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94 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Innovativ und unterhaltsam (DVD)
Sollten Sie auf eine 1:1 Verfilmung irgendwelcher S.H. Romane hoffen, werden Sie enttäuscht sein. Aus der Sicht von Hardcore-Sherlock Holmes Fans sollte der Film dazu führen, dass sich Sir Arthur Conan Doyle im Grabe dreht.

Ich werde kurz darlegen, weshalb ich diesen Guy Ritchie Film dennoch sehr gelungen fand.

1. Das Setting:
London...
Veröffentlicht am 5. November 2010 von N. I. Body

versus
17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Falsche Erwartungen
Nachdem bei den neuen Batman-Filmen eine sehr gute Neuorientierung der Heldenfigur gelungen ist, versucht man dasselbe hier mit Sherlock Holmes. Leider gelingt das nur in geringem Rahmen. Man geht mit völlig falschen Erwartungen an diesen Film heran und erwartet brilliante Detektivarbeit eines britischen Gentlemans in naher Zusammenarbeit mit Dr. Watson. Was man...
Veröffentlicht am 17. Mai 2011 von W.O.


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94 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Innovativ und unterhaltsam (DVD), 5. November 2010
Von 
N. I. Body - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes (DVD)
Sollten Sie auf eine 1:1 Verfilmung irgendwelcher S.H. Romane hoffen, werden Sie enttäuscht sein. Aus der Sicht von Hardcore-Sherlock Holmes Fans sollte der Film dazu führen, dass sich Sir Arthur Conan Doyle im Grabe dreht.

Ich werde kurz darlegen, weshalb ich diesen Guy Ritchie Film dennoch sehr gelungen fand.

1. Das Setting:
London wird als die stinkende, dreckige Kloake dargestellt, die es damals auch tatsächlich war. Der Film führt bis in die finstersten Winkel der Stadt und die gebotenen Bilder wirken sehr überzeugend. Ich fand die Inszenierung des historischen London als eine der besten, die ich bisher in einem Film gesehen habe. Auch die Hauptdarsteller wirken nicht künstlich und wie aus dem Ei gepellt sondern haben teilweise dreckige Hände, abgewetzte Kleidung, fettige Haare usw. In den Räumen stehen abgenutzte Gegenstände, an den Wänden blättert die Farbe, usw. Der Film wirkt zu keinem Zeitpunkt wie eine sterile Hollywood-Heile-Welt Produktion.

2. Die Schauspieler:
Robert Downey Junior verkörpert als S.H. gekonnt eine Person, die zwischen Genie und Wahnsinn hin- und hergerissen und auch dem Mißbrauch verschiedener Substanzen nicht abgeneigt ist. Jede Szene mit ihm ist interessant und unterhaltsam (z.B. sein "wissenschaftliches" Experiment mit den Fliegen oder jenes mit der Schußwaffe in der abgedunkelten Wohnung).
Auch Jude Law spielt als Dr. Watson sehr überzeugend. Die beiden sind das unterhaltsamste und eigenartigste Film-Duo seit langem. Keiner der beiden wirkt wie eine Figur von der Stange. Die Dialoge und Interaktionen der beiden sind permanent witzig ("Holmes, was Sie da trinken wird üblicherweise bei Augenoperationen verwendet")

3. Die Story:
Die Story ist spannend und in sich abgeschlossen. Es stellt sich die Frage, ob der Oberbösewicht tatsächlich übernatürliche Fähigkeiten hat. Am Ende wird dem Zuschauer auch Schritt für Schritt die Auflösung unter die Nase gerieben. Grob unlogische/störende Dinge sind mir jedenfalls nicht aufgefallen.

4. Die Actionszenen:
Schon die Schlägerei in den Docks, samt Versenkung eines Schiffes und der an der Kette herumfliegende tonnenschwere Anker, bleiben einem länger in Erinnerung. Aber auch die Szenen in der Fabrik, wo tote Schweine abgebrannt und halbiert werden, ist bemerkenswert.

5. Einziges Minus:
Leider enthält der Film zu viele unnötige Kampfsporteinlagen. S.H. wird wenig überzeugend als perfekter Martial-Arts Spezialist inszeniert. Die 2-3 sehr übertriebenen Kampfszenen hätte man sich sparen können.

6. Bild und Tonqualität (DD 5.1) der DVD sind OK. Ich würde aber die BluRay-Version wegen den vielen, dreckigen, kleinen optischen Details bevorzugen.

