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5.0 von 5 Sternen Sensibilität statt Pathos
Unter den unzähligen Aufnahmen der Matthäus-Passion nimmt diese neue Neuproduktion (2008) mit dem Ensemble "La petite bande" unter ihrem Chef und Gründer und Konzertmeister, Alte-Musik-Veteran Sigiswald Kuijken einen Sonderplatz ein:

Kuijken folgt dem Beispiel von Paul McCreesh und verzichtet auf einen Extra-Chor. Statt dessen singen hier die...
Veröffentlicht am 27. März 2010 von vully

versus
10 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen 8-stimmige Volksmasse aus der Konserve
Leider bin ich kein Freund der solistischen Besetzung der Matthäus Passion (generell von Bachs Vokalwerken). Die oft angeführte Begründung, dass Bach auch nicht mehr Sänger zur Verfügung hatte ist als zweierlei Gründen falsch: Erstens wurde für solch spezielle Aufführungen wie die der Passionen durchaus auf die...
Veröffentlicht am 30. März 2010 von HagenvonTronje


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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensibilität statt Pathos, 27. März 2010
Von 
vully "vully" (Neuhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Matthäus-Passion (Audio CD)
Unter den unzähligen Aufnahmen der Matthäus-Passion nimmt diese neue Neuproduktion (2008) mit dem Ensemble "La petite bande" unter ihrem Chef und Gründer und Konzertmeister, Alte-Musik-Veteran Sigiswald Kuijken einen Sonderplatz ein:

Kuijken folgt dem Beispiel von Paul McCreesh und verzichtet auf einen Extra-Chor. Statt dessen singen hier die insgesamt 11 Solisten (zwei Solistenquartette plus Zusatzsolisten) auch sämtliche Chorpartien einschließlich des Chorals im Eingangschor, der meist von einem Knabenchor, hier von einer Sopranistin übernommen wird. Auch die Orchesterstimmen sind jeweils maximal doppelt besetzt.

Das Konzept von Kuijken zielt dabei weniger auf das Drama der Passion - die Matthäus-Passion ist ja Bachs größte Annäherung an die Oper, die Arien großenteils Äußerungen der handelnden Personen oder Zeugen der Ereignisse. Kuijken geht das Stück mehr innerlich an, erst resignativ, dann am Schluss mit einem hoffnungsvollen Ton - quasi als Ausblick auf die nicht mit vertonte Auferstehung.

Das Ergebnis ist ein einmalig transparenter, trotzdem kompakter und runder Gesamtklang, bei dem man in keinem Moment die Fülle eines größeren Ensembles vermisst. Der Chorklang ist absolut homogen, trotzdem lassen die Sänger auch in ihren Solopartien wenig Wünsche offen: Christoph Genz ist kein dramatischer, sondern ein sensibler Evangelist und Tenorsolist. Besonders die weiblichen Solisten überzeugen durch große Innigkeit bei sehr sparsamem Einsatz des Vibratos. Besonders die beiden Altistinnen kommen dem Klang von Knabenstimmen - für die das Werk ja ursprünglich geschrieben war - nahe ohne die klanglichen Nachteile echter Knaben oder männlicher Altsolisten. Einzig bei den beiden Bass-Solisten hätte ich mir etwas mehr Fülle in der Tiefe gewünscht.

