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4.0 von 5 Sternen Der fast perfekte Thriller.........!
Man nehme: Ein Paar, daß sich sehnlichst ein Baby wünscht.
Einen bösen Psychopathen, ein Tierbaby. Dazu noch einen Kerl,
der spitz auf die gleiche Dame ist.....und schon hat man...
eine rasante, packende Dreiecksgeschichte, wie sie schon oft
erzählt wurde. Jedoch mit dem Unterschied, daß hier leider
der...
Vor 21 Tagen von APB- Girl veröffentlicht

versus
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Keine Genre-Perle ... und KEIN Blair-Witch-Spin-off
Ein Strand bei Ebbe in der Totalen, das Rauschen der Wellen, die die raue Natur der Gegend repräsentieren, alles in gedämpften Farben getaucht und von sanften melancholischen Tönen untermalt - eine Grundstimmung, die sich durch das Gros der Laufzeit zieht. Ein wenig ungewöhnlich für einen Film, der damit beworben wird, aus derselben...
Veröffentlicht am 11. August 2010 von Michael Höfel (Media-Mania)


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der fast perfekte Thriller.........!, 8. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Coffin Rock (DVD)
Man nehme: Ein Paar, daß sich sehnlichst ein Baby wünscht.
Einen bösen Psychopathen, ein Tierbaby. Dazu noch einen Kerl,
der spitz auf die gleiche Dame ist.....und schon hat man...
eine rasante, packende Dreiecksgeschichte, wie sie schon oft
erzählt wurde. Jedoch mit dem Unterschied, daß hier leider
der Überraschungseffekt ausbleibt, denn COFFIN ROCK erinnert
teilweise stark an die grandiose " Verhängnisvolle Affäre " -
nur das hier der männliche Part gefährlich austickt.
Klar, dennoch hat mich der Film sehr beeindruckt und mit seiner
harten, intensiven Stalker- Story schaffte er es unbestritten,
sich in die Liga meiner Lieblingsfilme einzureihen.
Anders als "Wolf Creek" jedenfalls, der mich von der Spannung her
nicht so in seinen Bann zog.

----------------------------------------------------------

Story:

Ein kleines australisches Fischernest: Hier lebt das glückliche
Paar Jess( Lisa Chappell ) und Rob( Robert Taylor ) - einzig das
vergebliche Warten auf Nachwuchs trübt die Beziehung. Nach einem
Streit lässt sich Jess ziemlich betrunken auf einen One Night Stand
mit dem Hilfsarbeiter Evan ein.
Völlig ahnungslos ob des netten, höflichen Eindrucks dieses jungen
Mannes, der aber schon bald ein krankhaftes Verhalten an den Tag legt,
als er erfährt, daß Jess schwanger ist. Von ihm.
Auf brutalste und schändlichste Weise will dieser nun die verzweifelte Frau,
deren Mann Rob das Glück kaum fassen kann über die freudige Nachricht, an sich
binden. Rücksichtslos. Jess wird zum Mittelpunkt eines zunehmend gefährlichen,
nervenaufreibenden Spiels, das sie gewinnen MUSS..............

__________________________________________________________

Fazit:

COFFIN ROCK ist wirklich sehr beunruhigend. Ein Thriller der Sonder-
klasse. Von den Machern von " Wolf Creek "- aber meiner Meinung nach
um Längen besser. Wäre da nicht diese frappierende Ähnlichkeit einiger
Szenarien, die mich just ans Inferno der Douglas/ Close - Tragödie erinnerten,
wäre der Film wirklich perfekt. Wurde da etwa abgekupfert?
Irgendwie schade, - noch etwas mehr eigene Phantasie hätte dem Streifen
echt gut getan.
Die Protagonisten, allen voran Sam Parsonson( Evan ), verkörpern ihre
Rolle grottenernst und somit absolut glaubhaft.
Die Geschichte, nicht neu- aber atmosphärisch spektakulär.
Kein Meilenstein, aber sehensWERT!

Und die Moral von der Geschicht`.......manche Wünsche gehen besser nie
in Erfüllung. Martialisch!

Filmlänge= 89 Minuten

- Bonusmaterial: Original- Trailer
Making of= ca. 30 Minuten!

VIER, immerhin, völlig durchgeknallte Sterne.
FAST wären es FÜNF geworden. Fast.

