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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen27
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am 9. August 2008
Dan Dunne lehrt Geschichte an der Highschool eines vorwiegend von Schwarzen bewohnten Problemviertels, in dem Drogengeschäfte den einzigen Weg aus der Trostlosigkeit und Armut darstellen. Auch wenn Dan seinen Job eher unkonventionell ausführt, so ist er doch gewissenhaft bei der Sache und versucht, den Blickwinkel der Jugendlichen über ihre Welt hinaus zu erweitern. Der Grund hierfür wird recht schnell deutlich: der Lehrer kann selbst die Finger nicht von den Drogen lassen und bekämpft mit ihnen Tag für Tag seine Einsamkeit. Als ihn eine seiner Schülerinnen nach dem Unterricht high in der Umkleidekabine erwischt, entwickelt sich daraus im Laufe der Zeit eine erstaunliche Freundschaft.

Dass der Film erst mit 2 Jahren Verspätung in unsere Kinos kam, ist nicht wirklich erstaunlich. Die Rahmenhandlung scheint auf den ersten Blick vielleicht zu sehr US-spezifisch zu sein. Wenn man allerdings das Ergebnis betrachtet, kann man froh sein, dass uns dieses kleine Juwel letztlich doch nicht vorenthalten wurde.
Der Film bringt es ohne weiteres fertig, Themen wie Moral, Freundschaft, Philosophie, Gesellschaftskritik sowie eine erstaunlich USA-kritische Haltung aufzutischen, ohne dass man je den Eindruck hat, es wäre zu dick aufgetragen. Obwohl gerade die politischen Statements bzw. historischen Geschichtsausschnitte nur kurz eingeschoben werden und daher beinah untergehen, reichen diese dennoch aus, um beim Zuschauer einen weitaus kritischeren Eindruck zu hinterlassen wie manch ein anderes als anti-amerikanisch deklariertes Filmchen.
Sowohl Ryan Gosling als orientierungsloser, gutmütiger, aber drogenkranker Lehrer wie auch Shareeka Epps als gerade mal 13-jährige Schülerin, die ihre Kindheit bereits lange begraben hat, liefern grandiose Leistungen ab. Auch wenn das Thema "Drogen" die ganze Zeit über im Mittelpunkt steht, so wird der Zuschauer dennoch nicht sinnlos nur mit dem dahintersteckenden Leid konfrontiert. Die Darstellung des passiven, ziellosen, leicht phlegmatischen, trotz allem aber sympathischen Grundcharakters des Lehrers steht weitaus mehr im Vordergrund.
Jeder, der "ruhigen" Filmen abseits des Massengeschmacks nicht ganz abgeneigt ist, sollte dieses kleine Meisterwerk nicht verpassen.
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Dieser Film wird nicht jedem gefallen und ich bin mir nicht ganz sicher, ob das überhaupt Ziel dieser Arbeit ist.
In diesem Werk gibt es weder ein Happy End, noch überhaupt ein Ende, keine tiefgeistigen Dialoge oder Ereignisse, keine einschneidenden, traumatischen oder sonst wie gelagerten Momente. Wer also einen klassisch-schönen Filmabend möchte, macht um diesen Film zur Sicherheit lieber einen Bogen.
Warum bekommt dieser Film dennoch volle 5 Punkte? Weil er was mit seinem Zuschauer macht. Ich kann es nicht erklären, aber trotz der oben genannten fehlenden Eigenschaften gelingt es dem Regisseur eine Atmosphäre des Alltags zu schildern, die fasziniert.
Da haben wir den Lehrer, der kifft, auf sein Leben nicht klar kommt, mit Frauen auch nicht, aber andererseits klare Einsichten aufgrund philosophischer Erkenntnisse hat.
Auf der anderen Seite, wenn man es so nennen möchte, gibt es eine Schülerin in seiner Geschichtsklasse, die es schafft, eine Art Bindung aufzubauen. Natürlich denkt der Durchschnittszuschauer: oh nein, das geht bestimmt in Richtung Lolita: aber nein, weit gefehlt.

Für wen ist dieser Film also was?