Insgesamt hören wir hier also eine Aufnahme der Matthäus-Passion, die an Sensibilität, Feinheit und Detailreichtum ihresgleichen sucht. Mir persönlich ist allerdings gerade in der Matthäus-Passion das Drama auch sehr wichtig. Deshalb ziehe ich die McCreesh-Aufnahme und nach wie vor auch die teilweise zwar arg flotte, aber sehr intensive Gardiner-Einspielung mit ihrer überragenden Transparenz (Eingangschor!) und dem doch größeren Chor vor.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Incredibile, 2. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Matthäus-Passion (Audio CD)
Quando ho saputo dell'esperimento filologico di ridurre a 4 massimo 8 le voci del coro, ho avuto un senso di repulsione, mi sembrava come se si cercasse di dissacrare la musica sublime di Bach, il mio musicista preferito. Poi ho ascoltato quest'interpretazione della mia opera preferita e mi sono ricreduto: Bach è sempre Bach e non c'è una grande differenza se è interpretato da 4, 12 (Suzuki) 100 cantori (interpretazioni tradizionali).La musica di Bach resiste a qualsiasi prova, è sublime in senso assoluto.Se si eseguisse a 4 voci la Messa Solenne di Beethoven sarebbe ridicola, questa interpretazione è addirittura migliore di tante altre, il suono è limpido, pulito, trasparente, i corali sono armonicamente ineccepibili, le arie dolcissime, il sentimento religioso pienamente espresso. Un'intrepretazione ch farà la storia.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Qualität statt Quantität! Ein Meisterwerk für die Seele, 21. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Matthäus-Passion (Audio CD)
Entgegen aller (kleinerer) Kritikpunkte meiner Vorgänger hier, muss gesagt sein, dass diese Produktion der "Matthäus - Passion", die wohl Beste ist, die es bis dato zu hören gab. GERADE diese Version, die ohne "Aufgeblähtheit" und "Verliebtheit in Quantität" auskommt und mit wenig sogar MEHR bietet, hat einen ungemein eindringlichen und heilig (heilenden) - religiösen feinen Charakter auf die Seele, den man sonst nirgendwo so einfühlsam anderswo finden wird in einer "Matthäus" Aufnahme. Was dieses Werk zu einem Kunstwerk macht ist gerade dieses zarte Gebilde musikalisch sanfter Farbtupfer. Dieser meisterlich eingespielte Geniestreich und die zugrunde liegende Idee des "Weniger ist Mehr" ist vorbildlich in seiner Art und es tut meinem Empfinden sogar dem Chor - Part sehr gut, "abgespeckt" zu haben, da man nicht den üblichen Schwall an Druck und Allmächtigkeit entgegengedonnert bekommt, sondern eine schöne harmonische Sphäre aus Klang und Ton - eine Wohltat im sonstigen "Übermaß an Chor". Es gibt "Matthäus" Einspielungen, wo man sich in gewissen Chorteilen nicht mehr ganz sicher ist, ob man es mit einem Angriffs - Armeegeschrei oder einem Chor zu tun hat. Gute große Chöre mögen wunderbar sein und sicherlich auch erhebend, aber gerade die "Matthäus - Passion" hat es verdient eher "leise" und "nachdenklich" zu sein, wenn man die Thematik bedenkt. - Ein paar Worte zu einem Vorgänger hier - Herr "HagenvonTronje", - natürlich hätte sich Pilatus nicht von "8 aufgebrachten Vokalsolisten" umstimmen lassen den Christus Jesus zu kreuzigen, aber selbst bei anderen "Passions - Aufnahmen" wird man niemals einen Chor zusammenstellen können, die der Anzahl jener gleicht, die tatsächlich dort standen und Jesus Christus ans Kreuz forderten! Und es geht hier tatsächlich immer noch um Kunst und ihre Freiheit und nicht um die Chormasse. Niemand weiß die Anzahl derer, die da nun wirklich standen. Die Tatsache ist, dass es der "Matthäus - Passion" gut tut im Chorbereich abgespeckt zu haben, und die Umsetzung begeistert mich tief. Ich denke auch, dass hier genug "Dramatik" stattfindet und es diese Aufnahme schafft alles zu vereinen, was ein hervorragendes Meisterwerk wie Bach's "Matthäus - Passion" verdient und verlangt. Fazit: Hier ist Qualität zu hören und nicht Quantität, zum Wohle der Kunst!

Gernot Breimann
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die ideale Matthaeus Passion, 12. März 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Matthäus-Passion (Audio CD)
Gibt es so etwas wie eine ideale Matthaeus Passion? Wenn es so etwas gibt, dann ist es Sigiswald Kuijken und La Petite Bande gelungen. Seine neue Aufnahme der "grossen" Bach Passion mit je einer Besetzung pro Stimme ist das wohl Beeindruckenste das man sich zur Zeit anhoeren darf.

In der Durchsichtigkeit wird das polyphone und harmonisch vielschichtige Gebaeude von Bachs "Ordnung der Sphaeren" in dieser Passion hoerbar und gleichzeitig wird die genaueste Text Deklamation der Saenger die bewegt und bewegend die Passions Geschichte tragen zum Erlebnis.

Da ist nicht eine Schwaeche - einzelne Stimmen lobend herauszupfluecken ware falsch - hier ist ein Gesamtkunstwerk gelungen wie es wohl kein zweitesmal gelingen wird.

Sigiswald Kuijken der schon mit den Kleinbesetzungen der bach Kantaten Grosses leistet schlaegt keinen Laerm im Getuemmel der "Alte Musik Stars".

Das sorgt dafuer das er sich auf das Westentkliche konzentriert - grossartige, gelehrte, inspirierte und werkgetreue Interpretation.

Wer diese Aufnahem nicht gehoert hat der hat den wohl wesentlichsten Meilenstein in der modernen "stil-getreuen" Interpretation der Bach Passionen verpasst....
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Askese, 30. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Matthäus-Passion (Audio CD)
Ich höre den Eingangschor und frage mich, ist das Kuijken ? Von dem ich doch so durchhörbare Interpretationen voller Spannung kenne. Es ist Kuijken. Er hat die Interpretation dieses Werkes sehr " zurückgenommen". Schlichtheit ist Trumpf.

