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Kundenrezensionen

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am 19. August 2014
Einer der besten mit Hardy krüger die DVD so alt wie der film schon ist sehr gutes bild ton auch ! damsl wie heute ein meilenstein des guten films sollte eigendlich auhc in keiner guten sammlung fehlen von der story her total klasse ein haufen misswilliger ehmalige offiziere werden zu einen spez einsatz nach südafrika geschickt zur zeiten der arpartheit umeinen wie HArdy Krüger setz pflegte zu sagenin dem film Kaffer zu befreien der eine wichtige schlüßelrolle in der befreiung endheit arpartheit führen kann also ich freu mich in dem besitz zu sein und werde mir deise perle auch so schnell wie möglich auf B ray besorgen kann auch nur nochmal sagen is mehr als gut so alt wie der nun schon auch ist man siehts der DVD nicht an bild ton optional
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am 8. Januar 2014
Der Film ist von seiner Handlung her sehr brutal. Mir gefällt jedoch sehr die Schauspielerriege, die diesen Film so aufwertet. Ein Film aus meiner Jugend, den sich mein mittlerweile erwachsener Sohn doch auch interessiert angesehen hat und ja -oh Wunder- doch auch sehr spannend fand. Bild und Tonqualität sind sehr ordendtlich.
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TOP 1000 REZENSENTam 6. September 2014
"Die Wildgänse kommen" wurde 1978 produziert. Obwohl der Film bei Pazifisten und Moralisten wahrscheinlich Magenschmerzen ausgelöst hat, ist es ein 70er Jahre Highlight unter den Action- und Söldnerfilmen. 1980 bekam er sogar die "Goldene Leinwand" und er ist, allen Unkenrufen seiner Feinde zum Trotz, ein absoluter Meilenstein.
Warum? Weil er eine gewisse Glaubwürdigkeit darstellt, hier wird kein Krieg, kein militärisches Wirken in seiner Gewalt oder fragwürdigen Moral verherrlicht. Das "Töten" schäbig ist, dass wird hier mehr oder weniger pragmatisch eingestanden, keiner der Protagonisten ist ein "Kriegsverherrlicher". Nein, was sie alle verherrlichen ist der "Chorgeist" eines Soldaten, Kameradschaft, professionelles Können, die Romantik im Herzen eines Jeden, der mit der Waffe gedient hat, gerne gedient hat. Bundeswehrgegner, Leute, die Vorbehalte gegen alles Militärische haben, die werden es nicht mögen und auch nicht verstehen. Aber ehemalige Soldaten, egal welcher Armee, Polizisten, Vollzugsbeamte und alle ehemals Uniformierten, oder immer noch Uniformierte, die Dienst mit der Waffe versehen oder versehen haben, die werden ihre Gefühle und ihre Einstellung hier im Film dargestellt wiederfinden. Und wahrscheinlich deswegen den Film auch mögen, denn in diesem Bereich ist er absolut authentisch.
Und eines wird hier auch deutlich gemacht, Soldat zu sein, oder ein Söldner, dass kann ein bisschen sein wie Müllmann. Man muss machen was gemacht werden muss, was aber sonst keiner machen will. Man macht sich auf jeden Fall schmutzig und stinken kann es einem auch. Aber das Paradoxe ist, jemand anderes kann es gar nicht machen!
Das Thema des Films ist ebenfalls nicht aus der Luft gegriffen, er gibt indirekt reale Geschehnisse aus der Republik Kongo wieder, die in etwa 1960 stattfanden. Der Film hat einen Handlungsrahmen, der reale Bezüge aufweist. Ob irgendwelche militärischen Einsätze vertretbar sind, moralisch zu rechtfertigen oder nicht, dass sei dahingestellt. Es gibt sie.
Und der Film hat bewegt, die Zuschauerzahlen belegen das, die Anhänger die der Film heute noch hat ebenso und es handelt sich keineswegs nur um Leute die Gewalt verherrlichen. Aber genug des sozialkritischen Sermons.