- für Gosling-Liebhaber/Liebhaberinnen
- wenn eine Vorliebe für stille Filme, stille Momente vorliegt
- wenn Filme die anders sind, sie ansprechen
- wenn sie gern zwischen den Zeilen lesen und nicht alles gesagt oder getan werden muss

Ich habe vollstes Verständnis für Menschen, die diesen Film einfach nur für überflüssig, idiotisch oder dergleichen halten. Ich finde es fatal zu behaupten, man hätte dann irgendetwas nicht verstanden, sei nicht smart genug etc. An dieser Stelle merke ich gern an: Kunst lebt ihrer selbst Willen. Es ist ihr egal, ob sie gefällt oder nicht. Relevant ist, was du daraus machst, ob sie dich anspricht, inspiriert oder nicht.

In diesem Sinn wünsche ich allen viel Spaß beim Schauen dieses Machwerkes.
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am 21. April 2012
Ich bin ein wenig erstaunt über die negativen Bewertungen zu Half Nelson. Und ich kann absolut nicht bestätigen, dass es keinen Spannungsbogen gäbe.

Half Nelson ist einer der wenigen ehrlichen und ungeschminkten Filme, die ich kenne. Und die Charaktere sind mir beim Anschauen ans Herz gewachsen, wie ich es selten erlebt habe.

Die Hauptperson, besagten Lehrer, lernt man als engagiert kennen und bemüht, seinen Kids etwas mitzugeben. Erst im Verlauf des Films wird deutlich, wie schlecht es eigentlich um Lehrer Dan bestellt ist und wie labil er ist durch Drogenkonsum, Selbstzweifel, Liebeskummer. Er will seiner Schülerin Drey helfen, die von ihrem Cousin zum Dealen gebracht wird, aber was sollte er ihr sagen, was für ein Vorbild könnte er sein? Drey weiß, dass Dan Drogen nimmt. Und so versucht einer dem anderen zu helfen, trotz oder gerade wegen der eigenen Probleme.

Ja, es gibt keine Action, keine schmalzigen Liebesschwüre, keine übertrieben großen Gesten, keine unrealistische Ästhetik - endlich. Der Film lebt von Mimik und Gestik, dem Versuch der Protagonisten trotz widriger Umstände ihr Leben auf die Reihe zu kriegen und mit den eigenen Dämonen fertig zu werden. Also der alltägliche Kampf der meisten von uns. Was könnte fesselnder und berührender sein als sympathische Menschen scheitern zu sehen?
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am 21. Oktober 2008
2 Jahre hat es gedauert, bis es "Half Nelson" nach Deutschland geschafft hat und bei diesem Film kann man uneingeschränkt froh sein, dass es doch noch dazu gekommen ist.

"Half Nelson" ist nicht einfach nur ein weiteres Drogendrama, das mit erhobenem Zeigefinger erschütternde Abstürze beleuchtet um vor Drogen zu warnen, er ist noch viel mehr - er ist auch gelungene Milieustudie und ein unaufdringlicher Film über eine ungewöhnliche Freundschaft.

Zur Handlung:

Dan Dunne ist Geschichts- und Sportlehrer an einer New Yorker Highschool. Er ist jung, beliebt und hochgradig drogenabhängig. Auch wenn es von außen betrachtet (für Eltern, Kollegen etc) nicht so scheint, bekommt er doch sein Leben nicht in den Griff, steht seiner Sucht resigniert gegenüber.
Eines Tages erwischt ihn Schülerin Drey, der die Drogenszene auch nicht unbekannt ist, beim Konsum auf der Schultoilette. Statt es zu melden, entwickelt sich eine Freundschaft zwischen ihnen, geprägt von Vertrauen, Rückschlägen, Verantwortung und Resignation.

Fazit:

