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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alte Werte, neue Ideen, 20. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Nifelvind (Audio CD)
... und eine Menge Spielfreude zeichnen das neue Werk Finntrolls aus.

Der erste Eindruck:

Das Cover des neuen Albums ähnelt verblüffend dem des 2004er Albums NATTFOEDD, sowohl farblich als auch motivisch. Lediglich das Logo ist nicht das gewohnte, seit JAKTENS TID verwendete. Was mag das bedeuten? Einerseits könnte es sein, dass Finntroll sich stilistisch an "alten Werten" orientiert haben. Andererseits könnte das veränderte Logo aber auch auf den Versuch einer (erneuten) Stiländerung hinweisen. ... Die Spannung steigt also.

Der zweite Eindruck:

In der Tat ähnelt das Album NATTFOEDD, aber nicht nur. Es kommt vielmehr wie eine Mischung aus diesem und dem letzten (großartigen) Output UR JORDENS DJUP daher, angerereichert mit ein paar neuen Ideen; denn einerseits thront Vreths überwiegend harscher, Black Metal-lastiger Gesang über den Songs, andererseits erinnern mich aber die eingewobenen Melodien stark an früher. Sie bewegen sich ebenso wie auf NATTFOEDD immer irgendwo zwischen solchen aus dem finnischen Humppaa/Folk und solchen, die nach einer abgedreht-launigen Mischung aus Westernspelunke und Jahrmarkt klingen. Und die Verquickung dieser beiden, eigentlich zu gegensätzlich erscheinenden, Stilrichtungen (Black Metal und Schunkel-Folk) ist wieder einmal perfekt gelungen, wie ich finde. Kurzum: Das neue Album ist Finntroll in Reinkultur!

Neben diesem ganz allgemeinen Eindruck möchte ich die Lieder auch im Einzelnen beurteilen. Anspieltipps muss sich jedoch jeder selbst auf der Basis meiner kurzen Beschreibungen aussuchen. Ich selbst kann ehrlich gesagt keine geben.

Blodmarsch:
Wieder einmal ist Finntroll ein fantastisches Intro gelungen! Trommeln, Fanfaren und eine Art Ritualgesang erinnern an einen indigenen Stamm bei der Vorbereitung auf einen Kriegszug.

Solsagan:
Ein sehr von Gitarren dominiertes Lied mit einigen Breaks und Wendungen, einem schunkeligen Chorgesang im Refrain und einem spaßigen, kurzen "Uugh!Ha!"-Part.

Den Frusna Munnen:
Dieser Song, den ich beinahe vergessen hätte zu rezensieren (Ein Danke an den netten Kommentator!), beginnt mit einem fast karibisch anmutenden Rhytmus, der klingt, als sei er mit Hölzchen erzeugt. Wahrscheinlich handelt es sich jedoch um eine Keyboard-Spielerei. Desweiteren durchzieht da gesamte Lied eine zuerst ziemlich seltsam anmutende Melodie, die zum größten Teil auch einem Keyboard zu verdanken ist. Vor Allem in den kurzen instrumalen Breaks dominiert diesem Instrument. Insgesamt ist das ganze Stück ziemlich vollgepackt mit Melodien, Klängen und Instrumenten. Es ist total verrückt, aber dennoch nicht völlig chaotisch. Und es erfordert eine gewisse Eingewöhnungszeit. - Eine Herausforderung!

Ett Norrskensdåd:
Das Lied wird von einer Folkmelodie dominiert, mit der es auch beginnt und die im Mittelteil kurz variiert wird, indem ein anderes Intrument benutzt wird. Daneben ist es sehr rhythmisch und durchweg im Mid-Tempo-Bereich gehalten. Ein netter "Stampfer" also. Es gibt sogar einen fast Country-artigen kurzen Teil mit Banjo (oder soetwas ähnlichem). Macht Spaß!

I Trädens Sång:
Dieser Song beginnt sehr ungewöhnlich: Ein meditativ-hypnotisches Chor-Stück, in dem der tiefe Klargesang Vreths dominiert, leitet ihn ein. Mir gefällt das sehr gut.
Im Weiteren entwickelt sich das Stück zu einem pompös arrangierten Gesamtkunstwerk, in dem so viele verschiedene Details untergebracht sind, dass man sie nur schwer alle aufzählen und beschreiben kann. Sehr hörenswert und mit Potenzial für immer neue Entdeckungen.