Zur Geschichte:
Der Banker Sir Edward Matherson (Steward Granger) will sich in die Belange des "fiktiven" afrikanischen Staates Zembala einmischen. Der Präsident Limbani wurde bei einem Putsch entmachtet und gefangen gesetzt. Matherson ist an den Kupfervorkommen des Landes interessiert, ein Riesengeschäft. Er will Limbani befreien lassen und wieder in Amt und Würden setzen um sich geschäftliche Vorteile zu sichern. Er engagiert daher den Ex-Soldaten und Gelegenheits-Söldner Colonel Alan Faulkner (Richard Burton in einer seiner stärksten Rollen) um das zu bewerkstelligen.
Faulkner macht sich daran eine Truppe auf die Beine zu stellen, vor allem braucht er Offiziere die er kennt und mit denen er befreundet ist. Und verlässliche Soldaten im Unteroffiziersrang sowie Mannschaften. Die Offiziere sind Rafer Janders (Richard Harris), ein spitzenmäßiger Taktiker und Planer und Shawn Fynn (Roger Moore), kriegserfahren und ein erstklassiger Pilot. Dazu kommt noch der Südafrikaner Pieter Coetze (Hardy Krüger), erfahren im afrikanischen Buschkrieg, ehemaliges Mitglied der Katanga-Buschpolizei und Experte mit gewissen Waffen. Coetze ist zwielichtig und ein Rassist, er will eigentlich nur Geld und die Möglichkeit wieder nach Südafrika zu gehen. Er macht bei dem Einsatz besondere Erfahrungen und einen Sinneswandel durch.
Auch die Truppe wird schnell zusammengestellt, es gibt viele ehemalige Soldaten, die sich durchs Leben schlagen und alles für einen Einsatz tun würden. Im Zivilleben kommen sie nicht klar, als Soldaten sind sie wer und leben, leben auf. Es kommen einige skurrile Gestalten zusammen und der Film bringt hier eine Menge humoriger Elemente dar. Auch Shawn Fynn hat so seine persönlichen "Problemchen", die erst gelöst werden müssen, bevor er sich der Truppe anschließen kann.
Die Truppe wird in ein Trainingscamp nahe der Grenze zu Zembala gebracht und bereitet sich auf den Einsatz vor. Dann kommt die Nachricht, dass Limbani verlegt werden soll, der Einsatz muss sofort stattfinden und die "Wildgänse" steigen auf und springen nahe Limbanis Gefängnis ab. In einem heftigen Gefecht wird Limbani befreit und die "Wildgänse" machen sich auf zum Zielpunkt, wo man sie abholen will. Aber es gibt noch eine Änderung, Matherson legt auf Limbani gar keinen Wert mehr. Er hat mit Zembalas aktueller Regierung einen Deal das Kupfer betreffend geschlossen.
Und die "Wildgänse" stehen mit einem entmachteten Präsidenten mitten in der afrikanischen Wildnis ganz allein da!
Verfolgt von einer übermächtigen afrikanischen Spezialtruppe, den gefürchteten "Simbas", schlagen sich die "Wildgänse" zur Grenze durch und versuchen heftige Gefechte zu überleben. Limbani wird verletzt, ausgerechnet Pieter Coetze trägt und beschützt ihn. Die Beiden liefern sich auf der Flucht und zwischen Kämpfen anfangs feindselige, später immer intensivere Wortduelle und Diskussionen Afrika und die Apartheit betreffend. Diese Dialoge zwischen dem afrikanschen schwarzen Ex-Präsidenten und dem Söldner aus Südafrika bescheren dem Film eine Würze und Spannung, die mit der zum Teil heftigen Gewalt gar nichts zu tun hat, den Zuschauer aber trotzdem in ihren Bann ziehen. Und Pieter Coetze hat plötzlich eine Mission, er will den schwarzen Präsidenten retten um ein "neues Afrika" aufzubauen.
Die Wildgänse werden immer weniger und ergattern mit letzter Kraft und unter erheblichen Opfern einen "Seelentröster" von Flugzeug und versuchen zu entkommen.
Der Film ist hier noch nicht zu Ende, ich will aber nicht zu viel verraten, die Geschichte hat noch komplexere Geschehnisse, als die, die ich hier grob wiedergab und es kommt auch noch einiges dazu.
Die Geschichte der "Wildgänse" basiert auf dem Roman von Daniel Carney mit dem gleichnamigen Titel, auf realen Geschehnissen basierend, wie ich eingangs schon erwähnte.

Der Film dauert etwa 129 Minuten, die DVD hat so einiges an Extras zu bieten. Der Ton ist Dolby Digital 2.0, dass Bild 1.85:1 / 16:9 PAL/Dual Layer. Als Sprache kann man zwischen Deutsch und Englisch wählen.

