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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Progger eine Offenbarung, für ungeübte Lauscher problematisch, 10. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Blood Special Edition (Audio CD)
Wer zu O.S.I. greift weiß genau, was auf dem Silberling zu hören sein wird, nämlich perfekt arrangierte Songperlen, die im Grenzbereich zwischen donnernden Gitarrenriffs und ambientlastigen Keyboard-Programmings angesiedelt sind. Dies hat sich auch am dritten Longplayer nicht geändert, der in einem schönen Digipack daherkommt, das wie das Inlay komplett in Schwarz und Rot gehalten ist und dessen Aufmachung schlicht, aber stilsicher ist. Unüberhörbar hat aber ein Reifeprozeß stattgefunden, der die kleinen Schwachpunkte der beiden Vorgänger ausmerzte. Waren am Debut die Songs oftmals ein wenig zu kurz angebunden und eher hektisch beendet, wurde auf Free anderseits doch zu sehr in die Breite gearbeitet.

Aber genug über die ersten beiden Langrillen geplaudert, die erste CD mal im Schlund des Players versenkt und rasant geht's los mit der O.S.I.-typischen melancholisch-aggressiven Grundstimmung, die in ein Riffgewitter mündet. Die erste Änderung kann ganz fein vernommen werden: Harrison trommelt "melodiöser" als Portnoy und trotz fehlendem Baß-Spieler ist der Druck von unten nochmals verstärkt worden.
The Escape-Artist überrascht dann am Ende sogar mit einem Gitarrensolo! Terminal schaltet wieder einen Gang zurück und ist in einer 10 Minuten Version auf der Bonus-Disk ebenfalls zu finden. Wieder diese ruhige, melancholische Athmosphäre, die von Moores Gesang eigentlich zärtlich untermalt wird. Hier schimmert ganz stark Chroma-Key durch.
False Start drückt das Gaspedal wieder nach unten und überzeugt durch perfektes Programming, kombiniert mit dem erneut sehr wuchtigen Riff.
Wieder wird's ruhig. We come undone drückt den Athmo-Level noch weiter runter Richtung Depression, hat aber hintergründig durch die raffiniert programmierten Drums ordentlich Zug. Nach 4 Nummern fehlte mir noch die Kreuzung aus Riffmonster und den ruhigen Momenten. Kaum gedacht, wurde ich schon bedient...
Radiologue ist eine Nummer, wie sie nur von O.S.I. stammen kann. Erstmals auf Blood ergänzen sich die so unterschiedlichen Ansätze des musikalischen Grundkonzepts. Blubbernde Synthies treffen auf perfekte Loops auf den kühl distanzierten Gesang Moores auf ein wahres Keyboard-Monsterriff auf die schrammelnde Gitarre, bis im Mittelpart alles wieder zusammensackt, um erneut ganz groß aufgebaut zu werden. Kann die Scheibe noch besser werden?
Ja, sie kann! Be the Hero beginnt dort, wo die Vornummer aufhört, nämlich in ruhigen Fahrwassern, bis Matheos aus dem Nichts erneut ein schweres Riff aus dem Ärmel schüttelt, das von den Keys schwebend aufgegriffen wird, bis beides im Einklang durchrockt.
Darauf folgt die wohl umstrittenste Nummer des Albums. Microburst Alert ist so ein Fall für sich. Entweder es wird gemocht, oder es wird abgelehnt. Ich finde dieses tonnenschwere Instrumental mit seinen Sprachsamples schlicht großartig! Hier wird der Bogen zum Debut gespannt, indem Paralellen zu Horseshoes & B52s unverkennbar sind. An jeder Ecke fiept, zirpt und pusht dieser zuerst unnahbare Sound-Brocken, der perfekt in das Album-Konzept paßt.
Denn mit Stockholm wird wieder das Tempo gedrosselt um erneut die Hand an die Kehle des Hörers/der Hörerin zu legen, die von Mikael Akerfeld ordentlich zugedrückt wird. Mit traumwandlerischer Sicherheit wird hier das Opeth-Feeling integriert.
Der Titeltrack nimmt den Faden von Radiologue auf und ist ein schöner Kehraus.

