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52 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Final Fantasy XIII... Träger der schweren Bürde einer epischen Reihe
Final Fantasy XIII liefert mit Sicherheit viel Diskussionsstoff, da es sich hier --- man muss es leider sagen --- weniger um ein Final Fantasy Spiel handelt als vielmehr um ein normales, wenn auch gutes Rollenspiel. Und bevor ich mit der Rezension beginne möchte ich zwei Sachen gleich klarstellen:

- nein es ist nicht soooo gut wie alle es im Vorfeld in den...
Am 15. März 2010 veröffentlicht

versus
18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nichts Halbes und nichts Ganzes - Final Fantasy 13
Hatte mich sehr auf die Erscheinung von FF 13 gefreut, da ich die Reihe schon von Anfang an verfolgt habe und ein großer Fan bin. Habe bis jetzt alle Titel gespielt und kann denke ich deswegen eine gute Resonanz geben.

Fakt ist: Das Spiel kann in fast keiner Hinsicht überzeugen, außer mit der Grafik. Das Spiel bietet so gut wie keine...
Veröffentlicht am 7. Februar 2011 von KaufY


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52 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Final Fantasy XIII... Träger der schweren Bürde einer epischen Reihe, 15. März 2010
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XIII (Videospiel)
Final Fantasy XIII liefert mit Sicherheit viel Diskussionsstoff, da es sich hier --- man muss es leider sagen --- weniger um ein Final Fantasy Spiel handelt als vielmehr um ein normales, wenn auch gutes Rollenspiel. Und bevor ich mit der Rezension beginne möchte ich zwei Sachen gleich klarstellen:

- nein es ist nicht soooo gut wie alle es im Vorfeld in den Himmel lobten
- nein es ist nicht so schlecht, wie mancher es gern darstellt

Zu den ersten Eindrücken:

Graphik:
Man legt das Spiel ein und als Spieler sitzt man gebannt vor dem Fernseher und blickt mit unglaublichen Erwartungen auf die Mattscheibe, ob es wirklich graphisch so überragend ist...
Und ja... das ist es... man wird nichts besseres finden fertig, man sieht sich das Intro an und denkt sich "wow, gebt mir eine 3-D Brille und ein Kino und "Avatar" kann einpacken".

Story, Charaktere und Tiefgang:
Hier liegen also klar die größten Stärken des Spiels und auch die Story verspricht bereits anfangs einiges und wird den Erwartungen auch gerecht. Hier wurde nach den beiden Story-tachnisch dürftig bestückten Vorgängern Final Fantasy X-2 und Final Fantasy XII wieder deutlich nachgebessert, besonders hinsichtlich der Komplexität. Auch die Charaktere sind nicht mehr so blaß wie in den Vorgängern, wobei auch hier gesagt werden muss, man wird niemals eine wirklich enge Beziehung zu den Charakteren aufbauen können wie in FF7 - FF9. Sie besitzen einen gewissen Tiefgang und entwickeln sich auch weiter und die ganze Story wird erst nach und nach aufgedeckt genauso wie die Motive der Protagonisten.
Man muss aber hier anmerken, dass die Macher ganz stark vom Erscheinungsbild des Protagonisten von FF7 abgekupfert haben (die wollten einfach mal Cloud in HD haben *g*)
Selbst die Hauptdarstellerin Lightning erinnert noch an den Held der Helden von FF7.
Leider muss man sagen, dass die Story hier viel zu linear ist (Tales of Vesperia war dagegen ein Schlaraffenland :-P),
Eine Große Karte ist stets aufrufbar und man sieht immer wo man hin muss (soldaten-sicher) und man sieht quasi auch überall die Orte wo Schatz-Kugeln sind, da diese immer in Einbuchtungen liegen bzw in sinnlosen Gegner-Haufen abseits des Weges... (Man hätte auch gleich ein Schild mit Pfeil hinstellen können...)

Das Kampfsystem:
Hierbei handelt es sich, wenn man es genauer betrachtet um ein abgespecktes ATB-System aus den Vorgängern. Es gibt einen Ladebalken wie bei FF9 oder FF12 und ähnlichen, der sich füllt und anschließend führt der Charakter eine vorher vom Spieler eingetippte Attacke aus, soweit ganz klassisch, jedoch ist der Balken untergliedert in mehrere Balken ( anfang 2, später kommen noch welche hinzu). Jede Attacke verbraucht eine Anzahl von Balken, jedoch wurde hier mitgedacht und man kann diese schon vor aufladen der ganzen Leiste teil-aktivieren
Beispiel: Mein Charakter besitzt 4 Balken, ein einfacher Angriff verbraucht einen Balken, ich gebe 4x Angriff ein... Nun muss ich aber nicht warten bis sich alle 4 Balken aufgefüllt haben, sondern kann bereits bei 1,2 oder 3 Balken den Kämpfer losschicken, der dann eben nur die zu Verfügung stehen Balken aufbraucht, und somit eben nur 1,2 oder 3 Angriffe ausführt.
Dies hört sich nicht schlecht an, und macht zu Beginn der ersten CD an sich auch Spaß, wird aber schnell langweilig und erst gegen Ende der 2. von 3 CDs wird es wieder interessanter, da man erst dort wieder gefordert wird.
Noch einfacher werden die Gegner wenn man die auftretende "Schock-Leiste" ausnutzt.
Hierbei handelt es sich um die Fähigkeit bei aufeinanderfolgenden Angriffen, die Abwehr des Gegners kollabieren zu lassen, womit ihm 200% - 1000% des normalen Schadens zugeführt wird, was kaum ein Gegner lange aushält.
Der 2. große Punkt bildet des sogenannte Paradigmen-System: Vor dem Kampf werden den Maximal 3 Kämpfern die ihr in die Schlacht führt bestimmte Rollen zugewiesen:
Brecher (Angreifer und alle anderern verursachen etwas mehr Schaden, Schockleiste sinkt langsamer)
Verheerer (Schockleiste des Gegners wird viel schneller gefüllt)
Heiler
Augmentor: Unterstützt mit Supportzaubern die Gruppe
Manipulator: Schwächt gegnerische Abwehr und dessen Angriff
Verteidiger: Schützt sich, zieht Angriffe auf sich und absorbiert diese (Paladin-Funktion)
Diese voreingestellten und manuell-erstellbaren 3er-Kombinationen können mittels Tastendrucks im Kampf jeder Zeit gewechselt werden, was eine gewisse taktische Finesse in den Kampf bringt.
Wichtig ist aber:
Man steuert stets nur EINEN Charakter !!! Alle anderen agieren selbstständig (was oft sehr gut ist, wirklich... aber eben in 1% der Fälle nervig)
Hier muss man einen großen Kritikpunk anführen... Die KI-gesteuerten Mitstreiter wirken ihre Zauber stets nur ein einen Charakter, was sehr frustierend sein kann.
Wie folgendes Beispiel zeigt:
Nehmen wir an, unsere 3 Streiter besitzen je 800 TP, nun sind wir bei einem Gegner, der ab und an eine Mächtige Kombo ausführt... Die große Attacke mit 600 TP Schaden auf jeden, gefolgt von einer Attacken gegen einen Einzelnen mit 300 Schaden. Sprich es würde einer draufgehen. Nun haben die Entwickler natürlich zwischen den beiden Angriffen Zeit eingebaut um sich zu heilen... Aber die KI-Figuren (die pro Heilung 200 TP wiederherstellen) heilen nur einen Charakter 3x (anstatt jeden 1x, damit jeder die folgene Attake überleben würde), wodurch nur der überlebt, wenn er angegriffen werden würde. Die anderen segnen eben das Zeitliche. Hier ist man manchmal gezwungen die teuer zu erkaufenden Items zu benutzen. Beachtet man nun auch noch, dass wenn der Gruppenführer draufgeht, das Spiel GAME OVER anzeigt, kann es zu wirklich nervenden Momenten kommen. (Generell gilt das Beispiel aber nur für die 2. Hälfte des Spiels)
Wie oben geschrieben gibt es eben nur gewisse Klassen und die machen auch nie was anderes... bzw in der ersten Hälfte.
Ein Heiler wird also nie einen Angriffszauber ausführen und ein Brecher wird nie einen Charakter retten auch wenn er noch so wenig Lebenspunkte besitzt.
Insgesamt kann man sagen, dass das System an sich nicht schlecht ist: ABER
ABER: Es sind einfach keine anständigen Gegner da (in Hälfte 1), man wird einfach nicht gefordert. Und das ist manchmal sehr ermüdend, da man sich gerade auf CD 1 von Video-Sequenz zu Videosequenz schleppt und nur stets 2-3 lächerliche Geplänkel findet, durch die man durch muss.
Ab Kapitel 7 beginnt man ernsthaft zu kämpfen, und ab Kapitel 10/11 muss man dann Taktieren beginnen um langfristig Erfolg zu haben um nicht stets Items zu verbrauchen. Sehr "interessanter" Anstieg des Niveaus. Die erste Hälfte ist viel zu einfach... selbst für Neueinsteiger und der Rest schon teilweise sehr fordernd.

