Kundenrezensionen


53 Rezensionen
5 Sterne:
 (35)
4 Sterne:
 (10)
3 Sterne:
 (4)
2 Sterne:
 (2)
1 Sterne:
 (2)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltklasse!!!
Spock's Beard- Snow DCD
Hossa!!! Es ist schon beeindruckend, was die Herren D'Virgilo, Meros, Okumoto, sowie die Gebrüder Morse hier vom Stapel lassen.
In Form eines Doppel-Konzeptalbums werden hier mal eben 26 Songs aus dem Ärmel geschüttelt, die vor Ideen, Finesse, Gefühl, Ohrwürmern-schlicht Genialität-nur so strotzen...
Veröffentlicht am 18. Dezember 2003 von Amazon Customer

versus
3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich hab's geahnt...
Schon als seinerzeit "V" veröffentlicht wurde, hatte ich ein ungutes Gefühl in der Magengegend. "Wenn Mr.Morse in dem Tempo weiter ein Album nach dem anderen 'raushaut, dann is' bald Schicht im Schacht." Aber als Fan ist man ja trotzdem immer guter Dinge, also gleich am Veröffentlichungstermin in den Plattenladen gerannt und die drei Silberlinge gekauft...
Veröffentlicht am 11. September 2002 von brave_girl


‹ Zurück | 1 26 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltklasse!!!, 18. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Snow (Audio CD)
Spock's Beard- Snow DCD
Hossa!!! Es ist schon beeindruckend, was die Herren D'Virgilo, Meros, Okumoto, sowie die Gebrüder Morse hier vom Stapel lassen.
In Form eines Doppel-Konzeptalbums werden hier mal eben 26 Songs aus dem Ärmel geschüttelt, die vor Ideen, Finesse, Gefühl, Ohrwürmern-schlicht Genialität-nur so strotzen.
Inhaltlich erzählen die Beards(respektive chief Neal Morse) die Geschichte des Wunderheilers und Albino "Snow" und wie er seinen Weg zu Gott findet(gaaanz kurz gefasst!).
Geboten werden Prog-Rock-Hymnen von gefühlvoll-melancholisch bis easy-rock-mit-Spaßfaktor-12(auf 'ner Skala bis 10), die ausgewogen und stets übereinstimmend mit dem lyrischen Kontext daherkommen.
Was meiner Meinung nach aber die grosse Genialität dieser Götterband ausmacht ist die Tatsache, dass sie es schaffen, auf einem Doppelalbum nicht annähernd einen Song zu verbocken. Im Gegenteil: hier sitzt alles, jeder Ton, jedes break-ALLES!!!
Los geht's mit 'nem schönen Instrumental-spoken-words-Intro auf das der erste Hammer folgt: "Stranger in a strange land"! Eine Akustik-Hymne der Extraklasse, die leicht Fahrt aufnimmt und mit einem (zweistimmigen)Refrain aufwartet, den andere Bands gerne wenigstens einmal in ihrer Karriere schreiben wollten.
Fließend geht es mit"long time suffering" weiter, der das Level hält und die ersten Stromgitarren-Töne auspackt.
Track Nr.4 "welcome to NYC" kommt deutlich groovender und härter auf einen zugerollt. Vor allem die ausgeflippten Vocals im Refrain("IIIIIIIIIIIII like it...")machen einfach Spaß!
"Love beyond words" lässt erst einmal verschnauffen, ein sehr ruhiger Song der durch Ryo(Okumoto)'s Klavierpart richtig aufgewertet wird.
Aber schon das folgende Stück "the 39th street blues" sorgt für wieder für Münder, offen wie Scheunentore. Ein herrlicher Bass-Sound treibt dich durch den Strophenteil und gipfelt in einem Bläser-Refrain, der mir einfach nur die Schuhe auszieht!!!
Verschnaufpause? No way! Mit dem Übersong"devil's got my throat" wird die Härteschraube noch einmal deftig angezogen(härtester Song) und als Sahnehäubchen bekommt man einen instrumental-jazzigen Mittelteil serviert, in welchen alle der beteiligeten Musiker mal ran dürfen und dich als lernenden Musiker wohl die geliebte Klampfe im die Ecke schmeißen lassen dürfte, da man stets das Gefühl hat, die Jungs machen sowas eben mal im Vorbeigehen.
