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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dschungelerkenntnisse, 27. April 2010
Everett hat mehrfach teils jahrelang bei den Pirahã-Indianern gelebt, die nur glauben, was sie selbst erlebt oder von einem geschätzten Mitmenschen erfahren haben. Geschichte beschränkt sich bei ihnen auf diese Erlebnisse und Erlebnisberichte. Folglich haben sie Everett, der sie missionieren sollte, Bibelgeschichten und Ähnliches nicht abgekauft. Auch ein ewiges Leben leuchtet ihnen nicht ein. Vergangenes ist entsprechend unwichtig, und die Zukunftsangst gering.
Um all das zu ermitteln, mußte Everett jedoch ihre Sprache lernen, die mit Tonhöhen-Phonemen funktioniert, die geringste Zahl von Vokalen und Konsonanten unter den bekannten Sprachen besitzt und daher lange Wörter ausgebildet hat.
Der Knüller: Am Ende glaubt Everett selber nicht mehr an Hölle noch Gott und ist Sprachenforscher. Er legt sich mit Noam Chomsky an, der vor Jahrzehnten gegen B. F. Skinner mit der These berühmt wurde, Menschen besäßen von Geburt an eine universelle innere Grammatik, die sich in allen Sprachen niederschlage. In der Pirahã-Sprache offenbar nicht.
Die Lektüre ist ein Abenteuer sowohl für religiöse Menschen wie Atheisten, für Ethnologen wie Linguisten. Der Titel der deutschen Übersetzung ist blöd, und sicher war die Übersetzung ausnehmend schwierig. Das englische Original fand ich gut lesbar.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Joining a linguistic field work trip in book format, 18. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Don't Sleep, There are Snakes: Life and Language in the Amazonian Jungle (Kindle Edition)
Yes, you realize that Daniel Everett is in fact an expert both in linguistics and field work. In his book he strongly advocates the virtue of language documentation and cultural preservation by taking us onto his field work at the Amazonas in Brazil. Though this book is not intended for an academic audience, it is a good read, even for a linguist or anthropologist. You do not have to have a background in linguistics, but at the end you understand that he does criticize Chomskyan linguistics, advocates empiric studies and finds interesting examples for a change in theory. His book is very respectful of the tribe speaking the language he investigates and if you could you would love to travel with him. I did spot only one point where I thought: "Dan, here you are clearly wrong and you should have known better." when he compares English to German and the possible length of words (he obviously thought of compounds, which he just missed that English has them as well, but in English there are blanks inserted so that they look like separate words... This is about spelling, not the length of words, Dan.).

I read the book on my kindle, some linebreaks and hyphenations were a bit strange, probably due to manual linebreaks and hyphenation in the print version. I guess this is an issue for the publisher, but the text is still fascinating.

I recommend this book especially to those who have a bit of a linguistics background but never worked outside of their offices. Or who just want to read about the language of another type. It does not replace an introduction to linguistics book, nor is it intended to. But I know a couple of armchair linguists who should read it....
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überzeugt auf drei Ebenen, 16. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch überzeugt sowohl als autobiographischer Bericht eines leidenschaftlichen Forscherlebens und einer überraschenden persönlichen Entwicklung als auch als ethnographische Studie eines der letzten noch genuin lebenden Völker als auch als linguistische Streitschrift wider der Universalgrammatik Chomskys. Ein wirklich großartiges Buch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein außerordentliches Buch!, 10. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wunderbar für alle Neugierigen, die ihre erlernten und erworbenen kulturellen Bilder von der Welt (wie und warum wir so und so miteinander umgehen und warum wir eine bestimmte Form der Sprache dafür brauchen würden etc.) auf den Prüfstand stellen wollen. Ein 'must read' für alle, die andere Menschen mit ihren kulturellen Errungenschaften und vor allem ihrer Religion beglücken wollen (Mitarbeiter/innen in der sog. Entwicklungshilfe und Missionarinnen und Missionare). Dass Daniel Everett nirgends romantisiert und auch seine primäre Ignoranz nicht verschweigt macht diesen Bericht, der sich über 30 Jahre zieht, sehr lesenswert. Der Schlüssel seiner Erkenntnisse liegt in seinen linguistischen Ausführungen. Sind essenziell, er hat sie hier aber so herunter gebrochen, dass auch ein/e nicht Linguist/in sie mit Gewinn nachvollziehen kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bereichernd, 5. November 2010
Daniel Everett beschreibt in diesem Werk sein Leben und Arbeiten mit den Piraha. Die Beobachtungen die er dort macht stellen für viel in Frage, was ich für urmenschlich gehalten habe. Die unglaubliche "Andersartigkeit" der Kultur zwingt einen gradezu die eigenen Vorstellungen vom Menschsein noch einmal zu überdenken.
Sehr spannend (aber für Laien etwas anspruchsvoller) sind die linguistischen Beobachtungen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr Lesenswert, 7. Mai 2010
Obwohl das Buch auch als wissenschaftliche Literatur im Bereich Linguistik gilt, ist es sehr kurzweilig zu lesen. Der Autor beschreibt seine Erfahrungen mit viel Humor und Selbstreflektion. Kein erhobener Zeigefinger und keine Spur von westlicher Arroganz gegenüber dieser komplett anderen Kultur. Rückt unsere Werte und Einstellungen in Perspekive, aber immer respektvoll.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unsere Zivilisation & Religion ad absurdum geführt, 12. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein großartiges Buch, das zur Pflichtlektüre werden sollte. Das stete Bemühen, unsere Zivilisation inklusive Religion als die einzig richtige Lebensart anderen Völkern aufzuzwingen, wird hier ad absurdum geführt. Der Autor ist in vielerlei Hinsicht mutig, wenn er alte, aber offensichtlich völlig falsche Sprachtheorien angreift oder offen über die eigenen Unzulänglichkeiten berichtet. Spannendes (auch linguistisches) Abenteuer, nie langweilig und immer sachlich und sehr menschlich.
Der Leser sollte idealerweise "vom Fach" sein oder sich zumindest sehr für Philologie, Philosofie im besonderen und/oder Sprachen bzw. fremde Kulturen im allgemeinen interessieren.
Die größte Leistung des Volkes Piraha, wenn auch unbeabsichtigt, besteht unter anderem darin, den Autor und Missionar zu bekehren.
Unbedingt lesen!
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5.0 von 5 Sternen Einzigartige Mischung aus Abenteuer, Wissenschaft und Religion, 31. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eines der interessantesten Bücher, das ich je gelesen habe. Man bekommt ein neues Gefühl dafür, was es heißt, auf diesem Planeten Mensch zu sein.
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