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838 von 974 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Missverständnisse
In den vorangegangenen Kritiken ist bereits eine Menge über den Inhalt von "District 9" gesagt worden, deshalb möchte ich mir das sparen und stattdessen auf die Form eingehen, denn diese hat Anlass zu Missverständnissen gegeben, die zu den schärfsten Meinungsverschiedenheiten in diesem Forum geführt haben.

Dass eine Geschichte davon...
Veröffentlicht am 9. April 2010 von J. Buesching

versus
3.0 von 5 Sternen Film Super - Abspielen der Blu Ray technisch mangelhaft
Ich möchte etwas zum Abspielen der Blu-Ray sagen:

Wieso kommt auf einer KAUF-Blu-Ray ZWANGSWERBUNG von 2 Minuten bei jedem einlegen der Disc?
Nach dem Filmstart kommt erst ein nerviger Hinweis über Kopierverbot (6 Sekunden).
Dannach noch ein nerviger Hinweis, dass die Kommentare persönliche Meinungen darstellen (6 Sekunden)...
Vor 3 Monaten von DB veröffentlicht


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838 von 974 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Missverständnisse, 9. April 2010
Rezension bezieht sich auf: District 9 (DVD)
In den vorangegangenen Kritiken ist bereits eine Menge über den Inhalt von "District 9" gesagt worden, deshalb möchte ich mir das sparen und stattdessen auf die Form eingehen, denn diese hat Anlass zu Missverständnissen gegeben, die zu den schärfsten Meinungsverschiedenheiten in diesem Forum geführt haben.

Dass eine Geschichte davon lebt, dass der Zuschauer oder Leser (im Fachjargon "Rezipient" genannt) sich auf sie einlässt, ist eine Binsenweisheit. Nicht ganz so selbstverständlich ist vielleicht, dass es neben guten Gründen, dem Erzähler (oder Regisseur) nicht zu folgen auch schlechte gibt, auf die sich zu stützen, den Konsumenten vom Rezipienten unterscheidet. Dies festzustellen ist kein Zeichen der Häme, sondern eine Unterscheidung, die für die Wirkung der Form entscheidend ist.

Zu den guten Gründen, einer Geschichte nicht zu folgen, zählen:

-- Plausibilitätslücken (nicht "Logiklöcher", wie einige Vor-Rezensenten reklamierten; wer von einer Geschichte, bei der gleich zu Beginn ein riesiges Raumschiff über einer irdischen Großstadt schwebt, durchgängige Logik erwartet, ist zweifellos im falschen Film).

-- schlechte Machart (z. B. Pappmaché-Ungeheuer, die an Drähten hängen, Zaubertricks, die leicht zu durchschauen sind, fehlerhafte Ausstattung usw.).

-- langweilige Geschichte (öde Charaktere, die öde Dinge tun oder sagen, aber auch absurde Charaktere, die absurde Dinge tun.)

-- schlechte Dialoge (gestelztes Gerede, umständliche Erklärungen, die dem Handlungsverlauf im Nachhinein Sinn verleihen sollen, ideologisches Getöse usw.)

"District 9", um das gleich klarzustellen, leistet sich keinen dieser Fehler. Die Geschichte ist plausibel aufgebaut und straff erzählt, die Tricks sind angenehm in die Szenen integriert und versuchen einen nicht zu erschlagen (wie bei den meisten Sci-Fi-Blockbustern der letzten Jahre), die Handlung ist spannend und die Dialoge dienen ihr und versuchen nicht etwas zu suggerieren, was die Story nicht hergibt.

Woraus resultiert dann aber die doch relativ breite Ablehnung? Nun, aus den oben genannten Missverständnissen. Und hier muss ich, so leid es mir tut, den Film auch gegen seine Verteidiger in Schutz nehmen: "District 9" ist keine Parabel über den Rassismus. -- Eine Parabel ist ein Gleichnis mit lehrhaftem Inhalt, das allgemein anerkannte ethische und moralische Wahrheiten verdeutlichen will. Wer wissen will, wie eine Parabel funktioniert, lese im Neuen Testament nach (alternativ ließe sich auch die berühmte Ringparabel aus Lessings "Nathan der Weise" anführen, und wem beides zu altmodisch oder religiös ist, dem empfehle ich Bert Brecht).