Das Debut benötigte doch einige Durchläufe um sich in den Hörgängen festzukrallen, Free war deutlich eingängier, hatte aber eine geringere Halbwertszeit, und Blood? Schon nach dem ersten Durchgang war ich begeistert, nach weiteren 10 bin ich dies noch immer. Für mich sind die ersten 4 Nummern eine Art Tanz, in dem sich die beiden harten Nummern um die beiden Ruhigeren bemühen, sie umwerben, bis mit den nun folgenden Nummern die Kombination zu hören ist. Die Tracks 5 bis 9 sehe ich als eine Art Suite, die um Microburst Alert herumkomponiert ist und eben mit Blood, dem Titel der Scheibe, ihr Ende findet.

Fazit: Die Herrn Moore und Matheos haben alles richtig gemacht und mit Blood ihr bisher bestes Werk abgeliefert, das eigentlich nur Proggern so richtig gut als Ganzes gefallen wird können. Einzelne Nummern für Metalheads sind dabei, einzelne Nummern für die Ambient-Fraktion und zwei Titel für solche, die die Kombination schätzen. Ungeübte Lauscher werden wohl zahlreiche Durchläufe brauchen, um mit diesem Gerät warm zu werden, wobei ich vermute, ein Kennen und Mögen von Chroma-Key und jüngeren Fates Warning Scheiben wäre fast schon Vorraussetzung, um überhaupt tiefer in das O.S.I.-Universum eintauchen zu wollen/können. Für mich bis jetzt die Prog-Platte des Jahres. Mal sehen, ob Kevins Exband daran was ändern kann.

Abschließend noch die Bonusdisk, die wie in den anderen Special Editions Titel enthält, die zwar gut sind, aber den Fluß der eigentlichen Scheibe gestört hätten:
Neben der 10 Minuten Terminal-Version ist mit No Celebretions ein sehr starker Metal-Song drauf, der von Tim Bowness gesungen wird. Mit Christians Brothers (eine Coverversion einer mir unbekannten Band) wird kurz in die Alternative-Richtung geblickt, ein Ergebnis, das sich ebenso hören lassen kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen And slowly we come undone..., 11. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Blood Special Edition (Audio CD)
Hatte das Debüt noch so einen charmanten, etwas unaufgeräumt wirkenden Charme, klang mir Free irgendwie zu überarbeitet, zu gewollt und durchgestylt. Mit Blood fühle ich mich wieder etwas versöhnter. Die Songs wirken gefälliger, atmosphärischer und haben nicht mehr diese Distanziertheit, wie sie auf Free vorherrschte.

Eine einzige Schublade für das zu finden, was OSI stilistisch machen, ist kaum möglich. Man braucht schon einen ganzen Schrank, um die Einzelteile unterzubringen. Art- und Post-Rock, Progressive-Pop und -Metal, Electronica, Ambient...Ich finde gerade diese Experimentierfreude der beiden Herren und ihrer stetig wechselnden Gäste immer wieder spannend. Außerdem habe ich eine ausgewiesene Schwäche für Kevin Moore, der mich stimmlich immer etwas an Mark Lanegan erinnert. Klingt er monoton? Wenn ja muss es gerade diese Monotonie sein, die den besonderen Reiz ausmacht, da sie einfach perfekt zu dem auf den ersten Blick leicht verspielten, unterschwellig jedoch immer etwas aggressiv wirkenden OSI-Konzept passt, auf Blood vielleicht noch stärker als auf den beiden Vorgängern.

Auf dem Debut hatten sich Moore und Matheos Steven Wilson als Gastsänger eingeladen, nun trommelt statt Portnoy PT-Drummer Harrison für das umtriebige Duo und Mikael Åkerfeldt (reguläre CD) sowie Tim Bowness (Bonus-CD) dürfen Gastsingen. Mit Stockholm hat der Opeth-Barde ein sehr ruhiges, an Damnation-Zeit erinnerndes Stück beigetragen, das sich nicht besonders hervorhebt, sondern harmonisch in den äußerst bunten musikalischen Cocktail eingliedert.

