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116 von 129 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Elend der Einsamkeit
Wer kennt das nicht: Man ist allein. Allein unter vielen Menschen. Sich selbst überlassen. Ob nun freiwillig oder gezwungenermaßen. Ob nun "dank" einer gescheiterten Beziehung oder aufgrund beruflicher Vielreiserei. Zuerst ist es ungewohnt, doch schon bald schafft man sich seinen eigenen kleinen Ablauf, seine eigenen Rituale für etwas Normalität und...
Veröffentlicht am 24. Februar 2010 von Schwalbenkönig

versus
17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hauptdarsteller auf Höhenflug, Handlung etwas flügellahm
George Clooney variiert in der Rolle des "Mannes fürs Grobe" gleichsam seine Rolle aus Michael Clayton. Auch hier geht es um eine Saulus-zum-Paulus-Geschichte. Ryan Bingham, der von Clooney zu hundert Prozent glaubwürdig verkörperte Vielflieger und Angestellte eines Dienstleistungsunternehmens, inszeniert sich selbst nämlich zunächst als...
Veröffentlicht am 29. Mai 2010 von film-o-meter


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116 von 129 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Elend der Einsamkeit, 24. Februar 2010
Von 
Schwalbenkönig - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Up in the Air (DVD)
Wer kennt das nicht: Man ist allein. Allein unter vielen Menschen. Sich selbst überlassen. Ob nun freiwillig oder gezwungenermaßen. Ob nun "dank" einer gescheiterten Beziehung oder aufgrund beruflicher Vielreiserei. Zuerst ist es ungewohnt, doch schon bald schafft man sich seinen eigenen kleinen Ablauf, seine eigenen Rituale für etwas Normalität und ehe man sich versieht hat einen dieser Umstand fest im Griff. Man hat sich gut damit arrangiert.

Ryan Bingham (George Clooney) hat diesen Umstand der Einsamkeit und Rastlosigkeit nahezu perfektioniert. Er ist ein Mann, der beruflich fast das gesamte Jahr quer durch die USA reist, um im Namen feiger oder bequemer Bosse ungeliebte Kündigungen an deren Mitarbeiter zu überbringen. Hotels und Flugzeuge sind seine Heimat, sein Tagesablauf straff und äußerst pedantisch durchorganisiert. Und ja, er mag dieses Leben! Sogar sehr. Da passt es ihm gar nicht in den Kram, dass er anlässlich einer Umstrukturierung in seiner Firma bald einen festen Bürojob bekommen soll. Und als wäre das nicht schlimm genug, soll er dafür auch noch die Frau (Anna Kendrick), die diese Umstrukturierung eingeleitet hat, mit auf Reisen nehmen und in die hohe Kunst des Kündigens einlernen..

Wer sich für diese Tragikkomödie (Nein, es ist keine Romanze!) interessiert, darf sich auf zwei Dinge freuen:
1) Ein preisverdächtiges Darstelleraufgebot, das von vorn bis hinten perfekt besetzt ist und dazu (und inklusive) einen George Clooney, der mal nicht erwartungsgemäß den jugendhaften Charmebolzen, den wir von im schon so oft gesehen haben, mimt, sondern auch einen traurigen George Clooney, der sein ganzes Talent in diesen Film wirft und für mich eine seiner besten Leistungen überhaupt abgibt.
2) Eine Geschichte, die insgesamt und mit ihren vielen Kleinigkeiten so dicht am Leben ist, dass man sich der Wucht kaum entziehen kann. Eine Geschichte, die einen fasziniert, die einem manchmal seltsamerweise bekannt vorkommt und vor allem eine Geschichte, die dem Zuschauer eine ganze Palette an Emotionen an den Kopf wirft und mit Garantie nicht kalt lässt.