Anschauen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ...und plötzlich gerät das Leben aus den Fugen, 30. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Coffin Rock (DVD)
"Dies ist kein neuer Wolf Creek"- so müßte man in grossen Lettern als Warnung für den Interessenten blutiger Terrortrips sichtbar auf das Cover drucken.
Stattdessen macht dasDVD- Label genau das falsche, weckt Erwartungen in dem es Vergleiche zu dem Outback- Schocker zieht, mit dem "Coffin Rock" gerade einmal den Produzenten gemeinsam hat.
So erntet man im vorneherein schon enttäuschte Erwartungen und negative Kritiken.
"Coffin Rock" ist vollkommen gegensätzlich; klein, düster, leise packend.
Ein auswegloses Psychodrama angesiedelt in einem windig, kargen australischen Küstenstädtchen, das am ehesten mit dem Wort Beklemmung zu beschreiben ist.
Beklemmung wie schnell sich scheinbar alltägliche sichere Lebenskonzepte und Beziehungen durch einen einzigen Fehltritt in angespannte unberechenbare Sackgassen entwickeln können.
Verunsicherung darüber wie schnell und nachhaltig Strukturen zusammenbrechen um dem schieren Chaos Platz zu machen. Nichts ist verlässlich und eine einzige falsche Entscheidung kann das Mobilée des Lebens in unvorhergesehener Weise durcheinanderbringen.
Ein Hauch von ähnlich abgründig konzipierten Patrica Highsmith Romanen schwingt da mit.
Diesen kleinen Stein, der die Lawine auslöst bringt die Mitdreißigerin Jess ins Rollen durch einen verhängnisvollen Seitensprung . Eine Party, eine dunkle Nacht in einem Bootshaus und Jess, die zwar mit ihre Mann Rob ein scheinbar privat und beruflich erfüllendes Leben führt, letzlich aber fortwährend mit ihrem unerfüllten Kinderwunsch hadert.
Viele bedrückende Szenen gibt es gerade am Anfang in denen sich das Ehepaar selbst zerrüttet, in Schuldbezichtigungen verfängt,eine dunkle Wolke der Unzufriedenheit über den beiden schwebt.
"Seit sechzehn Monaten versuchen wir ein Baby zu bekommen".
Ergebnislose künstliche Befruchtungen, Versagensängste des Mannes, seelisch verletzender Streit allenthalben.
Der Teufel Alkohol wird ebenfalls sein Scherflein in dieser trostlosen Situation dazu beitragen, daß Jess auf besagter Feier in dem Armen des jungen Arbeiters Evan landet.
Daß Evan ein in kranker Liebe zu ihr entflammter Psychopath ist, nur darauf wartete an dieses Ziel seiner Träume zu kommen,ahnt sie nicht.
Auch nicht, daß sie in dieser Nacht von ihm schwanger werden wird.
Ein gehörnter Ehemann, der noch nichts ahnt,ein ungeborenes Kind von einem unberechenbaren Stalker und das unentrinnbare sich schneller drehende Rad aus Angst,Verzweiflung und letzlich purer tödlicher Gewalt.
Zunehmend entpuppt sich Ewan als gefährlicher Stalker,der ,als er von seiner Vaterschaft durch Zufall erfährt vor keiner Gewalttat mehr zurückschreckt.
"Coffin Rock" lebt zwei Drittel lang von einer bemerkenswert ruhigen , durchdachten Inszenierungskraft.
Regisseur Rupert Glasson nimmt sich Zeit,läßt in den Gesichern der hervorragenden Schauspieler die Emotionen intensiv zur Geltung kommen.
Die Unentrinnbarkeit der fatalen zunehmend beängstigenden Situation läßt den Zuschauer den Atem anhalten, dreht konsequent an der Spannungsschraube aus Tragik, Erpressung, Seelenzerfleischung und Gewalt.
Wie fragil sind doch unser aller Lebensentwürfe gebaut, wenn eine einzige Nacht die Schicksalskarten neu mischt.
Ein übriges zur Stimmung trägt die elegisch,graue Hafenatmosphäre bei, die den Film weit über das Niveau knallbunter amerikanischer Genrevertreter heraushebt.
Somit bietet"Coffin Rock" anderthalb Stunden fesselnde Thrillerunterhaltung , jedoch mit einem kleinen Wermutstropfen.
Viel zu schnell gibt Glasson die filigrane Terrorsituation zugunsten konventioneller und dutzendfach gesehender Action-und Schlägersequenzen auf.
Man hätte sich gerne noch länger von der düsteren Kraft der Story unterschwellig die Kehle zudrücken lassen, so eskaliert das Drama in bewährt spektakulärer und auch vorhersehbar klischeehafter Weise.
Seis drum, bis zuletzt kann "Coffin Rock" überzeugen.letzlich auch wegen der Tiefe des finalen Bildes.
Spoiler:
Ein erstes zaghaftes Lächeln tritt wieder auf die Lippen von Jess und ihrem Ehemann.Über die Entfernung eines Tresens sehen sie sich an.
Ein Lächeln,das zeigt, wir haben es überlebt, aber welches nur notdürftig sämtliche Verletzungen und Verwerfungen der Ereignisse kaschiert. Vielleicht ein Neuanfang, aber das Empfinden einer vertrauten Sicherheit im Leben wohl auf lange Zeit erschüttert.
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4.0 von 5 Sternen Wohl eher "Cradle Rock", 28. Juni 2014
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Coffin Rock (DVD)
Jessie Williams (Lisa Chappell) und ihr Mann Rob (Robert Taylor) sind Mitte Dreißig und haben ein Problem: Beide wünschen sich ein Kind, doch es will sich keines einstellen. Unausgesprochen steht im Raum, daß dies an Rob liegen muß, und so entschließen sich die beiden – Rob freilich eher widerwillig – dazu, Robs Zeugungsfähigkeit medizinisch untersuchen zu lassen. Damit nimmt das Unheil seinen Lauf, und zwar auf mehreren Ebenen. Zum einen kommt es zwischen der Meeresbiologin und dem Verkäufer für Anglerbedarf zu einem handfesten Streit, als eines Tages der Brief mit dem Laborbefund eintrifft und Rob sich weigert, ihn zu öffnen. Zum anderen aber ist die attraktive Jessie bei ihrem Besuch im Labor einem jungen Mann namens Evan (Sam Parsonson) aufgefallen, der dort arbeitet und der von ihr so fasziniert ist, daß er Jessies Adresse in Erfahrung bringt, seinen Job schmeißt und „zufällig“ in dem kleinen Küstenstädtchen auftaucht, in dem die Williams wohnen. Ein solches Verhalten dürfte wohl alles andere als psychisch stabil sein, doch das ist erst der Anfang.

