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am 13. März 2010
...und trotzdem ist es passiert." Mehr kann der Ermittler Louis Schneider(Daniel Auteuil) Marie(Catherine Marchal), von der internen Ermittlung, nicht erwidern. Sie weiß um Louis schreckliche Vergangenheit. Seine Frau ist seit einem Unfall pflegebedürftig und nicht mehr ansprechbar, das gemeinsame Kind wurde getötet. Und Marie weiß auch um Louis Schneiders Gegenwart. Das Leben eines hoffnungslosen Alkoholikers, der seinen Körper zum Wrack und seinen Geist zur Folterkammer umgewandelt hat. Aber Louis Schneider ist ein hervorragender Polizist, ob betrunken oder nicht.

So bleibt er an dem Fall eines Serienmörders, obwohl er strafversetzt wurde und seinen dienstlichen Alltag am Beschwerdeschreibtisch verbringen soll. Der Killer tötet allein stehende Frauen auf bestialische Art und Weise. Schneiders Nachfolger Kovalski(Francis Renaud) kommt in dem Fall nicht weiter, aber Schneider entdeckt eine Spur. Das erzählt er jedoch nicht dem korrupten Kovalski, sondern seinem ehemaligen Mitarbeiter Mateo(Gerald LaRoche).

Zur gleichen Zeit wartet der grausame Doppelmörder Charles Subra(Phillipe Nahon) auf seine Begnadigung. 25 Jahre hat er für den Mord an den Eltern von Justin(Olivia Bonamy) gesessen. Jetzt scheint er bekehrt und religiös geworden zu sein. Aber das ist nur eine Maske. Subra ist eine Bestie in Menschengestalt. Als Justine erfährt, dass der Mörder in Freiheit kommt, wendet sie sich an Schneider. Der hat Subra damals verhaftet. In ihm findet sie jedoch keine Hilfe, sondern nur einen schwer kranken Mann, der dringend Hilfe braucht. Am Ende verbindet das Schicksal die beiden Geschichten um Louis Schneider...

In -MR73- ist die Handschrift Olivier Marchals unverkennbar. Er zeichnete für Regie und Drehbuch verantwortlich. Wie schon bei -Sag kein Sterbenswort- ist ein dichter, düsterer Thriller in bekannt guter französischer Tradition entstanden. -MR73- lebt vor allem vom Charakter der Figur Louis Schneider. Den gibt Daniel Auteuil so zerbrochen, widersprüchlich, kaputt und genial, wie das nur geht. Olivia Bonamy spielt den ruhigen Gegenpart zu Auteuil. Ihre Justine wirkt starkt, ist aber verletzlich und ungeschützt.
Eingebettet sind diese Charaktere in eine Story, die vor allem am Anfang einige Längen aufweist. Erst nach und nach entwickelt sich die Geschichte. Dabei hat Marchal nicht immer großen Wert auf die logische Entwicklung der Handlung gelegt. Das ist allerdings zu verschmerzen, da Auteuil mit seiner Leistung den Film ohnehin völlig allein trägt.

Wie Marchal die beiden Handlungsstränge, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, zusammen bekommt, das ist wirklich gut gemacht. Das Drehbuch soll nach einer wahren Begebenheit entstanden sein. Das zeigt wieder einmal deutlich, dass Finden besser ist als Erfinden.

Bis auf einige kleine Schwächen, wie z.B. die ziemlich unglaubwürdige Figur der Ermittlerin Marie(das ist natürlich meine persönliche Meinung) ist -MR73- ein wirklich gelungener französischer Thriller. Mich hat vor allem beeindruckt, in welcher Konsequenz Olivier Marchal diese Geschichte zum Ende geführt hat. Für Freunde des französichen Kinos ein Muss, für alle Thrillerfreunde mit Sicherheit empfehlenswert.
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am 25. März 2010
Dem vom Leben erschlagene Alkoholwrack-Kommissar Schneider wird ein Serienkiller-Fall entzogen. Seinen Instinkt hat der Alkoholwrack-Kommissar dennoch nicht verloren: Als ein sadistischer Sexualmörder und Soziopath aufgrund seines vorgeblichen und sehr katholischen Sinneswandels im Knast freikommt, wendet sich Justine, die traumatisierte Überlebende seines letzten Massakers an Schneider. Der geht seinen Weg konsequent radikal und stringent zu Ende .....

