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343 von 353 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umstieg von der 450D auf die 550D - klare Empfehlung!
Nach einigen Überlegungen hatte ich entschieden von meiner 450D auf die neue Canon EOS 550D umzusteigen.

Für mich waren folgende Punkte ausschlaggebend:
- gestochen scharfer Monitor zur besseren Bildkontrolle
- neuer, überarbeiteter Bildsensor (der 7D)
- neues iFCL AE-Messsystem
- verbesserte Bedienung durch...
Veröffentlicht am 21. März 2010 von D. Fehn

versus
111 von 190 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen umstieg nicht ganz gluecklich
Von meiner, mittlerweile betagten DSC-R1 bin ich nun auf die EOS 550D umgestiegen und habe somit auch den Einstieg in das DSLR-Segment gewagt.

Zwar hat sich technisch in der Zwischenzeit sehr viel weiter entwickelt, was sich in der EOS 550D widerfindet, doch von der Bildqualität, speziell vom Rauschverhalten, bin ich enttäuscht. Mit dem Objektiv EF...
Veröffentlicht am 18. Juni 2010 von DieStrafe


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343 von 353 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umstieg von der 450D auf die 550D - klare Empfehlung!, 21. März 2010
Von 
D. Fehn "DF" (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Nach einigen Überlegungen hatte ich entschieden von meiner 450D auf die neue Canon EOS 550D umzusteigen.

Für mich waren folgende Punkte ausschlaggebend:
- gestochen scharfer Monitor zur besseren Bildkontrolle
- neuer, überarbeiteter Bildsensor (der 7D)
- neues iFCL AE-Messsystem
- verbesserte Bedienung durch vergrößerte Tasten
- hohe ISO-Empfindlichkeit (ISO 6.400 ist erweiterbar auf bis zu ISO 12.800)
- Festlegung der maximalen ISO-Empfindlichkeit für die automatische ISO-Einstellung
- automatische Vignettierungs-Korrektur für Canon Objektive
- Auto Lighting Optimizer (Automatische Belichtungsoptimierung)

Die Videofunktion ist für mich nicht wirklich wichtig, aber sicher wird sich ab und an einmal eine Möglichkeit ergeben auch diese Funktion zu nutzen. Grundsätzlich denke ich jedoch, wer Filme machen möchte, sollte sich eine entsprechende Videokamera zulegen. DSLRs sind nun einmal für mich als ambitionierter Hobby-Fotograf zum Fotografieren gedacht, aber offensichtlich verlangt der Markt nach DSLR-Kameras mit Videofunktion. Ich hab diese Funktion daher nur kurz ausprobiert und kann daher aktuell wenig dazu sagen, finde Sie aber aufgrund der kurzen Tests für meine Bedürfnisse (wenn man denn mal kurz ein Video drehen möchte) mehr als ausreichend. Der Lifebildmodus wurde von mir bereits bei der 450d nur in wenigen Fällen genutzt. Dennoch gibt es Situationen in denen er durchaus sinnvoll ist, z.B. über Kopf fotografieren oder recht nahe am Boden. Ich kann zwar verstehen, dass einige beim aktuellen Nachfolger auf einen beweglichen Monitor gehofft haben, aber Canon hat sich in diesem Falle für ein 3 Zoll Display mit 1,04 Mio. Punkten Auflösung entschieden. Ein beweglicher Monitor wäre sicherlich weitaus kleiner ausgefallen. Dafür ist das Display gestochen scharf und groß genug, dass auch ohne Lupenfunktion auf Anhieb eine Beurteilung des Bildes möglich ist, daher kann ich diesen Punkt verschmerzen.

Aktuell nutze ich die 550d mit dem Canon 18-135 IS und ich muss sagen ich bin wirklich begeistert! Das Gehäuse liegt gut in der Hand, alle Bedienelemente sind gut erreichbar und die Tasten haben einen guten Druckpunkt. Man merkt wirklich, dass man sich hier, im Vergleich zur 450d Gedanken gemacht hat. Mit der Q-Taste sind alle wichtigen Einstellungen auf dem Bildschirm sichtbar und können schnell geändert werden. Dank des neuen iFCL AE-Messsystem mit 63 Messfeldern sowie der Tonwert Priorität (bereits von der 450d bekannt) bzw. der neuen automatischen Belichtungsoptimierung (die sich in 3 Stufen regeln lässt oder auch deaktiviert werden kann) kommt die Kamera weitaus besser mit schwierigen Lichtverhältnissen klar als das noch mit der 450d der Fall war. Für Hobby-Fotografen die sich nicht in jeder Situation bis ins Detail um jede Kameraeinstellung kümmern können oder wollen ist das wirklich (gerade bei Schnappschüssen oder im Urlaub) eine Hilfe. Mit meiner 450D kam ich mit maximal ISO 1600 doch in vielen Situationen an Grenzen, dies gehört nun - in Verbindung mit dem Bildstabilisator des 18-135 IS - zum Glück der Vergangenheit an. Standardmäßig kann bis ISO 6400 als maximale Begrenzung der Auto ISO-Empfindlichkeit eingestellt werden. Alleine die Möglichkeit dadurch entscheiden zu können, ob man ggf. Bildrauschen in Kauf nimmt, oder nicht mehr korrigierbare unscharfe Aufnahmen durch eine zu niedrige ISO-Begrenzung, ist einfach super und war längst überfällig! Zudem kann in den Individualeinstellungen der Höchstwert noch auf ISO 12800 erhöht werden. Prima Sache finde ich zudem die automatische Vignettierungs-Korrektur, die von der 50d übernommen wurde. Leider kann man kaum irgendwo einen Hinweis zu dieser Funktion finden, dafür war ich umso glücklicher, dass die Funktion zur Verfügung steht. Die Kamera hat das Canon 18-135 IS sofort erkannt und es funktioniert tadellos. Somit hat man dank dieser Funktion später am PC etwas weniger nachzuarbeiten. Dies sollte man - wenn man wie ich mal locker mit 1200 Bildern von einem Urlaub zurückkommt - nicht unterschätzen! ;o)

Natürlich hat auch diese Kamera ihre Grenzen und man sollte auch immer den Preis im Auge behalten, wenn man die Leistung beurteilt. Man kann für aktuell gut 700 EUR keine Profifunktionen der 7D oder das Gehäuse der 50D erwarten. Für mich stimmt hier das Preis-Leistungs-Verhältnis und wird sogar noch übertroffen. Allerdings sei auch erwähnt, dass ich nicht zu den Fotografen gehöre die jedes Bild mit 200facher Vergrößerung auf Abbildungsfehler durchsuchen, denn für mich zählt vor allem der Spaß am Fotografieren und die Freude an den guten Aufnahmen.

Jedem der sich überlegt auf eine DSLR umzusteigen sei jedoch geraten, in jedem Falle die Kamera mal in die Hand zu nehmen, um zu prüfen ob die Kamera angenehm in der Hand liegt und zu bedienen ist. Nicht jede große Männerhand harmoniert mit der KLEINEN Canon.