Eigentlich macht es "District 9" einem sehr leicht, seine Form zu erkennen. In den ersten Minuten wird nämlich in einem quasi-dokumentarischen Aufriss die Vorgeschichte erzählt: Außerirdische sind in Johannesburg, Südafrika gelandet. Dazu sieht man in der Eingangssequenz ein riesiges Raumschiff über der Stadt schweben (wer da nicht sofort an Roland Emmerichs "Independence Day" denkt, kann sich kaum als Kenner von Science-Fiction-Filmen bezeichnen). Weitere Hinweise bieten die enthusiastischen Kommentare der Protagonisten, die sich überrascht und (anfangs) erfreut geben, dass die Fremden nicht New York oder eine andere Weltmetropole angesteuert haben, sondern eben ihre Stadt im südlichen Afrika. Damit ist von Anfang an klar, dass es sich bei "District 9" um eine Parodie handelt.

Da wir uns aber in Deutschland befinden, sind vielleicht doch einige Worte der Erklärung nötig: Eine Parodie zeichnet sich nicht dadurch aus, dass zappelige Schauspieler Grimassen schneiden und alberne Dinge tun. Vielmehr greift sie Genre-Konventionen auf, um durch Übertreibung etwas zu zeigen. Es gibt also eine absichtsvolle Diskrepanz zwischen Inhalt und Form, und das ist genau der Punkt, wo sich Konsumenten von Rezipienten scheiden: Erstere erwarten nämlich die Erfüllung der Konvention, d. h. sobald ein parodistisches Element auftaucht, steigen sie aus der Geschichte aus.

Der Trick, der aus "District 9" einen der intelligentesten Science-Fiction-Filme der letzen Jahre macht, ist, dass es sich nicht um eine platte Genre-Parodie handelt, sondern dass mit den Mitteln der Parodie die Dummheit des Rassismus vorgeführt wird. Beispiele: Schwarze und Weiße ereifern sich gleichermaßen über das unterirdische Verhalten der Fremden -- das ist komisch! Auch der Hauptdarsteller, ein kleiner Angestellter, der zuerst eifriger Erfüllungsgehilfe der Unterdrücker ist, um nach dem Zwischenfall, der ihn allmählich in einen der Außerirdischen verwandelt, am eigenen Leibe zu erfahren, was es heißt, verfolgt und gedemütigt zu werden, ist ein tragikomischer Antiheld.

Der Film liefert keine moralinsaure Verurteilung der Apartheit, sondern ein erfrischendes, ironisches Selbstporträt eines Landes, das sie überwunden hat, und das der Welt zuruft: "Seht her, wir sind nicht mehr der moralische Fußabtreter für Euch! Wir sind nicht besser, aber auch nicht schlechter als Ihr!"

Das sollte uns durchaus ein wenig Aufmerksamkeit und Aufgeschlossenheit wert sein.
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128 von 170 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DER Sci-Fi-Film des Jahres, 14. Dezember 2009
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: District 9 (DVD)
District 9 war für mich die Überraschung des Jahres 2009. Keine vordergründige Effekt-Orgie sondern eine Produktion, der es, trotz massivem SFX-Einsatz, erstrangig um den Inhalt geht. Neill Blomkamp rekalibriert das Genre auf seine eigentlichen Stärken: Reale Zu- bzw. Missstände mit Hilfe einer fiktiven Handlung zu thematisieren. In diesem Fall Arpartheid, Guantánamo, Fremdenhass, Umgang mit Minderheiten sowie ein Staatsapparat, der sich rücksichtslos kriminellster Methoden bedient.

Wann hat uns denn das letzte Mal ein Sci-Fi derart schonungslos unsere menschlichen Unzulänglichkeiten um die Ohren gehauen? Wie wär's mit "Planet der Affen" (1968), "Der Omega-Mann" (1971, als "I Am Legend" 2007 ganz passabel remaked) oder "Soylent Green" (1973)? Interessanterweise alle 3 mit Charlton Heston... aber viel mehr gibt's auch nicht - wem noch was einfällt, kann ja einen Kommentar posten.

