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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die meisterhafte Quintessenz des AYREON - Universums
Sodann meine Meinung - ich hab mich seit ewiger Zeit mal wieder zu einer Kritik hinreissen lassen...
Tracklist:
CD1:
Day One: Vigil
Day Two: Isolation
Day Three: Pain
Day Four: Mystery
Day Five: Voices
Day Six: Childhood
Day Seven: Hope
Day Eight: School
Day Nine: Playground
Day Ten: Memories
Day Eleven:...
Veröffentlicht am 26. Mai 2004 von valacar1928

versus
13 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Oberflächliche Musikmixtur
Das Album wurde mit einer grossen Werbemaschine gestartet und traf überall auf Wohlwollen. Inhaltlich enttäuscht das Hype-Album: es besteht zu 80% aus monotonen Keyboardflächen und Gesangsteilen. Die Gitarrenarbeit beschränkt sich auf wenige geniale Momente und ist wenig progressiv. Sie besteht im wesentlich aus Schrammelgitarren, die minutenlang einen...
Veröffentlicht am 14. Juni 2004 von everlate


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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die meisterhafte Quintessenz des AYREON - Universums, 26. Mai 2004
Sodann meine Meinung - ich hab mich seit ewiger Zeit mal wieder zu einer Kritik hinreissen lassen...
Tracklist:
CD1:
Day One: Vigil
Day Two: Isolation
Day Three: Pain
Day Four: Mystery
Day Five: Voices
Day Six: Childhood
Day Seven: Hope
Day Eight: School
Day Nine: Playground
Day Ten: Memories
Day Eleven: Love
CD2:
Day Twelve: Trauma
Day Thirteen: Sign
Day Fourteen: Pride
Day Fifteen: Betrayal
Day Sixteen: Loser
Day Seventeen: Accident?
Day Eighteen: Realization
Day Nineteen: Disclosure
Day Twenty: Confrontation
DVD:
- 45 minütiges "Behind the scenes" (sehr informativ, aber auch lustig)
- 3 minütiges "Concept" + Outtakes (selten so gelacht!)
- Ayreon-Story
- Drums (Ed Warby)
- Video zu "Love"
- Teaser zu "THE"
Sänger:
"Me" - James LaBrie
"His Wife" - Marcela Bovio
"His Best Friend" - Arjen Anthony Lucassen
"Fear"-Mikael Aekerfield
"Reason" - Eric Clayton
"Love" - Heather Findlay
"Passion" - Irene Jansen
"Pride" - Magnus Ekwall
"Pain" - Devon Graves
"Rage" - Devin Townsend
Instrumente: Ein unüberschauberes Potpourrie - diverse Gitarren, Synthies, Keys, Hammond, Didgeridoo, Flöten, Cellos, Geigen - ich habe allerdings keinen Dudelsack gehört!
Arjen Anthony Lucassen hat mit "The Human Equation" meiner Meinung nach seinen bisher besten Output veröffentlicht - "Into the electric castle" eingeschlossen!
Auf der "Haben"-Seite steht zunächst das wohl durchdachte Story-Konzept: Ein erfolgreicher Geschäftsmann verunglückt am hellichten Tag auf völlig freier Straße mit seinem Auto und fällt - trotz geringer physischer Verletzungen in ein Koma. Seine Ehefrau und sein bester Freund harren neben seinem Bett aus und versuchen, ihn den Weg zurück zu geleiten.
Soweit, so banal, mag man jetzt denken. In der Tat scheint das Konzept zunächst nicht anspruchsvoller, als die abstrusen Fantasy-SciFi-Storys von "ITEC" und "Universal Migrator" - doch ähnlich wie auch bei "Into the electric castle" ist es weniger die Reise, sondern mehr die Ebene des emotionalen Konflikts, die die Story interessant macht.
"Auf sich selbst zurückgeworfen" und "in sich gefangen" findet sich der Mann in seinem eigenen Unterbewusstsein wieder, wo er mit den verschiedenen positiven und negativen Emotionen und den Erinnerungen seines Lebens konfrontiert wird... . Was folgt ist ein Aufarbeiten der Vergangenheit und ein Kampf der verschiedenen Gefühle, an dessen Ende die Frage um das Erwachen des Schläfers steht...
Über die Erinnerungen und das Ende selbst will ich nicht zu viel verraten, deswegen schweige ich hier.
Zum musikalischen:
Das Album ist in zwanzig Songs unterteilt, die jeder einen Tag des Komas repräsentieren und unter einem bestimmten Motto stehen - häufig die Erinnerungen des Mannes, manchmal die Gedanken seiner Frau und des Freundes, ein andermal seine Emotionen.
Zu den einzelnen Sängern, die die verschiedenen Charaktere und Emotionen verkörpern:
"Me", der Mann selbst wird von Dream Theaters James LaBrie dargestellt, der auf diesem Album die beste Gesangsleistung darbringt, die ich jemals von ihm gehört habe. Vor allem seine weiche, warme und volle Stimme dominiert - so habe ich ihn am liebsten, aber er hat auch öfter die Gelegenheit, wieder hohe Töne anzuschlagen, was ihm hier sehr gut gelingt. Charismatische und souveräne Performance - Kompliment!
Opeths Mikael Aekerfield darf als "Fear" ran. Seine Einsatz war für mich zunächst teilweise etwas ungewohnt, was sich aber schnell revidierte. Er singt schlicht fantastisch, mit seiner warmen, stimmgewordenen Melancholie - und auch "Angst" vermag er mit seinen Growls, die allerdings sehr sparsam eingesetzt wurden exzellent zu vermitteln. Seine Performance ist so gut wie bei Opeth - das Umfeld allerdings völlig anders. (Auf der DVD beweist er sich außerdem als Mensch mit einem extraordinären Humor!)