Für mich eine klare Kaufempfehlung und ein 5-Sterne Produkt!! Der Umstieg hat sich für mich in jedem Fall gelohnt.
Ich nutze im übrigen die Kamera mit den Canon EF-S 18-135 IS als Immerdrauf und bin wirklich positiv überrascht!
Canon EF-S 18-135mm 1:3,5-5,6 IS (bildstabilisiert) Objektiv
Canon EOS 550D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, LiveView) Kit inkl. EF-S 18-135mm 1:3,5-5,6 IS Objektiv (bildstabilisiert)
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344 von 363 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fehler der 500D beseitigt und noch was drauf gelegt...KLASSE, 15. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Canon EOS 550D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, LiveView) Kit inkl. EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS II Objektiv (bildstabilisiert) (Elektronik)
Also ich bin sicher ein Fotolaie. Aber ich habe mit der EOS 300, die ich seit sie auf dem Markt ist, sehr gute Fotos gemacht und war immer ein Canon-Fan. Ixus in diversen Variationen folgten.
Nur keine digitale Spiegelreflexcamera.
Nun habe ich den Markt sehr lange verfolgt und mit der 500D hat sich Canon wohl viele Anhänger vergrault. Obwohl sicher eine gute Kamera, gab es bessere und preiswertere.

Nun war ich immer wieder hin und hergerissen. Nikon, Pentax oder Panasonic...
Dann kam die 550D auf den Markt vor einigen Wochen. Tests durchweg positiv und die Videofunktion deutlich verbessert, aber was war mit dem Fotografieren. Immer noch das leidige Rauschen und die übertriebenen Farben, wie bei der 500D??

NEIN. Das beste, was man unter 1000 Euro erwarten kann. Klasse.

Kaum Rauschen bis ISO 6400. Die Farben ein Traum. Selbst in der vollautomatik ohne Nachbearbeitung. Super.
Sie löst schnell aus denke unter einer drittel Sekunde selbst mit Liveview.
Einschaltzeit, man merkt keine Verzögerung, so schnell kann man nicht mal das Bild anvisieren.

KIT Objektiv, mit dieser Camera besser als der Ruf. Reicht für Macro Aufnahmen anfangs locker aus. Denke zum warmwerden mit der Camera ideal. Und sehr leicht. Leichter Kritikpunkt. Im manuellen Focus etwas leicht drehbar...

Blitz ausreichend bis 5m...Für mehr sollte ein Metz AF 44 oder mehr her, denke auch für Familienfeiern etc.

Tja die Bedienung ist Canon-Like. Wenn man einmal eine Spiegelreflex von Canon hatte, ist es quasi gleich.

Und ein Schmankerl ist der Bildschirm 3 Zoll und 1 mio pixel. Grandios. Das habe ich so nicht gesehen bisher. Leider immer noch nicht schwenbar, fände ich gut auch wegen dem Schutz beim Transport.
Aber so was von Farbtreu und hell.

Was fehlt noch, der Akku hält ewig, erst wollte ich einen zweiten aber ich denke 1000 Auslöser bekommt der locker hin. mit Blitz vllt weniger aber ist vollkommen ausreichend. Schnell geladen, ca. 1,5 Stunden. Dann ist er voll.

Software ist naja nicht so recht zu gebrauchen, aber mein Mac hat alles sofort erkannt und mit iphoto ist das kein Problem.

Kommen wir noch zu einem wichtigen Detail! Sehr wichtig finde ich.

Die Speicherkarte. BITTE kauft keinen Mist, nur weil er 5 Euro günstiger ist. Das rächt sich! Die Kamera hat 18 megapixel. Das zerrt an der Kapazität. ca. 6 MB je Foto mit jpeg, RAW naja Mal 3-4. Also geht es um SPEED. Ich habe eine Sandisk 8 Gb Extreme III mit 30 MBit je Sekunde übertragung. DAS war/ist Gold wert, gerade bei Serienaufnahmen.

Aber auch beim Überspielen der Daten 75 Fotos bester Qualität unter 1 Minute. So muss das sein.
Ein paar Fotos habe ich oben in der Übersicht reingestellt.

Finde die Camera sehr gelungen, auch die Haptik ist gut. Das Plastik ist ein Polymer aber egal.

Wenn jemand überlegt, 500D oder 550D oder Nikon D90 , dann muss ich klar sagen ist die Canon 550 Platz 1, sicher kostet die mehr als die 500er ABER, erstens hat sie schon einen Slot für SDXC Karten, hat einen HDMI Anschluss, Qualität der Fotos ist sicher die 100 mehr Euros wert, und die HD-Movie Möglichkeit ist ja auch noch da. Auf unserem LCD und Plasma fantastische Qualität, aber man sollte hier zu große Zoomobjektive meiden...wackelt ein wenig. Aber mit dem Kit Objektiv vollkommen ausreichend und man braucht keine Videokamera mehr, wenn man der typische Familienvater ist, der seine Kinder, Hunde oder im Urlaub mal filmt. Vorsicht die Camera wird hier sehr warm. Denke Dauerfilmen ist nicht gut.

Also wer zu lange wartet, ist selber Schuld. Für mich ein klarer Kauf und der Spassfaktor ist unbezahlbar.
Jedes Foto ein Hit und was besonderes.

CANON, wenn ihr nur immer so was abliefern würdet...
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215 von 227 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die perfekte Kombination aus Foto- und Videokamera, 15. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Canon EOS 550D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, LiveView) Kit inkl. EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS II Objektiv (bildstabilisiert) (Elektronik)
Da bereits viele Andere über den Fotomodus der EOS 550D geschrieben haben und es gleichzeitig viele Personen gibt, die sich für die Videos der 550D interessieren, möchte ich in meinem Review vor allem den Videomodus behandeln.

Also nur kurz etwas zu den Fotos: Wie von allen DSLRs gewohnt bieten die Fotos eine sehr gute Bildqualität. Bis ISO 1.600 und etwas Entrauschen kann man sie ohne Einschränkungen nutzen. Selbst ISO 6.400 sind als RAW + etwas Handarbeit beim Entrauschen mindestens noch für 13 x 18 cm Bilder zu gebrauchen. Natürlich nimmt die Bildqualität ab ISO 1.600 stark ab, allerdings muss man dabei eines bedenken: Besser ein verrauschtes als ein unscharfes Bild. Das Rauschen bekommt man zum Teil wieder raus, eine extreme Unschärfe nicht. Die 550D schafft ~ 3,7 Bilder pro Sekunde - JPEG wie auch RAW. Leider schafft sie nur 6 RAWs bzw. 3 RAW+JPEG Bilder in Folge. Wer mehr Bilder in Folge braucht, muss sich mit JPEGs (die aber meistens völlig ausreichend sind) begnügen.
Das Display ist der Hammer. Die Kombination aus Größe und Auflösung möchte man bereits nach kurzer Zeit nicht mehr missen. Die Bedienung läuft gewohnt rund, auch wenn die besten Lösungen (verständlicherweise) immer noch den höherklassigen Modellen vorbehalten sind.
Warum der Button für die Messmethode der Belichtung am Drehkreuz durch den Button für den Weißabgleich ersetzt wurde (wie auch schon bei der 500D) ist mir ein Rätsel. Die Messmethode kommt bei mir wesentlich häufiger zum Einsatz als der Weißabgleich, den ich auch wegen RAW fast nie benutze.
Der Autofokus arbeitet sehr genau. Nur bei fast absoluter Dunkelheit, bei der man sowieso kaum mehr ein Bild machen kann, trifft er nur noch selten. (Da ich nur den mittleren Kreuzsensor benutze, gilt mein Ergebnis nur für diesen).
Der Livebild/Kontrast-AF ist so langsam wie bei den Vorgängermodellen, also außer bei statischen Motiven nicht brauchbar. Zum Glück gibt es den schnellen Quick-Modus bei dem der Spiegel kurz heruntergeklappt wird.
Ob man die 18 Megapixel des Sensors braucht sei dahin gestellt. Vermutlich eher nicht. Bei einem Vergleich mit meiner "alten" EOS 1000D mit 10 MP konnte ich auf einem Vergleichsbild noch deutlich mehr Details erkennen. Die 18 Megapixel haben natürlich auch ihre Nachteile. Das Bildrauschen wird durch eine derart hohe Pixelzahl nicht gerade besser, auch wenn die 550D hier keine schlechten Werte abliefert. 12 bis 15 Megapixel hätten ein besseres Rauschverhalten ermöglicht. Der zweite Nachteil: die großen Bilddateien. In Zeiten großer und günstiger Speicherkarten ist dies sicherlich kein allzu großer Nachteil, aber man muss diesen trotzdem erwähnen. JPEGs sind je nach Bildinhalt und ISO-Wert zwischen 6 und 10 Megabyte groß. RAWs benötigen fast schon unglaubliche 20 bis 30 Megabyte. Fotografiert man JPEG+RAW ist selbst eine mittelgroße Speicherkarte mit 8 GByte nach rund 200 Bildern voll.

