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am 19. Dezember 2008
Im Bahnhof von Sevilla beobachten im Schnellzug nach Paris die Fahrgäste, wie ein distinguierter älterer Herr kurz vor Abfahrt des Zuges einer jungen Frau auf dem Bahnsteig einen Eimer Wasser überschüttet. Später im Abteil versucht der reiche Pariser Geschäftsmann, seinen überaus neugierigen Mitreisenden die seltsame Tat zu erklären: Vor einiger Zeit kam die attraktive Spanierin als Hausmädchen in seine Pariser Wohnung. Bereits in der ersten Nacht versuchte er, sie zu verführen, doch sie wies ihn zurück und war am nächsten Morgen verschwunden. Später traf er sie zufällig bei ihrer Mutter wieder. Er versuchte, die beiden Damen durch Geschenke für sich einzunehmen, und erreichte sogar, dass die Tochter zu ihm in die Wohnung zog. Nachts im Bett jedoch fand er sie mit einem unlösbar verknoteten Korsett gepanzert. Zwischen Hoffnung und Resignation verstrickte er sich immer tiefer in seine Obsession. In einem Anfall von Eifersucht warf er sie dann eines Tages aus dem Haus, doch all seine Anstrengungen, sie zu vergessen, scheiterten. Einige Zeit später entdeckte er sie in Sevilla wieder, wie sie nackt vor japanischen Touristen Flamenco tanzte. Sie machte ihm erneut Hoffnung, und er glaubte sie schließlich ganz für sich gewonnen zu haben, als er ihren Wunsch nach einem eigenen kleinen Haus erfüllte. Doch wurden seine Qualen damit auf die Spitze getrieben: Sie verweigerte ihm einen Schlüssel zu ihrem Haus. Derart gedemütigt, blieb ihm nur, durch die verschlossene Gittertür das Liebesspiel zwischen ihr und ihrem angeblichen Liebhaber mit anzusehen.

Das letzte, allegorische Werk - das Leben: eine Reise - des damals 77-jährigen Spaniers Luís Buñuel erweist sich als eine formal wie gedanklich äußerst komplexe Konstruktion. Politischer Kampf (in die Handlung spielt eine anarchistisch-terroristische 'Revolutionäre Kampfgruppe vom Kinde Jesu' hinein) vermischt sich mit dem in den Klassenkampf integrierten Kampf der Geschlechter. Der Film basiert auf dem 1898 erschienenen Roman »La femme et le pantin« des französischen Erzählers Pierre Louys (1870-1925), der zuvor unter dem Titel »Der Teufel ist eine Frau« von Josef von Sternberg mit Marlene Dietrich (USA 1935) und danach unter dem Titel »Ein Weib wie der Satan« von Julien Duvivier mit Brigitte Bardot (Frankreich 1958) verfilmt worden war. Buñuel jedoch verleiht mit seiner Neuverfilmung 1977 der Geschichte einen anderen Akzent: Die Frau ist ein nur vordergründig grausames Wesen. Vielmehr wehrt sie sich mit ihren Mitteln gegen die Besitzansprüche des Mannes, die dieser auf Grund seiner sozialen Stellung als gerechtfertigt ansieht. »Geld und Geilheit kämpfen die alte Schlacht gegen Armut und Anmut - ein ungleiches Gerangel, das die vermeintliche Macht der Männlichkeit und der Moneten einer lächerlichen Erniedrigung preisgibt«, urteilte der 'Spiegel'. Die Rolle der jungen Frau besetzte Buñuel gleich mit zwei Schauspielerinnen: Die zarte Erotik der gerade 20-jährigen Französin Carole Bouquet und die unverblümten Reize der 23-jährigen Spanierin Ángela Molina verbinden sich perfekt zu einem komplexen, widersprüchlichen Charakter. Die Rolle des Mannes in ihrer bizarren Lächerlichkeit wird von dem Spanier Fernando Rey überzeugend verkörpert. So gelingt Buñuel eine brillant und mit leiser Ironie inszenierte Demaskierung bourgeoisen Bewusstseins und Verhaltens.