Tatsächlich habe ich von diesem Film nicht allzu viel erwartet. Irgendwas Besonderes schon. Aber mehr in Richtung hollywoodtypisch locker-leicht mit einem Schuss Humor. Da habe ich die Rechnung jedoch ohne Drehbuchautor und Regisseur Jason Reitman gemacht. Der Mann ist nämlich verantwortlich für Thank You for Smoking und Juno, zwei Filme die wirklich nur rein oberflächlich betrachtet die Bezeichnungen locker, leicht und lustig verdienen, aber dahinter (so wie hier) verdammt viel bittere Wahrheit und beißender Zynismus steckt. So viel, dass mir am Ende dieses dramatischen Stück Films ein richtig dicker Kloß im Hals stecken geblieben ist.

Mein Fazit: Eine bewegende Story, fabelhafte Schauspieler in Topform, ein wunderbarer Soundtrack.. Für mich schon jetzt einer der Filme des Jahres!
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein., 4. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Up in the Air (DVD)
Ryan Bingham hat ein skurriles Ziel: Er möchte unbedingt der siebte Mensch sein, der 10 Millionen Flugkilometer über den Wolken verbracht hat und die entsprechend exklusive Kundenkarte dafür erhält. Voraussetzung für diese Miles-and-More-Geilheit Binghams ist sein Job: Als Kündigungsexperte fliegt er kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten, um nicht mehr benötigten Arbeitnehmern ihre Entlassung mitzuteilen. Bingham macht quasi die Drecksarbeit für feige Bosse, die für diese undankbare Aufgabe bezahlte Hilfe von außerhalb in Anspruch nehmen. Bingham ist Profi - unterkühlt, distanziert und erfolgreich serviert er einen Angestellten nach dem anderen ab.

Schlecht bezahlt ist der eigentümliche Job nicht. Schlange stehen ist ein Tabu für Bingham, die maßgeschneiderten Anzüge sitzen perfekt und Liebeleien während seiner meist kurzen Zwischenstopps versüßen dem Single aus Überzeugung die Einsamkeit. Doch Bingham scheint sich in dieser Einsamkeit eingerichtet zu haben und gar wohlzufühlen. Familie, Sesshaftigkeit und ein spießbürgerliches Leben scheut Bingham wie der Teufel das Weihwasser. Doch auf einem seiner Trips lernt er die schlagfertige Alex kennen und Binghams Prinzipien erfahren die eine oder andere Abänderung. Als dann die junge und ehrgeizige Natalie Ryans Unternehmen ein Computerprogramm präsentiert, das unter Umständen auch Bingham selbst überflüssig machen könnte, sieht er sein über Jahre hinweg manifestiertes Lebenskonzept akut gefährdet

Was Ivan Reitman mit 'Up in the Air' realisiert hat, ist ein tragikomisches Porträt eines Gewohnheitsmenschen, der dem Luxus nicht abgeneigt ist, der sich aber auch den zwischenmenschlichen Reichtümern oder der Verantwortung einer Beziehung konsequent entzieht. Reitmans Film schlägt dabei nicht kollosal auf die Pauke, präsentiert uns keine unvergesslichen Schenkelklopfer, sondern kommt als stilles und kluges Werk der zurückhaltenden Töne daher. Dass Clooney dabei mitunter nervend penetrant lächelt und permanent freundlich zu sein scheint, zeigt die antrainierte Selbstverständlichkeit eines Menschen, der keine Schwäche zeigen darf. Summa summarum ein sympathischer, leicht zugänglicher Film, dem zwar ab und an die psychologische Tiefe eines Meisterwerks fehlt, dem aber auf jeden Fall der Balanceakt zwischen Tragik und feinem Humor mit Leichtigkeit gelingt. Besonderer Erwähnung bedarf der tolle Soundtrack, der perfekt mit Eric Steelbergs souveräner Kameraarbeit harmoniert.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 10 Mio Airmiles als Lebensziel?, 10. Juni 2010
Von 
H. Weisser "Sunny Mars" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Up in the Air [Blu-ray] (Blu-ray)
Die technische Qualität der BluRay kann man als solide bezeichnen. Ein Bild, das gut aber nicht umwerfend ist. Der Ton ist ebenfalls solide. Eine genauere Bewertung fällt mir jedoch schwer, da "Up In The Air" ein Dialogfilm ist, dessen Soundeffekte und selbst der Soundtrack beinahe kaum auffallen.

