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58 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen AVANTASIA - zwei neue Meisterwerke in Vollendung!
Eines vorweg: Ich bin wirklich ein kritischer Hörer bzw. Fan und habe mir die beiden neuen Avantasia Alben ausführlich mehrmals angehört. Es handelt sich also um keine der leider immer öfter hier auftretenden Kurzrezensionen. Nach dem Motto "Super Scheibe! Unbedingt kaufen!" oder auch "Schwaches Album - Vorgänger war besser!" Solche Rezensionen...
Veröffentlicht am 4. April 2010 von AVANTASIA

versus
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, teilweise etwas sperrig!!!
Nachdem ich meiner ersten Enttäuschung über die neue Avantasia Veröffentlichung mit einer ein Punkte Bewertung Luft machen musste, habe ich nach dem großen Erfolg der beiden Platten mich noch mal hingesetzt und mir die beiden Teile erneut in Ruhe angehört.
Und nach dem zehnten Anlauf muss ich zugeben, dass eine ein Punkte Wertung nicht in...
Veröffentlicht am 26. März 2010 von Schnellwelz


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58 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen AVANTASIA - zwei neue Meisterwerke in Vollendung!, 4. April 2010
Von 
AVANTASIA (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Wicked Symphony (Audio CD)
Eines vorweg: Ich bin wirklich ein kritischer Hörer bzw. Fan und habe mir die beiden neuen Avantasia Alben ausführlich mehrmals angehört. Es handelt sich also um keine der leider immer öfter hier auftretenden Kurzrezensionen. Nach dem Motto "Super Scheibe! Unbedingt kaufen!" oder auch "Schwaches Album - Vorgänger war besser!" Solche Rezensionen sagen für mich leider nicht viel aus. Komischerweise werden diese Rezensionen teilweise vor dem Veröffentlichungsdatum geschrieben. Entweder um ein ungehörtes Album zu puschen oder auch - warum auch immer - gnadenlos zu verreissen.

Aber jetzt zur Musik:

THE WICKED SYMPHONY

"The Wicked Symphony"

Hammer Intro mit genialen Melodien. Hier zeigt sich, welche Talente in unserem größten Deutschen Metal Talent Tobias Sammet stecken. Das Intro des Songs klingt nach einem Soundtrack eines Blockbusters und ist ein würdiger Einstieg in das Album. Das Intro des Songs geht nahtlos in eine Wand von Bombast-Metal allererster Sahne über. Der Titeltrack des Albums ünerzeugt auf ganzer Linie. Mit einer Spielzeit von über 9 Minuten wirklich eine Offenbarung. Genialer Refrain - super Riffs! Neben Tobias Sammet sind auf diesem Song Jorn Lande (ex Masterplan), Russel Allen (Symphony X) und Oliver Hartmann (ex At Vance) zu hören.

"Wastelands"

Ein richtig schnelle Metal Nummer welche einfach gute Laune macht. Für mich schon alleine deshalb der beste Songs des Albums weil kein anderer als Michael Kiske (ex Helloween) hier an den Vocals zu hören ist. Der Refrain brennt sich unauslöschbar in die Gehörgänge ein. Einer der besten, bisher erschienenen Avantasia Tracks!

"Scales Of Justice"

Tim "Ripper" Owens (ex Judas Priest) übernimmt hier die Gesangsarbeit. Der Song kommt wirklich hart und fett rüber. Ripper leistet hier Bestarbeit und der Refrain ist ein Killer. Der Song ist dem begnadeten Sänger wie auf den Leib geschrieben und für mich nach "Wastelands" gemeinsam mit "Runaway Train" einer der Mega-Tracks auf dem Album.

"Dying For An Angel"

Klaus Meine von den Scorpions teilt sich hier mit Tobias Sammet das Mikro. Einer der kommerzielsten Songs und wohl deshalb auch für das Video zur Promotion des Albums ausgewählt. Der Song dürfte für einige neue Avantasia Fans sorgen. Ein solider Rocker mit einem Klaus Meine in Höchstform. Tobias Sammet supported mit seiner Band Edguy die Scorpions auf der kommenden Tour. Wäre klasse, wenn die beiden den Song dann auch gemeinsam Live performen.

"Blizzard On A Broken Mirror"

Melodiöser -leicht progressiv angehauchter Rocker mit guten Riffs und neben Tobi keinem anderen als Andre Matos (ex Angra) am Mikro. Sehr solide und überzeugend.

"Runaway Train"

Dieser Song ist der Beweis für Tobias Sammets begnadetes Songwriter Talent. Ich würde sagen, man kann diesen Facettenreichen Song als Power-Ballade (Ballade bitte nicht zu wörtlich nehmen) bezeichnen. Wunderschöne Melodien, knapp 9 Minuten lang, und mit Jorn Lande und Bob Catley (Magnum) mit zwei wunderbaren Haupt-Stimmen bereichert. Aber auch Michael Kiske gibt wieder ein kurzes Gastspiel. Man muss dieses kleine Meisterwerk einfach gehört haben. Solche Stücke stehen für mich für den Namen AVANTASIA. Runaway Train ist einfach eine kleine Metal Oper in sich. Danke Tobi!

"Crestfallen"

Der Anfang von Crestfallen ist schon fast Discotauglich. Das soll jetzt nicht abfällig klingen. Die Keyboards wurden hier mit super fetten Gitarren kombiniert. Ein Mega-Klangteppich mit genialer produktionstechnischer Arbeit! Der Refrain ist sehr düster aber gleichzeitig auch sehr kultig! Der Song wird für Gesprächsstoff sorgen. Ich finde ihn klasse und Tobias zeigt mal wieder, dass er sich keine musikalischen Grenzen vorgeben lässt. Der Mut wird belohnt!

"Forever Is A Long Time"

Jorn Lande in Höchstform. Super Rocker mit genialem Gesang. Klasse Nummer mit super Refrain. Jorn bestätigt wieder mal seinen Stammplatz in Avantasia!

"Black Wings"

Düstere Gitarrenriffs - geniale Gesangsarbeit - klasse produziert! Auch wieder ein Song erster Sahne. Super Refrain vom Meister Sammet persönlich übernommen.

"States Of Matter"

Ein weiteres Highlight auf The Wicked Symphony. Hier ziegt Russel Allen sein ganzes Können. Ein richtiger Stampfer mit genialem Songaufbau. Klasse Gitarrenarbeit - mit genialem Solo.

