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139 von 145 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn ich ich mir vorgenommen hatte ...
... die Rezension über das aktuelle Album von Johnny Cash mit ein paar sarkastischen, kritischen Worten zur Verkaufspolitik seines Labels zu schmücken, so hatte dieses Vorhaben eine ernüchternd geringe Halbwertzeit - ein paar Takte des ersten Songs, alles dahin. Ich habe recht schnell begreifen müssen, wie sehr mir diese Stimme, diese Songs gefehlt...
Veröffentlicht am 22. Februar 2010 von Mapambulo

versus
2 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen de mortuis nihil nisi bene
Von den Nachlassverwaltern mit letzter Kraft die letzten
Krümel vom Kuchenblech zusammengekratzt...
aber wer die anderen hat, will die Sammlung natürlich vervollständigen,
is ja auch wieder verständlich und nicht soooo schlecht
Veröffentlicht am 30. März 2010 von Jockel


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139 von 145 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn ich ich mir vorgenommen hatte ..., 22. Februar 2010
Von 
Mapambulo "Mapambulo" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
... die Rezension über das aktuelle Album von Johnny Cash mit ein paar sarkastischen, kritischen Worten zur Verkaufspolitik seines Labels zu schmücken, so hatte dieses Vorhaben eine ernüchternd geringe Halbwertzeit - ein paar Takte des ersten Songs, alles dahin. Ich habe recht schnell begreifen müssen, wie sehr mir diese Stimme, diese Songs gefehlt haben und wie unwichtig vor diesem Hintergrund das vielleicht zweifelhafte Gebahren der Plattenfirma erscheint, wirklich jedes noch so unbekannte Stück Cashs aus dem Fundus zu graben und auf ein neues Coveralbum zu pressen. Es ist egal, weil dieser Mann trotz seiner am Ende brüchigen und weniger vollen Stimme noch immer eine solche Würde und Gegenwärtigkeit ausstrahlt, dass einem fast jeder Song gleichsam zu einer Offenbarung, einem gesungenen Trost aus dem Jenseits zu geraten scheint. Gut, ich habe nicht geweint, aber Rührung schlecht verbergen können, wenn der alte Mann "O Death, where is thy sting, o grave, where is thy victory" intoniert (I Corinthians 15:55). Auch der Titelsong haut einen schlichtweg um, düsteres Stompin', trauriges Banjo - man möchte meinen, Cash war auch vorher nicht viel besser. Sheryl Crows "Redemption Day" wächst wie viele Stücke vorher durch seine Adaption und durch die Rubin'sche Reduktion gleichermaßen zu etwas Größerem, anderes wie "For The Good Times" seines Freundes und Weggefährten Kris Kristofferson hat die erhabene Patina schon und wird im Wissen um die gemeinsame Wegstrecke der beiden zur respektvollen Verbeugung. Hank Snows "I Don't Hurt Anymore" aus den Fünfzigern mutet fast beschwingt an, der Text enthält ohnehin viel Aufbauendes für die ewig Zweifelnden. Noch älter "Cool Water" von Bob Nolan, eine gesungene Meditation aus scheinbar längst vergangenen Zeiten - auch das ein Verdienst Cashs, solche Songs ins Heute zu bringen und sie im besten Sinne zeitgemäß klingen zu lassen. Ein klagendes Cello für ein anrührendes "Last Night ...", bevor sich Johnny Cash mit "Aloha Oe" versöhnlich und verträumt von uns verabschiedet, wieder einmal, ... until we'll meet again". Sicher kann man dieses Album handwerklich auch kritischer beurteilen, mein Part soll das jedoch nicht sein, dafür fehlen mir sowohl Abstand als auch Fachkenntnis. Ich bin einfach nur dankbar für ein paar Worte und Akkorde welche die Seele zum Schwingen bringen - manchmal kann eben auch das Entscheidende so wunderbar einfach sein ...
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52 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hundred Highways Teil 2, 19. Februar 2010
Zunächst mal für die Einsteiger in Cashs Werk:

Ich selbst bin später Jünger des Meisters. Bis zu dem Zeitpunkt als mir AR 3 und 4 geschenkt wurden war Cash für mich ein weiterer dauergrinsender Country Freak aus den Südstaaten mit ein paar dennoch geiler Songs. Nach den ersten Tönen von "Hurt" stieg er im Ansehen auf die höchsten Stufen! Die von seinem Produzenten/Freund Rick Rubin aufgelegte Serie der "American Recordings" oder auch die Box "Unhearted" geghören zum großartigsten was ich im Plattenschrank habe und da steht eine ganze Menge....! Und mit dieser Scheibe geht sie nun definitiv zu Ende wie man hört. Leider!

Vorweg sei gesagt, die Scheibe erreicht für mich nicht ganz alle der herausragenden Vorgänger. Aber das ist jammern auf extremem Niveau. Ich habe die 4,5 Sterne mit gutem Wille aufgerundet. Die Songs sind nach meiner Einschätzung, zusammen mit Teil 5 produziert. Auch die Abfolge der Songs ist spürbar auf "Teil 2" ausgerichtet. "Ain't no grave" endet da wo "God's gonna cut you down" aufgehört hat. Die Songs inhaltlich sind voller Dramatik, Tod und Erlösung. Nahezu identisch instrumentiert wie der direkte Vorgänger.

Der opener stimmt passend auf das Album ein. Mit Redemption day folgt ein Titel der stellvertretend für die späte Schaffensphase gelten kann. Spärlich hinterlegt, klare Gitarren. Eindringlicher Gesang, die Instrumente vorsichtig akzentuiert, die Stimme des Meisters ist nicht mehr voll und kräftig und geht bei zuviel Instrument leicht den bach runter. Rubin schafft diese Gartwanderung nach wie vor perfekt. Die drei ersten Songs sind gesanglich übrigens die kräftigsten. Die nachfolgenden Stücke, allen voran "Corinthians 55" erinnern an die brechende Stimme in "If you could read my mind" oder "Streets of Laredo" und könnten nur Stunden auseinander aufgenommen worden sein. "Cool Water" erinnert vom Gitarrenspiel auch sehr stark an letzteres. ALles in allem merkt man in jedem Song die zur Neige gehende Kraft Cashs. Wenn er mit zittriger, aber nach wie vor faszinierender Stimme in "Corinthians 55" dem Tod ein wackliges "Oh death, where is thy sting" entgegenwirft geht das schon unter die Haut!

Und dann, nach runden 30 Minuten ist mit dem durch Hawaiianische Gitarrenklänge eingeleiteten "Aloha Oe" alles viel zu schnell vorbei! Das Lied bildet einen perfekten Abschluss der Serie, wobei man natürlcih Fragen kann, ob man mit Teil 5 und 6 zwei so gleichartige SCheiben nicht in eine hätte packen können aber seis drum.