Der Videomodus ist das Alleinstellungsmerkmal der 550D in dieser Preisklasse. Auch wenn es andere DSLRs (Canon EOS 500D, Pentax K-x, Nikon D5000, Nikon D90) mit Videomodus für diesen Preis gibt, bietet keine andere Kamera eine derart lange Featureliste wie die 550D: (1080p, Mikrofoneingang, manuelle Kontrolle, ...). Nur die wesentlich teureren Oberklasse-Modelle von Canon (7D, 5D Mark II und 1D Mark IV) sind besser ausgestattet.

Die Vorteile der 550D: (gilt nur für den Videomodus)
- der Film-Look: Der große Sensor ermöglicht das gezielte Setzen von Schärfe und Unschärfe. Das Bild ist nicht komplett scharf sondern das Auge des Betrachters kann durch die Schärfe gelenkt werden.
- hervorragende Low-Light Fähigkeiten: In Kombination mit einer lichtstarken Optik sind selbst Videos in der Dämmerung kein Problem. Wer den kompletten ISO-Bereich (bis 6.400) ausschöpfen will, muss natürlich mit stärkerem Bildrauschen rechnen.
- volle manuelle Kontrolle (Bild, nicht Ton): Bei manuell eingestellter Belichtung können alle relevanten Parameter (Shutter, Blende, ISO) eingestellt werden. Natürlich kann auch der Fokus manuell über das Objektiv verändert werden.
- freie Objektivwahl: Die große Objektivauswahl ermöglicht viele neue Perspektiven. Neben einem großen Weitwinkel - der bei vielen aktuellen Camcordern völlig fehlt - können auch Makro- oder Fish-Eye-Objektive eingesetzt werden.
- viele Videoeinstellungen: Neben 1080p mit 24, 25 und 30 Bildern pro Sekunde, bietet die 550D auch 720p/480p mit 50 und 60 Bildern pro Sekunde.
- kein Smear-Effekt: Wegen des CMOS-Sensor der 550D können keine Smear-Effekte entstehen. (= Helle Streifen durch das komplette Bild bei hellen Lichtquellen)

Die Nachteile der 550D: (gilt nur für den Videomodus)
- kein nutzbarer Autofokus während dem Filmen: Während dem Filmen ist nur der sehr langsame Liveview-Autofokus (basierend auf der Kontrastmessung) aktiv. Dieser kann technisch bedingt auch nie sofort die volle Schärfe erreichen kann, sondern nähert sich schrittweise dem Ziel.
Lösung: manuell Fokussieren
Dank der hohen Auflösung des Displays ist das manuelle Fokussieren kein unlösbares Problem. Bei statischen, wie auch bewegten Szenen, kann man zum Vorfokussieren den Quick-AF-Modus nutzen. Dabei klappt der Spiegel kurz hoch, das Fokussieren ist allerdings im Gegensatz zum Liveview-AF innerhalb kürzester Zeit erledigt. Im "Reportage-Einsatz" (= Bewegung, Schwenks usw.) sollte man ein paar Grundregeln beachten, um eine hohe "Trefferquote" des Fokus zu erreichen. Höhere Brennweiten machen die Schärfeebene sehr klein. Über 50 Millimeter (umgerechnet auf Kleinbild-Brennweite) sind meiner Ansicht nach nur noch schwer zu Fokussieren. Abblenden hilft, denn damit steigt die Schärfentiefe. Blende F5.6 oder mehr erleichtern das Scharfstellen ungemein. Natürlich geht damit der Film-Look etwas zurück, allerdings sollte man im "Reportage-Einsatz" auch eine akzeptable Schärfe nicht vernachlässigen. Bei statischen Szenen kann die Schärfentiefe natürlich problemlos klein gehalten werden.

- mangelhafte Belichtungsautomatik/ keine Halbautomatiken: Leider kann man sich nur zwischen manueller und automatischer Belichtung entscheiden. Eine einzelne manuelle Anwahl (z.B. Blende fest, Rest Automatik), wie es im Fotomodus möglich ist, ist nicht vorhanden. Da die Belichtungsautomatik alle Parameter oft wild umher springen lässt, kann man diese Einstellung nicht empfehlen.
Lösung: manuelle Einstellungen
Da die Belichtungszeit immer der folgenden Regel entsprechen sollte (1/ Bilder pro Sekunde mal 2; Rechnung: bei 25 Bildern pro Sekunde = 1/50 Sekunde), sollte man die Belichtung über die Belichtungszeit nicht verändern. Diese Regel muss nicht zwanghaft eingehalten werden, allerdings führen kürzere Belichtungszeiten zu einem nicht so flüssigen Filmeindruck. Bei schnellen Bewegungen und 25 Bildern pro Sekunden ist auch 1/100 noch akzeptabel. Der nächste Parameter ist die Blende. Während dem Filmen kann man auch die Blende nur schlecht verändern. Erstens sind durch die Änderung der Blende Helligkeitssprünge im Bild zu sehen und zweitens hört man das Drehen am Einstellrad auch mit externem Mikro (auf der DSLR montiert) sehr deutlich. Bleibt noch der ISO-Wert. Dieser lässt sich über das Einstellrad oder über das Steuerkreuz auf der Rückseite verändern. Während man logischer weise ersteres genauso gut hören kann, ist die Bedienung über das Steuerkreuz deutlich leiser. Mit dem Nachteil, dass die Kamera zu mindestens bei mir etwas "wackelt". (wenn aus der Hand gefilmt wird)
Wer während dem Filmen keine Einstellungen verändern will, muss die passende Belichtung vor jeder Szene einstellen. Gerade im "Reportage-Einsatz" ist das allerdings nur selten möglich. Natürlich kann auch eine Blende unter- und überbelichten werden, viel mehr ist allerdings nur selten schön. Meine Lösung für diese Situation: Auto-ISO. Was für viele, wie auch für mich, im ersten Moment wie ein Automatik-Monster klingt, stellt sich in der Praxis als durchaus hilfreich dar. Damit kann man ohne ablenkende Einstellungen und ohne störende Geräusche die Helligkeit gut regeln. Die Helligkeitsveränderung verläuft recht smooth, Sprünge sind kaum erkennbar. Leider kann man weder den Rahmen der erlaubten Helligkeitsveränderung noch einen maximalen ISO-Wert einstellen.
Mit etwas Planung kann man zu mindestens den ISO-Wert etwas begrenzen, indem man die dunkelste Stelle in z.B. einem Schwenk vorher "ausmisst" und über die Blende diese Stelle auf maximal ISO 1.600 regelt. Um bei den ISO-Werten etwas Raum nach oben und unten zu haben, würde ich vor einer Szene den Auto-ISO-Wert auf ISO 200 bis ISO 400 "einstellen". Dadurch hat die Kamera (z.B. bei ISO 400) jeweils zwei Blenden Spielraum (ISO 100 und ISO 1.600) nach oben und unten.