"The Edge"

Balladesk angehauchter Song mit einer super Gesangsarbeit des Großmeister himself. Würdiger Abschluss eines genialen Werkes!

Dies war nun meine Rezension zu "The Wickes Symphony". Eine Rezension zu "Angel Of Babylon" ist hier ebenfalls bei Amazon zu lesen.

Ich sehe die beiden Alben als Ganzes - deshalb kann ich nicht unbedingt einen Vergleich ziehen. Sagen wir mal so - beide Alben sind großartig - wenn ich aber nur eines der beiden auf eine einsame Insel mitnehmen dürfte, würde ich "The Wicked Symphony" einpacken.
Nach einer Woche müsste ich aber wohl kurz nach Hause schwimmen da ich es ohne "Angel Of Babylon" nicht aushalten würde ;-)

Hier meine Bewertungen in Punkten (10 wäre das höchste) für alle bisher erschienenen Werke:
AVANTASIA I (10 Punkte), AVANTASIA II (9,5 Punkte), AVANTASIA - The Scarecrow (9 Punkte), AVANTASIA - The Wickes Symphony (10 Punkte), AVANTASIA - Angel Of Babylon (9,5 Punkte).
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Geniestreiche auf einmal..., 1. April 2010
...die Mastermind Tobias Sammet da herausgebracht hat.

Ich hatte das Glück, dass ich meine "Deluxe Edition" bereits gestern erhalten habe.

Zur Aufmachung:

Die beiden Digibooks kommen neben einem kleinen Büchlein und einem Internetcode,mit dem man sich auf der darauf angebenen Internetseite unveröffentlichte Songs und anderes exklusives Material herunterladen und anschauen kann, in einer stabilen und sehr schicken Pappbox daher. Die Digibooks beinhalten jeweils beide ein Booklet mit Songtexten und Bildern. Das gebundende Buch beinhaltet Fotos von der Welttour 2008, einer kleinen Biografie und anderen Texten und Kommentaren seitens Tobias Sammet. Die Aufmachung der Box ist somit 1A, wie man es von Nuclear Blast schon kennt.

Nun zu den Songs, beginnend mit dem Album "The Wicked Symphony":

Das Album beginnt mit dem Titeltrack, das einer der besten und filmreifsten Intros, die ich bisher gehört habe, vorweist. Danach folgt ein grandioser Titel nach dem anderen. "Wastelands", ein Song, der wohl perfekt auf Kiske zugeschnitten ist, "Scales of Justice", den Tim "Ripper" Owens wahnsinnig genial singt. Im Vorfeld wurde das Video zu "Dying for an Angel" (feat. Klaus Meine) ja schon veröffentlicht worden. Solche Lieder muss man gehört haben. Auch die Ballade "The Edge" ist richtig klasse geworden. Ich kann eigentlich keinen Song so richtig vorherheben, weil es in meinen Augen nicht ansatzweise einen Schwachpunkt gibt.

Für "Angel of Babylon" könnte ich den Text von "The Wicked Symphony" eigentlich hier nochmal hin kopieren und lediglich die Songnamen und Sänger editieren. Nur das imposante Intro von "The Wicked Symphony" fehlt auf dem Album. "Death is Just a Feeling" wird von Jon Oliva weltklasse gesungen. Da fehlen einem die Worte !

Ich könnte jetzt noch zig Zeilen mit Lob hier schreiben. Jeder Song bleibt irgendwie im Ohr hängen, von den Refrains ganz zu schweigen.

Das werden wohl (mit Abstand) die Alben des Jahres sein, die sogar das klasse neue Scorpions Album "Sting in the Tail" bei weitem übertreffen. Da die Box streng limitiert ist, schlagt am besten direkt zu ! Ihr werdet keinen einzigen Cent bereuen, wenn ihr auf guten, handgemachten Hard Rock und Power Metal steht.

Schweres Herzens da einzelne Song herauszupicken , hier doch noch ein paar Anspieltipps: "Blizzard on a Broken Mirror", "Dying For an Angel", "The Wicked Symphony", "Scales of Justice", "States of Matter", "Death is Just a Feeling", "Your Love is Evil", "Rat Race" und "Journey to Arcadia" (und es hat wie erwartet nicht geklappt, sich auf weniger Songs zu beschränken).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Große Klasse, aber keine neuen Klassiker, 13. April 2010
Von 
Andre Schuder (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Tobias Sammet's All-Star-Projekt Avantasia feiert in diesem Jahr sein 10jähriges Bestehen. Sammet beschenkt sich selbst und seine Fans mit gleich zwei neuen Alben, welche die auf "The Scarecrow" begonnene Story um einen Außenseiter auf Selbstfindungstrip abschließen. Die hier besprochene Doppel-CD-Box beinhaltet neben den beiden hochwertig verarbeiteten Alben ein kleines Buch ("The wicked trilogy - A photographic documentary") mit einem Interview sowie Illustrationen und Erläuterungen zum Tourgeschehen und zum Aufnahmeprozess. Daran werden sich vor Allem die weiblichen Fans ergötzen, schließlich gibt es hier noch mehr Hochglanzbilder vom Edguy-Sonnyboy zu sehen, als ohnehin schon in den beiden Booklets abgedruckt sind.
Musikalisch stellt das CD-Duo eine Rückbesinnung auf die glorreichen Zeiten der Metal-Opern dar, ohne allerdings deren Klasse zu erreichen. Anno 2010 geht es wieder epischer zu, was Fans der ersten Stunde freuen dürfte. Die Songs sind opulenter arrangiert, werden durch die farblose Produktion aber etwas zu stark gebremst. Das hat zur Folge, dass Longtracks wie "The wicked symphony" und "Stargazer" ihr Potenzial auch nach mehrmaligem Hören nicht voll entfalten. Die Instant-Hits kommen dagegen kraftvoller über den Äther. Insbesondere "Scales of justice", die Single "Dying for an angel" (mit Scorpions-Sänger Klaus Meine) sowie "Rat race" und "Down in the dark" können überzeugen.
Im direkten Vergleich entpuppt sich "Angel of Babylon" als das deutliche interessantere Werk, was vor Allem dem größeren Abwechslungsreichtum zuzuschreiben ist. So sind zum Beispiel "Symphony of life" und "Death is just a feeling" (intoniert von Jon Oliva) im Avantasia-Kosmos eher ungewohnt. Auch den schönsten Refrain des Komplettpakets gibt's auf "Angel of Babylon" zu hören, nämlich im abschließenden "Journey to Arcadia". Das weckt dann schon beinah nostalgische Erinnerungen an die zahlreichen großen Momente der beiden Klassiker aus den Jahren 2001 und 2002.
Unterm Strich eine gelungene Zusammenstellung, die uns Tobias Sammet hier präsentiert. Rein musikalisch hätte eine einzige CD wahrscheinlich mehr Sinn gemacht, ihre Daseinsbereichtigung haben aber beide Alben. Wer keine Offenbarung erwartet, wird seinen Spaß haben.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochwertige Heavy Metal Musik im Doppelpack!, 4. April 2010
22 Songs, 2 schicke CD-Hüllen mit eingearbeiteten Booklet, ein kleines Buch (auf Englisch) mit Interviews und Bildern zum Projekt, hochwertig bedruckt und verpackt im praktischen Papp Case! Das Auge hört mit - zumindest merkt man, dass man hier etwas anderes, besonderes in den Händen hält. Und eins sei gesagt, die edle Verpackung ist nicht nur Fassade sondern ein ebenbürtiger Mantel der beiden Musikalben, auch wenn die Ego-Show von Tobias Sammet in den Booklets ein wenig Geschmacksache sein dürften.

