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Kundenrezensionen

111
3,9 von 5 Sternen
Up in the Air [Blu-ray]
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131 von 144 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Februar 2010
Wer kennt das nicht: Man ist allein. Allein unter vielen Menschen. Sich selbst überlassen. Ob nun freiwillig oder gezwungenermaßen. Ob nun "dank" einer gescheiterten Beziehung oder aufgrund beruflicher Vielreiserei. Zuerst ist es ungewohnt, doch schon bald schafft man sich seinen eigenen kleinen Ablauf, seine eigenen Rituale für etwas Normalität und ehe man sich versieht hat einen dieser Umstand fest im Griff. Man hat sich gut damit arrangiert.

Ryan Bingham (George Clooney) hat diesen Umstand der Einsamkeit und Rastlosigkeit nahezu perfektioniert. Er ist ein Mann, der beruflich fast das gesamte Jahr quer durch die USA reist, um im Namen feiger oder bequemer Bosse ungeliebte Kündigungen an deren Mitarbeiter zu überbringen. Hotels und Flugzeuge sind seine Heimat, sein Tagesablauf straff und äußerst pedantisch durchorganisiert. Und ja, er mag dieses Leben! Sogar sehr. Da passt es ihm gar nicht in den Kram, dass er anlässlich einer Umstrukturierung in seiner Firma bald einen festen Bürojob bekommen soll. Und als wäre das nicht schlimm genug, soll er dafür auch noch die Frau (Anna Kendrick), die diese Umstrukturierung eingeleitet hat, mit auf Reisen nehmen und in die hohe Kunst des Kündigens einlernen..

Wer sich für diese Tragikkomödie (Nein, es ist keine Romanze!) interessiert, darf sich auf zwei Dinge freuen:
1) Ein preisverdächtiges Darstelleraufgebot, das von vorn bis hinten perfekt besetzt ist und dazu (und inklusive) einen George Clooney, der mal nicht erwartungsgemäß den jugendhaften Charmebolzen, den wir von im schon so oft gesehen haben, mimt, sondern auch einen traurigen George Clooney, der sein ganzes Talent in diesen Film wirft und für mich eine seiner besten Leistungen überhaupt abgibt.
2) Eine Geschichte, die insgesamt und mit ihren vielen Kleinigkeiten so dicht am Leben ist, dass man sich der Wucht kaum entziehen kann. Eine Geschichte, die einen fasziniert, die einem manchmal seltsamerweise bekannt vorkommt und vor allem eine Geschichte, die dem Zuschauer eine ganze Palette an Emotionen an den Kopf wirft und mit Garantie nicht kalt lässt.

Tatsächlich habe ich von diesem Film nicht allzu viel erwartet. Irgendwas Besonderes schon. Aber mehr in Richtung hollywoodtypisch locker-leicht mit einem Schuss Humor. Da habe ich die Rechnung jedoch ohne Drehbuchautor und Regisseur Jason Reitman gemacht. Der Mann ist nämlich verantwortlich für Thank You for Smoking und Juno, zwei Filme die wirklich nur rein oberflächlich betrachtet die Bezeichnungen locker, leicht und lustig verdienen, aber dahinter (so wie hier) verdammt viel bittere Wahrheit und beißender Zynismus steckt. So viel, dass mir am Ende dieses dramatischen Stück Films ein richtig dicker Kloß im Hals stecken geblieben ist.

Mein Fazit: Eine bewegende Story, fabelhafte Schauspieler in Topform, ein wunderbarer Soundtrack.. Für mich schon jetzt einer der Filme des Jahres!
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Juli 2010
Ryan Bingham hat ein skurriles Ziel: Er möchte unbedingt der siebte Mensch sein, der 10 Millionen Flugkilometer über den Wolken verbracht hat und die entsprechend exklusive Kundenkarte dafür erhält. Voraussetzung für diese Miles-and-More-Geilheit Binghams ist sein Job: Als Kündigungsexperte fliegt er kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten, um nicht mehr benötigten Arbeitnehmern ihre Entlassung mitzuteilen. Bingham macht quasi die Drecksarbeit für feige Bosse, die für diese undankbare Aufgabe bezahlte Hilfe von außerhalb in Anspruch nehmen. Bingham ist Profi - unterkühlt, distanziert und erfolgreich serviert er einen Angestellten nach dem anderen ab.