Auch gibt es keine Zufallskämpfe, man sieht den Gegner, es wird jedoch im Gegensatz zu FF XII nicht in Echtzeit gekämpft, sondern wechselt wie bei Tales auf Vesperia oder Lost-Odyssey in ein Kampffeld, der Übergang geht wirklich sehr sehr flott... 2 sekunden maximal.

Was widerum sehr geil ist, sind die Esper (Überkreaturen), welche zuerst besiegt werden müssen und anschließend mit euch kämpfen, bzw auch als Träger anerkennen, was tolle Dual-Attaken ermöglicht, und davon könnt ihr viele auswählen. (Im Gegensatz zu FF 12).
Jeder Charakter erhält im Laufe des Spiels (wenn teilweise auch sehr spät) seine Esper, darunter viele liebgewonnene Kreaturen... Alles natürlich in einem Graphikfeuerwerk
Leider ist es kaum möglich Esper wirklich oft hintereinander zu rufen, da die zum Rufen benötigte MTP-Leiste sich teilweise sehr langsam füllt.
(Die MTP_Leiste ist ähnlich der Angriffs-ATB-Leiste, nur steht diese für Attacken, die man jeder Zeit ohne Verzögerung ausführen kann, ohne dass das Aufladen der ATB-Leiste gestört wird)
Sehr brauchbar und wunderbar zum zusehen...

Fähigkeiten und Entwicklung der Charaktere:
Kurz und knapp kann man hier sagen dass es sich um ein HD_3-D-Sphäro-Brett aus FFX handelt. Durch bestrittene Kämpfe kann man nach und nach für die verschiedenen Klassen neue Attacke und Verstärkungen für Angriff und co freischalten. Alt bewährt sehr angenehm.
Die Tatsache, dass es aber eben keinen echten Magier gibt, der MP verbraucht und bei dem man aufpassen muss, dass eben diese nicht zu Ende gehen (was teilweise aufwenig war in vorangegangenen war, aber fordernd und wie ich finde auch dazugehörend) lässt mich persönlich nicht gerade freudig gestimmt zu zurück, genauso wie die Kontrolle über nur einen Charakter.
Was die Waffen angeht, so ist hier leider ein sehr großer -- wie ich finde negativer -- Bruch. Es gibt keine Läden mehr in denen Mann neue Waffen kauft in den Städten, sondern an jedem der 1000 Speicherpunkte und zudem kann man jede Waffe aufrüsten in dem Mann die Gegenstände besiegter Feinde in die Waffe einarbeitet und "modifiziert". Hörte sich anfangs nichts schlecht an, und ich freute mich schon, Gegner zu besiegen und geile Waffen noch geiler aufzurüsten. Leider wird man schnell ernüchtert... Findet man eine neue Waffe so ist die erst wesentlich schlechter als die vermeintlich schlechtere aber hochegelevelte Waffe... und so geht der ganze Spaß wieder von vorne los, was das ganze hochleveln angeht... und wieder... und wieder...
Aber da die Gegner eben so erbärmlich sind, muss man das wenn überhaupt erst auf Disk 3 machen.
Hierbei gleich ein Tipp... Erst die "organischen" Gegenstände verarbeiten und dann die mechanischen, so werden sie schneller aufgewertet... Man wird sehen was ich meine.
Auch das klassische Leveln der Charaktere fällt flach, da eben durch das Sphärobrett der Anstieg der Attribute bewirkt wird.

Sonstiges:
Es gibt unzählbar viele Speicherpunkte... wirklich unglaublich viel Speicherpunkte mit integriertem Shop und Waffenmodifikationsmöglichkeit, man kann also nie wirklich Zeit verlieren wenn man denn mal draufgehen sollte...
und jetzt kommt's, auch wenn man mal drauf geht... es ist egal... das Spiel fragt direkt, "Kampf wiederholen"... Mehr nicht... Ohne Nachteil ohne Alles.
Man hat also keinerlei Druck oder Wille/Motivation dass man überlegt kämpft, was ich persönlich generell sehr schade finde.
Auch wird man automatisch komplett geheilt, wenn man einen Kampf beendet hat. Die lang ersehnte offene Spielewelt eröffnet sich dem Spieler erst in der Mitte von Disk 3 und auch erst dort kommen ein paar Nebenquests hinzu.

Zusammenfassung:

+ geile Graphik
+ wunderbare Videosequenzen
+ gute Story
+ gute Musik
+ keine nervigen Charaktere (außer Hope *Zähneknirsch*)
+ Grundidee des Kampfsystems
+ schneller Wechsel in den Kampfmodus (sehr angenehm, da zwar in einen Kampfbildschirm geswitcht wird, aber das nur 2 sekunden braucht)
+ Esper
+ zweite Hälfte
+ das fetzige Chocobo-Küken *g*

- erste Hälfte viel zu leicht (Kein Druck überlegt zu kämpfen)
- langweilige, monotone, kaum fordernde Kämpfe
- erst ab CD 3 frei begehbare Welt und Nebenquests
- lineare Handlung
- kein Final-Fantasy-Feeling
- keine MP
- kaum motivierend

Wenn man neutral an dieses RPG herangeht, so muss man einfach sagen, würde es nicht den Titel Final Fantasy tragen, so wäre es einfach ein guter Titel, den man sich mal ansehen sollte. Jedoch ist der Titel in meinen Augen den Erwartungen besonders inhaltlich nicht gerecht geworden, da einfach so vieles fehlt was ein wahres Final Fantasy ausmacht. Dafür war die Zeit zu lang und der Hype zu groß. 4 Sterne weil es einfach an sich ein Gutes Spiel ist, welches aber meilenweit von den Teilen 7,8,9 und vielleicht auch noch 10 entfernt ist. Generell kaum mit dem Rest der Reihe vergleichbar... Schade eigentlich
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nichts Halbes und nichts Ganzes - Final Fantasy 13, 7. Februar 2011
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XIII (Videospiel)
Hatte mich sehr auf die Erscheinung von FF 13 gefreut, da ich die Reihe schon von Anfang an verfolgt habe und ein großer Fan bin. Habe bis jetzt alle Titel gespielt und kann denke ich deswegen eine gute Resonanz geben.

Fakt ist: Das Spiel kann in fast keiner Hinsicht überzeugen, außer mit der Grafik. Das Spiel bietet so gut wie keine Abwechslung und ist stures von Punkt A zu Punkt B gelaufe. Zwischendrin mal ein paar Kämpfe.

