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5.0 von 5 Sternen "Watson, what have you done?"
Seit dem Erscheinen des Blockbusters "Sherlock Holmes" bin ich ein großer Bewunderer Robert Downey Jr.'s, seiner Persönlichkeit und schauspielerischen Arbeit geworden. Zuvor war ich jedoch erst einmal gespannt ob es RDJ und Guy Ritchie mit ihrer Interpretation gelingt der aus den beliebten Roman-Vorlagen Sir Arthur Conan Doyle's, welche ich allesamt gelesen...
Veröffentlicht am 3. März 2012 von rdj4ever

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen So what, Watson
Man soll ja stets das Gute zuerst nennen: die Ausstattng dieses Films ist wirklich exquisit. Da haben sich sehr viele Leute sehr viel Mühe gegeben, ein viktorianisches London zu entwerfen, dessen dunkle Gassen und durchweg zwielichtigen Gestalten einen wahlweise an Jack the Ripper denken lassen oder an Lord Voldemort. Und die action-Szenen, die sind auch...
Veröffentlicht am 10. Juli 2012 von Marybeth


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Watson, what have you done?", 3. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes [Blu-ray] (Blu-ray)
Seit dem Erscheinen des Blockbusters "Sherlock Holmes" bin ich ein großer Bewunderer Robert Downey Jr.'s, seiner Persönlichkeit und schauspielerischen Arbeit geworden. Zuvor war ich jedoch erst einmal gespannt ob es RDJ und Guy Ritchie mit ihrer Interpretation gelingt der aus den beliebten Roman-Vorlagen Sir Arthur Conan Doyle's, welche ich allesamt gelesen habe, bekannten Figur Sherlock Holmes wieder zu neuem Leben zu verhelfen. Im Vornherein: es ist ihnen gelungen.

Die Handlung des Films beginnt im Jahr 1891 mit einer Opfermesse, bei der Sherlock Holmes und Dr. John Watson gerade noch rechtzeitig dem seltsamen Lord Blackwood das Handwerk legen und den Mord an einer jungen Frau verhindern können. Vor seiner Hinrichtung kündigt Blackwood, bei einem Gefängnisbesuch von Holmes, an er würde nach seinem Tod wieder auferstehen und weitere Morde begehen. Tatsächlich wird nach der Beerdigung, der totgeglaubte Lord wandelnd auf dem Friedhof gesichtet. Holmes untersucht das aufgebrochene Grab und entdeckt in dem Sarg die Leiche eines anderen Mannes, die des kleinwüchsigen, rothaarigen Wissenschaftlers Reardon. Kurz darauf finden wie von Blackwood vorhergesagt einige Morde unter mysteriösen Umständen statt. Lord Blackwood scheint laut Scotland Yard und dessen Inspector Lestrade mit der Dunklen Magie in Verbindung zu stehen, Holmes jedoch vermutet hinter den Taten lediglich faule Zaubertricks und beginnt eine Verschwörung gegen das Englische Parlament aufzudecken.

