weddingedit Hier klicken muttertagvatertag Cloud Drive Photos Learn More madamet Samsung AddWash Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip GC FS16

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen32
4,5 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:17,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 1000 REZENSENTam 4. April 2010
Eines vorweg: Ich bin wirklich ein kritischer Hörer bzw. Fan und habe mir die beiden neuen Avantasia Alben ausführlich mehrmals angehört. Es handelt sich also um keine der leider immer öfter hier auftretenden Kurzrezensionen. Nach dem Motto "Super Scheibe! Unbedingt kaufen!" oder auch "Schwaches Album - Vorgänger war besser!" Solche Rezensionen sagen für mich leider nicht viel aus. Komischerweise werden diese Rezensionen teilweise vor dem Veröffentlichungsdatum geschrieben. Entweder um ein ungehörtes Album zu puschen oder auch - warum auch immer - gnadenlos zu verreissen.

Aber jetzt zur Musik:

ANGEL OF BABYLON

"Stargazers"

Der Songs startet ruhig mit genialem Gesang - wie eine kleine Geschichte - und geht über in ein 9 Minuten Epos der Spitzenklasse. Schnelle Gitarrenriffs und Melodien, welche sich in den Gehörgängen festfressen. Neben Tobias Sammet himself kann man hier Russel Allen (Symphony X), Jorn Lande (ex Masterplan) und einem Michael Kiske (ex Helloween) hören, welcher den Refrain wirklich unsterblich macht! Für mich der beste Song des Albums!

"Angel Of Babylon"

Der Titeltrack des Albums wird uns von Sammet und seinem Kumpel Jorn Lande versüßt. Der Refrain ist einfach klasse. Ein würdiger Titelrack für das Album.

"Your Love Is Evil"

Ich würde diesen soliden Rocker mal als den kommerziellsten Song des Albums betiteln. Das soll nicht abfällig klingen. Wunderschöne Melodien - ein richtiger Schmacht-Refrain. Könnte man auch mal im Radio spielen. Würde auch nicht Metal-Heads gefallen können.

"Death Is Just A Feeling"

Wow! Einfach nur Wow! Mr. John Olivia (Savatage) erzählt uns hier eine gruselige Geschichte wie man sie besser nicht auf Band bringen könnte. Was für ein Talent. Gänsehaut-Song mit dem besten Refrain der beiden neuen Alben! Tobias Sammet - Du bist ein Genie! Hier zeigt er mal wieder, welche Fähigkeiten er als Songwriter besitzt. Super song mit fetter Produktion!

"Rat Race"

Für mich der schwächste Song der beiden Alben. Rat Race ist wirklich keine schlechte Nummer. Aber er plätschert einfach so vor sich hin. Für manch andere Band wäre der Song eine Bereicherung auf einem Album - aber bei den vorliegenden Material der beiden Alben rückt er einfach in den Hintergrund.

"Down In The Dark"

Jorn Lande und Tobias Sammet am Mikro - beide genial wie immer! Solider, rockiger Stampfer mit gutem Refrain.

"Blowing Out The Flame"

Hier ist sie! Die Mega-Ballade der beiden Alben. Tobias Sammet am Mikro dieses Schmachtfetzens erster Klasse. Super Gefühl - Gänsehaut garantiert! Klasse Chor!

"Symphony Of Life"

Cloudy Yang zeigt hier als weibliche Gastsängerin ihr Können. Nicht unbedingt ein typischer Avantasia Song - stammt ja auch aus der Feder von Sascha Paeth. Ist aber ein gelungenes Teil, welches an die Band Within Temptaion erinnert. Ich denke, der Song wurde Cloudy Yang von Sascha auf den Leib geschrieben.

"Alone I Remember"

Wieder mal ein Jorn Lande in Höchstform. Straighter Rocker. Experiment gelungen! Tobi rockt ohne Ende. Auch nicht unbeding Avantasia Metal Opera typisch aber einfach nur gut!

Insgesamt sind wohl auf Angel Of Babylon Songs mit mehr experimentierfreude als auf The Wicked Symphony gelandet. Das bringt aber auch frischen Wind und Abwechslung in das Avantasia Konzept.