Dieser Film ertrinkt einen, zieht einen direkt in die Hölle hinab und zeichnet auf gespenstisch hohem Niveau ein desaströses Bild von Menschen, die all ihre Hoffnung dumpf verloren haben. Ein Stieg Larsson hätte eine derartige Sin City nicht erschütternder ersonnen nur höchst wahrscheinlich sehr viel umständlicher.

Hier dagegen kommt jede Szene dunkel, düster, qualvoll und rabenschwarz unmittelbar auf den Punkt ohne undurchsichtige und verschwommene Verschwörungstheorien.

Ein großartiger Daniel Auteuil in einem großartigen Werk, welches noch lange nachwirkt.
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am 10. Januar 2015
Ich habe diesen Film aufgrund seiner Handlung ausgewählt, die sehr vielversprechend ist.
Doch die Darstellung der Schauspieler, der Regie und des Schnitts werden dermaßen langweilig erzählt
und dargestellt, sodass ich zum Ende hin alle 15 Minuten auf die Uhr geschaut habe und hoffte, der
Film neige sich endlich seinem Ende zu.
Wer einen spannenden Film erwartet ist hier absolut nicht beraten.
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am 7. März 2010
... sollte man in der Tat einmal darüber nachdenken, sich diesen Film anzusehen.

Frankreich ist nunmehr seit Jahren das Geheimtipp-Land Nr. 1. Man denke nur an Meisterwerke wie "Martyrs", "36" oder "High Tension". Und unabhängig vom Genre schafft es das französische Kino immer wieder zu fesseln und zwingt einen dann doch das eine oder andere Mal, einfach gespannt vor dem Fernseher zu verharren.

Und genau in diese, etwas andere, nicht immer massenkompatible Kerbe stößt auch dieser Film unbamherzig hinein.

Dieser Film ist traurig, er ist finster, brutal und klammert Begriffe wie Zuversicht und Wohlgefallen bewusst aus und hinterlässt einen nachdenklichen Zuseher, der spürt, dass er gerade einen Film gesehen hat, der wirklich im Gedächtnis verweilt.

Die Suche nach einem Serienkiller gerät zur Nebensache, denn eigentlich sind es die Personen selbst, die die Aufmerksamkeit des Zusehers fordern.

Da wäre der Ermittler, der nach einem Unfall, der seine Familie zerstörte, mit seinem Leben abgeschlossen hat und den tieferen Sinn seines Seins nun im Alkohol sucht. Da wäre sein Partner, der desilusioniert einfach nur noch seinem Job nachgeht und sein Leben mit der Begründung lebt, anderen gehe es ebenso schlecht und da wäre die Kollegin, die ebenfalls desilusioniert die Schläge ihres Partners erträgt, weil auch andere Frauen, dies zu ertragen haben.

Auf der anderen Seite der Serien-Killer, der in seiner Nebenrolle erschossen wird, bevor er überhaupt richtig auftaucht. Der zum Schein Geläuterte, der die Zeit seiner Berufung entgegen fiebert, nur um da weiter zu machen, wo er einst als Mörder unterbrach und schließlich all die anderen, finster kaputten Personalien, die diesen Film tragen.

Nichts in diesem Werk ist schön, ansehbar, hoffnungsvoll oder gar freundlich. Alles ist düster, dreckig und der Inbegriff der Desilusion.

Da wo "Sieben" endete, beginnt dieser Film. Die wenigen Action-Frequenzen sind Mittel zum Zweck, kompromisslos und wenig heldenhaft und immer dann, wenn ein schöner Ort die trüben 120 Minuten zu stören droht, setzt der Regen ein.