"Die Wildgänse kommen" ist ein Meilenstein des Söldnerfilms und gleichzeitig der Anfang davon. Oft kopiert und nie erreicht, der Wegbereiter für Stallones "Rambo". Moralisch nicht ganz ohne, Gewalt als Lösung für Probleme wird hier ganz klar als Option angesehen. Kein Film für Jedermann, aber eindeutig ein Film der nicht ohne Grund eine erhebliche Anhängerschaft hat. Kein dumpfer "Gewalt-ist-toll-Film". Anhängern des Genres auf jeden Fall zu empfehlen. Und von der Machart her auch heute noch etwas Besonderes. Wer ihn nicht mag, der soll ihn sich nicht ansehen. Mir hat er gefallen und ich votiere für die volle Punktzahl.
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am 18. November 2011
Für mich einer der "wertvollsten" Söldnerfilme. Schön, die Haudegen von damals in dieser Besetzung zu sehen. Schade ist der Qualitätsabfall der letzten Szenen, aber dies tut dem Ganzen nicht wirklich weh. ich hatte diesen Film schon auf VHS und bin froh, ihn jetzt in meine Sammlung zu sortieren. Klare Empfehlung!
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am 4. Juli 2014
Für mich auch heute noch der beste Söldnerfilm! Spoiler......................................