"Promised Land"

Jorn Land und nochmals Jorn Lande. Mittlerweile übernimmt der Knabe wirklich nach Tobias Sammet den Großteil des Gesangsmaterial. Einer der Mega-Kracher der Avantasia History. War zwar schon mal auf der EP zu Lost In Space enthalten - wurde aber diesmal ohne Michael Kiske aufgenommen. Jorn Lande macht seinen Job gut, zieht aber meines Erachtens gegen Michael Kiske im direkten Vergleich den Kürzeren. Aber noch immer ein Mega-Song mit super Refrain!

"Journey To Arcadia"

Erst nach mehrmaligem Hören entwickelte sich der Song nach Stargazer für mich zum Highlight des Albums. Tobias selbst, Jorn Lande, Russell Allen und Bob Catley reisen hier gemeinsam Richtung Arcadia auf einem einzigartigen Klangteppich und dem schönsten Refrain des Albums. Ein super Bombast-Song, welcher das Album ehrwürdiger nicht abschließen könnte.

Dies war nun meine Rezension zu "Angel Of Babylon". Eine Rezension zu "The Wicked Symphony" ist hier ebenfalls bei Amazon zu lesen.

Ich sehe die beiden Alben als Ganzes - deshalb kann ich nicht unbedingt einen Vergleich ziehen. Sagen wir mal so - beide Alben sind großartig - wenn ich aber nur eines der beiden auf eine einsame Insel mitnehmen dürfte, würde ich "The Wicked Symphony" einpacken.
Nach einer Woche müsste ich aber wohl kurz nach Hause schwimmen da ich es ohne "Angel Of Babylon" nicht aushalten würde ;-)

Hier meine Bewertungen in Punkten (10 wäre das höchste) für alle bisher erschienenen Werke:
AVANTASIA I (10 Punkte), AVANTASIA II (9,5 Punkte), AVANTASIA - The Scarecrow (9 Punkte), AVANTASIA - The Wicked Symphony (10 Punkte), AVANTASIA - Angel Of Babylon (9,5 Punkte).
55 Kommentare|31 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Januar 2016
Da ich Ghostlights an sich schon bewertet habe beschränke ich mich hier auf die zusätzlichen Inhalte der Earbook Edition.
Ich konnte mich heute als der Postbote auf die auf 1000 Stück limitierte Earbook Edition freuen. Neben dem Ghostlights Album und der Live CD befindet sich noch eine 3. CD im Lieferumfang, darauf befinden sich alle Songs nochmal in der Karaoke Version. Dazu gibt es ein Ghostlights Poster, eine Tobias Sammet Autogrammkarte, das Zertifikat mit Nummer und ein Lanyard. Da ich die Limited Edition von Nuclear Blast erworben habe lag noch separat eine 10" Vinyl bei. (Der Lieferumfang ist da wohl unterschiedlich, je nachdem wo man kauft)
Ich persönlich hätte mir statt der einzelnen Autogrammkarte lieber eine mit allen Mitwirkenden gewünscht, aber das ist jammern auf hohem Niveau (Tobi wenn du das liest... In Fulda könntest du ja vielleicht meinen Wunsch erfüllen :-) )
Das Buch an sich ist übrigens sehr hochwertig und beschreibt die Geschichte von Ghostlights - Alle Lyrics und jede Menge toller Bilder. Wenn die Bilder aus Wacken etwas größer wären, würde ich mich darauf sogar selbst finden ;-)
Die Box bekommt jedenfalls definitiv 5 Sterne und einen Logenplatz bei mir.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Juli 2011
Nun ja, als ich das Album das erste Mal gehört habe, fand ich es ganz nett. Beim zweiten Mal vertraut und beim dritten Mal langweilig.
So wie meine anderen Alben von Edguy ist auch dieses leider recht flach gehalten. Die Songs sind für den gebotenen Inhalt viel zu lang, die Refrains wiederholen sich zu oft und zu aufdringlich.
Nicht das ich etwas gegen lange Lieder habe, im Gegenteil.
Man hat das Gefühl, das dem Song-Writer irgendwie die Ideen ausgegangen sind.
Wie immer bei Edguy sind die Melodien an sich gut, nur wenn's doch bloß etwas anspruchsvoller wäre.
Die Songs setzen sich zu schnell im Ohr fest und werden dadurch schnell langweilig, ja fast nervig. Echt schade drum.