Zum Film selbst **** SPOILERGEFAHR ***
Regisseur Jason Reitman ist es nach "Thank You For Smoking" und "Juno" erneut gelungen, mich sowohl im Hirn als auch im Herzen zu berühren. Außerdem ist der Film zur richtigen Zeit - Finanzkrise! - erschienen. So wirkt die Rahmenhandlung für jedermann nachvollziehbar: Ein charmanter Typ feuert im Auftrag von Firmen deren Mitarbeiter. Er reist dabei kreuz und quer durch die USA und führt ein entwurzeltes Leben, das sich irgendwo zwischen Hotels, Flughäfen und seinen Kunden abspielt. Immer auf Achse, immer unter Strom und immer auf der Jagd nach den nächsten Airmiles. Die goldene Luxus-Senatoren-ich-bin-wichtig-Karte als Lebensziel.
Alles könnte so schön sein, wenn der charmante Ryan Bingham (George Clooney) nicht auf ein weibliches Gegenstück (Vera Farmiga) treffen würde, das genauso tickt wie er und das ihm im Laufe der Handlung nicht nur den Kopf verdreht, sondern ihn auch dazu bringt, seine Wertvorstellungen und Lebensziele zu hinterfragen, ja diese sogar über Bord zu werfen. Dass sich zusätzlich noch eine jüngere Kollegin daran macht, ihm im Job das Wasser abzugraben, ist dabei das kleine Sahnehäubchen.

Jason Reitman hat mit "Up In The Air" eine Komödie gedreht, die im Bezug auf die amerikanische "hire and fire"-Mentalität sämtliche Klischees bedient. Außerdem zeigt er das tägliche, ruhelose Leben von Ryan Bingham in Hotels und vor allem auf Flughäfen voller Humor, oftmals sogar deutlich überzeichnet, trifft dabei aber immer den richtigen Ton und zeigt viel Gespür für skurrile aber realistisch wirkende Momente. Hervorragend gelingt es Reitman, seine Schauspieler zu umwerfender Natürlichkeit, kleinen Emotionen und zahlreichen kleinen Gesten anzuleiten und "Up n The Air" auch dadurch zu ganz großem Kino zu machen
Die Darsteller sind dabei über alle Zweifel erhaben: George Clooney, spielt überzeugend den anfangs von sich und seiner Lebensweise überzeugten Ryan Bingham, der im Laufe der Handlung mehr und mehr Einsamkeit empfindet und daher plötzlich nach seinem ruhigen Hafen sucht. Anna Kendrick als Clooneys engagierte junge Kollegin spielt sehr natürlich. Vera Farmiga passt hervorragend in die Rolle der Alex, die letztlich ein Beziehungsverhalten zeigt, das man in der Regel eher Männern zutraut. Dieses "Ich drehe den Spieß einfach herum" und die sich daraus für die Handlung ergebende Entwicklung sind der eigentliche Gewinn des Films: Kein kitschiges Happy End, sondern ein Ende, das bittersüß aber realistisch daherkommt.
Selbst die Nebenrollen sind glänzend besetzt. Alle sprühen vor Spielfreude. Und wer genau hinschaut, bekommt in kleinen Rolle J.K. Simmons (Junos Vater aus "Juno") und Sam Elliot zu sehen. Letzterer dürfte eingefleischten Coen-Fans aus "The Big Lebowski" bekannt sein.