Fazit: Der Film macht Lust auf mehr.
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65 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unklassischer Holmes, aber tolle Bilder & schlüssige Zaubertricks, 1. Mai 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich verstehe die schlechten Bewertungen nicht, denn ich bin zwar auch eher Fan alter klassischer Holmes-Verfilmungen nach Doyle-Buchvorlage (Serie mit Jeremy Brett,- ein Genuss!) & war skeptisch, was die Besetzung betraf. Aber auch hier zieht sich durch 128 Min. Film wie ein roter Faden der analytische, schnelle, verwahrloste, tölpelhafte, verkleidungsbegabte Holmes,- mit tollen Bildern (verwurmte Leichen, viktorianisches London, urige Laboratorien-Einrichtungen,...) & jeder Menge schlüssiger, von Holmes zum Schluss vollends aufgelöster "Zaubertricks". Wer Filme in der Aufmachung wie z.B. "From Hell- Jack the Ripper" "Das Vermächtnis der Tempelritter" mag ist auch hier gut bedient. Ein etwas anderer Holmes mit ETWAS mehr Action, aber dennoch sehr empfehlenswert!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kling, klang, klang..., 2. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes (DVD)
Sherlock Holmes ist einer meiner "all-time-favorites" und ich kann eigentlich jedem nur empfehlen, die Geschichten mal im Original zu lesen. Denn was in vielen Verfilmungen zu kurz kommt, ist Doyles Humor, der sich in oft absurden Situationen und dem Schlagabtausch zwischen Holmes und Watson zeigt (genial imitiert in Dr. House mit Wilson).
So gesehen fand ich als "alter Holmes-Fan", dass der Film trotz der nur vage an den Vorlagen angelehnten Handlung dem Geist der Originalgeschichten durchaus in Vielem nahe kommt. Als die Holmes-Geschichten zu ersten Mal erschienen, waren sie "Kult", sie waren "Pop", sie waren "hip". In den USA habe ich oft gelesen, wie die CSI-Serien und deren Mega-Erfolg mit dem damaligen Holmes-Hype verglichen werden. Dass passt schon.
Guy Ritchie hat nun zum Glück nicht den Fehler gemacht, Holmes Methoden "modern" aufzupeppen oder ihm ein ganzes Team zu geben, um an aktuelle Trends anzuschließen. Holmes bleibt der exzentrische Eigenbrötler, zu dem man eigentlich eine Bedienungsanleitung braucht, mit dem Hang zu skurrilen Aufmachungen und selbstzerstörerischen Exzessen. Nur Watson wird der Zutritt zu Holmes Privatwelt gestattet und an Watson hängt Holmes wie ein kleiner Junge an seinem großen Bruder, auch wenn er das nie zugeben würde. (Nein, eine homosexuelle Beziehung haben die beiden ebensowenig wie House und Wilson.)
Holmes Methode bleibt die gezielte, rasche Beobachtung und Schlussfolgerung, seine berühmte "Deduktion". Ebenso wie dem Original-Holmes passiert es im Film, dass der Detektiv in missliche Lagen gerät, weil er trotz alle Intelligenz so manche Feinheit der menschlichen Natur nicht durchschaut oder bei Ursache-Wirkung ein Detail doch missachtet hat.
Dass Irene Adler hier als Holmes ehemalige Flamme dargestellt wird und nicht als die verheiratete Dame, die er nur im Stillen für ihre ihm ebenbürtige Gerissenheit bewundert, muss auch Kenner des Originals nicht stören, da die Beziehung nicht zu dick aufgetragen wird.

Die leicht esoterische Story (siehe Produktbeschreibung oben) an sich ist allerdings eher als bizarr einzuordnen und weckte bei mir Erinnerungen an den alten "Sherlock Holmes junior - Das Geheimnis des verborgenen Tempels"-Film. Natürlich stellt sich am Ende heraus, mit welchen ganz naturwissenschaftlich erklärbaren Mitteln der Finsterling seine scheinbaren Wunder vollbrachte, aber ein "typischer Holmes-Fall" ist das ganze nicht. Selbst im "Hund von Baskerville" hielt sich die Mystik in Grenzen und das ist schon der Fall, der am ehesten scheinbar übersinnliche Phänomene enthält.
Für mich war die Story aber in diesem Film eher das Gerüst, die Hauptsache die nach meinem Geschmack exzellten Darsteller und ihre Interpretation der Figuren.