Evan, der inzwischen Jessies Bekanntschaft gemacht und einen Hilfsjob in der Fischfabrik bekommen hat, nutzt den Streit zwischen Jessie und Rob aus, indem er mit der stark angetrunkenen Frau schläft, die jedoch mitten im Akt über ihr eigenes Tun entsetzt ist und überstürzt davonrennt. Allerdings ist damit die Angelegenheit noch nicht erledigt. Denn Evan ist jemand, der sich nicht mit einem Nein abfindet und der zudem seine eigene Konstruktion der Wirklichkeit betreibt, die er um jeden Preis aufrechtzuerhalten versucht. Die Situation verkompliziert sich zudem, als Jessie erkennt, daß sie schwanger geworden ist, und als wenig später auch Evan von dieser neuen Wendung erfährt …

Mit dem Thriller „Coffin Rock“ aus dem Jahre 2009 lieferte Regisseur Rupert Glasson sein Regiedebüt und schrieb auch selbst das Drehbuch. Wenngleich der Film gegen Ende hin ein wenig zu sehr ins platte Actionkino abdriftet, gelingt es Glasson jedoch über weite Strecken, eine angespannte und auch bedrückende Atmosphäre zu erzeugen sowie Figuren zu zeichnen, deren Schicksal einen nicht gleichgültig läßt. In dieser Hinsicht wandelt den Film fast so etwas wie ein Touch von Noir an – eine Eskalation zwischen Liebenden bringt ihr normales Leben durcheinander und macht einen der beiden anfällig für eine Versuchung, die sich als fatal herausstellen wird –, den er allerdings in der letzten Konfrontation zwischen dem geistesgestörten Evan und seinen Opfern vollends einbüßt, geht hier doch zu vieles nach den Regel des Schockkinos ab, wie beispielsweise – SPOILER, oder eigentlich auch wieder nicht, denn das erwarten wir doch alle – das plötzliche Wiederauftauchen des vermeintlich getöteten Antagonisten.