Das Anhänger der ersten beiden (nun schon fast 10 Jahre alten) Avantasia Platten auch dieses Mal nicht ihren damaligen Stil bekommen war schon vor einiger Zeit klar als es heiß, die Story des letzten Albums wird weiter geführt. Die Musik knüpft wahrhaftig da an, wo "The Scarecrow" aufgehört hat, ist aber einen Hauch ausgefeilter gestaltet. Kräftige Power Metal Songs, düstere Rocknummern und Balladen, wobei es schon fast unmöglich scheint, eine bestimme Geschmacksgruppe zu treffen. Es gibt enorm viel Abwechslung! Neben perfektionierten Highlights mit Gänsehaut-Faktor gibt es aber leider auch den ein oder anderen Füller, der eher vor sich hin dudelt statt begeistert. Der Erschaffer selbst sieht das logischerweise immer ein wenig anders (Zitat: "22 full songs and in my humble opinion - No fillers"). Wobei es schon ein wenig fragwürdig erscheint, wieso man "Promised Land" aus den "Lost in Space" Singles nun auch auf "Angel Of Babylon" gepackt hat mit dem einzigen Unterschied, dass nun Jorn Lande auch den 2ten Chrous singt.

Aber es fällt ab jetzt nun schon schwer, etwas zu finden, was einem vielleicht weniger gefällt, auch wenn sich Tobi künstlerisch manchmal ganz schön ausgetobt hat. Fragwürdige Mitten wie in "Scales Of Justice", die den roten Faden des Arragaments ein wenig durcheinander bringen sind da nur ein Beispiel von vielen. Aber es ist wie gesagt Kunst und die kann man schlecht kritisieren, wenn die Umsetzung an Perfektionismus grenzt. Handwerklich ist das hier nämlich schon so ziemlich die Königsklasse. Kräftige Gesangstimme von düster, kratzend bis hin zur Power Metal typischen Falsett-Stimme. Interessanterweise sind dieses Mal auch 3 Drummer an Bord, was dem ganzen nochmals Dynamik verleiht, da man neben einem Eric Singer auch mal einen Felix Bohnke an den Trommeln sitzen hat.

Ein echtes Orchester ist (wie Tobi es mal ankündigte) nicht dabei (was bei den Kosten für ein voll besetztes Orchester auch kein Wunder ist).

Aber in Zeiten von hochwertiger Orchestrations-Software / VST-Plugins konnte Miro Rodenberg, der neben der Orchestration auch fast alle Keyboard-Elemente beisteuerte ein ordentliches Klangbett erschaffen, was besonders bei "The Wicked Symphony" nach Hollywood klingt. Die Abmischung des Klangbildes ist sehr bombastisch und ein Blick hinten in das Booklet zeigt zum Beispiel auch, dass an diesem Avantasia Projekt über 5 Studios beteiligt waren!

Kleine Enttäuschung: Käufer der Deluxe Edition erhalten zusätzlich einen kleinen Flyer mit einem Code, um online Zusatzmaterial zu bekommen. Statt weiterer, neuer Bonus-Songs bekommt man lediglich live Versionen von "Twisted Mind", "Lost In Space" aus The Scarecrow und die kürzere Radioversion von "Dying For An Angel" und wer das Video zu letzterem Titel nicht immer auf Videoportalen im Internet anschauen möchte, kann es sich da ebenfalls herunter laden. Schon fast lachhaft ist die dort als "exclusive" angekündigte Gallery! Das sind nicht Mal 10 Bilder aus der oben angesprochenen Ego-Show von Tobi aus den Booklets.

Aber ich denke, deswegen sollte man dem ganzen Produkt keine Punkte abziehen. Man bekommt für die 30 Euro musikalisch gesehen sehr sehr viel geboten und holt sich mit der Avantasia Triologie symphonischen Metal mit epische Hymnen nach Hause.

Avantasia ist im Sinne der Macher definitiv was für aufmerksame Zuhörer und nicht nur als Hintergrundmusik geeignet! ;-)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr sehr hohes Niveau, 11. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich wollte dieses Mal wirklich lange warten mit einer eigenen Rezension, auch um zu sehen, ob sich dieses epische Werk bei mir abnutzt. Ich kann vorwegnehmen, dass das bei mir nicht passiert ist. Grundsätzlich hätte diese Gefahr durchaus bestehen können. Tobias Sammet hat inzwischen so viel wirklich gute Musik veröffentlicht, dass man unweigerlich darauf wartet, dass ihm mal die Kreativität ausgeht. Wahrscheinlich wird ihm das eines Tages mal mit einem Album passieren, aber so weit scheint es noch nicht zu sein. So viel ist für mich sicher, die Scarecrowtriologie steht für mich auf einer Stufe wie die Metalopera. Aber vergleichen kann man beide Werke letztlich nicht. Dafür sind sie musikalisch einfach zu unterschiedlich ausgefallen.

