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Sämtliche Sinfonien 1-10 (Ga)
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76 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. März 2010
Mahlers Sinfonien sind besonders durch Leonard Bernstein bekannt geworden, der diese Werke erstmals in den 60er Jahren für Sony eingespielt hat. Diese legendären Aufnahmen besitzen auch heute noch Referenzstatus. Die vorliegende Box umfasst Bernsteins spätere Live-Einspielungen für die Deutsche Grammophon, entstanden in den 80er Jahren.

Beide Boxen sind phänomenal und bedenkenlos zu empfehlen. Klanglich sind die neueren DG-Aufnahmen natürlich auf einem höheren Niveau (DDD, lediglich die Achte in ADD). Auch interpretatorisch sind einige Unterschiede auszumachen: die Tempi sind extremer, tendenziell langsamer. Dies mag zwar Geschmackssache sein, dennoch wirkt hier nichts schleppend oder übertrieben. Dazu ist eine gewisse Reife, eine Vollendung zu spüren, wie man sie wohl nur mit viel Erfahrung und einer Lebensfülle im Hintergrund erreichen kann (Bernstein war damals um die siebzig). Das Ergebnis sind jedenfalls wahrlich imposante Aufnahmen reich an Gegensätzen und Emotionen, vielschichtig, erzählend und voller Charakter.

Müsste ich mich unbedingt für eine der Boxen entscheiden, würde ich persönlich wohl leicht zur Sony-Box tendieren. Diese Aufnahmen sind eine Spur frischer und spannungsgeladener, dazu voller Abenteuer, Wunder und Spiritualität -- und im neuesten Remastering ergibt sich ein beeindruckendes, volles und natürliches Klangbild. Anspruchsvolle Klangästheten, die Mahler imposant und gewaltig mögen, werden dagegen wohl eher die DG-Box bevorzugen. Wer sich nicht so recht entscheiden kann, wird sich wahrscheinlich (wie ich) glücklich schätzen, beide Zyklen zu besitzen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 9. September 2012
Bernstein hat sich fast sein ganzes Leben für die Musik Mahlers eingesetzt und sie zur wahren Bekenntnismusik gemacht. Er dirigiert hörbar mit Herzblut und wählt einen "sentimentalen", sehr affektbetonten Zugang zu Mahlers gigantischem Oeuvre - und dieser hat auch heute Bestand. Ist aber beileibe nicht die einzige Möglichkeit, sich dem symphonischen Werk Mahlers zu nähern. Generell ist es bei Gesamtaufnahmen ja so, dass sich die Interpretationen der einzelnen Werke nie auf einem Niveau bewegen können, weil jeder Dirigent zu der einen oder anderen Symphonie einen besseren bzw. schlechteren Zugang hat. Und dann entscheidet ja immer noch die Hörgewohnheit des Zuhörers, ob einem die Interpretation gefällt oder nicht. Letztlich muss man sich immer entscheiden, ob man alles aus einer Hand hören will, oder Einzelaufnahmen verschiedener Interpreten kaufen will.
Wenn man sich für eine Gesamtaufnahme entscheiden will und bei Mahler einen sehr affektgeladenen Zugang schätzt, ist man mit dieser Gesamtaufnahme gut bedient.
Die Symphonien 5, 6, 9 und das Adagio der 10. sind für mich nahe an Referenzaufnahmen (auch wenn Boulez - ebenfalls mit den Wienern - zu mehr Schärfe und Transparenz findet), hier bewährt sich der Interpreationsstil von Bernstein besonders gut. Die 1. Symphonie unterstreicht das jüdische Element in der Musik, was ihr gut ansteht (hier finde ich den Zugang von B. Walter aber authentischer und schlüssiger - sein Trauermarsch hat mehr Schwärze), die 2. ist bei Bernstein natürlich monumental, für mich ist C. Ludwig allerdings (nicht mehr) ideal, das hat z.B. J. Norman klangreicher gesungen (unter Maazel), gleiches gilt für die 3. Symphonie (hier liegt für mich die Referenz bei Abbado/Wien/J. Norman). Die 4. Symphonie mit dem Experiment, das Sopransolo (!) einem Knabensopran zu übertragen, gelingt eben deshalb nicht so ganz, weil ein Knabensopran der Farbigkeit des Solos nicht gerecht werden kann.
Die 7. Symphonie kommt vielleicht etwas sehr überschwenglich daher, hier gefällt mir der Zugang Abbados mit mehr analytischer Schärfe besser.