Fazit:
Ich verneige mich vor einem großartigen Künstler dessen wahrscheinlich letztes Werk weit davon entfernt ist ein letztes Abzocken zu sein, sondern der bis zum Tod gelebte unbändige Wille ist, zu singen und seiner Stimme damit Ausdruck zu verleihen!
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Cash, 27. Februar 2010
Auf meinem CD-Case von "American V - A Hundred Highways" von 2006 klebt ein Aufkleber, auf dem zu lesen ist "The Final Recordings". Nach "American Recordings", "Unchained", "Solitary Man", "The Man Comes Around", der 5CD-Box "Cash Unearthed" und der bereits genannten "A Hundred Highways" nun doch noch ein 32 1/2-minütiger Nachschlag mit 10 Songs, "Johnny`s Final Studio Album", wie auf der Frontseite aufgeklebt zu lesen ist, aufgenommen zwischen Mai und September 2003, in den selben "Sessions" wie "A Hundred Highways". Stilistisch / minimalistisch wie nicht anders erwartet, hören wir von Johnny Cash 10 Lieder, die thematisch alle irgendwie auf ein Abschiedsalbum passen. Ich gebe gerne zu, dass ich bei jedem Hören der CD (momentan läuft bei mir kaum etwas anderes) dazu neige, sentimental zu werden, aber "For The Good Times", "Can`t Help But Wonder Where I`m Bound" oder "Last Night I Had The Strangest Dream" in diesen Versionen mit dieser Stimme, und am Ende dann noch "Aloha Oe (Until We Meet Again)", einfach überirdisch! Danke Johnny für diese 10 Songs, danke Rick Rubin für die Produktion, und danke American Recordings für dieses letzte (wirklich?) Studio-Album von Johnny Cash!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Here goes the Man In Black, 26. Februar 2010
Von 
P-Man "acousticshock.de" (Rodgau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
In der beinahe 50-jährigen Schaffenszeit von Johnny Cash hat der amerikanische Singer/Songwriter eindrucksvoll seine Spuren im Musikgeschäft hinterlassen. Wichtige Auszeichnungen pflastern seine Karriere. Zahlreiche Grammy Awards, darunter der Grammy Hall Of Fame Award für "I walk the line" und "Ring of fire" (1996) und der im Jahr darauf folgende Lifetime Achievement Award. Die Aufnahme in die Nashville Songwriters (1977), Country Music (1980) und Rock'n'Roll Hall Of Fame (1992). Die Karriere von Johnny Cash lässt sich aber nicht nur durch diese markanten Eckdaten beschreiben, sondern gerade durch die Fähigkeit mit einfachen Mitteln große Gefühle zu erzeugen und nachhaltige Künstlergenerationen in ihrer Arbeit zu beeinflussen. Als sich Rick Rubin, der bis dahin vor allem als Produzent für Bands wie "Run DMC", die "Beastie Boys", "Red Hot Chili Peppers" oder "Slayer" in Erscheinung trat, 1994 an den gealterten, aber immer noch stolzen und vor kreativer Energie strotzenden Cash wand, konnte wohl keiner einschätzen welche Wellen die American Recordings Reihe für die Folge auslösen würde. Der Entschluß die Songs nur minimalistisch zu instrumentieren und somit der Stimme des Sängers die größte Aufmerksamkeit zu schenken, erwies sich als goldrichtig, denn - trotz zahlreicher Coverversionen - authentischer konnten die Aufnahmen nicht klingen. In jedem Atemzug und mit jeder gesungenen Note spürte man die gelebte Musikgeschichte, das Älterwerden, den körperlichen Zerfall, aber auch die unbändige Willensstärke und Würde, die den Geist und die Person des Johnny Cash umgaben. 2003 verlässt er die Lebensbühne, nur kurze Zeit nach seiner Frau June. Der 5. Teil der Reihe "American V: A Hundred Highways" erschien 3 Jahre später und konnte erstmals wieder die Pole Position der US Charts für sich gewinnen.

Nun ist es Zeit für den Abschluß dieser Reihe: "American VI: Ain't no grave" - plakativ als Johnnys letztes Studioalbum angekündigt. Ob sich im Nachhinein nicht noch zahlreiche Demos und unveröffentlichte Tracks finden, die das Gegenteil beweisen, sei dahingestellt, aber Fakt ist, daß mit Teil 6 vielleicht nicht das stärkste, aber ein ungemein ausdrucksstarkes Finale der besonderen Zusammenarbeit zwischen Cash und Rubin gelungen ist. Weisheit und die Gewissheit ein gutes Leben gelebt zu haben bezeichnen das Album. Überwiegend einfach, gewohnt düster, aber nicht nur traurig vereinnahmen die 10 darauf enthaltenen Songs, geschrieben u. a. von Sheryl Crow und seinem langjährigen Freund und Wegbegleiter Kris Kristofferson, den Hörer mit ihrer tragenden Atmosphäre. Vom unaufhaltsam marschierenden Opener "Ain't no grave" über das melodische, mit bittersüßen Gitarrenlinien untermalte "Redemption day" bzw. "Can't help but wonder where I'm bound" bis zum versöhnlich-optimistischen Abschluß "Aloha Oe", auf dem er mit hawaiianischen Klängen aus dem Album geleitet. Ein "letztes" Mal gehört die Bühne, bestehend aus Akustikgitarre, Piano und Orgelelementen, dem Man in Black. Mit diesem Verständnis öffnet man sich seiner Stimme umso mehr und lässt sich von ihr hypnotisieren. Nicht heimlich, aber still und leise verabschiedet sich der Ausnahmekünstler mit einem Gesamtwerk für die Ewigkeit.