Devon Graves dürfte vielen als Sänger von Dead Soul Tribe und Psychotic Waltz ein Begriff sein. Bisher leuchtete mir die Brillanz dieses Sängers kaum ein, obwohl ich ihn für gut hielt. Das hat sich mit diesem Album geändert. Er verkörpert "Pain" und ist eine der dominierendsten Stimmen des Albums - mal zerbrechlich, mal schmerzlich, mal voller Kraft. Das fällt einem stellenweise gar nicht auf, denn seine Stimme ist so variabel, dass man manchmal gar nicht merkt, dass es wieder dieser Ausnahmesänger ist... Toll!
Irene Jansen als "Passion" bietet eine sehr gute Leistung dar und "hängt sich voll rein" - wie sich das für die "Leidenschaft" eben gehört. Als einzige Powersängerin macht sie eine sehr gute Figur und übertrifft ihre Leistungen bei STAR ONE und Gary Hughes.
Mike Baker von Shadow Gallery hat als gewaltätiger "Father" einen einzigen Auftritt in dem Song "Day Sixteen: Loser". Seine Leistung besteht vor allem in einer ungemeinen Lässigkeit und Abgeklärtheit - er ist einfach extrem cool!
Arjen Lucassen selbst spielt die Rolle des "Best Friend" und ehrlich - er ist kein besonderer Sänger. Dennoch - er hat etwas völlig einzigartiges in seiner Stimme und setzt, wie übrigens jeder Sänger auf diesem Album, seine völlig eigenen Akzente. Nebenbei: Neben seiner Performance als "Hippie" in "Amazing Flight in Space" (ITEC) hat er niemals besser geklungen.
Über Devin Townsend muss ich wohl kaum was sagen. Er IST der wahre Zorn, der Hass, die Wut... unbarmherzig, brutal reißt er mit seiner Stimme orkangleich klaffende Wunden - wahrhaftig beeindruckend. Einziger Wehrmutstropfen: Er ist nur auf 3 Songs vertreten - diese sind jedoch allesamt Highlights. (Aber: Was heißt "motion personified alpha"???)
Zu den Sängern, die mir bisher unbekannt waren:
Heather Findlay von Mostly Autumn ist wirklich die fleischgewordene, reine "Liebe" (ohne SEX!). Sie ist ein Engel und veredelt mit ihrer charismatischen, anschmiegsamen Stimme so manchen Song und wird - für den Charakter "Me" wie auch den Hörer selbst - gegenüber all dem Schmerz, der Angst, der Wut zu einem wahren Ruhepol. Ich schätze, ich werde mal Mostly Autumn antesten... (Abgesehen davon ist sie vermutlich eine der schönsten Frauen, die ich je gesehen habe!)
Magnus Ekwall als Pride ist ein Power-Sänger der alten Schule - und ein (beinah!) vollwertiger Ersatz für Russel Allen. Für die, die Russel nicht kennen: Das ist so ziemlich das größte Kompliment, dass ich einem Sänger machen kann. Volumen, Charisma, Technik - alles stimmt, und er trifft sehr gut das Pathos des Stolzes. Auch seine Stammband The Quill werde ich wohl mal antesten...
Eric Clayton von Saviour Machine ist Reason - ebenfalls eine der dominierendsten Stimmen des Albums. Seine tiefe, dramatische, opereske Stimme jagt einem ein ums andere Mal Schauer über den Rücken. Was soll ich sagen? Der Mann ist wie ein tiefer Brunnen. Erwähnte ich, das ich Saviour Machine mal antesten werde?
Zuletzt Wife - die Frau des Kranken. Sie wird von der bisher unbekannten Marcela Bovio aus Mexiko gesungen. Mir ist schleierhaft, wie sie so lange versteckt bleiben konnte, bis Arjen sie entdeckt hat. Ich würde sie in etwa in der Gesangsriege (und auch stilistisch und von den Farben ihrer Stimme her) in einer Liga mit Annekke van Giersbergen ansehen. In ihr vereinen sich Trauer, Liebe und sogar ein Schuss Erotik, wenn sie kraftvoll oder beinah hauchend das Mikro zur Hand nimmt. Riesenkompliment.
Was noch? Die Stimmen sind allesamt absolut einzigartig und für ihre jeweiligen Charaktere exzellent ausgewählt. Die Rollen wirken ihnen ausnahmslos wie auf den Leib geschneidert. Aber ihre wahre Kraft entfalten sie erst - und hier ein Riesenlob an Arjen - im Dialog mit den anderen. Im Gegensatz zu "Universal Migrator" hat Arjen das Konzept der Dialoge und des "Gegeneinander-Singens" wieder ausgegraben und im Vergleich zu "Into the electric castle" noch verfeinert. Das macht diese Platte zum gesanglich in ihrer Bandbreite besten Album, das ich kenne. Ich spare mir die Superlative: Wer Ohren hat, der höre!
Bei soviel Schwärmerei über die Sänger sollten die Songs nicht vergessen werden. Von "moderat-komplex" [Isolation, Pain, Trauma, Voices, Confrontation] (etwa das Niveau von Spock's Beards 10-Minütern, auch komplexere Songs von Treshold sind ein Vergleich) über "verträumt-balladesk" (Sign) und absolut abgedreht [Loser!!] bis "auf den Punkt rockig" [z.B. Pride, Accident] wird hier mal wieder die ganze Bandbreite von "Symphonic-Space-Folk-Psych-Prog-Classic Hippie-Metal-Rock". Dabei versteht Arjen es wie sonst beinah nur Steven Wilson oder die Jungs von Threshold in ihren wirklich guten Songs, Ohrwürmer zu schaffen, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen - die Melodien sind große Klasse, ohne zu aufdringlich oder banal zu werden (Ausnahme vielleicht "Hope", aber selbst da bin ich mir nicht sicher - außerdem sind's grad mal 3 Minuten).
