteil: er ist besser als die von dort stammende Durchschnittsware und bestätigt für mich: die besten Thriller kommen aus Europa!

Die Story birgt allerdings so viel Potential in sich, dass ich mir gewünscht hätte, man hätte gleich eine Mystery-Serie daraus gemacht: etliche Handlungsstränge, die in diesem Film ncht weitergeführt werden konnten, hätten dann verfolgt werden können: etwa, was passiert mit Max in der "späteren" Zeitebene, nachdem er in der "früheren" stirbt? Oder: offenbar ist die Polizei bereits "infiltriert" - wer stammt noch aus der "späteren" Zeitebene? Was ist der Grund für diesen Tunnel, durch den man fünf Jahre in der Zeit zurück gehen kann?

Daneben bietet die Idee dieses offenbar bereits seit längerer Zeit bestehenden Tunnels viele Möglichkeiten für weitere interessante Handlungsstränge rund um die bereits eingeführten Akteure.

Damit hätte man auch das nicht allzu kreative Ende dieses Films anders gestalten können. Gerade hier zeigt sich nämlich die einzige Schwäche des Films: die vielversprechende Story mußte viel zu früh beendet werden. Dass die ältere Maya, als sie es durch ein Wunder geschafft hat, ihre seit fünf Jahren tote Tochter wieder lebend in den Armen zu halten, Leonie an die jüngere Maya zurück gibt, ist für mich einfach nicht stimmig. Noch dazu, wenn der ältere David die Chance hat, mit Leonie zusammen zu leben, obwohl gerade er aus ihrer (späteren) Sicht für den Tod von Leonie verantwortlich ist. Hier hätte man mit der älteren Maya eine Figur schaffen können, die nach Jahren der Verbitterung und Trauer weiter um ihr Kind kämpft. Auch der unangenehme Nachbar hätte einen großartigen Charakter in einer Serie ergeben.

So bleibt uns halt ein wirklich guter Film, den ich sicher lange im Gedächtnis behalten werde. Freunden des anspruchsvollen Mystery und Horror-Kinos sei er jedenfalls wärmstens empfohlen!
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Die Tür
Die Tür von Anno Saul (DVD - 2011)
EUR 7,99
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