Colonel Faulkner nimmt den Auftrag eines Bankiers an und befreit mit seinen alten kriegsgefährten und teilweise sogar Freunden in der Stärke von ca. 50 Mann Staatspräsident Limbani aus der Gefangenschaft von General Endover.alles geht soweit gut bis Man auf einem
Gefechtsmässig genommenem Flughafen auf die Abholung wartet ,denn zwischenzeitlich haben sich Mathersons ( Auftraggeber)Pläne geändert und er braucht Limbani nicht mehr. Also gibt er Befehl Colonel Faulkner , Limbani und seine Männer einfach im Stich zu lassen und nicht an Bord der Maschine zu lassen. Das Flugzeug fliegt leer zurück und die Männer sind gezwungen sich allein , unter Verfolgung der Simbas ( Endovers Truppen ) Richtung Heimat durchzuschlagen . Nach vielen blutigen Gefechten gelingt es Faukner mit 13! Männern in einer alten Dakota nach Rhodesien zu gelangen , der Rest ist im Kampf gefallen. Faulkner sinnt berechtigt auf Rache und dringt in London in das Haus seines Auftraggebere ein um abzurechnen. Tolle Schauspieler und eine für mich perfekte Handlung machen diesen Film zu einem meiner liebsten! Die DVD hat für das alter des Films eine gute Qualität und die Aufmachung im Pappschuber finde ich auch gelungen. Für Liebhaber von Söldnerfilmen von mir eine klare Empfehlung!
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TOP 1000 REZENSENTam 1. Januar 2015
Der amerikanische Filmregisseur Andrew V. McLaglen verstarb am 30. August 2014, er wurde vor allem durch seine Zusammenarbeit mit den amerikanischen Westernhelden John Wayne (insgesamt 5 gemeinsame Filme, u.a. Geier kennen kein Erbarmen, Chisum, MacLintock) und James Stewart (vier Filme, ua. Der Mann von großen Fluß, Bandolero) bekannt. Er galt immer als guter Techniker, ohne große innovativen Ideen. In den späten 70er Jahren wechselte er von seinem Lieblingsgenre ins Fach der Söldnerfiilme und vor allem sein in Großbritannien gedrehter "Die Wildgänse kommen" wurde ein riesiger Kinoerfolg. In Deutschland gingen 3,7 Millionen Menschen ins Kino. Durch diesen Erfolg machte der Regisseur mit ähnlichen Strickmuster weiter: Sprengkommando Atlantik, Die Seewöfe kommen oder Steiner 2 machten ebenfalls gute Kasse.
Möglicherweise ist der Abenteuerfilm mit Starbesetzung auch sein bester Film, trotz der extremen Zwiespätigkeit und dem fragwürdigen Inhalt. Denn die Figuren, die der Film als Helden zeigt, sind nichts anderes als Sölnder, die für Geld auch rücksichtslos morden. Und diese Geisteshaltung wird im Laufe des 134 Minuten langen und sehr spannendem Actionfilm auch sichtbar.
Der steinreiche Bankier Matherson (Stewart Granger) erteilt dem in die Jahre gekommenen Colonel Allen Faulkner (Richard Burton) den äusserst lukrativen Auftrag im afrikanischen Staat Zembala (fiktiv) den gestürzten und gefangengenommenen Regierungschef Limbani (Winston Ntshona) zu befreien. Der einflussreiche Banker erhofft sich dadürch die großen Vorkommen an Kupfer ausbeuten zu können. Doch für dieses Unternehmen braucht es eine fünfzig Mann starke Gruppe von schwerbewaffenten Söldnern, denn Limbani wird von einer großen Einheit Soldaten in einem Militärlager bewacht. Faulkner willigt ein, doch er zwei Männer, die er unbedingt für dieses Unternehmen braucht: Sein langjähriger Söldnerkamerad und Freund Rafer Janders (Richard Harris) und den versierten Piloten Shawn Fynn (Roger Moore). Fynn ist aber auf der Flucht vor der Mafia, da er vor kurzem zwei Drogendealer der Familie einfach nach Selbstjustiz-Manier ins Jenseits befördert hat. Janders hat sich zur Ruhe gesetzt und möchte eigentlich nur noch für seinem kleinen Sohn Emile (Paul Spurrier) da sein und sich mehr um den Jungen kümmern, der im Internat lebt.
Nachdem alle Probleme aus dem Weg geschafft wurden, gehts los ins Trainingscamp und die Männer werden von dem alten Veteranen RSM Sandy Young (Jack Watson) gedrillt, der dafür sogar seine Frau verlässt. Dann gehts los: Aus einer Lockheed C-130 Hercules springen die Männer über dem Zielgebiet in Zembale ab. Limbani wird von einem Teil der Männer (u.a Hardy Krüger) befreit und die andere Hälfte der Männer hat inzwischen den nahe gelegenen Flughafen erobert. Doch der Heimflug gestaltet sich schwieriger als vermutet...
Andrew McLaglen hat sehr straff inszeniert und der Film hat von Anfang bis Ende einen grimmigen Unterton. Politische Korrektheit darf man hier nicht erwarten - aber trotz dieser Einschränkungen ist "Die Wildgänse kommen" ein sehr spannendes Actionkino geworden, wobei das Männlichkeitsideal des brutalen Draufgängers stark zelebriert wird. Kameradschaft ist das oberste Gebot. Verrat ist ein definitives Todesurteil und die Soldaten haben Null Erbarmen mit dem Gegner. Am Ende steht natürlich die Rache. Dabei imponieren vor allem Richard Burton und Richard Harris als Freunde, die sich durch ihre Gegensätze ergänzen. Burton spielt den eiskalten Typen, bei Richard Harris funkelt immer wieder die Emotion durch und auch der Wunsch nach einer anderen, viel bürgerlicheren Existenz. Aber auch er kann nicht anders. Er ist faszniert vom Kriegsspiel und unterwirft sich wider besseren Wissens dem fragwürdigen Männlichkeitskult.
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am 12. Oktober 2010
Ein Klassiker des Action-Kinos, der eine ordentliche Edition verdient hat, ist endlich auch in Deutschland auf DVD und BluRay erhältlich. Meine Anmerkungen beziehen sich jedoch "nur" auf die DVD-Fassung, da mir die BluRay nicht vorliegt. Das Bonusmaterial ist - wenn man das Alter des Films bedenkt - mehr als ausreichend. Neben dem Trailer ist insbesondere das halbstündige Making of "Der Flug der Wildgänse" sehr sehenswert. Über den Film selbst muss man keine Worte verlieren. Das verwendete Master stammt zweifelsohne von einem Kino-Negativ, was an vielen Verschleissartefakten sichtbar ist. Aber bitte nicht falsch verstehen, ich war überrascht, was man aus dem alten Streifen noch an Qualität herausholen konnte. Eine hervorragende Arbeit des Studios. Leider hat man diese Qualität nicht bis zum Ende durchhalten können. In den letzten fünf Minuten (in Mastersons Villa) erreicht das Bild VHS-Niveau und wird sehr grieselig. Vielleicht hat hier den Restaurator die Lust verlassen. Deshalb nur vier statt der eigentlich verdienten fünf Sterne. Die DVD-Edition ist eine lohnenswerte Anschaffung für alle Freunde des Films, hier macht man nichts verkehrt.
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am 3. Dezember 2015
Richard Burton - Roger Moore - Hardy Krüger - Richard Harris -- und alle 4 in Bestform - und das in einem Film der Extraklasse.
Dieser Film ist keineswegs kriegsverherrlichend - ganz im Gegenteil. Die Folgen werden hier schmerzlich gezeigt und auch die gebrochenen Protagonisten. Im Gegensatz zu hanelsüblichen Actionfilmen haben alle Hauptpersonen eine nachvollziehbare Geschichte und Persönlichkeit. Insbesondere die Entwicklung, die Hardy Krügers Figur im Laufe des Films durchläuft ist beinahe filigrane Filmkunst. Besonders hervorheben möchte ich die Auswahl an Nebendarstellern und auch deren schauspielerische Leistung. Zur Geschichte sage ich nichts - wer den Film kennt, kennt ihn - und wer nicht, sollte ihn anschauen