- Aliasing: Technisch bedingt wird bei der EOS 550D und 1080p nur jede 3 Zeile ausgelesen.
Bei 720p ist es sogar nur jede 5 Bildzeile. Dadurch kommt es zum sog. Aliasing mit zwei Effekten. Sehr dünne und nicht genau horizontal oder vertikal verlaufende Linien "bilden" Treppchen. Feine Muster wie Dächer mit Dachziegeln führen zu "pulsierenden" Farbmustern.
Lösung: Da diese Effekte nur bei Schärfe auftreten, sollte man - natürlich nur sofern wie möglich - diesen Bereich durch Verlagerung der Schärfe "unscharf machen". Des weiteren kann man den Bildausschnitt durch ein- oder auszoomen verändern, was dieses Problem auch lösen kann.
Auch wenn diese Lösungen oft nicht wirklich akzeptabel sind, sollte man deren Anwendung trotzdem immer im Hinterkopf behalten.

- Rolling-Shutter: Die Technik des CMOS-Sensors ist für diesen Effekt verantwortlich. Bei schnellen Bewegungen wie z.B. Schwenks stürzen gerade Linien. Extrem wird dieser Effekt bei sehr schnell rotierenden Teilen ("Rolling Shutter Propeller" einfach mal bei Google eingeben).
Lösung: schnelle Schwenks vermeiden

- Automatic Gain Control: Die Kamera pegelt das Signal des Mikrofons automatisch. Leider gibt es keine manuellen Einstellungen. Dadurch werden sehr leise Geräusche (z.B. "Stille" zwischen zwei Sätzen) sehr stark verstärkt, was zu einem starken Rauschen führt.
Lösung: auf ein baldiges Firmware-Update oder einen inoffiziellen "Hack" warten

Bildqualität der ISO-Stufen: (persönlicher Eindruck)
ISO 100, ISO 200, ISO 400: kein Rauschen vorhanden
ISO 800: minimales Rauschen vorhanden
ISO 1.600: Rauschen sichtbar, aber noch nicht störend
ISO 3.200: deutliches Rauschen sichtbar, störend
ISO 6.400: extremes Rauschen sichtbar, sehr störend

Bis ISO 400 ist das Bild makellos; "Broadcasting tauglich".
ISO 800 und ISO 1.600 sind ohne Probleme immer nutzbar.
Ab ISO 3.200 fällt das Rauschen sehr stark auf, ISO 6.400 sind kaum mehr brauchbar.
Beide ISO-Stufen sollte man nur wenn es nicht anders geht einsetzen.

sinnvolles Zubehör:
- externes Mikrofon: Da das interne Mikrofon nicht die beste Tonqualität liefert, ist ein externes Mikrofon das sinnvollste Zubehör.
Mögliche Kandidaten: Rhode StereoVideoMic (Stereo) und Sennheiser MKE 400 (Mono-Richtmikrofon)
- variabler ND-Filter: Wer in allen Situationen eine Belichtungszeit von 1/50 Sek nutzen will, kommt um einen ND-Filter nicht herum. Bei starkem Sonnenschein muss man sonst bis über Blende 20 abblenden, um diese Belichtungszeit zu erreichen.
- zusätzlicher Akku: Der Stromverbrauch der 550D ist wegen des permanent aktiven Bildstabilisators (sofern das Objektiv einen besitzt) und des Displays sehr hoch. Wer längere Zeit (> 1 Stunde) filmen will, sollte einen Ersatzakku dabei haben.

Meine abschließende Bewertung:
Die 550D kann auf nahezu ganzer Linie überzeugen. Die Bildqualität ist sehr gut, das Display hervorragend. Der Videomodus ist mit Einschränkungen sehr toll. Man darf einfach nicht vergessen, dass es sich hierbei um keinen Camcorder handelt. Wer bis jetzt nur den Automatikmodus seines Camcorders benutzt hat, wird mit der 550D natürlich nicht glücklich werden. Hier ist Erfahrung, Übung und Handarbeit gefragt.
Zusammengefasst:
Die 550D ist aktuell die perfekte Kombination aus Foto- und Videokamera.
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45 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umstieg, Einstieg, Aufstieg, egal - wenn Canon, dann ist die 550D eine klare Empfehlung., 14. Mai 2010
Ich habe mich im Herbst 2008 zum Systemwechsel, hin zu Canon entschlossen. Konkret kaufte ich mir zunächst die EOS 1000D. Langfristig gesehen steht das umfangreichste Zubehörprogramm zur Verfügung. Außer dem Kit-Objektiv habe ich anfangs meine zahlreichen alten M42-Objektive benutzt. Wegen der unzureichenden Qualität (Ich hatte besseres in Erinnerung.) mussten diese bald hochwertigeren Objektiven weichen. Aus diversen Erfahrungsberichten und Tests konnte ich erkenne, dass meine neuen Objektive zu mehr Abbildungsleistung in der Lage waren, als sie die EOS 1000D mit 10 MegaPixel darstellen konnte.

Obwohl die EOS 550D einige tolle Daten aufweist, gebe ich zu, dass mich auch die 18 MegaPixel gereizt haben. Ich mache Bilder in 75 cm x 50 cm Größe und ich bin für jedes Pixel dankbar. Da ich meist mit geringen ISO-Werten fotografiere und bei wenig Licht ein Stativ verwende, ist Rauschen für mich ein untergeordnetes Problem. Und trotzdem ist die Qualität selbst bei ISO 1600 beeindruckend. Die einstellbare Obergrenze für die Auto-ISO-Funktion ist sehr angenehm. Die Funktion ist somit nutzbar, ohne dass man Gefahr läuft bei einem zu hohen ISO-Wert zu landen. Wenn Bilder nicht mehr schön sein müssen und mehr der Dokumentation dienen, dann ist auch ISO 12800 eine tolle Beigabe. Ich kann mich auch noch an Filmmaterial mit maximal ISO 800 erinnern, das erstens teuer war und mit seiner Körnigkeit alle heutigen Rauschprobleme weit überschritten hat.

Die Messsysteme für Fokus und Belichtung arbeiten hervorragend. Auch der erweiterte Spielraum für die Belichtungskorrektur von +/- 5 Blenden ist sehr hilfreich. Die zahlreichen Möglichkeiten über die Definition von Bildstilen Einfluss auf die Aufnahmen zu nehmen, gibt dem Fotografen viel kreatives Potential an die Hand. Die Q-Taste erlaubt je nach Einstellung des Programmwahlrades den schnellen Zugriff auf gerade relevante Funktionen.

Die automatische Vignettierungs-Korrektur ist an sich eine tolle Sache. Ich habe leider noch nicht herausgefunden ob und wie ich sie für Nicht-Canon-Objektive nutzen kann. Ich sehe allerdings die Gefahr, dass sich Canon bei der Entwicklung neuer Objektive auf der korrigierenden Funktion ausruht. Bestes Beispiel ist das neue 15-85mm von Canon mit ausgeprägter Vignettierung in allen Brennweiten. Letztlich ist es eine Korrektur, die die Bildqualität in den Ecken nicht nur positiv beeinflusst.

Ich arbeite fast ausschließlich mit dem Einzelbildmodus. Die Serienbildgeschwindigkeit von mehr als 3 Bildern/Sekunde nutze ich nur sehr selten und empfinde sie im Bedarfsfall mehr als ausreichend.