So gesehen kann ein solcher Film eigentlich nur daneben gehen, tut er aber nicht.

Denn er bedient sich zwar, macht aber am Ende dann doch sein eigenes Ding.

Wer einen Action-Film oder einen Thriller im Stil von "Sieben" erwartet, wird enttäuscht sein. Wem die Welt allerdings viel zu fröhlich erscheint, zwei Stunden Zeit hat und viel lieber ausgeklügelte Charakterstudien beleiden mag, für den ist dieser Film genau das Richtige.

Mir hat er gefallen, auch wenn die Schauspieler wirken, als hätte das Casting nachts unter eine Brücke stattgefunden.

Daumen hoch für den französischen Film. 5 Punkte und bite noch viel viel mehr hiervon.

Die Blu-ray überdies machte auf mich einen sehr guten Eindruck. Das Bild wirkt scharf und knackig, der Ton angemessen.
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am 11. Februar 2015
Eine an sich gute und nicht oberflächliche Handlung wird mit viel zu viel Gewalt aufbereitet, die den Film nicht voranbringt. Der Film ergötzt sich die ersten 45 Minuten daran Szenen vergangener Morde mit brutalen Bildern zu malen. Zwischendurch werden die bemitleidenswerten Opfer in ihrer aussichtslosen Traurigkeit gezeigt.
Doch mit dem Ausschweifen nicht genug: die Szenen, in denen der Kommissar und Antiheld des Films, versoffen und verzweifelt gezeigt werden, sind langweilig oft und geben dem Film keinen Fortschritt.
Darüber hinaus fällt unangenehm auf, dass einer der Sponsoren die Automarke Chrysler ist. Die Autos sind immer und überall zu sehen und es wirkt total unrealistisch, dass die gesamte französische Polizei mit diesen Autos ausgestattet ist - ganz schlechte Schleichwerbung.
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am 7. Juli 2010
Der vom Leben schwer gezeichnete französische Ermittlungsbeamte Schneider hat seine Tochter verloren und seine Frau vegetiert im Krankenhaus dahin. Er selbst befindet sich in psychologischer Therapie, doch sein wahrer Therapeut ist der Alkohol. Als er im Suff einen Bus entführt, scheint dies das Ende seiner Karriere zu sein. Aufgrund seiner Verdienste wird die Sache unter den Tisch gekehrt und Schneider wird in den Innendienst versetzt.

In Marseille tötet er Serienkiller wohlhabende Frauen auf bestialische Weise. Ohne Schneider ermittelt das verbleibende Team auf konventionellen Weise weiter ohne eine recht Spur zu haben. Schneider, der nach wie vor Verbündete und Feinde in den Reihen seiner Kollegen hat, ermittelt auf eigene Faust weiter und verlässt sich dabei ausschließlich auf seine Instinkte, die ihm seine früheren Erfolge bescherten. Als er dem Täter sehr nahe kommt, weiht er einen Kollegen ein und bittet diesen um Hilfe bei der Festnahme. Der Zugriff wird zum Fiasko. Schneiders Kollege und der vermeintliche Täter sterben. Schneider steht vor den Trümmern seines Lebens und greift zur Waffe.