Schlecht bezahlt ist der eigentümliche Job nicht. Schlange stehen ist ein Tabu für Bingham, die maßgeschneiderten Anzüge sitzen perfekt und Liebeleien während seiner meist kurzen Zwischenstopps versüßen dem Single aus Überzeugung die Einsamkeit. Doch Bingham scheint sich in dieser Einsamkeit eingerichtet zu haben und gar wohlzufühlen. Familie, Sesshaftigkeit und ein spießbürgerliches Leben scheut Bingham wie der Teufel das Weihwasser. Doch auf einem seiner Trips lernt er die schlagfertige Alex kennen und Binghams Prinzipien erfahren die eine oder andere Abänderung. Als dann die junge und ehrgeizige Natalie Ryans Unternehmen ein Computerprogramm präsentiert, das unter Umständen auch Bingham selbst überflüssig machen könnte, sieht er sein über Jahre hinweg manifestiertes Lebenskonzept akut gefährdet

Was Ivan Reitman mit 'Up in the Air' realisiert hat, ist ein tragikomisches Porträt eines Gewohnheitsmenschen, der dem Luxus nicht abgeneigt ist, der sich aber auch den zwischenmenschlichen Reichtümern oder der Verantwortung einer Beziehung konsequent entzieht. Reitmans Film schlägt dabei nicht kollosal auf die Pauke, präsentiert uns keine unvergesslichen Schenkelklopfer, sondern kommt als stilles und kluges Werk der zurückhaltenden Töne daher. Dass Clooney dabei mitunter nervend penetrant lächelt und permanent freundlich zu sein scheint, zeigt die antrainierte Selbstverständlichkeit eines Menschen, der keine Schwäche zeigen darf. Summa summarum ein sympathischer, leicht zugänglicher Film, dem zwar ab und an die psychologische Tiefe eines Meisterwerks fehlt, dem aber auf jeden Fall der Balanceakt zwischen Tragik und feinem Humor mit Leichtigkeit gelingt. Besonderer Erwähnung bedarf der tolle Soundtrack, der perfekt mit Eric Steelbergs souveräner Kameraarbeit harmoniert.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Es dauert lange, bis Ryan Bingham(George Clooney) diese Worte von seiner Schwester hört; verdammt lange! Das ausgerechnet er dafür sorgen soll, dass etwas funktioniert und zusammenkommt, ist dabei so makaber wie genial, denn das einzige was Ryan wirklich gut kann, ist Menschen zu entlassen. Wie Regiseur Jason Reitman seinen Star, und Ich-Erzähler, vom Einleitungssatz "Wer bin ich eigentlich?" bis zu dieser Chance führt, das ist wirklich großes Kino mit einer Extraprise Überraschung, Herz und Menschlichkeit.

Ryan Bingham ist der Star bei CTC. Wenn große Firmen Mitarbeiter entlassen, kommt er ins Spiel Bingham feuert professionell und eiskalt. Dabei ist er mit dem Flieger unaufhörlich in den Staaten unterwegs. Insgeheim träumt er davon, der siebte Mensch zu sein, der die 10 Millionen Meilen per Flugzeug hinter sich bringt. Sein Chef Gregory(Jason Bateman)weiß zwar, was er an Bingham hat, ist aber auch für neue Ideen offen; jedenfalls wenn sie Geld einsparen. So holt er die junge, engagierte Natalie Keener(Anna Kendrick) ins Boot. Sie will die teure Fliegerei abschaffen und die Menschen, per Videokonferenz, über den Bildschirm feuern. Allerdings hat Natalie mehr Ahnung von Technik, als von der Wirklichkeit. So wird der protestierende Bingham fast seinen Job los. Aber damit Natalie erst einmal kapiert, worum es geht, schickt Gregory sie zusammen mit Bingham auf Entlassungs-Flugreise. Natalie muss lernen, dass eine Entlassung von Angesicht zu Angesicht doch etwas anderes ist. Für Ryan ist es nicht mehr als Routine.
Als Ryan die Managerin Alex(Vera Farmiga) kennenlernt, scheint der sonst so überzeugte Single und Menschenfeind eine kleine Schwäche an sich zu entdecken. Dabei ist Alex eigentlich das weibliche Spiegelbild zu ihm. Keine Beziehung! Keine Gefühle!
Aber dann kommt doch alles anders. Ryan fliegt mit Alex zur Hochzeit seiner Schwester. Dort bekommt er "seine Chance." Danach will er mehr. Doch nicht alles im Leben ist planbar. Egal, wie gut man in seinem Job ist oder wie viele Vorträge man über cleveres Business hält. Das Leben hält für Ryan eine Extrarunde bereit, die nur schwer abzuleisten ist...