Verschnaufpause? Jetzt ja..."open wide the flood gates" kommt deutlich entspannter und mit einem gekonnten Refrain daher und lässt, weils so schön war, die Fortsetzung auf dem Fuße folgen. "o.w.t.f.g-pt.II" gefällt sogar noch besser, ist schwungvoller und setzt refrainmäßsig sogar noch einen drauf-Hammer!!!
"Solitary soul"(Track 10) besticht durch seine genialen Gesangslinien und seine getragene, ruhige Stimmung und reiht sich nahtlos in die Reihe der Über-Songs ein.
Zum Abschluß der ersten CD legen die Herren aber sogar noch einen drauf: "wind at my back" ist ungelogen einer der besten Stücke, die ich kenne. Auf einer herrlichen Akustik-Basis bekommt man einen unglaublich gefühlvollen Song serviert, der einen Refrain bezitzt, den man als göttlich bezeichnen muß. Wen dieses Stück kalt lässt, ist taub oder ignorant...
Bilanz nach knapp 60min: Weltklasse!!!
Wer jetzt noch nicht gierig auf die zweite CD ist, sollte die Zeit nutzen und einen Trinken gehen, alle anderen werden mit weiteren 15 Kreativbolzen belohnt.
Wieder gibt's ein Intro, diemal allerdings schwungvoll, mit Bläserei und allerlei (abgedrehten) Effekten.
Song Nummero 13 "4th of July" ist ein gediegener Rocker, der allerdings nicht sonderlich herausragt- im Gegensatz zum anschließenden "I'm the guy", das, auf Klavier und Bass ruhend, wiedereinmal die Klasse eines Neal Morse in Punkto Songwriting aufzeigt.
Was folgt sind für mich die "schwächsten" Songs auf dem Doppeldecker:
"reflection" und "Carie"(gesungen von Drummer Nick D'Virgilo). Beises Balladen, die andere Bands als Hit verbuchen würden, in der Beard'schen Musik-Sphäre allerdings, da zu unscheinbar, Mittelmaß darstellen.
Wer die Mannen kennt, weiß, dass "Entschädigung" eher heute als morgen geliefert wird- "looking for answers"(Track Nr. 17) ist ein astreiner Hit geworden. Schön rockig, mit herrlichem Refrain!
Das selbe gilt für "freak boy"- 2:12min Grooverock vom feinsten.
Das befreiende "all is vanity" brilliert durch grandiose Keyboardspielereien von Mr. Okumoto.
Mit "I'm dying" wird wieder etwas gebremst- ein gediegener Track mit eher angzogener Handbremse, bei dem das Gefühl nicht zu kurz kommt.
"Freak boy pt.II" kommt eher bombastisch, schleppend-gar hypnotisch und setzt das Thema aus Pt.I gekonnt fort. Selbiges gilt für die Fortsetzung von "devil's got...", das hektischer, wirrer und härter rüberkommt.
Aber es ist noch kein Ende in Sicht: es folgen zwei Instrumentale der Extraklasse: "Snow's night out", kurzweilig mit fantastischen Bläserparts. Man kann förmlich das Nachtleben einer Metropole wie NY riechen- famoser Swing!!!
Aber es kommt noch besser: Track Nr. 24-"ladies and gentleman-Mr. Ryo Okumoto"! Und der Titel ist Programm, dieser Tausendsassa aus Nippon zieht hier fürstlich vom Leder, dass es eine wahre Freude ist seiner Orgelkunst zu lauschen- cool!!!
"I will go" greift das "...flood..."-Thema nochmal auf und pendelt zwischen besinnlichem Strophenpart und wunderbarem Chor-Refrain. Sehr ruhiges, langsames Stück, das fast unmerklich in das über achtminütige Finale "made alive again/wind at my back pt.II" mündet. Und es ist ein Abschluß, der die Bezeichnung Finale absolut verdient. Wie der Titel schon andeutet, wird hier das Thema der Ausnahme-Nummer "wind at my back" nocheinmal aufgegriffen. Dieses Glanzstück beginnt sehr ruhig, nimmt zunehmend(aber natürlich im gebotenen Rahmen) fahrt auf und vergoldet den Mega-Refrain indem der gute Neal mehr und mehr aus sich herausgeht und man sich schließlich kniend vor seinen Boxen (eine wahre Geschichte!) wieder findet und am liebsten die Reise über den Teich antreten will, um den Beards(und vor allem Neal Morse) einfach nur die Hände zu schütteln, auf die Schulter zu klopfen und zu sagen: "UNBELIEVABLE-getleman, THANK YOU FOR THE MUSIC!!!"
