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5.0 von 5 Sternen Hänsel und Gretel am Metropolitan Opernhaus in London
Zum Inhalt der Oper muss ich in diesem Rahmen wohl nichts mehr schreiben. Vielmehr zur Sehenswürdigkeit dieser Aufführung:

Diese Inszenierung entspricht im besonderen Maß einer märchenhaften Oper. Sowohl die Hauptdarsteller, als auch die Kulissen wurden märchenhaft in ein Bühnenbild "gebannt". Auch für Kinder ist diese DVD...
Veröffentlicht am 2. Januar 2012 von Dark Art

versus
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3.0 von 5 Sternen Eine Oper für Kinder
gut, aber leider englisch, daher für Kleinkinder mit deutscher Muttersprache etwas schwierig. Leider am Cover nicht gut ersichtlich
Gesanglich und schauspielerisch gut.
Vor 19 Monaten von Gerlinde Busse veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hänsel und Gretel am Metropolitan Opernhaus in London, 2. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Humperdinck, Engelbert - Hänsel und Gretel (DVD)
Zum Inhalt der Oper muss ich in diesem Rahmen wohl nichts mehr schreiben. Vielmehr zur Sehenswürdigkeit dieser Aufführung:

Diese Inszenierung entspricht im besonderen Maß einer märchenhaften Oper. Sowohl die Hauptdarsteller, als auch die Kulissen wurden märchenhaft in ein Bühnenbild "gebannt". Auch für Kinder ist diese DVD sehenswert, wobei ich anmerken möchte, dass die Aufführung in englischer Sprache ist. Ein deutscher Untertitel ist einblendbar.

Die DVD selbst besitzt eine gute Bildqualität, wobei diese in einigen wenigen Szenen merklich abnimmt. Als Extra enthält die DVD eine Bildergallerie mit Impressionen und Erklärungen zum Wertegang der Oper am Metropolitan Opernhaus. Weiterhin sollte vor einem Kauf geprüft werden, ob das heimische Abspielgerät DVD's mit dem Format NTSC abspielt, da diese DVD in solch einem Format vorliegt.