Anspieltipps: "Redemption day", "Can't help but wonder where I'm bound" und "Aloha Oe"
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90 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus dem Grab heraus - die American Recordings gehen in die letzte Runde, 9. Februar 2010
Von 
Alexander Möllmann (Köln, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Zum letzten Mal gibt sich der Mann in Schwarz - wenn auch posthum - die Ehre. Das Album "American VI: Ain't no Grave" wird am 26. Februar erscheinen und den Abschluss der American-Recordings-Reihe bilden. In seinen letzten Aufnahmen blickt Cash zurück auf sein Leben und zieht einen Schlussstrich.

Die letzten Bilder, die man von Johnny Cash kennt, sind schwarz-weiß. Sie zeigen einen alten, vom Leben gezeichneten Mann, dem die Arbeit an seinen letzten Alben sichtlich schwer fällt. Immer wieder müssen die Produktionen der CDs "American IV: The Man comes around" und "American V: A hundred Highways" aufgrund des Gesundheitszustandes des Sängers abgebrochen werden. Der Produzent Rick Rubin erinnert sich, wie seine Assistentin ihm eine Nachricht zukommen ließ, dass Cash ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Sofort flog er nach Nashville, um sich nach seinem alten Freund zu erkundigen: "Mich überraschte sein Tatendrang. Wir wussten beide, dass wir nicht mehr viel Zeit haben und John befürchtete, dass diese Aufnahmen seine letzten sein könnten." Cash erlebte die Veröffentlichung von American V nicht mehr.

Der sechste Teil der Serie "Ain't no Grave" erscheint am 26. Februar, also jenem Tag, an dem Cash seinen 78. Geburtstag gefeiert hätte. Das Album wird bei dem Label American/Lost Highway veröffentlicht und bildet den Abschluss einer langen Reise, die 1994 begann. Zusammen mit Rick Rubin nahm Cash damals in seinem Wohnzimmer eine Reihe klassischer Country-Songs von unter anderem Tom Waits, Leonard Cohen, Kris Kristofferson und natürlich auch Eigenkompositionen auf. Den minimalistischen, nur auf die Gitarre und die eindringliche Stimme von Cash reduzierten Tracks war anfänglich nur wenig Erfolg prophezeit. Doch bereits nach der Veröffentlichung überschlugen sich die Kritiker und nannten die CD seine beste Veröffentlichung seit den 60er Jahren. Das Album gewann einen Grammy Award und erreichte Platinstatus.

Die Serie erreichte ihren Höhepunkt im Jahr 2000 mit der Veröffentlichung von "American III: Solitary Man". Cash coverte auf intime Art Hits wie "One" von U2, "The Mercy Seat" von Nick Cave oder das Traditional "Wayfaring Stranger". Die Kombination der unterschiedlichen Klangbilder auf diesem Album zeichnet einen Abriss von Cashs Leben und beleuchtet Facetten des Country-Sängers und Songschreibers, die bisher nur selten zu sehen waren. Bezeichnend für dieses Album sind die Duette "Fields of Diamonds" mit seiner Frau June, "I'm Leaving now" mit Merle Haggard und "I won't back down" sowie der Titel-Song "Solitary Man" mit Tom Petty. Die Songs zeugen von Demut und Lebensfreude, resultierend aus Cashs abnehmendem Gesundheitszustand, aber auch von tiefer Dankbarkeit. Der Sänger reflektiert das Leben und dessen Herausforderungen und genau an diesem Punkt knüpft das neue Album an.