Tiden Utan Tid:
Voranpreschende Blast Beats und pfeilschnelle Gitarrenmelodien duellieren sich mit Vreths Schrei-Gesang. Dabei bleibt aber zu keiner Zeit die Melodik auf der Strecke, da auch ein Hauch Folk das Stück wie ein roter Faden durchzieht. Das Ding hat sehr viel Power! ... Vielleicht sogar etwas zu viel. ABER es gibt einen kurzen "Oi! Oi!-Part", was mich als alte Type 0 Negative-Jüngerin erfreut.

Galgasång:
Ein akustisches Folk-Stück mit Akkordeon, Kontrabass, Banjo und Gitarre. Wieder einmal dominiert hier vor allem der volle, tiefe und klare Gesang Vreths, der die anderen Herren in den Schatten stellt. Ein "Ahh ahh ahh"-Chor fehlt auch nicht. Nett!

Mot Skuggornas Värld:
Was? Industrial-artige Klänge bei Finntroll? Der Anfang des Songs lässt aufhorchen. Aber der erste Eindruck wird bald relativiert, wenn die typischen Instrumente einsetzen und ein Drum-Rhythmus ins Ohr geht. Wer bei diesem Beat nicht mit dem Fuß wippt liegt im Koma!

Under Bergets Rot:
Eine gut gelaunte Geige und eine der besagten "Saloon-trifft-Jahrmarkt-Melodien" sorgen hier für eine Menge Spaß beim Hörer. Dieses Lied ist schnell, rhythmisch und eines derjenigen, bei denen man nicht ruhig sitzen bleiben kann. (Meine Oma würde es "schmissig" nennen.) Und eine singende Säge, ein antiquiert klingender Klimperkasten und die schon zuvor verwendete Fidel machen es irgendwie zu etwas eigentümlich-besonderem.

Fornfamnad:
Wieder ein Song, in dem sehr viel passiert. Hier gibt es wieder viel zu entdecken. Und wieder wird es hier, vor Allem durch den Einsatz von Fanfaren, überraschend pompös.

Dråp:
Gleich zu Beginn dieses Liedes musste ich grinsen. Ein "Hohohohoho" und dann ein stampfender Rhythmus ... Großartig! Im Weiteren entfaltet sich mit einem bunten Reigen von Melodien, Tempi sowie ein paar interessanten Instrumenten ein wahres Kaleidoskop, für das Finntroll sich insgesamt auch 7 Minuten Zeit nehmen. Das Ding ist erneut eine komplexe Angelegenheit. Aber es braucht ein wenig Zeit um es zu durchdringen und voll zu erfassen.
Die letzten Töne klingen sehr langsam aus. - So schließt NIFELVIND.

Das Fazit:

Erneut ein großartiges Album von den Finntrollen! 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung an alle, die sie lieben. Die Anderen werden sie auch durch dieses Album definitiv nicht in ihr Herz schließen können.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder alle Erwartungen erfüllt!, 20. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Nifelvind-Ltd.(CD) (Audio CD)
Auf das Album habe ich die ganze Zeit gespannt gewartet und das Warten hat sich definitv gelohnt. Die Jungs aus Finnland haben alle Erwartungen erfüllt!
Sie haben sich bei Nivelvind für einen Mix aus Altbewährten und neuen Klängen, die teilweise etwas exotisch anmuten mögen, entschieden. Und damit fahren sie nicht schlecht. Das Album ist insgesamt gesehen nicht ganz so brachial wie mancher Vorgänger, sondern wirkt etwas fröhlicher, um nicht zu sagen trolliger. Es ist sehr abwechslungsreich gehalten, mysthisch, bleibt auf jeden Fall im Ohr und macht gute Laune und Lust auf mehr.