Die Variabilität, die die Kompositionen schon anlegen, wird durch die Instrumentierung bestärkt. Neben den typischen AYREON-Trademarks (warme-spacige Analog-Synthies, krachende, klassische Gitarren, jede Menge Folk durch Akkustik und Querflöte) kommen diesmal auch verstärkt klassische Instrumente (und sogar ein Didgeridoo!) zum Einsatz, was dem Album einige neue Klangdimensionen hinzufügt, ohne das man vergisst, das es AYREON ist. Arjen selbst hat ein paar inspirierte Moment an der Leadgitarre in bester "Castle-Hall-Manier", und für zünftige Tasten-Soli sorgen Joost van den Broek, Oliver Wakemann, Martin Orford und Ken Hensley (grandioses Hammond-Solo in "Loser"). An den Drums gibt AYREON-Veteran Ed Warby eine äußerst solide Leistung - er spielt variabel, nie aufdringlich, und alles andere als langweilig... erneut mein Verweis auf "Loser".
Bezüglich der Qualität der Songs möchte ich noch folgendes vermerken:
Die Highlights sind beste AYREON-Klassiker ihres jeweiligen Schlages, und es sind einige davon vertreten. Hier seien das bombastisch-orchestrale "Isolation", das im Leadriff an Mission:Impossible erinnernde "Pain", sowie "Sign" als Ballade (allerdings ein gewisser Klau bei "Valley of the queens"!) und das verrückte "Loser" (ja, schon wieder!) genannt. Noch besser: Das ist eine ziemlich willkürliche Auswahl! Genauso gut könnten dort "Mystery", "Voices" "Childhood", "Trauma", "Accident" oder "Confrontation" stehen können, und auch "Love" hält das Niveau (auch wenn ich es als überproduziert empfinde, woran ich mich inzwischen gewöhnt habe).
Und die Lucassen-typischen Low-Lights neben den High-Lights? Die gab es doch immer, also auch diesmal? Jein. Als "so richtig banal" , "kitschig" oder schlicht "night gut" empfinde ich keinen einzigen Song - naja, vielleicht "Hope", aber selbst der fällt nicht so stark raus. Die sog. "Low Lights" sind diesmal so wunderbar in's Gesamtkonzept eingefügt und werden durch den grandiosen Gesang so gekonnt kaschiert, dass sie kaum auf- und schon garnicht auf die Nerven fallen.
BRAVO!
Gibt es noch etwas zu erwähnen? Vielleicht das wunderschöne und absolut stimmige Artwork (Jef Bertels hat für AYREON etwa den Status eines Roger Dean oder Storm Thorgerson gewonnen; für die szenische Innengestaltung sorgte Mattias Norén), das mal wieder so ziemlich alles toppt und sich mit den besten Artworks, deren Anblick ich bisher genießen durfte absolut messen kann? Vielleicht die absolut sehenswerte, lustige und informative Bonus-DVD?
Vielleicht, dass ich nach ca. 20 Hördurchläufen behaupte, das dieses Album Abnutzungserscheinungen höchstwahrscheinlich besser widerstehen wird, als jedes andere Lucassen-Album? Wenn ich es Ende des Jahres immer noch eingelegen werde, weiß ich auch das.
Oder vielleicht, das Arjen mit diesem Album imho sein Meisterwerk abgeliefert hat? "Electric Castle" war in diesem Feld lange mein König. Doch nun heißt es - nach Erscheinen von "The Human Equation": Der König ist tot (deswegen darf man ihn trotzdem noch hören!) - lang lebe der König.
Ich zitiere mal hier die Werbung: "Kaufen, Marsch, Marsch!"
Fazit:
Arjen hat das Kunststück vollbracht, sich zu wiederholen, ohne sich zu wiederholen. Will heißen: Das Album ist unverkennbar AYREON, setzt aber viele neue Impulse und Maßstäbe im eigenen Klangkosmos. Es hat alle Stärken früherer AYREON-Alben, und die meisten Schwächen der gleichen wurden konsequent ausgemerzt.
Im Anbetracht der Freude, die mir dieses Album jetzt schon gemacht hat, allerdings vor dem Bestehen des "Test of Time" (wobei ich zuversichtlich bin - den hat schon "Electric Castle" bestanden, und ich halte dieses Album für stärker) vergebe ich für das ästhetische Gesamtwerk (in der Deluxe-Edition) "The Human Equation":
5 Sterne!
(differenzierter: 13/15 Punkten)
Danke.
P.S.:
Dieser Text war eigentlich nicth als Rezi gedacht, ist aber doch eine geworden - wenn einen die Musik mitreißt, laufen die Gedanken schon mal mit...
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt nur einen Gott..., 28. Mai 2004
...und der heißt Arjen Anthony Lucassen! Mit "The Human Equation" hat er seiner Schöpfung einen weiteren wundervollen Teil hinzugefügt. Auf diesem Doppelalbum kommt jeder Rock/Prog/Metal-Fan voll auf seine Kosten. An Abwechslungsreichtum kaum mehr zu überbieten muß sich dieses Album alleine mit Lucassens Überalbum "Into The Electric Castle" messen lassen und wenn es schon nicht gegen diese Göttergabe gewinnen kann, so läuft es doch nach mehreren Durchläufen, die man "The Human Equation" schon gönnen sollte, damit es sich dem Hörer voll und ganz erschließt, ganz klar auf ein Unentschieden heraus.
