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TOP 500 REZENSENTam 10. Februar 2010
Manchmal verändert sich das Leben mit einem Schlag. Bei Daigo passiert dies, als das Orchester, in dem er Cellist ist, von heute auf morgen aufgelöst wird. Und das nachdem er lange Zeit darauf hin gearbeitet hatte, dort mitspielen zu dürfen und sich extra noch ein teures neues Instrument angeschafft hatte. Das muss er schließlich verkaufen, um seine immensen Schulden los zu werden. Doch erstaunlicherweise fällt es ihm dann gar nicht so schwer, wie er dachte, sich von diesem Instrument wieder zu trennen. Gemeinsam mit seiner Frau kehrt er zurück in seinen Heimatort, ein kleines Dorf im Landinnern und zieht dort in das Haus, das ihm seine Mutter hinterlassen hat. Auf der Suche nach einem Job findet er ein lukratives Angebot als "Reisebegleiter". Dass es sich hierbei aber um die letzte Reise von Menschen handelt, erfährt er erst relativ spät. Sein Unternehmen ist Dienstleister für Bestatter und kümmert sich um Reinigung und Aufbahrung der Toten. Er tritt den Job trotzdem an und hat mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen - mit sich selbst im Umgang mit den Toten und mehr und mehr auch in seinem Umfeld, denn so lange wie er es gerne hätte, lässt sich sein neuer Beruf doch nicht verheimlichen. Dies geht schließlich sogar so weit, dass seine Frau ihn vor das Ultimatum stellt, den Beruf aufzugeben oder sie würde ihn verlassen. Er arbeitet weiter...
Bei seinem Chef und seiner Kollegin findet Daigo eine Art "Übergangszuhause" bis ein unerwartetes Ereignis dafür sorgt, dass sich das Blatt wendet. Am Ende steht schließlich noch für Daigo die Auseinandersetzung und die Aufgabe der Versöhnung mit seinem Vater, der die Familie verlassen hat, als Daigo ein Kind war. Es gelingt ihm, sich auf seine ganz persönliche Art und Weise mit ihm zu versöhnen und befreit in den Gang des Lebens von Generation zu Generation überzugehen.

"Nokan" ist eine zauberhaft sensible Auseinandersetzung mit dem Tod und Abschiednehmen. Auch wenn der Film aus einem anderen Kulturkreis stammt, in dem der Umgang mit Toten zudem auch noch weit verpönter und verachteter ist, als hier, so kann man dennoch viel davon lernen. Zum einen wie liebe- und würdevoll mit den Verstorbenen umgegangen wird und weiterhin wie wichtig für die Hinterbliebenen ein ritualisierter Abschied von den Verstorbenen ist und wie dieser würdevoll begangen werden kann. Ich fand es besonders beeindruckend, dass die gesamte Familie anwesend war, als die Toten aufgebahrt wurden und so alle zum Abschied den toten Menschen sehen und auch be-greifen (im wahrsten Sinne des Wortes) konnten.
Dem Film gelingt es, das ernste Thema anrührend, sensibel und zugleich mit humorvollen Stellen umzusetzen und mehrere Handlungsstränge harmonisch miteinander zu verweben. Denn es geht nicht nur um die Neuorientierung von Daigo, nein, es ist auch eine Liebesgeschichte, eine Familiengeschichte und ein Film über Abschiednehmen und Trauer. Und als Krönung hat er noch etwas tief Tröstliches.