Was bleibt? Das Gefühl, eine sehr, sehr gute, kurzweilige, intelligente und melancholische Komödie gesehen zu haben, die mich noch lange nach ihrem Ende beschäftigt hat... EINE KLARE KAUFEMPFEHLUNG!
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hauptdarsteller auf Höhenflug, Handlung etwas flügellahm, 29. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Up in the Air [Blu-ray] (Blu-ray)
George Clooney variiert in der Rolle des "Mannes fürs Grobe" gleichsam seine Rolle aus Michael Clayton. Auch hier geht es um eine Saulus-zum-Paulus-Geschichte. Ryan Bingham, der von Clooney zu hundert Prozent glaubwürdig verkörperte Vielflieger und Angestellte eines Dienstleistungsunternehmens, inszeniert sich selbst nämlich zunächst als beziehungsunfähiger Zyniker, als einer, der mit dieser nonchalanten Fassade und dem steinernen Lächeln wie geschaffen ist für den Job als Unheilsprophet: Bingham überbringt als Exekutivkommando seiner Firma Leuten, die von ihren Unternehmen entlassen werden sollen, die Kündigung, verpackt in Mutmach-Worte und eine scheinbar hilfreiche Broschüre. Als die junge Nachwuchskraft Natalie mit ihrem Vorschlag, diese Prozedur vom reisekostenintensiven Live-Auftritt auf ein Online-Verfahren umzustellen, beim Chef auf offene Ohren stößt, gerät der Flugnarr ins Trudeln: Seine wohl gefestigte Ordnung droht aus den Fugen zu geraten. Er rettet sich mit der Idee, Natalie erst mal als Praktikantin unter seine Fittiche zu nehmen, damit sie mal sehen kann, wie so eine Entlassung im richtigen Leben aussieht. Für zusätzliche Komplikationen sorgt die anstehende Hochzeit einer Schwester von Bingham, zu der er seine erotische Reisebekanntschaft Alex (Vera Farmiga) mitnimmt, weil es bei manchen Gelegenheiten eben doch besser ist, nicht allein zu sein.

Wie schon in seinem Überraschungserfolg Juno setzt Regisseur Jason Reitman auf Dialogwitz und authentische Figuren. Im letzten Drittel droht der Film jedoch zu kippen: Reichlich durchschaubar wirkt da die vom Autor erzwungene Wandlung des eingebildeten Zynikers zu jenem edlen Humanisten, den Clooney auch gern privat gibt. Doch Jason Reitman umschifft die Kitsch-Klippen mit einem ebenso einfachen wie verblüffenden Drehbuchmanöver und erspart dem Zuschauer damit ein Ende, wie er es schon tausendmal gesehen hat.

Trotz seiner Originalität zündet der Film aber nicht richtig. Die Geschichte nimmt sich zu viel Zeit für die Darstellung von Binghams Alltagsroutine. Und die ist wie nun mal jede Routine: eher öde. Der Film ist daher anders als sein Hauptdarsteller nicht immer auf Höhenflug; er wirkt über weite Strecken zu monochrom, zu sehr auf den jede Szene dominierenden George Clooney zugeschnitten und zurechtgestutzt, um jenseits der Hauptfigur noch Strahlkraft entfalten zu können. Ohne Übertreibung wird man sagen können, dass dies mehr ein Clooney-Film als ein Reitman-Film ist.
"Ab 0", wie die DVD-Hülle verkündet, eignet sich "Up in the Air" übrigens auch nicht; die Chef-Aufklärer von der FSK spinnen mal wieder. Es gibt grobe Ausdrücke und eine (halbe) Nacktszene. Das ist dann doch was anderes als Ice Age.

Für Freunde von George Clooney alias Michael Clayton und Terminal.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Das ist deine Chance!", 4. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Up in the Air (DVD)
Es dauert lange, bis Ryan Bingham(George Clooney) diese Worte von seiner Schwester hört; verdammt lange! Das ausgerechnet er dafür sorgen soll, dass etwas funktioniert und zusammenkommt, ist dabei so makaber wie genial, denn das einzige was Ryan wirklich gut kann, ist Menschen zu entlassen. Wie Regiseur Jason Reitman seinen Star, und Ich-Erzähler, vom Einleitungssatz "Wer bin ich eigentlich?" bis zu dieser Chance führt, das ist wirklich großes Kino mit einer Extraprise Überraschung, Herz und Menschlichkeit.