Beim Intro "Blodmarsch" möchte man am liebsten schon die Streitaxt ausgraben und mit um den Marterpfahl tanzen. Fulminant gehts dann beim nächsten Lied "Solsagan" zur Sache. Dieses erinnert ein wenig an einen gekonnten Mix zwischen Hymne und Schlachtlied, man sieht vor seinem inneren Auge wilde Reiterhorden durch die tiefen Wälder Finnlands galoppieren, beobachtet von geheimnisvollen Trollen und zum ausgiebigen Headbangen ist es allemal geeignet.
Weiter gehts mit "Den Frusna Munnen". Etwas ruhiger und weniger euphorisch gehalten als "Solsagan", dennoch nicht weniger gut, auch wenn das Tempo hier ein wenig rausgenommen wird.
"Ett Norrskensdåd" hingegen beginnt richtig trollisch mit einem fast schon volkstümlich anmutenden Einfluss. Ein auf jeden Fall fröhliches Lied, auch gut geeignet zum Entspannen und Durchschnaufen. Garantie zum Mitschnunkeln inklusive!
"I Trädens Sang": Hier gehts wieder richtig zur Sache. Temporeich, zum Headbangen auf jeden Fall geeignet und tolle Gitarrenriffs.
"Tiden Utan Tid" wiederum beginnt fast schon gebetsartig und mystisch, bevor Schlagzeug und Gitarren diese Ruhe schlagartig unterbrechen. Das Lied ist geprägt von Stilwechseln, insgesamt etwas ruhiger gehalten und ein absolut geiler Song. Die Stimme des Sängers kommt hier gut rüber, klingt fast schon beschwörend, definitv ein genialer Song.
"Galgasång" war für mich eigentlich die Überraschung des Albums. Fast schon eine Akustikversion, mit einem absolut schönen Anfang und man möchte hier am liebsten selber zur Gitarre greifen und mitklampfen. Man lernt hier auch eine andere Seite des Sängers kennen, da er hier wirklich "normal" singt und nicht mit der metalüblichen "Gröhlstimme". Auch dieser Song gehört mit zu meinen absoluten Favouriten!
Weiter gehts mit "Mot Skuggornas Värld". War man vom vorherigen Lied noch völlig hingerissen holt einen der fulminante Beginn hier schlagartig in die harte Metalwelt zurück. Einprägsame Gitarrenriffe und ein toller Ohrwurm, Finntroll von seiner besten Seite.
"Under Bergets Rot": Auch hier gehts in alter Finntroll-Manier richtig zur Sache. Recht rasant, eingängig und richtig schön trollisch.
Das nächste Lied "Formfamnad" ist wieder relativ hymnenartig gehalten, hat etwas Beschwörendes und ich könnte mir den Song durchaus gut als Hintergrundmusik für einen Film im Stile von Herr der Ringe etc. vorstellen.
So, und nun sind wir leider schon beim letzten Lied der Scheibe: "Dråp". Zum krönenden Abschluß schenken sich die Finnen nichts und geben nochmal alles. Relativ ruhig beginnend steigern die Jungs ab etwas der Hälfte kontinuierlich das Tempo und legen eine tolle Nummer hin, die auf jeden Fall ins Ohr geht. Die einzige Enttäuschung am Ende besteht lediglich darin, daß es nun schon zu Ende ist.

Mein Fazit zum Schluß: Einfach nur genial!
Ach ja, ein Wort noch zur Ltd. Edition. Ich hatte ja in freudiger Erwartung des Albums schon vorbestellt und natürlich die Ltd. Edition erhalten. Es handelt sich hierbei nicht um eine normale CD-Hülle, sondern um einen toll aufgemachte CD-Box, in der neben der Disc auch noch eine stylische Finntroll-Fahne erhalten ist. Braucht vielleicht nicht jeder, aber ein tolles Zugeständnis an die Fans ist es allemal. Zudem ist auf der Ltd. Edition noch der Bonustrack "Under Dvärgens Fot" enthalten, quasi eine Art Light-Version des neunten Liedes "Under Bergets Rot".
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Back to the roots?, 3. März 2010
Von 
Sascha "metalnews.de" (Bruchsal, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Nifelvind-Ltd.(CD) (Audio CD)
Finntroll haben so etwas wie die Herrscherposition in ihrem mitgegründeten Genre, dem Metal mit Humppaa-Einflüssen.
Man erinnert sich zurück, wie das Debüt-Album noch stark schwazmetallisch angehaucht war, Jaktens Tid dabei das Spektrum gewaltig erweitert hat und mit klasse Songs begeisterte.
Mit Schunkelmomenten gleichzeitig etwas düsterer als der damalige Vorgänger begeisterte das kurze Nattfödd.
Ur Jordens Djup ging wieder stark in die Richtung des ersten Albums und sorgte bei Freunden der ersten Platten für Begeisterung, bei den durch Nattfödd neu gewonnenen Fans eher für Entsetzen.