"American VI: Ain't no Grave" ist ein zutiefst spirituelles Album. Jeder Song handelt vom schweren Weg des Lebens, den jeder gehen müsse, so Rubin, der auch dieses Album produziert hat. Die insgesamt zehn Songs stammen alle aus den Sessions zum fünften Teil der Serie und wurden in seinem eigenen "Blockhütten-Studio", dem Cash Cabin Studio in Henderson, Tennessee oder aber in der Akademie Mathematique of Philosophical Sound Research in Los Angeles aufgenommen. Die Songs sind wie eine abschließende Biographie, die das Leben des Country-Sängers Revue passieren lassen und behandeln schmerzlich Intime Themen wie Verlustängste und den für Cash unerlässlichen Glauben an Gott. So präsentiert er auf diesem Album Interpretationen wie "Redemption Day" von Sheryl Crow, "For The Good Times" von Kris Kirstofferson, Tom Paxtons "Can't Help But Wonder Where I'm Bound", Bob Nolans "Cool Water", "Last Night I Had The Strangest Dream" von Ed McCurdy, "Satisfied Mind" von J.H. "Red" Hayes und Jack Rhodes, das bereits auf dem Kill Bill 2 Soundtrack zu hören war. Den Abschluss bilden der weltbekannte Abschiedssong "Aloha Oe" der letzten Hawaiianischen Königin Lili'uokalani sowie die bis dato unveröffentlichte Eigenkomposition "I Corinthians 15:55". Dieses enorme Song- und Klangspektrum ist ein persönliches Statement von Johnny Cash und zum Teil gezeichnet durch den Verlust seiner Frau June, die 2003 an den Folgen einer Herzklappenoperation starb.

Trotz des schmerzlichen Verlustes blieb Cash zu der Zeit in seinem Glauben unerschüttert und arbeitete weiter am neuen Album. "Johnny sagte, dass die Aufnahmen der Hauptgrund waren, warum er überhaupt noch am Leben war. Ich glaube, dass er einzig und allein für die Musik weitergelebt hat", sagte Rubin 2006 in einem Interview.

"Well there ain't no grave / Can hold my body down" heißt es im Titel-Song des Albums. Als hätte Cash schon damals gewusst, dass er durch die Songs noch lange nach seinem Tod weiterleben würde. Rubin blickt angesichts der Veröffentlichung des letzten Cash-Albums auf seine Zeit mit der Country-Legende zurück und sagt, die Zeit mit ihm sei die glücklichste und schönste in seinem Leben gewesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 28. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: American VI: Ain't No Grave (MP3-Download)
Ich war kein besonderer Country oder Johnny Cash Fan. Ich komme eher von den härteren Sachen.
Doch die Alben der American-Reihe aus den letzten Lebensjahren von Cash sind einfach genial.
Guter Sound mit der schön alten und doch kräftigen und Lebensweisheit vemittelnden Stimme von Johnny Cash.
Mir gefällts.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen und wieder..., 26. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...sind es eher die ruhigeren nummern mit schöner melodieführung wie "can't help but wonder where I`m bound" oder "for the good times", die mich am meisten überzeugen und die wirklich gut zum späten johnny cash passen. man hat ihn vorher nicht oft so singen gehört. diese lieder entwickeln sich - was sicherlich auch an seiner schwindenden stimme zu der zeit dieser aufnahmen lag - zusammen mit der sanften instrumentierung (glockenspiel, gezupfte gitarren, kitschorgel) zu wunderschönen, leichten, romantischen aber untypischen cash-aufnahmen... da tut sich das herz auf. jetzt noch ein bisschen sommer-regen und alles wäre perfekt.

dafür lohnt sich diese veröffentlichung schonmal.

denn bisher gab es davon nur sehr wenig auf den vorgängern zu hören. (z.b. "love`s been good to me" auf american v) - ganz zu schweigen von den noch früheren sachen...