Kampfsystem finde ich auch nicht gerauschend sowie das System für die Aufwertung der Charaktere. Alles ein alter Hut aus den Vorgängern der Reihe, jedoch leicht überarbeitet. Aufwertung der Waffen ist total sinnlos meiner Meinung nach bzw. macht keinen Spass sowie die Art wie man die Bestias einsetzt.

Dem kompletten Spiel fehlt es an Abwechslung. Von Anfang an hat mich die Story überhaupt nicht gefesselt und konnte mich nicht in die Lage der Charaktere versetzen. Genau das war aber das was eigentlich ein Final Fantasy ausmacht, wie in den Teilen 7,8,9 und 10. Mit Squall und Cloud konnte man sich identifizieren und mitfühlen. Hier jedoch versteh ich nicht mal wirklich den Sinn der gesamten Geschichte die total schwachsinnig ist.

Ein paar Nebenaufgaben mehr wären da mal eine Abwechlung, jedoch fehlt es hier weitreichend. In anderen Teilen konnte man noch frei agieren und Orte bereisen! Warum den jetzt nicht mehr?!

Habe das Spiel eigentlich nur durchgespielt und behalten damit ich mir selbst treu bleibe und alle Teile durchspiele und besitze. Jedoch ist es der schwächste Teil der kompletten Reihe, sogar schlechter als FF X-2. Und das hat meiner Meinung nach schon etwas zu sagen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Noch darauf wartend, dass das Spiel katastrophal wird, 24. August 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XIII (Videospiel)
Nach Final Fantasy XII glaubte ich, dass die Reihe mich verloren hatte. Dazu sprache XIIs scheußliches Gambit-System und die für mich nicht gut erzählte Handlung.
Als dann die ersten Vorabinformationen auftauchten wusste ich: "Das Spiel holst du dir erst, wenn es billig zu haben."
Game Over wenn der Spielführer stirbt? Das will ich nur in "Shin Megami Tensei". Zu linear? Och nöö. Kein Geld nach Kämpfen und alles sündhaft teuer in Läden? Meh.
Vor zwei Wochen wollte ich mir dann also endlich ein Bild von diesem Spiel machen, ein eigenes, und letztlich muss ich sagen, dass noch immer nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird. Die 50 Spielstunden haben mir durchaus Spaß gemacht.

Die Handlung beginnt, zugegeben, sehr uninteressant. Am Anfang können die Figuren wirklich nichts anderes, als auf allem Einprügeln, das ihnen in die Quere kommt. Wer sich also beschwert, dass ihm oder ihr das Spiel zu leicht ist, darf sich auf die Einführung der Paradigmen freuen.
Davor ist das Spiel wirklich nur stumpfes "Drücke A um Gegner zu töten", ab Kapitel 3 wird das Spiel natürlich zunehmend schwerer. Niemals zu schwer, wohlgemerkt, der Schwierigkeitsgrad bleibt immer schön ausgewogen.
Und wirklich aufdrehen tut die Handlung auch erst gegen Ende der zweiten CD, wobei ab CD 2 schon deutliche Qualitätssteigerungen auffallen.
Die Rahmenhandlung in aller Kürze: Lightning, eine Soldatin im dienste des Psikom, quittiert ihren Dienst, um sich freiwillig einer Purgation zu unterziehen. Der Grund dafür ist, dass ihre Schwester von einem Pulse Fal'Cie zu einer L'Ciel ernannt wurde - einer Feindin des Mondes Cocoon.
Da Lightning ihre Familie jedoch über alles steht, will sie diese retten. Begleitet wird sie dabei von Sazh, der ebenfalls zur Purgation will und beschließt die Soldatin zu begleiten.
Gleichzeitig will auch Snow seine Verlobte Serah retten, welche Lightnings schwester ist. Dazu bedient er sich einer Oppositionsgruppierung und infiltriert die Purgationsanlage, um nebenher die "eingesammelten" Bürger auch noch zu retten.
Selbstverständlich läuft gar nichts nach Plan, Light, Snow und Sazh werden ebenfalls zu Pulse L'Cie, wie auch die Kinder Hope und Vanille, die von der Gruppe kürzlich gerettet wurde. Und nun werden die fünf von Psikom als Staatsfeinde gesucht. Schlimmer noch, als L'Cie hat die Gruppe eine Bestimmung zu erfüllen. Schaffen sie es nicht, diese Bestimmung zu erfüllen werden sie zu C'ieth - blutrünstigen Untoten. Aua...

Was die Level angeht, ja, das Spiel ist Linear und es gibt keinen Weg zu älteren Gebieten zurückzukehren, die älter als Kapitel 11 sind, von insgesamt 13 Kapiteln. Dies mag vielen sauer aufgestoßen sein, aber ich empfehle einen Blick auf das hoch gelobte Final Fantasy X zu werfen. Auch dort entpuppten sich sehr viele Örtlichkeiten als stumpfe Einbahnstraßen, ohne die Möglichkeit des Backtrackings. Bis man das Luftschiff erhielt, natürlich.
Trotzdem kam ich einfach nicht daran vorbei mich an Teil 10 erinnert zu fühlen. So richtig hatte mich die lineare Handlung dort auch nicht gestört, also war Teil 13 da gar nicht anders.

Ebenfalls erinnert mich das Kristarium and das Sphärobrett. Mit dem Unterschied, dass man keine Sphäroiden einsetzen muss, um den Status aufzuwerten. Im Gegenteil, nach jedem Kampf werden Kristallpunkte gesammelt, die jeder Figur aufs Konto gut geschrieben werden. Heißt: Ihr sammelt 100 KP und alle Figuren, selbst inaktive und Figuren am anderen Ende Cocoons, erhalten 100 KP.
Diese werden im Kristarium schließlich zum aufwerten des Charakter gebraucht. Dabei hat jede Figur ein Kristarium für sich, in dem nach und nach alle sechs Rollen freigeschaltet werden. Der Brecher agiert als physischer angreifer, der Verheerer ist der Schwarzmagier, der Augmentor zaubert Statusverbesserungen, der Manipulator zaubert Mali auf die Gegner, der verteidiger lenkt die Angriffe der Gegner auf sich und nimmt selbst weniger Schaden und schließlich der Heiler. Was ein Heiler tut muss ich ja nicht groß erwähnen.
Dabei gilt, wenn Light als Heilerin ihren angriffswert steigert, so gilt die Aufwertung nicht für die Heilerrolle, sondern kommt der Figur volständig zugute. Heißt also, wenn der Heiler die physischen Angriffe erhöht, hat der Brecher auch was davon. Anders gilt es jedoch bei den Fähigkeiten, diese können nur Rollenspezifisch genutzt werden. Nur der Heiler kann Vita zaubern, nicht aber die anderen Klassen. Ebenfalls wird das Kristarium mit voranschreitendem Spielverlauf aufgestuft. Heißt es werden mehr Fähigkeiten undstatusboni freigeschaltet, die für KP gekauft werden können.

Hier kommen auch die Paradigmen ins Spiel. Im Menü kann man in sechs Slots die Rollenaufteilung der aktuellen Gruppe eingeben. In Slot 1 stehen dann ein Brecher und zwei Verheerer, in Slot 2 wird hingegen ein Verheerer durch einen Heiler ersetzt. Der Kombinationsvielfalt ist also keine Grenze gesetzt. Wichtig ist jedoch auch, dass nicht jede Figur alle Fähigkeiten erlernt. vanille kann als Augmentor niemals Hast beherrschen, Hope hingegen scheitert an Protega und Vallga, er muss also auf Protes greifen, um die Gruppe effektiv zu schützen. Auch hat jede Figur ihr eigenes Wachstum. Vanille und Hope haben beide die höchste magische Angriffskraft und geben gute Heiler und Verheerer ab - im physischen Bereich versagen sie komplett und sind Reinfälle als Brecher und Verteidiger. Hope lernt als Augmentor zuerst schützende Buffs, Sazh lernt hingegen Buffs, welche die Offensive verbessern zuerst. Es gilt also auch zu gucken, wen man in der Gruppe haben will. Wobei natürlich niemand dazu angehalten wird, nicht doch seine Favoriten zu wählen.