Was an „Coffin Rock“ wirklich gut ist, ist die Zeichnung der Ehepaares, das sich so sehr ein Kind wünscht und doch keines bekommen zu können scheint. Hier stehen zunächst unausgesprochene, dann aber erbitterte Vorwürfe im Raum, und sowohl Jessie als auch Rob handeln zutiefst widersprüchlich, wie es in einer derartigen Krise wohl nicht anders sein kann. Zu allem Überfluß ist da auch noch Benny (Joseph Del Re), ein Freund Robs, der jedoch nur darauf wartet, sich an Jessie, über deren häusliche Probleme die gesamte kleine Küstenstadt Bescheid zu wissen scheint, heranzumachen. Bereits am Anfang wird Robs demütigende Situation in einer ziemlich boshaften Metapher in Szene gesetzt: Während seine Frau ihrer Arbeit nachgeht, steht er mit Benny und einem anderen Freund am Strand und angelt. Als bei Rob ein Fisch anbeißt, reißt ihm dummerweise die Angelschnur, und während Benny ihn verspottet, gibt ihm der ältere Freund Tony (Terry Camilleri) einen riesigen Fisch mit auf den Weg, von dem Rob dann zu Hause behaupten wird, er habe ihn gefangen.

Robs Unsicherheit vor wirklich wichtigen Entscheidungen und seine Neigung, Wahrheiten gerade nicht ins Auge zu sehen, wird denn auch dem Film eine mögliche – dies hängt von der Interpretation des Zuschauers ab – tragische Ebene hinzufügen und das Ende in einem anderen Licht erscheinen lassen. Da dies ein recht neuer Film ist, soll in dieser Rezension hiervon nichts verraten werden.

Nebenbei bemerkt, wirkt der Film auch über die von rauher Seeluft geprägten Landschaftsaufnahmen, die Australien in einem zumindest für den Rezensenten ungewohnten Licht zeigen. Die hierdurch erzeugte Stimmung sowie die an manchen Stellen durchschimmernde noirische Qualität und eben auch das sehr ambivalente und stimmungsvoll gefilmte Ende – ich rede hier von den Bildern, die NACH der Abrechnung mit dem Bösewicht zu sehen sind – heben diesen Film definitiv über das Niveau von „Fatal Attraction“ (1987), an den man sich durch den Plot entfernt erinnert fühlt.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Keine Genre-Perle ... und KEIN Blair-Witch-Spin-off, 11. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Coffin Rock [Blu-ray] (Blu-ray)
Ein Strand bei Ebbe in der Totalen, das Rauschen der Wellen, die die raue Natur der Gegend repräsentieren, alles in gedämpften Farben getaucht und von sanften melancholischen Tönen untermalt - eine Grundstimmung, die sich durch das Gros der Laufzeit zieht. Ein wenig ungewöhnlich für einen Film, der damit beworben wird, aus derselben Produktionsschmiede zu stammen wie "Wolf Creek". Tatsächlich hat "Coffin Rock" - dramaturgisch wie auch qualitativ - wenig mit dem missglückten Backpacker-Slasher gemein, auch wenn das düster gehaltene Cover mit blutroten Lettern, blutbeflecktem Messer und unübersehbarem FSK-18-Logo etwas anderes weismachen will. Doch anstelle eines neuen müden Outback-Schlitzerfilms präsentiert Rupert Glasson mit seinem Regiedebüt einen Stalking-Thriller mit Ambitionen, aber auch mit Schwächen.