Auch die Bonus-CD hat noch einiges an Abwechslung zu bieten. So findet sich neben dem feinen Metal-Stück No Celebretions - gesungen von Bowness, der alte Elliott-Smith-Klassiker Christian Brothers wieder. Ob's ein Dauerrotierer wird, bleibt abzuwarten. Empfehlenswert ist das Album alle mal, denn für open-minded Progger gibt es auf Blood viel zu entdecken.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Chroma Warning die dritte, 19. Mai 2009
Von 
Mario Karl "musikansich.de" (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Blood (Audio CD)
Ohne das Internet hätte es das Projekt O.S.I. von Kevin Moore (Chroma Key, ex-Dream Theater) und Jim Matheos (Fates Warning) in dieser Form wahrscheinlich nie gegeben. Da beide in komplett verschiedenen Ecken der USA wohnen, wäre ein Zusammenkommen schwierig. Aber dank der modernen Technologie ist es keine Meisterleistung mehr, Musikdateien in ein paar Augenblicken tausende Kilometer weit zu schicken, um sie dann auszuarbeiten. Die Endbearbeitung von Blood (bereits O.S.I.s drittes Album) scheint allerdings Kevin Moore zugestanden zu haben. Zwar atmet das Projekt seit jeher gleichermaßen den avantgardistischen Geist von Chroma Key, sowie auch das organische Flair Fates Warnings, doch an allen Ecken und Enden wimmelt es geradezu von ausgefallenen Tasten- und Elektronikeffekten, welche die Musik in einem entrückten und manchmal etwas unnahbarem Licht erstrahlen lassen. Die Atmosphäre ist kalt und düster, was so einige interessierte (Prog-)Hörer zuerst abschrecken dürfte.

Progressiv ist die Musik auf O.S.I.s neuestem Streich zweifellos. Oder eher nicht richtig kategorisierbar. Ob Prog Metal, Post- und Triprock, Elektronica, Ambient oder Psychedelica ? aus all diesen Töpfen ziehen sich Matheos und Moore ihre Zutaten heraus und rühren wieder einmal ihr ganz eigenes Süppchen zusammen. Zwar finden sich mit "The escape artist", "Be the hero" oder "False start" auch riffgetriebene Songs (leider bleibt der Fates Warning-Boss hier etwas zu starr in seinem Genre haften), doch im Großen und Ganzen besitzen die Stücke auf Blood einen starken elektronischen Anstrich, der sich nicht nur auf fein ausgelegte Keyboardteppiche beschränkt, sondern sich auch im rhythmischen Bereich niederschlägt. Dafür dass die Musik nie zu sehr in nebelige Sphären abhebt, sorgt neben den erdigen Gitarren Porcupine Tree-Drummer Gavin Harrison, der auf den meisten Stücken zu hören ist. Sein unverkennbares und variantenreiches Spiel verleiht O.S.I. eine etwas andere Note als der oftmals selbstdarstellerische Prog-Oktopus Mike Portnoy, der auf den letzten beiden Alben die Stöcke schwang.

Ein weiterer Baustein im O.S.I.-Sound ist der Gesang von Kevin Moore. Entrückt und doch warm klingend trägt er seine nachdenklichen Texte vor. Auf "Stockholm" macht er für Opeth' Mikael Akerfeldt Platz, welcher eine Ode an seine Heimatstadt zum Besten gibt, die an die Erzählweise eines Scott Walker erinnert. Das Stück gehört zweifellos zu den besten und atmosphärischsten auf Blood. Weitere Anspieltips sind das gitarrengetriebene "The escape artist", das ambientlastige und triprockige Schlussstück "Blood", sowie "Radiologue", welches die einzelnen Bestandteile des Albums gut zusammenfasst. Aber auch der Rest der CD hat durchaus seine Reize, auch wenn sich die Klasse erst nach mehrmaligem Hören wirklich entfaltet. Denn das gute Stück klingt von Anfang an recht sperrig und die Protagonisten gewähren dem Hörer nicht auf Anhieb den Zutritt in ihre Welt. Doch hat man diese erst einmal betreten, steht einem eine tiefgründige musikalische Reise bevor.