Die Kämpfe sind auch stark vereinfacht. Wählen wir die oberste Option im Kampfmenü und die Figur setzt die Aktionen ein, die aktuell am angemessensten sind. Den Gruppenführer kann man jedoch auch dazu bringen, genau die Aktionen auszuführen, die der Spieler einsetzen will. Der rest ist von KI gesteuert - und sie macht keinen üblen Eindruck und erinnert leicht an Persona 3.
Ist die Schwäche des Gegners offen, wird diese ausgenutzt. Ist der Gegner gegen gewisse Aktionen resistent, werden diese gar nicht erst zum Einsatz gebracht.
Sollte der Gruppenführer jedoch im Kampf fallen, sehen wir den Game Over-Bildschirm.
Wer jetzt Mord und Tobsucht schreit, keine Bange, das Spiel meint es gut mit euch. Solltetz ihr einem Game Over erliegen, könnt ihr den Kampf neu starten. Dabei werdet ihr zu einem Zeitpunkt verfrachtet, bevor ihr den Gegner bekämpft habt und könnt ihm entweder umgehen oder eurer Rache freien Lauf lassen. Oh, und natürlich gegen leichtere Gegner kämpfen, um KP zu sammeln und stärker zurückzukehren.
Wer aber denkt, die Kämpfe seien enfach, ist och am Anfang des Spieles. Später werden Verteidiger enorm wichtig, wie auch der regelmäßige Wechsel zwischen offensiven und defensiven Paradigmen.

Auch lassen sich Waffen modifizieren. Im Grunde hat jede Figur nur 6 Waffen. Jede Waffe lässt sich verbessern und schließlich aufsteigen, um eine noch bessere Waffe zu bekommen. Grundsätzlich gilt dabei, Komponenten zu verwenden, die der Gegner fallen ließ. Diese werden schließlich zur Aufwertung gebraucht. Einfach so die Komponenten zu gebrauchen geht natürlich nicht, denn jede Komponente hat ihren eigenen Erfahrungswert.
Biologische Komponente haben dabei einen geringen EP-Wert, mechanische dafür mehr. Damit aber nicht genug, vorher Bio einzubauen lohnt sich. Dadurch wird ein Multiplikator aktiviert, der sich auf bis zu *3 aufbessern lässt. Mecha senkt den Multiplikator hingegen.
Wer nun Eins und eins zusammengezählt hat ahnt schon, wie der Hase läuft: Treibt zuerst den Modifikator hoch mit Bio und werft dann einen riesigen Haufen an Maschinenteile auf einmal in den Mix - und schon kann die Waffe um mehrere Level aufsteigen und stärker werten.
Auch Accessoires können aufgebessert werden, wodurch die Resistenzen von Schutzringen gesteigert wird und andere Späße.

Fazit
Wie oben schon gesagt, ich verstehe die Unkenrufe nicht, die ich hier und da gehört habe. Ja, die Handlung brauch etwas, um in Fahrt zu kommen und letztlich läuft das ganze auf ein "Wir machen unser eigenes schicksal"-Szenario hinaus. Sie ist aber durchaus keine Katastrophe. Wer FFX mochte wird sich an der Linearität von 13 auch kaum stören.
Eigentlich macht FF13 nicht viel falsch und auch nicht viel richtig, trotzdem ist es sehr unterhaltsam und auch die Figuren sind mir übers Spiel ans Herz gewachsen - bis auf Snow. Den mag ich einfach nicht.
An der Synchronisation habe ich auch nichts zu meckern. Ich habe negative Stimmen über Vanille gehört, aber ich schlage jedem mal vor sich Celestine aus Magna Carta 2 oder Luffi aus Hexyz Force anzuhören - DAS sind uneerträgliche Quietschstimmen. Vanille ist im direkten Vergleich harmlos, ja sogar normal.
Der Einsteig mag zäh sein, aber ab Kapitel 3 wird das Spiel zunehmend besser. Auch gibt es einen Epilog-Modus, der uns erlaubt Missionen anzunehmen und die Unterwelt weiter zu erforschen. Wer sich also an dem Spiel bis zum Ende nicht hat stören lassen, darf sich also auf zusätzliche Spielstunden freuen.
Leiht euch das Spiel aus, wenn ihr mögt. Es ist jedenfalls viel besser, als die negativen Stimmen sagen. Nur die ersten zwei Kapitel sind zäh.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu oft verschmäht, zu selten ernst genommen., 24. August 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XIII (Videospiel)
Was hatte ich nicht im Vorhinein alles über dieses Spiel gehört! Viel zu „linear“ sollte es sein, viel zu „neumodisch“ und „überhaupt nicht mehr Final Fantasy“. Und ohne mir tiefere Gedanken darüber zu machen, tat ich genau das, was in meinen Augen der größte Teil der Kritiker-Gemeinde bis heute tut: Nämlich die Augen verschließen vor der Realität und die beliebte Schmähkritik zur eigenen machen, ohne sich selbst eine Meinung zu bilden.
Doch letzendlich habe ich mich doch noch überwunden und diesem Spiel doch noch eine Chance gegeben. Zum Glück.

Ich bin seit vielen Jahren großer Fan der Final Fantasy Reihe und habe von I – X alle Hauptteile der Serie gespielt, welche mir zahlreiche wunderbare Stunden bereitet (Meine Lieblingsteile sind bis heute FFX und FFVIII). Und entsprechend einfach war es deshalb für mich, mich der „Retro“-Fangemeinde anzuschließen, welche all die neueren Ableger der Serie (X-2, XII, XIII etc.) allzu schnell als zu neumodisch und „entartet“ abtut, vom Kampfsystem über die Story bis hin zum Soundtrack. Vor einigen Wochen stolperte ich jedoch zufällig im Internet über das Kampfthema von Final Fantasy XIII „Blinded by Light“. Nach einigen Durchläufen war ich von der Atmosphäre dieses Stückes so begeistert, dass sich irgendwann der Entschluss bei mir formierte dieses viel kritisierte Spiel doch endlich einmal selbst zu spielen und mir eine eigene Meinung zu bilden.
Ich habe das Spiel nun ca. 15 Stunden gespielt und stecke mitten in der mitreißenden Geschichte und will mir deshalb nun erlauben meine persönliche Kritik zum Spielgefühl abzugeben.

Grafik:
Ich denke über die ästhetischen Qualitäten dieses Spiels gibt es nicht viele Worte zu verlieren. Das ganze ist ein einziger Augenschmaus, von den wunderschönen Landschaften über die Sci-Fi Hintergründen bis zu den Charakter-Designs. Die Spielgrafik nähert sich dabei immer mehr den seit jeher gerühmten gerenderten Zwischensequenzen an und ist auf einem HD-Fernseher mit kleineren Abstrichen ein absoluter Hochgenuss! Wie immer beste Arbeit, Square!

Sound:
Ich mache den Soundtrack dieses Spiel dafür verantwortlich, dass ich dem ganzen Paket überhaupt eine Chance gegeben habe und darüber bin ich im Nachhinein sehr froh! Der Soundtrack ist von vorne bis hinten abwechslungsreich, aufregend, einprägsam, stimmungsvoll und wunderschön. Auch wenn Großmeister Uematsu hier nicht mehr groß seine Hände im Spiel hat, sein Nachfolger Hamauzu führt dessen Arbeit in bester Manier fort und sorgt für einprägsame Melodien, welche einem auch nach dem Spielen noch das Gefühl geben, mitten in der Welt von Cocoon und ihren Wirren zu stecken. Dabei steckt musikalisch alles möglich drin, von orchestralen Arrangements und bombastischen Chören über sanfte Streicher bis zu sci-fi typischen, elektronischen Sounds und J-Pop ähnlichem Gesang. Speziell hervorzuheben sind von mir Stücke wie „Blinded by Light“, „Fighting Fate“ oder „The Sunleth Waterscape“.