Das 3-Zoll-Display ist sehr gut ablesbar. Mit dem 3:2-Seitenverhältnis ist es für die Beurteilung von Aufnahmen einer DSLR perfekt. Um die vielen Details des 1,04 MegaPixel-Displays genießen zu können ist schon fast eine Lupe notwendig. Mehr ist wirklich nicht mehr erforderlich. Mir ist ein großes Display wichtiger als ein schwenkbares, das dann aber auch kleiner wäre.

Selbst meine EOS 1000D fand ich schon gut ausgestattet. Mit der EOS 550D gibt es in allen Bereichen Leistungssteigerungen und Funktionserweiterungen. Die Spannweite von absoluter Kontrolle über alle Parameter bis hin zu den Automatikfunktionen, die aber auch noch individuell einstellbar sind, bietet jeden Freiraum den ein Fotograf braucht. Für den Preis kann man wirklich nicht mehr erwarten.

Das Gehäuse wird sicher nicht den Ansprüchen jedes Fotografen gerecht. Aber auch die EOS 7D hat zur Abdeckung der Schnittstellen nur einen einfachen Gummilappen. Selbst vielen Berufsfotografen reicht die Verarbeitungsqualität der dreistelligen EOS-Reihe. Es kommt eben auf das Einsatzgebiet an. Meine persönliche Ansicht sieht so aus: Bevor ich eine EOS 7D vier Jahre lang benutze, kaufe ich mir lieber in zwei Jahren das Folgemodell der EOS 550D. Bedauerlicherweise bietet Canon ja auch nur ein Jahr Garantie.

Meine EOS 1000D werde ich zusammen mit einem Super-Zoom weiter als Zweitkamera nutzen. Es ist nur schade, dass mit der EOS 550D ein Wechsel beim Akku-Typ erfolgt ist.

Auch wenn es nicht jeden interessiert: MAN KANN MIT DER EOS 550D FILMEN
Seit der Einführung der EOS 5D Mark II, mit ihrer fullHD-Videofunktion, ist es mein Traum die SLR-Objektive zum Filmen zu benutzen. Zurzeit sind keine kleinen Camcorder verfügbar, deren Objektive über einen akzeptablen Weitwinkelbereich verfügen. Das Angebot für Foto-Kameras ist da viel besser. Die geringe Schärfentiefe von lichtstarken Objektiven hat es mir auch angetan. Zusätzlich zum Zoomen und zum Schwenk ist auch die Verschiebung der Schärfeebene ein Element, um Bewegung in einen Film zu bringen. Von professionellen Filmemachern wird dieser Effekt selbstverständlich eingesetzt. Außer der Blende sind hierfür die Sensorgröße und die entsprechende reale Brennweite wichtige Faktoren. Die preislich erschwinglichen Camcorder (unter 2.000 Euro) bieten diesen Effekt mit ihren kleinen Sensoren fast nicht. Alles was der ambitionierte Hobby-Fotograf als Argumente für den Wechsel von Kompaktkamera zur DLSR ins Feld wirft, gilt natürlich auch für den ambitionierten Hobby-Filmer.

Als die EOS 7D mit mehr Videoformaten (25p, 24p) auf den Markt kam, hatte ich einen neuen Favoriten, der meine Wünsche hätte erfüllen können. Bevor ich mir die EOS 7D kaufen konnte, wurde die EOS 550D mit gleichen Video-Leistungen aber zum halben Preis vorgestellt. Diese Kamera hat derzeit alles was ich brauche. Selbstverständlich werde ich deshalb in Standardsituationen meinen Camcorder weiter verwenden.

Übrigens: Ich danke allen, die diese technischen Innovationen kaufen, auch wenn sie sie nie wirklich benötigen. Nur dadurch werden solche tollen Geräte preiswerte Massenartikel, was dem Wert der Kamera für den ambitionierten Fotografen keinen Abbruch tut.
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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für den anspruchvollen Amateur, 26. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ohne auf jedes feature einzeln einzugehen - die kann man nämlich sehr gut auf einschlägigen Webseiten einsehen - sei gesagt, dass diese Kamera die mit Abstand beste DSR in dieser Preisklasse ist. Ich würde sogar sagen, dass es momentan vom Preis/Leitungsstandpunkt kaum mehr geben kann. Die 550D hat viel von der 7D geerbt und bietet dem Fotografen extrem viele Funktionen in ausgezeichneter Qualität. Dazu ist sie bei deutlich günstigerem Preis, "nahezu" Baugleich mit der neuen 600D.

Wenn man für das EF-S 18-135 Objektiv - als "immer-drauf" dazu nimmt hat man schon eine richtig gute Basisaustattung um gleich loszulegen.

Nach einem Wochenende im Dauereinsatz kann ich schon jetzt sagen, dass sich der Upgrade von 350D auf 550D echt gelohnt hat. Das Display ist granatenscharf und auch die Fotos am PC sind klasse. Ein Tipp noch zum Schluss: Eine schnelle SD Karte (mind. Class 4) ist absolut notwendig und mit einem Batteriegriff ist auch für größere Hände alles tip/top.
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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Kamera für Fortgeschrittene, 19. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Canon EOS 550D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, LiveView) Kit inkl. EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS II Objektiv (bildstabilisiert) (Elektronik)
Nach einigen Jahren der Nutzung einer Canon Powershot-Kompaktkamera wollte ich auf ein "höheres Level" des Fotografierens umsteigen, sodass eine neue Kamera her musste. Zunächst zur billigeren, aber nicht mehr ganz aktuellen EOS 450D tendierend, habe ich dann doch auf die Empfehlungen gehört und zur recht neuen 550D gegriffen. Ich muss sagen, das war die absolut richtige Entscheidung, ich bin mit dem Gerät mehr als zufrieden.

Die Kamera richtet sich an ambitionierte Hobby bzw. semi-professionelle Fotografen, wobei die Unterschiede im Funktionsumfang zu den High-End-Modellen wie der 5D nicht mehr sehr groß sind und abgesehen vom kleineren Bildsensor (APS-C) und nicht ganz so hochwertiger Materialqualität für die meisten Anwendungen kaum ins Gewicht fallen dürften. Man erhält hier also schon eine sehr solide Kamera, an der man lange Freude haben und seine kreativen Ideen voll ausleben kann.

Allgemeines Handling:
Die Kamera ist etwas kleiner als die Full-Frame-Geräte und liegt dadurch (zumindest für mich) gut in der Hand. Außerdem ist sie auch nicht übermäßig schwer, was auch besonders für das leichte 18-55 Kit-Objektiv gilt. Natürlich ist die Materialqualität dadurch insgesamt nicht herausragend, aber das Gehäuse macht dennoch einen sehr stabilen Eindruck und wirkt in keinster Weise billig verarbeitet. Fast alle Tasten sind im Gegensatz zu früheren Modellen nach rechts gewandert, links wurde Platz geschaffen für das sehr große Display im 3:2-Format mit einer Auflösung von 1.040.000 Pixeln, die bei den EOS-Kameras derzeit einzigartig sein dürfte. Abhängig vom jeweiligen Betriebsmodus stehen verschiedene Tasten zur direkten Ansteuerung von Funktionen bereit. Alternativ kann man mit den Cursor-Tasten zwischen den Parametern navigieren. Änderungen nimmt man dabei meistens mit dem Einstellrad vor. Ins Menü muss man eher selten. Auf der Vorderseite des Gehäuses befinden sich noch Tasten zum Ausklappen des eingebauten Blitzes (was in vielen Programmen bei Bedarf auch automatisch geschieht) und zur Überprüfung der Blendeneinstellung, die gut mit der linken Hand erreicht werden können. Insgesamt ist die Bedienung aus meiner Sicht sehr einfach und intuitiv. Objektivwechsel sind ebenfalls unproblematisch durchzuführen.