zu dieser DVD Edition: Laufzeit 123min mit einigen zuvor geschnittenen Szenen, die jetzt integriert sind. Das Remastering des Bildes ist eher mittelmäßig, nicht alle Schmutzpartikel vom Film wurden entfernt, etc. Die Farben und der Sound sind ok. Als Bonusmaterial findet sich ein making of auf der zweiten DVD, das damals wohl im Fernsehen lief. Dies ist sehr gelungen.

Fazit: Einer der besten Filme überhaupt (wenn man auch außerhalb schwarzweisser Autorenfilme aus Lettland im Originaltone Filme für bedeutungsvoll halten kann), kaufen und noch wichtiger ansehen.

Fußnote: Der Film ist aus dem Jahr 1978 und beinhaltet als Nebenrolle einen offensichtlich homosexuellen Sani, der hier keineswegs nur als Karikatur vorkommt. Und das in einer Zeit, in der Homosexualität in vielen Ländern noch unter Strafe stand.
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am 2. Dezember 2014
INHALT:

Um an Konzessionen zum Abbau von Kupfer zu gelangen, engagiert der Bankier Sir Edward Matherson den Söldner Colonel Alan Faulkner, um den afrikanischen Politiker Julius Limbani zu befreien. Mit Hilfe seiner alten Freunde Rafer Janders und Shaun Fynn stellt er einen Söldnertrupp zusammen, die er von dem ehemaligen Royal Sergeant Major Sandy Young trainieren läßt. An Weihnachten startet der Flug der Wildgänse ...

KRITIK:

‚Die Wildgänse kommen’ ist immer noch mein liebster Actionfilm:

Ich hatte in meiner Jugend den Roman gelesen, lange bevor ich dann den Film zu sehen bekam – und der Film hatte meine Erwartungen übertroffen, auch wenn ich mich bei der Besetzung der Rollen etwas geirrt hatte:Auf dem Cover des Romans waren die vier Hauptdarsteller abgebildet und ich hatte mich natürlich überlegt, wer wohl welche Rolle spielen würde - und bei Hardy Krüger hatte ich voll daneben gelegen:Ich hatte erwartet, dass er den Ausbilder, Royal Sergeant Major Sandy Young, spielen würde, die Rolle, die tatsächlich von Jack Watson dargestellt wird.

Mit 17 Jahren habe ich den Film dann endlich in einem Nonstop-Kino gesehen und war begeistert. Der Film kann auch heute noch bestehen, wirkt in keinem Moment angestaubt, dafür erschreckend aktuell:
Auch wenn die Handlung sich in erster Linie um die Söldner und die damit verbundenen Ereignisse dreht, wird dennoch klar, wie globale Entwicklungen von Finanziers und Banken beeinflusst werden, etwas das leider im neuen Jahrtausend, im Schatten der Globalisierung und nach Finanz- und Wirtschaftskrise, nach unzähligen kriegerischen Konflikten um Erdöl, seltene Erden, Diamenten und andere Bodenschätze sehr häßliche Folgen zeigt, auch wenn viele Politiker derlei verleugnen.