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am 3. Mai 2011
In seinem letzten Film widmet sich Luis Bunuel einem selbstgefälligen Snob, der seine ungestillte erogene Lust partout nicht befriedigen kann, weil ihn das obskure Objekt seiner Begierde, die bildhübsche 18-jährige Andalusierin Conchita, in einem ewig fortwährenden neckischen Katz-und-Maus-Spiel erst in Versuchung führt, um sich seinem nonchalanten Charme dann doch immer wieder mit gespenstischen Kapriolen zu entziehen, und so zu einem Musterstück einer verführerischen Femme Fatale zu werden, die mit ihren makabren Scherzen die spießbürgerliche Welt ihres Opfers gezielt aus den Fugen hebt. Dabei beginnt der Film gleich mit seinem Ende und wir werden Zeugen, wie der wohlhabende Geschäftsmann Mathieu Faber völlig entnervt eben jener Conchita, die ihm auf einem Bahnsteig nachläuft, aus einem stehenden Zug heraus einen Eimer Wasser mitten ins geschundene Gesicht schüttet. Was diesem lieblosen Akt vorausgegangen ist, erzählt er in den folgenden knapp 100 Minuten im Abteil den erstaunten Fahrgästen, die den Rest des Films damit verbringen, einer absurden Geschichte über die amüsante Jagd nach dem schönen Geschlecht zuzuhören.

Alles beginnt auf ganz klischeehafte Art, als Conchita ihre Stellung als Dienstmädchen bei Mathieu antritt, der sich trotz seines gesetzten Alters von der unwiderstehlichen Schönheit sexuell angezogen fühlt, bis er sich ihr auf zudringliche Weise nähert, woraufhin die grazile Jungfrau über Nacht spurlos verschwindet. Bei einem geschäftlichen Aufenthalt in der Schweiz wird Mathieu scheinbar zufällig in einem Park von einer Jugendbande überfallen und ausgeraubt. Zu seiner Überraschung bringt ihm ausgerechnet Conchita die gestohlenen 800 Franc zurück. Beide kommen sich näher, wobei Mathieu allmählich beginnt, die unzähmbare Widerspenstige mit Geld an sich zu binden, indem er kulant die Schulden ihrer mittellosen Mutter begleicht. Als er glaubt, Conchita soweit zu haben, sich gefügig zu machen, verschwindet sie erneut, um ihm einige Zeit später in Paris an der Garderobe eines Restaurants aufs weitere Mal schicksalhaft über den Weg zu laufen. Nun gibt sich Conchita vertrauter und zugänglicher, sogar so sehr, dass sie Mathieu gewährt, nachts in ihr Bett zu steigen, wo er kurz vor dem verheißungsvollen Ziel auf einen gordisch verschnürten Hüfthalter an ihrem Unterleib trifft, der ähnlich einem Keuschheitsgürtel Mathieus obszöne Annäherungsversuche erneut kläglich zum Scheitern verurteilt. Als Conchita bei ihm einzieht und eben jenen zwielichtigen Gitarrenspieler in der Villa versteckt, der Mathieu in der Schweiz noch ausraubte, reißt ihm endgültig der Geduldsfaden, so dass er völlig verzweifelt seine Beziehungen in die höchsten Kreise spielen lässt, um die zickige Spanierin mitsamt ihrer Mutter unter fadenscheinigen Begründungen von den Behörden aus Frankreich ausweisen zu lassen, und sich so von seinem unstillbaren Verlangen nach ihr zu befreien. Doch bei einem Urlaub in Sevilla wird die nächste Runde eingeläutet. Conchita arbeitet nun als Tänzerin, wobei Mathieu heimlich dabei zusieht, wie sie vor asiatischen Touristen einen splitterfasernackten Flamenco zur heißblütigen Sevillana-Folklore aufs Parkett legt. Dennoch schenkt er ihr gönnerhaft den Schlüssel zu einem Haus. Sie "dankt" es ihm, indem sie ihn aussperrt und hilflos durch ein verriegeltes Gittertor dabei zusehen lässt, wie sie sich mit ihrem ständigen Begleiter, dem ominösen Musikanten, hemmungslos vor Mathieus schmachtenden Augen liebt.