Regiesseur Guy Ritchie setzt das Drehbuch großartig um, jede Einstellung überzeugt mit toller Kameraführung, detailverliebten sowie opulenten Locations u. a. an Originalschauplätzen, perfektem Timing und filmischen Innovationen. Vor allem die Actionszenen wurden mit Hingabe insziniert und die aufgebaute dreckige Atmosphäre des viktorianischen Londons mit verspielten Details zieht den Zuschauer direkt ins 19. Jahrhundert.
Die Story des ersten Hollywood-Falls ist sehr wendungsreich, packend und durch die mystischen Morde auch spannend. Der Zuschauer wird angeregt mitzudenken und den Fall nach und nach zu lösen. Die Aufklärung ist im Finale durch Rückblenden und Holmes' logische Folgerungen durchdacht inszeniert.
Obwohl es sich bei "Sherlock Holmes" um ein Pastiche, das heißt eine Fortsetzung bzw. Erweiterung der Original-Geschichten, handelt gehen die Macher des Films während der Handlung auf viele Punkte der Erzählungen Sir Arthur Conan Doyle's ein wie die Drogenabhängigkeit Holmes' oder die unterschwellige Vermutung einer Beziehung zwischen den Ermittlern. Diese Andeutung wird jedoch durch die Liebe beider Männer zu Frauen in Grenzen gehalten, so wie es Conan Doyle's Werke vorgeben. Selbst konkrete Textzeilen oder Tatsachen wurden aus einzelnen Geschichten, wie "Ein Skandal in Böhmen" ("A Scandal in Bohemia"), "Der Mazarin-Stein" ("The Adventure of the Mazarin Stone") und "Das Zeichen der Vier" ("The Sign of the Four"), entnommen.
In dieser Holmes-Variante stechen besonders die bereits genannten Actionsequenzen hervor. Noch nie habe ich Actionszenen mit so viel Freude gesehen, ob die innovative Holmes-a-Vision z. B. beim dreckigen Box-Kampf, die verschiedenen Morde oder auch große Szenen wie die Schiffswerft, die Explosionen am Dock oder natürlich der Showdown auf der Tower Bridge: allesamt grandios in Szene gesetzt. Der Grad an Action ist dabei sehr angenehm und wirkt nie übertrieben. Das erlebt man heutzutage bei großen Produktionen nur selten.
Zu erwähnen ist noch die wichtige Rolle der CGI-Effekte in diesem Film. Wären die Effekte nicht, wäre die "Sherlock Holmes"-Reihe definitiv nicht was sie ist. Sie lassen den Blockbuster cool, stylisch sowie monumental wirken und passen sehr gut in die dreckige London-Atmosphäre bzw. erzeugen diese hauptsächlich. Untermalt werden die Szenen von einem perfekt zur Handlung abgestimmten Soundtrack des Hollywood-Meisters Hans Zimmer. Der Score ist eine dringende Kaufempfehlung für alle "Sherlock Holmes"-Fans.
Um sich bestmöglich in die damalige Zeit versetzt zu fühlen verwenden alle Darsteller erfreulicherweiße allesamt stets eine zeitgemäße Sprache, welche jedoch niemals aufgesetzt wirkt.
Die überzeugendste Arbeit unter den Schauspielern liefern zweifellos die beiden Hauptdarsteller Robert Downey Jr. und Jude Law ab. Ob Streitigkeiten, kleine humorvolle Neckereien oder tiefe Freundschaft. Vor allem die Wortgefechte zwischen ihren Rollenparts Sherlock Holmes und Dr. John Watson verleihen dem Film seine Leichtigkeit und den unverwechselbaren Charme. Sicherlich trägt auch die im wahren Leben vorhandene Freundschaft der beiden Schauspieler dazu bei, dass diese die Verbindung der beiden Ermittler derart glaubwürdig und begeistert darstellen können. Robert Downey Jr., der sich hier aus meiner Sicht seiner bisher besten Rolle annimmt, mimt den smarten, verstörten, drogenabhängigen und verkleidungsfreudigen Detektiv sehr überzeugend und mit seiner erfrischenden Art gelingt es ihm Holmes in das 21. Jahrhundert zu bringen. Jude Law stellt Holmes' Kollegen nicht mehr als alten, etwas fülligen Rentner dar sondern als Kollege auf Augenhöhe, der auch durchaus, wenn es die Situation fordert, kräftig zuschlagen kann. Desweiteren überzeugen Rachel McAdams als intrigante Irene Adler und Mark Strong als Holmes' Gegenspieler Lord Blackwood. Weitere Rollen sind mit Eddie Marsan als Inspector Lestrade, Kelly Reilly als Watson's Verlobte Mary Morstan, Hans Matheson als Lord Coward, Geraldine James als Mrs. Hudson, James Fox als Sir Thomas und William Hope als Amerikanischer Botschafter John Standish, bestens besetzt. Besonders gelungen finde ich die Hommage an den legendären "James Bond"-Gegner Beißer in Form des Hühnen Dredger gespielt von Robert Mailett sowie den Cameo von Guy Ritchie's Sohn Rafael Ritchie. Auch die geheimnissvolle Einführung von Professor Moriarty zu dem keine genaueren Cast-Informationen vorhanden sind und dessen großer Auftritt erst in Teil 2 stattfindet, wird geschickt in Szene gesetzt.

"Sherlock Holmes" war eine der größten Überraschungen des Kinojahrs 2009. Mit einer weltweiten Box Office von $524,028,679 bei einem Budget von $90 Mio. konnte Warner Bros einen wahren Erfolg landen. In den USA wurden gute $209,028,679 eingenommen, auf dem Rest der Welt sogar beeindruckende $315,000,000.
Mit einem Einspiel von $24,608,941 am 25.12.2009, dem Release Date des Films in den USA, stellte der Detektiv gleich zwei neue Rekorde als Film mit den höchsten Tageseinnahmen, dessen Opening am Christmas Day war, sowie als Film mit den höchsten Tageseinnahmen am Christmas Day überhaupt auf.
Interessanterweise konnte an diesem Tag somit sogar der am 18. Dezember 2009 frisch angelaufene "Avatar" geschlagen werden.
Auch mit Auszeichnungen wurde Guy Ritchie's Werk reich belohnt.
So gewann Robert Downey Jr. 2010 für seine Rolle den Golden Globe in der Kategorie "Best Actor - Motion Picture Musical or Comedy ". Desweiteren erhielt man einen Empire Award ("Best Thriller"), zwei Oscar-Nominierungen ("Best Original Score" und "Best Art Direction"), eine Nominierung bei der Broadcast Film Critics Association ("Best Score") und zwei Nominierungen bei den Vits Awards ("Best Music" und "Best Effects").
Eine Forsetzung war aus ersichtlichen Gründen schnell beschlossene Sache und erschien im Dezember 2011 unter dem Titel "Sherlock Holmes: A Game Of Shadows" (, in Deutschland: "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten").