Für alle die, die keine Scheu vor der englischen Sprache haben und diese märchenhafte Inszenierung anschauen wollen, sollten diese DVD erwerben. Ein Kauf ist absolut empfehlenswert.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Märchenhaft!, 18. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Humperdinck, Engelbert - Hänsel und Gretel (DVD)
Hier wird man als Erwachsener wieder zum Kind! Humperdincks Kinderoper, für welche seine Schwester nach dem Märchen der Gebrüder Grimm das Libretto schrieb, wurde von ihm für seine eigenen und die Kinder seiner Schwester geschrieben. Als bekennender Wagnerianer musste er sich viel Mühe geben, um die Musik nicht zu sehr in der Manier Wagners zu schreiben. Ganz ist es ihm nicht gelungen, bezeichnenderweise nannte er die Oper ein "Kinderstubenweihefestspiel".
In dieser Inszenierung der MET bleiben keine Wünsche offen. Judith Blegen und Fredericka von Stade als Gretel und Hänsel sind übermütige Kinder, Jean Kraft ist eine überzeugend genervte Mutter und Michel Devlin ist ein (etwas sehr junger) Vater, welcher gerne mal einen Kümmel trinkt. In der Darstellung der beiden ist aber die Liebe zu ihren Kindern zu spüren, auch wenn diese mehr als genug Unfug treiben. Den Vogel schießt aber Rosalind Elias als Hexe ab. Schon optisch fantastisch. Diese Hexe ist von Kopf bis Fuss grün, einschließlich ihrer Zunge, welche sie öfters präsentiert. Wie diese Sängerin wirklich ausschaut kann man nicht mal erahnen: die Maske ist perfekt. Diese Alte stürmt auf Highheels über die Bühne, wedelt den Rauch aus ihrem Backofen mittels ihrer Röcke fort, nicht ohne das Publikum dabei provozierend zu mustern und fliegt mittels Besen über die Bühne. Wie sehr das Publikum mit dem Geschehen auf der Bühne mitgeht macht deutlich, dass spontan Beifall gespendet wurde, als Hänsel und Gretel die Hexe in den Backofen stoßen.
Die Engelspantomime ist ein bißchen amerikanisch verkitscht, die Engel haben Kostüme an, welche aus einem Gemälde von Lucas Cranach oder Rubens stammen könnten und agieren sehr überspitzt. Aber trotzdem, es passt rein.
Alles in allem eine wunderschöne Inszenierung. Und dass diese Aufführung in englischer Sprache erfolgte, kann ich nachvollziehen, denn woher sollen die Kinder, welche in der MET diese Oper sehen, deutsch können. Für deutsche Opernfans gibt es Untertitel in deutsch.
Eine Inszenierung, die man sich gerne wieder anschaut und die Kindern sicher großen Spass macht. Und wer der Meinung ist, dass diese Oper nichts für Kinder ist, der darf ihnen auch keine Märchen von Grimm vorlesen. Denn die waren nie für Kinder, sondern wurden in den Spinnstuben erzählt, und die Mädchen haben sich mit Wonne gegrault...
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zauberhaft, 19. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Humperdinck, Engelbert - Hänsel und Gretel (DVD)
Als ich sah, dass Judith Blegen in diesem Mitschnitt der MET die Gretel singt, habe ich gleich zugeschlagen und es mir mit einem guten Glas Wein auf dem Sofa gemütlich gemacht. Meine hohen Erwartungen an diese Aufnahme wurden nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil. Für mich ist dies neben der DVD mit Gruberova als Gretel (auch DG) von Humperdincks Meisterwerk ein absolutes Must have für jeden Opernliebhaber. Zuerst ein paar Worte zur Inszenierung. Sicher mögen viele die Inszenierung als klischeebehaftet und veraltet bezeichnen. Die Kulissen sind sicher nicht jedermanns Geschmack, besonders wenn man eher moderne Inszenierungen mag. Ich allerdings finde gerade in dieser Oper moderne Inszenierungen häufig unpassend und werkenstellend. Wenn die Hexe beispielsweise auf einem Staubsauger reitet anstatt auf einem Besen, finde ich dies nicht nur geschmacklos sondern dreist. Sicher war dies weder in Humperdincks Sinn, noch im Sinne des größten Teils des Publikums. Wenn ich in die Oper gehe, will ich verzaubert und berauscht werden von imposanten Bildern und göttlicher Musik. All das ist hier vertreten. Diese Inszenierung ist detailgetreu und macht Staunen. Die Szene in der das Hexenhaus erscheint ist ein Meisterstreich. Ausserdem habe ich die Traumpantomime kaum so wirkungsvoll erlebt. Wunderbar auch, wie die Hexe durch die Luft gewirbelt wird und in einigen Metern Höhe über dem Bühnenboden hin und hersaust. Genau so stelle ich mir Hänsel und Gretel vor. Eine traumhaft schöne Inszenierung, in der es viele Überraschungen zu entdecken gibt.

Die Sänger sind alle durch die Bank hervorragend. Judith Blegen und Frederica von Stade als Geschwisterpaar sind hinreißend. Blegen wirkt wirklich beinahe mädchenhaft und ihr jugendliches Aussehen macht sie in der Rolle der Gretel noch glaubhafter. Wunderschön singt sie Beispielsweise "Wo bin ich, wach ich? Ist es ein Traum?". Sie ist ein wenig mit Helen Donath vergleichbar, die ähnlich jugendlich und authentisch wirkt. Ihre darstellerische Leistung (besonders im zweiten Akt) ist exemplarisch. Für mich ist Blegen neben der jungen Edita Gruberova die Beste Gretel-Darstellerin auf DVD. Gleiches gilt für Frederica von Stade als Hänsel. Ihr dunkler Mezzo klingt warm und ist wunderschön tembriert. Höhen fallen ihr nicht schwer und die Stimme ist immer ausgeglichen und klingt nie angestrengt (wie z. Bsp Moffo in der Rolle auf Cd). Auch ihre Darstellung ist exemplarisch. Ihr schauspielerisches Geschick ist für mich unvergleichlich. Man nimmt ihr den Hänsel sofort ab. Absolutes Highlight ist auch Rosalind Elias als Hexe. Auch hier muss wieder die großartige Inszenierung hervorgehoben werden. Genau so stelle ich mir die Hexe in Hänsel und Gretel vor. Die Optik entspricht exakt dem, was man nach Grimmschen Erzählungen erwarten würde. Elias ist ebenfalls eine großartige Sängerdarstellerin und sie passt wahnsinnig gut in die Rolle der Hexe. Insgesamt sind alle Rollen hervorragend besetzt (großartige Interpreten sind auch die Eltern) und Fultons Dirigat ist meisterlich. Winziges Manko ist, dass die Oper auf Englisch gesungen wird. Daran hat man sich aber nach sehr kurzer Zeit gewöhnt und Untertitel sind auch vorhanden. Ich würde jedem den Kauf empfehlen. Man kann davon ausgehen, eine solch traumhafte Inszenierung dieses Werkes auf der Bühne (Dank moderner Inszenierungen in denen perverse Regisseure kranke Phantasien ausleben) nicht mehr zu erleben.
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5.0 von 5 Sternen ein wunderschönes Stück, 12. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Humperdinck, Engelbert - Hänsel und Gretel (DVD)
Ich kann mich den positiven Kommentaren nur anschliessen.
Die Oper ist einfach wunderbar - etwas altmodisch, aber das gerade macht den Zauber aus -
dargestellt.
Es macht Spass sich entführen zu lassen.
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3.0 von 5 Sternen Eine Oper für Kinder, 28. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Humperdinck, Engelbert - Hänsel und Gretel (DVD)
gut, aber leider englisch, daher für Kleinkinder mit deutscher Muttersprache etwas schwierig. Leider am Cover nicht gut ersichtlich
Gesanglich und schauspielerisch gut.
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5.0 von 5 Sternen "Blank geputzte Märchenspielwiese der Romantik" oder "Spielwiese der Einfalt"?, 2. November 2012
Von 
Hans-Georg Seidel "opera" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Humperdinck, Engelbert - Hänsel und Gretel (DVD)
Die Inszenierung an der Met ist von der optischen Gestaltung das Traumambiente für die romantische Märchenseele. So sauber, so naiv und schlicht romantisch, mit einem speziell amerikanischen Dipp an Kitsch, wird hier eine Märchenbühne präsentiert, die auch die Kleinsten verstehen können, jedenfalls die durch und durch vordergründige Umsetzung des Märchens. Die Inszenierung wirkt aber so geschlossen in ihrer kindgerechten Konzeption, daß man diese Form als eine, aber nicht die einzige Möglichkeit der Bühnenpräsenz, akzeptieren kann.