Das frische Album Nifelvind versucht, alle zu begeistern, ohne dabei zu klingen, als wäre dies ein krampfhafter Versuch.
Ganz im Gegenteil, man merkt, dass Finntroll in diesem Genre zu Hause sind und bieten auch hier wieder 11 (bzw 12 Songs mit Bonustrack) Songs, die viel Spaß machen.
Was hingegen am Anfang nicht unbedingt schmecken könnte, ist, das ganze Spektrum abzudecken, welches Finntroll bisher musikalisch bedient haben.
Soll heißen: Mal etwas schwarzmetallischer/mehr Pagan, mal ruhig und folkloristisch, dann wieder Schunkelmomente. Desöfteren auch alles in einen Song gequetscht.

Wie gesagt, hier klingt garnichts gekünstelt, sondern alles homogen und wie aus einem Guss.
Vergleicht man das Ergebnis hier mit den grandiosen Vorgängern, kann einem erstmal alles Zerfahren vorkommen (aufgrund der Vielfältigkeit), das legt sich aber nach mehreren Hördurchgängen.

So ist zum Beispiel der Song Solsagan am Anfang doch recht rumpelnd und mit Blastbeats garniert, überrascht ab Mitte ein lustiger "Fiderallalaaaa"-Part.
Under Bergets Rot ist dabei durchweg fröhlich und überrascht selbst da mit nicht typischen Elementen.
Drap, der Rausschmeißer, bietet dann mal wieder alles auf einmal... Man könnte zwischendrin sogar fast schon Zirkus sagen.
Durchwoben werden beinahe alle Songs von "heroischen" Melodien.

Laut Liner-Notes (letzte Seite im Inlay) sind Mythen der Natur das Thema der CD, die Texte wurden wieder einmal von Altmitglied Katla verfasst.

Das Album bietet an sich einen sehr guten Mix aus allen Elementen, die man an Finntroll liebt (oder auch das Gegenteil...), lässt aber keine vergleichliche Atmosphäre wie beim grandiosen Vorgänger Ur Jordens Djup entstehen, was wiederum bezeugen könnte, wie kreativ Trollhorn und Co bei diesem Album waren.

Kurz: ein sehr guter - super Querschnitt durch die bisherige Bandkarriere, einem variableren Vreth (gefällt mir inzwischen sogar besser als Katlas Leistungen) und einigen Spielereien, die einem hin und wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern könnten.
Man könnte fast wieder sagen: klassische Finntroll. Nur haben mich Ur Jordens Djup oder Jaktens Tid wesentlich mehr gefesselt als das neue Werk.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen New Troll Power, 3. April 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nifelvind-Ltd.(CD) (Audio CD)
Und wieder einmal schlagen die schwedisch singenden Finnen zu:
Mit dem Album Nifelvind stellen sie alles bisher Dagewesene in den Schatten und kreieren eine neue Ebene des Folk Metals.
Legt man also die CD ein und drückt auf Play, ertönt ein imposantes Intro, das einem Soundtrack in nichts nachsteht. Allerdings muss man dazu sagen, dass man Finntroll einfach heraus hört aus diesem Sound, der einerseits fast wieder neu, andererseits aber trotzdem vertraut klingt.
Track 2, Solsagan.
Die Videoauskopplung dieses Songs konnte man sich schon einige Wochen vorher ansehen und der Track ist aus rein musikalischer Sicht einer der Besten des ganzen Albums, doch das Video gehört sicherlich nicht zu den hervorragenden Werken von Finntroll.
Den Song zu beschreiben würde keinen Sinn ergeben: Man muss ihn hören, um den ganzen Körper mit seiner Melodie durchströmen zu lassen. Diese spiegelt zwar nicht den eher untypischen Text, in dem es nicht um Krieg gegen die Christen, sondern eine Hexe oder ähnliches, geht, wider, aber dennoch verspürt man das Finntroll-Feeling und es giert einen nach mehr von der CD.
Wie gut, dass Solsagan erst der zweite Track ist.