Gekonnt setzt Neill Blomkamp den - mittlerweile schon etwas abgegriffenen - pseudo-dokumentarischem Stil ein und das weitaus besser und konsequenter als in Blair Wich Projekt oder Cloverfield. Lediglich der spanische Film ['REC] kann an diesem Punkt mithalten - für mich nach wie vor der beste Pseudo-Doku-Schocker.
Und wie in allen Pseudo-Dokus bleibt auch in D9 vieles im Unklaren. Ich persönlich mag das, kann aber auch verstehen, dass sich manch eine/r damit unwohl fühlt, die Hintergründe einer Filmhandlung nicht vollständig serviert zu bekommen.

D9 ist kein Mainstream-Kino und doch bedient er sich einiger Mainstream-Zutaten: Perfekte SFX (Neill Blomkamp ist Fachmann auf diesem Gebiet), aber meistens treten die FX hinter die Story zurück - so sollte es sein! Und natürlich Action... in der zweiten Hälfte des Films geht es richtig ab - aber, wie ich finde nicht selbstzweckhaft, sondern konsequent im Sinne der Handlung: Das Tempo erhöht sich, der Druck auf die Protagonisten steigt - und deren verzweifelte Bemühungen der Lage Herr zu werden treibt die Dramatik des Films weiter an. Toller Spannungsbogen.

Fazit: Blomkamp schafft mit seinem Erstling einen erstaunlichen Spagat zwischen Sci-Fi und Polit-Thriller, Drama und Satire, Action und Doku-Style und würzt diese atemberaubende Mischung mit State-Of-The-Art SFX und einer Thematik wie man sie seit langem nicht mehr im Sci-Fi-Gewand zu sehen bekam - - - absolut Sehenswert!

----------------
Nachtrag 16.05.2010
Ich bin nun stolzer Besitzer der District 9 - Limited Steelbook Edition. Bild und Tonqualität sind herausragend. Die HD-Anteile des Films sehen perfekt aus - aufgrund des Doku-Styles wird der Betrachter halt auch mit Camcorder- und Analog-TV-Qualität konfrontiert. Der Ton ist sehr räumlich gemischt - sogar der Stereo-Mix.

Das Design des Menus ist gelungen und die Extras sind üppig. Mein Tipp: Schaut Euch die Deleted Scenes an - hier kann man noch tiefer in die Welt von D9 abtauchen - ein absolutes Muss für diejenigen, denen die eigentliche Botschaft des Films aufgefallen ist...

Fazit: Auch auf Blu-ray absolut empfehlenswert - ganz besonders in der Limited Steelbook Edition.

Abspielgeräte:
Sony BDP-S760
Sharp Aquos LC-40LE700E
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31 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einer der besten Filme seit langem, 11. Dezember 2009
Von 
Wie habe ich mich auf "Even Horizon" gefreut und musste einen "Alien-Abklatsch" erleben. MIB und Independence-Day stehen ja ohnehin ausser Wertung, und so wartete ich gespannt auf "District 9" und wurde nicht enttäuscht. Nein. Kein Butterblümchen-Sci-Fi, wo am Ende geheiratet wird. Schmutzig, dreckig, verdorbene Charaktere, klasse Schauspieler, eine packende Handlung und wirklich - wie im richtigen Leben - so gut wie keine Hoffnung, weil die Hauptperson gegen xenophobische Einwohner und geld- und machtgierige Regierungsbeamte ankämpfen muss. Alles zerbricht, und es gibt nicht wirklich einen neuen Anfang.
Der Handycam-Style am Anfang ist recht gewöhnungsbedürftig, gibt dem ganzen aber einen realistischen Touch, die Animationen sind größtenteils ordentlich ,und am Ende hat man sich 9 von 10 Fingernägeln abgefressen in der Hoffnung, dass es für das arme Schwein eventuell doch noch gut ausgehen könnte.
Ich bin begeisterter Science-Fiction-Fan, und dieser Film hebt sich wohltuend aus der Masse der in den letzten Jahren produzierten Filme des Genre heraus. So ist das Leben, Leute, und so würde es laufen, kämen "sie" wirklich. Da bin ich ganz sicher. Klare Kaufempfehlung, am besten in Blue-Ray!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen District 9 Steelbook Blu-ray, 7. März 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Durch die vielen negativen Kritiken, die mitunter hilfreicher sind als viele 5 Sterne Rezis (ich nehme meine davon nicht aus), bin ich auf den Film aufmerksam geworden und er hat meinen Geschmack voll getroffen. Endlich wieder ein Sci Fi Film der auch nach dem Ende noch dazu anregt, sich über das gesehene Gedanken zu machen. Der Film berührt zahlreiche Facetten wie Diskriminierung, Rassismus und Ausbeutung, persifliert dabei aber auch gleichzeitig das gezeigte und spart nicht mit ironischen Seitenhieben auf Filme des gleichen Genres. Die Effekte und die Aliens sind sehr gut Umgesetzt worden und auch allgemein überzeugt die Blu-ray mit wirklich tollem Bild und sehr gutem HD Sound (druckvoll aus allen LS wenn es darauf ankommt und verständlich abgemischte Dialoge). Das Steelbook ist auch optisch sehr gelungen, hat aber leider kein Design im Inneren (eventuell 2. Auflage).
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72 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DER Überraschungshit. MUSS man gesehen haben!, 12. September 2009
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: District 9 [DVD] (DVD)
Anmerkung: Diese Bewertung basiert auf der deutschen Kinoversion, die sich aber außer der Sprache wohl kaum von der englischen Version unterscheiden wird.