Dieser Art von Konzeption entsprechend, wird auch die singschauspielerische Seite auf ganzer Ensemblebreite hervorragend bühnenpräsent.

Gesungen wird in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln.

Ungemein typadäquat Judith Blegen als Gretel. Eine anmutige mächenhafte Sopranstimme, die im positiven Sinne naiv klingt, was gerade dieser Rolle in diesem Konzept, gut zu Gesicht steht. Desgleichen hervorragend der Mezzo von Frederica von Stade als Hänsel. Auch Jean Kraft als Gertrude und Michael Devlin als Peter überzeugen in singschauspielerischer Präsenz. Rosalind Elias nutzt die Paraderolle der Hexe zu einem beeindruckenden Rollenporträt.

Insgesamt also die optische Idealumsetzung für Fundamentalromantiker, von der viele begeistert sein werden, es sei denn, sie lieben neuere, mehr bildinterpretatorisch akzentuiertere und hintergründigere Inszenierungen.
Eine - 5 - Sterne Bewertung allein aus den Perspektiven der sängerischen Leistungen sowie einer, jedenfalls aus meiner Sicht, kindgerechten Umsetzung.

Diese optische Umsetzung ist eine von vielen Möglichkeiten, die der Stoff bietet. Es fehlt zweifellos die hintergründige Seite des Märchens, aber das kann man so akzeptieren. Nicht akzeptieren kann man die Vorstellung, nur die romantische Bühne sei die einzig mögliche für diese Oper. Märchen bieten ja generell die unterschiedlichsten Zugangsmöglichkeiten, die insbesondere in vielen wissenschaftlichen Arbeiten unterschiedlicher Fachrichtungen zum Ausdruck kommen. Folgerichtig bietet jede Interpretationsmöglichkeit auch einen anderen optischen Zugang. Keine Inszenierung wird alle Perspektiven berücksichtigen können, ohne überladen zu wirken.

Bemerkenswert ist bei alledem, daß es nicht die breitspektral phantasiegetränkten Kinderseelen sind, die sich optisch voreingenommen kundtun, es sei denn, sie sind schon vorgeprägt, sondern es sind die nostalgieträchtigen Erwachsenen, die alles nur so sehen wollen, wie sie es als Kind erlebt haben. Man spricht analog von einer Art "fixiertem Regressionsverhalten," einem permanenten Zurückträumen in die Kinderzeit als Seinszustand, auch eine Art Verweigerungshaltung vor der Realität als Konfliktbewältigung.