Was für ein Album, was für Musiker...all-time-top-5-album-GARANTIE!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Stück Progressive-Rock-Geschichte, 22. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Snow (Audio CD)
Hier ist es also. Spock's Beards erstes Konzeptalbum. Und ihr erstes Doppelalbum. Und beides in einem! Das kann ja nur gut ausgehen. Und ich muss sagen, das ist es auch! Snow stellt für mich eines der überragendsten Alben dar, die ich bis jetzt kenne.
Ich habe mich mit Spock's Beard binnen weniger Zeit sehgut angefreundet. Auf sie gekommen bin ich durch das Dream Theater Forum und jetzt gefallen sie mir fast noch besser als Dream Theater selbst. Ich mag sowohl die neuen, als auch die älteren Spock's Beard sehr, trotz, dass sie sehr verschieden sind. Aber Snow stellt für mich den absoluten Höhepunkt in Neal Morses Kreativität bei Spock's Beard dar.

Das Konzept:
Das Album handelt von einem Albino Jungen namens Snow, der mit 17 in die Metropole New York zieht, um dort etwas zu erreichen. Snow hat die Gabe,in die Zukunft und die Vergangenheit von Menschen zu sehen, die er berührt. In New York lernt er einen Afroamerikaner kennen, mit dem er sich schnell anfreundet. Sie entschließen sich, mithilfe Snows 'Geschenk Gottes' den Menschen aus New York, den es schlecht geht, die nicht zufrieden mit ihrem Leben sind und Probleme haben, zu helfen. Bald aber steigt das ganze Snow zu Kopf und er wird arrogant und will sich schließlich zur Ruhe setzen mit einem Mädchen namens Carie. Als sie ihn aber abblitzen lässt, ist er zutiefst gekränkt und ihm geht es immer schlechter, bis er irgendwann auf der Straße landet. Nun ist er nur noch auf seine Freunde angewiesen, denen er früher geholfen hat und, ob sie ihm nun auch helfen.
Neal Morse hat das Konzept wirklich toll entwickelt und perfekt verknüpft mit einem religiösen Hintergrund. Er bringt viel Gefühl in seine Texte rein. Die Texte werden aus verschiedenen Perspektiven und Erzählern erzählt: Der Erzähler (Narrator), der Afroamerikaner (The Knight), verschiedenen Menschen aus New York, wie ein Obdachloser oder eine Prostituierte und natürlich Snow selbst. Da gibt dem Album ein gewisses etwas, das die Meinungen und Tatsachen im Album aus verschiedenen Sichten bestrahlt.

Die Musik:
Eindeutig Neal Morse. Von seinen typischen Riffs (Overture/ All Is Vanity) über Acapella-Gesangspassagen (Devil's Got My Throat, Long Time Suffering), Mitgröhl-Refrains (Long Time Suffering) hin zu gefühlvollen Liedern mit gefühlvollen Soli (Solitary Man) und den typischen Keyboardsounds von Ryo Okumoto (All Is Vanity/ Devil's Got My Throat). Die Musik von Neal erstreckt sich also (wieder mal) über den gesamten Musikquerschnitt. Ein wirklich nennenswertes Thema sindaber auch die Reprisen, die Neal Morse perfekt gesetzt hat. Das Thema der Overture wird in All Is Vanity weitergeführt, Themen aus Love Beyond Words treten im 39th Street Blues und in All Is Vanity wieder auf, eine Abwandlung von Stranger In A Strange Land ist in Reflection wiederzuerkennen, Teile aus Open The Gates Part 2 finden sich in I Will Go wieder und Devils Got My Throat wird mit Devils's Got My Throat Revisited fortgesetzt. Das gesamte Album lässt sich also als ein ellenlanges Lied durchhören. Ein guter Gag ist die Sache mit dem Konzertbesuch Snows mit seinen Kumpels bei Spock's Beard (Ladies And Gentlemen, Mister Ryo Okumoto On The Keyboards). Snow's Night Out erweckt bei einigen vielleicht Erinnerungen aus den 70ern.