Die Blu-ray Disc ist durchweg zu loben, das Bild ist scharf und der Ton erklingt klar. Die Extras enthalten einige interessante Dokumentationen sowie einen Maximum Movie Mode mit Guy Ritchie und runden den Filmspaß perfekt ab. Zusätzlich ist eine Digital Copy des Films enthalten.

Bewertung:
Film:
Story: 4/5 Sterne
Schauspieler/Regie/Soundtrack: 5/5 Sterne
Humor: 3/5 Sterne
Action: 3/5 Sterne
Spannung: 3/5 Sterne
Gefühl: 1/5 Sterne
Anspruch: 1/5 Sterne
Effekte: 3/5 Sterne
Blu-ray Disc:
Bild/Ton: 5/5 Sterne
Extras/Menü/Cover: 5/5 Sterne
Gesamt: 5/5 Sterne

Fazit: Robert Downey Jr. zeigt in diesem unterhaltsamen Krimipuzzle sein ganzes Können und entstaubt den Literatur-Klassiker mit Humor, Hirn und Muskeln ohne die Vorlage zu entwürdigen. In "Sherlock Holmes" sieht man RDJ in seiner besten Hollywood-Rolle, Fans des ersten Teils sollten sich die Sequels keinesfalls entgehen lassen.

Vielen Dank für das Lesen meiner Rezension.
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102 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Innovativ und unterhaltsam (DVD), 5. November 2010
Von 
N. I. Body - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes (DVD)
Sollten Sie auf eine 1:1 Verfilmung irgendwelcher S.H. Romane hoffen, werden Sie enttäuscht sein. Aus der Sicht von Hardcore-Sherlock Holmes Fans sollte der Film dazu führen, dass sich Sir Arthur Conan Doyle im Grabe dreht.

Ich werde kurz darlegen, weshalb ich diesen Guy Ritchie Film dennoch sehr gelungen fand.

1. Das Setting:
London wird als die stinkende, dreckige Kloake dargestellt, die es damals auch tatsächlich war. Der Film führt bis in die finstersten Winkel der Stadt und die gebotenen Bilder wirken sehr überzeugend. Ich fand die Inszenierung des historischen London als eine der besten, die ich bisher in einem Film gesehen habe. Auch die Hauptdarsteller wirken nicht künstlich und wie aus dem Ei gepellt sondern haben teilweise dreckige Hände, abgewetzte Kleidung, fettige Haare usw. In den Räumen stehen abgenutzte Gegenstände, an den Wänden blättert die Farbe, usw. Der Film wirkt zu keinem Zeitpunkt wie eine sterile Hollywood-Heile-Welt Produktion.

2. Die Schauspieler:
Robert Downey Junior verkörpert als S.H. gekonnt eine Person, die zwischen Genie und Wahnsinn hin- und hergerissen und auch dem Mißbrauch verschiedener Substanzen nicht abgeneigt ist. Jede Szene mit ihm ist interessant und unterhaltsam (z.B. sein "wissenschaftliches" Experiment mit den Fliegen oder jenes mit der Schußwaffe in der abgedunkelten Wohnung).
Auch Jude Law spielt als Dr. Watson sehr überzeugend. Die beiden sind das unterhaltsamste und eigenartigste Film-Duo seit langem. Keiner der beiden wirkt wie eine Figur von der Stange. Die Dialoge und Interaktionen der beiden sind permanent witzig ("Holmes, was Sie da trinken wird üblicherweise bei Augenoperationen verwendet")

3. Die Story:
Die Story ist spannend und in sich abgeschlossen. Es stellt sich die Frage, ob der Oberbösewicht tatsächlich übernatürliche Fähigkeiten hat. Am Ende wird dem Zuschauer auch Schritt für Schritt die Auflösung unter die Nase gerieben. Grob unlogische/störende Dinge sind mir jedenfalls nicht aufgefallen.