Regisseur Ryan Fleck überzeugt mit einer leisen, unaufdringlichen Erzählweise, die einen langsam, aber scheinbar nie nah genug an die Hauptdarsteller heranführt. Das soll dem ganzen aber keinen Abbruch tun, denn die differenzierten Darstellungen führen eben dazu, dass der oftmals lästige erhobene Zeigefinger vermieden wird. Wenn man sich an das ruhige Tempo und die Kameraführung (oft wackelige Handkamera, ungewohnte Zoomeffekte) gewöhnt hat, bietet sich einem also ein bemerkenswertes Drama mit einem fantastischen Ryan Gosling in der Hauptrolle.
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am 3. Januar 2011
... spielt sehr beeindruckend. Der Film lebt vor allem von seinem Spiel und in meinen Augen war es weder langweilig noch spannungsarm, ihn dabei zu beobachten. Es ist sicherlich ein sehr ruhiger Film, aber öde ist er deswegen nicht. Die Geschichte zwischen Lehrer und Schülerin (auch von dem Mädchen toll umgesetzt!) hat mich sehr bewegt, es ist auch nicht das übliche "Alles wird gut", sondern der Film bleibt realistisch und berührt gerade deswegen und wegen seiner ruhigen Erzählweise sehr.
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am 21. Februar 2014
Ryan Gosling als Lehrer Nelson. Tagsüber sitzt er seine Zeit in der Schul ab und nachts macht er die Nacht zum Tag. Party, Drogen und Alkohol sind sein Leben, dazwischen suchen ihn immer Depressionen heim und in sein Leben erscheint ihm mehr und mehr sinnlos. Er versucht sich mehr und mehr zu betäuben um das Leben zu ertragen... Darunter leidet natürlich sein Job. Ausgerechnet eine seiner Schülerinnen hilft ihm aus seiner Einbahnstraße des Lebens zu manövrieren. Durch diese "Zwecksbeziehung" öffnen Sie sich gegenseitig die Augen für das Leben des Anderen. Sie unterstützen sich und geben sich halt, sodass Nelson mehr und mehr lernt wieder Verantwortung zu übernehmen und seiner eigentlichen Berufung als Lehrer und Vorbild zu agieren.
Ein guter Film, der sehr zum Nachdenken anregt. Außerdem kann man sich sogar sehr in die Situation von Nelson versetzen. Jeder hatte schon einmal Phasen in seinem Leben, wo er absolut am Ende war und antriebslos in seinem Leben festsaß. Und gerade Depressionen sind in unserer Gesellschaft mehr und mehr ein Krankheitsbild geworden...
Unbedingt ansehen und darüber nachdenken!
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DVD Bewertung (Review):

- BILD: gut und neutral, guter Kontrast
- TON: hauptsächlich Dialog, Musik etwas zu laut abgestimmt, schöner zurückhaltender Soundtrack, Ton in DD 5.1
- EXTRAS: tolle Extras, kann die lustigen outtakes sehr empfehlen, Audiokommentar, erw. Szenen, Musikvideo, Trailer, Trailershow
- SONSTIGES: FSK 12

FILM (OHNE SPOILER!) Bewertung (Review):

HALF NELSON ist ein Begriff aus dem Wrestling und so eingeengt muß sich der Lehrer Dan (Ryan Gosling) wohl in seiner Lage vorkommen. Wir haben es hier mit einem amerikanischen Independent Drama zu tun was auf den ersten Blick etwas sperrig und langatmig daherkommt, aber auf den zweiten Blick für geübte Cineasten ein Kleinod sein könnte. Der Film ist nichts für die berühmte "breite Masse" und für geschickt getimtes Zücken von Taschentüchern in dramatischen Szenen. Er ist sogar kalt und realistisch wie das Leben selbst welches uns in schwierigen Lagen auch selten mit einer dramatischen Musik anpeitscht oder unterstützt. Nicht zu Unrecht hat sich Ryan Gosling mit der Rolle eine Oskarnominierung erarbeitet, der Preis ging dann aber an Forest Whitaker.

Es ist keine Story mit großen Überraschungseffekten, dennoch hier nur die Grundzüge (OHNE SPOILER!) um den Filmgenuß nicht zu schmälern: Dan (Ryan Gosling) ist Lehrer mit ungewöhnlichen, idealistischen und lockeren Unterrichtsmethoden die den meist afroamerikanischen Schülern aber sehr zusagen. Im Privatleben allerdings ist er schwer drogenabhängig und befindet sich auch in der Schule oft am Rande des Kollaps. Dies bleibt dort auch nicht verborgen, insbesondere der Schülerin Drev (Shareeka Epps) die mit Dan Freundschaft schließt.......