Im weiteren Verlauf dieser Rezension lasse ich allerdings The Scarecrow weg, auch wenn sie im Gesamtbild unabdingbar zu den beiden neuen Werken gehört. Ich empfinde es übrigens als ausgesprochen positiv, wenn sich ein Musiker nicht zu einem Gefangenen eines Stils macht. Für Tobias Sammet hätte das 10jährigen Stillstand bedeutet, wenn er sich dem ursprünglichen klassischen Powermetalstil ausschließlich verschrieben hätte. Und letztlich findet doch hier kein Verrat statt, es ist immer noch Metal und Hardrock, den er uns serviert, und nicht Hip Hop und Techno. Und Powermetal ist immer noch vorhanden, wenn man sich nur das Stück Scales of Justice anhört, richtig Power mit harten Gitarren und im Übrigen erstklassig gesungen von Tim Ripper Owens. Oder auch das Titelstück des zweiten Albums Angel of Babylon ist ganz klassischer Powermetal, eine hervorragende Komposition. Hier singt übrigens Jorn Lande in gewohnt guter Manier. Auf diesem Stück beglückt uns übrigens Jens Johansson mit einem wahrhaft schnellen Keyboardsolo.

Was die Scheiben aber darüber hinaus noch so herausragend macht, sind dabei Songs auf diesem Album, die nicht nur gut sind, sondern auch das Zeug zu Großem haben. Es ist natürlich wie immer alles Geschmacksache, jeder hat da seine Favoriten. Manchmal ist es in der Musikgeschichte auch komisch, welche Songs was werden oder nicht. Einer dieser ganz herausragenden Songs ist Runaway Train. Einziges Manko ist, wenn man diesen zum Superhit für ein breiteres Publikum haben wollte, dass er mit 8:42 Minuten eigentlich zu lang ist, aber ein November Rain hat bereits gezeigt, dass sowas trotzdem geht. Ich persönlich stehe ja auf längere Songs und freue mich in diesem Zusammenhang übrigens sehr auf die neue Maiden. Aber zurück zu Runaway Train, akustisch und gesanglich eingeleitet von Bob Catley mit einer wunderschönen Melodielinie. Insgesamt teilen sich in diesem Song Toby, Bob, Jorn und Michael Kiske den Gesang. In diesem Song wechseln sich akustische Sachen mit hartem Rock ab und im Vordergrund steht immer die Melodie bzw. der bombastisch gesungene Refrain aller 4 Sänger. Wenn jemand mal seine eher dem Hardrock nicht zugeneigte Frau diesem etwas näher bringen will, empfehle ich speziell diesen Song. Von der Songstruktur ähnlich aufgebaut wäre auch Journey to Arcadia zu nennen. Hier singen die gleichen Sänger wie in Runaway Train. Auch hier ist Melodie und bombastischer Refrain im Vordergrund, sehr schön.

Oft wird Tobias Sammet ja unterstellt, dass er sich mehr und mehr daran versucht, massentaugliche Musik zu schreiben. Ich meine das eigentlich nicht, wobei das immer eine Frage des Blickwinkels ist. Aus Sicht des ultraharten Metallers gesehen, könnten die Stücke zu weich geraten sein, aber dann wäre er bei den Kompostionen von Tobias nie zu Hause gewesen. Meiner Meinung nach ist das härteste Stück aus seiner Feder Mysteria von der Hellfire Club, das rückt einem die nicht vorhandenen Locken grade. Scales of Justice ist von den Härtegraden davon aber nicht weit weg, um mal einen Vergleich auf zu rufen. Und ich finde es positiv, dass auf zwei Alben gerade mal anderthalb Balladen drauf sind, auch wenn ich zwischendurch gerne mal einen Schmachtfetzen höre. The Edge auf The Wicked Symphony ist die Halbballade, auf der Toby alleine ohne einen seiner Gäste singt. Und die einzige richtige Ballade wäre Blowing out the Flame auf der Angel of Babylon. Das Ding hat sicherlich Hitcharakter, aber mir wäre es lieber, dass die Werke wegen anderer Stücke breite Beachtung fänden. Wo das mit den Balladen hinführt, wissen wir seit den Scorpions. Jeder erwartet die Feuerzeuglieder auf jedem Album. So wird man auch Gefangener seiner Popularität. Auf der letzten Scorpions sind dann von 11 Songs 4 (!) Balladen. Wer denn da hin will ... ?! Apropos Scorpions, Klaus Meine singt mit Toby Dying for an Angel, ein Stück, in dem Toby zeigt, wie er in der Lage ist, Songs auf bestimmt Sänger zuzuschneiden. Schönes Ding übrigens.

Aber Toby waäre nicht Toby, wenn er nicht noch Überraschendes schaffen würde. Death ist just a Feeling wird von vielen als der ultimate Nachfolger von The Toymaster gesehen. Nein, ist er nicht, dank Jon Oliva ist dieser Song eine richtige Perle geworden, viel stärker als Toymaster. Ich habe selten jemanden aus tiefster Seele so schön dreckig singen hören, ein wahrer Genuss. Überraschend ist auch Crestfallen, ganz anders als gewohnt vom Rythmus und Riffs her mit leichten elektronischen Einflüssen, die sich übrigens auch auf Ratrace finden lassen. Oder Symphony of Life, auf dem die einzige weibliche Sängerin Cloudy Yang zu hören ist. Dieser Song ist übrigens der einzige, der nicht aus Tobys Feder stammt.

Von den übrigen Songs möchte ich noch Blizzard on a broken Mirror erwähnen. Bei diesem sagte Toby in einem Interview, dass er bei der Musik zunächst nicht zu Potte gekommen sei. Wenn man das Ergebnis mit dem sich entwickelnden treibendem Rythmus hört, mag man das nicht glauben.

Die Liste der Gastsänger ist lang. Jorn Lande, Russel Allen, Michael Kiske und Bob Catley singen auf mehreren Stücken mit, sie sind sowas wie die Konstante in dem Avantasiaprojekt. Dazu kommen für einzelne Songs Klaus Meine, Ripper Owens, Cloudy Yang, Jon Oliva, Oliver Hartmann, Andre Matos und Ralf Zdiarstek. Schon eine illustre Runde, oder?

Ich denke, Toby wird die Musik noch des öfteren live präsentieren, ansonsten mit neuen Kompositionen vielleicht zurückhaltender sein, weil er jetzt in 5 Alben verteilt auf zwei Prokekte verdammt hohes Niveau abgeliefert hat. Was soll jetzt noch kommen? Er sollte alles, was kein Knaller ist, besser in der Schublade lassen. Und weitere Sänger? Dio lebt leider nicht mehr, Bruce Dickinson, David Coverdale, Ian Gillan sind noch Optionen, die aber erst mal Zeit und Lust haben müssen.