Wie gesagt, Snows Musikquerschnitt ist derartig groß, dass hier sicher für nahezu jeden Musikgeschmack etwas herauspringen würde.

Gestaltungsmittel und Besonderheiten:
1. Allgemein tritt es nicht gerade häufig auf, dass eine Band ein Doppel-Konzeptalbum herausbringt. Und auch Spock's Beard hat weder ein Doppelalbum, noch ein Konzeptalbum herausgebracht.
2. Wie schon oben genannt, ist ein Gestaltungsmittel die Erzählung aus verschiedenen Sichten, wie Snow, The Knight und anderen Personen.
3. Wie auch schon mal gesagt, sind die Reprisen sher markant auf dem Album.
4. Der Gitarrensound ist anders als bei den anderen lben, er ist sehr crunchig, aber doch ziemlich verzerrt. Das lässt sich gut bei Devil's Got My Throat raushören.
5. Die beiden D'Virgilio-Lieder Carie und Looking For Answers sind eine Besonderheit.
6. Die Lieder auf dem Album sind, anders als bei früheren Alben, relativ kurz ausgefallen; sie bewegen sich zwischen 2 und 8 Minuten. Das ist für Neal Morse/ Spock's Beard nicht gerade typisch; im Normalfall bewegen sie sich zwischen 4 und 20-30 Minuten.

Höhepunkte im Album:
Der erste Höhepunkt ist unter Garantie bereits die erste Overture:
Es fängt bescheiden an, mit einem kurzen, mit Akustikgitarre unterlegtem Intro. Danach bricht ein wahrer Instrumentalsturm aus, der (wie in einer Overture üblich) die grundlegenden Melodien und Themen beinhaltet.
Der nächste Höhepunkt kommt mit Long Time Suffering:
Am Anfang ein kurzer Intrumentalpart, bevor der Song dann zu einem Popsong mit Mitgröhlrefrain mutiert und schließlich mit rockiger Gitarre und Acapella-Gesang zum Ende kommt. Ein Song, in dem sehr viele Musikrichtungen reingebracht wurden.
The 39th Street Blues, zusammen mit The Devil's Got My Throat ist ein weiteres Highlight:
Ein schlichter Rocksong, handelnd von einer Prostituierten, die ihr Leben satt hat, schließlich mündend in eine Love-Beyond-Words-Reprise und mit fast natlosem Übergang zu The Devil's Got My Throat. Das ist der 39th Street Blues. Dann kommt das rockig-harte mit einem coolen Solopart in der Mitte grovig daher. Danach das ganze noch mit einem Acapella Part abgerundet und schon wird daraus ein Neal Morse-Klassiker. Beide zusammen ergeben einen tollenSong.
Nach dem gefühlvollen Solitary Soul kommt dann leider eine KLEINE Durststrecke.
Aber dann kommt eine geniuale Reihe, die man in meinen Augen einfach hintereinander hören muss:
Freak Boy - All Is Vanity - I'm Dying - Freak Boy (Part Two) - Devil's Got My Throat Revisitet - Snow's Night Out - Ladies And Gentlemen, Mister Ryo Okumoto On The Keyboards. Das ist sogar wie ein kleiner Longtrack mitten im Konzeptalbum. Nahtlose Übergänge zwischen den Liedern, alle Musikgenres machen diese Reihe von Liedern zu einer meiner Lieblinge.

Gesamteindruck/ Zusammenfassung:
Ich bin absolut überwältigt von diesem Album. Es hat mich erst zu einem richtigen Spock's Beard- und damit Neal Morse-Fan gemacht.
HIer stimmt einfach alles: Das Konzept, die Musik, sprich die Reprisen, die Sounds, die Produktion, die Texte, alles.
Ich kann dieses Album nur allen empfehlen, die anspruchsvolle, progressive Musik mögen.
Ich hoffe, ich konnte mit meinem Roman jemandem weiterhelfen oder auf Snow bringen. Denn, wie gesagt, der diese CD verpasst, verpasst in meinen Augen ein Sütck Progressive-Rock-Geschichte.

Friedrich Stenzel, 15
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Schönheit der Reife, 28. Dezember 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Snow (Audio CD)
Es wurde hier schon sehr deteiliert über "SNOW" geschrieben. Ich möchte hierzu ein paar Gedanken ergänzen: Snow ist das vielfältigste und doch geschlossendste Werk mit dem ausgereiftesten Songwriting und der besten Produktion von Spock's Beard.