4. Die Actionszenen:
Schon die Schlägerei in den Docks, samt Versenkung eines Schiffes und der an der Kette herumfliegende tonnenschwere Anker, bleiben einem länger in Erinnerung. Aber auch die Szenen in der Fabrik, wo tote Schweine abgebrannt und halbiert werden, ist bemerkenswert.

5. Einziges Minus:
Leider enthält der Film zu viele unnötige Kampfsporteinlagen. S.H. wird wenig überzeugend als perfekter Martial-Arts Spezialist inszeniert. Die 2-3 sehr übertriebenen Kampfszenen hätte man sich sparen können.

6. Bild und Tonqualität (DD 5.1) der DVD sind OK. Ich würde aber die BluRay-Version wegen den vielen, dreckigen, kleinen optischen Details bevorzugen.

Fazit: Der Film macht Lust auf mehr.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kling, klang, klang..., 2. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes (DVD)
Sherlock Holmes ist einer meiner "all-time-favorites" und ich kann eigentlich jedem nur empfehlen, die Geschichten mal im Original zu lesen. Denn was in vielen Verfilmungen zu kurz kommt, ist Doyles Humor, der sich in oft absurden Situationen und dem Schlagabtausch zwischen Holmes und Watson zeigt (genial imitiert in Dr. House mit Wilson).
So gesehen fand ich als "alter Holmes-Fan", dass der Film trotz der nur vage an den Vorlagen angelehnten Handlung dem Geist der Originalgeschichten durchaus in Vielem nahe kommt. Als die Holmes-Geschichten zu ersten Mal erschienen, waren sie "Kult", sie waren "Pop", sie waren "hip". In den USA habe ich oft gelesen, wie die CSI-Serien und deren Mega-Erfolg mit dem damaligen Holmes-Hype verglichen werden. Dass passt schon.
Guy Ritchie hat nun zum Glück nicht den Fehler gemacht, Holmes Methoden "modern" aufzupeppen oder ihm ein ganzes Team zu geben, um an aktuelle Trends anzuschließen. Holmes bleibt der exzentrische Eigenbrötler, zu dem man eigentlich eine Bedienungsanleitung braucht, mit dem Hang zu skurrilen Aufmachungen und selbstzerstörerischen Exzessen. Nur Watson wird der Zutritt zu Holmes Privatwelt gestattet und an Watson hängt Holmes wie ein kleiner Junge an seinem großen Bruder, auch wenn er das nie zugeben würde. (Nein, eine homosexuelle Beziehung haben die beiden ebensowenig wie House und Wilson.)
Holmes Methode bleibt die gezielte, rasche Beobachtung und Schlussfolgerung, seine berühmte "Deduktion". Ebenso wie dem Original-Holmes passiert es im Film, dass der Detektiv in missliche Lagen gerät, weil er trotz alle Intelligenz so manche Feinheit der menschlichen Natur nicht durchschaut oder bei Ursache-Wirkung ein Detail doch missachtet hat.
Dass Irene Adler hier als Holmes ehemalige Flamme dargestellt wird und nicht als die verheiratete Dame, die er nur im Stillen für ihre ihm ebenbürtige Gerissenheit bewundert, muss auch Kenner des Originals nicht stören, da die Beziehung nicht zu dick aufgetragen wird.

Die leicht esoterische Story (siehe Produktbeschreibung oben) an sich ist allerdings eher als bizarr einzuordnen und weckte bei mir Erinnerungen an den alten "Sherlock Holmes junior - Das Geheimnis des verborgenen Tempels"-Film. Natürlich stellt sich am Ende heraus, mit welchen ganz naturwissenschaftlich erklärbaren Mitteln der Finsterling seine scheinbaren Wunder vollbrachte, aber ein "typischer Holmes-Fall" ist das ganze nicht. Selbst im "Hund von Baskerville" hielt sich die Mystik in Grenzen und das ist schon der Fall, der am ehesten scheinbar übersinnliche Phänomene enthält.
Für mich war die Story aber in diesem Film eher das Gerüst, die Hauptsache die nach meinem Geschmack exzellten Darsteller und ihre Interpretation der Figuren.

Ein wirkliches Manko des Filmes waren für mich aber die abschließenden Kampfszenen auf der Tower-Brigde. Ein bisschen weniger "kling, klang, klang" wie in einem alten Musketier-Film hätte es auch getan. Das passte nun meiner Meinung nach definitiv nicht gut zu Holmes und auch nicht unbedingt in diesen Film.