Aber das sind schon wieder Zukunftsvisionen. Jetzt rechne ich erst mal wieder mit Edguy ...
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz stark!!, 5. April 2010
Als ich von den beiden neuen Avantasia-Alben erfuhr war ich begeistert, hatte ich doch die ersten beiden Alben geliebt und sie gehören bis heute zu meinen absoluten Lieblingsalben und "the scarecrow" konnte ich auch sehr viel abgewinnen, auch wenn ich sie nicht als so stark empfand, wie "the metal opera".
Nun wo ich die beiden Alben in Händen halte, muss ich sagen, ich bin mehr als begeistert. Hier stimmt einfach alles!
Es fängt an mit der Aufmachung. Die Box ist im schlichten Schwarz mit silbernen Aufdrücken gehalten, die einzelnen Albumcover sind schön und was ich besonders genial finde, ist das die CD-Hüllen wie das beiliegende Buch eingebunden sind. Tolle Idee.

Zur CD:
"The Wicked Symphonie" beginnt mit einem schönen Intro, was auch gut an den Beginn von "Fluch der Karibik" oder "the Patriot" gepasst hätte, ehe die Scheibe Fahrt aufnimmt. Dann zeigen Ausnahmesänger wie Russell Allen, Jorn Lande und Tobi Sammet, was sie können. Instrumentell erinnert mich das Stück immer ein wenig an "Dark Chest of Wonders", wobei ich auch nicht weiß wieso. Danach singt Michi Kiske die Power-Metal-Up-Tempo Hymne "Wastelands", welche für mich neben Masterplans "Heroes" die Hymne der letzten Jahre darstellt. Dann "brüllt" sich Tim Owens in "Scales of Justice" die Seele aus dem Leib ;) WOW! Absoluter Killer-Song und erinnert mich ganz stark an die "Horror-Show"-Platte von Iced Earth. Besonders gut gemacht ist die kleine Pause, da Tim Owens laut Tobi the Fury darstellen soll und man bei Zorn und Raserei auch zwischendurch mal die Phase hat, wo man überlegt, warum man jetzt so ausrastet ;-) .
"Dying for angel" ist eher eines der "weicheren" Lieder, wie ich finde und passt ganz gut nach dem rauen Owens. Bei "Blizzard in a broken Mirror" tritt dann endlich Andre Matos auf. Von Keyboard-Intro her denkt man fast jetzt kommt ein zweites "Ritual". Der Song wechselt oft im Tempo, was ihm erstaunlicherweise keinerlei Dynamik kostet. Wer Shamans "Distant Thunder" genial fand, wird dieses Lied lieben, und Fans von Edguy und Avantasia sowieso.
"Runaway Train" ist mein absoluter Favorite. Es ist fast wie ein "Seven Angels pt.2" nur ohne Chöre. Dafür läuft Catley zur Höchstform auf. In diesem Lied steckt er meiner Meinung nach Lande, Kiske und Sammet in die Tasche ohne dass diese von ihrer Form abfallen. Catley singt einfach nur perfekt.
"Crestfallen" wirkt irgendwie anders, ich würde es mal als synthie trifft auf edguy tinitus sanctus hardrock sound beschreiben dazu ein refrain mit monumentalen chören, der fast schon "guardian"-haft klingt. ein schöner Farbtupfer in diesem Album, der die Vielschichtigkeit der platten andeutet.
"Forever is a long time" ist ein schöner Track, der an alte Masterplan und Edguy Zeiten erinnert. Einfach toller Powermetal, dem Lande mit seiner Stimme einen super Touch gibt.
"black wings" dagegen geht eher in die richtung tinitus sanctus und jorn lande soloalbum.
"states of matter" ist dann wieder schöner uptempo Powermetal. Das Lied würde auch perfekt auf Lande und Allens Doppelprojekt "The Battle" passen. Einfach genial und straight.
mit der (halb-)ballade "the edge" schließt die syphonie erstmal. Tobi singt sehr gefühlvoll und bruce kullick gitarrenspiel in diesem track ist einfach insane. wer auf das "Rocket Ride" album von edguy steht, ist hier genau richtig.

"angel of babylon" startet mit dem für die geschichte eigentlich nicht so wichtigen track "Stargazers" der nur ein wenig mehr über den Protagonisten und seinen Charakter enthüllen soll. Michi kiske, sammet, lande, allen und hartmann führen hier einen "kampf der stimmen" und der gewinner ist eindeutig der zuhörer. wirkt fast ein wenig wie blind guardian ohne den ganzen schnick-snack und stattdessen mit einer großen Prise Hellfire Club :D KLASSE !
Mit "angel of Babylon" holt Tobi dann noch die Stratovarius Fans ins Boot, was vor allem an den klasse Solo von Jens Johanneson liegt. Super Uptempo Song!
"your love is evil" ist dann wieder ein wenig mehr midtempo, aber mit überragend eingängigen Refrain. Tobi singt unglaublich stark.
"death is just a feeling" ist dann wieder total neu, fast wie aus einem musical rausgeholt, jon oliva überzeugt vollends. ich weiß gar nicht richtig wie man diesen track beschreiben soll. es macht einfach spaß ihn zu hören :D
bei "rat race" fliegen dann wieder ordentlich die fetzen und es geht rund. ein schöner straighter song.
"down in the dark" sollte allen anhängern von dem alten mandrake album gefallen, mich erinnert der song stark an dieses schöne album :) truemetal vom feinsten
"blowing out the flame" ist die obligatorische ballade. sie kann zwar nicht mit "quest for more" mithalten, ist aber trotzdem wunderschön und nachdenklich und freunde von edguys "scarlet rose" werden sicher begeistert sein :)
"symphony of life" wurde von sascha paeth geschrieben und von cloudy young gesungen. sie ist eher progressiver angehaucht und würde auch gut zu ayreon passen :D die riffs die paeth hier spielt sind einfach nur geil, wenn auch leicht sonderbar, prog eben ;)
"alone I remember" ist wieder mehr hardrock, verfeinert mit der schönen fast zu weichen sammet stimme, die dem song einen einzigartigen touch verleit.
"promised land" ist wahrscheinlich den meisten leuten schon bestens bekannt. tobi sammet hat bereits vor jahren verlauten lassen, dass der song auf den folgealben von "the scarecrow" erscheinen wird. deswegen sollte man sich lieber überlegen, ob man hier vorschnell etwas von lückenfüller äußern oder herrn sammet unterstellen will, dass er faul und kommerziel sei. michi kiske wurde aus storytechnischen gründen aus diesem lied entfernt, was eigentlich schade ist, das alte lied ist bis heute mein lieblingslied und handyrington. es ist einfach perfekter powermetal, wie er besser nicht sein kann. aber die version vom album ist ja fast identisch, also no worry.
"journey to acardia" ist einfach avantasia, ein besseres "anywhere" einfach wie eine "metal opera" 2-ballade, die dann auch noch schön fetzig wird und ein um längen besserer albumschluss als "into the unknown" oder "the tower". GANZ GANZ starker abschluss!