Ein wirkliches Manko des Filmes waren für mich aber die abschließenden Kampfszenen auf der Tower-Brigde. Ein bisschen weniger "kling, klang, klang" wie in einem alten Musketier-Film hätte es auch getan. Das passte nun meiner Meinung nach definitiv nicht gut zu Holmes und auch nicht unbedingt in diesen Film.

Aber da dies der einzige Einwand ist und ich mich ansonsten sehr gut amüsiert habe, 5 Sterne.
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130 von 168 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sherlock Holmes: Gegen Ehe und Mystizismus, 1. Februar 2010
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes (DVD)
Sehr viktorianisch ist es, sich zwar zu prügeln, aber dann doch während jeder Sekunde der Prügelei zu versuchen, seine Würde als Gentleman zu bewahren. Und deshalb ist es immer eine der schönsten Szenen in Filmen über das ausgehende 19. Jahrhundert, wenn der Held mal wieder in steifer Haltung mit total durchgestrecktem Rücken nach den Regeln des Marquis von Queensberry harte Schläge austeilt. Der Witz in dieser Neuauflage des Klassikers nach Arthur Conan Doyle ist nun, dass auch Holmes hier in den vielen Faustkämpfen nur dann gewinnen kann, wenn er seine Haltung bewahrt. Aber das schafft er nicht durch viktorianische Genickstarre. Sondern durch detaillierte Planung jeder einzelnen Bewegung, die dann im Film als eine Art von Prognose mit großartiger Choreographie in Szene gesetzt wird. Hier und in anderen Aspekten des Films wird deutlich: Dieser Holmes ist seiner Zeit voraus.

Seiner Zeit voraus ist natürlich auch der Bösewicht dieses Films. Einen schwarzen, langen Ledermantel trägt Lord Blackwood, und man muss angesichts dieser Kleidung und des politischen Programms dieses Verschwörers dann doch an die bösen Nazis aus den Indiana-Jones-Filmen denken. Und auch die Story mit ihren mystischen Elementen, dem ganzen Getue um Freimaurer und Riten schwarzer Messen lässt es lange offen, ob sich die magischen Elemente eines Indiana-Jones-Films auch hier finden. Aber Holmes ist ein Kind der Aufklärung, des Rationalismus. Und so geht es hier auch um die Frage, was schließlich gewinnt: Holmes und die Aufklärung oder die Emotionen, die mit einer Welt der Gothic Novells verbunden sind.

Dass Holmes und sein Gegner etwas aus der Zeit zu fallen scheinen, gibt dem Film auch deshalb seinen Reiz, weil ansonsten die Atmosphäre des britischen Empires auf dem Höhepunkt seiner Macht sehr gut getroffen ist. Und auch die Darstellung des schmutzigen Londons, das für seine Armut, seinen Dreck und seine Umweltverschmutzung fast ebenso berühmt war wie für seine Repräsentationsbauten, ist hier in wunderbaren Grautönen sehr gut geglückt. Nicht nur die Computerfachleute haben hier in den Hintergründen ganze Arbeit geleistet, auch die Details von Einrichtung, Kleidung und Studiobauten sind hier fast perfekt gelungen. Oder anders: Das dürfte alles recht teuer gewesen sein. Aber es wirkt. So ist der Film auch optisch ein Erlebnis.

Vielleicht alleiniger Schwachpunkt des Films scheint mir das Casting einiger Nebenrollen zu sein. So hätte ich die Darsteller des Innenminister (Lord Coward) und des amerikanischen Botschafters glatt ausgetauscht. Denn der eine Darsteller wirkt nicht gerade sehr amerikanisch, was aber auch ein Scheitern der Synchronisation sein kann, der andere wirkt für einen Innenminister des viktorianischen Zeitalters einfach zu jung und wohl auch etwas zu linkisch. Und auch die Besetzung der Irene Adler mit der zwar sehr hübschen, aber irgendwie auch sehr mädchenhaften Rachel McAdams hinterließ bei mir keine Begeisterung. Wirklich gefährliche Frauen sehen anders aus. Dagegen kann ich die Besetzung der Hauptdarsteller Holmes und Watson nur loben, auch weil sie mutig genug war, den größeren Star diesmal nicht zum Holmes zu machen.