Aber da dies der einzige Einwand ist und ich mich ansonsten sehr gut amüsiert habe, 5 Sterne.
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130 von 168 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sherlock Holmes: Gegen Ehe und Mystizismus, 1. Februar 2010
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes (DVD)
Sehr viktorianisch ist es, sich zwar zu prügeln, aber dann doch während jeder Sekunde der Prügelei zu versuchen, seine Würde als Gentleman zu bewahren. Und deshalb ist es immer eine der schönsten Szenen in Filmen über das ausgehende 19. Jahrhundert, wenn der Held mal wieder in steifer Haltung mit total durchgestrecktem Rücken nach den Regeln des Marquis von Queensberry harte Schläge austeilt. Der Witz in dieser Neuauflage des Klassikers nach Arthur Conan Doyle ist nun, dass auch Holmes hier in den vielen Faustkämpfen nur dann gewinnen kann, wenn er seine Haltung bewahrt. Aber das schafft er nicht durch viktorianische Genickstarre. Sondern durch detaillierte Planung jeder einzelnen Bewegung, die dann im Film als eine Art von Prognose mit großartiger Choreographie in Szene gesetzt wird. Hier und in anderen Aspekten des Films wird deutlich: Dieser Holmes ist seiner Zeit voraus.

Seiner Zeit voraus ist natürlich auch der Bösewicht dieses Films. Einen schwarzen, langen Ledermantel trägt Lord Blackwood, und man muss angesichts dieser Kleidung und des politischen Programms dieses Verschwörers dann doch an die bösen Nazis aus den Indiana-Jones-Filmen denken. Und auch die Story mit ihren mystischen Elementen, dem ganzen Getue um Freimaurer und Riten schwarzer Messen lässt es lange offen, ob sich die magischen Elemente eines Indiana-Jones-Films auch hier finden. Aber Holmes ist ein Kind der Aufklärung, des Rationalismus. Und so geht es hier auch um die Frage, was schließlich gewinnt: Holmes und die Aufklärung oder die Emotionen, die mit einer Welt der Gothic Novells verbunden sind.

Dass Holmes und sein Gegner etwas aus der Zeit zu fallen scheinen, gibt dem Film auch deshalb seinen Reiz, weil ansonsten die Atmosphäre des britischen Empires auf dem Höhepunkt seiner Macht sehr gut getroffen ist. Und auch die Darstellung des schmutzigen Londons, das für seine Armut, seinen Dreck und seine Umweltverschmutzung fast ebenso berühmt war wie für seine Repräsentationsbauten, ist hier in wunderbaren Grautönen sehr gut geglückt. Nicht nur die Computerfachleute haben hier in den Hintergründen ganze Arbeit geleistet, auch die Details von Einrichtung, Kleidung und Studiobauten sind hier fast perfekt gelungen. Oder anders: Das dürfte alles recht teuer gewesen sein. Aber es wirkt. So ist der Film auch optisch ein Erlebnis.

Vielleicht alleiniger Schwachpunkt des Films scheint mir das Casting einiger Nebenrollen zu sein. So hätte ich die Darsteller des Innenminister (Lord Coward) und des amerikanischen Botschafters glatt ausgetauscht. Denn der eine Darsteller wirkt nicht gerade sehr amerikanisch, was aber auch ein Scheitern der Synchronisation sein kann, der andere wirkt für einen Innenminister des viktorianischen Zeitalters einfach zu jung und wohl auch etwas zu linkisch. Und auch die Besetzung der Irene Adler mit der zwar sehr hübschen, aber irgendwie auch sehr mädchenhaften Rachel McAdams hinterließ bei mir keine Begeisterung. Wirklich gefährliche Frauen sehen anders aus. Dagegen kann ich die Besetzung der Hauptdarsteller Holmes und Watson nur loben, auch weil sie mutig genug war, den größeren Star diesmal nicht zum Holmes zu machen.

Zum Schluss noch ein letztes Wort zum 19. Jahrhundert: In dieses passt natürlich keinesfalls das in vielen Rezensionen der professionellen Kollegen angesprochene homosexuelle Zusammenleben von Watson und Holmes. An mir persönlich ging der schwule Subtext dieses Films offenbar völlig vorbei. Mein Eindruck vom Kampf dieses Holmes um seinen Freund Watson ist eher ein anderer. Um ein freies Leben kämpft dieser Holmes, ein Leben unabhängig von sozialen Verpflichtungen, die eine Ehe oder auch nur die Beziehung zu einer Frau mit sich bringt. Denn welche Frau lässt schon ein so wunderbar unaufgeräumtes Spielzimmer zu, wenn sie erst einmal einen Mann den ihren nennt? Welcher Mann darf dann noch uneingeschränkt trinken, sich schlagen, seinen Hobbys und seinem Spieltrieb nachgehen?