Habe erst 2 Wochen vor dem Filmstart einen kleinen Artikel in einer Fernsehzeitung gelesen, der mich sofort für den Filmbesuch begeistern konnte. Die Kritiken waren sehr gut. Auch ich war nach dem Kinobesuch begeistert.

Fakten, Fakten, Fakten

- Präsentiert von Peter Jackson
- Sciene-Fiction-Action-Splatter-Thriller mit einer Priese schwarzem Humor
- Mitten-drin-Gefühl durch professionelle Handkamera-Führung im Dokumentarfilmstil
- realistische und nachvollziehbare Handlung
- superbe Spezialeffekte
- äußerst brutal und schonungslos, nur für Erwachsene
- es gibt kein Gut oder Böse, Aliens und Menschen sind auf Augenhöhe
- viele Filmszenen brennen sich regelrecht ins Gedächtnis, so schockierend und faszinierend
- kein Patriotismus Gedöns
- Actionreiches Filmende
- viel schwarzer Humor
- längere Spieldauer

Worum geht es?

Ein Alienschiff bleibt über Johannisburg stehen. Nichts tut sich. Bald dringen Menschen in das Schiff ein und finden tausende von abgehungerten Aliens auf. Diese werden in ein abgesperrtes Gebiet verlegt, District 9, ein Slum ohne Regeln. Als die Bevölkerung druckt macht übernimmt die MNU das Kommando, ein weltweiter Rüstungskonzern, der alles im Sinn hat, aber nicht das wohl der Aliens. Die hoch technologischen Waffen der Aliens können nur bei Kontakt mir Alien DNA aktiviert werden, bei Menschen sind sie unwirksam. Als District 9 geräumt werden soll um die Aliens an einen neuen Ort zu transportieren, infiziert sich der Chef der MNU mit Alien DNA und mutiert seitdem. Halb Mensch, halb Alien, flüchtet dieser vor der MNU, die Tod und Teufel in Bewegung setzen, um diesen 'Milliardenschweren-Durchbruch' in die Hände zu bekommen und für sich zu nutzen. Dabei gerät der Infizierte zwischen die Fronten, in der sich Gut und Böse nicht mehr unterscheiden lassen. Denn auch die Aliens haben bereits Pläne, wie sie ihr Mutterschiff wieder Abflugbereit machen können.

Der Film ist für dich geeignet, wenn ...

- du ein Fan von Sciene Fiction-Action-Alien-Thrillern bist
- schon Cloverfield dich begeistert hat
- du mal eine neue Machart von Film erleben möchtest
- CGI verwöhnt bist
- über schwarzen Humor lachen kannst
- dir üble Folter- und Splatterszenen nichts ausmachen
- du den ganzen Patriotismus-Quatsch satt hast
- brachiale Alienwummen in Aktion erleben möchtest
- Call of Duty 4 zu deinen Lieblingsgames zählt
- Blood Diamond dir super gefallen hat

Der Film wird dir nicht gefallen, wenn ...

