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4.0 von 5 Sternen Frankie-Boy goes ballad, 28. März 2010
Von 
Ulrich Groh (Mittelhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ol' Blue Eyes Is Back (Audio CD)
Frankie-Boy im Studio mit Gordon Jenkins und Don Costa: Das weckt große Erwartungen, denn beide Namen stehen für höchste Qualität, gehören zur allerersten Garde in der diffizilen Kunst des arrangierens, produzierens, komponierens. Und wofür der Name Sinatra steht, muss ich niemandem erklären, der sich der Mühe unterzieht, Rezensionen zu seinen Platten zu studieren.
Drei Meister ihres Fachs also stehen am heißesten Tag des Jahres 1973 nachts in einem Studio in Los Angeles und inspirieren einander. Die Songs, die sie einspielen, stammen wiederum von anderen Größen, darunter dem über jeden Zweifel erhabenen Stephen Sondheim.

Heraus kommt ebenso Feines wie Großes - vor allem aber Zeitloses, was für mich DEN Maßstab überhaupt darstellt. "Ol blue eyes is back" - allen Fans des Swing zur Warnung - besteht ausschließlich aus Balladen, die wehmütig, sentimental, vor allem melancholisch klingen, die Klippen zur Überfrachtung oder zum Kitsch jedoch elegant umschiffen. Ein großes, wohlakzentuiertes Orchester begleitet den Sänger, nimmt sich zurück, wo erforderlich, schwillt an, wenn es die Dramaturgie verlangt, doch erschlägt nie.

Sinatra ist es, dessen für große Balladen geradezu geschaffene Stimme stets dominiert. Niemand beherrscht dieses Genre derart perfekt wie dieser Mann, und wer unsicher ist, weshalb man ihn auch "The voice" nennt, kann die Antwort u.a. mit diesem Album erfahren. "Winners" alleine schon ist den Kauf bereits wert, und wer den von Kris Kristoffersen geschriebenen Song "Nobody wins" auf sich wirken lässt, gefolgt von "Send in the clowns" von Sondheim, wird sich der Magie dieser Musik nicht mehr entziehen können.

Entstanden ist in dieser heißen Nacht kein epochales Gesamtkunstwerk wie "Only the lonely", "September of my years" oder aber "She shot me down". Das sind Geniestreiche, die einem Künstler - wenn überhaupt - nur sehr selten gelingen. Die eingangs erwähnten Erwartungen wurden jedoch allemal erfüllt, denn hier liegt qualitativ hochwertige Musik vor, deren Anschaffung ich besten Gewissen bereits aufgrund der o.a. Songs empfehlen kann. Sie sind zeitlos, wunderbar und von einer Schönheit, die lediglich von den absoluten Highlight-Alben Sinatras übertroffen werden (trotz nicht wegzuleugnenden stimmlichen Einbußen Sinatras im Vergleich zu seinen frühen Jahren).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sinatra 1973 - erhaben und melancholisch, 13. Dezember 2013
Von 
Christian Günther - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ol' Blue Eyes Is Back (Audio CD)
Nachdem Sinatra die kompletten fünfziger und sechziger Jahre hindurch in ausnahmslos jedem Jahr mindesten zwei, oft auch drei Alben veröffentlichte - die Rede ist von regulären und jeweils komplett neuen Studio-Alben, also keine kompilierten Best of Zusammenstellungen; die gab es zusätzlich (leider) auch zuhauf - ließ er es mit Beginn der Siebziger Jahre dann etwas ruhiger angehen und schuf von 1970 bis 1974 "nur" noch ein Album pro Jahr, bevor er dann bis zu seinem Über-Album des Jahres 1980 "Trilogy", das mit "New York, New York" noch einmal einen Welthit für die Ewigkeit bereithielt und das American-Songbook noch einmal um einen Sinatra-Standard erweiterte, sechs Jahre lang gar kein Album mehr veröffentlichte.
Zwanzig Jahre waren 1973 bei Erscheinen von "Ol' blue eyes is back" vergangen, seit das erste Album "Songs for young lovers" veröffentlicht wurde; zwanzig Jahre in denen Sinatra mit der damals jüngsten Produktion seine nun bereits 51. LP vorlegte! Zählt man die aus den Columbia-Sessions 1945-1950 hervorgegangenen Platten hinzu, die nicht als Album konzipiert, sondern bei Verfügbarkeit von ausreichend Aufnahmen dann lediglich einfach von Zeit zu Zeit als LP herausgegeben wurden, dann kommen noch einmal sechs hinzu. Mitsamt der ebenfalls sechs Studio-Produktionen, die Sinatra bis zu seinem Tode diesem Album noch folgen ließ, addiert sich das Werk auf sagenhafte 63 Studio-LPs zwischen 1946 und 1994. Und dabei wurde noch kein Wort über die oft sagenhaften Live-Alben verloren...