Ryan Bingham ist der Star bei CTC. Wenn große Firmen Mitarbeiter entlassen, kommt er ins Spiel Bingham feuert professionell und eiskalt. Dabei ist er mit dem Flieger unaufhörlich in den Staaten unterwegs. Insgeheim träumt er davon, der siebte Mensch zu sein, der die 10 Millionen Meilen per Flugzeug hinter sich bringt. Sein Chef Gregory(Jason Bateman)weiß zwar, was er an Bingham hat, ist aber auch für neue Ideen offen; jedenfalls wenn sie Geld einsparen. So holt er die junge, engagierte Natalie Keener(Anna Kendrick) ins Boot. Sie will die teure Fliegerei abschaffen und die Menschen, per Videokonferenz, über den Bildschirm feuern. Allerdings hat Natalie mehr Ahnung von Technik, als von der Wirklichkeit. So wird der protestierende Bingham fast seinen Job los. Aber damit Natalie erst einmal kapiert, worum es geht, schickt Gregory sie zusammen mit Bingham auf Entlassungs-Flugreise. Natalie muss lernen, dass eine Entlassung von Angesicht zu Angesicht doch etwas anderes ist. Für Ryan ist es nicht mehr als Routine.
Als Ryan die Managerin Alex(Vera Farmiga) kennenlernt, scheint der sonst so überzeugte Single und Menschenfeind eine kleine Schwäche an sich zu entdecken. Dabei ist Alex eigentlich das weibliche Spiegelbild zu ihm. Keine Beziehung! Keine Gefühle!
Aber dann kommt doch alles anders. Ryan fliegt mit Alex zur Hochzeit seiner Schwester. Dort bekommt er "seine Chance." Danach will er mehr. Doch nicht alles im Leben ist planbar. Egal, wie gut man in seinem Job ist oder wie viele Vorträge man über cleveres Business hält. Das Leben hält für Ryan eine Extrarunde bereit, die nur schwer abzuleisten ist...

Nach Walter Kirns Novelle "Mr. Bingham sammelt Meilen", hat Jason Reitman einen Film produziert, der nur schwer einzuordnen ist. Beginnt der Spaß in einer Art Hochglanzproduktion mit dem absolut smarten Clooney, so wechselt er später in eine Art Indie-Produktion mit atemberaubenden Bildern und einer großen Prise Menschlichkeit. Reitman macht alles richtig. Er startet mit wunderbaren Luftbildern, schickt seinen "Mr. Bingham" als Erzähler in die Strudel der Geschichte und nutzt jede Chance, um seine Protagonisten vor schwierige Entscheidungen zu stellen. Dabei verliert Reitman nicht die "leichte Hand" hinter der Kamera, um bewegende und gefühlvolle Bilder zu produzieren.

-Up in the air- ist fantastisch besetzt. Clooney ist die Idealbesetzung für Ryan Bingham. Vera Farmiga und Anna Kendrick besetzen die weiblichen Hauptrollen mit echter Klasse. In den Nebenrollen glänzen Jason Batemann, Sam Elliot und J.K.Simmons. Mit der Musik von Woody Guthrie, Naughty by nature, Crosby Stills Nash & Young und Roy Buchanan, hat Reitman einen exquisiten Soundtrack für seine Geschichte zusammengestellt.