Die Independent-Produktion zeigt sich als erwachsener Streifen, der nichts mit den kommerziell orientierten Beleidigungen, mit denen das Genre seit Jahren überflutet wird, gemein haben will. Die Figuren in "Coffin Rock" sind keine abgenutzten Schablonen auf zwei Beinen, die hölzern von einem Klischee-Fangeisen ins nächste staksen, keine schwachköpfigen Teenies mit unkontrolliertem Sexualtrieb, denen man als Zuschauer am liebsten Freddy und Jason an den Hals wünscht. Dies gilt vor allem für Jessie: Mit ihr kommt keine oberflächliche Projektion männlicher Phantasien, keine strohdumme GNTM-Anwärterin daher, sondern eine interessant gezeichnete Mittdreißigerin, die mit einer exzellent spielenden Lisa Chappell ("McLeods Töchter") hervorragend besetzt wurde. Der bärbeißige und stämmige Rob, dargestellt von Robert Taylor ("Vertical Limit", "Rogue - Im falschen Revier"), bietet einen guten Gegenpol zu Jessie: Durch ihren obsessiven Kinderwunsch und seinem Widerwillen, seine Zeugungsfähigkeit untersuchen zu lassen, entwickelt sich ein Pulverfass, dass durch Evans Eintritt in ihr Leben zu explodieren droht.

Angesichts seiner Stärken und seiner Ambitionen schmerzt es umso mehr, dass "Coffin Rock" den endgültigen Sprung zum Genre-Geheimtipp aus eigenem Verschulden vermasselt. Der Film schlägt in der ersten Hälfte bewusst leise Töne an, von plakativem Horror keine Spur. Vielmehr spielt "Coffin Rock" an der Crossover-Orgel und wechselt geschickt und unaufdringlich zwischen Drama und Thriller hin und her. Auf unnötige Brutalität verzichtet der Film, vielmehr sind es kurze, aufflackernde Gewalteindrücke, die ebenso hart wie kalt rüberkommen. Bedauerlicherweise mündet dieses Spiel in eine einseitige und mit vorhersehbaren Twists gespickte Hetzjagd, die zwar solide inszeniert ist, aber allzu sehr in seelenlose Routine verfällt. Die Steigerung von Evans Wahnsinn geht zu schnell voran, nimmt immer zwei, drei Stufen auf einmal und fügt damit dem schizophrenen Psychopathen mit Norman-Bates-Allüren Kratzer hinzu. Schade, denn dazwischen darf Sam Parsonson immer wieder zeigen, was er drauf hat, und dafür sorgen, dass der Zuschauer das eine oder andere Mal die Luft einsaugt. Evans Backstory bleibt diffus, zu viel im Dunkeln und damit viel Potential, das der Film immer wieder beweist, nur begrenzt genutzt. Rob dümpelt ab der Mitte bis zu seinem großen Auftritt im Finale dahin und meldet sich immer wieder sporadisch zu Wort, dem Showdown fehlt es an Kreativität und Pfiff. Erst die letzte Szene schließt den Kreis zur gekonnt inszenierten ersten Filmhälfte und beweist, dass Spannung kein Privileg des Mainstreams und der Bruch mit Konventionen kein Rückschritt ist. Schade, dass Regisseur und Drehbuchautor Glasson nicht den Mut zur Radikalität besaß und lieber zu Altbewährtem zurückkehrte. Als Regiedebüt jedenfalls sehenswert, zumal Glasson handwerkliche Sicherheit beweist und man "Coffin Rock" nie in die Erstlingsschublade einordnen würde. Aber zur erhofften Genre-Perle, welche die ersten 40 Minuten ankündigen, hat es nicht gereicht ...

Die Blu-ray präsentiert sich technisch solide, jedoch alles andere als referenzverdächtig: Das Bild hat - wohl produktionsbedingt - mit einem Grieseln zu kämpfen, das in den hellen Außenaufnahmen nicht weiter ins Gewicht fällt, in halbdunklen Szenen aber unangenehm auffällt. Der DTS-HD-Ton kommt sauber aus den Boxen und wartet mit einer klaren Dialogwiedergabe auf, allerdings hätte er mehr Raumklang vertragen. Das Bonusmaterial präsentiert sich mau, die Scheibe bietet lediglich den Originaltrailer, ein nicht uninteressantes Making Of sowie eine kurze Trailershow. Letztere wird nach Einlegen der Disc in den Player automatisch gestartet, ist aber nicht über das Hauptmenü anwählbar.