So sind es auch die Erwachsenengenerationen, die ihren Nachwuchs eindimensional prägen können, ihnen die Vielfalt verweigern, weil sie sie selbst nicht wahrnehmen wollen. Diese Kinder, zu Elterngenerationen herangewachsen, sind dann so geprägt, daß sie ebenfalls in dieser Vorfokussierung gegenüber ihren Kindern agieren und so in Generationenabfolge das stetige Erbe der eindimensionalen Begrenztheit weitergeben. Alles wissenschaftliche Fakten, hier allerdings etwas umgangssprachlich vereinfacht, verkürzt, umgesetzt.
Es ist also kontraproduktiv Kinder im Kontakt zu Märchenopern einseitig vorzufixieren. Vielmehr sollte ihnen nahegebracht werden, daß z.B. die Hexe in vielerlei optischer Gestalt erscheinen kann.
Das weltoffene Phantasiebündel Kind allein auf die eigene Vorstellungswelt zu fixieren, kann zu einer Art Ausgrenzungsmilitanz führen. Die wortstarke Ausgrenzungmilitanz, die in einigen Rezensionen gegenüber neueren Umsetzungen der Oper Platz greift, ist ein Warnzeichen in dieser Richtung. Überbordernde Romantik verbandelt sich aus geschichtlicher Perspektive allzu gern mit einem einfältigen Weltbild, das wiederum den Nährboden für eine Blut und Boden Kultur bereitet, die stets diktieren will, was gut und richtig ist, das "gesunde Volksempfinden." Alles Erfahrungen der deutschen Geschichte und am Wahrnehmungsverhalten gegenüber Inszenierungen kurz angerissen.

Um nicht mißverstanden zu werden. Ich schätze traditionelle Inszenierungen und jedwede Form lebendigen Musiktheaters, die ich kritisch begleite. Ich lehne aber jede doktrinäre Anspruchshaltung ab, die die einzig wahre Sicht auf Kunst nur für sich gepachtet glaubt. Schwarz-weiss Sichten sind blindsichtig.
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4 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kitsch as Kitsch can..., 1. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Humperdinck, Engelbert - Hänsel und Gretel (DVD)
Ich habe die Oper Haensel und Gretel erst vor kurzem fuer mich entdeckt und war wirklich sehr ueberrascht und angetan von der wunderbaren Musik. So, dachte ich, muss nach verschiedenen Audioaufnahmen auch eine DVD her und ich griff, nicht zuletzt auch wegen des guenstigen Preises, zu dieser Version. Erstes Manko dieser DVD, es wird auf englisch gesungen (was zugegebenermassen der Produktbeschreibung bei Amazon zu entnehmen gewesen waere), bei einem Haus wie der Metropolitan Oper erstaunt dies doch ein wenig, ich gehe davon aus, dass dort eigentlich immer in Originalsprache aufgefuehrt wird.
Musikalisch ist diese Aufnahme ganz wunderbar, alle Rollen sind sehr gut besetzt, insbesondere Frederica von Stade als Haensel ist wirklich hinreissend, Judith Blegen singt zwar ebenfals hervorragend, fällt aber ansonsten durch albernes Getue unangenehm auf; Herr Fulton, der Dirigent, haette fuer meinen Geschmack zuweilen etwas zupackender musizieren koennen. Aber insgesamt macht man musikalisch bei dieser DVD sicher nichts falsch.
Aber die Inszenierung! Es handelt sich nicht mehr als um eine bieder-kitschige Bebilderung der Handlung, welche die Tiefen des Stueckes vollkommen ausser acht laesst. Man kan dies auch nicht als kindgerecht bezeichnen, da man mit solchen Harmlosigkeiten heute wohl kein Kind mehr hinter dem Ofen hervorlockt (sicherlich auch schon 1982 nicht mehr, dem Zeitpunkt der Aufnahme). Absoluter Tiefpunkt der Inszenierung oder Hoehepunkt des Kitsches ist der Auftritt der 14 Engel zu Ende des Ersten Aktes. Mit pathetisch nach oben gehaltenen Armen, den Blick gen Himmel verklaert, gekleidet in Gewaender von exquisiter Scheusslichkeit, betreten sie gravitaetisch die Buehne (oder kommen angeflogen)und umstellen Haensel und Gretel. Das Publikum quittiert es mit grossem Applaus, nun ja... Da macht es dann auch schon nichts mehr, dass Peter aussieht wie Abraham Lincoln und mit seiner Familie in einer Art malerischen Wohlfuehlarmut eine kitschige kleine Huette bewohnt...
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Humperdinck, Engelbert - Hänsel und Gretel
Humperdinck, Engelbert - Hänsel und Gretel von Judith Blegen (DVD - 2010)
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