Auch in anderen Bereichen war der Film seiner Zeit weit, weit voraus:
Zwar ist es leicht, dem Film Diskriminierung vorzuwerfen, aber bei näherer Betrachtung sieht die Sache anders aus:

Unter den Wildgänsen findet sich nicht nur ein schwarzes Mitglied, sondern sogar ein Homosexueller, und das ohne dass diese klischeehaft dargestellt oder gar zur Witzfigur degradiert würden.
Auch der von Hardy Krüger dargestellte Pieter Coetzee ist deutlich differenzierter angelegt:Die Dialoge zwischen ihm und dem befreiten Julius Limbani offenbar dann unangenehme Wahrheiten, die man in einem Film dieses Subgenres nicht vermuten würde.
Auch die Besetzung ist bemerkenswert:
Neben den publikumswirksamen Hauptdarstellern setzen sich einige Darsteller der titelgebenden Wildgänse aus ehemaligen Militärangehörigen, die teilweise sogar am WWII teilgenommen haben, zusammen, was den Film auch heute noch deutlich überzeugender wirken läßt als vergleichbare Filme und besonders als moderne Produktionen. Dass allerdings ‚Old Surehand’ Steward Granger den Schurken gibt, ist schon recht bitter!

Selbst die eigentliche Kriegshandlung in der zweiten Hälfte des Films ist weit entfernt von den üblichen Einer-schießt-ein-anderer-fällt-um-Klischees:
Realistisch hart, aber ohne plakative Brutalitäten oder Grausamkeiten, und ohne einen Gang durch das Tal des Selbstmitleids, auch wenn es an manchen Stellen überraschend emotional wird:Hardy Krügers Sterbeszene läßt andere Filme weit hinter sich.
Erfreulich also, dass die Macher den Mut hatten, das Kriegsgeschehen entsprechend hart umzusetzen, und nicht Themen wie Krieg und Massenvernichtung in Form einer leicht konsumierbaren, anspruchslos-infantilen Space Opera in Trilogieform zu produzieren ...

Auch sonst kommt ‚Die Wildgänse kommen’ ohne großes Pathos aus, ist auch weder Film gewordener Comic oder gar Propagandafilm wie der einige Jahre später entstandene ‚Rambo 2:Der Auftrag’.
Dafür bietet der Film beeindruckende Szenen, wie etwa den Fallschirmabsprung der Wildgänse - und zeigt, wie derlei auch ohne CGI machbar war!
‚Die Wildgänse kommen’ war somit deutlich glaubwürdiger und bodenständiger als die im gleichen Zeitraum entstanden ‚James Bond’-Filme, die damals schon ins völlig Phantastische und Lächerliche abgeglitten waren, obwohl die 1970er nun wirklich genug realen Stoff geboten hätten. Sieht man sich deutlich härtere und bodenständigere, britische Filme wie ‚Get Carter’, ‚Die Wildgänse kommen’ oder ‚Das Kommando’ an, dann fragt man sich, wie die ‚James Bond’-Filme innerhalb weniger Jahre derart harmlos-lächerlich werden konnten.

Produzent Euan Lloyd holte sich für ‚Die Wildgänse kommen’ auch mit Andrew Victor McLaglen einen Regiesseur, der sich auf diese Art von Film verstand, kein überschätzter Filmemacher, sondern ein solider Handwerker, der danach noch einige Kracher dieser Art inszeniert hat (‚Sprengkommando Atlantik’, ‚Die Seewölfe kommen’ u.a.). Wenn man betreffs Besetzung und Inszenierung ‚Die Wildgänse kommen’ vergleicht mit ‚Black Hawk Down’ merkt man gleich, wie schwerwiegend die Unterschiede sind ...

Dass ‚Die Wildgänse kommen’ eine mit eher geringem Budget entstandene britische Produktion mit britischen Darstellern ist, abgesehen vom Deutschen Hardy Krüger, zeigt, was für Hammerfilme einst in Europa möglich waren, denn auch in Deutschland entstand seinerzeit ‚Steiner - Das eiserne Kreuz’.

Fanden solche Men-On-A-Mission-Filme vorher meist an Schauplätzen des zweiten Weltkriegs statt (‚Das dreckige Dutzend’, ‚Die Kanonen von Navarone’, ‚Agenten sterben einsam’), wodurch sie sich jedoch auch an die damit verbundene Historie halten mussten (Erst Quentin Tarantino's ‚Inglourios Basterds’ wagte etwas anderes), so startete mit ‚Die Wildgänse kommen’ das Subgenre des Söldnerfilms, der nicht an reale Ereignisse gebunden war - derart ernsthaft wie in ‚Die Wildgänse kommen’ gerieten nachfolgende Produktionen jedoch nicht mehr.