Um das zu begreifen habe ich ein Jahr gebraucht: Viel zu oft lassen sich Progfans durch lange Lieder und unnützes Gefrickel blenden. So auch bei mir geschehen. Snow gab ich lange Zeit keine Chance, da es mir "zu poppig" erschien. Was für ein Fehler...
Snow ist eines der wenigen Progalben, das es schafft, die locker leichte Ausstrahlung melodischer Songwriter Musik mit durchdachten, nie unnützen Instrumentalachterbahnfahrten zu kombinieren, die übrigens komplexer als je zuvor komponiert wurden.
Man spührt die Reife und Erfahrung, die Spock's Beard erlangt haben.
Wo auf vergangenen Alben viele der Longtracks wie gut organisierte Medleys klangen, die eine klare Linie oft vermissen ließen, so ist Snow trotz der kürzeren Lieder und der ca. 115 Minuten Spielzeit das kompositorisch durchdachteste Werk. Schon alleine die Leichtigkeit mit der das musikalische Hauptthema des Albums variiert und oft klug "versteckt" wiederaufgenommen wird, zeugt von großem Können. Nichts wirkt hier zerrissen oder "vernarbt": trotz der Stilvielfalt wirkt das Album homogener als z.B. Longtracks wie "Flow" oder "The Water".
Nur muss man Zeit in dieses Werk investieren, um all die Zusammenhänge zu erkennen.
Wo die Band bei "V" diese kompositorische Erfahrenheit einsetzte, um zwei stimmige Longtracks zu erschaffen, wird hier auf die intime Songwriteratmosphäre geschielt.
Mit mehr Liebe zum Deteil und raffinierter als je zuvor.
Popappeal verströhmten Spock's Beard schon immer. Hier jedoch gekonnter und selbstbewusster als je zuvor.
Und da sie gleichzeitig das komplexeste Gesamtwerk in ihrer Geschichte geschaffen haben, gebührt Spock's Beard umso mehr Respekt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fast das 8. Weltwunder !!, 7. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Snow (Audio CD)
Mit diesem unglaublichen Meilenstein haben sie sich endgueltig ihren Platz in der Ewigkeit gesichert. Der Zugang dauert zwar ein Weilchen, aber dann geht einem das Leitmotiv, das sich wie ein Rettungsanker durch die komplette Geschichte dieses Konzeptalbums zieht, genauso wenig mehr aus dem Kopf, wie die Musik von Ennio Morricone zu dem Film *Es war einmal in Amerika*, der auf dem Filmsektor meine unumstrittene Nr. 1 ist.Fuer wen dies allerdings die erste Bekanntschaft mit dieser Band ist, der erhaelt einen falschen Eindruck von der Truppe und ist vielleicht eher enttaeuscht, nachdem was er von Ihnen gehoert hatte. Denn seichter als ueblich ist sie zwar ausgefallen, doch wenn man die Spocks von der Pike auf kennt, dann ist es wie das Tuepfelchen aufs I . Damit hat sich das musikalische und geistige Hirn der Band, der geniale Neal Morse, einen wahrhaft wuerdigen Abschied verschafft, obwohl sein endgueltiges Ausscheiden aus der Gruppe die Freude ueber dieses Jahrhundertwerk viel zu frueh ueberschattete. Bleibt abzuwarten ob die ebenfalls hochkaraetigen uebrigen Bandmitglieder etwas von der Seele der bisherigen Spocks hinueberretten koennen, oder ob nur der Weg fuer einen Neuanfang bleiben wird. An Ideen wird es den Jungs sicher nicht mangeln.Viel Glueck dabei !
Als Trostpflaster empfehle ich die neue Ryo Okumoto-Scheibe * Coming Through*, der eine Multimedia-CD beiliegt, die ein *Making Of* des Albums enthaelt. Der Titelsong, von Neal geschrieben unfd getextet, kommt seinem Vermaechtnis gleich.