Der Film kommt mega-realistisch daher und braucht zur Empathisierung und Erzeugung von starken Gefühlen keine dramatisch aufbrausende Musik oder sonstige Gefühlsverstärker und setzt ganz auf seine Darsteller was meiner Meinung nach gelungen ist. Wer allerdings keinen Hang zu Independent Look, langsame, teilweise sogar leicht quälend langatmige Erzählweise und fast dogma-artige Bildführung (u.a. (spontane, leicht unscharfe Zooms, Wackelkamera) hat sollte sich vor einer Enttäuschung bewahren. Der Film zeigt auch, wie allein der Mensch am Ende mit sich selbst und seinen Problemen ist und Ryan Gosling geht in dieser Rolle sehr auf, weniger sogar als Lehrer, aber als sich selbstzerstörender Junkie dem sämtliche sinnvollen Handlungen und Sozialkontake unter den Händen weggleiten.....

6,5/10 Lines....äh,....Sternen
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am 11. Juli 2015
Ich habe die Bewertung von vier Sternen gewählt, weil ich einen guten Film gesehen habe. Er zeigt offen die Gräben zwischen der Fassade von Bürgerlichkeit und des realen Zustands. Die Schauspielerische Leistung fand ich auch gut.
Mir hat gefallen, wie ein High-School Lehrer ein in sich widersprüchliches Doppelleben führt. Beide Lebensweisen konkurrieren um die Vorherschaft. Ironischer weise unterrichtet er dieses Prinzip der Dialektik seinen Schülern. Und auch, dass dieses theoretische Gesabbel keinerlei fruchtbare Wirkung hat. Was vielmehr helfen zu scheint, motiviert sich dem eigenen Schatten zu stellen, ist die gegenseitige zwischenmenschliche Anteilnahme in einer Freundschaft. Mir hat auch gefallen, das Schwächen meistens Freundschaften verhindern, hier aber gerade das Wissen, um ein Geheimnis des anderen die Basis für eine Freundschaft bildet.
Nicht gefallen hat mir, dass die Realität etwas schöngefärbt dargestellt wurde. Themen wie Kinderprostitution, Gewalt von Drogendealern, tatsächlich unsympathische Lehrer und auch das tatsächliche Verlieren bei inneren Konflikten werden vielleicht höchstens vage angedeutet.
Ich empfehle diesen Film jedem, der einen guten Film über die Freundschaft zweier sympathischer Menschen im Konflikt mit sich selbst sehen möchte.
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am 22. Juni 2015
Der Film überzeugt durch seine realistische Darstellung der sozialen Probleme der Protagonisten und spricht mich besonders wegen Shareeka Epps an, die ich einfach hinreißend finde. Sie verfügt über einen unvergleichlichen Charme und nimmt mich ganz für sich ein. Die in ihrer Zerstörungskraft verheerende Drogensucht verleiht dem Film einen negativen Sog mit depressiven Tendenzen. Der allmähliche Zerfall der Persönlichkeit des Dan, dem dieser keinerlei Widerstand entgegensetzt, ist quälend. Man fragt sich, was Drey bewegt, sich dieses schwachen Versagers anzunehmen. Es ließe sich nur damit erklären, dass sie eine solche Haltung der Selbstaufgabe von ihrem Vater und/oder Bruder kennt und, weil sie liebt, sich diesmal nicht mit dem scheinbar Unausweichlichen abfinden möchte. Das dreizehnjährige Mädchen übernimmt quasi Mutterrolle an ihrem Lehrer und versucht allen Ernstes, ihn aus seinem Sumpf zu ziehen. Man würde sich um der beiden willen wirklich wünschen, es gelänge ihr, aber realistischerweise sollte man sich keine Illusionen machen. Dennoch - eine schwache Chance besteht. Drey verfügt über eine schier unwiderstehliche Kraft.
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am 17. November 2012
da ich mich inzwischen zu einem doch großen Ryan Gosling Fan bekenne, kann ich immer wieder sagen, das es ein "must have" ist, diesen Film im Regal stehen zu haben.
Ich empfinde die Schauspielerische Leistung von Ryan Gosling nicht nur als gut, sondern sehr gut!
Da ich Filme schätzen gelernt habe, die ohne schnick schnack und umschweife mal wirklich ein Thema behandeln, war es nicht nur ein Genuss auf die zwischenmenschliche Geschichte aufmerksam gemacht worden zu sein, sondern auch ein Ohrenschmaus den Soundtrack nebenbei zu verinnerlichen.
Im großen und ganzen, heisst es: zugreifen!
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