Außerdem hat der gute Herr Sammet immer noch dieses zittrige Jaulen in der Stimme. Ich hatte ja gehofft das sich das irgendwann mal legt, aber naja, schon okay. Ist halt ein typisches Edguy-Erkennungsmerkmal :-)

Für hin und wieder mal hören ist das Album ganz okay. Aber zum "entspannen und intensiv drin versinken" leider zu schwach.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. April 2016
"AVANTASIA" - Die Metaloper
Rockprojekt von Tobias Sammet
Tobias Sammet, aus Fulda/Deutschland, ist seit über zwei Jahrzehnten Leader, Komponist und Texter der erfolgreichen Metalrockband "Edguy". Mit seiner Band tourt er seit Jahren durch die ganze Welt, auf allen großen Rockfestivals und mit Legenden wie KISS, Deep Purple und Alice Cooper. Bis 2015 sind bereits zehn Studioalben erschienen.
Kurz vor der Jahrtausendwende wollte der außerordenlich kreative Künstler Tobias Sammet mehr, weil er "mehr" hatte und begann am Avantasia-Projekt zu arbeiten. Er textete und komponierte eine Metal-Rockoper mit allem drum und drann. Durchgängige Story, verschiedene Gesangsrollen und aufeinander abgestimmte Musik. Er schrieb diversen Größen der Metal- und Rock Szene die Songs praktisch auf "den Leib". Dazu gehören u.a. Michael Kiske, Eric Martin, Ronnie Atkins, Alice Cooper, Bob Catley, Klaus Meine, Jorn Lande, Amanda Somerville, Andre Matos, Kai Hansen, Biff Byford, Herbi Langhans, Cloudy Yang und viele Andere. Dazu kommen bekannte Gastmusiker, wie Bruce Kulick, Rudolf Schenker und noch viel mehr. Feste Stützen der Oper sind Oliver Hartmann, Sascha Paeth, Miro Rodenberg und Felix Bohnke geworden. Die Musik ist melodischer Hardrock, Powermetal, Symphonic-Rock, kraftvolle Songs und herzige Bussiballaden und noch Mehr und alles Zusammen. Große, weite, harte, orchestrale und mit phantastischen Sängern und Sängerinnen gespickte Lieder.
Herausragend die Stimme vom Leader, von Tobi Sammet.
Der Projektname Avantasia ist aus den Worten "Avalon" und "Phantasie" zusammengesetzt und soll „eine Welt jenseits der menschlichen Vorstellungskraft“ sein.
Das erst als "nebenbei" und "zum Spaß" geplante Projekt startete 2001 mit dem Studioalbum "The Metal Opera" und verselbstständigte sich dann und es wurde eine lange Erfolgsgeschichte daraus. Erstmalig beim "Wacken Open Air 2014" wurde eine Show, die von "Avantasia", in 52 Länder der Erde live im Fernsehen übertragen. Am 29. Januar 2016 erschien mit der CD " Ghostlights" die siebente Studioplatte, die auch wieder mit einer Welttournee abgefeiert wird. Im Februar 2016 nahmen Avantasia mit dem Song "Mystery Of A Blood Red Rose" am Vorentscheid für den "Eurovision Song Contest 2016" teil und belegten den dritten Platz. Das Album "Ghostlights" ist Weltweit in den Chart-Listen, davon in vielen mit einer einstelligen Plazierung.
Das dreieinhalbstündige Auftaktkonzert zur "Ghostlights-Worldtour" am 04.03.2016 in Berlin habe ich nah' an der Bühne miterleben können. Was für eine große, perfekte und emotionale Show.

Ich schätze den Künstler Tobias Sammet als unglaublich kreativen und inovativen Menschen, der es fertiggebracht hat, neue und sehr schöne Rockmelodien zu schreiben, mit vielen Anderen zu interagieren und die Musikszene außergewöhnlich zu bereichern.