Ett Norrskensdåd ist ein genauso herausragender Song: er fängt mit einer munteren Geige an, es werden Akkorde gespielt und dann beginnt der Metal!
Das imponierende Geschrei von Mathias 'Vreth' Lillmåns beginnt und es klingt als würde er eine Geschichte im herkömmlichen Sinne erzählen, weniger Singen.

Eine Nordlichttat von endloser Schande,
ein Totschlag in einem düsteren Moment,
ein spitzer Stein, ein gespaltener Schädel.
Er trank aus Leib und Seele,
er trank aus Leib und Seele.

Denn salzig und dick war das Blut der Brust.
Des Nachts, als er seinen Männermord beging;
in seinen Augen nur ein Tier, kein Gewissen,
da tanzte er den Schlächtertanz.

Er bespritzte Berg und Hügel,
Er war froh und schrie.
Den Geschmack der Morde im roten Mund,
Der Blick des Garms in der Stunde des Mondes.

Übersetzt besteht der Song aus diesen doppelt gesungenen drei Strophen.
Daraus lässt sich sehr gut ableiten, worum es geht:
Im letzten Satz der letzten Strophe taucht der Name Garm auf; ein riesiger Hund aus der heidnischen Mythologie, der den Eingang zur Hölle bewacht.
Es geht im Prinzip um nichts anderes als um die brutale Mordlust des Garms.

Under Bergets Rot, der neunte Track auf der CD, ist ein ziemlich fröhlicher Song, wobei ich persönlich sagen würde, dass er vom technischen Umgang mit den Instrumenten der Beste ist. Besonders zum Ende hin hört man eine Geige, bei der sich der Sound fast überschlägt.

Wenn man Nifelvind mal mit dem Vorgänger Ur Jordens Djup vergleicht, fällt sofort auf, dass Nifelvind um einiges folkiger ist. Desweiteren hat Vreth auch hier wieder bewiesen, dass er ein würdiger Ersatz ist, wobei das schon fast wie eine Beleidigung wirkt, wenn man bedenkt, dass Vreth Finntroll mittlerweile mit seiner Stimme verkörpert und der Band mit ihr zu einem neuen Aufschwung verholfen hat.

Für alle Folk Fans ist dieses Album ein absolutes Muss im Regal und wer gerade mal ein bis zwei Euro mehr in der Tasche hat, der sollte dann auf die Special Edition zugreifen, wo neben einer Flagge und einem Bierdeckel (der eher wie ein zu heiß gewaschenes Mousepad aussieht) auch noch eine Akustikversion von Under Bergets Rot drauf enthalten ist (wobei dieser Song dann Under Dvärgens Fot heißt und dazu noch sehr lustig klingt, weil die Gitarre etwas von einem Banjo hat und das gesamte Klangbild dem eines Country Songs gleicht).

Meine Bewertung für dieses Album: 5 von 5 Sternen
Dazu braucht man nicht mehr viel zu sagen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Trolle sind wieder da!!!, 22. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nifelvind-Ltd.(CD) (Audio CD)
Als ich erfuhr, dass ein neues Finntroll-Album kommt, war ich vollkommen aus dem Wäldchen und habe ungeduldig die Tage bis zum 19.02.2010 gezählt.
Wenn ich jetzt die Scheibe höre, dann hat sich das Warten auf alle Fälle gelohnt.
Bei dem letzten Album "Ur jordens Djup", was der Beginn der Ära von Vreth war, fehlten mir einige der typisch trolligen Humppamelodien.
Dieses neue Album hier hat allerdings alles was einen Trollfan zufrieden den Kopf bangen lässt. ;)

