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VINE-PRODUKTTESTERam 15. März 2010
Seit 10 Jahren gehört Christopher Brian Bridges a.k.a. Ludacris zum guten Rapton. 6 Alben, Clubhits wie "Move bitch", "Stand Up", bleibende Gastauftritte bei Nummer 1 Hits wie "Yeah" (Usher), "Glamorous" (Fergie) oder zuletzt bei der U.S. iTunes Single "Break Your Heart" (Taio Cruz), sowie Darstellerrollen in Filmen wie "L.A. Crash", "2 Fast 2 Furious" und "Gamer" haben den Mann aus Atlanta fest in der Szene verankert. Mit seinen 32 Jahren bereits ein alter Hase im Geschäft und stets mit namhaften Produzenten geschmückt. Von Timbaland bis Swizz Beatz über Jermaine Dupri und The Neptunes - an satten Beats und Soundsamples mangelt es ihm nie. Als Mitbegründer des DefJam Imprintlabels Disturbing tha Peace zudem mit entsprechender künstlerischer Freiheit ausgestattet. Und wieso auch nicht, zählt er mit 17 Millionen verkaufter Platten zu den erfolgreichsten Southern Hip Hop Solo Künstlern der USA. Ende 2008 erscheint mit "Theater of mind" sein 6. Studioalbum, welches erneut eine Reihe von Gaststars mit sich bringt: Nas, Jay-Z, T-Pain, Lil Wayne, Jamie Foxx. Eine neues Ludacris Scheibe gleicht stets einem großen Hip Hop Event, bei dem sich bekannte Gesichter wiedertreffen und sich die Kritiker gerne verzückt zeigen.

Die Pläne zu "Battle of the sexes" reifen bereits im Zuge der letzten Veröffentlichung. Ursprünglich als Kollaboration mit Kollegin Shawnna geplant, verlässt diese das Label und begräbt damit die Idee eines tatsächlichen Kampf der Geschlechter. Luda stemmt das Projekt allein. Allein? Nun ja, wie gewohnt erhält er dabei tatkräftige Unterstützung an Mikrophon und Soundreglern. Flo Rida, Ne-Yo, Monica, Swizz Beatz, The Neptunes, Bangladesh. Noch Fragen? Doch trotz der hochkarätigen Besetzung verliert sich das Album zu sehr in der Selbstbeweihräucherung des männlichen Geschlechts. Vornehmlich das von Ludacris selbst. So rapt er gut und gerne über seine Steherqualitäten (I do it all night), den verdorbenen Charakter seiner Chicks (My chick bad) und die Leichtigkeit des Seins. Als Konzept vorgesehen, fällt das Ganze über die Gesamtlänge dann doch ein wenig monoton aus. Dabei gelingt der Einstieg mit "How low" ganz vorzüglich. Ein echter Clubbanger, der Ludacris auf der Höhe des Geschehens zeigt. Auch dieser kann sich vor dem ein oder anderen Elektroausflug nicht verstecken. Das belegt nicht zuletzt der Neptunes infizierte Bonus Track "Sexting". Am Mic ist er unbestreitbar ein Großer. Kaum ein MC feuert die Worte so schnell und treffsicher aus seinem Mund. In einer anderen Kritik als "Porno-Style Album" bezeichnet, holt er den Dirty South ins heimische Schlafzimmer. "Sex Room" (feat. Trey Songz), "Can't live with you" (feat. Monica) und "Tell me a secret" (feat Ne-Yo), als perfektes Zusammenspiel von RnB und Hip Hop, durchaus geschmeidig. Doch die selbst angedichteten Steherqualitäten bleiben "Battle of the sexes" fern. Vielmehr geht der Platte immer wieder die Luft und somit der Spannungsbogen aus. Luda war und ist ein selbstverliebter Poser mit dem gewissen Flow, doch besser konnte er es in der Vergangenheit.