Charaktere, Welt:
Kommen wir nun zum Herzstück eines jeden J-RPGs: seiner Geschichte, Welt und Charakteren!
FF XIII bietet in dieser Hinsicht alles, was man sich als Fan der Reihe wünschen kann:
Ein Set aus 6 Hauptcharakteren, von denen jeder einen anderen Archetypen verkörpert, seine ganz eigenen Gründe und Ziele für sein Handeln hat und welche im Zusammenspiel für unzählige aufregende, traurige und heroische Momente sorgen.
Da haben wir die enigmatische Protagonistin Lightning, welche den FF-Fan sofort in die 90er zurück versetzt und starke Erinnerungen an Cloud Strife oder Squall Leonhart hervorruft.
Und wie diese beiden durchlebt auch sie eine ständigen Wandel in ihrer zunächt unzugänglichen Persönlichkeit, während sie sich mit verschiedensten Situationen auseinandersetzen muss und dabei oft auf die Probe gestellt wird. Dazu kommen der selbsternannte Held und Draufgänger Snow, der junge Hope, der eigentlich nur durch pures Schicksal in den Strudel aus Chaos und Verfolgung gezogen wird, den lässigen Pistolen-Schützen Sazh mit der traurigen Vergangenheit, die mysteriöse und etwas raue Fang mit dem herrlichen Akzent und zum Schluss die oft sehr verstörend fröhliche Vanille. Ich bin ja fast froh, dass ich deren Stimme nicht im japanischen Original ertragen muss...

Die Welt Cocoon, in der das Szenario großenteils spielt, ist dabei eine schön gestaltete Art von Sci-Fi/Cyberpunk/Fantasy Welt, in der Angst vor jeglichen äußeren Einflüssen der sogenannten Welt Pulse die Zivilbevölkerung beherrschen und deren gesamte Existenz auf seltsamen, mächtigen Wesen namens Fal`Cie beruht, welche gleichzeitig Heilige wie gefürchtete Teufel sind, ganz danach woher sie kommen: Aus Cocoon oder aus Pulse. Ein solcher Pulse-Fal`Cie wird auch zum Zentrum und Beginn der Geschichte, als dieser die Gruppe aus Helden aus unerfindlichen Grünedn zu seinen Agenten, den L`Cie ernennt und sie zu Ausgestoßenen und Feinden Cocoons macht.
Ich kenne bis jetzt nur einen kleinen Teil der Hintergründe und die größten Enthüllungen stehen mir noch bevor, doch die Geschichte bietet bereits jetzt den Nährboden für verschiedenste philosophische und religiöse Ansätze und die Art in der die Charakterentwicklung Schritt für Schritt dargeboten wird lässt den Spieler langsam aber sicher immer mehr hinter den Vorhang der Geschehnisse blicken und langsam setzt sich das große Bild der Geschichte zusammen.
Im Vergleich mit anderen FF-Teilen gefällt mir die Story hier wesentlich besser, auch als zB die von FFVIII, FFIV oder sogar FFVI. An die Latte die FFVII damals gesetzt hat, kommt sie jedoch bis jetzt auch nicht heran ;)

Gameplay:
So, kommen wir nun zum wirklich wichtigen Teil, nämlich dem wo all die Kritikpunkte sitzen, die ich zu entkräften gedenke.
Zunächst einmal zur viel beschworenen „Linearität“ des Gameplays, was von vielen als das größte aller Probleme genannt wird.
Dazu muss ich zunächst einmal sagen, Ja es stimmt, FF XIII hat seine größten Probleme in der Darbietung des Gameplays. Von „Linearität“ will ich dabei allerdings nicht sprechen.
Das Problem liegt vielmehr darin, dass dem Spieler etwas zu wenig Abwechslung von den Dungeons und Kämpfen gegeben wird wie man es aus anderen J-RPGs zB durch die Städte kennt, welche oft ein Ort der Ruhe waren. So etwas gibt es hier nicht, man bewegt sich vielmehr von Gebiet zu Gebiet und ist ständig auf der Flucht vor den Cocoon-Truppen und bekommt nicht wirklich einen Moment zur Ruhe. Das passt zwar vollkommen zur Geschichte und macht in sich auch Spaß, aber es lässt eben gerade dieses Gefühl der Freiheit und Abwechslung missen, welches die meisten J-RPGs bieten. Was ich mich dabei lediglich frage ist, warum lineare Gebiete und keine frei begehbare Weltkarte erst im Jahr 2010 zu solch einem Sakrileg erklärt werden, während selbiges beim viel gerühmten FFX niemanden gestört hat...
„Linearität“ ist jedoch in diesem Zusammenhang ein viel zu ausgeschlachtetes und schlichtweg falsches Wort. JEDES und zwar wirklich JEDES J-RPG das ich bis jetzt gespielt habe, was linear und genau deshalb liebe ich sie! Es gibt hier nunmal kein Open-World oder Fraktionssystem ala Skyrim oder anderer westlicher RPGs. Es geht hier vielmehr um die Geschichte und deren Präsentation, die sich nunmal nur in eine Richtung bewegt und keine eigenen Entscheidungen zulässt. Wer sich seine Spielwelt lieber selbst gestalten will, der soll bei Mass Effect oder The Elder Scrolls bleiben aber doch bitte die Hände von den J-RPGs lassen!
Auch noch zu erwähnen ist, dass das Gameplay von Gebiet zu Gebiet durchaus variiert, wenn auch nicht signifikant! Da gibt es einmal die Möglichkeit das Wetter zu ändern und so die Gegnerhorden zu beeinflussen, dann gibt es bewegbare Plattformen oder Fallen oder einmal einen kurzen Ritt auf einem Schrottplatz-Mech! Die Gebiete sind dabei auch sehr abwechslungsreich gestaltet und die üblichen Schatzkisten-Detours sind auch nichts neues und lockern so schon seit 20 Jahren die RPG Dungeons auf! Ich habe das Gefühl, dass all die Kritiker entweder keine Ahnung haben, wie RPGs dieser Machart nun einmal aufgebaut sind, oder schlichtweg das Spiel nicht gespielt haben und nur reproduzieren was sie einmal gehört haben! Wer sich wirklich eine Meinung bilden will, der muss schon die Zeit aufbringen, das Spiel auch wirklich zu spielen und all die Facetten des Gameplays live erleben!