Fotografieren:
Es stehen verschiedenen Modi zur Verfügung, angefangen von einer Vollautomatik, die für Anfänger gut geeignet ist, bis hin zu komplett manueller Steuerung, in der man alle Parameter selbst beeinflussen kann. Dazwischen gibt es eine Reihe von weiteren automatischen Modi z.B. für Personenaufnahmen oder Nachtaufnahmen, sowie halbautomatischen Modi, z.B. einen für das Einstellen der Verschlusszeit, wobei die Blende automatisch gewählt wird, etc. Je nach Modus sind die Einstellmöglichkeiten teilweise sehr unterschiedlich. Je besser man mit der Kamera umgehen kann, desto eher wird man wohl in den halbautomatischen oder manuellen Modus wechseln, wobei die Automatik trotzdem Sinn machen kann für schnelle, spontane Schnappschüsse, bei denen man keine Zeit für aufwändige Einstellungen hat. Dennoch sollte man als Käufer dieser Kamera schon bereit sein, sich mit den verschiedenen Parametern zu beschäftigen und Einstellungen vorzunehmen, sonst macht eine normale Kompaktkamera mehr Sinn (und führt evtl. sogar zu besseren, schnelleren Ergebnissen). Die Kamera bietet u.a. Automatik für folgendes an: Belichtung (Blende, Verschlusszeit, ISO), Weißabgleich, Blitz, Farbprofil, Bildoptimierungen, je nach Objektiv zudem Autofokus und Bildstabilisator (beides beim mitgelieferten 18-55-Kit vorhanden). Alles lässt sich nach Bedarf an- oder abschalten und manuell anpassen. Wie bei SLR-Kameras üblich, betrachtet man das aufzunehmende Bild durch den Sucher, dennoch gibt es auch eine LiveView-Funktion, bei der der Spiegel eingeklappt und das Bild auf dem Display angezeigt wird. Diese verwende ich aber nur sporadisch, z.B. wenn es nicht möglich ist, in den Sucher zu schauen. Ich halte diese Funktion ansonsten für eher überflüssig.
Des Weiteren gibt es natürliche zahlreiche Einstellmöglichkeiten z.B. für das zu verwendende Autofokus-Messfeld oder dessen Arbeitsweise (einmalige Einstellung oder kontinuierliche Anpassung z.B. bei Bewegung), für die Belichtungsmessung oder das Auslöseverhalten (Reihenaufnahmen, verschiedene Selbstauslöser, mehrere automatische Aufnahmen mit jeweils unterschiedlichen Einstellungen). Die Möglichkeiten sind fast unerschöpflich und können hier nicht alle aufgezählt werden.

Bildqualität:
Die Kamera bietet bis zu 18 Megapixel Auflösung, wobei die tatsächliche zu verwendende Auflösung gewählt werden kann. Die Speicherung erfolgt in verschiedenen JPEG-Qualitätsstufen oder im RAW-Format, welches zudem keinerlei digitale Optimierungen am Bild vornimmt aber z.B. bei 18 MP sehr viel Platz belegt. Hier muss man schauen, was man genau benötigt. Es sind ISO-Level von 100 bis 6400 (bzw. 12800) möglich. Nach meinen Tests ist bis ISO 1600 kaum Rauschen wahrnehmbar, darüber kann es evtl. auftreten. Dennoch ist es gut, dass man z.B. in sehr dunklen Situationen auch mal den ISO-Wert stark raufschrauben kann, um doch noch brauchbare (wenn auch nicht perfekte) Bilder zu erhalten, insbesondere, wenn keine lange Verschlusszeit (z.B. mangels Stativ) möglich ist. Die Kamera bietet hier also genug Reserven. Ansonsten ist die Bildqualität allgemein als sehr gut anzusehen, unzureichende Ergebnisse liegen hier eher an falschen Einstellungen, fehlender Erfahrung oder minderwertigen Objektiven. Das mitgelieferte 18-55mm-IS-Objektiv ist, wie auch schon mehrfach getestet wurde, für seine Preisklasse eigentlich ziemlich gut, besser als sein Ruf und auf jeden Fall für die erste Zeit als Allround-Objektiv gut geeignet. Ich verwende derzeit zusätzlich noch ein 70-300mm-Zoomobjektiv, sodass ich einen recht breiten Einsatzbereich abgedeckt habe. Wenn man noch mehr aus der Kamera rausholen will, kann man jederzeit weitere EF-S oder EF-Objektive anbauen, die aber natürlich ihren Preis haben. Der Autofokus des Kit-Objektivs ist gut und relativ schnell, in bestimmten Situationen (schlechtes Licht) kann er aber versagen. Hier kann dann trotzdem manuell fokussiert werden. Der integrierte Bildstabilisator des Objektivs gleicht unvermeidbare Bewegungen der Kamera bis zu einem gewissen Grad aus, sodass längere Verschlusszeiten gewählt werden können. Dies funktioniert in der Praxis sehr gut, auch wenn man es nicht direkt wahrnimmt.

Video:
Es ist mit dieser Kamera zusätzlich möglich, Videos im HD-Format aufzunehmen. Dabei sind verschiedene Qualitätsstufen wählbar. Hierbei wird ebenfalls der Spiegel eingeklappt und das Video direkt auf dem Display angezeigt. Die Qualität der Videos ist durchaus ganz annehmbar, aber natürlich handelt es sich hier um keinen Camcorder. Für gelegentliche kurze Videos ist dieses Funktion aber evtl. nützlich, wobei ich sie trotzdem eher selten verwende. Theoretisch hätte man sie auch weglassen können, aber anscheinend verlangt der Markt heutzutage nach SLR-Kameras mit Video-Funktion. Auf jeden Fall wurde auch diese Funktion gut umgesetzt und erfüllt ihren Zweck.

Sonstiges:
Der mitgelieferte Akku ist aus meiner Sicht sehr leistungsstark und reicht für etliche hundert Bilder, selbst wenn öfter der Blitz verwendet wird. Ich bin immer wieder überrascht, wie lange er voll bleibt. Das Laden geht ebenfalls recht schnell. Ein Ersatzakku ist dennoch sinnvoll. Natürlich kann die Leistung bei anderen Objektiven variieren, da z.B. die Bildstabilisatoren, Autofokus etc. auch Strom verbrauchen. Die Kamera bietet wie üblich direkten USB-Anschluss, alternativ kann die Speicherkarte entnommen werden (ich bevorzuge ersteres). Weiterhin ist ein HDMI-Out vorhanden.

Erweiterbarkeit:
Wer diese Kamera kauft, kann lange damit Freude haben. Es gibt nicht nur, wie schon erwähnt, Unmengen an Objektiven zur Auswahl, sondern auch Blitzgeräte, Gegenlichtblenden, Filter, Stative, Taschen, Fernauslöser, Akkugriffe etc., sowohl von Canon als auch von anderen Herstellern. Somit kann man seine Möglichkeiten stets erweitern. Bei den Objektiven sollte evtl. beachtet werden, dass EF-S-Objektive nur an Kameras mit dem kleinen APS-C-Sensor (wie eben der 550D) verwendet werden können. Falls man möglicherweise irgendwann auf ein High-End-EOS-Modell mit Full-Frame-Sensor umsteigen will, kann man diese Objektive nicht weiter verwenden. Demgegenüber lassen sich EF-Objektive an allen EOS-Kameras verwenden, wobei zu beachten ist, dass sich deren Brennweite an Modellen mit APS-C-Sensor verändert (man verliert etwas im Weitwinkelbereich und gewinnt im Zoom-Bereich).