Er schafft wirklich Neues. Ein ganz großer Künstler !
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. April 2010
ich gebe zu: die beiden neuen Alben the wicked symphony und angel of babylon sind musikalisch anders als die metal operas.
viele sagen kommerzieller und nicht mehr metal. Es ist eine andere Musik. Aber ich finde Tobias Sammet ist einen Weg gegangen der richtig ist. Die Musik ist immer noch metal, nur sind die Hardrock Einflüsse stärker geworden. Die Mischung machts. Metal, Hard Rock, Orchestral und auch ein bißchen mainstream, alles zusammen ergibt 2 super Alben.
Wobei mir beim anhören angel of babylon noch besser gefällt, es ist melodischer geworden als wicked symphony.
Die tracks bleiben sofort hängen, es ist kein Ausfall auf der Scheibe.
Schon der opener stargazers kommt super rüber, man hat das Gefühl nach fast 10 Minuten, man könnte noch 10 Minuten hören.
Angel of babylon and your love is evil gehen genauso straight weiter.
death is just a feeling beginnt langsamer steigert sich aber dann sehr schnell, bevor mit rat race wieder die Post abgeht. Rat Race ist ein gutes Beispiel: schnell, hart aber mehr hard rock.
nach down the dark der erste langsame song: blowing out the flame, einfach eine schöne Ballade
symphony of life ist wieder sehr hart, genauso wie die 2 folgenden tracks, zum Abschluß ein wunderschönes melodisches journey to arcadia
Alles in allem ein volles 5 Sterne Album, sehr hart, sehr schnell, mehr hard rock als heavy metal, etwas melodischer als wicked ( aber auch 4-5 Sterne)
für alle die auf melodischen hard rock und metal stehen ein muss, für mich sogar das beste album der Trilogie ( auf Platz 2: the scarecrow und knapp dahinter the wicked symphony)
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Angel of Babylon (Audio CD)
Ich gebe zu: die beiden neuen Alben "The Wicked Symphony" und "Angel of Babylon" sind musikalisch nicht mit "The Metal Opera" zu vergleichen.
Es ist eine andere Musik. Aber ich finde Tobias Sammet ist einen Weg gegangen der richtig ist. Die Musik ist immer noch Metal, nur sind die Hardrock Einflüsse stärker geworden. Die Mischung machts. Metal, Hard Rock, Orchestral und auch ein bißchen Mainstream, alles zusammen ergibt 2 super Alben.
Wobei mir beim Anhören "Angel of Babylon" noch besser gefällt. Es ist melodischer geworden als "Wicked Symphony".
Die Tracks bleiben sofort hängen, es ist kein Ausfall auf der Scheibe.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Februar 2016
Avantasia ist so eine Band, bei der man immer gute Laune bekommt, wenn man sie hört.
Jedes Album, das ich davor gehört hatte, hat mich voll überzeugt.
Also war ich sehr gespannt, als ich dieses neue Album in den Händen hatte.
Wie auch das letzte Album "The Mystery of Time" braucht dieses Album ein paar Durchläufe, bis es seine volle Kraft entfaltet.
Aber spätestens nach dem dritten Mal hören merkt man, dass Tobias Sammet wieder ein Meisterwerk geschaffen hat.
Der Opener "Mystery of a Blood Red Rose" klingt wie ein von Jim Steinman komponierter Meat Loaf-Song.
Nachfolgend kommt "Let the Storm Descend Upon You", ein zwölfminütiger Song mit Unterstützung von Jørn Lande, Ronnie Atkins und Robert Mason, Der Song ist ein Epos wie "The Scarecrow" oder "Savior in the Clockwork" und überzeugt mit Abwechslung und großen Melodien.
"The Haunting" mit Dee Snider erinnert an "Death is Just a Feeling" und "Seduction of Decay" mit Geoff Tate ist wohl der härteste Song auf dem Album.
Danach kommt der deutsche Metal God Michael Kiske!
"Ghostlights", der Titelsong, ist ein klassischer Power Metal-Song. Flott, hohe Stimmen, fröhliche Melodien und Michael Kiske glänzt wie immer, auch Jørn Lande darf hier noch in der Bridge glänzen.
"Draconian Love" mit Herbie Langhans und "Isle of Evermore" mit Sharon den Adel klingen leicht gothic-artig, während "Master of the Pendulum" mit Marco Hietala ein harter Song wie "The Final Sacrifice" von Metal Opera Pt. 2 ist. Der Refrain dieses Liedes ist im Übrigen überragend.
"Babylon Vampyres" mit Robert Mason und "Unchain the Light" mit Ronnie Atkins und Michael Kiske sind nochmal zwei klassische Power Metal-Songs.
"Lucifer" mit Jørn Lande ist eine Ballade mit überragendem Gesang, geilem Mittelteil und rockigem Ende.
Für das letzte Lied "A Restless Heart and Obsidian Skies" kommt noch Magnum-Sänger Bob Catley. Der Song ist eine schöne kitschige Nummer, die aber jedem Avantasia-Fan gefallen sollte.
Als Bonus-Track gibt's dann noch "Wake up the Moon", ein Song, bei dem Atkins, Kiske, Lande, Catley und Mason nochmal dabei sind.