Sind all diese Geschehnisse wirklich nur dem Zufall geschuldet oder spielt hier ein ganz ausgekochtes Biest virtuos die Klaviatur der sexuellen Manipulation, um so einen alternden Witwer aus der Oberschicht, der dem großbürgerlichen Trugschluss erliegt, dass alles im Leben käuflich sei, abgrundtief lächerlich zu machen, weil dessen Drang, Conchita um jeden Preis über den Coitus für sich körperlich besitzen zu wollen, schließlich zur besessenen Sucht wird, die ihn gezielt in den gnadenlosen Unverstand treibt? Dass es sich doch nicht um Zufälle handelt, suggeriert der Film selbst, indem die Handlung immer wieder ganz nebenbei von Sabotageakten begleitet wird. Ein Elektrizitätswerk explodiert, ein Terroranschlag sorgt für einen Stau, Radiodurchsagen warnen permanent vor radikalen Gruppen, so dass immer der Ton des Subversiven unterschwellig mitschwingt, sogar bis in die weibliche Hauptfigur hinein. Denn Conchita wird abwechselnd gleich von zwei Schauspielerinnen verkörpert, wobei Carole Bouquet die kühle Intellektuelle mimt und Angela Molina als aufmüpfiges, impulsives Satansweib in Erscheinung tritt. Die Darstellerwechsel vollziehen sich fließend und unvorhersehbar, oft sogar innerhalb einer Szene. So sieht man wie die doppelte Conchita in Gestalt von Carole Bouquet ins Bad geht, um als Angela Molina zurückzukehren, was von Mathieu stets unbemerkt bleibt, so dass es rein hypothetisch ist, warum er eigentlich so sehr an ihr hängt. Zumal Conchita alles in einem repräsentiert: braves Dienstmädchen und sündige Stripperin, madonnengleicher Engel und umtriebiger Teufel. Ihre faszinierende Strahlkraft verliert sie aber nie und eben diese personifizierte Doppelbödigkeit wird zum Sinnbild des Obskuren, der weiblichen Unerreichbarkeit, deren Tiefen sich Männern nie vollständig erschließen werden und hier in Form einer ständig wechselnden Äußerlichkeit sichtbar zu Tage treten. Bunuel legt mit diesem raffinierten Besetzungstrick Mathieu auch beiläufig in den Mund, dass für ihn die Frau in seinem triebhaften Begehren objektivierbar ist. Mit Geld und versprochenen Wohlstand versucht er Macht über Conchita auszuüben, die ihrerseits dagegen aufbegehrt, um selbst die dominante Rolle einzunehmen, indem sie ihm mit der hohen Kunst der Lüge die unerlöste Lust an ihrem Körper verweigert und ihn so zu einem hörigen Sklaven ihrer fatalistischen Aura macht. Ihre ökonomische Unterlegenheit kompensiert sie mit sexueller Macht, um ebenbürtigen Respekt einzufordern. An einer Stelle im Film sagt sie: "Wenn ich dir alles gäbe, würdest du mich nicht mehr lieben." In der Zurückweisung klagt sie Liebe als Preis für ihren Körper ein. Conchita ist nicht käuflich, ihre Verweigerung wird zu einer subversiven Rebellion der unteren Schicht gegen die Einflussnahme der elitären Klasse. Eine wunderbare Metapher, die Luis Bunuel in diese herzhaft schöne Lästerei über die Amour Fou hineinlegt.

Mathieu Faber wird von Fernando Rey gespielt, der auch noch in einigen anderen Bunuel-Klassikern mitwirkte. Carole Bouquet werden viele als Bond-Girl an der Seite von Roger Moore aus "In tödlicher Mission" kennen. Bis auf ein paar Trailer und einer Fotogalerie gibt es kein weiteres Bonusmaterial. Die Tonspur liegt nur in Mono Dolby Digital vor. Das Bildformat beträgt 1,66:1.
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am 2. April 2009
Endlich kommt das Spätwerk des wohl wichtigsten spanischen Regisseurs auf DVD und Gott sei Dank auch in einer Klasse-Edition. Das Bild ist in sehr guter Qualität und Orginalformat, es gibt jede Menge Sprachfassung natürlich Originalfassung und Deutsche Synchro, außerdem deutsche Untertitel. Das wichtigste neben dem Film sinnd aber über drei Stunden Bonusmaterial und zwar:

1. Der komplette Spielfilm "La femme et le pantin" (110 Min.), der die gleiche Romanvorlage hat wie Bunuels Film
2. Doku "Luis Bunuel, Atheist von Gottes Gnaden" (42 Min.)
3. Doku "Ein Werk vollenden" (25 Min.)
4. Ein Booklet mit allen Textauszügen zum Film aus Bunuels Biografie "Mein letzter Seufzer"
5. Filminfos als PDF
6. Fotogalerie
7. 2 Original-Trailer plus Trailer-Show

Als nächstes soll übrigens "Der diskrete Charme der Bourgeoisie" erscheinen.
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am 6. Mai 2005
"Ein reicher, alternder Lebemann und seine verzweifelten Versuche, das Unerreichbare zu bekommen: die erotische Erfüllung durch eine junge Frau...
Im Zug Madrid-Paris beobachten die Fahrgäste, wie ein distinguierter älterer Herr kurz vor der Abfahrt des Zuges einem hübschen jungen Mädchen einen Eimer Wasser ins Gesicht schüttet. Der Herr ist ein Pariser Geschäftsmann und heißt Mathieu. Später im Abteil versucht er, seinen Mitreisenden die Tat zu erklären: Vor einiger Zeit kam Conchita, das Opfer des seltsamen Attentats, als Hausmädchen zu ihm. Schon in der ersten Nacht hatte er versucht, sie zu verführen. Conchita wies ihn jedoch zurück & war am nächsten Morgen verschwunden. Später traf er sie zufällig bei ihrer Mutter wieder. Mathieu versuchte die beiden Damen durch Geschenke für sich einzunehmen. Er erreichte sogar, dass Conchita zu ihm in die Wohnung zog, aber nachts im Bett fand er sie mit einem unlösbar verknoteten Korsett gepanzert. Zwischen Hoffnung & Resignation verstrickte sich Mathieu immer tiefer in seinen Liebeswahn. In einem Anfall von Eifersucht wies er sie dann eines Tages aus dem Haus, aber alle Anstrengungen, sie zu vergessen, scheiterten. Später entdeckte er sie in Sevilla wieder - nackt vor japanischen Touristen Flamenco tanzend. Sie machte ihm erneut Hoffnungen, & Mathieu glaubte sie ganz für sich gewonnen zu haben, als er ihren Wunsch nach einem eigenen Haus erfüllte. Damit wurden seine Qualen jedoch auf den Höhepunkt getrieben: Conchita verweigerte ihm den Schlüssel zu ihrem Haus. Mathieu war gezwungen, durch die geschlossene Gittertür das Liebesspiel zwischen ihr & ihrem angeblichen Liebhaber anzusehen.