Anspieltipps: "How low", "Everybody drunk" und "Everybody drunk"
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am 21. März 2010
Ursprünglich war "Battle Of The Sexes" als Kollabo zwischen Ludacris und Shawnna geplant, doch aufgrund diverser Differenzen und dem Abgang der Rapperin aus Chicago zu T-Pain's Label Nappy Boy, wurde kurzerhand ein neues Solo Album des Luden aus Atlanta, Georgia daraus gemacht. Nachdem sich Luda's Fans nur schwer an seinen etwas seriöseren Style, den er seit 2006 pflegte, gewöhnen konnten, mit dem Vorgänger "Theater Of The Mind" allerdings ein kreatives und abwechslungsreiches Werk geboten bekommen haben, geht es nun wieder genau in die andere Richtung, quasi back to the roots, denn Ludacris packt hier wieder die freche Schnauze aus, die mit expliziten Lyrics nur so um sich wirft. Auch die Produzenten und Features sind nun wieder mehr auf Down South Rap abgestimmt, man darf also gespannt sein, ob Luda mit "Battle Of The Sexes" an seine Glanzzeiten anknüpfen kann.

Den Anfang der Lieder macht die bereits bekannte Single "How Low", produziert von T-Minus, den man hauptsächlich von Cash Money kennt. Der knochenharte Beat ist ein echte Brett, bringt sowohl die Crowds der Tanzflächen als auch Lowrider zum Bouncen, durch wechselnd einsetzende Synthie Effekte und eine Computerstimme kommen noch Elemente dazu, die dafür sorgen, dass es nicht langweilig wird und zu guter Letzt wäre da noch Luda, der mit schnellen und dreckigen Rhymes zeigt, dass er wirklich wieder wie früher klingt. Ähnlich kraftvoll, aber weniger spektakulär, geht es mit "My Chick Bad" weiter. Besonders der Screw Hook bleibt hier im Ohr, ansonsten wirkt der Track leider etwas eintönig. Als Gast ist Newcomerin Nicki Minaj dabei, von der sich sicher immer noch viele fragen, wie ihr Plattenvertrag gerechtfertigt ist. Im hinteren Teil des Albums gibt es auch noch einen Remix dazu, dessen Instrumental genau das selbe ist wie hier, lediglich die Features wurden mit Diamond und Eve ausgetauscht, im Großen und Ganzen also ein recht unnötiger Track. "Everybody Drunk" zeigt das zweite der nicht gerade einfallsreichen Themen: Party. DJ Montay vom Oomp Camp schmiedete ein South typisches Instrumental, dessen Bass die Boxen zum Beben bringt und eine etwas dunklere Note mit sich bringt. Die Texte von Luda und Gast Lil Scrappy sind schlicht gesagt zum Vergessen, da hätte man aus der guten Produktion sicher mehr rausholen können, dafür kommen ihre Flows jedoch schnell und flüssig, freshes Detail am Rande: die Vocal Samples von Legende 8Ball. Die Anfangsphase seiner neuen Platte hat Ludacris also mehr oder weniger ordentlich über die Bühne gebracht. Zwar liefert er nichts Bahnbrechendes, aber wer sich mit Rap aus den Südstaaten anfreunden kann, wird nicht viel zu meckern haben.