Egal ob romantisch verträumt, hymnisch, folkig, voll auf die Zwölf, oder Gitarren- und Keyboardfrickelei hier wird alles in (fast) jedem Song geboten, was Ayreon jemals ausgemacht hat.
Beinahe unnötig zu erwähnen, daß die SängerInnen allererste Sahne sind: Dream Theater-Goldkehlchen James LaBrie, Mikael Akerfeldt von Opeth (der auch gerne mal die Death Metal-Sau rausläßt), mein persönlicher Favorit Eric Clayton von Saviour Machine, der mir mit seiner gewaltigen, operesken Stimme immer wieder eine Gänsehaut verpaßt, die wunderschönen Stimmen der holden Damen Heather Findlay, Irene Jansen (bekannt von Lucassens Star One-Tour und -DVD) und Neuentdeckung Marcela Bovio der mexikanischen Band Elfonia, die man wohl dringendst im Auge behalten sollte. Zusätzlich Magnus Ekwall von The Quill (der einzige Power Metal-Sänger auf dem Album), Mike Baker von Shadow Gallery (im göttlich-folkig-proggigen mit einem genialen Hammond-Solo von Uriah Heep's Ken Hensley veredelten "Loser") und natürlich Arjen Lucassen. Über die stimmlichen Qualitäten von Devin Townsend und Devon Graves noch Worte zu verlieren erspare ich mir hier - Götter auf einem Götteralbum.
Die Bonus-DVD ist ebenfalls nicht zu verachten. Zunächst gibt's mit "Inside" ein mehr als informatives und lustiges Making Of, in dem Lucassen himself den Songwritingprozess beschreibt und seine Musiker vorstellt, in "Concept" erklärt er (Überraschung)das Konzept von "The Human Equation", in "Ayreon" läßt er noch einmal seinen musiklaischen Werdegang und die Geschichte Ayreons Revue passieren und für die Schlagzeuger stellt Ed Warby sein Drumkit vor. Zusätzlich gibt's noch ein Video von Day Eleven: Love, das mich nicht so sehr überzeugt hat und den Teaser-Trailer zum neuen Album.
Alles in allem ein Album/Package (die Limited Deluxe Edition ist einfach nur geil), das seinem Preis mehr als gerecht wird.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Meister des Prog-Rock ist zurück - besser denn je!, 29. Mai 2004
AYREON ist eines von vielen Projekten des niederländischen Musikers Arjen Lucassen. Für diese Doppel-CD hat er erneut mehr oder minder bekannte Gaststars zusammengetrommelt, wobei Arjen fast alle Instrumente selbst spielt und hauptsächlich auf Sängerinnen und Sänger setzt.
"The Human Equation" ist, wie beim Prog-Rock fast schon üblich, ein Konzeptalbum. Es geht diesmal um einen Mann, der nach einem Autounfall im Koma liegt. In seinem Kopf spuken geisterhafte Stimmen: "Rage" "Agony" "Pride" "Love" usw.
Seine Frau und sein "bester Freund", die heimlich ein Verhältnis haben, versuchen ihn - vielleicht - ins Leben zurückzurufen.
Musikalisch ist das Doppelalbum komplex, ohne aber allzu verwirrend aufgebaut zu sein. Wunderschöne Folk-Melodien wechseln sich mit harten Rock-Riffs ab. Manche Melodien setzen sich erst nach mehrmaligem Hören fest - dann aber umso intensiver (so zum Beispiel "Day 2: Isolation").
Schnellen Zugang findet man zu den genialen melodischen Tracks wie "Day 6: Childhood", "Day 7: Hope", "Day 13: Sign" oder dem Kracher "Day 16: Loser".
Am Schluß hätte ich mir ein etwas "pompöseres" Finale gewünscht, einen "hymnischen" Schluß, eine Zusammenfassung der musikalischen Themen. So endet diese CD mit "Day 20: Confrontation" aber relativ belanglos.
Was für ein Aufwand hinter Allem steckt, kann man auf der beiligenden DVD betrachten. Es gibt es ausführliches "Making Of" mit Vorstellung der Gastsängerinnen und Sänger, ein Video der Single "Day 11: Love" und diverse kleine Filmchen (insgesamt rund 65 Minuten lang). Prima.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grandios mit kleinen Hängern auf CD1, 2. Juni 2004
Von Ein Kunde
Als grosser Fan der bisherigen Alben Ayreons habe ich mich sehr auf das neue Album gefreut, und wurde dann auch nicht enttäuscht. Wie ihr aus den anderen Rezensionen entnehmen könnt handelt es sich hierbei um ein Konzeptalbum mit verschiedenen Gastsängern.
Die Gastsänger sind wie immer bei Ayreon sehr gut gewählt und decken ein breites Spektrum von Gothic über Folk bis zur Rockröhre ab. Sehr abwechslungsreich und sehr schön.
Mir gefallen Devon Graves, Mikael Akerfeldt und Eric Clayton besonders gut, die anderen SängerInnen machen ihren Job jedoch auch überzeugend, sogar James La Brie gefällt mir diesmal. Hier ist also alles in Butter.
