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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die abgründige emotionale Tiefe eines unbekannten Meisterwerkes, 19. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Pacific Ocean Blue (Audio CD)
1977 veröffentliche Dennis Wilson, der Drummer der Beach Boys, sein erstes und einziges Solo-Album, ohne Medienrummel, ohne Tournee, aber mit unglaublich viel Gefühl. Pacific Ocean Blue ist alles Andere als ein vermeintliches Surf, Sonne und Fun-Album, wie man es von einem Mitglied einer Band erwarten dürfte, die nur allzu oft und unverdient auf eben dieses Image reduziert wird. POB ist übervoll von musikalischer wie lyrischer Seele, angefüllt mit Liebe, Leid, dem Bewusstsein, dass das Gefühl die einzige Brücke zum Du ist, und dem Schmerz über das Wissen der Vergänglichkeit allen Seins, untermalt von teils kraftvollen funkigen Drums, eingebettet in beinahe wagnerianische Streicher-Arrangements, aufgelockert von bluesigen, jazzigen und souligen Elementen, und zeugt in straighten Rockern, elegischen Weisen und hoffnungsvollen Romanzen von der gesamten Bandbreite zwischenmenschlichen Gefühlswirrwarrs. Doch unbestreitbar wird es beherrscht vom vielleicht phantastischsten Instrument, welches das Album zu bieten hat: der rauhen, zerbrechlichen und trotzdem wärmenden Stimme des Künstlers Dennis Wilson, deren Spannbreite kaum mehr als lediglich eine sichere Oktave umfasste, deren herzzerreißendes Timbre jedoch mit einem einzigen geraspelten "I love you" die ganze Welt der Gefühle spielerisch zu umfassen vermag. "The audience thought they would die." Unvergleichlich!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...die dunkle Seele Südkaliforniens..., 15. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Pacific Ocean Blue (Audio CD)
...so würde ich den Charakter dieser grandiosen Doppel-CD von Dennis Wilson bezeichnen.
Ohne die Beach Boys sonderlich zu mögen stieß ich eher zufällig auf dieses monumental-morbide Opus dieses Ausnahmekönners (übrigens es ist unter den "1000 Records you must hear before you die"..;-)

Beim Durchlesen des wunderschön gestalteten Booklets stieß ich auf Kategorisierungen wie "Weisser Blues", "Jazz", komplexe, ungewöhnliche Klavierakkordfolgen, intuitive und gefühlvolle Musik, orchestraler Sound. Doch schwingt doch in fast allen Tracks eine unbestimmte, melancholische-oft ins depressive gehende-Note mit, die aber gerade die Einzigartigkeit dieser CD ausmacht.

Am Ende des Booklets steht übrigens ein Zitat von Dennis Wilson von 1978, das es sehr treffend ausdrückt: "Everything that I am or will ever be is in the music. If you want to know me, just listen". Ich hüte mich hier die Persönlichkeit von D.W. irgendwie zu deuten, doch zwingt diese grandiose CD einen geradezu über D.W ein wenig mehr zu erfahren. Für diejenigen, denen die Kurzform reicht:
[...]

Aber zu den CDs selbst:

Beide CDs (Pacific Ocean Blue und Bambu) sind musikalisch unglaublich und bestechen teilweise durch ein Maß an Ehrlichkeit, das förmlich wehtut:

Hightlights von Pacific Ocean Blue:

1) River Song: orchestraler Sound, tolles Arrangement mit Background-Chor und, interessanten majestätischen Akkordfolgen, gefühlvoll gesungen....ja, dieses Lied beschreibt vom Feeling her tatsächlich die Weite und die Kraft des Meeres.

2) Moonshine: melancholisch und doch majestätisch..ebenfalls fantastisches Arrangement und gefühlvoll gesungen...wie des Meer, das sich bei Ebbe und Flut zurückzieht und wieder kommt..für alle Ewigkeit

3) Thoughts of You: diese Nummer tut in ihrer Ehrlichkeit förmlich weh..einfache Worte, die durch ihre Einfachheit umso mehr an Gewicht erhalten...erschreckend die Intensität, die Größe und Schönheit, aber auch die Zeilen: "Look what weŽve done.."..das Lied eines Mannes, der mit einem Kater von der späten Morgensonne geweckt wird und abwechselnd Bedauern und tiefe Liebe verspürt..ebenfalls grandioses Arrangement...einfach wunderschön..