Ich will aber nach all den Lob für die Sänger nicht den Künstler vergessen, der dieses Album zur weltklasse führt. Sascha Paeth mit seinem unglaublichen gitarren und keyboardkünsten! Top leistung des Wolfsburgers, der mit Bruce Kullick ein super Guitarerogespann abgibt.

Textlich sind die Texte auch wieder 1A. Wenn ich darauf eingehen würde, würde ich wahrscheinlich ein Buch schreiben müssen. Sehr starkes Songwriting wie man es von Herrn Sammet gewohnt ist.

Also:
Da man mit einem Album eigentlich nicht leben kann ist die box ein muss, auch weil das buch super informativ ist und tobi einfach ein total komischer typ ist! seine interviews zu lesen macht spaß!

Für alle Avantasia und Edguyfans: Pflichtkauf!!
Für alle Jorn Lande und/ oder Russell Allen Fans: Pflichtkauf
Für alle Metal Opera fans aber Scarecrow "najaaa"-finder: getrost zuschlagen!
für alle Hard Rock fans und powermetal interessierte: pflichtkauf
Für alle Powermetalfans sowieso
aber wer hier eine zweite metal opera will, die stilistisch identisch ist, wird hier nicht glücklich, es gibt einfach keine zweite metal opera, dieses album ist anders und das ist gut so!!

meiner meinung nach heißer anwärter auf das album des jahres und auch ein zeichen, dass tobi trotz hard rock einschläge seine wurzeln nicht vergessen hat!
Respekt für diesen Mann!

10/5 sternen!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder mal eine starke Leistung von Herrn Sammet!, 3. April 2010
Rezension bezieht sich auf: The Wicked Symphony (Audio CD)
Habe mich bisher nur Mit "The Wicked Symphony" stärker beschäftigt, darum vorerst nur eine Rezension zu diesem Album:

The Wicked Symphony: Der erste Song und gleichzeitig auch der Titeltrack ist mit Sicherheit eines der Highlights des Albums. Es beginnt mit einem Soundtrackartigen Intro. Es singen Jorn Lande, Russel Allen (Symphony X) und Mastermind Tobias Sammet. Der Refrain ist wohl einer der stärksten die Tobi bisher geschrieben hat: Ein Ohrwurm der seinesgleichen sucht, bombastisch und kraftvoll. Alles in allem ein fast 10 Minütiger Song, der einen mehr als würdigen Opener für das Album darstellt.

Wastelands: Dieser Song könnte so wohl auch auf einer der "Metal Opera's" stehen. Michael Kiske (ex-Helloween) packt hier mal wieder seine hohe Stimme aus, was dem schnellen Power-Metal Song einen Touch von "Keeper Of The Seven Keys" verleiht und auch die Solos erinnern stark an diese Klassiker.

Scales Of Justice: Ohne Zweifel der härteste Song des Albums wofür man vor allem "Ripper" Owens "verantwortlich machen" muss und Tobias beweist wieder mal sein Geschick einen Song genau auf den Gastsänger zuschneiden zu können. Der Wechsel zum langsameren Teil im letzten Viertel des Songs und wieder zurück wirkt etwas holprig, gibt dem Song aber eine überraschende Wendung.

Dying For An Angel: Eine Hard Rock Hymne mit ruhigen Versen und einem einprägsamen Refrain gesungen von Klaus Meine (Scorpions) und Tobias. Was ansonsten noch auffällt ist das Solo, das wohl eines der besten des ganzen Albums darstellt.

Blizzard On A Broken Mirror: Ein Mini Epos (6:07) gesungen von Andre Matos (ex-Angra) und Tobias. Bei diesem Song hängt sehr viel davon ab, ob man sich mit Matos' Stimme anfreunden kann oder nicht. Ich persönlich bezeichne mich nicht als einen grossen Fan seiner Stimme und bin deshalb auch froh, dass er nur in diesem einen Song zum Einsatz kommt. Der Song wird allerdings durch einen ruhigen und sehr gefühlvollen Part von Tobias im letzten Drittel um einiges aufgewertet.

Runaway Train: Definitiv ebenfalls eines der Highlights. Der Song beginnt mit einem ruhigen und wunderschönen Klavierpart bevor Bob Catley (Magnum) mit seiner gefühlvollen Stimme einsetzt. Vor allem er verleiht diesem Song eine besondere Note, doch auch Jorn Lande scheint hier zu seiner Höchstleistung aufzulaufen. Man wird durch verschiedene Stimmungen mitgenommen, ruhige und schnellere Teile wechseln sich ab und mein persönliches Highlight (in einem Song der an sich ein einziges riesiges Highlight ist ;) ) ist ganz klar der ganze Teil, der etwa in der Mitte des Songs beginnt, als Catley einsetzt; der sehr positive und kraftvolle Teil gesungen von Tobias; das anschliessende Gitarrensolo und auch noch der ruhige Part von Kiske. Da wünscht man sich nur noch, dass Catley und Kiske einige Einsätze mehr bekommen hätten.

Crestfallen: Wohl der ungewöhnlichste Song des Albums. Man hört viele elektronische Einflüsse. Die Verse sind relativ ruhig und im Refrain setzt ein Chor ein der (mich persönlich) stark an Rammstein erinnert. Das spezielle ist aber Tobias, der in jedem Refrain jeweils 2x seine Stimme so verzerrt hat, das es irgendwie nach "Donald Duck goes Metal" klingt. Ein Song den man nach dem ersten Hören entweder liebt oder hasst. Für mich wäre es Ersteres ;)

Forever Is A Long Time: Ein kraftvoller Hardrock Song in dem Jorn Lande glänzt und den Refrain veredelt.