Nach Walter Kirns Novelle "Mr. Bingham sammelt Meilen", hat Jason Reitman einen Film produziert, der nur schwer einzuordnen ist. Beginnt der Spaß in einer Art Hochglanzproduktion mit dem absolut smarten Clooney, so wechselt er später in eine Art Indie-Produktion mit atemberaubenden Bildern und einer großen Prise Menschlichkeit. Reitman macht alles richtig. Er startet mit wunderbaren Luftbildern, schickt seinen "Mr. Bingham" als Erzähler in die Strudel der Geschichte und nutzt jede Chance, um seine Protagonisten vor schwierige Entscheidungen zu stellen. Dabei verliert Reitman nicht die "leichte Hand" hinter der Kamera, um bewegende und gefühlvolle Bilder zu produzieren.

-Up in the air- ist fantastisch besetzt. Clooney ist die Idealbesetzung für Ryan Bingham. Vera Farmiga und Anna Kendrick besetzen die weiblichen Hauptrollen mit echter Klasse. In den Nebenrollen glänzen Jason Batemann, Sam Elliot und J.K.Simmons. Mit der Musik von Woody Guthrie, Naughty by nature, Crosby Stills Nash & Young und Roy Buchanan, hat Reitman einen exquisiten Soundtrack für seine Geschichte zusammengestellt.

Manchmal entwickeln sich die Dinge im Leben völlig anders als gedacht. Dann muss man aufpassen, dass man nicht unter die Räder kommt. Aber selbst die größte Katastrophe kann eine Chance sein. Begleiten sie Ryan Bingham auf seinem Weg zu den 10 Millionen Flugmeilen. Am Ende werden sie feststellen: Egal wie weit man fliegt, seinem Schicksal entkommt man nicht!
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Mai 2010
George Clooney variiert in der Rolle des "Mannes fürs Grobe" gleichsam seine Rolle aus Michael Clayton. Auch hier geht es um eine Saulus-zum-Paulus-Geschichte. Ryan Bingham, der von Clooney zu hundert Prozent glaubwürdig verkörperte Vielflieger und Angestellte eines Dienstleistungsunternehmens, inszeniert sich selbst nämlich zunächst als beziehungsunfähiger Zyniker, als einer, der mit dieser nonchalanten Fassade und dem steinernen Lächeln wie geschaffen ist für den Job als Unheilsprophet: Bingham überbringt als Exekutivkommando seiner Firma Leuten, die von ihren Unternehmen entlassen werden sollen, die Kündigung, verpackt in Mutmach-Worte und eine scheinbar hilfreiche Broschüre. Als die junge Nachwuchskraft Natalie mit ihrem Vorschlag, diese Prozedur vom reisekostenintensiven Live-Auftritt auf ein Online-Verfahren umzustellen, beim Chef auf offene Ohren stößt, gerät der Flugnarr ins Trudeln: Seine wohl gefestigte Ordnung droht aus den Fugen zu geraten. Er rettet sich mit der Idee, Natalie erst mal als Praktikantin unter seine Fittiche zu nehmen, damit sie mal sehen kann, wie so eine Entlassung im richtigen Leben aussieht. Für zusätzliche Komplikationen sorgt die anstehende Hochzeit einer Schwester von Bingham, zu der er seine erotische Reisebekanntschaft Alex (Vera Farmiga) mitnimmt, weil es bei manchen Gelegenheiten eben doch besser ist, nicht allein zu sein.