4) Time: ebenfalls berührend und vom Arrangement ungewöhnlich: dunkle Akkorde, die schließlich in Jazz-Blues-Trompetenklänge münden...berührende Zeilen berührend gesungen...von Geigen begleitet schließlich ins Verrückte mündend

5) You and I: endlich ein leichterer Track...der Nebel lichtet sich..Hoffnung kommt auf und Träume kehren wieder: You and I...."and the songs that I sing wonŽt be blue...no more lonely nights"..ein Song wie geschaffen für das ENDE einer Krise und voller Hoffnung..

6) Farewell my Friend: ein Song, den Dennis zu Ehren des Vaters eines guten Freundes (mit dem ihn sehr viel verbunden hat) geschrieben hat...man hört die Möwen über die Meeresbucht gleiten und gedenkt mit D.W. des Unbekannten oder vielleicht eines geliebten Menschen, den man einmal selbst verloren hat

7) Rainbows: ein positiver, schöner Track, der zu Recht "Rainbows" heisst. Der Regen, die Depression ist vorbei, der Regenbogen zeigt, dass das Leben wieder beginnt...wunderschön

8) End of the Show: Here we are with our dreams in the sky...we all have our dreams...itŽs wonderful to know we are alive...ein grandioser, berührendes Ende von Pacific Ocean Blue (die folgendenden Tracks sind eigentlich Bonus Tracks, die in ihrer ursprünglichen Version gar nicht veröffentlicht wurden)...spielerisch und doch zutiefst melancholisch..im Hintergrund hört man, wie sich die Band verabschiedet (Dennis Wilson, die Beach Boys, jemand anders?)

9) Only with You: berührend...viele Beziehungen haben unglücklich geendet, doch diesmal ist es anders: "all I want to do is spend my life with you"..man wünscht Glück, doch kann man schwer eine gewisse Skepsis ablegen..

Die anderes Tracks sind ebenfalls gut bis sehr gut (Tug of Love, Pacific Ocean Blue, Holy Man, Mexico)..aber das Niveau liegt eben so hoch....

Highlights bei Bambu:

ich schließe mich da voll der Rezension von Gerhard Honekamp an, auch der Entwicklung der Platte. Vom Feeling und den einzelnen Tracks finde ich nur die folgenden Tracks besonders gut:

1) Love remember me: einfach, orchestral, berührend, unglaublich...um so einen Song zu schreiben, muss man a) gelebt haben b) ein grandioser Musiker sein und c) ein durch und durch gefühlvoller, sensibler, verletzlicher Mensch sein....grandios...

2) Are You real: ja stimmt, am Ende der Nummer schlagen bereits die Wellen über ihm zusammen...ab diesem Zeitpunkt geht die Hoffnung verloren...der Point of No Return ist erreicht...das nimmt kein gutes Ende

3) Cocktails: hier singt bereits ein verlorener Mensch...in seinem Gesang liegt Sehnsucht, aber keine wirkliche Kraft mehr...Der Alkohol (die Cocktails) haben ihn der Hoffnung beraubt...schrecklich schön, aber schmerzhaft zu hören

4) I love you: grandios, aber unbeschreiblich traurig...wem dieses "I love you" gehört, ist tatsächlich kaum mehr erahnen.

5) All alone: If I only had a chance to live my life again...would I be strong?...

Nach mehrmaligen Anhörens des Doppelalbums mein Fazit: Pacif Ocean Blue/Bambu ist eine der grandiosesten, aber auch erschütternsten Platten, die jemals veröffentlicht wurden.

Ich persönlich ziehe POB Bambu vor, vielleicht aber auch deswegen weil ich die Traurigkeit von Bambu (oder den Verfall von Dennis Wilson, der auf dieser Platte dokumentiert ist) kaum ertrage..

Diese Doppel-CD ist erschütternd schön, trifft direkt ins Herz und ist schwer zu kategorierien.