Auf Blood haben Jim Matheos und Kevin Moore ihren Stil noch ein wenig mehr verfeinert und wohl endgültig ihre Linie gefunden. Im Gesamten ist das Album allerdings mehr etwas für den aufgeschlossenen Prog-Gourmet, als für den Mainstreamhörer. Aber auch für Fans von Bands wie Archive ist das Stück durchaus eine Empfehlung wert.
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4.0 von 5 Sternen Chroma Warning die dritte, 19. Mai 2009
Von 
Mario Karl "musikansich.de" (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Blood Special Edition (Audio CD)
Ohne das Internet hätte es das Projekt O.S.I. von Kevin Moore (Chroma Key, ex-Dream Theater) und Jim Matheos (Fates Warning) in dieser Form wahrscheinlich nie gegeben. Da beide in komplett verschiedenen Ecken der USA wohnen, wäre ein Zusammenkommen schwierig. Aber dank der modernen Technologie ist es keine Meisterleistung mehr, Musikdateien in ein paar Augenblicken tausende Kilometer weit zu schicken, um sie dann auszuarbeiten. Die Endbearbeitung von Blood (bereits O.S.I.s drittes Album) scheint allerdings Kevin Moore zugestanden zu haben. Zwar atmet das Projekt seit jeher gleichermaßen den avantgardistischen Geist von Chroma Key, sowie auch das organische Flair Fates Warnings, doch an allen Ecken und Enden wimmelt es geradezu von ausgefallenen Tasten- und Elektronikeffekten, welche die Musik in einem entrückten und manchmal etwas unnahbarem Licht erstrahlen lassen. Die Atmosphäre ist kalt und düster, was so einige interessierte (Prog-)Hörer zuerst abschrecken dürfte.

Progressiv ist die Musik auf O.S.I.s neuestem Streich zweifellos. Oder eher nicht richtig kategorisierbar. Ob Prog Metal, Post- und Triprock, Elektronica, Ambient oder Psychedelica ? aus all diesen Töpfen ziehen sich Matheos und Moore ihre Zutaten heraus und rühren wieder einmal ihr ganz eigenes Süppchen zusammen. Zwar finden sich mit "The escape artist", "Be the hero" oder "False start" auch riffgetriebene Songs (leider bleibt der Fates Warning-Boss hier etwas zu starr in seinem Genre haften), doch im Großen und Ganzen besitzen die Stücke auf Blood einen starken elektronischen Anstrich, der sich nicht nur auf fein ausgelegte Keyboardteppiche beschränkt, sondern sich auch im rhythmischen Bereich niederschlägt. Dafür dass die Musik nie zu sehr in nebelige Sphären abhebt, sorgt neben den erdigen Gitarren Porcupine Tree-Drummer Gavin Harrison, der auf den meisten Stücken zu hören ist. Sein unverkennbares und variantenreiches Spiel verleiht O.S.I. eine etwas andere Note als der oftmals selbstdarstellerische Prog-Oktopus Mike Portnoy, der auf den letzten beiden Alben die Stöcke schwang.

Ein weiterer Baustein im O.S.I.-Sound ist der Gesang von Kevin Moore. Entrückt und doch warm klingend trägt er seine nachdenklichen Texte vor. Auf "Stockholm" macht er für Opeth' Mikael Akerfeldt Platz, welcher eine Ode an seine Heimatstadt zum Besten gibt, die an die Erzählweise eines Scott Walker erinnert. Das Stück gehört zweifellos zu den besten und atmosphärischsten auf Blood. Weitere Anspieltips sind das gitarrengetriebene "The escape artist", das ambientlastige und triprockige Schlussstück "Blood", sowie "Radiologue", welches die einzelnen Bestandteile des Albums gut zusammenfasst. Aber auch der Rest der CD hat durchaus seine Reize, auch wenn sich die Klasse erst nach mehrmaligem Hören wirklich entfaltet. Denn das gute Stück klingt von Anfang an recht sperrig und die Protagonisten gewähren dem Hörer nicht auf Anhieb den Zutritt in ihre Welt. Doch hat man diese erst einmal betreten, steht einem eine tiefgründige musikalische Reise bevor.