Eine einzigartige Nummer, die er da mit feuchten Augen und unglaublich viel Seele abliefert, und einen ratlos und mit offenem Mund zur?cklae?t, grandios, sehr nahe gehend.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und endlich sind sie wieder da..., 14. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Snow (Audio CD)
Spock's Beard ist zurück - das wird der erste Satz in so gut wie jeder Rezension zu diesem Album sein. Denn nach 2 Jahren Pause können sich Morse&Co. der sehnsüchtigen Erwartung ihrer Fans sicher sein. Die Tatsache, dass es sich diesmal um ein Konzeptalbum handelt, lässt die Erwartungen noch zusätzlich steigen. Schließlich haben Dream Theater vor nunmehr drei Jahren mit "Metropolis Pt.2: SfaM" die Meßlatte für Progressive-Konzeptalben so hoch gelegt, dass man schon fast einen babylonischen Turm bauen muss, um das noch zu übertreffen, was Dream Theater mit ihrem jüngsten Album ja offenkundig nicht geschafft haben. Und Neal Morse und Mike Portnoy, ohne Zweifel die kreativen Köpfe beider Bands, haben ja in der Zwischenzeit schon mit "Transatlantic" bewiesen, dass sich ihr recht unterschiedliches Verständnis von ProgRock durchaus wunderbar vereinen lässt. Ob und wie schafft es Spock's Beard, sich an diesem Album zu messen?
Nun, die Antwort ist zunächst einmal ganz einfach: "Snow" und "Metropolis" sind so vollständig unterschiedlich geraten, dass man sie gar nicht vergleichen kann. Während in "Metropolis" der ganz typische Dream-Theater Prog-Metal in all seinen Facetten und mit allen Solis ziemlich geradlinig durchgezogen wird, mit ordentlichen Übergängen zwischen den harten Teilen und den Balladen, wagt "Snow" eine musikalische Achterbahnfahrt, die uns jedes, aber wirklich jedes Gesicht des Prog-Rock vorführt.
Teils plötzliche, teils auskomponierte Übergänge verbinden typisch Neal-groovige Songs mit sinnlichen Balladen, jazzigen New-York-Rhytmen und aggressivem Rock. Dafür sind die Songs selber geradliniger geworden, man kann jetzt fast sofort mitsingen, die Melodien sind eingängig. Stellenweise, wie als Highlight, ertönt der 4stimmige Gesang, den wir auch schon auf den früheren Alben eingestreut genießen durften. Und auf CD2 singt dann sogar mal Nick die Solostimme.
Insgesamt bekommt man Spock's Beard in einer Weise zu hören, die man vorher noch nicht kannte. Die Band hat sich auf diesem Album enorm weiterentwickelt und den großartigen Spagat geschafft, gleichzeitig unverkennbar ihr Gesicht zu waren und eine Achterbahnfahrt durch alle Seiten des ProgRock durchzuführen. Wer sich darauf einlassen will, gibt diese Scheibe bestimmt nicht so schnell wieder her. Wer dagegen den typischen "15-Minuten-Track" vermisst, wem die Sprünge auf dieser CD eine Spur zu heftig sind, wer das typische Motivgefrickel vermisst, der könnte von diesem Album enttäuscht sein.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich!!!, 3. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Snow (Audio CD)
Das neue Album ist für mich eine Steigerung auf ganzer Linie. Neals stimmliche Bandbreite hat noch mehr zugenommen,
als schon auf der letzten Transatlantic.
Und der Kerl rockt!
Überhaupt ist das Album insgesamt etwas "gradliniger", was natürlich nicht heißen soll, dass es nicht wieder "frickel"-Passagen par excellence gibt.
Einmal sogar auf DreamTheater-Niveau (spielerisch und härtetechnisch) bei "Snow's Night Out".
Insgesamt eine noch größere Bandbreite, als man eh schon gewöhnt ist. So fühlte ich mich mal abgesehen von den üblichen Vergleichen (Yes, Kansas, Genesis)
sowohl an Cristopher Cross ("Carie") als auch an Savatage zu "Streets" Zeiten (u.a. "freak boy") erinnert.
Fazit: Immer noch typisch Spock's Beard, aber nicht zuletzt durch das Konzept noch ausgereifter.
Etwas härter als ältere Spockies-Alben, ähnlich wie auch die letzte Transatlantic.