Wie schon in seinem Überraschungserfolg Juno setzt Regisseur Jason Reitman auf Dialogwitz und authentische Figuren. Im letzten Drittel droht der Film jedoch zu kippen: Reichlich durchschaubar wirkt da die vom Autor erzwungene Wandlung des eingebildeten Zynikers zu jenem edlen Humanisten, den Clooney auch gern privat gibt. Doch Jason Reitman umschifft die Kitsch-Klippen mit einem ebenso einfachen wie verblüffenden Drehbuchmanöver und erspart dem Zuschauer damit ein Ende, wie er es schon tausendmal gesehen hat.

Trotz seiner Originalität zündet der Film aber nicht richtig. Die Geschichte nimmt sich zu viel Zeit für die Darstellung von Binghams Alltagsroutine. Und die ist wie nun mal jede Routine: eher öde. Der Film ist daher anders als sein Hauptdarsteller nicht immer auf Höhenflug; er wirkt über weite Strecken zu monochrom, zu sehr auf den jede Szene dominierenden George Clooney zugeschnitten und zurechtgestutzt, um jenseits der Hauptfigur noch Strahlkraft entfalten zu können. Ohne Übertreibung wird man sagen können, dass dies mehr ein Clooney-Film als ein Reitman-Film ist.
"Ab 0", wie die DVD-Hülle verkündet, eignet sich "Up in the Air" übrigens auch nicht; die Chef-Aufklärer von der FSK spinnen mal wieder. Es gibt grobe Ausdrücke und eine (halbe) Nacktszene. Das ist dann doch was anderes als Ice Age.

Für Freunde von George Clooney alias Michael Clayton und Terminal.
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die technische Qualität der BluRay kann man als solide bezeichnen. Ein Bild, das gut aber nicht umwerfend ist. Der Ton ist ebenfalls solide. Eine genauere Bewertung fällt mir jedoch schwer, da "Up In The Air" ein Dialogfilm ist, dessen Soundeffekte und selbst der Soundtrack beinahe kaum auffallen.

Zum Film selbst **** SPOILERGEFAHR ***
Regisseur Jason Reitman ist es nach "Thank You For Smoking" und "Juno" erneut gelungen, mich sowohl im Hirn als auch im Herzen zu berühren. Außerdem ist der Film zur richtigen Zeit - Finanzkrise! - erschienen. So wirkt die Rahmenhandlung für jedermann nachvollziehbar: Ein charmanter Typ feuert im Auftrag von Firmen deren Mitarbeiter. Er reist dabei kreuz und quer durch die USA und führt ein entwurzeltes Leben, das sich irgendwo zwischen Hotels, Flughäfen und seinen Kunden abspielt. Immer auf Achse, immer unter Strom und immer auf der Jagd nach den nächsten Airmiles. Die goldene Luxus-Senatoren-ich-bin-wichtig-Karte als Lebensziel.
Alles könnte so schön sein, wenn der charmante Ryan Bingham (George Clooney) nicht auf ein weibliches Gegenstück (Vera Farmiga) treffen würde, das genauso tickt wie er und das ihm im Laufe der Handlung nicht nur den Kopf verdreht, sondern ihn auch dazu bringt, seine Wertvorstellungen und Lebensziele zu hinterfragen, ja diese sogar über Bord zu werfen. Dass sich zusätzlich noch eine jüngere Kollegin daran macht, ihm im Job das Wasser abzugraben, ist dabei das kleine Sahnehäubchen.

Jason Reitman hat mit "Up In The Air" eine Komödie gedreht, die im Bezug auf die amerikanische "hire and fire"-Mentalität sämtliche Klischees bedient. Außerdem zeigt er das tägliche, ruhelose Leben von Ryan Bingham in Hotels und vor allem auf Flughäfen voller Humor, oftmals sogar deutlich überzeichnet, trifft dabei aber immer den richtigen Ton und zeigt viel Gespür für skurrile aber realistisch wirkende Momente. Hervorragend gelingt es Reitman, seine Schauspieler zu umwerfender Natürlichkeit, kleinen Emotionen und zahlreichen kleinen Gesten anzuleiten und "Up n The Air" auch dadurch zu ganz großem Kino zu machen
Die Darsteller sind dabei über alle Zweifel erhaben: George Clooney, spielt überzeugend den anfangs von sich und seiner Lebensweise überzeugten Ryan Bingham, der im Laufe der Handlung mehr und mehr Einsamkeit empfindet und daher plötzlich nach seinem ruhigen Hafen sucht. Anna Kendrick als Clooneys engagierte junge Kollegin spielt sehr natürlich. Vera Farmiga passt hervorragend in die Rolle der Alex, die letztlich ein Beziehungsverhalten zeigt, das man in der Regel eher Männern zutraut. Dieses "Ich drehe den Spieß einfach herum" und die sich daraus für die Handlung ergebende Entwicklung sind der eigentliche Gewinn des Films: Kein kitschiges Happy End, sondern ein Ende, das bittersüß aber realistisch daherkommt.
Selbst die Nebenrollen sind glänzend besetzt. Alle sprühen vor Spielfreude. Und wer genau hinschaut, bekommt in kleinen Rolle J.K. Simmons (Junos Vater aus "Juno") und Sam Elliot zu sehen. Letzterer dürfte eingefleischten Coen-Fans aus "The Big Lebowski" bekannt sein.

Was bleibt? Das Gefühl, eine sehr, sehr gute, kurzweilige, intelligente und melancholische Komödie gesehen zu haben, die mich noch lange nach ihrem Ende beschäftigt hat... EINE KLARE KAUFEMPFEHLUNG!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Januar 2012
Und auch wenn äußere Einflüsse nachhelfen, kann die soeben gefasste Entscheidung nicht ans gewünschte Ziel führen, (...) findet George Clooney -der hier, trotz Identifikationsbasis, keinen so angenehmen Zeitgenossen verkörpert-, in einem gewohnt federleichten Reitman - Film heraus. Er und seine Mitmimen erledigen ihre Jobs durchaus charmant. Das Stück, mehr leises Drama als sinnfreie Komödie, hat zweifelsohne eine Botschaft wie auch Szenen der Ernüchterung und einen Hauch von Melancholie zu bieten. Das Ende ist aus Sicht des Protagonisten zwar nicht tragisch, aber von Resignation gekennzeichnet. Anbei öffnet Reitman eine Schublade in den Kellern jener Konzerne, welche eine besonders abartige Kündigungstechnik enthält: Die, nach der die Arbeitskraft über einen Monitor abserviert wird wie eine zuvor aufgegebene und im Nachhinein stornierte Bestellung. Die Musik zeigt sich als leicht bekömmlich und gut verdaulich.

Lockere Unterhaltung mit Anspruch.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Juli 2010
"Up in the Air" ist einer der besseren, aber immer noch typischeren Vertreter Hollywoods, die klasse und vielversprechend anfangen und dann doch etwas wieder versanden. Dabei ist die Grundidee mal was neues und durchaus aktuelles in Zeiten von Finanzkrisen: George Clooney spielt einen modernen Sensenmann, der quer durch die U.S of A fliegt um armen Menschen mitzuteilen, dass sie gerade ihren Job losgeworden sind. Das ist irgendwie böse und zynisch, wie sich Clooneys Filmagentur geradezu freut über die Minusgeschäfte großer Firmen, die dann ihre Mitarbeiter entlassen muss.
Das der Film den aktuellen Zeitgeist atmet, beweist aber nicht nur diese Ebene, denn alsbald wird Clooney eine junge, engagierte Branchenanfägnerin beiseite gestellt, woduruch weitere Themen in den Fokus rücken: Aufstrebende Frau, die nur die Karriere vor Augen hat trifft natürlich auf ihren Mentor, der schon viele Jahre auf dem Buckel hat, wobei ihre kühle Rationalität auf seine Form der Berufspoesie trifft. Das Thema der heutzutage immer mehr geforderten Mobilität ist bei "Up in the Air" ebenso Gegenstand des Films, sowie die damit einhergehenden Verschiebungen in unseren Wertesystemen. Und erstaunlich wie auf einmal die junge Generation an Konservativität nicht zu übertreffen ist und vollkommen altbackene und naive Vorstellungen vom Leben hat, während gerade die alten Hasen die Zeichen der Zeit längst erkannt haben und sich locker machen. Dies alles wird zu Beginn mit einem ordentlichen Schnitttempo serviert, wodurch der Film ordentlich Drive erhält. Dazu gute Musik, insgesamt gutes Schauspiel und wirklich scharfe, pointierte Dialoge, da bleiben eigentlich keine Wünsche offen. Nur kippt der Film ab einem bestimmten Zeitpunkt enorm, verliert er seinen Fokus und viel Tempo und wird dann leicht melodramatisch mit den typischen Momenten, in denen die Hauptfigur an seinem bisherigen Leben zweifelt (und dies, ebenfalls typisch, vor versammelter Menschenmenge durchblicken lässt). Fast scheint es so, als wolle der Film die Botschaft vermitteln wollen, dass am Ende konservative Werte doch noch obsiegen (ein Hoch auf Amerika?!) und nur das traditionelle Familienmodell der Weg zum Glück ist.
In dieser Phase schwächelt der Film merklich und auch sein dynamisches Tempo weicht einem gemächlichen Spaziergang. In diesem Tempo verbleibt er auch bis zum Schluss, aber, und das muss man Regisseur Jason Reitman hoch anrechnen, er verweigert dem Zuschauer ein wirkliches Happy-End. Nachdem man schon ein kitschtriefendes Ende befürchten musste, fängt sich der Film doch noch und bleibt damit nur erfrischend konsequent: (Spoiler!)