Auf Blood haben Jim Matheos und Kevin Moore ihren Stil noch ein wenig mehr verfeinert und wohl endgültig ihre Linie gefunden. Im Gesamten ist das Album allerdings mehr etwas für den aufgeschlossenen Prog-Gourmet, als für den Mainstreamhörer. Aber auch für Fans von Bands wie Archive ist das Stück durchaus eine Empfehlung wert.
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5.0 von 5 Sternen O.S.I. - Blood, 6. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Blood Special Edition (Audio CD)
Nun ist also endlich die neue, lang erwartete O.S.I. Da! Gott, bin ich froh!!! Diese Ausnahmeband um J. Matheus, K. Moore, und diesmal M. Akerfeld und den genialen Weltklassedrummer G. Harrison als Gastmusiker, kann eigentlich nicht viel falsch machen. Es gibt wieder den ähnlichen Musikstil progressiver Musik mit viel Ambient-mäßigen Sounds von Soundtüftler K. Moore zu hören. Wie in den anderen Rezensionen schon zu lesen war, kann ich auch nur bestätigen, daß die neue Platte, `BloodŽ betitelt, etwas schwerer zugänglich ist als es ŽFreeŽnoch war. Meiner Meinung nach muß allerdings eine Prog-Platte, egal welcher Ausrichtung, schwer zugänglich sein, um interessant zu sein. Easy Listening gibt es in der Welt der ŽsimplenŽ Musik auf RPR1 schließlich genügend! ŽBloodŽ will entdeckt und verstanden werden, man sollte sie als Ganzes sehen. Ist man erst mal in die Tiefe dieser außergewöhnlichen Platte gekommen, entfaltet sie erst ihre wahre Genialität! Was Drumgott Gavin Harrison von Porcupine Tree hier abliefert geht wie immer (alles seiner Hauptband ist unfassbar gut!!!) nicht von dieser Welt. Er veredelt ŽBloodŽ (obwohl Mike Portnoy auch genial aber manchmal weniger songdienlich trommelt als Gavin H.).
Die harten Songs u.a. ŽThe Escape ArtistŽ, `RadiologueŽ und ŽBe The HeroŽ sind Klassesongs, da zeigt J. Matheus seine ganze Klasse. Auf ŽBloodŽ finden sich auch wieder viel Ambient-mäßige Sounds von K. Moore - wie gesagt, etwas unzugänglicher als auf den ersten beiden Meisterwerken, aberabsolut hörenswert. Wir sprechen hier nicht über irgendeine ŽHouseŽoder `DanceŽ Mucke - alles ist immer integriert in progressive Rockmusik. Hier kann der Rockfan ohne große Berührungsängste einmal seine normalen Genregrenzen aufsprengen! Es muß nicht immer eingängig sein. `StockholmŽ, von M. Akerfeld geil intoniert, kann man als weiteren Höhepunkt bezeichnen. Insgesamt kann diese Platte jedem Rock-Ambient-Industrialmusik-Fan wärmstens empfohlen werden. Ihr werdet hier eine ungewöhnlich gute Mischung der oben genannten Stile hören - von Aushmemusikern komponiert. Außerdem spielen O.S.I. keinen Frickelprog der Marke Dream Theater, was sie offener für eine größere Hörerschaft macht.
Die wunderbar warme Stimme von Kevin Moore paßt meiner Meinung nach perfekt zum Sound von O.S.I., der hohe Gesang wie bei MatheusŽ Hauptband Fates Warning z.B. quält einem hier nicht.
Für mich definitiv das Highlight bis jetzt in diesem Musikjahr - bis zur nächsten Porcupine Tree im Herbst!!!
Jetzt würde ich mir nur noch eine Live Darbietung von O.S.I. wünschen......leider bleibt das Wunschdenken.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unauffällig perfekt, 30. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Blood (Special Edition) (Audio CD)
Was soll man dazu noch sagen/schreiben? Für mich O.S.I.ist mit BLOOD eine Platte gelungen, die es sofort in die Top Five meiner Lieblingsalben geschafft hat!
Perfekt arrangierte Songs die gekonnt atmosphärische und elektronische Parts mit harten Riffs kombinieren, dazu ein Drummer der Extraklasse und ein Sound wie man ihn nur selten hört: Druckvoll, laut und dennoch dieses warme, was man heute leider allzuoft vermisst und einen dann die Stereoanlage doch wieder ein bisschen lauter als vernünftig aufdrehen lässt.
OK wahrscheinlich wird es keiner der Songs auf 1Live schaffen, aber ist das nicht ein weiteres Qualitätsmerkmal...?
Für mich 5 Sterne + 1 unsichtbaren
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4.0 von 5 Sternen Nicht so großartig wie "Free", aber doch empfehlenswert, 15. Juli 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Blood Special Edition (Audio CD)
"Blood" ist als Ganzes bei weitem nicht so eingängig wie das Vorgängeralbum "Free", weshalb ich beim ersten Anhören sogar ein bisschen enttäuscht war. Natürlich gab ich dann der Platte etwas Zeit, mich doch noch zu begeistern - und sie hat es (einigermaßen) geschafft.