Ich sage ganz klar: Dieser Film hat seinen Oscar vollkommen zu Recht bekommen! Ich bin begeistert davon, wie ich schon lange nicht mehr von einem Film war! Man kann sowohl lachen, aber auch bei nicht wenigen Stellen war ich zu Tränen gerührt - eine zauberhafte Mischung! Ebenso zauberhaft und sensibel umgesetzt ist auch das Verhältnis von Stille, ohne dass es langweilig wird, und der wunderschönen Musik, zu der Daigo als Cellist natürlich aktiv beiträgt und die ihr Übriges tut! - Einfach toll!
UNBEDINGT ANSEHEN!!!
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am 3. März 2010
federleicht...
Federleicht, so kommt man aus dem Kino am Ende des berührenden Filmes. Man fragt sich auch unwillkürlich: Warum machen wir es auch nicht so wie die Japaner auf dem Lande?: Von den toten Verwandten/Geliebten/Bekannten Abschied nehmen. Der junge Hauptdarsteller Daigo erlebt in seinem Berufsleben eine drastische Wendung vom schöpferischen Orchestermusiker als Cellist (köstlich die Auflösung des Orchester's...) zum Begleiter im Tod. Nur ein Missverständnis beim Druck des Stelleninserates in der Zeitung führt den arbeitslosen Daigo zum neuen Beruf. Sein zukünftiger Chef Sasaki hat bei der Wahl des neuen Angestellten einen wahrhaft sagenhaften Instinkt, der sich im ganzen Film bei dieses Chef's Handlungen und Handgriffen an den Toten immer von neuem zeigt. Es ist dieser menschlich-humane Instinkt, religionsüberschreitend, welcher auch unseren jungen Hauptdarsteller immer mehr in den Bann zieht und sich deshalb sogar für seinen neuen Beruf (bei anfänglich schrecklichen Erlebnissen wo Fleisch zu neuem Fleisch wird...) und gegen seine liebliche Frau entscheiden lässt. Wie Daigo seine Prüfungen beim Begleiten naher Bekannter/Verwandter im Tod meistert, geht mitten ins Herz. Obschon das anfänglich brotgebende Orchester aufgelöst wird, sind doch Musik und Cellospiel bis zum Schluss tragende Säulen in diesem stillen, wunder-baren Film und ergänzen die berührenden Szenen aufs trefflichste.
Ich hab's erlebt, dass sich im Kino wildfremde Menschen gegenseitig Taschentücher schenken...
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am 22. August 2013
Sehr berührt, glücklich, zufrieden und mit einem kleinen Klos im Hals lief der Abspann von Nokan vor meinen Augen ab. Und ich musste mich erstmal wieder etwas sammeln, denn dieser Film ist Kunst.

Kunst bis ins kleinste Detail. Kunst in der Art wie dieser Film einen erreicht und berührt. Kunst in seiner Art, seinen Bildern und nicht zu vergessen der Musik.

Der Soundtrack von Joe Hisaishi sollte hier unbedingt erwähnt werden, denn von diesem wird der Film getragen.

Auch der Cast ist bis in jede kleine Rolle toll besetzt. Die schauspielerische Leistung ist durchgehend hervorragend, herzlich, witzig, traurig, alles nimmt man den Personen in diesem Film ab. Das zuerst befürchtete Overacting kommt nicht eine Sekunde lang vor.

Im Zeitalter der Bluray möchte ich noch erwähnen, dass die Bild/Tonqualität wirklich sehr gut ist.

Schade das so eine Perle, so ein Meisterwerk des Films bei uns kaum Beachtung findet. Ich bin froh diesen Film gesehen zu haben, danke nochmal an Starbori für den Tipp! :)

Während ich diese Rezension verfasse, läuft Lied Nummer 18, Memory, und wieder hab ich dieses Gefühl von Zufriedenheit in mir...
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am 14. März 2012
...hat mich Yojiro Takitas Film -Nokan-Die Kunst des Ausklangs-. Dass diese Produktion 10 japanische Filmpreise, den Oscar für den besten ausländischen Film 2009 und etliche internationale Filmpreise "abgeräumt" hat, verwundert nicht. Selten habe ich einen Film gesehen, der so viel Trauer, Hoffnung und Liebe zugleich transportierte. Im Zusammenspiel von Bildern und Musik schafft -Nokan- es auf geradezu magische Art und Weise die Herzen der Zuschauer zu erobern. Dass der Film dabei auch handwerklich gut gemacht ist, mit Takeshi Hamada einen hervorragenden Kameramann hat und Kundo Koyama ein geradezu perfektes Drehbuch abgeliefert hat, vervollständigt das Gesamtpaket eindrucksvoll. -Nokan- entstand in zehn Jahren und basiert auf einer Idee des Hauptdarstellers Masahiro Motoki, der das japanische Tabuthema Tod in eine Geschichte packen wollte. Das Ergebnis ist unglaublich gefühlvoll, ergreifend und; obwohl das eigentlich kaum möglich erscheint, ein Fanal für das Leben geworden...