Clooneys Charakter bleibt allein und muss sich mit seiner alten und neuen Situation abfinden. (Spoiler Ende!)

Doch mehr denn je ist ihm nun klar, was er für seinen Beruf aufopfern muss und an diesem Punkt scheint er sich dessen nicht mehr so sicher, ob sein Leben überhaupt der richtige Weg zum Glück ist. Der Fortschritt jedoch ist unbarmherzig und so ergibt sich auch die Hauptfigur seinem Schicksal, mit einem lachenden und einem vielleicht nun größerem, weinenden Auge. Und in dieser Hinsicht ist "Up in the Air" dann doch pessimistisch zeitkritisch. Keine Zeit für Familie, Liebe, Stabilität. Wir laufen Gefahr immer rastloser zu werden und wirklich sicher scheint nun gar nichts mehr.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Juli 2013
Die erste Dreiviertelstunde gefiel mir am besten: Nonchalant zynische Sprüche, aalglattes Geschäftsleben, schick gefilmt, rhythmisch flott geschnitten und Colorgrading in kühler Blau-Optik. Unspektakulär attraktive Akteure. So hätte es weitergehen können.

Doch dann bekommt die junge Kollegin einen unpassenden Gefühlsausbruch, den Regisseur Reitman grob Comedy-haft inszeniert; hernach menschelt es streng, sogar geheiratet wird noch - das Besondere ist weg und kehrt nicht wieder, sieht man vom nicht ganz genre-typischen Ende ab. Bestimmte Hotelketten, Autovermieter und Fluglinien erscheinen aufdringlich oft.

Die Chemie zwischen George Clooney und Vera Farmiga stimmt jede Sekunde, ich habe selten so ein überzeugendes Paar gesehen. Die Akteure hantieren allerdings noch mit Laptops und Kompaktkameras, das wirkt steinzeitlich.
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TOP 1000 REZENSENTam 28. November 2013
Ach ja ... Ich schätze mal, dass viele weibliche Clooney-Fans ihren Schwarm genau so gerne hätten: Single, bereit, gut aussehend, in der Hotelbar Whiskey trinkend, smart, verführerisch eben ...

Clooney spielt hier den Vielflieger Ryan, der eigentlich überall und nirgends zuhause ist. Stets ist er unterwegs, pausenlos fliegt er von A nach B, Hotelzimmer und Flugzeuge sind sein Zuhause. Und er liebt auch genau dieses Leben: Immer on tour, unabhängig. Aber den Job, den er ausübt, liebt er nur halbherzig: Er muss Mitarbeitern kündigen. Dabei erlebt er Dramen, Tränen, Unglück und Kummer. Das macht nur selten Spaß. Aber er erledigt seinen Job mit 100 %iger Professionalität und kehrt schließlicht zurück in sein Hotelzimmer und fliegt am nächsten Morgen weiter in eine andere Stadt ...