Der Protagonist ist ein menschliches Wrack und übertrifft dabei das Klischee Schimanski um Längen. Ihm bleibt nur sein Spürsinn, der ihn untrüglich auf die Spur des Täter führt. Dieser klassische Antiheld bewegt sich durch eine trostlose Welt. Selbst die Villen der Reichen sind denkbar hässlich; von den Gefängnissen ganz zu schweigen. Zudem regnet es häufig und heftig. Der Klimawandel ist im Kriminalfilm angekommen. Der Handlungsstrang ist schwierig. Und während man als Zuschauer brav Figuren und Ereignisse zuordnet, freut man sich über Längen, wo anscheinend nichts passiert. Kantige geradlinige Figuren, eine schon französisch zu bezeichnende Härte und pittoreske Szenarien zeichnen den Film aus. Auch das Ende ist außergewöhnlich. Man traut sich an den gesellschaftlich negativ besetzten Amoklauf heran.
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TOP 1000 REZENSENTam 13. April 2010
Schneider (Daniel Auteuil) war mal eine Art Superbulle bei der Mordkommission in Marseille. Doch ein Autounfall seiner Frau und seiner kleinen Tochter hat das ganze Glück in Sekunden wie ein Kartenhaus zu Fall gebracht. Die Tochter verstarb noch an der Unglücksstelle, die Frau ist seither ans Bett gefesselt und kann sich nur durch Laute artikulieren, die sich wie "Erlöse mich" anhören.
Schneider fristet ein traumatisches Dasein und ersäuft den Kummer in Unmengen von Alkohol. Zwischendurch arbeitet er noch. Doch sein Stern ist verblasst. Bei einer nächtlichen Sauftour erwischt er den falschen Bus und kurzerhand bedroht der Busfahrer und Fahrgäste, entführt den Bus und zwingt mit - mit einer Zigarette im Mund und einer Knarre in der Hand - die Richtung zu wechseln, damit er heimkommt.
Ein Sonderkommando stoppt den Verrückten. Seine Vorgesetzten Ringwald (Moussa Maskri) und Polizeikommandantin Marie Angeli (Chaterine Marchal) vertuschen aufgrund von Imagegründen und weil Schneider in seiner besten Zeit einige Schwerverbrecher fassen konnte den Ausrutscher. Mögliche Zeugen werden gut abgefunden, aber Schneider landet strafversetzt in den Nachtdienst, Schreibtischarbeit im Revier.
Damit ist Kollege Matteo (Gerald Laroche) seinen Partner los und Schneider den mysteriösen Fall eines neuen Serienmörders.
Am Zug sein größter Konkurrent bei den Bullen, der ehrgeizige und bestechliche Kovalski (Francis Renaud), der wie auch Schneider vor einiger Zeit eine Affäre mit der Kommandantin hatte.
Zur selben Zeit wird im Gefängnis von Marseille darüber entschieden, ob der lebenslänglich einsitzende berüchtigte Serienkiller Charles Subra (Philippe Nohan) eine vorzeitige Entlassung verdient hat. Der Mann hat sich anscheinend in den 25 Jahren Knast zum wiedergeborenen Christsein entschieden. Anfang der 80er war er der brutale Schlächter, der die Eltern von der damals noch kleinen Justine (Olivia Bonamy) ermordet hatte. Die junge Frau, die damals auch ihre kleinere Schwester retten konnte, hat damals aus einem Versteck heraus die blutige Tat mitangesehen und selbst nach 25 Jahren leidet sie an diesen Bildern. Die mögliche Freilassung der Bestie von Früher macht ihr grosse Angst.....
So die Grundkonstellation von "MR 73 - Bis dass der Tod dich erlöst". Ein deprimierende Umgebung aus Korruption, Unterschlagung und gefälschten Beweismittel dominieren den Polizeialltag in Marseille und lassen auch bei den vermeintlich Guten das Böse stets über das Gute siegen.
Der Held oder Antiheld der Geschichte ist ein gefallener, wahrscheinlich ehemals selbstgefälliger Berufsjunkie und Elitecop, der durch die Jagd nach einem Frauenmörder noch einmal böse Geister der anderen bekämpfen wird, um seine eigenen zu erkennen und so aus seiner alkoholgetränkten Lethargie entkommt. Doch der Kampf mit seinen eigenen Dämonen ist das weitaus brisantere Thema. Schneider bleibt pessimistisch und sein Weg heisst von Anbeginn Todessehnsucht.
Olivier Marchal schickt sich mit "MR 73" langsam aber sicher an, das große Erbe Jean-Pierre Melvilles übernehmen zu wollen und auch zu können.
Bereits mit "36" drehte er einen hoffnungslosen Polizeithriller und "MR 73" ist noch eine Spur provozierender in seinen Deutungen, denn hier kommt der Zuschauer nicht daran vorbei, sich mit der Figur des Schneiders und seinem Umgang mit dem Schicksal auseinanderzusetzen.
Die Aussage des Films, die am Ende präsentiert wird, ist radikal, bitterböse und sicherlich extrem umstritten.
Der französische Polizeifilm war oft eine Meditation über Entfremdung und über die Suche nach Erlösung. In "MR 73" haben fast alle Menschen die Hoffnung verloren, der versoffene Antiheld mit der getönten Sonnenbrille hat am Ende eine Entscheidung zu treffen, bei dem nur noch das Böse eine Aussicht auf eine bessere Zukunft ermöglicht...
Die Darstellerleistungen sind klasse, neben Auteuil besonders bemerkenswert: Philippe Nohan als alternder Psychopath, Catherine Marchall als Schneiders Vorgesetzte und die junge Olivia Bonamy als traumatisiertes Opfer...
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am 17. März 2010
Kein amerikanische Dutzendware, sondern ein französischer Thriller der Extraklasse!