Manchmal entwickeln sich die Dinge im Leben völlig anders als gedacht. Dann muss man aufpassen, dass man nicht unter die Räder kommt. Aber selbst die größte Katastrophe kann eine Chance sein. Begleiten sie Ryan Bingham auf seinem Weg zu den 10 Millionen Flugmeilen. Am Ende werden sie feststellen: Egal wie weit man fliegt, seinem Schicksal entkommt man nicht!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wir werden immer rastloser..., 31. Juli 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Up in the Air [Blu-ray] (Blu-ray)
"Up in the Air" ist einer der besseren, aber immer noch typischeren Vertreter Hollywoods, die klasse und vielversprechend anfangen und dann doch etwas wieder versanden. Dabei ist die Grundidee mal was neues und durchaus aktuelles in Zeiten von Finanzkrisen: George Clooney spielt einen modernen Sensenmann, der quer durch die U.S of A fliegt um armen Menschen mitzuteilen, dass sie gerade ihren Job losgeworden sind. Das ist irgendwie böse und zynisch, wie sich Clooneys Filmagentur geradezu freut über die Minusgeschäfte großer Firmen, die dann ihre Mitarbeiter entlassen muss.
Das der Film den aktuellen Zeitgeist atmet, beweist aber nicht nur diese Ebene, denn alsbald wird Clooney eine junge, engagierte Branchenanfägnerin beiseite gestellt, woduruch weitere Themen in den Fokus rücken: Aufstrebende Frau, die nur die Karriere vor Augen hat trifft natürlich auf ihren Mentor, der schon viele Jahre auf dem Buckel hat, wobei ihre kühle Rationalität auf seine Form der Berufspoesie trifft. Das Thema der heutzutage immer mehr geforderten Mobilität ist bei "Up in the Air" ebenso Gegenstand des Films, sowie die damit einhergehenden Verschiebungen in unseren Wertesystemen. Und erstaunlich wie auf einmal die junge Generation an Konservativität nicht zu übertreffen ist und vollkommen altbackene und naive Vorstellungen vom Leben hat, während gerade die alten Hasen die Zeichen der Zeit längst erkannt haben und sich locker machen. Dies alles wird zu Beginn mit einem ordentlichen Schnitttempo serviert, wodurch der Film ordentlich Drive erhält. Dazu gute Musik, insgesamt gutes Schauspiel und wirklich scharfe, pointierte Dialoge, da bleiben eigentlich keine Wünsche offen. Nur kippt der Film ab einem bestimmten Zeitpunkt enorm, verliert er seinen Fokus und viel Tempo und wird dann leicht melodramatisch mit den typischen Momenten, in denen die Hauptfigur an seinem bisherigen Leben zweifelt (und dies, ebenfalls typisch, vor versammelter Menschenmenge durchblicken lässt). Fast scheint es so, als wolle der Film die Botschaft vermitteln wollen, dass am Ende konservative Werte doch noch obsiegen (ein Hoch auf Amerika?!) und nur das traditionelle Familienmodell der Weg zum Glück ist.
In dieser Phase schwächelt der Film merklich und auch sein dynamisches Tempo weicht einem gemächlichen Spaziergang. In diesem Tempo verbleibt er auch bis zum Schluss, aber, und das muss man Regisseur Jason Reitman hoch anrechnen, er verweigert dem Zuschauer ein wirkliches Happy-End. Nachdem man schon ein kitschtriefendes Ende befürchten musste, fängt sich der Film doch noch und bleibt damit nur erfrischend konsequent: (Spoiler!)

Clooneys Charakter bleibt allein und muss sich mit seiner alten und neuen Situation abfinden. (Spoiler Ende!)