Aber selbst Sherlock Holmes kann ja nicht immer gewinnen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen So what, Watson, 10. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes (DVD)
Man soll ja stets das Gute zuerst nennen: die Ausstattng dieses Films ist wirklich exquisit. Da haben sich sehr viele Leute sehr viel Mühe gegeben, ein viktorianisches London zu entwerfen, dessen dunkle Gassen und durchweg zwielichtigen Gestalten einen wahlweise an Jack the Ripper denken lassen oder an Lord Voldemort. Und die action-Szenen, die sind auch großartig, ohne Zweifel. Vor allem die Box-Szene ziemlich zu Beginn, mit der musikalischen Unterlegung der "Rocky Road to Dublin". Das ist hübsch, und auch originell. Wenn man soetwas von einer modernen Sherlock Holmes - Verfilmung erwartet: okay, dann hat man alles, was man braucht.
Die Hauptfiguren: Dr. John Watson ein natürlich loyaler und hier durchaus ebenbürtiger Freund, dandyhaft und makellos in Zeug und obendrein schlagfertig, was der Figur gut tut. Alles in allem besser getroffen als die Holmes -Version dieses Films: man vermisst die Brillianz und die Schärfe, stattdessen gibt es hier einen Detektiv, der meist aussieht, als hätte er einen fürcherlichen Hangover, ansonsten eine Mischung aus Indiana Jones, Van Helsing (ja, der aus dem unsäglichen gleichnamigen Film) und, sorry, Tatort-Boerne und Garfield. Leider ist es wirklich genau so. Eher Männerschweiß und Slapstick statt Genie. Inspektor Lestrade: kommt der eigentlich vor? Ja, aber man merkt es kaum. Der Bösewicht: ein Lord Blackwood, der zwar mysteriöserweise von den Toten aufersteht, dies aber im Zuge seiner weiteren performance vergessen zu haben scheint, denn er agiert mit dem Charisma eines lebenden Leichnams und sieht außerdem aus wie Bela Lugosi als Dracula. Falls das so komisch gedacht war, wie es wirkt: gelungen. Ach ja, und dann ist da auch noch irgendwie Irene Adler, die an eine Cancan-Tänzerin aus dem Molin Rouge erinnert, hätte man die Schauspielerin zwischenzeitlich ausgetauscht, wäre das vermutlich niemanden aufgefallen.
Ich muss gestehen: ich habe versucht, diesen Film zu mögen, nachdem ich die brilliante sechsteilige BBC-Serie "Sherlock" gesehen habe, und danach hat es vermutlich jede andere Verfilmung des Stoffes ohnehin schwer zu bestehen. Aber diese, nein, also diese hat mich wirlich nicht überzeugt.
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65 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unklassischer Holmes, aber tolle Bilder & schlüssige Zaubertricks, 1. Mai 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich verstehe die schlechten Bewertungen nicht, denn ich bin zwar auch eher Fan alter klassischer Holmes-Verfilmungen nach Doyle-Buchvorlage (Serie mit Jeremy Brett,- ein Genuss!) & war skeptisch, was die Besetzung betraf. Aber auch hier zieht sich durch 128 Min. Film wie ein roter Faden der analytische, schnelle, verwahrloste, tölpelhafte, verkleidungsbegabte Holmes,- mit tollen Bildern (verwurmte Leichen, viktorianisches London, urige Laboratorien-Einrichtungen,...) & jeder Menge schlüssiger, von Holmes zum Schluss vollends aufgelöster "Zaubertricks". Wer Filme in der Aufmachung wie z.B. "From Hell- Jack the Ripper" "Das Vermächtnis der Tempelritter" mag ist auch hier gut bedient. Ein etwas anderer Holmes mit ETWAS mehr Action, aber dennoch sehr empfehlenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bombastischer Nachfolger, 21. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes [Blu-ray] (Blu-ray)
Hallo!

Der Film ist einfach der Hammer: Action, Spannung und ein bisschen Komik spielen
eine fantastische Rolle in diesem komplett unübertreffbaren Sherlock Holmes. Dieser
Nachfolger ist kaum übertreffbar und einfach bombastisch.
Auch die Darsteller spielen ihre Rollen perfekt, somit hat man ein echtes DVD-Vergnügen!
Der Preis ist völlig in Ordnung und fair. Die Verpackung ist OK und der Film super.