Die 8. Symphonie konnte Bernstein nicht mehr neu aufnehmen, man griff auf einen Mitschnitt der Salzburger Festspiele aus den 80er Jahren zurück, der unter einer uneinheitlichen Tonqualität leidet (auch die Orgel ist kleinst dimensioniert, da man auf eine transportable Orgel ausweichen mußte), aber sehr gute Solisten hat und monumental dirigiert ist.

Festzuhalten ist, dass Bernstein für alle Symphonien den "richtigen" Ton findet, letztlich bleibt es Geschmacksache, ob einem seine Interpretationshaltung gefällt. Das Ergebnis ist auf jeden Fall imposant.
Als Alternative kommt für mich Abbado in Frage, weniger klangüppig vielleicht, transparenter und analytischer im Zugang, aber mit einem feinen Sinn für die emotionale Tiefenauslotung.
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51 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich bin mir bewußt, dass ich mit der folgenden Rezension Widerspruch ernte werde. Gilt doch Bernstein als "der" Mahlerinterpret überhaupt, eigentlich als der Retter der Mahlerschen Musik, quasi als der einzige, der Mahlers Symhponien wiederentdeckt hat. Insofern erscheint es für seine Anhänger beinahe als Sakrileg, sich kritisch mit den Interpretation auseinander zu setzen. Gleichwohl sind seine Interpretationen nach meiner Auffasung nicht immer vollständig zufriedenstellend (diese Auffassung wird im Übrigen von dem ein oder anderen namhaften Musikkritiker durchaus geteilt, hier sei nur der sehr lohnenswerte Penguin Guide beispielhaft erwähnt). Zweifelsohne hat sich Bernstein durch sein Eintreten für Mahlers Symphonien sehr verdient gemacht, wobei man nicht vergessen darf, dass durchaus auch andere große Dirigenten sich für Mahlers Symphonien eingesetzt haben und ebenfalls sehr gute Einspielungen vorgelegt haben, so etwa Walter, Szell, Barbirolli, Klemperer, Solti, Kubelik und andere.

Der vorliegende Zyklus ist Bernsteins 3. Gesamteinspielung. Die erste ist bei Sony erschienen, die mittlere als DVD bei DG und eben dieser Zyklus, welcher durchweg live aufgenommen wurde. Dieser Zyklus ist insgesamt ein herausragendes Dokument eines großartigen Künstlers. Bernstein-Fans werden diese Box - besonders zu diesem Preis - mit Freude aufnehmen. Für alle anderen stellt sich die Frage, ob es sich hier lohnt, diese Gesamteinspielung zu erwerben. Für den Mahler-Kenner gilt dies auf jeden Fall, da man dies Aufnahmen kennen sollte. Für den Einsteiger und bei objektiver Betrachtungsweise gibt es jedoch so den ein oder anderen Kritikpunkt: Während Bernstein in seinen frühen Interpretation noch relativ zügige Tempi wählte, tendieren die späteren Aufnahmen eher zu einem langsameren Tempo, wobei die Wahl der Tempi teilweise sehr willkürlich wirkt und längst nicht immer stringend ist. An manchen Stellen neigt Bernstein dazu, die Sentimentalität der Symphonien stark zu betonen. Dadurch verlieren die Symphonien sehr an Transparenz, es ist oftmals der Gesamtzusammenhang, welcher gerade in solchen monumentalen Symphonien extrem wichtig ist, verloren geht. Oftmals fragt man sich als Hörer, was man gerade hört und warum...

Die Symphonien liegen in verschiedener musikalischer Qualität vor. Herausragend ist allerdings die Aufnahme der 2. Symphonie. Alleine schon die klangliche Qualität ist so gut, dass sich die Anschaffung ohne weiteres lohnt. Interpretatorisch ist die Aufnahme schlicht überwältigend, was sowohl das Orchester, Chor und Solisten angeht. Enttäuschender finde ich die oftmals hoch gelobte 5. und 6. Symphonie. Gerade die 5. lässt doch viel an Präzision vermissen. Die 9. Symphonie liegt hier in der Aufnahmen mit derm Concergebouw Orchestra vor, nicht in der späteren - und etwas besseren - Fassung mit den Berliner Philharmonikern (DG).

Die Aufnahmen sind digital, der Klang ist durchweg gut bis sehr gut.

Als Fazit: Bei dem Preis-Leistungsverhältnis ein Schnäppchen, allerdings für Einsteiger vielleicht nicht ganz so geeignet (hier würde ich eher Solti, Abbado oder Kubelik empfehlen), zur Abrundung der Sammlung mehrerer Mahler-Gesamteinspielungen auf jeden Fall notwendig. In diesem Sinne sind die Interpretation in ihrer Individualität dann wieder höchst spannend, das hier eine Vielzahl von Ideen enthalten sind, welche den Blick auf Mahler sehr erweitern können.