Doch mehr denn je ist ihm nun klar, was er für seinen Beruf aufopfern muss und an diesem Punkt scheint er sich dessen nicht mehr so sicher, ob sein Leben überhaupt der richtige Weg zum Glück ist. Der Fortschritt jedoch ist unbarmherzig und so ergibt sich auch die Hauptfigur seinem Schicksal, mit einem lachenden und einem vielleicht nun größerem, weinenden Auge. Und in dieser Hinsicht ist "Up in the Air" dann doch pessimistisch zeitkritisch. Keine Zeit für Familie, Liebe, Stabilität. Wir laufen Gefahr immer rastloser zu werden und wirklich sicher scheint nun gar nichts mehr.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein leiser Film, bittersüß und heiter-melancholisch, 30. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Up in the Air (DVD)
Ein leiser Film, bittersüß und heiter-melancholisch - und damit genau die Mischung, die ich mag. Dazu kommen dann noch gute Dialoge und eine interessante Story um einen überzeugten Single (Clooney). Mehr verrate ich nicht. Ein Film, den ich gewiss noch mehrmals anschauen werde.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Business-Satire in Edel-Optik, 15. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Up in the Air (DVD)
Die erste Dreiviertelstunde gefiel mir am besten: Nonchalant zynische Sprüche, aalglattes Geschäftsleben, schick gefilmt, rhythmisch flott geschnitten und Colorgrading in kühler Blau-Optik. Unspektakulär attraktive Akteure. So hätte es weitergehen können.

Doch dann bekommt die junge Kollegin einen unpassenden Gefühlsausbruch, den Regisseur Reitman grob Comedy-haft inszeniert; hernach menschelt es streng, sogar geheiratet wird noch - das Besondere ist weg und kehrt nicht wieder, sieht man vom nicht ganz genre-typischen Ende ab. Bestimmte Hotelketten, Autovermieter und Fluglinien erscheinen aufdringlich oft.

Die Chemie zwischen George Clooney und Vera Farmiga stimmt jede Sekunde, ich habe selten so ein überzeugendes Paar gesehen. Die Akteure hantieren allerdings noch mit Laptops und Kompaktkameras, das wirkt steinzeitlich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es braucht Mut zur Veränderung, 7. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Up in the Air (DVD)
Und auch wenn äußere Einflüsse nachhelfen, kann die soeben gefasste Entscheidung nicht ans gewünschte Ziel führen, (...) findet George Clooney -der hier, trotz Identifikationsbasis, keinen so angenehmen Zeitgenossen verkörpert-, in einem gewohnt federleichten Reitman - Film heraus. Er und seine Mitmimen erledigen ihre Jobs durchaus charmant. Das Stück, mehr leises Drama als sinnfreie Komödie, hat zweifelsohne eine Botschaft wie auch Szenen der Ernüchterung und einen Hauch von Melancholie zu bieten. Das Ende ist aus Sicht des Protagonisten zwar nicht tragisch, aber von Resignation gekennzeichnet. Anbei öffnet Reitman eine Schublade in den Kellern jener Konzerne, welche eine besonders abartige Kündigungstechnik enthält: Die, nach der die Arbeitskraft über einen Monitor abserviert wird wie eine zuvor aufgegebene und im Nachhinein stornierte Bestellung. Die Musik zeigt sich als leicht bekömmlich und gut verdaulich.

Lockere Unterhaltung mit Anspruch.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen George Clooney feuert Leute, 24. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Up in the Air (DVD)
>Up in the Air< war ein netter kleiner Beziehungsfilm mit einem meiner Lieblingsschauspieler - George Clooney, der sich in diesem Film vom Einzelgänger zu einem Mann entwickelt, der eine Ehe zumindest in Betracht zieht. Während er am Anfang ein ungebundenes und freies Junggesellen-Leben führt und sich trotz seines unsteten Lebens nie einsam fühlt, weil er sich seines Erfolges bei Frauen stets sicher sein kann, steht er am Ende des Films emotional gereift, dafür jetzt aber alleine, melancholisch und etwas verunsichert da. Der Film hinterlässt keine so tolle Stimmung, ist eher sehr konventionell in seiner pro-familia-Botschaft und dafür habe ich auch einen Amazon-Stern abgezogen. Trotzdem ein einigermaßen interessanter Streifen über einen zukunftsträchtigen Beruf: den Personalentsorger vom Dienst.
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Up in the Air [Blu-ray]
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