MR73 erzählt die Geschichte des alkoholkranken Polizisten Schreiber, der nach dem Tod seiner Tochter mit dem Leben abgeschlossen hat und fatalistisch seinem Ende entgegen steuert. Die Jagd auf einen Frauenmörder wird ihn zwar für kurze Zeit noch einmal aus der Lethargie reißen, doch der Kampf gegen die eigenen Dämonen ist längst schon verloren. Schreibers pessimistische Weltsicht ("Gott ist ein Dreckssack") lässt sich durch nichts mehr revidieren. Die eigene Todessehnsucht bestimmt letztlich das Geschehen und schreit nach Erlösung...

Regisseur Marchal, ehemaliges Mitglied einer Anti-Terrorheit, entwirft eine zutiefst deprimierende Welt. Korruption, Unterschlagung und gefälschte Beweismittel dominieren den Polizeialltag in Marseille und lassen das Böse stets über das Gute triumphieren. Nur die Geburt eines Kindes, die Marchal dem ganzen kriminellen Treiben kongenial entgegensetzt, wird einziger Lichtblick sein in einem Film, der zu den besten französischen Krimis der letzten 20 Jahre gezählt werden muss.

Fazit: Düsterer Neo-Noir-Thriller mit sehr verstörendem Ende und einem beängstigend guten Daniel Auteuil in der Hauptrolle. Für Freunde des gehobenen Krimianspruchs ein cineastischer Leckerbissen!
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am 14. Mai 2012
Inhaltlich haben meine Vorredner schon alles gesagt. Solch misanthropische Kost verträgt natürlich nicht jeder, und die kann einem auch ziemlich schwer im Magen liegen. Der Streifen ist jedenfalls hammerhart, auch ohne großartige Action. Wer letztere erwartet, wird enttäuscht. Stattdessen gibt es tiefe Einblicke in die Abgründe der menschlichen Seele. Technisch (Stichwort Tonspur) gab's bei mir (PS3 als BD-Player) keinerlei Probleme. Die deutsche Synchro macht nicht immer glücklich, hat aber ein paar charismatische Stimmen am Start und geht insofern voll okay.
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am 15. März 2015
Die Geschichte eines Polizisten der durch den Verlust seiner Familie traumatisiert und sensibilisiert, unfähig ist weitere Kompromisse einzugehen. Als er auch seinen Job als Kommissar verliert, weil er betrunken einen Busfahrer mit der Waffe bedroht, verliert er zusehends die Kontrolle. Meisterhaft in Szene gesetzt, fühlt man sich in dem Film in die kaputte Gefühlswelt eines Menschen versetzt der alles verloren hat. Ein Film der für sich steht. Düster und beklemmend. Großartiges Kino !
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