Fazit:
Super Kamera und auf jeden Fall ein guter Kauf, an dem man viel Freude haben wird.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rezesion einer frisch gebackenen Amateurfotografin, 8. Dezember 2011
Ich bin ganz neu auf diesem Metier und habe lange gebraucht um den Schritt zu einer neuen "richtigen" Kamera zuwagen - ich habe meine Entscheidung nicht bereut! Nachdem ich jahreland zwar meine eigene kleine Digicam hatte die mir auch immer gereicht hat und ich sie zusätzlich kaum benutzt hatte trotz wunderbarer Fotos im Automodus, hat es mir doch nach mehr verlangt. Schwere Entscheidung nachdem ich jahrelang ausschließlich im Automodus fotografiert habe eine solch hohe Investition zu tätigen im zarten Alter von 18 Jahren.
Bevor ich mir die Kamera gekauft habe, habe ich mich lange und ausführlich informiert welche Kamera meinen Ansprüchen wohl am meisten Gerecht wird und habe zwischen einer Sony, einer Nikon und dieser gestanden. Die Sony ist für mich rausgefallen da ich in der gewünschten Preisklasse keine gefunden habe die meinen Ansprüchen "genügt" hätte. Alleine vom Handling hat sie mir jedoch wesentlich besser gefallen und die Menüführung hat mir mehr zugesagt. Die Sony war mir allerdings vom Können her ein wenig zu hoch gegriffen für mein jetziges Niveau. Die Canon hat mich letzendlich durch die Rezensionen überzeugt und mein Gefühl hat mir geraten sie zunehmen. Ich selber bin auch davon überzeugt das Canon oder Nikon einfach eine Typ-/Einstellunssache ist. Ich bin jetzt seit knappen 4 Monaten stolze Besitzerin dieser Kamera im Dual Kit und kann sie eigentlich nur weiter empfehlen! Ich bin höchstzufrieden und habe noch keinen Anlass gehabt mich zu beschweren. Die Kamera ist ohne große Vorkenntnisse am Anfang einfach zu bedienen und man kann direkt ein Gefühl für die Kamera bekommen. Viele Modi helfen am Anfang sich zurech zufinden und sich einzuarbeiten. Das Handbuch ist super geschrieben und einfach zu verstehen, jedoch eine Menge Information die nur langsam und Stück für Stück verarbeitet werden kann. Ich persönlich tu mich schwer das Handbuch zu lesen da es wirklcih eine Menge Informationen sind. Der Anfang des Buches ist zum Einstieg jedoch top und vermittelt die wichtigste Basis fürs Fotografieren, der Rest kommt später nach und nach :P.
Mittlerweile nach ein wenig Einarbeitungszeit gelange ich mehr und mehr zu komplett eigenständigen Einstellung und keine Modiaufnahmen mehr und meine Bilder werden immer besser und meine Bilder werden auch mehr und mehr, trotz anfänglicher Skepsis, von meinem Vater gewürdigt (Hobbyfotograf).
Ich, als Anfängerin, habe mich super mit der Kamera von Anfang an zurecht finden können und kann sie demnach auch nur weiterempfehlen.
Falls nur mit Automodus fotografiert werden möchte: Die Fotos werden natürlich auch gut :P.
Zu den technischen Details würde ich euch wahrscheinlich nur Quatsch erzählen deshalb solltet ihr dafür lieber noch weitere Rezensionen lesen.
Ich hoffe euch hat meine erste, selbst geschrieben Rezension ein wenig weitergeholfen.

Mein Equipment so far:
- Canon Eos 550d mit double Kit
- Kameratasche für 2 Objektive
- 3 Speicherkarten (2 mal 8 GB und 1 mal 16 GB)
- Ersatzakku
- Kartenlesegerät
- jeweils Gegenlichtblende
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39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Kamera mit hohen Ansprüchen an das Objektiv, 9. August 2010
Die hier von mir abgegebene Bewertung ist meine persönliche Meinung aufgrund eigener Erfahrungen.
Ich hatte zuvor die EOS 1000D, die auch eine sehr gute SLR ist, aber ich kam an die Grenzen meiner Kreativität.
Die größten Herausforderungen sind begrenzte Lichtverhältnisse.
Die EOS 550D war für mich nach den ersten Test eher eine Enttäuschung, da der große Aha-Effekt erst einmal ausblieb.
Ich verwendete als Immerdrauf-Obejektiv ein Superzoom aus gleichem Hause, was das 18MP Pixelmonster nicht mehr befriedigen konnte. Einzig mein Makro-Objektiv war noch in der Lage die Abbildungsleistung zu produzieren. Es war für mich bzw. dem Sensor wie der Blick durch einen Dunstschleier. Ich wollte nicht "aufgeben" und ging einen mühseligen Weg durch den Rezensionendschungel und las mir die Augen wund, bis ich auf das wirklich sehr empfehlenswerte Canon Objektiv EF-S 15-85mm gestoßen bin. Ich teste etliche Objektive mit meiner 550d, aber das 15-85mm war der Durchbruch. Nachdem ich einige Euros in den Body investierte, waren also noch einige Euros für dieses Objektiv fällig. Wie soll ich meine Begeisterung nun in Worte fassen?!

Hier meine Erfahrungswerte:
+ Farbgebung/-treue.
+ sehr hohe Auflösung.
+ sehr gute Bildqualität
+ Belichtung.
+ schneller Autofokus.
+ solides Gehäuse.
+ ergonomische Bedienelemente.
+ Menüs
+ solider Body.
+ Leichtgewicht.
+ brillantes Display.
+ viele Einstellmöglichkeiten.
+ Bildrauschverhalten bei hohen ISO-Werten.
+ Max. ISO Begrenzung.
+ Filmfunktion mit guter Qualität.
+ großer verfügbarer Objektivpark.
+ gute Dynamik.
+ Akkulaufzeit.

- sehr Große RAW-Dateien (16GB = ca. 550Bilder).
- sehr sehr große Filmdateien.
- fehlende Zwischenstufe für Bildgröße z.B. 12MP statt 8MP.
- Anschaffungspreis.
- zig. Motivprogramme an einer DSLR unnötig.
- Live View Fokussierung unbrauchbar auch beim Filmen.

Fazit: Nachdem ich mir das Objektiv EF-S 15-85mm dazukaufte, war ich mit dem Sprung von der 1000D auf die 550D zufrieden und erlebte den Technologiefortschritt. Meines Erachtens wären 15MP Auflösung aus einigen Gründen mehr als ausreichend gewesen. Wer seine Erwartungshaltung sättigen will, darf keine Zeit und Mühe scheuen, dies aus der EOS 550D heraus zu kitzlen. Den "Aufstieg" zur 7D brauch ich nicht, da ich das lieber in beständige Objektive investiere und statt dessen eher den kurzlebigen Forschritt der Technik am/im Body mitmache. Der Body und die Mechanik meiner 1000D hat ohne wahrnehmbare Qualitätseinbusen mehr als 6500 Auslösungen/Jahr mitgemacht. Berufsfotografen haben natürlich andere Anforderung an den Body. Meine Kaufempfehlung hat die 550D.
Wünsche allzeit gutes Licht.
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43 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zurück zu Canon - und es hat sich gelohnt, 21. August 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon EOS 550D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, LiveView) Kit inkl. EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS II Objektiv (bildstabilisiert) (Elektronik)
Kurz zur Vorgeschichte, ich hatte vor mehreren Jahren eine EOS 20D, bin dann vor zwei Jahren wegen des deutlich kleineren Gehäuses auf eine E-420 von Olympus gewechselt. Warum wieder zurück zu Canon und zu einer deutlich größeren Kamera? Die Größe der Olympus halte ich nach wie vor für sehr gut, insbesondere auf Reisen, wobei man sich im klaren sein muss, dass man auf einen ausgeformten Handgriff wie z. B. bei der 550D verzichten muss.