Was auch immer dieser Dennis Wilson in seinem Leben getrieben hat, übertrieben hat oder unterlassen hat: diese Platte hat ihn musikalisch unsterblich gemacht und ich hoffe, dass noch viele Menschen Pacific Ocean Blue/Bambu entdecken.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das beste unbekannte Album der Welt, 20. Juni 2008
Endlich ist "Pacific Ocean Blue" neu auf CD herausgekommen.
Der Klang und der Mix ist hevorragend, und dass es "Bamboo" als Extra dazu gibt, ist das Tüpfelchen auf dem i.
Die Lieder sind auch nach 30 Jahren noch bewgend und aktuell. Vielleicht wird das Album ja mit mehr Enthusiasmus aufgenommen als dis vor 30 Jahren der Fall war - es wäre nur fair.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Längst überfällig !, 31. Juli 2008
Zum 25. Todestag von Dennis Wilson erscheint dieses wunderschön gestaltete Doppel CD Set und löst damit die bishereige, seit 17 Jahren ausverkaufte, Erstlings-CD ab, die in Sammlerkreisen schon beachtlichen Wert erzielte. CD 1 der neuen 2008 Legacy Ausgabe enthält das 1977 erschienene Debütalbum Pacific Ocean Blue, nebst 4 Bonus Songs in neuer, digital remasterter Audioqualtität, und CD 2 enthält das bislang unveröffentlichte Album Bambu, das Dennis Wilson als Nachfolger für POB aufnahm. Besonders gefreut hat mich der Bonussong Only with you, der hier von Dennis selbst eingesungen wurde, und nicht wie auf dem Beach Boys Holland Album, von seinem Bruder Carl. Tug of Love ist ebenfalls ein toller Bonussong, der hevorragend auf das The Beach Boys Love You gepasst hätte.
Die Doppel CD enthält insgesamt 33 Songs (davon 20 bislang unveröffentlicht), ein 44-seitiges Booklet (!!) mit vielen tollen Bildern von Dennis und Artikeln von Jon Stebbins, David Beard und Ben Edmons, sowie PDF Dateien des Booklets. Die Aufmachung ist sehr gelungen. Die Kartonhülle lässt sich in verschiedene Richtungen doppelt aufklappen, wobei man sehr viel Beachtung auf das originalgetreue Layout der ursprünglichen Klappcover-LP legte. Einzig die Einschübe der beiden CDs gefallen mir nicht, da die Silberlinge nicht ohne Weiteres, und vor allem, nicht unbeschadet der Hülle entnommen werden können.
Fazit: Geniales Album in kristallklarem Soundgewand mit Unmengen an Extras. Unbedingt kaufen. Mit dieser Version hat man für alle Zeiten ausgesorgt - mehr braucht man wirklich nicht.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Album und der Ozean, 9. Juli 2008
Mit reiner Verstandeskraft ist dieses Album nicht zu fassen. Die Inspiration Dennis Wilsons vermittelt sich auf emotionaler Ebene, und hier packt sie am direktesten zu. Sounds, Melodien, Worte und Rhythmen werden wie im Traum miteinander verwoben. Jeder Song erzeugt Bilder vor dem geistigen Auge, und tatsächlich muss man oft ans Meer denken, so wechselhaft, tief, bezaubernd und gefährlich sind die Stücke. Wilson hörte angeblich kaum Musik, und das ist spürbar: Dieses Album klingt streng genommen wie kein anderes. Trotzdem wirkt es vom ersten Moment an vertraut, zieht einen in seinen Bann, macht immer neugierig darauf, wie es weitergeht. Es dauert, bis man Pacific Ocean Blue wirklich kennt. Auch in dieser Hinsicht ähnelt es dem Meer.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das zweite Genie, 6. September 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich gilt immer Brian Wilson als das kreative Genie der Beach Boys. Dabei wird vielfach übersehen, dass auch seinem kleinem Bruder Dennis Wilson - nachdem er seine Drumsticks verletzungsbedingt aus der Hand legen musste - einige hervorragende Songs gelungen sind, die er auf Beach Boys-Platten unterbringen konnte: z.B. "Cuddle Up" auf "Carl And The Passions" oder "Only With You" auf "Holland". Auf "Pacific Ocean Blue" kommt sein Talent endlich voll zur Geltung! Ist Brian der Mann für reiche Melodien, überraschende Harmonien und virtuos gesetzte Chorsätze, so ist Dennis der Spezialist für 1000 Meter tiefe Balladen und in Musik geronnene Emotionen - in Cinemascope! Songs wie "Moonshine", "Thougts Of You", "Time" oder "End Of The Show" erreichen eine emotionale Tiefe, die in der Rockmusik ihresgleichen sucht.