Kampfsystem:
Ein wichtiger Teil des Gameplays ist das Kampfsystem.
Und hier liegt in meinen Augen eine weitere große Stärke des Spiels! Das mag nun wirklich persönlicher Geschmack sein, aber selten waren in FF-Teilen die Kämpfe so actiongeladen und aufregend! Für einen Zuschauer ist es das absolute Chaos, doch als Spieler ist man in jedem Kampf voll bei der Sache und wartet auf seine ATB-Leiste um Kommandos einzuhämmern, wechselt fleißig die Paradigmen um seine Strategie dem Gegner anzupassen und genießt dann wieder für ein paar Sekunden die akrobatischen Kampfeinlagen der Protagonistin! Das macht richtig Spaß, wenn man einmal den Dreh raus hat und ist vor allem gar nicht mal so einfach! Der Schwierigkeitsgrad der Gegner, insbesondere der Endgegner ist hier in meinen Augen ziemlich hoch, viel höher jedenfalls als bei allen FFs vor FFX! Jeder der hier ein paar Stunden gespielt hat und einmal zB dem „Aster Protoflorian“, Odin oder Barthandelus gegenüber stand, der weiß wovon ich spreche! Die Kämpfe können hier schon einmal bis zu 10 minuten dauern, bis man die richtige Strategie und Paradigmen-Rythmen raus hat und so langsam die Unmengen an Lebenspunkten, welche die Bosse hier besitzen in die Knie zwingen kann!Und auch aus kleineren Kämpfen gibt es kein Entrinnen in Form des genre-typischen "Flucht"-Befehls mehr.
Die Kritik, der Schwirigkeitsgrad wäre zu leicht ist blanker Unsinn. Es stimmt zwar, dass man jeden Kampf mit vollen Lebenspunkten beginnt, aber erstens war mir das persönlich ganz recht, da man sich so nicht mit Potions und MP herum ärgern muss, was letztlich dann doch vollkommen egal ist und zweitens: erinnert sich noch jemand an Chrono Cross? ;)
Was jedoch wirklich ein schlechter Witz ist, ist der "Auto-Battle" Befehl, der einem schlichtweg alle Entscheidungen abnimmt und einem gleich die, für die Situation günstigsten Befehle vorgibt. Welche Birne bei Square war denn dafür verantworlich? Glücklicherweise kann man den aber zumindest als Default-kommando ausschalten und so einfach ignorieren.
Der Einsatz er Paradigmen und Rollen (so etwas wie die Klassen aus FFV) bietet hier auch die nötige Abwechslung und auch die Charakterentwicklung ist nicht so „linear“ wie sie oft bezeichnet wird. Es handelt sich dabei mehr um eine abgespeckte Variante des Sphärobretts aus FFX und ist aufjedenfall schöner und „weniger linear“ als beispielsweise die Systeme von FFIX oder FFVI (von I – IV ganz zu schweigen). Letztendlich läuft die Charakterentwicklung zwar auf einen bestimmten Punkt zu und es gibt wenig Freiheiten, der Spieler entscheidet jedoch selbst wie schnell er welche der verfügbaren Rollen weiterentwickeln möchte.

Und auch all die typischen FF-Gameplay-Elemente sind wieder da! Die Zauber wie wir sie kennen und lieben (Feura, Vigra, Hast, etc. etc...), die Eidolons (darunter natürlich Bahamut, Shiva, Odin und Alexader!) und auch die Chocobos haben ihren Auftritt!
Dieses Spiel macht vielleicht in manchen Aspekten einiges anderes als seine Vorgänger und stößt so den einen oder anderen vor den Kopf, ich selbst war jedoch froh über ein wenig neuen, rasanten Wind im Gameplay, schließlich wird eh nichts gleichartiges mehr an die Perfektion von FFVI-X heran kommen ;)

So, damit habe ich allerdings genug über meine Eindrücke geschrieben und will lieber noch einmal zusammenfassend sagen:
Hier wird dem Spieler und J-RPG Freund in der Summe ein Spiel geboten, das vielleicht nicht vom abwechslungsreichsten Gameplay lebt, dafür aber in allen anderen Punkten glänzt!
Eine wunderbare Welt mit facettenreichen Charakteren, ein bombastischer Soundtrack zu unwerfender Optik und ein rasanter Kampfsystem sorgen gemeinsam für eine geniale Erfahrung und wer dieses selbst bestätigt sehen will, der soll sich keine Reviews mehr durchlesen, sondern das Spiel wirklich einmal selbst spielen und sich eine ernsthafte, eigene Meinung bilden!
Zumindest bei mir hat das funktioniert :)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade !!!, 20. Februar 2011
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XIII (Videospiel)
Als Fan der Reihe finde ich den 13. Teil wirklich enttäuschend.

Tolle Grafik und guter Sound, aber inhaltlich nicht überzeugend. Nur von Kämpfen unterbrochene Videosequenzen und ein Shop- und Upgradesystem, welches absolut sinnlos ist.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mehr ein Animationsfilm, als ein Videospiel, 23. Januar 2011
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XIII (Videospiel)
Das wir heute eine ausgezeichnete Technik haben, mit HD-TV und Blu-Ray und das Next-Generation Gaming, hat eben auch seine schlechten Seiten, wie man bei Final Fantasy 13 sehr gut beobachten kann.

Nun fühlen sich diverse Entwickler gezwungen, sich zu 80% auf die Grafik, die Optik und die Zwischensequenzen zu konzentrieren und die Story mit vielen Dialogen und Ereignissen auszuschmücken, damit sie auch ja genug Anlass, für Zwischensequenzen haben....das Spielerlebnis bleibt aber leider auf der Strecke.

Da hätte ich mir, jetzt im Nachhinein, lieber 3-4 Blu Ray Filme gekauft, als dieses "Game".

Und WENN man mal spielen darf, beschränkt es sich auf ein linear aufgebautes, von Punkt A nach Punkt B gehen. Und auf diesem Weg trifft man auch auf ein paar Gegner.

Open World und Bewegungsfreiheit und Erkundungsmöglichkeiten gibt es nicht mehr. Obwohl diese Möglichkeiten Final Fantasy für mich immer ausgemacht haben, aber wie gesagt, heut heißt es wohl lieber: "Hauptsache, es sieht bombastisch aus"

Und das tut FF13 auch...aber das reicht nicht! Hat man bei Square nicht dran gedacht, dass die Fans da draussen SPIELEN wollen?

Ich trauere manchmal den alten Zockertagen hinterher....lieber wieder einen alten Röhrenfernseher, die Playstation 1, und Final Fantasy VII und VIII, und noch bei den Eltern wohnen, als DAS hier.

Da hat es wenigstens nocht Spaß gemacht und die Möglichkeiten der Erkundung und der Entdeckungen waren vorhanden.

Ich will wieder Städte besuchen, mit einem Luftschiff um die Welt fliegen und was ich seit Teil 10 vermisse: Das Kartenspiel!

Ich bin ja offen, für neues, aber FF13 ging, von der Optik abgesehen, einfach nur gründlichst daneben.

Wer sich gerade unbedingt ein RPG zulegen will, dem empfehle ich alternativ die Fable Reihe oder Dragon Age. Da darf sogar gespielt werden, auch wenn es bei der Optik Einschnitte gibt, ist es sehr viel besser.
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49 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Final Fantasy 13 - Wo der Spieler nur noch zuschauen darf, 16. März 2010
Von 
Maik Hanau "SetupEchse" (Porta Westfalica) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XIII (Videospiel)
Ich habe Final Fantasy 13 nun rund 15 Stunden gespielt. Es tut mir leid dass ich auf Basis dessen "schon" eine Rezension schreibe, mir ist das Spiel jedoch einfach zu langweilig um weiterzuspielen. Warum, das könnt ihr nachfolgend lesen.

Die Grafik
Ob nun PS3 oder XBOX360, Die Grafik von FF13 ist über jeden Zweifel erhaben, Punkt. Ob Hintergründe, ob Gegner- und Charaktermodelle oder ob Videosequenzen, einfach alles sieht ausnahmslos atemberaubend aus!
Auf mehr Details will ich hier mal nicht eingehen, die Grafik bekommt die volle Punktzahl!
Die Unterschiede zwischen PS3 und XBOX sind übrigens so dermaßen gering dass sie wirklich nur im absolut direkten Vergleich auffallen, lasst euch dahingehend also nix erzählen!

