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am 21. Mai 2010
Wer sich gerne schon mal bei Johann Sebastian Bachs Johannes Passion zur edlen Trauer hinreissen laesst, der wird mit der neuesten Aufnahme von La Chapelle Rhenane unter Benoit Haller gezeigt das Bach eigentlich tief im Herzen ein Rapper war.

Was Haller hier mit der Version der Passio Secundum Johannem veranstaltet - eine Version die er sich aus den verschiedenen Fassungen selber zusammenstellte - ist wirklich voellig neu und anders. Wenn diese ewige Musik einen Zugriff auf die Moderne hat dann so wie Haller das hier anfasst.

Ein blutjunges Team von Saengern - als Evangelist ueberzeugt mit sprachlichem Gesang - endlich mal ein Evangelist der nicht mitweint sondern spannend berichtet! - Julian Pregadien, Sohn von Chistoph der ja bekanntermassen einer der besten Evangelisten seiner Generation ist und war.

Das knallt aus allen Ecken auf dieser Aufnahme - kein seliges, verklaertes Leiden, harter Umgang mit der brutalen Wirklichkeit. Pilatus (gesungen von Dominik Woerner) ist ein echtes arroganter, brutaler roemischer Gewaltmensch. Jesus (Benoit Arnould) ist seiner ebenbuertig - nicht Opfer aber Ueberzeugter Friedensstifter.

Die Turbachoere - das Volk wild, die Chorale mitfuehelnd aber nicht kitschig. Benoit Haller im interessanten Textbuch zur Aufnahme ueber seine Sicht der Passion (leider nur in Englisch und Franzoesisch - ich habe ins Deutsche uebertragen):
"...wir koennen uns sofort in die Lage der Akteure versetzen, jemand der sich selber opfert, der betruegt und verleugnet, der andere richtet, oder jemand der (sicher!) aus der Anonymitaet eines aufgebrachten Mobs - nach Brutalitaet bruellt..."

Das Instrumentarium ist auch interssant - Haller bestueckt das kleine Orchester basslastig - Orgel (und auch Clavecin wo noetig), Bassoon, Fagotte, - das wird sehr bauchmaessig und bassbetont - tut der Sache nur gut. Ba-Rock'n'Roll

Ich bin sicher das dieser Weg den Haller hier geht manchen Bach Seligen schocken aber junge Hoehrer begeistern wird. Wer einen rockigen, echten, ehrlichen Bach moechte - bitte schoen. Kein Schwulst, kein Kitsch - Bach pur!

Und - nur mal nebenbei - ich kenne so ziemlich alles was in den letzten Jahrzehnten erschienen ist and Johannes Passion Aufnahmen. Dies ist sicherlich eine der aufregensten.

Und jede Stimme einzeln bestetzt. Eine Meisterleistung des Saenger- und Intrumentalisten-Teams. Und eine wirklich neue Lesart des alten Bach jung wie nie!
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am 7. April 2015
Heutzutage die Johannespassion attraktiv einzuspielen, ist - ebenso wie bei allen Klassikern der geistlichen Musilk - ein besonderes Wagnis. Benoit Haller und seiner Chapelle Rhenane ist es gelungen; ohne jeden Abstrich. Den Chor praktisch solistisch zu besetzen, ist nicht verwerflich, zumal Bach selbst wohl nicht mehr als etwa 12 bis 16 Sänger zur Verfügung standen, aus deren Reihen auch die Solopartien bedient wurden. Ich persönlich finde jedenfalls die Turbae-Chöre ergreifender, wenn sie "mächtiger" besetzt sind. Nichts desto trotz: die Einspielung kann sich mit den Refernzaufnahmen von Gardiner, Herreweghe oder Kujikens messen. Ihr eignet gerade im Orchester (namentlich bei den Streichern) eine besondere Aggresivität, die der durchaus in weiten Teilen aggresiven Handlung gelungen korrespondiert. Dabei nimmt Haller die Stücke nicht mal besonders schnell, was ich positiv finde, da Schnelligkeit - solange es der Kaoponist nich eigens erwartet - alleine noch kein Qualitätsmerkmal ist. Die Solisten überzeugen allesamt - Sänger wie Orchestersolisten. In den verschiedenen Rollen wissen sie die gerade erforderliche (und sehr vielgesichtige!) Charakteristik bestens hervorzuheben. So wünsche ich mir einen modernen Zugang zu den zeitlosen Werken Johann Sebastian Bachs.
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am 3. April 2010
Ist es möglich, von einer Aufnahme noch fasciniert sein, von einem Werk, das in einer Überfülle präsent ist?

Wieviele? Sicher um die fünfzig, wenn nicht mehr Aufnahmen gibt es von der Johannes-Passion.