"Terminal" und "Radiologue" kommen den bisherigen melancholischen Höhepunkten von Chroma Key und OSI (z.B. "Colorblind" und "Go") in nichts nach: die Melodien und Arrangements sind schlichtweg genial und Moores heisere, distanzierte Stimme sorgt reichlich für Gänsehaut. Die härtere Seite von OSI dagegen glänzt in "The Escape Artist" und "False Start". Und wo ist dann das Problem? Genau darin, dass vier wirklich großartige Songs doch ein bisschen zu wenig sind. Die übrigen fünf sind keinesfalls schlecht, aber kommen im Vergleich zu den oben erwähnten eher durchschnittlich vor (sogar der von Mikael Akerfeldt gesungene "Stockholm").

Die Bonus-CD war eine angenehme Überraschung und ich kann sie wärmstens empfehlen. "No Celebrations" ist besser als viele Songs auf dem Album, aber passt irgendwie nicht ins musikalische Konzept der Platte.

Alles in allem, wer Chroma Key und die bisherigen OSI-Alben mag, sollte sich auch "Blood" besorgen, und zwar die Special Edition.
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5.0 von 5 Sternen fast Perfekt, 8. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Blood Special Edition (Audio CD)
Wer bereits die ersten beiden Alben sein eigen nennt, darf hier bedenkenlos zugreifen. Auf " Blood " geht es wieder etwas härter zur Sache. Die Songs "The escape Artist , Fals start, Be the hero " und von der Bonus CD "No celebrations" sind absolute Kracher. Aber auch die mehr Elektronic lastigen Songs wie "we come undone,Radiologue,Stockholm" und "Blood" können mit teils Ohrwurmartigen Melodien überzeugen(und das beim ersten Durchlauf).Einziger Schwachpunkt ist das nervige "Microburst Alert".Diesen Song hätte man besser auf die Bonus CD verbannt und dafür "No celebrations" auf die normale CD geholt. Trotzdem natürlich 5 Sterne , auch wegen Gavin Harrison, der Mike Portnoy wirklich nicht vermissen läst.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschmacksfrage, 1. Mai 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blood Special Edition (Audio CD)
Elektronische Musik ist für viele Rockfans ein rotes Tuch. Auch ich will mich da nicht ausnehmen. Der Grund ist in meinem Fall das fehlen von organischen Sounds und die häufige Monotonie. Zum Glück geht es auch anders. Denn trotz aller Elektronik haben O.S.I. (Kevin Moore (Keyboards) und Jim Matheos (Gitarre) nichts mit dem gängigen House,Dance oder sonstiger öder Zappelmucke am Hut. Statt platter Dance Attitüde setzten O.S.I zum dritten mal in Folge auf coole Grooves, sphärische Soundspielereien und dann und wann auch mal Gitarrenarbeit der härteren Art.
Der Nachfolger von Free trägt den Titel Blood. Im direkten Vergleich zum Vorgänger ist die Scheibe etwas sperriger,dunkler und extremer ausgefallen, ohne das fragmentierte und etwas unentschlossene Gesamtbild des Debuts zu haben.
Geblieben sind die bekannten Zutaten sowie Kevin Moores immer leicht abwesend wirkenden, kühlen Vocals.

Blood ist im Gegensatz zu Free also mehr ein Album das erst als ganzes ausgewogen wirkt und nicht in jedem einzelnen Song.

Ein paar offensichtlich Highlights gibt es allerdings auch schon beim ersten Durchlauf. Der deftige Opener "The escape Artist", das sehr eingängige Radiolouge und das von Mickael Arkerfeld (Opeth) gesungene "Stockholm" packen den geneigten Hörer gleich beim ersten mal.

Aber auch der Rest zündet nach einigen Durchläufen, z.b. der coole Industrialrocker "Be the hero" oder das sphärisch fließende "Terminal".

Des weiteren konnten die beiden Herren mit Gavin Harrison (u.a. Porcupine Tree)
einen Weltklasse Drummer verpflichten.

Meiner Meinung haben OSI genau wie auf dem Vorgänger alles richtig gemacht.
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5.0 von 5 Sternen Tolles Album, 21. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blood (Special Edition) (Audio CD)
Ich bin begeistert von diesem Album und jedes Lied ist SUPER!!!
Die CD liegt brav im Auto und wird regelmäßig gehört. TOP !
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Blood
Blood von Osi
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