Black Wings: Der einzige Song in dem Ralf Zdiarstek singt und leider auch der schwächste des Albums. Es scheint als könne Ralf seine Stimme hier nicht recht entfalten (man vergleiche mit "Memory" von der "Metal Opera II") und es fehlt ebenfalls ein Highlight, das den Song in Erinnerung bleiben lässt. Ansonsten kann man ihn als düstere aber langsame Hardrock/Melodic Mischung beschreiben.

States Of Matter: Wiederum eines meiner Highlights. Eine sehr starke Leistung von Russel Allen und Tobias, die vor allem Im Refrain eine einwandfreie Show bieten und ihn zu einem Ohrwurm machen. Es ist eine schnelle, positive Hardrock/Powermetal Nummer, die zum Teil starke Parallelen mit Edguy zeigt.

The Edge: Der letzte Song dieses Albums klingt in den Versen ziemlich Balladesk, wird aber im Refrain härter und rauer und kann desshalb nicht wirklich als solche bezeichnet werden. Wahrscheinlich kein Song, der einem beim ersten Hören im Ohr hängen bleibt, aber doch ein solider Titel.

Alles in allem vergebe ich für "The Wicked Symphony" aufgerundete 4,5 Sterne :)
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial!, 3. April 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit diesem Doppelschlag ist Tobi Sammet (mal wieder) ein Geniestreich geglückt. Ich kann die negativen Bewertungen hier (die inzwischen teilweise auch schon wieder wie von Geisterhand verschwunden zu sein scheinen) so gar nicht nachvollziehen. Wem dieses Album zu sehr Mainstream ist, der sollte sich mal zu einem guten HNO-Arzt begeben.
Ich bin Sammet-Fan seit langer Zeit - habe seine musikalische Entwicklung seit "Savage Poetry" (dem Edguy-Debut) sehr genau mitverfolgt. Es fand/findet tatsächlich eine echte Entwicklung statt. Avantasia ist heute nicht mehr das, was es einmal war - Tobi's musikalische Entwicklung spiegelt sich sehr genau in seinen Avantasia-Werken wider. Mit "The Scarecrow" wurde nach dem doch sehr "mainstreamig" daher kommenden "Rocket Ride" eine Richtung eingeschlagen, die deutlich mehr in Richtung HardRock tendierte. Mit "Tinnitus Sanctus" nahmen die Power-Metal-Elemente glücklicherweise wieder deutlich zu und der Stil des "neuen" Sammet war geboren.
Das Ende der Trilogie bestehend aus "The Scarecrow", "The Wicked Symphony" und "Angel of Babylon" repräsentiert genau diesen Stil. Das Doppelalbum ist abwechslungsreich (wie man hier Monotonie heraushören kann, ist mir ein Rätsel), strotzt nur so vor Energie, Epik, bombastischen Arrangements und man merkt zu jedem Zeitpunkt mit welchem Spaß und mit welcher Hingabe Sammet und sein genialstes Lineup Musik machen. Das Boxset macht schon durch seine edle Aufmachung sofort Lust auf die enthaltene Musik - wenn doch nur jede limitierte "Deluxe-Edition" einer CD einem so sehr das Gefühl geben würde, etwas besonderes, ein Meisterwerk in Händen zu halten... Nach den ersten Tönen der CD und der wahnsinnig theatralischen Intro ist man sofort gefangen von der Musik. Da ich der Meinung bin, dass diese beiden Alben nur insgesamt ihre Wirkung entfalten können, spare ich mir hier eine Einzelkritik der Titel. Das haben einige meiner Mit-Rezensenten bereits ausreichend und treffend getan.
Musik hat kann objektiv und subjektiv gesehen werden. Objektiv muss anerkannt werden, dass das Doppelalbum gigantisch in seiner Aufmachung ist, das Lineup weltklasse ist, und die Musik technisch auf allerhöchstem Niveau dargeboten wird - an der Aufnahmequalität gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Über subjektive Meinungen zu Musik sollte und kann man eigentlich auch nicht sachlich diskutieren und streiten. Ich verstehe jeden in seiner Enttäuschung, der eine musikalische Fortsetzung der "Metal Opera" erwartet hat (selbst wenn man seit Opera jedoch nur "The Scarecrow" gehört hat von Tobi, konnte man das auch nicht allen Ernstes erwarten). Jeder hat das Recht Tobi und jeden anderen Musiker für seine Musik zu lieben aber auch "nicht zu lieben" - Hass ist hier definitiv fehl am Platz, da ebenso niemand dazu gezwungen werden kann, bestimmte Musik zu lieben. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es sowohl Hörer gibt, die die Opera geliebt haben und sich mit der neuen Trilogie nicht richtig anfreunden können - ebenso umgekehrt.
Für meinen Teil kann ich nur sagen (natürlich absolut subjektiv), dass mir das The Wicked Symphony & Angel of Babylon extrem gut gefallen. Avantasia ist heute anders als vor 10 Jahren, wir alle sind anders seitdem - auch Tobi ist anders; dass sollte man vor einem Kauf der Alben wissen und man sollte sich darauf einstellen. Wem jedoch "The Scarecrow" gefallen hat und dazu eventuell auch noch "Tinnitus Sanctus" von Edguy, und wer sich eine Synthese aus diesen beiden Alben gut vorstellen kann, der wird dieses Meisterwerk genauso lieben lernen, wie ich.
Von mir gibt es in jedem Fall eine absolute Kaufempfehlung und ein Riesenlob an Tobi Sammet, der seinen Stil nun gefunden zu haben scheint. Avantasia "The Metal Opera I + II" sind Sammet's Meisterwerke 2001/2002, was sie für immer bleiben werden, "The Wicked Symphony & Angel of Babylon" sind Sammet's Meisterwerke 2008/2010. Niemand wird dazu gezwungen das erste Meisterwerk in seiner Plattensammlung mit dem neuen zu ersetzen (bei manchen der negativen Rezensenten hier konnte man fast das Gefühl haben, dass sie das dachten, und dass sie sich von Tobi ja geradezu auf den Schlips getreten gefühlt hätten) - beide sollten einen festen Platz in der Plattensammlung eines jeden Sammet-Fan's und eines jeden Rock-, HardRock-, und Power-/Melodic-Metal-Fans haben.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf dem Weg in den Rockolymp!, 20. Juli 2010
Von 
Michael Krause (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Wicked Symphony (Audio CD)
Nach dem ich vom Album THE SCARECROW mehr als begeistert war, habe ich mir natürlich auch die beiden aktuellen Alben zugelegt und ein Weilchen auf mich wirken lassen. Nach dem ersten Hören beider Alben war ich zunächst etwas enttäuscht, doch spätestens nach dem dritten oder vierten Hören entwickeln sich sowohl THE WICKED SYMPHONIE als auch ANGEL OF BABYLON ihre ganze Klasse. Hier möchte ich jetzt auf THE WICKED SYPMPHONIE eingehen.