- Cloverfield nur deine kostbare Zeit gestohlen hat
- du Independece Day 2 erwartet hast
- du bei Horrorfilmen ständig die Bettdecke über den Kopf ziehst
- riesige Massenschlachten erwartet hast

Meine persönliche Meinung

Der Stil von District 9 hat mich sofort in seinen Bann gezogen und Lust auf mehr gemacht. Die Handlung im Dokumentarfilm zu erzählen ist super und hat mich schon bei Cloverfield in seinen Bann gezogen. Zum Glück ist hier die Kameraführung aber weitaus professioneller und ruhiger. Überrascht war ich von der derben Brutalität des Filmes. Ich hatte gedacht der Film hätte eine FSK 16. Aber selbst FSK 18 ist noch gut gemeint, so oft wie Menschen in tausend Stücke zerfliegen, der Hauptprotagonist Hautfetzen von sich reißt und Aliens für Experimente ... ekelhaft. Das soll aber keinesfalls von einer löchrigen Handlung ablenken, ganz im Gegenteil. Die Geschichte ist authentisch und nachvollziehbar, soweit das bei Aliens natürlich geht. Ständig passiert etwas, der Zuschauer wird von einer brillanten Szene in die nächste gehetzt, ohne zu überfordern. Ich saß gespannt vor der Großleinwand und wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Vorhersehbar war dieser Film nämlich überhaupt nicht. Und als dann gegen Ende die fetten Alienwummen gezückt worden sind, ging der Spaß erst so richtig los. Aber alles gut dosiert und kein /1 Std.-Action-Kawumm Finale/, wie z.B. in Transformers 2. Super war auch das es kein Gut oder Böse gab. Die Menschen sind äußerst fiese Typen, aber auch die Aliens sind wenig zimperlich. Aber auch die guten Seiten beider Parteien kommen passend zum Einsatz, so dass der Zuschauer mit beiden Parteien mitfühlt.
Peter Jackson ist mit diesem Film ein superber Genremix gelungen, inspiriert von Cloverfield und schonungslos wie Blood Diamond. Wie immer geht es auch hier nur wieder um jede Menge Geld und Macht, Verluste und Folter werden akzeptiert. Ein Film der fasziniert, schockiert und so schnell nicht in Vergessenheit gerät.
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26 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Science Fiction trifft Wirklichkeit., 17. März 2010
Rezension bezieht sich auf: District 9 (DVD)
-District 9- von Peter Jackson produziert und von Neill Blomkamp in Szene gesetzt ist ein völlig anderer Science Fiction Film. Spannend, kreativ, mit reichlich Zündstoff und jeder Menge Parallelen zur Wirklichkeit. Dabei hat Blomkamp den Film in einer Art Nachrichten-Dokumentation mit Spielfilmcharakter zu einer beängstigend realen Geschichte verwoben.

Seit 1982 schwebt ein Raumschiff über Johannesburg. Ca. 1 Million Alien, halb verhungert und hilflos, strandeten über der Stadt. Die Alien werden in einer Art bewachtem Township mit der Bezeichnung District 9 gehalten. Ihre Technik und Waffen lassen sich für die Menschen nicht beherrschen, da sie nur mit der DNA der Alien funktionieren.
Zwanzig Jahre später leben bereits 1,8 Millionen Alien in District 9. Die Abteilung für Außerirdische Angelegenheiten will diesen Zustand beenden. Die Bevölkerung fühlt sich von den Alien bedroht und will, dass sie verschwinden. In einer Großaktion sollen sie in ein Lager, weit von Johannesburg entfernt, umgesiedelt werden. Dafür wird Wikus van de Merwe(Sharlto Copley) als Leiter der Aktion eingeteilt. Wikus ist ein naiver, freundlicher Befehlsempfänger, der seinen Job ohne Wenn und Aber ausführen will. Aber bei der Räumung passiert etwas Unvorhergesehenes. Bei der Durchsuchung der Hütte des Alien Christopher Johnson(Jasson Cope) wird Wikus infiziert und sein Körper beginnt eine seltsame Metamorphose. So wird Wikus zum Gejagten, den aufgrund der Umstrukturierung seines Körpers wäre er in der Lage die Waffen der Außerirdischen zu bedienen. Das macht ihn für die Militärs unendlich wertvoll. Seine Dienststelle macht Jagd auf ihn und hetzt den Söldner Koobus(David James) auf Wikus. Der muss außergewöhnliche Allianzen eingehen, um sein Leben zu retten...

