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5.0 von 5 Sternen Ungeahnte Erkenntnisse: George Harrison war "Dallas"-Fan?!, 13. Mai 2010
Dies ist der zweite Teil der Tagebücher des Monty Python-Mitgründers und späteren BBC-Weltreisenden Michael Palin, 2006 hatte er bereits den ersten Band "The Python Years 1969-1979" veröffentlicht. Der angenehm unaufgeregte Sympath Palin beweist auch hier seine Stärke: akribisch, ruhig, genau und unpratentiös erzählen seine Tagebucheintragungen, ergänzt durch teils sehr hilfreiche Fußnoten, aus einer Zeit, in der Palin Filme wie "Der Missionar" (er schrieb auch das Drehbuch) und "Magere Zeiten" drehte, aber auch in Terry Gilliams "Time Bandits" (Co-Drehbuch) und "Brazil" spielte. Auch der letzte gemeinsame Python-Film "Der Sinn des Lebens" findet hier statt. Und wieder sind es die kleinen Dinge, die man sozusagen zwischen den Zeilen erfährt, die die Lektüre so lohnenswert machen: Wie Palin einmal George Harrison, mit dem er befreundet ist, anruft, und sich über dessen kurzangebundene Art wundert, bis Harrison meint, Palin sei wohl kein "Dallas"-Fan - er hatte den Ex-Beatle mitten in seiner Lieblingsserie gestört. Man erfährt vieles über Palins Aktivitäten, die oft mit Empfängen und den dort servierten Drinks zu tun haben, aber auch seinen Einsatz für das öffentliche Transportwesen (was indirekt zu seinen späteren "Around the World in 80 Days"-Filmen führte), die Shepperton-Filmstudios, in deren Vorstand er war, und seine Familie. Denn Palin schreibt genauso ernsthaft über seine Gespräche mit John Cleese über dessen nächste "Goldfischkomödie" (daraus wurde "Ein Fisch namens Wanda") wie über den Umzug seiner Mutter, den Umbau seines Hauses, die schulischen Probleme der Kinder oder die Vorbereitung einer Klage gegen einen Süßigkeitenkonzern, der ungefragt den Monty Python-Klassiker "Lumberjack Song" als Werbung benutzte.
Was schon im ersten Teil der Tagebücher zu erkennen war, wird hier immer deutlicher: Dass Palin ein ungemein fleißiger und disziplinierter Arbeiter war (und ist), der zwischenzeitlich immer wieder auch daran zweifelte, was er sich da alles vorgenommen hat. Insgesamt also eine spannende, wenn auch streckenweise im besten Sinne trockene und sehr britische Lektüre für jeden, der sich etwas mehr für Michael Palin interessiert, als dass das dieser Typ war, der in "Ein Fisch namens Wanda" stotterte und Pommes in der Nase hatte. Und wer hätte gedacht, dass Palin nach Ansicht der deutschen TV-Serie "Heimat" von Edgar Reitz (die ihn sehr begeisterte) kurzzeitig über eine eigene Palin-Version von "Heimat" nachdachte? Und den Fans von Palins wunderbarer Diktion sei auch das Hörbuch sehr empfohlen.
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