Die Aufmachung dieser Edition ist ein absoluter Traum. Es handelt sich um ein Buch, das ungefähr so groß wie eine Schallplattenhülle ist.
Darin sind u. A. wunderschöne Konzert-Bilder.
Ein absolutes Muss für jeden Fan.

Danke Tobi, dass es deine Musik gibt!
11 Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Mai 2011
Nach der für mich relativ enttäuschenden Scheibe "Wicked Symphony" hat Tobias Sammet mit "Angel Of Babylon" ein Werk hingelegt, das sogar fast noch an die legendären Metal Opera-Alben heranreicht.

"Angel of Babylon" ist komplett anders als das zeitgleich erschienene Album "Wicked Symphony". AOB enthält sehr viele melodische, eingängige Songs mit einer positiven Atmosphäre, WS ist eher experimentell mit tendenziell härteren Songs und einer düsteren Atmosphäre. Ich höre "Angel of Babylon" rauf und runter, während "Wicked Symphony" schon anfängt zu verstauben. Warum manche Leute behaupten, dass AOB nur B-Seiten enthält, die nicht gut genug für WS waren, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Vielmehr hat es damit zu tun, dass die Lieder einfach von ihrer Stimmung her komplett anders sind. Während ich "The Scarecrow" erst nach 20 mal durchhören richtig gut fand, hat AOB bei mir sofort gezündet, ähnlich wie "The Metal Opera - Part 2" damals. Ich würde es auch am ehesten mit diesem Album vergleichen, auch wenn die Songs nicht ganz den Charme haben und nicht so ehrlich rüberkommen (was wohl an der Produktion liegt). Zumindest scheint es auch den selben, ungerechtfertigten schlechten Ruf zubekommen.

Was man AOB dennoch ankreiden muss, ist die moderne Produktion (wie auch schon bei "The Scarecrow"). Alle Songs sind überkomprimiert und dadurch sehr anstrengend zu hören. Es ist praktisch keine Dynamik mehr vorhanden. Leise stellen sind laut und laute Stellen sind genauso laut. Man bekommt immer das volle Brett auf die Ohren. So macht Musik hören keinen Spaß. Die Metal Opera-Scheiben (2001, 2002) kann man hingegen ohne Probleme durchhören und hat danach keine Kopfschmerzen. Dennoch reißen die genialen Kompositionen wie "Death Is Just A Feeling", "Promised Land" oder "Journey To Arcadia" wieder alles raus.

Mein Fazit: Wer "Wicked Symphony" gut findet, eher Finger weg von "Angel of Babylon", oder zumindest probehören. Wer "Scarecrow" gut findet (nach mehrmaligem Anhören) und/oder wem die "Metal Opera Pt. 1 + 2" gefallen, der kann hier fast nichts falsch machen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Nach dem ich vom Album THE SCARECROW mehr als begeistert war, habe ich mir natürlich auch die beiden aktuellen Alben zugelegt und ein Weilchen auf mich wirken lassen. Nach dem ersten Hören beider Alben war ich zunächst etwas enttäuscht, doch spätestens nach dem dritten oder vierten Hören entwickeln sich sowohl ANGEL OF BABYLON als auch THE WICKED SYMPHONIE ihre ganze Klasse. Hier möchte ich jetzt auf ANGEL OF BABYLON eingehen.

Das Album startet mit einem genialen Opener: Stargazers ist mit über neun Minuten Laufzeit ein musikalisches Ereignis und ein Song, der die Meßlatte für die restlichen Songs außerordentlich hoch legt. Neben Tobias Sammet sind hier Russel Allen, Michael Kiske und einmal mehr Jorn Lande zu hören.

Es folgt der titelgebende Track ANGEL OF BABYLON, der ebenfalls von Tobias Sammet und Jorn Lande performt wird. Eingängige Melodie und ein toller Refrain: ein Song mit Hitpotential.

Es folgt YOUR LOVE IS EVIL, der im Vergleich mit den anderen Titeln etwas abfällt, ohne dabei wirklich schlecht zu sein. Ein solider Rocker, wie man sich ihn von anderen Bands wünschen würde.