Die Songs sind durch die Bank weg gut bis grandios, wobei sich vor allem auf der ersten CD ein paar arg vorhersehbare und etwas langweilige Songs eingeschlichen haben (Mystery, Voices, Hope, Memories), diesen stehen aber grandiose Songs wie Isolation, Pain, Childhood, School und Love gegenüber, welche die erste CD dann doch zu einer ausgewogenen Sache machen. (4 Sterne)
Die zweite CD ist besser und verfügt wiederum über einige echte Kracher (Trauma, Sign, Pride, Loser, Accident?), jedoch über keinen Durchhänger. (5 Sterne)
Die Wertung für das Gesamtwerk liegt also irgendwo zwischen vier und fünf Sternen für mich. Was dem Album jedoch fehlt ist die Atmosphäre eines "Into the Electric Castle". Dies und die Wiederholung einiger schon bekannter Ideen auf der ersten CD gaben dann letzlich auch den Ausschlag für die Vierer-Wertung.
Insgesamt ist dies also eine sehr, sehr schöne, komplexe, abgefahrene und interessante CD, die man sich guten Gewissens zulegen kann. So eine Mischung aus Musikstilen, die immer schlüssig ist wird einem schliesslich nicht alle Tage geboten.
Die Aufmachung ist, wie immer bei Ayreon, absolut edel und mit einem geilen Artwork versehen. Also was lest ihr noch, legt euch dieses Album zu, wenn ihr in irgendeiner Form an Prog-Rock, Metal, Independet, Art-Rock interessiert seid, oder einfach nur mal für zwei Stunden einzigartige Musik hören wollt.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk!, 24. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: The Human Equation (Audio CD)
Vier Jahre nach den beiden „Universal Migrator"-Alben erscheint dieser Tage das sechste Album (die „Ayreonauts Only"-Collection aus dem Jahr 2000 mal ausgenommen) aus dem Hause Ayreon. In der Zwischenzeit vertrieb sich Mastermind Arjen Lucassen die Zeit mit dem „Star One-Projekt und brachte u.a. auch ein Live Album mit diversen Ayreon Songs auf den Markt.

Nun ist also sein Hauptprojekt Ayreon wieder dran, mit „The Human Equation" gibts sogar wieder einen Doppeldecker für die Fans ins Herz zu schließen. Im Vorfeld zum Album erschien die Maxi „Day Eleven: Love", die schon einen guten Vorgeschmack auf das Album bot, diesem allerdings im ganzen gar nicht gerecht werden konnte.
Als erstes positiv anzumerken ist, das Lucassen mit „The Human Equation" wieder zu „Into The Electric Castle"-Zeiten zurückkehrt und nicht mehr einzelne Songs einzelnen Personen zuordnet, wie er es bei den beiden „Universal Migrator"-Alben tat. Jeder Sänger taucht also wie bei „Into The Electric Castle" in mehreren Songs auf.

Etwas anderes hätte zu „The Human Equation" auch gar nicht gepasst, gibt es hier doch eine komplexe Story zu erzählen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht „Me", gesungen von Dream Theater-Frontmann James LaBrie. Ein egoistischer Erfolgsmensch, der nach einem Autounfall ins Koma fällt. In diesen Zustand schalten sich allerlei Charaktereigenschaften ein, mit denen es von da an einen Kampf zu führen gilt. Manche sind dem Erwachen des Protagonisten zuträglicher („Love", „Pride"), manche eher weniger („Fear", „Agony"). Die verschiedenen Charaktereigenschaften konfrontieren „Me" mit verschiedenen Ereignissen aus seinem Leben, während dieser erkennt, das er einiges falsch gemacht hat und Leuten schadete. Während der Protagonist also einen inneren Kampf auszufechten hat, können sein Vater, seine Frau und sein bester Freund nur am Krankenbett verweilen, ohne die Möglichkeit des Eingreifens zu haben. Ich möchte jetzt auch gar nicht die ganze Geschichte erzählen, auf jeden Fall kann ich aber sagen, dass Arjen Lucassen hier wieder ein kleines Meisterwerk ersonnen hat.

Das gleiche glückliche Händchen erwies er auch wieder bei der Auswahl der Stimmen, so finden sich unter anderem James LaBrie (Dream Theater), Devin Townsend (Strapping Young Lad), Mikael Akerfeldt (Opeth) und Devon Graves (Dead Soul Tribe, ex-Psychotic Waltz) auf dem Album wieder. Die Eigentschaften „Love" und „Passion" wurden mit weiblichen Sängerinnen besetzt, die gar nicht besser passen könnten. Heather Findlay (Mostly Autumn) hat eine warme, liebliche Stimme, die perfekt geeignet ist, um „Liebe" zu verkörpern, während Irene Jansen mit ihrer kraftvollen Stimme die „Leidenschaft" erklingen lässt. Arjen selbst traut sich auch ans Mikro, er verkörpert den besten Freund des Hauptcharakters. Die Rolle der Ehefrau wird von einer eher unbekannteren Sängerin gesungen. Diese fischte Lucassen aus einer Anzahl von Demotapes, die er aufgrund eines Aufrufes von Fans zugeschickt bekam. Er war so von der Stimmgewalt der Dame beeindruckt, dass er sie aus Mexiko einfliegen lies, um diese Rolle einzusingen.

So brillant diese Sänger im Einzelnen sind, Sangeskunst allein nützt natürlich nichts, wenn das Zusammenspiel nicht funktioniert. Doch dieses funktioniert auch einwandfrei, die verschiedenen Charaktereigenschaften liefern sich Gesangsduelle, sowie auch die menschlichen Protagonisten. Besser hätte Lucassen die Sänger gar nicht wählen können, diese verleihen der Story zusätzliche emotionale Tiefe.