Und beim ersten Hören hatte ich alles, was Emotionen so hervorrufen können:
Gänsehaut, feuchte Augen, und ziemlich oft einen offenstehenden Mund... ;-)
Wer grundsätzlich diese Art von Musik mag und dieses Album nicht besitzt ist selber schuld!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Hammer!, 2. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Snow (Audio CD)
KAUFEN! Diese Musik ist das Beste, was ich nach der "Bridge Across Forever" (Transatlantic) gehört habe! Beim ersten Mal war ich zwar nicht so begeistert, ich hatte eigentlich etwas "Proggigeres" erwartet. Aber die wahre Qualität dieser Musik entfaltet sich erst nach ein paarmal anhören. Dann bekommt man mit, wie die Motive sich wiederholen und neu verarbeitet werden, wie die Musik die Handlung wiedergibt und wie gesanglich die fast zwei Stunden gradezu ins Ohr fließen.

Ryo Okumoto (Hammond, Mellotron) ist leider etwas unterbeschäftigt, aber die Morse-Brüder gleichen das bei Weitem aus. Wie gesagt, die CD wird von Mal zu Mal besser. Stellenweise erinnert sie an Tommy von The Who. Vielleicht wurde auch Neal Morse von Gottes Hand geführt, als er dieses Album geschrieben hat?

Bleibt nur, auf das nächste Konzert der Gruppe zu warten und zu hoffen, dass bald das nächste TA-Album rauskommt. Nur dieses könnte dieses Werk noch toppen.

Anspieltipp: "The Devil's Got My Throat" mit vierstimmiger A-Capella-Gesangs-Fuge am Schluss. Pure Polyphonie. Wahnsinn. Ich liebe dieses Album!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Let It Snow!, 27. August 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Snow (Audio CD)
Mit ihrem ersten Konzeptalbum liefern Spock's Beard ihr bisher grösstes Werk ab.
Mike Portnoy's (Dream Theater) Vergleich von 'Snow' mit 'Tommy' von The Who oder 'The Lamb Lies Down On Broadway' von Genesis ist zwar gewagt, doch wird man heute lange suchen müssen, um eine Band zu finden, die ein so stimmiges und stimmungsvolles Prog-Rock Gesamtkonzept abliefern kann.
Snow (in seinen Einzelteilen) ist von den 6 Studioalben nach Day For Night wohl das zugänglichste, vereint aber viele "Trademark-Elemente" und ist damit eine gute Wahl zum Einstieg in die Klangwelt der "Bärte".
Fans der ersten Stunde werden vielleicht einige abgedrehte Prog-Elemente vermissen, die an manchen Stellen Pop-Sounds gewichen sind. Doch wenn sie sich dann auf ihre musikalischen Wurzeln besinnen, proggt und rockt es richtig! Herausragend sind vor allem auch die Gesangsparts, bis dato die beste Performance der SB-Mannen.
Die Bonus-CD bietet neben interessanten "Making Of / Demo"-Parts und Unplugged-Versionen eigener Songs eine sehr überzeugende, modernisierte Version des Yes-Klassikers South Side Of The Sky
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schnee im Sommer, 27. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Snow (Audio CD)
Endlich hat das Warten ein Ende: Dei Prog-Götter Spock's Beard legen ihr neuestes Album vor. Und dieses ist eine Doppel-CD, in Limited Edition sogar eine 3CD-Box.
Auf einzelne Songs einzugehen, sollte man unterlassen, denn "Snow" ist ein Konzeptalbum. Die Umsetzung der Story ist intelligent arrangiert, Text und Musik bilden eine Einheit, die Klasse-Musiker kommen alle zur Geltung und es ist eine Spielfreude spürbar, die jedem Fan von anspruchsvoller Rockmusik gefallen dürfte. Dieses wird nur noch live zu toppen sein - wer die Jungs gesehen hat, weiß, was ich meine ! Verpassen geht nicht!!!
Spock's Beard haben sich, auch durch das Sideproject "Transatlantic" (mit Neil Morse - SB-Sänger, Keyboarder,etc.) über Jahre einen festen Fanstamm aufgebaut - keine Frage: mit der Bandbreite, die "Snow" bietet, wird sich dieser noch erweitern !
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen fulminanter Abschied, 16. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Snow (Audio CD)
Das sechste Album der US-Progressive-Rocker mit dem eigenwilligen Band-Namen Spock`s Beard stellt in vielerlei Hinsicht etwas wirklich Besonderes dar.
Zunächst ist es ist das erste Doppel-,dazu noch das erste Konzeptalbum der Band.