Um nicht lange um den heißen Brei herumzureden, kommen wir gleich zum Punkt: von nun an geht es stetig bergab. Den Anfang macht "I Do It All Night", das nicht nur musikalisch stinklangweilig klingt, auch Luda wärmt alte Bettgeschichten, die keinen interessieren, einfach neu auf. Noch schlimmer wird es mit "Sex Room". Hier hat man versucht ein bisschen Schlafzimmeratmosphäre in die Tracklist zu zaubern. Softe R'n'B Tunes, die in Kitsch kaum zu überbieten sind, dazu kommt ein weinerlicher Gesang von Trey Songz, der auch alles andere als gefühlvoll oder gar romantisch ist, welches Thema Ludacris mal wieder auf den Lippen hat, sollte sich jeder denken können - furchtbar! Etwas peppiger ist "I Know You Got A Man" gestaltet. Hier kommt ein Standard Synhtie Beat zum tragen, der zwar im Vergleich zu "Sex Room" ein kleiner Lichtblick ist, letztendlich aber auch nichts Besonderes darstellt, sondern eher nach B-Klasse Produktion klingt, die man schon gefühlte 1000 Male zu hören bekommen hat. Das Thema des Fremdgehens, welches mit Flo Rida vorgetragen wird, mag zwar etwas Neues sein, im Endeffekt dreht sich aber auch wieder alles um das Eine. Einen der wenigen Lichtblicke der zweiten Albumhälfte bringt Luda mit "Hey Ho". Ähnlich wie bei "How Low" wird hier auch mit brachialem Bass der Staub aus Boxen und Ohren gepustet und das in sehr lässigem Tempo. Überraschend ist hier die gelungene Performance von Lil' Kim, die man sich gut anhören kann. "Party No Mo'" mit Gucci Mane soll den Style fortführen, doch es wirkt eher wie ein billiger Abklatsch, reißt weder mit, noch ist es in irgendeiner anderen Art und Weise wirklich interessant - ein Sinnbild für so viele Tracks von "Battle Of The Sexes". Es ist wirklich eine Enttäuschung was Ludacris hier abliefert, auch die restlichen Lieder sind bis auf die Ausnahme von "Can't Live With You" (feat. Monica), das den einzig wirklich gelungenen R'n'B Song der LP darstellt, entweder langweilig, völlig belanglos oder unerträglich schmalzig und benötigen daher auch keiner näheren Betrachtung mehr.

Mit seinem letzten Album hatte sich Ludacris gereift und weiterentwickelt präsentiert, mit "Battle Of The Sexes" wirft er das völlig unnötig wieder alles über den Haufen und verfehlt dabei sogar das Thema. Denn anstatt einem Kampf der Geschlechter, werden hier abgedroschene Klischees bedient, die Schuld dafür sind, das Hip Hop in der Öffentlichkeit einen nicht mehr all zu guten Ruf hat. Abgesehen von der lyrischen Seite stimmt auch die musikalische nicht. Billige Massenproduktion ohne jegliche frische Ideen, dazu schlecht gewählte Features - hier kommt wirklich alles zusammen, wirklich schade, denn Luda stand bisher für Qualität und hatte daher auch viele Fans außerhalb des dreckigen Südens. Wem die Singles gefallen haben, der kann hier ruhig mal rein hören, alle anderen, die ein gutes Rap Album erwarten, sollte lieber einen weiten Bogen um "Battle Of The Sexes" machen und auf eine Steigerung beim Nachfolger "Ludaversal" hoffen.
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am 8. September 2010
Mal ehrlich - auch im UK/US Teil die selbe zweigespaltne Einstellung. Aber SO ist das eben nunmal, wenn man was neues dropt. Und das hat Luder mit "Battle of the Sexes" eben getan. Einige neue elektro Beats und für meinen Geschmack überhaupt nicht an Wums eingbüst. Ich find diese Richtung zumal besser, als seine 2 letzten Alben, die schon sehr dramaturgischer in seinen Kernelementen waren. Luder hat mit ihnen sicherlich Dinge verarbeiten müssen und ist jetzt über den Berg!

Dicke Beats! Nicht perfekt aber dennoch sehr zu empfehlen. Gerade FÜR alle Luda Fans! 4,5*
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am 13. März 2010
Das Album ist einfach nur geil! Das laut auf der Anlage - WOW! Danke Ludacris für dieses geile Album!
Hört auch mal in sein neues Mixtape rein: The Conjure Mixtape - A Hustler's Spirit
Support Ludacris!

Nur zu empfehlen!
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