Auch aus der Instrumentalfraktion kann ich nur positives berichten, alles ist vorhanden, was der Fan an Ayreon sowieso schon liebt, allerdings gesellen sich auch neue Sachen dazu. So kann man zum Beispiel in „Day Sixteen: Loser" ein Didgeridoo vernehmen, außerdem spielt Lucassen zum ersten Mal eine siebensaitige Gitarre. Auch Streicher kommen auf dem Album zu regem Einsatz. Komplexe Songstrukturen und schöne Melodien gibt es auch zu Genüge, sodass „The Human Equation" eigentlich nur mit Highlights gespickt ist. Vor allem fällt auf, dass neben einigen thrashigen Passagen auch vermehrt folkige Klänge zu vernehmen sind.
„The Human Equation" verspricht also 103 Minuten abwechslungsreiche Unterhaltung, die man mindestens einmal gehört haben sollte, während man die Lyrics liest. Zwar ist das musikalische Erlebnis alleine schon sehr beeindruckend, allerdings ist es die Story mehr als wert, gelesen zu werden.

Äußert gelungen ist auch die Präsentation des Doppeldeckers: Wie von Ayreon gewohnt, gibt es ein fantastisches Artwork zu begutachten. Da die Reise des Hauptcharakters in Tage unterteilt ist, gibt es auf der zweiten CD auch ein nettes Gimmick. Da diese mit „Day Twelve: Trauma" startet, zieht sich das Intro des Songs über die ersten 11 Tracks der CD, um dann bei 12 letztendlich zu beginnen. Das nennen ich Detailarbeit.

Mir gefällt „The Human Equation" sogar noch einen Tick besser als das bisherige Ayreon-Meisterwerk „Into The Electric Castle". Da dieses schon nahe an der Perfektion war, komme ich als nicht umher für „The Human Equation" die Höchstnote zu verteilen.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein neuer Höhepunkt im Schaffen des Arjen Lucasson..., 27. Mai 2004
Nach 4 langen Ayreonfreien Jahren, unterbrochen durch das ebenfalls sehr starke STAR ONE und das Live-Album, wird Arjen Lucassen wieder mit seinem Hauptprojekt AYREON vorstellig. Wie viel wert er in dieses Projekt legt zeigt sich schon bei der Auswahl der Gastsänger/innen: Diesmal ist nicht der Gärtner der Mörder - sprich Arjen Lucassen hat darauf verzichtet die üblichen Verdächtigen (Kiske, Sammet, Damien Wilson etc.) einzuladen, sondern er hat sich echte Charakterstimmen für "The Human Equation" ins Boot geholt um seinem Werk an Ausdruck zu verleihen.
Zwingend notwendig war dies, denn in den 103 Minuten der Doppel-CD geht es um einen egozentrischen Erfolgsmenschen, der bei einem Autounfall ins Koma fällt. Frau, Vater und bester Freund hocken im Krankenhaus an seinem Krankenbett und bangen um sein Leben. Parallel kämpfen die Charaktereigenschaften Angst, Agonie, Wut, Stolz, Liebe, Vernunft und Leidenschaft um die Vormachtstellung im Kopf des Komatösen.
Und genau hier zeigt sich die Stärke von "The Human Equation": es ist die perfekte Wahl der Stimmen. Wer wäre für Wut schon besser geeignet als Devin Townsend? Welche Stimme könnte besser brillieren als Agonie als Devon Graves (DEAD SOUL TRIBE)? Und wer könnte eindringlicher die Vernunft darstellen als Eric Clayton (SAVIOUR MACHINE)? Genau. Niemand. Und der Rest der Belegschaft steht dem in nichts nach. Manus Ekwall's (THE QUILL) kräftige Stimme ist die perfekte Vertonung für den Stolz, Mikael Akerfeldt (OPETH) nicht minder genial für die Angst. Liebe und Leidenschaft werden von den entzückenden Heather Findlay und Irene Jansen (auch bei STAR ONE dabei) wunderbar wiedergegeben.
Doch auch die Namen der Personen bürgen für Qualität. James LaBrie (DREAM THEATER) als Zweifelnder im Koma macht eine genauso gute Figur wie Mike Baker (Vater, SHADOW GALLERY), Arjen Lucasson (bester Freund) selbst und die mir völlig unbekannte, aber wunderbare Stimme von Marcela Bovio.
Und nebenher steigert sich das Album in immer neue und bis dato unübertroffene und emotionale Gesangsduelle von Agonie und Vernunft, von Wut und Angst, von Liebe und Stolz, aus der "The Human Equation" seine Klasse schöpft. Das Ganze wird dargeboten auf einem ungeheuer breit und komplex geflochtenem Klangteppich, der ebenso alle Härtegerade der Musik abdeckt, wie er Platz lässt für eingängige Melodien und für eben jene komplexe Songstrukturen.
Dementsprechend mangelt es den 103 Minuten Spielzeit dabei natürlich auch nicht an musikalischen Höhepunkten, als da wären 'Day Two: Isolation' mit großartigen Gesangsduell von LaBrie und Eric Clayton, das opulente 'Day Three: Pain' mit einem genialen, von Devin Townsend selbst geschriebenen Schlussakt. 'Day Six: Childhood' ist eine düstere Ballade, die von den beklemmenden Stimmen von Devon Graves und Mikael Akerfeldt lebt. Dazu kommt die mit wunderschönen Melodien versehene Singleauskopplung 'Day Eleven: Love', das harte, abwechslungsreiche 'Day Twelve: Trauma', welches von Akerfeldt's Gegrunze und Clayton's theatralischer Performance getragen wird. Entzückend wird es bei 'Day Thirteen: Sign'. Die mit Flöten und Streichern versehene und von Heather Findlay und LaBrie eingesungen Ballade ist ein echter Ohrenschmaus. 'Day Sixteen: Loser' ist völlig abgefahren. Folkige Strophen von Mike Baker münden in einen harten Refrain von Devin Townsend und werden von aberwitzigen Orgelsoli begleitet.