Dann war klar,daß Neal Morse nach "Snow" die Band verlassen würde,um seine Solo-Karriere fortzuführen und sich dort religiösen Themen zu widmen.
Dementsprechend ist das eigentlich bei SB-Alben immer vorhandene Spaß-Feeling mit einer deutlich spürbaren Melancholie durchzogen,was jedoch auch dem Thema der Rock-Oper geschuldet sein mag.
Ohne ins Detail gehen zu wollen,handelt es von einem jungen Mann,der eine besondere Gabe und mit ihr seine Berufung entdeckt.
Dabei lernt er Menschen kennen und neu bewerten,macht (auch negative) Entwicklungen durch und fällt eine Entscheidung.
Die dem Gesamtkonzept zugrundeliegende Geschichte,die Texte,selbst das Cover weisen immer wieder Parallelen zu Neal auf.
Die von den anderen Alben gewohnten Prog-Gewitter treten hier zugunsten eines etwas poppigeren Sounds zurück.
Viele kürzere Tracks,die sich zT deutlich in ihrer Ausrichtung voneinander unterscheiden,wurden zu einem in sich stimmigen Ganzen zusammengeführt.
Da werden wundervolle Balladen,symphonischer Aufbau,getragene Passagen,geradezu epische Momente mit sehr eingängigem Pop-Rock durchmischt,dann geht es mit echten Hardrock-Anleihen so richtig zur Sache.
"Snow" ist emotional,berührend,bietet opulente Größe,dann aber auch wieder überraschende Albernheiten (CD2,"Ryo"),und immer wieder umschmeichelt einen die Wohlfühlstimme des charismatischen,unglaublich sympathischen Bandleaders Neal Morse,der auch hier wieder,nun zum letzten mal,die Kompositionsarbeit fast allein leistete.
Daß Dave Meros,Ryo Okumoto,Nick D`Virgilio und Alan Morse wieder eine phantastische Leistung ablieferten,ist eigentlich klar.
Und es sind nicht immer nur Gastmusiker,die zu Cello,Viola,Violine,Trompete,Saxophon,French Horn,Flügelhorn etc greifen...
Kritiker bemängelten manchmal,dem Doppelalbum mangele es etwas an Substanz für die lange Laufzeit;etwas gestrafft hätte es ein gutes (besseres) Einzel-Album abgegeben,auch wurden die ausgeprägt sentimental anmutenden Parts als gefühlsduselig,übertrieben,aufgebläht bemängelt.In Bezug auf die Story fiel auch schon mal der Begriff Kitsch.
Auch die deutlich zurückgefahrenen Prog-Anteile und der Verzicht auf ausufernde Longtracks oder gar Instrumentalparts mochte nicht jedem gefallen.Kurzum:Das Album polarisiert.
Für manche ist es das schlechteste,weil angeblich seichteste SB-Album mit Neal Morse,für andere die Krönung der Bandgeschichte,das Meisterwerk schlechthin,das in einem Atemzug mit "The Lamb Lies..." von Genesis genannt gehört.
Für mich ist es ein Album,das mich beim Hören zutiefst begeistert,mich berührt,Gänsehaut erzeugt.
Welch ein fulminanter Abschied eines großen Künstlers von seiner Band!

"Snow" erschien 2002 bei InsideOut.
Es war als Vinyl-Edition,als "normale" Doppel-CD und in einer limited 3-CD-Box erhältlich.
Auf der dritten CD der sehr liebevoll aufgemachten Limited Edition sind Demo-,Live-/Acoustic-Versionen zu hören,es gibt ein Cover eines Yes-Songs,es werden Einblicke in die Entstehungsprozesse einiger Tracks gewährt ("Working On...")..
ich bin froh,daß ich sie habe.
Auch die Klangqualität ist sehr gut.
Man arbeitete beim Mixing wieder mal mit dem bewährten Rich Mouser zusammen.
Ken Love hat beim Mastering sauber gearbeitet,es verzerrt nichts,trotz moderater Dynamikwerte kann man insgesamt zufrieden sein.
Außerdem hat man den CDs eine HDCD-Codierung verpaßt.Mit einem entsprechenden Player ist da noch mal eine moderate Klangsteigerung drin.Großartig.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 26 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Snow
Snow von Spock's Beard (Audio CD - 2010)
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen