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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu kontrolliert, 20. Juni 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Violinsonaten 3 & 9 "Kreutzer" (Audio CD)
"Auf der Jubiläums-Aufnahme bei Onyx spielt sie eine historische Geige von Guadagnini aus dem Jahre 1750 und einen Barockbogen von Walter Barbiero. Viktoria Mullovas Klavierpartner ist Kristian Bezuidenhout, der 1979 in Südafrika geboren wurde und als Cembalist und Pianist vor allem aus der niederländischen Musikszene nicht mehr wegzudenken ist. Er begleitet Viktoria Mullova auf einem restaurierten Wiener Hammerflügel von 1816." so die Produktinformation.

Macht eine historische Aufnahme einen Sinn ? Schon vor fast 25 Jahren machten Frager und Zehetmair einen slchen Versuch. Damals erschien mir das Hörergebnis, was den Flügel angeht, gänzlich unangemessen. Da ächzt ein altes Instrument vor sich hin und ist doch nur ein Abklatsch. So wird es 1805 nicht geklungen haben und die Menschen werden es eh anders gehört haben, weil sie ein ganz anderes "Hör-Feld" und Hörerfahrungen hatten.Eine historische Rekonstruktion kann es deswegen gar nicht geben. Der Flügel bei dieser Aufnahme ist besser rekonstruiert. Für die Sonate op. 12 Nr. 3 möchte man die Verwendung des Instruments noch akzeptieren, nicht aber für die Kreutzer-Sonate.Höre ich, wie Martha Argerich dieses Werk spielt, würde ich nie auf die Idee kommen,hier sollte ein solcher Flügel, wie dieser hier, verwendet werden.

Und die Interpretation ?

"Es gibt Momente in dieser Aufnahme, da wünschte man sich, dass Mullova alle Fesseln fallen ließe; Momente, in denen ihr Spiel noch zu rational, zu kalkuliert wirkt; Momente, in denen das Risiko, wonach diese Musik verlangt, deutlicher hörbar werden müsste. Mullova spielt mit schlankem, stellenweise silbrigem Ton, kraftvoll, aber nie derb. Ihr Zusammenspiel mit Bezuidenhout funktioniert tadellos, was man gerade an den Beethoven-spezifischen Kontrasten erkennt." mein Vratz im NDR.

Dem kann ich nur zustimmen.Die andere historisierende Aufnahme zeigt, wie man speziell die Kreutzer-Sonate spielen kann und sollte. Voller Leidenschaft. Von der Uraufführung wird ja berichtet, Beethoven sei aufgesprungen, habe seinen Geiger Bridgetower umarmt und gerufen:"noch einmal, mein lieber Bursch".
So sehr ich die Geigerin Mullova schätze, diese gezügelte Leidenschaft ist bei dieser Sonate fehl am Platz. Wie könnte man sonst Tolstoi verstehen,der über dieses Stück meinte,dass diese Musik wegen ihrer Leidenschaftlichkeit eigentlich verboten werden müsste.
Nur mit blitzsauberem Spiel kommt man diesem Stück nicht bei.Gerade der erste Satz erfordert fast eine Raserei der Gefühle, nicht aber hoch-kontrolliertes Spiel. Zehetmair war seinerzeit 25 Jahre, wahrscheinlich in dem Alter, in dem man sich so etwas noch erlaubt und hat Maßstäbe gesetzt, die seit dieser Zeit nicht erreicht sind, auch nicht von Viktoria Mullova.

P.S. Derzeit ist die Produktangabe falsch. Es sind nur die Sonaten 3 und 9
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Violinsonaten 3 & 9 "Kreutzer"
Violinsonaten 3 & 9 "Kreutzer" von Viktoria Mullova (Audio CD - 2010)
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