Den krönenden Abschluss bildet das siebenminütige 'Day Twenty: Confrontation', bei dem jeder Akteur noch mal zum Zug kommt, man mit wunderbaren Gesangsduellen geradezu überhäuft wird und mit einem überraschenden Ende die Story beschließt.
Apropos jeder Akteur. Nicht nur die Sänger leisten hervorragende Arbeit. Ed Warby bearbeitet die Felle in gewohnter Präzision, während Lucassen vor allem bei den harten Momenten auf der Gitarre zu glänzen versteht. Die spacigen, abgefahrenen Keyboards teilen sich Ken Hensley (ex-URIAH HEEP), Martin Orford (IQ), Joost van der Broed (SUN CAGED) und Oliver Wakeman. Entsprechend abwechslungsreich sind die farbenfrohen Tastentöne dabei ausgefallen.
Insgesamt bleibt "The Human Equation" aber ein grandioses Konzeptalbum wie wir es von Ayreon gewohnt sind, das über 100 Minuten musikalischer Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau bietet und keinen Fan der Band enttäuschen dürfte. Im Gegenteil.
Mit diesem Album ist Arjen Lucasson an einen neuerlichen Höhepunkt seines Schaffens angelangt und ich frage mich, ob er diesen bei seinem nächsten Album - das hoffentlich kommt - toppen kann...
"The Human Equation" gibt es in mehreren Versionen. Neben der regulären Doppel-CD gibt es noch eine Special und eine Limited Edition. Beide mit einer Bonus-DVD auf der ein 65-minütiges Special (Behind the scenes, Konzepterläuterung, Story of Ayreon, Ed Warby's Drum, der Video-clip zum release der single „Day 11:Love" und ein teaser-trailer) zu sehen ist und 24-seitigem bzw. 36-seitigem Booklet im Klappschuber respektive im Buchformat.
Der geneigt Leser wird jetzt hoffentlich wissen, was er zu tun habt...
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen WOW!!!, 7. September 2004
Von 
Zwodrey "23" (Böblingen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Hallo,
erstmal vorweg, ich kaufe schon lange hier bei Amazon ein und kann nicht mehr zählen wieviel es bisher war. Trotz dessen habe ich noch nie eine Rezension geschrieben. Doch diese CD hier, nötigt mich quasi schon fast dazu. Ich bin durch Zufall beim stöbern darauf gestossen und hatte zuvor nie was von Ayreon oder Arjen Lucassen gehört. Umso glücklicher bin ich, dass mich der Zufall dahin führte, mir das Album zu kaufen. Denn es war die beste Investition, die ich je in Musik getätigt habe.
Es ist schwer, wenn nicht gar unmöglich, dieses Album in eine Schublade zu packen. ProgRock-Musical? Keine Ahnung, ob es das annähernd trifft. Es ist etwas eigenes, einzigartiges was man hier zu hören bekommt. Ganz grosses, weisses Tennis, könnte man sagen! ;-)
Eine komplette Geschichte, auf die ich nicht näher eingehen muss, als "Musical" verpackt. Jede(r) Sänger(in), es sind deren Zehn, hat eine eigene Rolle. Und dabei handelt es sich nicht nur ausschliesslich um Personen, sondern auch Emotionen (Rage, Love, Passion, etc) bekommen eine eigene Stimme. Durch diesen Umstand, treffen die Sänger auch jeweils in unterschiedlichen Konstellationen aufeinander, was die Sache noch interessanter und vor allem abwechslungsreicher macht. Und so unterschiedlich sie gesanglich auch sind, so perfekt ergänzen sie sich doch.
Musikalisch gibt es hier eine riesige Bandbreite. Handfester Metal, bodenständiger Rock, progressive Einflüsse, Irish Folk, Gothik-Elemente, Uriah Heep- oder Beatles-artige Stücke. Die Liste scheint riesig. Zwanzig Songs, von denen jeder seinen ureigenen Reiz entwickelt.
Ich muss sagen, was der Multi-Instrumentalist Arjen Anthony Lucassen hier abgeliefert hat, ist schlichtweg ein grandioses Meisterwerk!!! Umso trauriger ist es, dass so ein Album keinen großen Bekanntheitsgrad hat und vermutlich auch nie haben wird. Wenn man sich überlegt, wieviele CD's irgendwelche Boygroups verkaufen, die noch nichtmal ansatzweise ein Instrument beherrschen, aber durch irgendeinen 0815-Produzenten gepusht werden, der eben Einfluss und Kohle hat, dann will es einem fast schon schlecht werden.
Jeder der nur Ansatzweise behauptet, er habe Ahnung von Musik, Interesse an Musik und jeder der nicht auf einen einzigen Stil beschränkt ist, der sollte sich dieses Album hier mal näher anschauen, denn er wird es nicht bereuen. Ich bekomme bei jedem durchhören Gänsehaut und muss teilweise sogar die eine oder andere Träne verdrücken, so ergreifend wird hier Musik zelebriert.
KAUFEN!!!
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5.0 von 5 Sternen Neue Wege, 15. Juni 2004
Endlich habe ich auch das neueste Meisterwerk von Ayreon in meiner Sammlung. Nachdem ich mich ein paar Stündchen damit beschäftigt habe, komme ich nur zu einem Schluss: Absolut genial! Wieder einmal hat es der Meister geschafft etwas zu erschaffen, was in dieser Form noch nie dagewesen ist. Wer Irish-Folk mit Trashmetal vereinen kann, dem gehört jeder Respekt. Jeder Sänger spielt seine Rolle in absoluter Perfektion und jede Zeile wirkt absolut glaubwürdig.
