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5.0 von 5 Sternen Schreckliche Tatsachen, 25. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Inside Central Asia (Gebundene Ausgabe)
1915 starben im Osmanischen Reich ca. eine Millionen Armenier durch die Vernichtungs- und Vertreibungsaktion der Osmanen. Aber auch die Armenier sollen nach Hiro 600.000 Osmanen ermordet haben. Das war also eine Kriegssituation. Das habe ich sonst noch nirgends gelesen. Es lohnt sich, wenn man sich verschiedene Autoren anhört bzw. durchliest.
Das Kapitel über Usbekistan beginnt leider nicht in der Ur- und Frühgeschichte oder in der Antike, sondern etwa in den 1950er Jahren. Vor einigen Jahren erklärten Islamisten in Usbekistan der Regierung den Dschihad, den heiligen Krieg. Daraufhin ließ Präsident Karimov Islamisten foltern und einige von ihnen in kochendes Wasser stecken, bis sie starben. Islamismus ist eine verwerfliche Sache, aber Folter ist auch nicht besser. Und jemand in kochendes Wasser zu stecken, macht die Sache auch nicht besser. Es reicht, wenn man Islamisten ins Gefängnis steckt.
Auch die Geschichte Turkmenistans beginnt erst in den 1950er Jahren. Präsident Kaziyov war der Meinung, dass man ein Mehrparteiensystem erst dann einführen sollte, wenn es wirtschaftliche Stabilität gibt. Er machte sich zum Diktator und erließ einige skurrile Gesetze. Zum Beispiel verbot er das Studieren von Fremdsprachen und das freie Rumlaufen von Hunden wegen ihres angeblichen schlechten Geruchs. Er ließ in Restaurants und Hotels Wanzen einbauen und machte Turkmenistan damit zum Überwachungsstaat, was dazu führte, dass viele interviewte Personen panische Angst hatten, überhaupt etwas Kritisches über das Land oder den Diktator zu sagen. 2006 starb Kaziyov. Sein Nachfolger erlaubte den Studenten wieder, Fremdsprachen zu studieren. Allerdings scheint auch er nicht gerade das Wahre zu sein. In Kasachstan gab es zu Sowjetzeiten über 700 nukleare Explosionen. Vermutlich ist das ganze Land verstrahlt. In Tadschikistan gab es zwischen 1992 und 1997 einen Bürgerkrieg, von dem ich vorher noch nie gehört habe. Das Buch ist ziemlich deprimierend, weil fast alle zentralasiatischen Staaten Diktaturen sind und mit Islamismus zu kämpfen haben. Trotzdem ist es gut geschrieben.
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