Braucht es eine weitere? Im Prinzip nein, weil es viele hervorragende Aufnahmen gibt, Gardiner, Herreweghe, Veldhoven,Koopman und weitere.

Und dennoch...

"Die vollkommene Verbindung von Musik und Sprache steht im Zentrum des musikalischen Programms von La Chapelle Rhénane, das 2001 als Ensemble aus Gesangs- und Instrumentalsolisten von dem Tenor Benoît Haller gegründet wurde" so die Eigenbeschreibung.

Die neueste Aufnahme der Johannes-Passion von Bach-März 2010.

Eine elektrisierende Aufnahme. Nicht, weil die seltener eingespielte Fassung von 1725 zugrundliegt. Nicht, weil so überragende Solisten vorhanden wären ( wobei der junge Pregardien den Vergleich mit dem "alten" nicht scheuen muss).

Nein, der Zugriff auf das Werk ist es. Ein kleiner Chor.Am 1.4. wurde in der Süddeutschen thematisiert, Bach habe gar keinen Chor im eigentlichen Sinne besessen, anhand der Neuaufnahme der Matthäus-Passion von Kuijken, wies der Redakteur darauf hin, dass Bach immer mit Kleinbesetzungen musiziert habe. Ende März hatte Minkowsky in Hamburg die Johannes-Passion in Kleinstbesetzung aufgeführt.

Auch diese Aufnahme ist eine solche.Die Sänger."Tanya Aspelmeier et Salomé Haller, sopranos;Julien Freymuth et Pascal Bertin, contre-ténors;Julian Prégardien(Évangéliste), Michael Feyfar, Philippe Froeliger, ténors,Benoît Arnould (Jésus) et Dominik Wörner (Pierre, Pilate), barytons;Guillaume Humbrecht, Clémence Schaming, Benjamin Chenier.

Ich finde diesen Zugang überzeugend. Der Klang ist durchaus voll, aber zugleich so etwas von transparent. Haller nimmt manche Chöre in einem Tempo, das er bei einem grösseren Chor gar nicht anschlagen könnte ( Lasset uns den nicht zerteilen)und andere.

Dagegen könnte man einwenden, dies sei nun nicht mehr Passionsmusik sei. Aber Haller musiziert nicht durchgehend schnell. Die Choräle werden in einem gemässigten Tempo genommen, einzelne Arien ebenfalls,selbst die "Eilt-Arie" wird nicht einem übermässigen Tempo genommen.

Die im Stück vorhandenen Emotionen werden vollkommen ausgekostet ( Zerschmetter mich, die Tenor-Arie der 1725ziger Fassung und eigentlich durchgängig).

Ich kenne die Passion seit Jahrzehnten,habe sie selbst gestern wieder gesungen, auswendig, weil ich sie gut kenne.
Und höre die Aufnahme und bin begeistert.

Das wurde spontan mir die liebste.
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am 4. April 2010
Das ist sicher eine der besten Aufnahme dieses Meisterwerks ! Tolle Sänger, tolles Orchester, unglaublich viel Energie und Emotion vom Eröffnungschor bis zum Schlusschoral. So schattierungsreich und kontrastvoll hatte ich die Johannespassion noch nicht gehört ! Diese Interpretation ist von absoluter Neuigkeit.
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am 22. Januar 2016
Wenn man den Eingangschor dieser Einspielung einmal gehört hat, und da muß ich 'Sagittarius' wieder einmal zustimmen, kann man keine andere, noch so gute Einspielung dieser Passion hören, man wartet immer auf diesen treibenden, absolut mitreißenden Rhythmus, wo man kurz denkt: Ist das Bach...ja...das ist Bach, der Bach, der uns alle aufrütteln, verführen, faszinieren wollte.. mit seinen musikalischen Einfällen...Hört Euch z.B. mal die Nummer 14 an: Zerschmettert mich ihr Felsen'...so habe ich Bach noch nie gehört..Und bei: 'Rufet nur, ihr heiligen Gebeine' glaubt man endlich 'angekommen' zu sein... Ich weiß nicht, ob viele diese Einspielung vieleicht als 'übertrieben flott' empfinden, aber ich glaube immer noch, wir sollten uns davon verabschieden, daß die Künster früher langweilig und langsam waren...Leider werden hier für die in dieser Passion doch sehr wenigen 'hohen' Arien auch wieder Countertenöre (ja ich weiß, ich bin schon langweilig mit dieser Kritik) eingesetzt. Ich wünschte mir, nicht nur bei dieser CD, bei den weiblichen Stimmen soviel 'Sorgfalt', wie bei den 'männlichen'Liedern..
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am 1. Oktober 2015
Sitze im Oktober abends da und höre und höre und höre... Noch nie hat mich eine Aufnahme der Johannespassion derart in ihren Bann gezogen. Grandios!
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