Die Musikuntermalung
Hier sind die Geschmäcker auf jeden Fall unterschiedlich. Ich lese überall nur wie toll doch die Musik ist - will ich so nicht bestätigen.
Ich persönlich finde die Musik in den Videosequenzen ganz gut.
Die Musik während eines Kampfes geht hingegen gar nicht! Dieses Gedudel soll "Kampfmusik" sein??
Das hört sich eher an wie in einem Aufzug eines japanischen Müsliherstellers aufgenommen!
Bei diesem Geigengejammer will ich nicht kämpfen! Gleiches gilt für etwa 50% der Musik die gespielt wird während man durch die Welt läuft - nach etwa 10 Minuten nervt sie!

Die Levels
Naja, ich kannte es aus den anderen FF Teilen - erst mit Hilfe des Spieleberaters eröffnen sich einem alle Geheimnisse des Spiels - so dachte ich auch bei FF13... weit gefehlt wie sich herausstellte!
Ich habe den Sinn der "Karte" immer noch nicht ganz verstanden - wozu eine Karte wenn es sowieso nur geradeaus geht?? - Es ist wirklich so, man rennt einfach nur geradeaus - mehr nicht!
Hin und wieder geht es mal 3m nach links und mal 5m nach rechts, in solchen Fällen kann man sich zu 99% sicher sein dass am Ende eines solchen "Ausläufers" eine von diesen Flugball-Schatzkisten wartet.
Die Levels machen auf mich den Eindruck als seien sie lediglich eine Ausrede um von einer Videosequenz zur nächsten zu gelangen...

Das Kampfsystem
Ist in meinen Augen ein (schlechter) Witz und auch das größte Manko im Spiel. Zuerst einmal steuert man nur noch einen Charakter. Der oder die Mitstreiter werden vom Computer gesteuert und können nur noch indirekt über die sog. "Paradigmen" (quasi Kampfzusammenstellungen) in ihrem Verhalten beeinflusst werden. Die Betonung liegt auf "beeinflussen", denn was die Mitstreiter nun genau machen kann man überhaupt nicht steuern!
Wird einem Mitstreiter z.B. die Rolle eines Heilers zugewiesen, heilt er (logisch) - welchen Charakter er aber nun zuerst heilt oder mit welchem Heilzauber (Vita oder Vitra?) liegt in der Hand der CPU. Hier kommt z.B. ein gravierendes Problem zum tragen: stirbt nämlich der vom Spieler gesteuerte Charakter, ist der Kampf automatisch verloren, vollkommen unabhängig in welchem Zustand sich die anderen Mitstreiter befinden!
Hat man also ein wenig Pech und der CPU Heiler heilt zuerst einen Mitstreiter während der eigene Charakter mächtig Schaden einsteckt, kann es mitunter zu lange dauern bis der CPU Heiler sich einem selbst widmet, was dann unweigerlich zur Folge hat dass man stirbt - und damit der Kampf verloren ist.

Jeder Charakter hat 3 "Kernkompetenzen" in der Rollenverteilung. Da nicht alle Zusammenstellungen sinnvoll sind (z.B. 3x Heiler) ergeben sich in der Praxis meist so 3 - 6 Paradigmen die man im Kampf je nach Situation anwendet.

Ein typischer Kampf kann folgendermaßen aussehen:
Kampfbeginn - Paradigma: 1x Brecher / 1x Verheerer (Vergleichbar mit Krieger / Kampfmagier wenn man so will)
Man drückt nun einfach so lange die "A" Taste bis bei einem der Mitstreiter die Lebensenergie nachlässt.
Nun wechselt man auf das Paradigma: 1x Brecher / 1x Heiler
Der Brecher kämpft also weiter (A-Taste drücken), der andere Charakter heilt die Gruppe.
Ist die Energie wieder aufgefüllt wechselt man wieder auf das Anfangsparadigma.
Auch hier einfach weiter die A-Taste drücken...
Das Ganze wiederholt sich bis der oder die Gegner besiegt sind. Ob "normale" oder Endgegner spielt eigentlich keine Rolle...

Da man die Charaktere zu 80% vorgegeben bekommt hat man auch keine Wahl wie man kämpft, wenn man nun mal nur einen Brecher und Verheerer hat kann man nun mal nicht mit positiven Zustandsveränderungen (Aufgabe eines Augmentors) für die eigenen Charaktere und negativen Zustandsveränderungen (Aufgabe eines Manipulators) für die Gegner arbeiten...
Taktische Möglichkeiten hat man also immer nur minimal. Im Grunde lässt sich der gesamte Kampf auf das Drücken der A-Taste reduzieren plus die Tatsache dass man hin und wieder das Paradigma ändern muss. Alles andere läuft so mit...

Sollte es einmal im Kampf nicht so laufen wie geplant ist das übrigens nicht schlimm, man kann den Kampf jederzeit neu beginnen oder nach einer Niederlage direkt noch einmal aufnehmen - alles ohne irgendwelche Einbußen oder sonstigen Handicaps.

Die Esper
Auch in FF13 gibt es wieder die aus den Vorgängern bekannten, mächtigen Beschwörungen. Wer kennt nicht z.B. Shiva oder Odin?
Wie sie allerdings hier präsentiert werden ist ein Graus! Ein SHIVA-MOTORRAD?? Um Himmels willen!
Transformers meets Final Fantasy oder was soll das werden??? Früher waren die Beschwörungen mächtige und mystische Kreaturen die mit entsprechenden Videosequenzen (die meist ewig lang waren *g*) untermalt wurden und die der Spieler teils mit Ehrfurcht beschworen hatte...
Heute - heute sind es irgendwelche Techno-Dinger auf denen man in den Kampf reitet... OMFG!

Die Charaktere
Ich will hier jetzt nicht auf die Story oder die Implementierung der einzelnen Charaktere eingehen, das wurde schon gut und oft in anderen Rezensionen erörtert.
Was mich am meisten stört ist die feste Vorgabe vom Spiel hinsichtlich der Charakterverteilung.
Überhaupt ist man 80% des Spiels mit nur 2 Charakteren unterwegs - "klassische" FF-Kampftaktiken (z.B. Heiler, Angriffsmagier, Kämpfer) sind also schon mal nicht anwendbar.
Weiter sind diese 2 Charaktere stets vorgegeben und man hat auch keinen Einfluss wann man mit wem spielt.
Dies ist einer der Gründe warum das Spiel so extrem langweilig und simpel ist, denn jeder der Charaktere hat im Prinzip auch nur 1-2 Einsatzmöglichkeiten im Kampf z.B. Brecher + Verheerer der eine und Verheerer + Heiler der andere.
Folglich lassen sich alle Gegner, sowie der obligatorische Endgegner bevor es mit den nächsten 2 Charakteren weitergeht, mit diesen (in Kombination) 4 Einsatzmöglichkeiten besiegen. Man braucht also weder Taktik noch muss man irgendetwas für den Endgegner herausfinden, man legt einfach los und irgendwann, nachdem man nur oft genug die A-Taste gedrückt hat, hat man gewonnen...(Bei diesem Beispiel braucht man sowieso nur 2 Kombinationen: Brecher/Verheerer und Brecher/Heiler, alle anderen wären sinnlos)

Die Charakterentwicklung
Eine klassische rollenspieltechnische Charakterentwicklung ist im Prinzip nicht vorhanden. Die Charaktere werden zwar durch die Verteilung von Punkten in ihren Werten gestärkt, jedoch ist es auch hier reine Illusion wenn der Spieler glaubt etwas wirklich beeinflussen zu können.
Es ist im Prinzip vorgegeben wann und in welcher Reihenfolge welches Attribut verstärkt wird und der Spieler hat keinen Einfluss darauf.
Die Charakterentwicklung endet auch hier in simples A-Taste drücken...
Charakterlevel oder dergleichen existieren nicht.
Ich bin selber Softwareentwickler und frage mich besonders hierbei warum die Entwickler so viel Energie in die Darstellung des Kristariums gelegt haben obwohl es überhaupt keinen Unterschied gemacht hätte wenn die gesamte Funktion einfach automatisiert ablaufen würde (also nach jedem Kampf einfach die Punkte draufrechnen und irgendwann hat man das entsprechende Attribut verbessert oder den Zauber gelernt...)
Viele haben das Kristarium mit dem Sphärobrett aus FF10 verglichen - das kann man leider überhaupt nicht vergleichen denn beim Sphärobrett hatte man gewisse Freiheiten in der Art der Entwicklung und konnte selber bestimmen welcher Charakter sich in welche Richtung entwickeln sollte - es konnte einem natürlich dabei passieren dass Charaktere "falsch" entwickelt wurden und es so merklich schwerer wurde - dies ist bei FF13 nicht möglich.
Nach jedem Kampf werden Punkte Aufsummiert, man bekommt einen "Rang" im Bereich von 0-5 Sternen für den Kampf angezeigt und was weiß ich nicht alles... Auch dies ist im Prinzip nur Makulatur denn wirkliche Auswirkungen auf irgendwas haben all diese Angaben nicht, einzig die Dropchancen für einige Gegenstände ändern sich auf Basis des erreichten Ranges... das war eigentlich schon alles... auch hier nur viel Wind um nix!