Fazit:
Solider Stalking-Thriller aus Down Under mit viel versprechenden Ansätzen, die nicht konsequent zu Ende gedacht worden sind. So bleibt es letztendlich bei einem kurzweiligen Indie-Genrebeitrag mit leichtem "Psycho"-Einschlag, den man durchaus gesehen haben kann.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Quicky mit Folgen, 19. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Coffin Rock (DVD)
Die Spannung in diesem australischen Thriller speist sich hauptsächlich aus zwei Quellen: recht heftige Brutalo-Szenen und überraschende Wendungen. Die Story an sich ist gar nicht mal so neu, aber hier gut erzählt: der kinderlosen Ehefrau bringt ein Quicky mit Evan (toll Sam Parsonson) den Erfolg. Die Darstellung dieser Figur ist durchaus gelungen und nicht unmaßgeblich für den Spannungsaufbau. Man erkennt allmählich, dass er ein Psychopath ist. Zunächst redet er mit sich selber, dann telefoniert er bei gekappter Strippe und dann sieht man kurz die Vorgeschichte mit seinem Vater. Daher wohl auch der deutsche Titel, denn der des Originals lautet 'Sarg Felsen', analog zum berühmten Ayer's Rock. Die Landschaft und das ganze Ambiente inklusive der Bewohner sind durchaus passend für die Story. Das verdeutlicht auch der abschließende, kommentarlose Kameraschwenk über deren Gesichter: alle wissen mehr als sie sagen. Ein Albtraum für alle Beteiligten ist vorüber.
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6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine bekannte Affäre, 9. März 2010
Von 
Rob Fleming - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Coffin Rock (DVD)
Ein Ehepaar das trotz größter Mühen keine Kinder bekommt. Eine Affäre aus Frust heraus. Eine unerwünschte plötzliche Schwangerschaft. Ein psychopathischer Kindsvater, der der Mutter nachstellt und versucht sich in die Ehe hinein zu drängeln. Eine Situation die außer Kontrolle gerät und in einem blutigen Showdown endet.

Wenn ihnen das bekannt vorkommt, dann haben sie entweder ein sehr aufregendes Familienleben oder aber "Eine Verhängnisvolle Affäre" gesehen. "Coffin Rock" ist nichts weiter, als eine weitere belanglose Verfilmung dieses Stoffes. Dass es diesmal Känguru im Babybett statt Karnickel im Kochtopf gibt, ist schon eine der größeren inhaltlichen Variationen. Wer aufgrund der nicht jugendfreien Altersbeschränkung zumindest auf einen harten Horrorfilm hofft, wird enttäuscht (jedenfalls wenn man Blut sehen will). Als Psychohorror geht es allerdings gerade eben noch so durch. Die Atmosphäre ist schon recht bedrückend, das kann man dem Film nicht absprechen, aber die Geschichte ist abgegriffen, vorhersehbar und auf trickreiche Überraschungen sollte man besser nicht hoffen. Außerdem wird man als Zuschauer die ganze Zeit das Gefühl nicht los, einen Fernsehfilm zu schauen.

Dass mit den auf dem Cover beworbenen "Macher von Wolfs Creek" nicht etwa Regisseur und Hauptdarsteller gemeint sind, sondern lediglich der Produzent, macht den Film auch nicht besser.

Als Fan des Genres kann man "Coffin Rock" schon mal gucken, muss ihn aber nicht kaufen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 08/15 Horror, 25. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Coffin Rock (DVD)
Jessie Willis (Lisa Chappell) und Ehemann Rob (Robert Taylor) führen ein beschauliches, ruhiges Leben in einem kleinen australischen Fischerdorf. Nur der nicht erfüllte Kinderwunsch belastet das Paar. In einem Anflug von Depression und Frust begeht Jessie eines Abends einen schrecklichen Fehler: Sie verbringt eine Nacht mit dem hübschen, jungen Hilfsarbeiter Evan (Sam Parsonson). Als sich herausstellt, dass sie schwanger ist, offenbart sich Evan als Psychopath. Er verfolgt Jessie und beansprucht sowohl die Vaterschaft als auch Jessie für sich. Für das Paar beginnt ein Alptraum, da sie sich zu keiner Tages- und Nachtzeit mehr sicher fühlen können. Evans Verfolgungen nehmen immer grausamere und brutalere Züge an, bis er selbst vor Mord und Totschlag nicht mehr halt macht. Um zu überleben, muss sich Jessie auf sein Spiel einlassen, wohlwissend, dass es auch für sie den Tod bedeuten kann.