Neill Blomkamp hat -District 9- mit jeder Menge Aufwand fantastisch gestaltet. Die Kulisse, die Technik, die Stunts, vor allem aber das Storybook sind vom Allerfeinsten. Da bedarf es dann auch keiner großen Stars mehr, um das SciFi-Abenteuer ganz weit nach vorn zu bringen. Blomkamp bedient sich zwar auch an Klassikern wie -Unheimliche Begegnung der Dritten Art- oder -Enemy Mine-; das macht er aber mit Bedacht und Cleverness. Niemals hat man das Gefühl -District 9- wäre eine Kopie oder Nacherzählung. Mit geschickten Rückblenden und eingestreuten Interviews bekommt die Geschichte dabei eine ganz besondere Note.

-District 9- zeigt, für mich jedenfalls, dass Mut belohnt werden sollte. Wie Neill Blomkamp diese Geschichte inszeniert hat, hebt sich von fast allen gängigen Produktionen ab. Gerade das macht das Zuschauen so interessant. Wenn diese Geschichte einmal am Rollen ist, lässt sie den Zuschauer nicht mehr los.

Wie die Story, mit Hilfe einer gewagten Metapher, gleichzeitig auch auf tatsächliche Verhältnisse im Apartheidtsregime zielt, das ist aller Ehren wert. Absolut empfehlenswert!
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungewöhnlich, aber packend!, 17. April 2010
"District 9" ist ein kleiner Sci - Fi - Streifen, der beweißt, dass man aus einer originellen Geschichte einen packenden Thriller machen kann. Eigentlich ist "District 9" eine Mischung aus Sci - Fi, Thriller und Action. Alle Darsteller sind unbekannt (natürlich auch der Regisseur). Nur der Produzent Peter Jackson steht eben für großes Kino. Dieser Film beginnt mit dem dokumentarisch angehauchten Stil natürlich etwas ungewohnt. Wenn man aber nach einer halben Stunde erst Mal in der Geschichte drin ist, lässt der Film einen nicht mehr los. Die zunehmende Spannung gipfelt schließlich in einem erstklassigen Actioninferno, welches mein Heimkino erbeben ließ.

Faszit: Endlich mal wieder ein erfrischend ungewöhnlich, jedoch rasanter Film, den ich mir auf jeden Fall kaufen werde. Viel besser als "Cloverfield"
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Film, als Bluray empfehlenswert!, 8. April 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
"District 9" wollte ich mir damals eigentlich schon im Kino ansehen. Irgendwie habe ich ihn dann aber verpasst - und so musste ich all die Zeit warten, bis endlich die Bluray erschien. Aus meiner Sicht hat sich das Warten in jedem Fall gelohnt. Die Bluray erscheint als unlimitierte Version in Amaray-Hülle und als limitiertes Steelbook. Abgesehen davon, dass das Steelbook natürlich hochwertiger verarbeitet ist, wurde es auch schöner gestaltet als das Originalcover. Zudem ist der für viele so ärgerliche FSK-Aufdruck beim Steelbook nur auf den dünnen Papierwickler aufgedruckt, so dass das eigentliche Steelbook-Cover frei bleibt. Davon abgesehen bieten aber beide Versionen denselben Inhalt.

Zum Inhalt des Films braucht man wenig sagen - sollte man vielleicht auch nicht, denn je weniger Informationen man hat, wenn man den Film das erste Mal schaut, desto interessanter und spannender ist er natürlich. Mich hat der Mix aus Action, Drama und Fiktion sehr angesprochen. Es ist wirklich einer der besten Sciencefiction-Filme der letzten zehn Jahre. Zwar sind die Themen nicht neu - schon mit "Alien Nation" wurde das Grundthema verfilmt und erschien auch mehr oder weniger erfolgreich als Fernsehserie. Doch "District 9" ist wesentlich dichter, konsequenter und ergreifender. Es ist auf keinen Fall ein "Wohlfühlfilm", dafür aber ein Film, der nachdenklich stimmt - bzw. stimmen sollte. Die Story hat es in sich - trotzdem vermag der Film zu unterhalten, dank eines sehr guten Spannungsbogens und einer gut durchdachten Handlung. Auch funktioniert der pseudodokumentarische Stil wesentlich besser als bei vielen anderen Streifen ähnlicher Machart. Immer wieder werden kurze Interviewfetzen oder aber Nachrichtensendungen eingeblendet. Hinzu kommt der permanente Einsatz der Steadycam (der aber dank vieler ruhiger Szenen und einer besseren Aufnahmequalität nicht wirklich anstrengend wird).