Zum Schluss noch ein letztes Wort zum 19. Jahrhundert: In dieses passt natürlich keinesfalls das in vielen Rezensionen der professionellen Kollegen angesprochene homosexuelle Zusammenleben von Watson und Holmes. An mir persönlich ging der schwule Subtext dieses Films offenbar völlig vorbei. Mein Eindruck vom Kampf dieses Holmes um seinen Freund Watson ist eher ein anderer. Um ein freies Leben kämpft dieser Holmes, ein Leben unabhängig von sozialen Verpflichtungen, die eine Ehe oder auch nur die Beziehung zu einer Frau mit sich bringt. Denn welche Frau lässt schon ein so wunderbar unaufgeräumtes Spielzimmer zu, wenn sie erst einmal einen Mann den ihren nennt? Welcher Mann darf dann noch uneingeschränkt trinken, sich schlagen, seinen Hobbys und seinem Spieltrieb nachgehen?

Aber selbst Sherlock Holmes kann ja nicht immer gewinnen.
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr davon!!, 27. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes [Blu-ray] (Blu-ray)
Man sollte unvoreingenommen und ohne Gedanken an die Buchvorlagen an diesen Film rangehen.
Tut man dies, so entpuppt sich der Film als ein kurzweiliges Spektakel mit Action, Witz und einem gewissen Charme der Spass macht und nach mehr verlangt.Auch ich habe die Bücher gelesen und natürlich ist nicht alles 1:1 portiert aber das ist auch gut so ansonsten kann ich mir ja auch die alten Filme anschauen oder die Bücher lesen.Genau so und nicht anders gehört ein Sherlock Film in unsere Zeit umgesetzt um den alten Mief raus zu bekommen.Von mir aus hätte die Suche nach Professor M. direkt anschliessen und der Film noch 2h länger laufen können.
Für mich eine Empfehlung in voller Punktzahl auch wenn der Ton nicht in HD(deutsch) ist und es dem Bild hier und da an Schärfe fehlt.
Hoffentlich gibt es noch die eine oder andere Fortsetztung.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen I love it!, 7. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes (DVD)
Ich war auch wegen der Besetzung zunächst etwas skeptisch(R. Downey jr. als Sherlock???) und dachte zudem, gerade das Klassische ist es, das Sherlock Holmes letztlich ausmacht.
Aber weit gefehlt - die Vorbehalte waren völlig unnötig. Der Film ist Klasse und die Besetzung hätte besser nicht sein können. Im Grunde wurde ja schon alles gesagt aber ich konnte es mir nicht verkneifen, diesen Kommentar abzugeben, weil ich von diesem Film sehr positiv überrascht wurde. Ich freue mich auch schon sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird. Auch das ist für mich ungewöhnlich, denn meistens bin ich enttäuscht von weiteren Teilen, da sie oft nur ein Versuch sind, an kommerzielle Erfolge um jeden Preis anknüpfen zu wollen. In diesem Fall habe ich da keine Bedenken. SH und Dr. W werden uns sicherlich wieder prächtig unterhalten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht schlecht ...., 12. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes (DVD)
... aber auch nicht meisterklasse.
Klar, mit den Klassikern ist er nicht zu messen und kommt er nicht heran, aber meine Meinung nach brauch er das auch nicht. Denn Robert spielt Holmes zynisch und mit einer witzigen Arroganz, wie auch in den Kurzgeschichten zu lesen ist.

Ein wenig zu viel Action für die Zeit in der er spielt, wenn man davon jedoch absieht, die fantastischen Kostüme und Kulissen und die witzigen Versuche WatsonŽs, Holmes auf "normalem Level" zu bringen, mit einbezieht, ist es ein doch recht ansehlicher Film geworden.

Fans der alten Filmversionen sind vermutlich nicht wirklich begeistert. Neulinge in Sachen Holmes werden einen recht spannenden, Action- und Witzgeladenen Film vorfinden, der alles in allem sehenswert ist.
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17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Falsche Erwartungen, 17. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes [Blu-ray] (Blu-ray)
Nachdem bei den neuen Batman-Filmen eine sehr gute Neuorientierung der Heldenfigur gelungen ist, versucht man dasselbe hier mit Sherlock Holmes. Leider gelingt das nur in geringem Rahmen. Man geht mit völlig falschen Erwartungen an diesen Film heran und erwartet brilliante Detektivarbeit eines britischen Gentlemans in naher Zusammenarbeit mit Dr. Watson. Was man bekommt ist ein egozentrischer, von Selbstzweifeln zerfressener, heruntergekommener Raufbold, der seine Probleme meist mit einer Schlägerei klären muss und so ebenfalls Konflikte mit dem Gesetz hat.
Es gibt viele Schlägereien, Explosionen, Verfolgungen usw. Die Story ist sehr oberflächlich und schwach.
Positiv zu erwähnen ist die schauspielerische Leistung der beiden Hauptfiguren, ohne den dieser Film nur einen Stern bekommen hätte. Die beiden harmonieren wirklich sehr gut.
Dieser Film ist sicherlich nicht für die klassischen Sherlock Holmes-Fans geeignet. Wem die Story egal ist und wer einen Film zum abschalten sucht, der kann hier zugreifen. Nette Unterhaltung, mehr leider nicht.
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38 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A Drop of the Hard Stuff, 28. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes (DVD)
Kaum hatte ich den ersten Trailer gesehen, war mir klar, dass endlich wieder ein Film ins Kino kommen würde, auf den es sich lohnen würde hin zu fiebern. Sich nicht einfach nur darauf zu freuen, nein, richtig darauf hin zu fiebern. Die ersten paar Ausschnitte waren absolut überzeugend und die Hauptrolle mit Robert Downey Jr. zu besetzen, schien ein echter Glücksgriff oder Geniestreich. Die anderen Glücksgriffe waren zu diesem Zeitpunkt für mich nicht einmal absehbar. Erst nachdem mir in den ersten Berichten über den Film bewusst wurde, dass auch noch Jude Law den Watson gibt und das unter der Regie von Guy Ritchie schien das Kinowunder 2010 perfekt. Eine Legende der Literatur, die auch auf der Leinwand schon einige Glanzpunkte erlebt hatte, wurde nach einigen Jahrzehnten Ruhe und Verbannung ins Fernsehprogramm, fit gemacht für den ganz großen Leinwandauftritt. Könnte hiermit der große Wurf gelingen und endlich wieder einmal ein neuer Kinoheld die Bühne betreten, der sich ins Gedächtnis brennen wird? Vielleicht bin ich durch das ein oder andere Arthur Conan Doyle Buch in meiner Kindheit zu sehr vorbelastet, aber wem würde ich diesen Auftritt mehr gönnen als dem guten, alten Meisterdetektiv Sherlock Holmes?!

Es geschieht selten, wenn dann aber unbeirrt: bei manchen Filmprojekten, weiss man einfach intuitiv im Voraus, dass sie nicht scheitern können. Dies war mir hier diesmal von vornherein klar. Die Voraussetzungen dafür waren der Faible für den Detektiv, rasante Actionfilme, eine gothische Atmosphäre, Blut, Schweiss und Tränen und eine gewisse England-Affinität. Siehe da, meine absolut treue Zuversicht in dieses Projekt, ist um keinen Deut enttäuscht worden.

Alleine die Einführung der beiden Titelhelden durch eine hektische Überwältigungs- und Kampfszene, hat nichts zu wünschen übrig gelassen und in der ungestümen Schnitttechnik fast an die atemlosen Kampfszenen zu Beginn von "Gladiator" erinnert. Das faszinierende an diesem Holmes Film ist, dass ständig Erinnerungen an andere Filme aufkommen und man dabei ständig das Gefühl hat, dieser Film würde alles sogar noch besser machen. Angefangen bei der Atmosphäre und Ausstattung des Films, erinnert wird man an "From Hell" oder "Das Parfüm" und auch hier wirkt das England des ausgehenden 19.Jahrhunderts authentisch und herrlich düster. Ein literarischer Held aus dieser Zeit im Gewande eines Action-Helden lässt sofort an "Die Liga der Außergewöhnlichen Gentlemen" denken, nur vermeidet Guy Ritchie alle Fehler des genannten Streifens. Seine Inszenierung ist näher dran an den Hauptdarstellern, zeichnet ein tiefergehendes Charakterbild seiner Protagonisten, konzentriert sich nicht nur auf Effekte, lässt sie aber auch nicht aus. Er trägt an den richtigen Stellen dick auf und lässt an anderen Stellen lieber etwas weg. Hier ist weniger manchmal mehr und wenn es doch gebraucht wird, fährt Ritchie die richtigen Geschütze auf. In der heutigen Zeit wäre ein steifer, analytischer Dandy im Kino sicher fehl am Platz und dieser Holmes wird glücklicherweise dem Fernsehprogramm überlassen.Im Kino zeigt Robert Downey's Darbietung des Holmes eher die Nähe zwischen Hochbegabung und ADS. Er ist auf ständiger Suche nach Stimulation, lässt sich aber genau so gerne hemmungslos gehen, sobald diese ausbleiben. Seine geistigen Fähigkeiten und kämpferischen Talente heben ihn aus der Masse ab, prädestinieren ihn damit als Projektionsfläche für den Zuschauer, die damit einhergehende Einsamkeit lässt ihn aber zugleich auch sehr menschlich wirken. Diesem Held sind nicht nur Höhen bekannt, er kennt auch die Tiefen des menschlichen Daseins, nimmt diese aber genauso leidenschaftlich an und zelebriert damit das Leben in all seinen Facetten. Alleine das hat ihn in meinen Augen zu einem der sympathischten Leinwandhelden der letzten Jahrzehnte gemacht.
Er erkennt Zusammenhänge in Sekundenbruchteilen, zieht Schlussfolgerungen die anderen unentdeckt bleiben, verlässt sich ganz auf seinen Intellekt, beherrscht Selbstverteidigung und den bloßen Faustkampf gleichermaßen intuitiv, als auch kühl rational und setzt sich über gesellschaftliche Regeln hinweg. Er interessiert sich für die unterschiedlichsten Themen, hat ein immenses, wissenschaftliches Wissen angesammelt, kann fachübergreifende Zusammenhänge erkennen und zieht sich für diverse Experimente auch gerne mal tagelang in seine abgedunkelten, völlig verlebten Gemächer zurück. Was kann man mehr von einem Held des Formates Sherlock Holmes verlangen?

Die Geschichte lasse ich hier unerwähnt, da sie in meinen Augen auch nicht das wichtigste in diesem Film ist. Sie vereint jedoch die wichtigsten Aspekten einer klassischen Holmes Geschichte mit den wichtigsten Aspekten des modernen Actionfilms, im historischen, viktorianischem Ambiente. Geheime Organisationen, kriminelle Bünde, Diebstähle, verschwundene Personen, Drohungen, scheinbar unerklärliche Todesfälle, Staatsinteressen und Bedrohungen der öffentlichen Sicherheit, Serienmorde, Kampfszenen, Schiessereien und Explosionen werden hier zu einer rastlosen Geschichte verbunden. Die Gegenspieler und Bösewichte sind hier Holmes ebenbürtig und erinnern in ihren Charakteren an die Glanzpunkte der Fieslinge aus der Bond-Serie. Allgemein kann man sagen, das Holmes mit diesem Film endlich auf Augenhöhe von Bond spielt, diesen sogar noch überholt. Zum Glück bietet der Film genügend Indizienpunkte, das auch aus diesem Film eine Serie werden könnte.

Weiterhin erwähnenswert ist die Filmmusik, die sich auf einen unaufdringlichen Score von Hans Zimmer an den richtigen Stellen beschränkt. Glücklicherweise beschränkt sich das einzig moderne an der Musik hier auf einen Irish-Folk Einfluss in manchen Stellen des Films und im Abspann. Alles zusammen ergibt einen mehr als angemessenen Umgang mit einem britischen Nationalheiligtum, sehr kurzweilige Kinounterhaltung mit hervorragenden Darbietungen der fzum großen Teil britischen Besetzung und damit verbunden der Wunsch nach mehr Holmes. So bleibt nur zu hoffen, das es einen Directors Cut auf der DVD gäbe.
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21 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sherlock Holmes Bluray, 27. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich beschränke mich mit dieser Rezension auf die Bluray als Produkt, da ich davon ausgehe, dass jemand der an dem Kauf eines Filmes interessiert ist, schon mal auf irgendeine Art und Weise davon gehört hat und nun eher daran interessiert ist, ob die Umsetzung auf das optische Medium gelungen ist oder nicht.

Zuerst ein paar inhaltliche Dinge:
Die Disc selbst verfügt über ein UK-Freigabelogo - ein UK-Import ist hier also möglich - mit schönem Aufdruck, wobei Robert Downey Jr. - ähm: Sherlock Holmes - dem Betrachter einen smarten Blick entgegen wirft. Im Prinzip ist es das gleiche Bild vom Cover - nur ohne Jude Law.