Mit DEATH IS JUST A FEELING gibt es dann eine absolute Perle im Avantasia-Universum. Eingangs erinnert der Song eher an ein Musicalstück, bevor fette Gitarren und ein stampfender Beat loslegen. Und über allem thront die markante Stimme von John Olivia (Savatage), der dem Song einen absoluten Gänsehautfakttor verleiht.

RAT RACE und DOWN IN THE DARK sind dann ebenfalls zwei fette Kracher, die von einigen Rezensenten als eher schwächere Titel angesehen wurden. Dieser Einschätzung kann ich nicht folgen. Sicher kann auch dieses Werk nicht nur aus absoluten Geniestreichen bestehen. Beide Songs haben solide Qualitäten und fallen auf diesem Album nicht ab.

Zeit für Feuerzeuge und Wunderkerzen ist dann bei BLOWING OUT THE FLAME, der vielleicht schönsten Avantasiaballade. Tobias Sammet schmachtet so grandios, dass es Jon Bon Jovi vor Wut die Schuhe auszieht.

Mit SYMPHONIE OF LOVE folgt der ungewöhnlichste Song des Albums. Aus der Feder von Sascha Paeth performt Cloudy Yang einen düsteren, melancholischen Rocksong, der an Werke von Bands wie Within Temptation oder Evanescence erinnert.

Die nächsten beiden Titel ALONE I REMEMBER und PROMISED LAND stehen ganz im Zeichen von Jorn Lande. Beides nicht unbedingt typische Metal Opera Kracher, aber gerade diese Vielfältigkeit zeichnet Tobias Sammet als Songwriter aus.

Beendet wird das Album durch JOURNEY TO ARCADIA, einem orchestralen Bombastschmachtfetzen, den man ebenfalls mehrfach hören muss, um seine ganze Qualität zu erfassen. Ein würdiger Abschluss des Albums und damit der gesamten Trilogie.

Insgesamt schließt ANGEL OF BABYLON nahtlos an die Klasse von THE SCARECROW an und muss auch den direkten Vergleich mit THE WICKED SYMPHONIE nicht scheuen. Auch dieses Album braucht zwar ein paar Durchgänge, um den Hörer wirklich zu überzeugen, wirkt aber dafür um so nachhaltiger. Besonders lobenswert ist die musikalische Vielfalt, die Tobias Sammet sowohl auf diesem Album, als auch auf THE WICKED SYMPHONIE anbietet. Einige Rezensenten haben beklagt, dass die beiden Alben insgesamt einiges an Durchschnittsware enthielten. Diesen Eindruck kann ich nicht bestätigen. Beide Alben präsentieren eine Vielzahl hervorragender Songs und sind in sich absolut stimmig.

Bleibt zu hoffen, dass Tobias Sammet nach einer kreativen Pause (in der er uns mit einem neuen Edguy-Album beglücken kann) ein weiteres Avantasiaalbum in Angriff nimmt. Für jeden Liebhaber härterer Musik sind diese Alben ein absoluter Pflichtkauf.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Februar 2016
Auf dieser Scheibe sind alle Elemente aus den Vorgängern auf großartige Weise miteinander verschmolzen. Dazu ist das Album noch richtig fett produziert und klingt einfach nur geil!!
Tobias Sammet hat hier ganze Arbeit geleistet. Meiner Meinung nach eines der besten Avantasia Alben, wenn nicht sogar das Beste :D
Meine Favoriten:
Let The Storm Descend Upon You: Man nehme die herausragenden Stimmen von Jorn Lande, Ronnie Atkins und Robert Mason plus das großartige Songwriting von Herrn Sammet und schon ist ein neues Meisterwerk in der Geschichte von Avantasia geschaffen!!
The Haunting: Die düstere Atmosphäre plus die Stimme von Dee Snider macht diesen Song zu einem schaurigen Kunstwerk.
Ghostlights: Dieser Song trifft genau meinen Geschmack mit seinem schnellen Tempo und dem Powermetal Flair a la „Helloween“. Michael Kiske zeigt sich hier von seiner besten Seite!!!
Draconian Love: Die tiefe Stimmlage von Herbie Langhans macht aus diesem Song was ganz besonderes. Der Ohrwurm schlechthin ! „Hey Hey Hey“
Master Of The Pendulum: Dieses Stück ist einfach der Hammer!! Die Stimmen von Marco und Tobi harmonieren sehr gut miteinander. Hier wurde alles richtig gemacht.
11 Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

22,64 €
17,99 €