Für mich war auch die Frage, ob ich den Film angesichts dieser Aufnahmetechniken und Stilmittel überhaupt als Bluray besitzen müsste. Doch auch das lohnt sich: Die Bildqualität ist generell sehr gut - natürlich ausgenommen einzelne "Realfilm"-Aufnahmen von fiktiven Fernsehsendungen. Zudem ist der Ton absolut erstklassig - egal ob es um den erforderlichen "Wumms" in den Actionszenen geht oder die leisen Geräusche wie beispielsweise bei der Aliensprache.

Das Bonusmaterial der Bluray ist sehr ansprechend und ergänzt den Film teilweise sehr gut. Zwar hätte ich mir noch mehr Hintergrundinformationen zu den Aliens und District 9 gewünscht, doch auch das vorhandene Material ist unterhaltsam und interessant. Hier bietet die Bluray auch etwas mehr als die DVD - zum Beispiel eine interaktive Karte der Stadt. Vermissen tue ich allerdings das Marketingmaterial - die Spots und Trailer oder auch Fotogalerien. Lediglich ein paar Trailer anderer Filme sind als Werbung mit an Bord (2012, Terminator 4, Boondock Saints II, Zombieland).

Insgesamt bietet die Bluray aber eine wirklich ansprechende Umsetzung eines tollen Films, der Action und Spannung mit Tiefgang und Sozialkritik (ohne Zeigefinger!) verbindet. Unbedingte Kaufempfehlung!
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35 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frischer Wind und zugleich Meilenstein des SciFi-Genres, 17. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: District 9 (DVD)
Worum geht es in 'District 9'?

Seit 20 Jahren schwebt ein gewaltiges Raumschiff über Johannesburg, über eine Million Aliens wurden seitdem in ein eigens geschaffenes Viertel - den sogannten District 9 - eingefercht, und leben dort wie Aussätzige. Nicht nur durch die fortwährende Vermehrung der Aliens, sondern vor allem der vermehrt auftretenden Gewalt zw. den Aliens und der einheimischen Bevölkerung droht die Situation zu eskalieren. Die MNU, zweitgrößter Waffenhersteller der Welt, die seit Jahren verzweifelt versucht sich die Alien-Technologie mitsamt Waffen zu Nutzen zu machen, leitet eine Art Räumungskommando ein - eine Evakuierung von knapp 2 Millionen Aliens in ein 'Konzentrationslager', 200km außerhalb von Johannesburg.

Während der Evakuierung kommt Wikus van de Merwe, Leiter des Kommandos, in Kontakt mit einer Aliensubstanz. Die Folgen? Wikus' DNA vermischt sich mit der Alien-DNA, was eine Transformation zur Folge hat; Wikus mutiert allmählich zum Alien. Gleichzeitig ist er somit der einzige Mensch auf Erden, der in der Lage ist, die Alien-Waffen zu bedienen; er wird zum wertvollsten und meistgesuchten Objekt der Welt. Auftakt einer mehrtägigen Odyssey durch Johannesburg.

...

Am erstaunlichsten ist vielleicht, daß das ganze Szenario in jeder Filmsekunde absolut realistisch und glaubwürdig daherkommt. Zum einen liegt das am besonderen Stil des Films, die gekonnte Vermischung von Dokumentation und Handkamera, immer wieder unterfüttert mit Interviewschnipseln. Alles wirkt authentischer, dreckiger, realer, als es mit einem Hochglanzlook möglich gewesen wäre. Wer Handkamera inklusive verwackelter Bilder und stakkatoartige Schnittfolgen nicht ab kann, sollte diesen Film tunlichst meiden.