Ist das "falsch"? Prinzipiell finde ich den Ansatz richtig. Es handelt sich bei diesem Werk nicht um eine Oper, sondern um ein geistliches Werk, dass zwischen 1727 und 1729 ein Leipziger Kantor zur Gehör gebracht hat, Ausdruck seiner Religiosität, gepaart mit höchst kunstfertigem Handwerk.
Straub hatte diese Dimension von Bach so eindrücklich in seinem Film, Die Chronik der Anna Magdalena Bach, dargestellt.Bach kam aus einer Sippe von Menschen, die diesem Handwerk nachgingen,und keine Idee von Künstlerschaft hatten. Sie übten einen Beruf aus, der nicht unbedingt allerhöchste Anerkennung hatte ( diese Tragik kann man bei Straub gut beobachten. Bach hat mit der Anerkennung seiner Tätigkeit viel Beschwer gehabt und wurde dadurch wohl auch zermürbt).

Historisch hatte Bach deswegen auch kein riesiges Ensemble zur Verfügung, sondern die Menschen, die ihm für die Ausübung des Handwerks zugestanden waren.

Deswegen kommt mir auch sehr entgegen, dass das Werk sehr klein besetzt ist.
Die Zusammensetzung der wenigen Sänger wird sehr gelobt."Allerdings fasziniert in Kuijkens Version noch einmal ganz besonders die perfekte Homogenität der Sängerriege gleich im großen Eingangschor, gepaart mit einzigartiger Klangschönheit. Gleichzeitig wird indes die polyfone Satzstruktur der Musik nicht verdeckt: Jeder einzelne Choral offenbart in dieser Aufnahme ganz unaufdringlich auch sein differenziertes "Innenleben".meint Michael Wersin.

Die solistische Besetzung ist nicht neu. 2002 kam McCreesh mit einer solchen Version auf den Markt. Mit Sängern, die durchaus bekannter waren, wie Kozena oder Padmore, als diejenigen, die Kuijken einsetzt.

Dieser asketische Umgang ( Wersin) mit dem Werk ist eine mögliche Variante. Hört man den ein oder anderen grossartigen Sänger, der/ die dieses Werk gesungen haben, kann einem auch etwas fehlen. Die Sänger/Innen, die hier eingesetzt werden, kommen an diese Leistungen nicht heran. Um von diesem Werk bewegt zu werden, ist dies nicht zwingend notwendig. Allerdings ist es dann mehr Gottesdienst als Kunstwerk.

Diesen "schlichten" Zugang zu dem Werk hat vor vielen Jahren bereits Gustav Leonhardt geleistet. Ist es der sehr protestantische Hintergrund, der allem Tand abhold ist ?

In keiner Hinsicht ist diese Aufnahme also einmalig und neu. In allen Dimensionen gibt es Alternativen.Ich finde die solistische Besetzung gut, ziehe allerdings die Version von McCreesh vor. Diese ist lebendiger. Um zum Ausgangspunkt zurück zu kommen. McCreesh macht einem hörbar, dass die Leipziger seinerzeit das Werk ablehnten, weil sie den "französischen Schaum" nicht schätzten.

Die Version von Kuijken ist mir zu asketisch.Der Aspekt, dass die Matthäus-Passion zugleich ein Kunstwerk der allerhöchsten Kategorie ist,kommt hier zu kurz.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindrucksvoll und hörenswert - immer wieder, 11. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Matthäus-Passion (Audio CD)
Nachdem ich Bach-Kantaten, musiziert von Kuijken und der Petite Bande im Funk gehört hatte, bin ich auf den Geschmack gekommen - und bisher noch nicht enttäuscht worden.
Besonders beeindrucken sind die Solostimmen und die solistisch gesungenen Chöre der Kantaten und Passionen.
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10 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen 8-stimmige Volksmasse aus der Konserve, 30. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Matthäus-Passion (Audio CD)
Leider bin ich kein Freund der solistischen Besetzung der Matthäus Passion (generell von Bachs Vokalwerken). Die oft angeführte Begründung, dass Bach auch nicht mehr Sänger zur Verfügung hatte ist als zweierlei Gründen falsch: Erstens wurde für solch spezielle Aufführungen wie die der Passionen durchaus auf die größtmögliche Zahl an Sängern zurückgegriffen und zweitens hätte Bach liebend gerne (noch) mehr Sänger eingesetzt, wenn sie ihm denn zur Verfügung gestanden hätten. Bach hat CHORmusik komponiert, nicht Solistenmusik. Daher mag eine solistische Besetzung inder heutigen Zeit zwar der (angeblichen) Transparenz zu Gute kommen, von dem von Bach gewünschten und in der Komposition seiner Werke auch verwirklichten Klangideal sind sie jedoch meilenweit entfernt. Nicht umsonst wurden die Choräle von der Gemeinde mitgesungen. Und ein solistisch besetzter turba Chor spiegelt nun denn auch wirklich keine Volksmasse wieder, oder hätte sich Pilatus von 8 aufgebrachten, dabei aber differenziert und transparent schreienden, Vokalsolisten umstimmen lassen?
Da greife ich doch lieber auf Ton Koopmans wunderbare Einspielung, oder noch besser Aufführungen mit Knabenchören wie den Windsbachern zurück anstatt auf diese Aufnahme aus der Konserve.
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Matthäus-Passion
Matthäus-Passion von LA PETITE BANDE (Audio CD - 2010)
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