Aus dieser Fülle nun ein einzelnes Album als das ultimativ Beste herauszuheben, ist einfach nicht möglich; einen solchen Solitär gibt es in Sinatras Werk nicht. Er war ein Vollprofi, der auf allen Ebenen (Komponisten, Arrangeure, Produzenten, Musiker) von Vollprofis umgeben war. Sicher ging nicht aus jeder Produktion ein Jahrhundert-Album hervor, aber einen Totalausfall hat es nicht gegeben, wie eben auch kein einzelnes Album, was für sich beanspruchen kann, das Beste von allen zu sein. Und dennoch ragen einige etwas weiter hervor, sind ganz besonders gelungen, besonders intensiv. Und ganz bestimmt liegt diese Einschätzung ganz wesentlich auch an der individuellen Vorliebe des jeweiligen Hörers.

"Ol' blue eyes is back" gehört für mich zu diesen ganz großen Sinatra-Alben, obwohl oder vielleicht gerade weil es keinen vom Album gelösten Single-Hit vorweisen kann. Das Album ist eine Einheit; jedes der neun Stücke trägt die erhabene Stimmung weiter, formt es zu einem melancholisch gedankenschweren Gesamtwerk, ohne in Schwermut abzudriften. Groß von Don Costa und Gordon Jenkins orchestrierte, beinah hymnenhafte Balladen wie "You will be my music" oder "Let me try again" lassen Sinatra auch mit damals schon 58 Jahren seine stimmliche Kraft demonstrieren. Die älter gewordene Stimme Sinatras steht noch fester, selbstbewusster, wie ein Fels in der Brandung des aufbrausenden Orchesters. Das Orchester hebt an, stürmt, aber er bestimmt die Richtung in die der jeweilige Song sich entwickelt.

Kontrastiert werden diese vor Kraft strotzenden Aufnahmen von stillen, zerbrechlichen Stücken, mit denen Sinatra zeitlebens für mich immer noch mehr brillierte, als mit seinen wunderbar swingenden Jazz-Nummern (derer es auf dieser Platte keine gibt) oder auch mit den gewaltigen orchestral arrangierten Liedern. Den Kerl mit dem halbleeren Whiskyglas vor sich, Zigarette in der Hand, den Blick nach innen gerichtet und mit leicht zerkratzter Stimme ein Scheitern reflektierend, konnte niemand wie Sinatra singend darstellen - und dabei immer noch wie ein Sieger aussehen. Weil wie melancholisch und selbstversunken ein Song auch war, bei Sinatra klang er immer noch nach Aufbruch, nur nach verschnaufen, bedauern, lernen und Schlüsse daraus ziehen - niemals nach aufgeben. "Nobody wins" von Kris Kristofferson (von dessen damals erst kurz zuvor veröffentlichtem vierten Album "Jesus was a Capricorn") ist so ein Lied, was Sinatra für seine '73er LP auswählte. Ebenso das danach noch von so vielen aufgenommene "Send in the clowns" von Stephen Sondheim, aus dessen damals gerade erst uraufgeführtem Broadway-Musical "A little night music" - Sinatra machte es mit dieser Aufnahme zum Standard.

Auch in einen gut sortierten Plattenschrank gehören nicht zwingend alle Alben von Frank Sinatra; sich dieses voluminöse und dank posthumer Veröffentlichung von Live-Mitschnitten immer noch anwachsende Gesamtwerk zueigen zu machen, bedarf wohl besonders ausgeprägter Zuneigung und Bewunderung; allerdings sollte man sich auch nicht nur mit einer Best of begnügen. Um Sinatras musikalische Dimension wirklich zu begreifen, bedarf es einiger gut ausgewählter regulärer Alben. "Ol' blue eyes is back" aus 1973 sollte dabei nicht fehlen, um seine Kunstfertigkeit Pathos von Kitsch fernzuhalten zu erleben.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sinatra returns from retirement with a couple of gems, 18. November 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ol' Blue Eyes Is Back (Audio CD)
"Ol' Blue Eyes Is Back" signaled Frank Sinatra's 1973 return from his high publicized retirement four years earlier. The result is a mixed bag, because while this is clearly Sinatra past his prime, there are still a couple of gems in "Send in the Clowns" and "There Used to Be a Ballpark." The problem is that those songs are included on enough Sinatra hits collections that if you already have those two songs there is little reason to pick up this CD. If it were a record album you could use the great cover shot of Sinatra as an object d'arte. Before he retired Sinatra was doing some interest work (e.g., the concept album "Watertown"), but producer Don Costa has come up with a collection of largely forgettable songs by new songwriters. Joe Raposo gets four bites of the apple, and while "Ballpark" is an "A" song, "Winners," "You Will Be My Music," and "Noah" would grade out progressively lower on the standard scale. If anything they expose Sinatra's lessening ability to power through a song at the key moments while showing that he remained a master of phrasing on the two acknowleged "gems" on this album. Undoubtedly many of these songs would have sounded a lot better if Sinatra had recorded them a decade earlier, but that also speaks to his strengths as a singer rather than the intrinsic value of the songs.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...auch für nicht Blauäugige, 10. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: Ol' Blue Eyes Is Back (Audio CD)
Für mich eine der schönsten Sinatra-CDs, gefühlvoll, perfekt in der Phrasierung, abseits der abgedroschenen Pfade. Auch aufnahmetechnisch gelungen.
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Ol' Blue Eyes Is Back
Ol' Blue Eyes Is Back von Frank Sinatra (Audio CD - 2010)
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