Bemerkenswert auch der scheinbar schwebende Übergang vom reinem Dokumentarfilm zum knallharten Actionfilm am Ende. Nimmt man aber erst nach dem Abspann so richtig wahr, denn während des Films wird einem keine Verschnaufpause gegönnt. Bereits mit den anfänglichen Szenen wird eine bedrohliche Stimmung geschaffen, der Zuschauer erfährt in kurzer Zeit per rasch aneinander gereihter Infohappen Unmengen an Wissen, und dann wird das Tempo gnadenlos angezogen.

Disctrict 9 ist jedoch kein stumpfer Actionfilm, Dokumentar-Stil hin oder her, sondern überzeugt durch ein erstaunlich tiefgründiges Drehbuch. Ständig präsent ist das Thema Apartheid, ohne daß mit dem Holzhammer zu Werke gegangen wird. Die Aliens sind keine bloßen Schießbudenfiguren, sondern intelligente, fühlende Wesen, die oft wehrlos der menschlichen Brutalität in all ihren Facetten ausgeliefert sind.

Wikus ist weder sonderlich sympathisch, noch unsympathisch, zumindest ist einem sein Wohlergehen anfangs ziemlich egal. Im Laufe der Geschichte ändert sich das freilich, wobei angemerkt werden muss, daß Wikus seinem Charakter immer treu bleibt, und auch auf eine allzu kitschige Wandlung verzichtet wurde. Mit beeindruckender Intensität verkörpert wird die Figur von dem bis dato völlig unbekannten Südafrikaner Sharlto Copley. Mühelos trägt er von der ersten bis zur letzten Minute den ganzen Film auf seine Schultern.

Die visuellen Effekte sind immer überzeugend. In Zeiten, da Filme ähnlichen Kalibers zw. 150 und 200 Mio. Dollar Budget veranschlagen, kann man sich nur darüber wundern, wie Regisseur Blomkamp und Produzent Peter Jackson es angestellt haben, mit einem Budget von gerade einmal 30 Mio., solche Bilder auf die Leinwand zu zaubern.

District 9 ist ein packender, rasanter Sci-Fi-Film, der unter dem Actiongewand erfreulich tiefgründig daherkommt, und viel Stoff zum Nachdenken liefert. Vor allem aber ist er in jeder Hinsicht ungewöhnlich; und steht erstmal bis auf Weiteres in dem breiten Feld der Sci-Fi-Filme für sich allein da.
Am erfreulichsten fand ich die Konsequenz, mit der die Handlung vorangetrieben und zu Ende gebracht wurde. Keine Kompromisse, keine Zugeständnisse an den Zuschauer, kein plötzlich erhellendes Licht in der Finsternis. Und trotz allem auch ein wenig Hoffnung.

Die letzte Einstellung des Films ist von solcher Wucht, daß sie zumindest mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Großartig!
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungewöhnlich, aber ungewöhnlich gut, 3. November 2009
Rezension bezieht sich auf: District 9 (DVD)
Ich kann nicht sagen, dass ich ein Fan von Splatter-Movies bin, und bei Peter Jackson kommt man häufig nicht drum herum, sich mit einigen filmtechnischen Eigenartigkeiten befassen zu müssen, die demjenigen, der schon zusammenzuckt, wenn er nur davon hört, dass sich jemand ein Bein gebrochen hat, arg zu schaffen machen.
So gings mir: Die ersten zwanzig Minuten habe ich mich gefragt, warum ich diesen Film sehen sollte und warum ich mir spritzendes Blut und brechende Knochen antun muss. Und dann... nahm der Film mich gefangen.
Wie bring ich's auf den Punkt, ohne den Plot zu verderben?
Vielleicht mit Fragen:
Was ist es, was uns an Gleichartigen anzieht,
was ist es, das uns bei Andersartigen abstößt?
Was braucht es, um das Eine in das Andere zu verwandeln?
Darum geht es meiner Ansicht nach in diesem Film, und genau das ist unglaublich intelligent umgesetzt. Okay, diesen Film sollte man seinen Kindern nicht zeigen, aber wenn man mal sehen will, wie sich Sympathie wandelt und von welchen oftmals Kleinigkeiten sie abhängig, der sollte sich das unbedingt anschauen. Aus solchem Material ist Freundes- wie auch Feindespropaganda, und Peter Jackson führt minutiös und mit höchstem Fingerspitzengefühl vor, wie es geht.
Absolut empfehlenswert trotz spritzendem Blut :)
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District 9 [Blu-ray]
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