Sicherlich erschließt sich die ganze Variation der Melodien nicht beim ersten Hören, aber das Werk hat einen immensen Tiefgang, den ich seit "The Wall" nicht mehr erleben durfte. Einfach nur der absolute Hammer. Wer da eine schlechte Bewertung abliefert, dürfte wohl dieses Meisterwerk nur mal so im Vorbeigehen durchgezappt haben. Vieles klingt zwar erstmal etwas wild, aber es folgt einem grandiosem Konzept. Der Schluss hat mich sogar zum Lachen gebracht.
Ich finde es wirklich toll, dass sich Ayreon nicht einfach nur auf altbewährten Pfaden bewegt hat, sondern neue Sachen ausprobiert hat und so kann man einfach nur sagen: Dieses Doppelalbum ist einzigartig. Wo "Star One" neue Wege beschritten hat, geht "The Human Equation" noch weiter. Wer allerdings etwas Ähnliches erwartet, wie bei "Into The Electric Castle", der liegt bei diesen Scheiben völlig daneben. Der Gesang ist deutlich in den Mittelpunkt gerückt. Die Ellenlangen Soli sind nicht mehr so häufig anzutreffen, dafür sorgen die Sänger für absolute Kurzweile. Textuell ist diese CD ebenfalls ziemlich abgefahren und ist ein einfaches Highlight. Was soll man noch weiter sagen? Für Ayreon-Fans natürlich ein Muss, für Neu- und Quereinsteiger ein grandioses Beispiel, dass es immer noch grandiose Musik gibt.
Von mir gibt es 5 Punkte (mehr geht leider nicht). Mein Tipp ist: Nehmt die CD, hört die Musik und lest den Text nebenher. Es ist fantastisch!
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5.0 von 5 Sternen Letztendlich eine Sache des Geschmacks..., 8. Juli 2004
Und darüber lässt sich ja bekanntlich streiten, aber was Master Arjen hier wieder einmal abliefert ist einfach genial. Habe mich in diese Scheibe auch erstmal reinhören müssen, da ich anfangs an den Sound von "Into the Electric Castle" gewöhnt war. Nachdem man sich aber erstmal ein bisschen mit der Musik beschäftigt hat, lässt sie einen (mich) definitiv nicht los und ich nudele das Album nun schon seit drei Tagen mindestens einmal am Tag durch - am besten mit Kopfhörern in stockdunkler Nacht, da kommt der sphärische Sound am Besten. Betreffs der Story lasse ich den Meister selbst sprechen: "No more Knights and Castles, it all happens in the Protagonist´s Mind" - ein genialer Einfall, muss man sagen. Solche Fantasie und Arbeit mit dem Album gehört belohnt, zudem gibts noch ne wirklich informative DVD dazu und die Musik ist gewohntermaßen extrem abwechslungsreich: Fünf Sterne! Aber wie gesagt, letztlich bleibt es eine Frage des Geschmacks, ob man die Musik von Ayreon mag oder nicht, reinhören sollte man aber auf jeden Fall, Fans können bedenkenlos zugreifen. Alle Hasser dieses Albums haben meiner Meinung nichts veratanden, wenn sie sich über den manchmal etwas wenigen Gitarrensound beschweren; einen richtigen Künstler macht eben auch aus, dass er neue Wege beschreitet und die Herausforderung sucht, anstatt sich ewig selbst zu kopieren um damit die immer gleiche ewig gestrige Klintel zu bedienen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut Gänsehaut!, 3. Juni 2005
Das erste mal das ich etwas von Ayreon gehört hatte war im Auto meines Freundes, der gerade lautstark "Day eleven: Love" von "The Human Equation" spielte.
So kam eins zum anderen; ich habe ihn übers Lied und den Macher ausgefragt und jetzt habe ich alle Scheiben von Ayreon. Anfangs dachte ich es wäre eine Art "Nightwish" oder "Within Temptation", doch "Day eleven: Love" ist nur eine Richtung von vielen auf diesem Meisterwerk.
Lucassen hat es geschafft eine Geschichte zu erzählen die, egal wie oft man sie hört, nie langweilig wird. Solch eine Abwechslung von Stylen ist unglaublich, genau so wie die Künstler die sie sehr erfolgreich rüberbringen. Man kann die Musik als wunderschön und warm bezeichnen, und zugleich als aggressiv und hart, denn sie ist all dies.
In meinem ersten Hörgang durch die beiden CDs des Albums hatte ich das Gefühl dass ich meine Gänsehaut nie mehr loswerden würde, bereits bei "Day two: Isolation" war ich überwältigt.
Doch nicht nur musikalisch ist diese Limited Edition Box sehr überzeugend, sondern auch die DVD und die Aufmachung der Box sind grossartig. Auf der DVD gibt es alles was man sich nur wünschen kann: Das "Making Of", sehr interessant dargestellt, und noch andere nette Kleinigkeiten die attraktiv sind, wie zum Beispiel das Konzept von "The Human Equation" oder das Musikvideo zu "Day eleven: Love".
Das Aussehen der Box ist sehr liebevoll gestaltet. So sieht sie aus wie ein Buch und hat auch das Booklet so integriert, zwischen CDs und DVD. Nicht nur die kompletten Lyrics auf hochqualitativem Glanzpapier inklusive impressionanter Artworks sind hier enthalten, sondern auch Interviewausschnitte mit Lucassen über die Künstler u.a.
Fazit: Sehr empfehlenswert, und wie bereits erwähnt, nicht nur für Metal-fans!
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