Klarer Vorteil der Canon ist das viele erhältliche Zubehör, insbesondere auch von Drittherstellern wie Sigma, Tamron und vielen anderen. Dieses Sortiment ist beispielsweise bei Olympus deutlich überschaubarer. Besonders gestört hat mich dort, dass es kein Immer-Drauf-Objektiv, welches sowohl WW als auch moderates Tele abdeckt.

Aus diesem Grund habe ich mir zur 550D sofort das Tamron 18-270VR zugelegt. Sicher, Profifotografen werden hier ein wenig die Nase rümpfen ob des riesigen Brennweitenbereichs. Sicherlich gibt es bessere (und schwerere und teurere Objektive), aber hier kann man ja auch Schritt für Schritt aufrüsten. Sehr interessant ist sicherlich auch das Canon 15-85 IS USM, welches es allerdings auch so etwa 650 Euro kostet. Im Set sicher nicht zu verachten ist auch das 18-135 IS von Canon.

So, nun aber zur EOS 550D selbst, die bei mir mittlerweile knapp 3000 Bilder auf dem Buckel, äh, Sensor hat...

Die Verarbeitung wirkt auf mich gut, sie wirkt nicht besonders plastikartig und macht einen durchaus robusten Eindruck. Wer eine SLR, insbesondere von Canon kennt, findet sich sofort zurecht. Die Knöpfe sind da, wo sie sein müssen und auch groß genug. Highlight ist das 3"-Display mit einer Auflösung von ca. 1 Megapixel, da ist das (sehr gut und übersichtlich auf Registerkarten verteilte) Menü , aber insbesondere eben auch das Foto gestochen scharf abgebildet, die Kontrolle der Schärfe fällt so deutlich leichter, zumal man selbstverständlich vergrößern kann.

Ebenfalls ein Highlight, zumindest in meinen Augen: in den Kreativprogrammen (P/A/S/M) kann der ISO-Wert nach oben begrenzt werden. Nicht, dass die 550D übermäßig rauscht, aber der Fotograf setzt eben die Grenze. Bisher habe ich nur Aufnahmen bis ISO 1600 gemacht, mit diesen bin ich aber sehr zufrieden. Eine SLR spielt hier eben in einer völlig anderen Liga, kein Vergleich auch mit Kompakten mit den neuen BSI-Sensoren (sicherlich in dieser Klasse eine Verbesserung).

Lange nachgedacht habe ich, ob die 18 Megapixel wirklich sein müssen, zumal der Sensor ja nach wie vor APS-C-Größe hat. Fazit, auch nach Nachtaufnahmen: ich kann keine Nachteile erkennen, im Gegenteil, die Reserven zum Zuschneiden von Bildern erreichen eine völlig neue Dimension. So haben Bilder nach recht heftigem Zuschnitt immer noch 10 Megapixel. Die Bildqualität (ohne diese gemessen zu haben) stimmt in meinen Augen absolut.

Die Menüstruktur ist wie bereits oben erwähnt sehr übersichtlich, dass Menü ist auf Registerkarten aufgeteilt und innerhalb dieser Karten ist kein Scrollen erforderlich. Hinzu kommt, dass man eine Seite mit den meistbenutzten Einstellungen selbst belegen kann und die Kamera beim Einschalten immer auf die zuletzt benutzte Karte springt.

Das über die Q-Taste aufrufbare Quickmenü erinnerte mich sehr stark an meine Olympus. Gewünschten wert mit Richtungstasten ansteueren, mit "ok" bestätigen und dann den Wert (wahlweise auch mit dem Rad vor dem Auslöser) verstellen. Simpel und vor allem schnell.

Sicherlich kein Nachteil ist die Videofähigkeit, die 550D kann Videos in HD oder auch Full HD aufzeichnen, allerdings ohne automatische Schärfenachführung. Für mich kein Kaufargument, da ich kaum filme, aber auch nicht zu verachten. Nur ein Tipp: Kamera beim Filmen NICHT wie von Fotos gewohnt ins Hochformat schwenken. Kann man zwar per Software ändern, aber diese muss man erst einmal mühsam suchen. Video = Querformat!

Drei Nachteile hat die EOS 550D in meinen Augen: da ist zum einen das tolle, aber leider eben nicht klapp-/kippbare Display und als kleiner gefühlter Nachteil die Weigerung von Canon, den Bildstabilisator in die Kamera zu bauen. Letzteres Argument wird allerdings zunehmend aufgeweicht, da immer mehr Objektive mit Bildstabilisator zu nur unwesentlich höheren Preisen angeboten werden und selbst die Kit-Optiken von Canon inzwischen stabilisiert sind.

Der größte Nachteil, wen man es denn nutzen will: Live-View. Von der Geschwindigkeit her nach wie vor (wie auch bei meiner alten Olympus E-420) eine Frechheit. Mir ist schon klar, dass der Phasen-Autofokus in dieser Betriebsart nicht funktionieren kann, da der Spiegel weggeklappt wird, aber der Kontrast-Autofokus ist bei Kompaktkameras ha auch deutlich fixer und durchaus schnappschusstauglich. Hier vergehen vom Drücken des Auslöser bis hin zum Scharfstellen durchaus auch mal zwei Sekunden. Selbst die zweite Einstellung, bei der der Spiegel kurz zur Messung in den Strahlengang zurückklappt (und das Display in dieser Zeit schwarz wird) ist immer noch deutlich langsamer als eine durchschnittliche Kompaktkamera. Irgendwie drängt sich hier der Eindruck auf, dass der SLR-Fotograf Live-View nicht benutzen "soll" (gilt ja auch mit Ausnahme einiger Sony-Modelle für alle anderen SLRs). Insgesamt ist der Live-View in meinen Augen nur für Stativaufnahmen oder mal eine Landschaftsaufnahme geeignet. Schade, das ginge garantiert besser.

Aus den vorgenannten Gründen vergebe ich nur vier Sterne, da viereinhalb leider nicht vorgesehen sind. Zumindest die ersten beiden Punkte sind im engeren Sinne auch keine echten Nachteile, nur man sollte sich eben vorher drüber im Klaren sein. Live-View ist dagegen eine andere Geschichte, hier sollte Canon schnellstens etwas tun und sich mal die eigenen Kompaktkameras ansehen.
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen EOS 550D robuster als erwartet, 11. November 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon EOS 550D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, LiveView) Kit inkl. EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS II Objektiv (bildstabilisiert) (Elektronik)
Immer wieder lese ich in Rezensionen, dass die 550D nur ein "billiges Plastikgehäuse" hätte. Unfreiwillig musste ich die Kamera einer Stoß- bzw. Fallprüfung unterziehen. Ich bin mit der ungeschützten Kamera vor dem Bauch gestolpert und bäuchlings aufs Pflaster gestürtzt und habe die Kamera dabei unter mir begraben. Ich war darauf gefasst, dass nun Einiges zu Bruch gegangen sei. Mit großer Verwunderung stellte ich fest, dass außer einem kleinen Kratzer am Opbjektivdeckel dieser Unfall keinerlei Spuren hinterlassen hat. Die Kamera ist immer noch makellos und funktioniert wie zuvor. Dieser Test ist zwar nicht unbedingt zur Nachahmung empfohlen, relativiert aber die Aussagen zum "billigen Plastikgehäuse".
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