>Dieses obskure Objekt der Begierde< basiert auf Motiven des Romans "La femme et le pantin" von Pierre Louys, der zuvor unter anderem von Josef von Sternberg ("Der Teufel ist eine Frau") & Julien Duvivier ("Ein Weib wie ein Satan") verfilmt wurde. Luis Buñuel jedoch verleiht der Geschichte völlig neue Akzente. Bei ihm ist die Frau ein nur vordergründig grausames Wesen. Conchita wehrt sich vielmehr mit ihren Mitteln gegen Mathieus Besitzansprüche, die er auf Grund seines sozialen Ansehens als selbstverständlich betrachtet. Immer wieder vermischt Buñuel Geschlechter- und Klassenkampf. Die Rolle der Conchita besetzte Buñuel gleich mit 2 Schauspielerinnen: Die zarte Erotik von Carole Bouquet & die unverblümten Reize von Angela Molina verbinden sich perfekt zu einem komplexen, widersprüchlichen Charakter. Die Rolle des Mathieu wird von Fernando Rey ("French Connection") in ihrer bizarren Lächerlichkeit eindrucksvoll verkörpert."
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am 19. Januar 2011
Dieser Film ist ein Meisterwerk von Luis Buñuel. Ich hatte diesen Film bereits wärend meiner Studienzeit gesehen und es ist schön, dass er auf DVD bewahrt wird. Der Film ist nicht einfach zu sehen, dazu ist die Handlung sehr sinnbildlich. Doch beim zweiten und dritten anschauen, begeistert die Regieführung des Meisters. Ich kann diesen Film jedem empfehlen.
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am 13. Juli 2013
Was für ein poetischer Titel, der doch nichts anders bezeichnet als ‘Die Frau‘ schlechthin. Die Romanvorlage trifft da schon eher den Nagel auf den Kopf mit ‘Das Weib und der Hampelmann‘. Zu einem solchem macht sich der alte Mathieu (Fernando Rey, das männliche Gesicht der Bunuel-Filme). Das Geniale aber ist hier das einmalige Experiment im Film: eine Rolle, die sich zwei Schauspielerinnen teilen. Carole Bouquet und Angela Molina spielen abwechselnd Conchita. Die treiben Mathieu in den Wahnsinn mit ihrer Hinhaltetaktik. Sie verzögern, weisen ihn ab, scheinen ihn zu erhören und eröffnen doch immer weiterführende hoffnungsvolle Perspektiven. Auf eine Demütigung folgt eine Ermutigung. Gerade wollte Mathieu mit einer Conchita ins Bett, da will sie doch nicht etc…Die Erniedrigungsspirale dreht sich für Mathieu immer weiter. Ewige Liebesschwüre wechseln mit Beschimpfungen. Er beschenkt sie, küsst ihr die Füße und darf zusehen, wenn es eine Conchita treibt. Mathieu ist der absolute Hampelmann.
Der zweite Geniestreich von Bunuel ist der Doppelguss aus einem Eimer als Erklärung. Einmal am Anfang und einmal am Ende, nach dem Motto ‘Wie du mir…Und als krönenden Abschluss kann es dann nur eine Explosion geben, nachdem immer wieder mal Meldungen von Terroristen im Radio verkündet wurden.
Einmalig anders und konsequent und noch mit einem Schuss Humor. Ja es gibt es wohl nicht dieses obskure Objekt in seiner Einzigartigkeit. Es existiert nur in der Vielfalt.
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am 26. August 2013
Ich schreibe nicht viel, der Film ist sehenswert, ... aber wer das Buch kennt, muss sich an den Film erst gewöhnen.

Gut finde ich, dass Luis Buñuel zeigen will, dass sich auch in der heutigen Zeit nichts am Stoff des Buches von Pierre Louys geändert hat Film spielt in der Neuzeit). Die verschiedenen Seiten der verführenden und kränkenden Conchita mit 2 Schau-spielerinnen zu belegen, finde ich genial. Dadurch wird auch deutlich, dass die 2 Seelen oder 2 Seiten der Frau nur sehr schlecht miteinander leben können und den aufrichtig Liebenden, ja wie besessen nach Liebe Schreienden, immer tiefer in den Seelenschmerz treiben, bis er selbst daran (fast) zerbricht. Diese Darstellung realen Lebens ist sehr schwierig und von Buñuel im Grunde elegant umgesetzt worden.
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