Unbedingt im Vergleich sollten folgende Aufnahmen gehört werden:

1. Symphonie - Bruno Walter, NYPO
2. Symphonie - Bernstein, DG
3. Symphonie - Abbado, DG
4. Symphonie - Karajan, BPO, DG
5. Symphonie - Barbirolli, EMI oder Karajan, BPO, DG
6. Symphonie - Karajan, BPO, DG
7. Symphonie - Abbado, CSO, DG
8. Symphonie - Solti, CSO, Decca, Tennstedt, EMI oder Sinopoli, DG
9. Symphonie - Bernstein, BPO, DG oder beide von Karajan, BPO, DG (sowohl die live-Version von 1982 als auch die Studio-Version von 1980)
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35 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. März 2010
Hier treffen mein liebster Symphoniker Mahler und liebster Interpret Bernstein zusammen. Ausgezeichnete Einspielungen, die in Ihrer Interpretation nicht immer perfekt sind - manchmal eine Spur zu langsam - , aber immer Mahler pur sind, wie ich ihn verstehe und liebe.
Änderung und Nachtrag:
Ein paar Sätze zur 9. Sinfonie letzter Satz:
Ich gebe es zu, ich liebe den letzten Satz dieser Sinfonie, und höre ihn oft auch nur alleine. Für mich der Inbegriff aller Adagios!
Kompositorisch wird hier das Pendeln zwischen Hoffnung, Leben, Tragik, und Tod einerseits durch ausgezeichnete,häufige und irritierende Tonartwechsel erreicht, andererseits durch den Wechsel zwischen spätromantischer und neuer Musik verdeutlicht.
Dies hat kein Dirigent so zwingend und mit voller Intensität wie Bernstein umgesetzt. Diese späte Aufnahme von 1985 mit dem Concertgebouw Orchestra gehört zu seinen besten Interpretationen. Zwar eine Spur zu langsam für mein Empfinden, aber mit opulenter Kraft gespielt. Die Streicher und Bläser des Concertgebouw Orchesters spielen auf höchstem Niveau.
Der Höhepunkt des Adagios wird mit solcher Intensität und Wucht gespielt, die einen tief betroffen macht.

Zur Sinfonie Nr. 5:
Die ist die mit Abstand beste Interpreation, die ich gehört habe.
Eingespielt 1987 mit den Wienern, eine Glanzleistung! Mehr muss man nicht sagen.
Chapeau Bernstein !
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12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Mai 2010
Es gibt wohl keinen anderen Dirigenten, der sich mit der Musik Gustav Mahlers so identifiziert hat, wie Leonard Bernstein. Auch wenn sich dieser Satz wie eine Platitude anhört, nachdem man diese Interpretationen gehört hat, kann man dem nur zustimmen. Ich persönlich kenne keine Interpretation, die einem immer wieder - obwohl nur von CD wiedergegeben - den Atem verschlägt. Da sind die wunderbar gespannten und ausgesungenen Linien in den langsamen Sätzen, die virtuos zugespitzten Scherzi und die plötzlich hereinbrechenden Signale und Naturlaute, die einem immer wieder einen Schauer über den Rücken jagen.
Selbst die Aufnahme der 8. Sinfonie - eine klanglich eher problematischer Radio-Mitschnitt - hat einen Furor, dass man die unbefriedigende Aufnahmetechnik fast nicht mehr wahrnimmt.
Für mich ist dieser Zyklus der ultimative Mahler auf CD.
Da kommt kein Solti, kein Rattle und auch ein Abbado nur bedingt mit.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Juli 2011
Die Klangvielfalt der Kompositionen Gustav Mahlers und die gefühlvolle Interpretation Leonhard Bernsteins ergeben einen Hörgenuss der besonderen Art.
Eintauchen in die gewaltigen Tiefen der vibrierenden Kontrabässe und dann in Folge das Aufsteigen der Violinen in die Höhen der Zerbrechlichkeit mit einer Leichtigkeit, die zeitlos jede Mode der Interpretation übersteht - und das mit unterschiedlichen namhaften Orchester, unter anderen den Wiener Philharmonikern im Wiener Konzerhaus, dem Concertgebow Orcester Amsterdam, dem New York Philharmonic Orcestra. Eingespielt wurden die Aufnahmen in den 70er und frühen 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Für mich heute wie damals (Mitte der 80er auf 16 Schallplatten - analog auf Venyl) ein Klangerlebnis, das ich gerne empathischen Musikliebhabern empfehle.
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