Daigo Kobayashi(Masahiro Motoki) ist Profi-Cellist in Tokio. Als das Orchester, in dem er spielt, aufgelöst wird, zieht er mit seiner Frau Mika(Riyoku Hirosue) zurück in seine Heimatstadt Yamagata. Dort geht er auf Jobsuche. Auf ein Inserat bewirbt er sich bei der NK-Agentur, weil er glaubt, es sei ein Reiseunternehmen. Daigo wird sofort von seinem neuen Chef(Tsutomo Yamazaki) eingestellt und muss zu seinem Entsetzen feststellen, dass die NK-Agentur sich mit dem Einsargen und Zeremonienfeiern für Verstorbene befasst. Daigo hat noch nie eine Leiche gesehen und als sein Chef ihn zum ersten "Einsatz" mitnimmt, dreht sich ihm sofort der Magen um. Seiner Mika verheimlicht Daigo die neue Tätigkeit. Nach und nach muss Daigo erkennen, dass der "Job" nicht nur sehr viel Gefühl, Geschicklichkeit und Disziplin erfordert, sondern auch, dass er dafür geradezu berufen zu sein scheint. Als Mika von der wahren Beschäftigung Daigos erfährt, stellt sie ihn vor die Wahl: Der Beruf oder sie? Daraufhin verändert sich Daigos Leben dramatisch. Seinen eingeschlagenen Weg kann er nicht verlassen...

Wie wunderbar hat Yojiro Takita es geschafft über den Tod den Weg ins Leben zu finden. Sein Film handelt vom Verlust des Lebens und der Freude, es leben zu dürfen. Die Bilder von Daigos Arbeit, unterlegt von seinem Cello-Spiel brennen sich einem dabei so nachhaltig ins Denken, wie der Flug über die Steppe in -Out of Africa-. Das sind Filmmomente, die zeitlos und magisch sind. Takita verbindet Daigos persönliches Schicksal mit der Sinnsuche im Leben und dem Stellenwert der Liebe. Selten habe ich das besser gesehen. Komplettiert wird diese Arbeit durch die großartigen schauspielerischen Leistungen von Masahiro Motoki, Riyoku Hirosue und vor allem von Tsutomo Yamazaki. Alle Nebenrollen sind ebenfalls brilliant besetzt.

Wenn sie 130 Minuten voller Besinnung, Trauer, Spaß und Nachdenklichkeit vor dem Bildschirm verbringen wollen, empfehle ich ihnen -Nokan-Die Kunst des Ausklangs- ohne wenn und aber. Zur Musik von Beethoven, Brahms und Bach erwartet sie eine Geschichte, die alles besitzt, was das Leben ausmacht. Die einem die Angst vor dem Tod nimmt und dabei doch unglaublich unterhaltend ist. Mir zeigte -Nokan- wieder einmal, dass man als Filmfreund nicht immer nur über den großen Teich schauen muss, sondern auch seinen Blick in Richtung Osten wenden darf. Korea und Japan haben Filme anzubieten, die absolut beeindruckend sind. In diesem Sinne gibt es zum Schluss noch einen Satz aus dem Film, der es auf den Punkt bringt und, jedenfalls für mich, auf für das Ansehen von Nokan gilt: "Wir alle sehen uns wieder..."
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am 10. Mai 2015
Diesen Film kann ich weiterempfehlen. Super Film den jeder gesehen haben sollte im Besonderen Bestatter. Eine würdevolle Bestattungskultur lernt man in diesem Film kennen. Nicht nur die Kultur, sondern auch die würdevollen Bestatter sind es wert den Film zu sehen. Ist aber auch nichts für Weicheier und Jammerlappen.
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am 26. März 2010
Eine wahrhaft wunderschöne Geschichte die nicht näher am wahren Leben sein könnte. Ab der ersten Szene wird man als Seher gefesselt und in einen Bann von Gefühlen gezogen die einen über die ganze Filmlänge nicht mehr los lassen. Lachen, Weinen, Schmunzeln und Grübeln in nur einem einzigen Film, eine wahre Meisterleistung des Regisseurs und eine grandiose Leistung der Schauspieler. Ein wahrhaft verdienter Oscar!
Die Ruhe und Stille, ja sogar die Stille in den Konversationen geben dem Zuschauer die Chance sich in die Charaktere und deren Emotionen einzufühlen. In keinem Moment kommt Langeweile auf, viel eher kämpft man mit seinen eigenen Gefühlen.