Schon der titelgebende Opener zeigt, welch genialer Songschreiber Tobias Sammet ist. Mit einer Spielzeit jenseits der 9 Minuten entwickelt sich der Song zu einer wahren Metaloper, die von Tobias Sammet, Jorn Lande, Russel Allen und Oliver Hartmann perfekt dargeboten wird.

Mit WASTELAND folgt der erste Kracher des Albums. Ein eingängiger Refrain und die unverwechselbare Stimme von Michael Kiske machen diesen Song zu einem echten Knüller. Ein Anspieltip für alle, denen das Album angeblich zu soft ist.

Weiter geht es mit SCALES OF JUSTICE. Die Vocals übernimmt Tim 'Ripper' Owens, der schon bei der Metallegende Judas Priest vor dem Mikro stand. Ebenfalls ein fetter Kracher.

Mit DYING FOR AN ANGEL folgt dann der Promosong des Albums, den Tobias Sammet zusammen mit Klaus Meine von den Scorpions performt. Ein toller Song, der an die allerbesten Zeiten der Hannoveraner Hardrocker erinnert. Zusätzliche Gänsehaut bekommt der Hörer durch den Kinderchor im letzten Drittel des Songs. Ein fast radiotauglicher Song, der Avantasia auch neue Hörerschichten einbringen sollte.

Mit BLIZZARD ON A BROKEN MIRROR folgt ein weiterer Rockkracher, bei dem Tobias von Andre Matos unterstützt wird.

Track 6 ist schließlich der Höhepunkt des Albums. RUNAWAY TRAIN ist eine neunminütige Rockoper in sich. Eine kraftvolle Ballade, bei der Tobias von Jorn Lande und Bob Cately unterstützt wird. Klasse Melodie, ein eingängiger Refrain und die Stimmgewalt der drei Akteure machen den Song zu einem der besten Avantasiasongs überhaupt.

Mit CRESTFALLEN folgt ein Track, der zum Stammrepertoire eines jeden RockDJs gehören sollte. Doch keine Angst, der Song ist immer noch tough genug, um alle Headbanger zu begeistern.

In FOREVER IS A LONG TIME stellt Jorn Lande einmal mehr unter Beweis, warum er zu einer festen Größe im Avantasia Line-up geworden ist. Seine Stimme ist einfach unverwechselbar.

Bei BLACK WINGS greift dann der Mastermind himself wieder zum Mikro. Ein düsterer Song, der seine ganze Kraft erst nach mehrmaligem Hören entfaltet.

Das dem Album zum Ende nicht die Kraft ausgeht, zeigt eine Perle wie STATES OF MATTER, in der Russel Allen beweist, das er mit Sängern wie Jorn Lande oder Michael Kiske absolut mithalten kann.

Beendet wird das Album mit THE EDGE, einem ruhigeren Song, der sicher nicht zu den besten Avantasiasongs gehört, aber auf fast jedem andren Hardrockalbum zu den Perlen zu zählen wäre.

Insgesamt schließt THE WICKED SYMPHONIE nahtlos an die Klasse von THE SCARECROW an. Das Album braucht zwar ein paar Durchgänge, um den Hörer wirklich zu überzeugen, wirkt aber dafür um so nachhaltiger. Besonders lobenswert ist die musikalische Vielfalt, die Tobias Sammet sowohl auf diesem Album, als auch auf ANGEL OF BABYLON anbietet. Einige Rezensenten haben beklagt, dass die beiden Alben insgesamt einiges an Durchschnittsware enthielten. Diesen Eindruck kann ich nicht bestätigen. Beide Alben präsentieren eine Vielzahl hervorragender Songs und sind in sich absolut stimmig. Für jeden Liebhaber härterer Musik sind diese Alben ein absoluter Pflichtkauf.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutlich Steigerung gegenüber dem Vorgänger, 4. April 2010
Wer hier Kommerz Tobias Sammet vorwirft kann ich nicht nachvollziehen. Selbst "The Scarecrow" welches zwar ein paar Mainstream artige Songs hatte (Carry me over oder Lost in Space) ist das Album für mich immer noch eine Metal Scheibe gewesen. Zwar muss ich auch zugeben das ich The Scarecrow nicht so gemocht habe wie die Metal Opera Teile. Das ändern die 2 Alben hier zum Glück wieder. Man kann sie zwar nicht mit den Opera Teile vergleichen (dafür sind sie zu unterschiedlich) aber im Vergleich zu "The Scarecrow" ein deutliche Steigerung.

Mal meine Highlights der einzelnen Alben:
-Wastelands: Mit Michael Kiske (ex Helloween) könnte der Song direkt einHelloween Song sein.
-Scales of Justice: Tim "The Ripper" Owens (ex Judas Priest) übernimmt hier die Leadvocals. Wohl der agressivste Song, konnt mich anfangs mit dem Gekreische nicht zurechtfinden aber inzwischen ist es mein Lieblingssong des Albums.
-Runaway Train: Ein weiteres Highlight des ALbums mit einem eingängigen Chorus.
-Crestfallen: Ein sehr umstrittenes Stück gefällt mir schon allein wegen des Chorus sehr.

-Stargazers: Hier wieder ein Best of Aufgebot an Sänger. Das Opus des Albums.
-Death is just a Feeling: Hier übernimmt Jon Oliva (ex Savatage,Jon OlivaŽs Pain) die Rolle die Alice Cooper im Vorgänger übernommen hat. Wohl für mich das Highlight des Albums.
- Symphony of Life: Auch wieder ein sehr umstrittens Stück. Da es nicht von Tobias sondern von einer wohl eher unbekannten Sängerin gesungen wird die aber ihre Sache verdammt gut macht.
-Promised Land: Dieses Lied dürfte den meisten schon von der Lost in Space II EP bekannt sein. Hatte damals schon nicht verstanden wieso man dieses Lied nicht auf das Album gepackt hat, dieser Fehler wurde ja jetzt behoben.
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The Wicked Symphony
The Wicked Symphony von Avantasia (Audio CD - 2010)
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