Dennis Geheimnis liegt zum Teil in der Begrenztheit seiner Mittel: Er ist nur ein mäßiger Pianist, und seine limitierte Stimme ist durch Alkohol- und Drogenexzesse in Mitleidenschaft gezogen.

Aber gerade diese Limitierungen befähigen ihn offenbar, sich auf das Wesentliche seiner Musik zu beschäftigen: Die Darstellung grundlegender menschlicher Emotionen wie Trauer, Angst, Hoffnung, Liebe.

Mit der Legacy Edition liegt nun auch das unfertig gebliebene Album-Fragment "Bamboo" vor, welches "Pacific Ocean Blue" in kaum etwas nachsteht.

Der "Rolling Stone" bewertete "POB" einmal als eines der wichtigsten "vergessenen" (weil nicht mehr erhältlichen) Alben. Auf Schallplattenbörsen wurde diese Rarität zu Unsummen gehandelt. Dank an Sony/BMG, dass nun endlich diese offizielle Edition vorliegt, die das Andenken an das zweite Genie der Beach Boys lebendig hält!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen nicht nur für archäologen, 7. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Pacific Ocean Blue (Audio CD)
eine ganz wunderbare neuveröffentlichung der soloarbeiten des ewig unterschätzen "sex symbols" der beach boys: ein multiinstrumentalist wie seine brüder, beweist dennis wilson hier, dass sich talent nicht unbedingt in instrumentaler oder vokaler meisterschaft ausdrücken muss. auch mit einfachen mitteln kann man unverwechselbarkeit erreichen.

dennis' kratzende, durch alkohol zusätzlich beschädigte blues-stimme hat einen eigenartigen, sehr suggestiven charme. seine kompositionen leugnen einerseits die verwandtschaft zu brian wilson nicht, andererseits sind sie weniger verspielt, dafür oft nahe am blues oder soul oder auch an filmmusik gebaut. dennis wilson erreicht eindringlichkeit und größe durch betont einfache mittel, seine songs wirken tief und klar, durch chöre und große instrumentierung entsteht aber auch ein heftiger breitwandeffekt.

deutlich hört man die beach-boys-kollegen in den engelschören heraus, inoffiziell sozusagen, denn eine mitarbeit war ihnen vertraglich verboten.

noch stärker als im ohnehin schon starken "pacific ocean blue" ist dennis in den jetzt fertig gestellten "bambou"-aufnahmen. glühende songs zwischen jackson browne (der gesang), den eagles (die instrumentierung) und supertramp (die oft magischen klavier-akkordfolgen). dass viele songs eigenartig behäbig dahergehen, als seien sie nicht ganz ausgeschlafen, erhöht ihren reiz eher noch, als dass es ihn bremst.

nicht alle lieder auf dieser doppel-cd halten den allerhöchsten standard (daher "nur" vier sterne). aber das sind wunderschöne aufnahmen, nicht nur für poparchäologen. nicht auszudenken, was der noch hätte erreichen können, wäre er rechtzeitig dem suff und den drogen entkommen.
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4.0 von 5 Sternen Das erste Soloalbum eines Mitglieds der Beach Boys, 19. April 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pacific Ocean Blue (Audio CD)
Dennis, der Schlagzeuger, schien stets der 'unwichtigste' der drei Wilson-Brüder zu sein, doch immerhin war er 1977 das erste Mitglied der Beach Boys, das ein Soloalbum aufnahm und veröffentlichte. Er konnte nicht wirklich gut singen, machte aber immerhin das Beste aus seinen begrenzten Möglichkeiten.

PACIFIC OCEAN BLUE wurde, abgesehen von einigen nervenden Saxophon-Einlagen, eine gelungene, recht melancholische Popscheibe, die seinerzeit Platz 96 der US-Billboard-Charts erreichte, während sie im Rest der Welt total unterging.