Absolut empfehlenswert, würde ich wieder kaufen!
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5.0 von 5 Sternen "Fall wiederaufgenommen", 6. Oktober 2014
Von 
MaReIx "Marci" (Herne im Rurhgebiet) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes (limitierte Steelbook Edition) [Blu-ray] (Blu-ray)
"Sherlock Holmes" ist eine der neusten Verfilmungen des britischen Meister Detektivs aus dem Jahr 2009. Für die Regie war Guy Richie verantwortlich. In den Hauptrollen sind Robert Downey Jr. und Jude Law zu sehen.

1891 in London. Der Detektiv Sherlock Holmes verhindert eine neuen Mord von Lord Blackwood. Dieser wird daraufhin zum Tode verurteilt und auch hingerichtet.
Doch kurze Zeit später ist sein Grab geöffnet und Blackwood verschwunden. Ein Zeuge sagt aus das Blackwood selbst sein eigenes Grab verlassen habe und Sherlock & Watson stehen vor einem neuen Fall und einigen verrückten Theorien denen sie sich stellen müssen.

Ich habe fast alle Sherlock Holmes Geschichten gelesen aber bis zu diesem Film noch nie ein Film über Holmes gesehen. Einen genauen Grund dafür kann ich garnicht nennen. Doch war ich von dieser Verfilmung mehr als begeistert. Und das obwohl ich, als ich hörte das Guy Richie für die Regie verantwortlich sein würde, nicht die ganz großen Erwartungen hatte.

Doch nachdem ich den Film gesehen hatte musste ich meine Meinung über den Regisseur Guy Richie ändern. "Sherlock Holmes" ist eine offene und sehr rasante Verfilmung in der Holmes als geniale Spürnase aber auch als ein Mensch mit Süchten und Problemen dargestellt wird. Gleichzeitig wird die Beziehung zwischen Holmes und Watson und gerade Watsons Problemen mit Holmes Eigenarten thematisiert.

Die schauspielerischen Leistungen von Robert Downey Jr. sind garnicht genug zu loben. Er ist die perfekte Besetzung für Holmes und zeigt den britischen Meisterdetektiv mit all seinen Problemen sowie in seinen genialen und seltsamen Momenten. Jude Law in der Rolle des Watson ist der ruhigere aber dabei nicht der schlechtere Part. Auch er ist eine ideale Besetzung.
Desweiteren sind u.a. Rachel McAdams und Mark Strong zu sehen.

Das Blu-Ray Steelbook ist ebenfalls überzeugend. Auf einer Disc befinden sich neben dem Film noch einige interessante Extras die einem einen Blick hinter die Kulissen gewährt.

"Sherlock Holmes" ist eine rasante und überzeugende Holmes Verfilmung die nicht nur den Meisterdetektiv zeigt sondern auch den Menschen Holmes zeigt und einmal mehr bewiest was für ein genialer Schauspieler Robert Downey Jr. ist.
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31 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieser Sherlock Holmes ist anders und das ist auch gut so!, 10. Juni 2010
Von 
Amigo Del Sol "ADS" (Fürstentum Lippe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes (DVD)
London, Ende des 19. Jahrhunderts: Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) ist verzweifelt. Nachdem er den gefürchteten Lord Blackwood (Mark Strong) zur Strecke und diesen an den Galgen bebracht hat, fehlt ihm die Motivation, einen neuen Fall anzunehmen. Zudem hat sein treuer Gefährte Dr. Watson (Jude Law) seinen Abschied angekündigt und plant mit seiner geliebten Mary (Kelly Reilly) zusammen zu ziehen und diese zu heiraten. Doch der Fall "Blackwood" ist noch nicht vorbei, der Erhängte scheint aus seinem Grab entkommen zu sein und terrorisiert nun London. Holmes und Watson müssen sich somit erneut zusammenraufen und sich auf Spurensuche begeben, denn Lord Blackwood führt grausiges im Schilde...