Viel zur gelungenen Atmosphäre des Films trägt der vom viel zu früh verstorbenen Roy Budd komponierte, stimmungsvoll-melancholische Soundtrack bei. Mag seine Komposition zu ‚Get Carter’ noch immer seine beste Arbeit sein, aber seine Komposition zu ‚Die Wildgänse kommen’ ist dem belanglos-inspirationsarmen Gedudel moderner Filme weit überlegen!

Ein ernsthaftes Theme (Afrika-Konflikt), eine hervorragende Besetzung, eine harte Inszenierung und die stimmungsvolle Musik von Roy Budd - all diese Elemente tragen dazu bei, dass ‚Die Wildgänse kommen’ ein Klassiker des Genres ist, der auch moderne Produktionen weit hinter sich läßt.

Als vor einigen Jahren das Gerücht umging, dass Hollywood eine Neuverfilmung planen würde, war ich doch ziemlich beunruhigt, denn auf irgendein glattgebügeltes, zeitgemäßes Remake mit irgendwelchen Milchgesichtern und Gesichtsvermietern hatte ich echt kein Verlangen, hatte eher die Befürchtung, das Remake wäre irgendwo zwischen ‚X-Men’ und ‚The Expendables’ angesiedelt, so eine weitere Attraktive-Menschen-in-attraktiver-Umgebung-Produktion, natürlich auch mit unvermeidlicher Love Story, um den Film leichter konsumierbar zu machen, und derart ästhetisiert, dass selbst ein Kriegsfilm wie ein Urlaubsvideo wirkt - man braucht sich nur mal ‚Black Hawk Down’ oder ‚Three Kings’ anzusehen!
Und was Literaturverfilmungen dieses Genres angeht, haben die ‚Bourne’-Adaptionen oder ‚Casino Royale’ gezeigt, dass Filmproduzenten gerne nur den Romantitel nehmen und dazu die Romanhandlung derart verändern, modernisieren oder derart verunstalten, dass der Roman im Film kaum mehr wiederzuerkennen ist ...

Auch auf der vorliegenden Doppel-DVD überzeugt der Film mit satten Farben und ohne dass dem Film sein Alter anzusehen ist. Lediglich der britische Originalton klingt teilweise, als wäre das Aufnahme-Mikrophon zu weit von den Schauspielern entfernt gewesen.
Dafür ist die Ausstattung der Bonus-DVD derart klasse wie ich das erwarte:
Eine Dokumentation über den Produzenten Euan Lloyd, ein Making-Of sowie die seinerzeit veröffentlichte Super8-Version:Diese dauert gerade mal rund 60 Minuten, also nicht mal die Hälfte des Films - das erinnerte mich daran, dass ‚Die Wildgänse kommen’ in den frühen 1990er Jahren mal im Nachmittagsprogramm eines Privatsenders gezeigt wurde - derart gekürzt hatte ich den Film noch nie gesehen! Irgendwann hatte ich auch mal gelesen, dass von ‚Die Wildgänse kommen’ eine 3-Stunden-Fassung existieren soll … nur Gerüchte oder verhält es sich mit ‚Die Wildgänse kommen’ ähnlich wie mit George Romero’s ‚Dawn Of The Dead’, von dem je auch innerhalb weniger Jahre immer wieder weitere einst gedrehte Szenen auftauchten und dann eine neue Fassung veröffentlicht wurde?
Trailer sowie die damaligen deutschen Kino-Aushangsphotos (Ja, sowas gab's damals tatsächlich, und waren begehrte Sammelobjekte, bis sie dann vor einigen Jahren aus den Schaukästen der Kinos verschwanden) in Dateiform u.a. runden das Bonus-Material ab.

Auf der Bonus-DVD hätten als Datei nur noch die Filmmusik und der Roman gefehlt - vielleicht bei der nächsten Auflage!
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am 4. Juli 2015
Rundum mit Artikel und Versand in allen Punkten vollauf zufrieden! Es gibt nichts auszusetzen und immr wieder fallen mir die freundlichenAmazon-Mitarbeiter auf.Allerdings hört man, die Arbeitsbedingungen seien nicht sehr gut....
Prof.Dr.Albert
Bamberg
Hainstr.1
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