Leider klingt sogar diese 'gorgeous newly remastered' (Werbetext) Version von PACIFIC OCEAN BLUE ein wenig dünn und gedämpft. Die Bänder mit den Songs der zweiten CD, die u.a. für ein nächstes Album mit dem Arbeitstitel BAMBU vorgesehen waren und in denen Dennis mich ein wenig an Randy Newman erinnert, scheinen dem Zahn der Zeit hingegen besser getrotzt zu haben. Ich denke, dass diese zweite Soloscheibe richtig toll hätte werden können. Aber es sollte nicht sein.

Der Beach Boy Dennis Wilson starb kurz nach Weihnachten 1983 ausgerechnet durch Ertrinken in einem Hafen des blauen pazifischen Ozeans. Rest in peace, Dennis!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reissue des Jahres, 7. Dezember 2008
Ob die Reihenfolge der Songs Hintersinn hatte? Man könnte es fast vermuten, denn hier dokumentiert sich musikalisch Dennis Wilsons persönlicher Weg nach unten.

Under the Moonlight, da ist der Rock'n'Roll Star auf der Höhe, stimmlich und mit treibendem Beat, "everybody will know my name and the girls go into a rage" the coming superstar. Doch von da an geht's bergab.
It's Not Too Late, der Verlust, die Enttäuschung wird noch mit Hoffnung kompensiert, auch stimmlich noch optimistisch, it won't be long,
denn da wartet schon das nächste Schoolgirl an der Ecke und die Spirits heben sich wieder.
Das war aber nur ein zwischenzeitlicher Lichtblick "people live, people die, people laugh, people cry", aber er will Liebe und die keeps tumbing down on him (Love Remember Me),
obwohl es soviel davon um ihn herum gibt, but "I can't cope with the love I had there's no love of my own" (Love surrounds Me),
also bleibt nur noch Sex (Wild Situation) als Surrogat, aber das ist nicht das erhoffte promised Land, obwohl er sich jedes Mal einredet "she's the one I've been looking for".
Stumme Erholung in Common weicht der Frage, was Wirklichkeit und was Fantasie ist (Are You Real), die Stimme versinkt immer mehr in der Instrumentierung und man sieht gegen Ende schon die Wellen über ihm zusammenschlagen.
He's a Bum, jeder lebt allein, ein Hund und sein Knochen, "you don't have to worry, you don't have to be afraid" - ein frommer Wunsch,
denn jetzt wird die Nightmare zur Reality, er ist ein Wasserfall, im freien Fall (Cocktails), "why don't you say that you love me?"
Zum Abschied ein I Love You, whoever you are.
"Distant voices reach me from outer space, living free is what we are here for", wessen Constant Companion ist er, jemand, der sich schon nicht mehr erinnert, "who you are what you are and what you are here for".
Jetzt gibt's kein Zurück mehr, er lebt auf der Straße, schnorrt in Kneipen, mit schwerer Zunge stellt er lapidar fest, "the neddle's kinda dirty so I thought I'd fix me another drink". Er denkt nicht an Mama und Papa, klaut ein Auto um zu cruisen wie früher (Time For Bed).
Dann ist es vorbei, gespenstisch driftet er auf die andere Seite, die hard Times sind endlich vorbei, liegen in der Vergangenheit, die guten Zeiten sind jetzt hier im Wo-auch-immer (augenscheinlicherer Titel: Life Tag Song)
"If I just had a chance again", aber die hat er nicht, dafür hat er die Traurigkeit hinter sich gelassen (All Alone) und steht allein vor wem auch immer.
Zeit zum Entspannen und Kontemplieren ist jetzt genug (Piano Variations).

Dennis Wilsons Musik ist extraordinär und passt in keine Schublade, Vergleiche sind unangebracht. Nichts für Leute, die zu Depressionen neigen und nur in Maßen verkraftbar.

Diese Edition sollte jeder im Plattenschrank haben!!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der wahre "beach boy", 30. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Pacific Ocean Blue (Audio CD)
danke, danke und nochmals danke. plötzlich und unerwartet stolperte ich in diese für mich bis dato völlig unbekannten alben von dennis wilson und seit fast zwei monaten höre ich diese beiden cds beinahe täglich.
ein meilenstein (pacific ocean blue) und ein gutes, wenn nicht sehr gutes album (bambu) machen diese collection zum pflichtkauf.
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Pacific Ocean Blue
Pacific Ocean Blue von Dennis Wilson (Audio CD - 2010)
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