Wäre da nicht dieser teilweise tragische Job, dann wäre das Leben von Ryan wirklich luxuriös und traumhaft. Aber er ist davon überzeugt, dass, wenn er nicht den Leuten kündigen würde, es eben sowieso jemand anders tut. Ryan mag genau dieses Leben und kann sich für sich selbst überhaupt nichts anderes vorstellen. Sein Zuhause ist die Welt, sein Credo lautet Unabhängigkeit.

Als er dann auch noch, des Abends in einer Hotelbar, die toughe Alex trifft, die ein ähnliches Leben wie er führt, scheint sein Leben noch perfekter. Die beiden treffen sich dann, nach Abgleichung ihrer Termine, irgendwo in irgendeinem Hotelzimmer in Amerika - und haben Spaß! Das -scheinbar- perfekte Leben für beide!

Die Frage ist: Wie geht's dann weiter? Und kann es so immer weiter gehen: Beide tingeln durch die Welt und treffen sich hin und wieder mal für ein kleines Stelldichein? Schauen wir mal ...

Der Film verändert seine Stimmung, als Ryan erfährt, dass sein Job, so, wie er ist, abgeschafft werden soll und die Kündigungen ab sofort nur noch vom Büro aus via Computer erledigt werden sollen. Dadurch würde sich für Ryan alles ändern. Will er das? Oder ist das vielleicht sogar die bessere Variante?

Eine junge Kollegin bringt einerseits frischen Wind in das Berufsleben von Ryan, anderseits prallen hier auch zwei Generationen aufeinander ...

"Up in the Air" erzählt von Einsamkeit, Zweisamkeit, von Hoffnungen, Wünschen, Begebenheiten, von harten Jobs, Generationskonflikten, Gefühlen und Veränderungen. Es ist nicht immer klar, was jeder nun wirklich will und was genau das Glück des Einzelnen ist. Ist Ryan wirklich dieser aalglatte Geschäftsmann, der lieber im Hotelzimmer, als in seinem ungemütlichen Appartement schläft?

Ein stimmungsvoller Film, der Raum für sehr viel eigene Interpretation lässt. Am Ende verlangt er von uns das Nachdenken über unser Leben, das Überdenken von Ansprüchen, Bewertungen von Lebenssituationen und am Ende das Erkennen, dass niemand aus seiner Haut kann ...
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am 21. April 2013
Ryan Bingham ist ein smarter Geschäftsmann, dessen Job es ist, im Auftrag fremder Unternehmen deren Mitarbeiter zu feuern. Außerdem sammelt er Bonusmeilen - zehn Millionen sollen es werden und das Ziel ist zum Greifen nahe! Sein Leben ist genau so unpersönlich und gefühlsmäßig-steril wie er es sich wünscht, bis er die Geschäftsfrau Alex trifft, die ihm auf fabelhafte Weise ähnelt. Er verliebt sich in sie und beginnt, sein Leben zu hinterfragen ...

Der Film ist (ohne dass man das bei dieser Thematik vielleicht erwartet) ein Juwel, denn er transportiert zwar einer Menge an Problemen unserer heutigen Zeit (Einsamkeit/Anonymität, diverse Ängste, Transport um jeden Preis, Effizienz in allen Lebensbereichen) und kommt dabei dennoch unerwartet leicht und unterhaltsam daher. UP IN THE AIR zeigt Stück für Stück, wie fragil das perfekt durchgestylete Leben des Ryan Bingham ist, denn auch er sehnt sich letztlich nach Geborgenheit und einem "Lebens-Co-Piloten", der ihn liebt und abends auf ihn wartet. Letztlich verstehe ich den Film als Plädoyer für Menschlichkeit und Fairness (auch in unmenschlichen/unfairen Situationen) und das Nicht-allein-sein-müssen.

George Clooney macht wieder einen fabelhaften Job; es ist beinahe faszinierend, dass er selbst als böser "Chef-Feuerer-vom-Dienst" sympathisch wirkt.
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