Irgendwie fehlt am Film einfach Spannung, oder eine abwechslungsreiche Story wäre gut, die Darsteller reagierein einfach gewöhnlich nach dem Drehbuch mehr nicht, und ich finde den Film nicht gerade sehr innovativ.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Coffin Rock" - Der Horrorthriller!, 25. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Coffin Rock (DVD)
"Coffin Rock" ist ein Horrorthriller, der unter die Haut geht! Ein "Muss" für alle Fans von Lisa Chappell (McLeods Töchter) und die, die es noch werden wollen!
Lisa spielt Jess, die mit ihrem Mann Rob in einem australischen Fischernest beschaulich lebt und eigentlich glücklich ist; doch die beiden hätten gerne Kinder. Jess ist über den unerfüllten Kinderwunsch so frustriert, dass sie sich angetrunken auf einen "One Night Stand" mit dem Hilfsarbeiter Evan einlässt; sie beschwört damit Ereignisse herauf, die sie kontrollieren muss, um am Leben zu bleiben!
Spannend und packend zugleich, genau das Richtige für eine schaurig-schöne
Halloween-Nacht!
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Coffin Rock", 5. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Coffin Rock [Blu-ray] (Blu-ray)
"Coffin Rock" ist ein wenig überzeugender Psycho-Thriller. Der Film besitzt eine sehr ruhige Erzählweise und die erste Hälfte wird lediglich dazu genutzt um die Charaktere vorzustellen. Dabei gelingt den Machern zwar eine gute Figurenzeichnung, der Film selbst plätschert dabei jedoch ohne jegliche Höhepunkte vor sich hin. Einzig die Erwartungshaltung des Zuschauers, auf noch folgende spannende Einlagen, lassen einen nicht komplett das Interesse verlieren. Im weiteren Verlauf nimmt "Coffin Rock" zwar etwas an Fahrt auf, der Film verläuft aber weiterhin ohne große Spannungsmomente und nur vereinzelt kommen kurze, etwas intensivere, Momente auf. Wer aufgrund der KJ-Freigabe noch auf eine annehmbare Härte hofft wird ebenfalls nicht zufrieden gestellt, den auch hier hält sich "Coffin Rock" zurück. Der Film selbst besitzt auch eine FSK16-Freigabe, die KJ-Freigabe wurde nur aufgrund des Bonusmaterials vergeben. Die Leistungen der Darsteller sind solide, wobei Lisa Chappell als Jess wohl die beste Darbietung zeigt.

"Coffin Rock" bleibt deutlich hinter seinen Möglichkeiten und scheitert an seiner wirklich nicht sehr nervenaufreibenden Erzählung. Das Ganze verläuft weitestgehnd einfach spannungs- und auch überraschungsarm vor sich hin. Für einen gelungenen Psycho-Thriller ist das hier Gezeigte definitiv zu wenig.

4 von 10
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Coffin Rock, 1. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Coffin Rock (DVD)
Über den Inhalt muss ich nicht weiter eingehen, wurde schon ein paar mal erwähnt.

Aber worauf ich eingehen will, ist darauf, was man geboten bekommt. Die FSK-18 Plakette ist nicht zu erkennen. Und die Beschreibung hinten auf der DVD lässt einen spannenden, blutigen Thriller erwarten. Doch was bekommt man? Eine Beziehungskrise mit ein paar Leichen, deren Tode gerade mal schlimm genug für eine 16er wären. Ich gebe zu, ich bin mit volkommen falschen Erwartungen an den Film heran gegangen, doch das ändert nichts daran, dass der Film nicht der beste war, den ich gesehen habe. Ein paar Szenen, wo ich einfach dachte 2Ehm. Warum hat er das jetzt getan? Ist da irgendwo Logik?" Meine Antwort, nö.

*ACHTUNG SPOILER*
Evan wurde von Jess abgewiesen und stopft daraufhin ein kleines Kaninchenbaby in einen Sack und schlägt den Sack mehrmals auf den Tisch oder gegen die Wand.
*SPOILER ENDE*

Ich meine, wieso? Klar, er ist ein Psychopath, aber deswegen geht er gleich am Anfang so weit? Naja.

Alles in allem, wenn man mit nicht so hohen Erwartungen rangeht, kann vielleicht ein Thriller herauskommen, der ein bisschen unterhält. Aber mehr auch nicht.
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Coffin Rock
Coffin Rock von Lisa Chappell (DVD - 2010)
EUR 5,36
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