Der Start fällt sehr Melodisch und Machtvoll aus, eingeleitet von däftigen Trommeln und einem trolligem Chor der das Paganherz höher schlagen lässt.
Hierzu würde wirklich ein düsterer Vikingfilm mit mystischen Hintergrund, zusammen mit einer Gruppe Druiden passen.
Gleich darauf kracht der Song "SOLSAGAN" ein, zudem man jedes SOLSAGAN im Text mit voller Seele mitgröhlt und man unweigerlich das Tanzbein schwingt, mit dem Fuß auf den Boden stampft und den Kopf energisch Nicken lässt.
Der folgende Song "Den Frusna Munnen" beginnt mit einer exotischen und witzigen Melodie, mündet dann aber in einem kraftvollen, langsameren Riff und erfüllt einen Jeden mit dem Wunsch man stehe neben einem Lagerfeuer mit seinen Trollfreunden.
"Ett Norrskensdåd" beginnt fröhlich in einer sich im Raum verlierenden Fidelmelodie und driftet in einen schnellen Kraftvollen Song mit Ohrwurmgarantie.
Mit "I trädens Sång" starten die Finnen mit ihrem, auf diesem Album ersten, trollischen Blackmetalsong durch und verschaffen damit ein Gefühl der Extase.
"Tiden utan Tid" leitet mit einem mönchsgleichem Gesang einen schwerfälligen aber kraftvollem Mysticmetalsong ein bei dem die Trollparts nicht zu kurz geraten. Für den hiesigen Anfang lehne man sich bitte zurück und wende seine Gedanken in die nebelbedeckten Wälder Finnlands und Schwedens.
"Galgasång" fürht einen unweigerlich in den wilden Westen. Die Melodien sind gut für einen WildWest-Film geeignet bei dem ein zum Tode verurteilter Troll sein Klagelied am Galgen anstimmt.
Wohlgemerkt, Vreth singt hierbei mit Cleanstimme, und diese kann sich hören lassen.
Mit "Mot Skuggornas Värld" leiten die Finnen ihren zweiten, hierbei aber episch angehauchten, Blackmetalsong ein, der hervorragend zum Axtschärfen passt und später auch wieder trollische Akzente setzt.
"Under Bergets Rot" ist mit den typisch humppaklängigen Melodien ein wahrer Schunkelsong der dazu einlädt das Horn zu erheben sich im Kreis zu sammeln, zu tanzen und zu bangen bis die Sterne vom Himmel fallen. Wer Met zur Hand hat sollte diesen dazu trinken.
"Formfamnad"; mit merkwürdigem Ansatz entwickelt dieser Titel sich zu einem, mit düsteren Gitarrenriffs durchzogenen, und mit trollischen Merkmalen versetzten, schweren Schunkler.
Der letzte Titel "Dråp" beginnt ebenfalls sehr schwer und langsam, doch nach ungefähr der Hälfte des 7-Minüters beginnt eine wahre Schlacht an Metalklängen die einen noch einmal vollkommmen mitreißen und dazu animieren kräftig mit den Beinen zu stampfen und den Kopf dabei zu schütteln.

Auf der Special Edition ist der Song "Under Dvärgens Fot" zu hören, der eine Art Akkustikversion von "Under bergets Rot" ist.
Zudem ist diese Edition hervorragend gestaltet und erscheint mit einem wunderschönen Pappschuber, einem Getränkeuntersetzer, und neben der Disk an sich mit einer tollen Flagge von Finntroll die eher weniger im normalen Merchandisebereich zu finden ist.
Mit diesem netten Überraschungspaket wird die Euphorie das neue Album in den Händen zu halten noch gesteigert und man hat einen hervorragenden Start in die Welt der Trolle.