Nur wenige Filme haben das Potenzial die persönliche Sichtweise und den eigenen Horizont zu erweitern, aber dieser Film schöpft mit seiner gesamten Kraft dieses Potenzial aus und am Ende ist man nicht mehr der selbe Mensch wir zuvor.

Ein Glanzstück der Filmkunst, berührend und packend, lustig und bewegend! Empfehlung: Unbedingt ansehen!
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am 9. September 2013
Ein sehr leiser Film....... und eben deshalb zieht er einen in seinen Bann----besonders wenn es der richtige Zeitpunkt ist um sich mit dem schwierigen Thema Sterben auseinander zu setzen.
Er erzählt von der Sterbe-Trauer-Kultur im alten Japan, bei der eine würdevolle Zeremonie es den Angehörigen erlaubt Abschied zu nehmen . Jede einzelne Geste hat eine tiefere Bedeutung , dient dem loslassen können und schafft das Bild einer Erinnerung von dem die Angehörigen zehren können. Sehr häufig wird dieser letzte Abschnitt des Lebens ins Abseits gedrängt ........... hier wird der Abschied als Neuanfang einer Reise gesehen ---- und somit ist es eine "Reisebegleitung " der besonderen Art.
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am 19. Januar 2013
Das Tabuthema Tod wird in diesem Film behandelt. Einen jungen Mann verschlägt es sozusagen auf Arbeitssuche in eine Bestattungsfirma. Froh, überhaupt einen Job gefunden zu haben, fängt er dort an zu arbeiten, was gleichermaßen anrührend als auch manchmal urkomisch ist. Man kann herzhaft lachen, aber mit einer Träne vermischt. Außerdem spielen eine Menge skurriler, eigenartiger Menschen eine Rolle.

Uns ganz fremd - und doch rührt einen die Geschichte mehr und mehr und bringt einen zumindest zum Nachdenken, ob das hier bei uns alles so toll ist. Man erhält plötzlich eine neue Sichtweise und so etwas ist ja immer ein Gewinn.

Lediglich im letzten Viertel geht es mir ein wenig zu rührselig zu. Das tut aber der positiven Bewertung keinen Abbruch. Nachdem ich mir diesen Film geliehen hatte, habe ich ihn nun mehrmals gekauft und verschenkt. Ich möchte ihn bei mir haben wie ein gutes Buch und glaube, anderen geht es ganz ähnlich.
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am 3. Mai 2015
Tief beeindruckendes Meisterwerk japanischer Filmkunst das sich mit verschiedenen Themen auseinandersetzt. Ein Film für jeden Liebhaber ruhig sich entwickelnder Handlungsstränge und bewegender Filmmusik. Absolute Kaufempfehlung!
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am 6. September 2013
Ich habe den Film gerade eben angesehen und bin noch tief bewegt von seiner Intensität.

Die Tatsache, dass Daigo seine Stelle als Cellist verliert, führt ihn, zusammen mit seiner Frau, zurück in seine Heimat und - obwohl es zuerst nicht danach aussieht - zu seiner Berufung, Menschen würdevoll auf ihrer letzten Reise zu begleiten.

Seine Fähigkeit zur Hingabe, Einfühlungsvermögen und die Wertschätzung jedes Menschen über den Tod hinaus qualifizieren Daigo für den Beruf des Bestatters und überzeugen schließlich auch seine Frau.

Ich hoffe, dieser mir bislang völlig unbekannte Film stößt im Bestattungswesen auf reges Interesse.
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