Wenn einer wie Guy Ritchie sich an einen Klassiker der Literatur wagt, müsste eigentlich bei Kennern der Sherlock Holmes-Romane von Sir Arthur Conan Doyle und Freunde der alten schwarz-weiß Filme aus den 30er Jahren ein kalter Schauer über den Rücken laufen. Vor allem wenn dieser "neue" Sherlock Holmes im Trailer, mehr den Eindruck eines Martial Arts-Kämpfers erweckt, als die eines unterkühlten und versteiften Detektivs. So erwartet man ein überbordendes Special-Effects-Kino, dass so dünn daherkommt, wie zahlreiche gescheiterte Blockbuster vor diesem Film.
Aber völlig das Gegenteil ist der Fall, dieser Holmes ist anders, dass stimmt. An Effekten mangelt es ebenfalls nicht, dass stimmt ebenfalls. Aber die Umsetzung und Neuinterpretation des alten Doyle-Stoffes, kann als rundum gelungen bewertet werden. Robert Downey Jr. beweist neben "Iron Man I + II", warum er unter den Filmhelden zur Zeit einfach der Coolste ist. Er verleiht seinem Sherlock Holmes einen grandiosen Charme und Witz, der einfach Spaß macht und bestens unterhält. Ergänzt wird er dabei wunderbar von seinem stets etwas unterkühlten Assistenten Dr. Watson. Der zwischen Last (Holmes) und Zukunftsplanung (Mary) hin- und hergerissen ist.

Die Special-Effects sind gelungen, ebenso das gute Score von Hans Zimmer. Die Story an Sich wirkt ausgereift und liefert zahlreiche gelungene Momente, wo Mr. Holmes zeigen darf, warum er der Beste Detektiv seiner Zeit ist. Sein grandioser Kombinationssinn rettet ihm dabei auch das eine oder andere Mal das Leben oder die Gesundheit. Guy Ritchies Figurenzeichnung und Umsetzung ist dabei auch bei Dr. Watson und Lord Blackwood mehr als gelungen. Die Zeichnung der weiblichen Pendants im Film haben leider eher nur Randmomente und wirken etwas unausgewogen. Aber das schmälert den Gesamteindruck nur minimal.

Kurzum, dieser Sherlock Holmes ist anders und das ist auch gut so! Popcorn-Kino das Spaß macht - 5 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsamer Action-Thriller mit Krimielementen und Humor, 28. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes (DVD)
Obwohl schon einige Zeit vergangen ist, seit der Film im Kino war und ich schon viel Gutes darüber gehört hatte, sah ich ihn heute zum ersten Mal. Was ich im Vorfeld erwartet hatte ist, was im Titel dieser Rezension steht - und genau das bekam ich letzten Endes auch serviert. Durch originelle Einfälle wie die beispiellose Kombinations- und Auffassungsgabe des Sherlock Holmes und einem geheimnisvollen Bösewicht, der großes Unheil trotz seiner baldigen Hinrichtung ankündigt baut der Film Spannung auf und sorgt dafür, dass der Zuschauer ihn von Anfang an mit Interesse verfolgt, weil er durchaus wissen will, wie es weiter geht und was im Genauen in den folgenden zwei Stunden alles passieren wird. Mit krimimäßigen Indiziensuchen, welche teilweise jeder Bodenständigkeit entbehren und somit für Augenzwinkern sorgen, wenn man sich darauf einlässt, den Film nicht als einen bierernsten Kriminalstreifen zu sehen, rasanten Actionsequenzen und einer großzügigen Prise Humor werden diese auch alles andere als langweilig. Hinzu kommen Rückblenden, die sich anfangs erst einmal schwer einordnen lassen, später aber zu einem besseren Verständnis der vorangegangenen Geschehnisse beitragen und rätselhafte Vorgänge, die erst gegen Ende aufgeklärt werden und somit ebenfalls zum Spannungsbogen beitragen, der kontinuierlich angenehm hochgehalten wird. Manches geht meiner Meinung nach etwas rasch, beispielsweise redet Sherlock Holmes in manchen Szenen viel zu schnell, was dazu führt, dass diverse Aussagen schwer zu verstehen sind. Auch manche Kampfszenen, besonders zu Beginn, sind recht schnell geschnitten und werden daher leicht unübersichtlich. Dies sind jedoch Makel, die sich verschmerzen lassen und das Gesamtbild nur wenig stören. Die schauspielerische Leistung ist ebenfalls lobenswert, Robert Downey Jr. gibt seinen Sherlock Holmes überzeugend und mit sichtlicher Spielfreude. Selbiges gilt für Jude Law als seinen treuen, wenn auch nicht immer oder viel mehr selten Meinung teilenden Begleiter Watson. Mark Strong brilliert als finsterer Lord Blackwood, einer Antagonistenrolle, die ihm gut zu Tage steht und der er viel Glaubwürdigkeit verleiht.

Die Neuinterpretation des wohl berühmtesten Detektivs aller Zeiten ist ein kurzweiliger, modernisierter Film vor dennoch anmutender altertümlicher Kulisse, der gleichermaßen zu unterhalten und gefallen weiß. Ich werde ihn wohl noch öfter sehen und bin schon sehr auf Teil 2, "Sherlock Holmes - Das Spiel im Schatten", gespannt.
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