Außerdem liegt derzeit noch ein DigitalCopy-Code für den Download einer DigitalCopy bei, die wie bei derzeit fast allen Studios ausschließlich mit dem Windows Media Player funktioniert. Der Code ist wie bei Warner üblich ab Release-Datum gut 1 Jahr lang gültig.

Der Ton trällert gut 129 Min. lang in Dolby Digital 5.1 in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch sowie Englisch für Blinde. HD-Ton gibt es, wie bei Warner leider üblich, nur in Form von DTS-HD Master Audio in Englisch 5.1. Untertitel sind für die Sprachen Deutsch, Italienisch, Niederländisch, Dänisch, Finnisch, Französisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch und Spanisch vorhanden.

An Extras gibt es Warners bekannten Maximum Movie Mode, sowie gut 45 Min direkt anwählbares Bonusmaterial. Die Extras sind durchaus ansehnlich und liegen in HD vor. Wie üblich gibt es auch Extras über BD-Live zu bewundern.

Es gibt kein Booklet (lediglich einen kleinen Warner-Katalog) oder Wendecover.

So nun ab in die Technik:
Das Bild ist meiner Meinung nach durchaus im Referenzbereich anzusiedeln, ein absolut gestochen scharfes Bild. Selbst in den vielen dunklen Passagen gibt es sattes Schwarz statt Rauschen zu sehen. Nur bei einer Szene bei Tageslicht mit hellem Hintergrund gab es in selbigem ein ganz leichtes Rauschen an wenigen Stellen. Hier war allerdings der Hintergrund durch das in den Vordergrund stellen des Darstellers auch bewusst unscharf gestellt. Die Farben sind kontrastreich und passen zur farblichen Stimmung des Filmes. Besonders gut finde ich, dass das Bild im 16:9 Vollbild (1,78:1) vorliegt. Das Bild ist ansonsten VC-1 kodiert (Full-HD 1920x1080p) und liegt nach meiner Beobachtung im Durchschnitt bei 18Mbps - in einigen Szenen waren es bis zu 40Mbps.

Was den Ton angeht gibt es eigentlich für Dolby Digital nichts zu meckern. Der Soundtrack bedient alle Lautsprecher. Die Rear-Speaker werden sehr dosiert bei Effekten genutzt. Mir persönlich war die Grundlautstärke der deutschen Tonspur zu leise abgemischt (gerade im Vergleich zu anderen Filmen - auch mit Dolby Digital 5.1 Mix), allerdings ist sie recht dynamisch und in sich stimmig gehalten, sodass die Effekte dann, wenn sie kommen, genau ins klangliche Gesamtbild passen und auch für die akustische Aufmerksamkeit sorgen, die sie verdienen.

Das Menü ist recht schlicht gehalten, sorgt so aber auch für eine erfreuliche Ladezeit. Was mir auch gefällt: die Menüvertonung ist im Vergleich zum Film nicht deutlich lauter oder deutlich leiser. Auch sie passt so ins klangliche Gesamtbild. Schade finde ich, gerade weil das Menü so schlicht ist, dass es keine Direkt-Start-Funktion gibt, wie z. B. bei "The Dark Knight". Hier läuft nach dem Einlegen der Disc sofort der Film los, ohne erst auf "Film starten" drücken zu müssen - ein Feature, dass ich gerade bei den ersten Blurays sehr oft gesehen habe und für gut befunden habe, jetzt aber wieder zu weichen scheint.

Fazit:
Bild: 5/5
Ton: 4/5
Extras: 4/5
Gesamt: 4/5

Das Bild überzeugt in allen belangen und ist auf Referenzniveau. Der Ton ist gut, aber eine nur Englische HD-Tonspur ist für mich nicht mehr zeitgemäß. Die Extras sind alle in HD (sehr gut) und gerade der Maxium Movie Mode ist für Interessierte und Fans ein sehr sehenswertes Extra - dennoch stellt die Extra-Sektion für mich "nur" gehobenen Durchschnitt dar, ist aber auch keine Special Edition. ;) Pluspunkte gibt es auch für die schnelle Ladezeit.

4 Sterne gibt es, weil die Sherlock Holmes Bluray zwar sehr gut ist, aber eben insgesamt betrachtet nicht so gut, wie z. B. "The Dark Knight". Bedenkenlos zugreifen kann der künftige Besitzer natürlich trotzdem. :)
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