aber auch die anderen songs haben (fast) alle sofort bei mir gepunktet. das relativ flotte "i don`t hurt anymore" z.b. mit seinem tröstlichen und trotzigen text (... But now that I find / you're out of my mind /
/ I can't believe that it's true / I've forgotten somehow /
That I cared so before / And it's wonderful now / I don't hurt anymore ) spendet vor allem denjenigen, die kürzlich ein derartiges entliebungsverfahren durchgemacht haben, wirklich trost.

den religiösen nummern sonst stets abgeneigt, gefällt mir auch "i corinthians 15:55" erstaunlich gut. von cash selbst verfasst, mit tollen streichern unterlegt und charakteristischem gesangsstil "vic --- tory!" kommt das alles gut an.

die beiden düsteren nummern "ain`t no grave" und "redemption day" sind natürlich auch nicht zu verachten... beim titelstück musste ich mich erst etwas reinhören. aber dann wurde die anlage schließlich ordentlich aufgedreht, ein bisschen bass raus und mehr höhen rein, um die stimme besser hervorzuheben (hätte rick rubin auch vorher machen können) und siehe da: super nummer!

zweiteres mysteriöses lied von sheryl crow entwickelt sich mit abwechselnder instrumentierung, die vor allem auf verschiedenen streicher- und orgelklängen basiert, zu einem fesselnden kleinen stück musik... auch wenn hier und da die stimme leider wieder ein bisschen untergeht. genau so bei "last night i had the strangest dream"...

"cool water" zaubert sofort westernstimmung herbei und ist auch sonst toll gesungen und gespielt! "aloha oe" als hawaiianisches abschiedslied mit augenzwinkern äußerst charmant.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausnahme-Aufnahmen, 1. März 2010
Eine ergreifende CD eines ganz Großen. Er holt aus Sheryl-Crow-Stücken mehr als Crow selbst, seine Stimme ist schon schwach und brüchig, doch klingt die starke Kraft des frühen rock'n'rollenden Cash noch durch. Die CD ist nichts für Voyeure, sie ist ergreifend, doch nicht beklemmend, instrumental sparsamer und nicht so aufgeblasen arrangiert wie die vorhergehenden Aufnahmen aus der Reihe American Recordings. Damit soll davon allerdings nichts abgewertet werden.

In den Siebzigern sagte ein Freund mir: Hör, dir den mal an, ein Countrymann, aber ein guter, ein Gläubiger, aber ein richtiger, ein Erzähler, einer der vor Gefangenen spielt. Weil er selber mal saß! Und legte die klassische LP "At St. Quentin" auf den Plattenteller. Und von diesem Moment an bin ich nicht mehr von Cash weggekommen.

Es handelt sich bei der neuen CD nicht um Archivmaterial, das noch unter die Leute gebracht werden musste, es sind sauber produzierte intime Wohnzimmeraufnahmen, denen sich wohl keiner entziehen kann. Cashs Englisch sucht seinesgleichen und ist auch gut für Amateure oder Lerner des Amerikanischen sprachlich interessant.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein beeindruckendes Vermächtnis, 24. März 2010
Von 
Reinhard Busse "reinhardlbusse" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Johnny Cash's Final Album.
Hier verabschiedet sich ein wirklich großer Künstler - 10 finale Songs in beeindruckender Intimität eingefangen. Er wußte anscheinend, was auf ihn zukommt. Eine teilweise schon brüchige Stimme, doch auch immer optimistisch und zukunftsweisend.
Faszinierende Country-Balladen mit poetischer und mystischer Lyrik - und doch seine Aussagen konkret formulierend - ein Mensch, der immer wußte, was er will. Hier nun seine letzte Botschaft an die Menschen ...
Ich werde ihn vermissen, unendlich vermissen ...
Ruhe in Frieden ...
--- Reinhard Busse ---
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5.0 von 5 Sternen Ein Vermächtnis, 7. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Alter guter Wein wird mit den Jahren oft besser. Hier bestimmt. Absolute Gänsehautgarantie. Minimalistische, aber wunderbar umgesetzte Musik. Eine brüchige, dennoch volle Stimme wird das Herz des Cash Freundes bestimmt erreichen.
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