Fazit: mehr als nur Empfehlenswert.
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5.0 von 5 Sternen Im Wald ist wieder mal die Hölle los, 22. Februar 2010
Von 
Doktor von Pain "Doktor der Zombiologie" (Sassenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Nifelvind-Ltd.(CD) (Audio CD)
Mit "Nifelvind" melden sich die schwedisch singenden Trolle aus Finnland zurück, und das Album weiß zu überzeugen. War der Vorgänger "Ur Jordens Djup" noch harscher und mit etwas größerem Black-Metal-Einschlag, kehren nun wieder vermehrt Offbeat und folkige Elemente zurück. Bereits der Opener "Solsagan" zeigt, wo es langgeht. Ein rasender, wütender Anfang, der irgendwann in einen beschwingten, mit Chören ausgestatteten Refrain mündet. Etwas ruhiger darf es auch mal in der Akustiknummer "Galgasång" zugehen, und "Under bergets rot" ist eine echte Hymne, von der auf der Limited Edition übrigens als Bonustrack auch eine spaßige Unplugged-Nummer inklusive Kazoo vorhanden ist. Finntroll machen hier alles richtig. Mal aggressiv, mal melodisch, untermalt von (gänzlich unkitschigen) Keyboardfanfaren und auch mal von einem Banjo. Besagte Limited Edition enthält neben dem Bonustrack übrigens auch noch einen Glasuntersetzer und eine Posterflagge, beide mit dem Albumcover als Motiv, in einem hochwertigen Karton. Fans der Truppe können bedenkenlos zugreifen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es trommelt und lacht :), 22. Februar 2010
Von 
S. Schwardmann (Velbert) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nifelvind-Ltd.(CD) (Audio CD)
Das neue Album "Nifelvind" von Finntroll ist sehr geil! Im Intro läuten mächtige Trommeln zum Metal Spaß an :).
Dann geht es auch schon mit dem ersten Orhwurm los, Solsagan. Als ich mir das Lied mit Video angehört habe, fand ich es nicht so gut, doch jetzt ohne Video ist es doch sehr geil. Wahrscheinlich lag es an dem Video, weil das etwas langweilig ist.
Geniale Arrangements, einfallsreiche Melodien plus fette Gitarren = Nifelvind, so wie auf jedem Album ;)!
Das ganze Album ist einfach super. Erst dachte ich man kann sich nicht immer selbst übertreffen und doch neues kreieren, doch Finntroll können es. Das wird mir immer wieder bewusst.

Anspieltipps:

Solsagan,
Galgasang,
Under bergets Rot

Viel Spaß :)
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5.0 von 5 Sternen Alte Werte, neue Ideen #2, 17. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Nifelvind (Audio CD)
Ich kann mich nur anschließen: Das Album ist so Finntroll wie es nur sein kann und trotzdem mit frischen Ideen und überraschenden "evil twists". Großartig ist das Intro Blodmarsch mit Folgetrack Solsagan - bisher das beste Intro. Ich erspare mir nochmalige Beschreibungen jeden Lieds, da das wichtigste wohl bereits genannt wurde.
Fazit: Volle Kaufempfehlung für Finntroll-Fans.
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5.0 von 5 Sternen Es trommelt, schreit und lacht :), 22. Februar 2010
Von 
S. Schwardmann (Velbert) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nifelvind (Audio CD)
Das neue Album "Nifelvind" von Finntroll ist sehr geil! Im Intro läuten mächtige Trommeln zum Metal Spaß an :).
Dann geht es auch schon mit dem ersten Orhwurm los, Solsagan. Als ich mir das Lied mit Video angehört habe, fand ich es nicht so gut, doch jetzt ohne Video ist es doch sehr geil. Wahrscheinlich lag es an dem Video, weil das etwas langweilig ist.
Geniale Arrangements, einfallsreiche Melodien plus fette Gitarren = Nifelvind, so wie auf jedem Album ;)!
Das ganze Album ist einfach super. Erst dachte ich man kann sich nicht immer selbst übertreffen und doch neues kreieren, doch Finntroll können es. Das wird mir immer wieder bewusst.

Anspieltipps:

Solsagan,
Galgasang,
Under bergets Rot
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5.0 von 5 Sternen CD, 2. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nifelvind (Audio CD)
Diese CD von Finntroll habe ich mir geholt, weil diese Songs ganz speziell sind. Daran muss man sich erst gewöhnen.
Das geht nicht mehr aus dem Kopf.
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Nifelvind
Nifelvind von Finntroll (Audio CD - 2010)
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