Größte Kritikpunkte
Hier eine kurze Erläuterung was zu der 3-Sterne Bewertung geführt hat.
Ganz unabhängig von allen Vorgängern betrachtet wird dem Spieler in FF13 einfach zu viel abgenommen. Es geht soweit dass man sich fühlt als würde man "an der Hand" durch die Levels geführt.
Außerhalb des Kampfes muss man nur geradeaus laufen. Im Kampf muss man im Prinzip nur die A-Taste drücken. Die Charakterentwicklung ist ebenfalls auf extrem niedrigem Niveau, auch hier muss nicht "entwickelt" oder "verteilt" werden sondern lediglich die A-Taste gedrückt werden, alle Fähigkeiten werden dann in einer festen Reihenfolge erlernt.
Es gibt keine Charakterstufen mehr, die Zauber sind in ihrer Anwendung unbegrenzt (kein Mana oder dergleichen mehr) Nach jedem Kampf wird man komplett geheilt etc. Jeder Charakter bekommt jederzeit "Erfahrungspunkte" ob er mitkämpft oder nicht ist egal.
Es gibt zig vollkommen belanglose Statistiken nach dem Kampf (wie den Rang)
Alles ist irgendwie kinderleicht und belanglos und da einem vom Spiel alles vorgegeben oder abgenommen wird hat man ungefähr soviel spielerische Freiheit wie beim schauen einer DVD

Positive Punkte
Es gibt bei aller Kritik allerdings auch einige Punkte die sich gegenüber den Vorgängern wesentlich verbessert haben:
Lädt man einen Speicherstand, so bekommt man kurz in Textform noch einmal den Stand der Handlung mitgeteilt. Das finde ich eine prima Sache denn das war früher immer mein Problem: Das Spiel eine Woche nicht gespielt und wenn man dann weitermachen wollte so wusste man gar nicht mehr was und warum man das überhaupt macht.
Weiter muss ich sagen, dass die KI der Mitstreiter wirklich gut ist. Es kommt selten vor dass man sich über die Aktionen der Mitstreiter ärgert und sie machen ihren Job wirklich gut. Auf der anderen Seite ist dies natürlich zwingend notwendig denn schließlich kann der Spieler so gut wie gar nichts beeinflussen und ist quasi auf die Intelligenz der KI angewiesen.

Fazit
Insgesamt betrachtet würde ich FF13 als langweilig bezeichnen. Es stellt den Spieler vor keine Herausforderungen und es gibt auch weder Rätsel noch sonstige überraschende Wendungen oder dergleichen. Es gibt keine Charakterentwicklung und der Einfluss den der Spieler nehmen kann ist über die meisten Disziplinen hinweg nur minimal.
Viele schreiben FF13 sei ein "spielbarer Film" und diesen Eindruck kann ich nur bestätigen. Da der Spieler wirklich nichts beeinflussen kann hangelt er sich von einer Videosequenz zur nächsten, ja der Spielverlauf lässt sich sogar knapp zusammenfassen:
Videosequenz anschauen - Schlauchlevel entlanglaufen. - Kämpfe mit A-Taste ausfechten - Charakter mit A-Taste aufwerten - Videosequenz anschauen (und wieder von vorne')
Die Kämpfe sind dabei eher lästig - da der Spieler hier keine Taktiken entfalten kann und der Anspruch auch entsprechend niedrig ist, will man die Kämpfe einfach nur hinter sich bringen. Herausforderungen sind praktisch nicht vorhanden.
Die Story konnte mich auch nicht fesseln. Es geht hier lediglich um irgendwelche persönlichen Probleme der Charaktere die einem irgendwie auch egal sind...
Die Story ist kein "Müll" - ich würde sagen sie ist "Nett" aber nicht vergleichbar mit einem FF7 / FF8 oder auch FF10 - es ist also eher Meckern auf hohem Niveau.
Der separat erhältliche Spieleberater für FF13 ist wie gewohnt sehr schön - leider bei diesem Spiel vollkommen überflüssig!
Da der Spieler sowieso nichts entscheiden darf steht natürlich in dem Berater auch nur das drin was man ohnehin bereits auf dem Bildschirm sieht... in meinen 15 Stunden Spielzeit habe ich nur 1x in den Berater geschaut...und das eher aus Langeweile als aus Notwendigkeit...

Ich bin wie gesagt nun etwa am Ende der 2. DVD und habe einfach keine Lust mehr zu spielen. Ich würde mir gerne die weiteren Videosequenzen anschauen um zu sehen wie der "Film" weitergeht, ich habe aber einfach keine Ausdauer mehr langweilige Schlauchlevels entlangzulaufen um langweilige Kämpfe durch Drücken der A-Taste zu bestreiten...
FF13 bietet mir leider nicht das, was ich mir erhofft hatte. Es folgt leider dem allgemeinen Trend dem (offenbar als dumm betrachteten) Spieler alles abzunehmen und Fehler unmöglich zu machen. Leider wird dem Spieler so jegliche spielerische Freiheit und Entfaltungsmöglichkeit genommen was FF13 trotz aller guten Vorsätze nur zu einem durchschnittlichen Spiel macht.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Epos als Film, eine Tragödie als Spiel, 12. März 2010
Von 
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XIII (Videospiel)
Ich spiele Final Fantasy und viele andere Rollenspiele seit Jahren und kann sehr wohl verstehen wieso die Meinungen zu Final Fantasy 13 so gespalten sind und ich selbst bin nicht sehr zufrieden mit diesem Ergebnis.

Natürlich war Final Fantasy noch nie eine Welt wie Oblivion oder Fallout 3, das hat aber doch auch niemand erwartet. Man wurde seit Jahren an von den Machern an der Hand geführt und wirklich Freiraum hatte man nur auf der Weltkarte, die aber bisher auch eher Mittel zum Zweck war, als echt Freiheit.

Nein, das ist nicht was mich stört, das schlimme sind die absolut anspruchslosen Kämpfe. Bisher war Final Fantasy nie schwer, fast immer zu leicht bis auf einige Bosse, aber in Final Fantasy 13 langweile ich mich zu Tode von einer Filmsequenz zur nächsten. Am Anfang sahen die Kämpfe wunderbar aus und nach 3 Stunden scheint das Kampfsystem sogar langsam spannender zu werden, aber das hält sich nur wenige Momente.

Aber dennoch verdient das Spiel in meinen Augen 4 Sterne, die Charaktere können überzeugen und die Geschichte ist bei weitem nicht so langweilig wie sie es in Final Fantasy 12 war und obwohl die Kämpfe so anspruchslos sind, habe ich mir bei jedem Speicherpunkt gesagt: "Einen Speicherpunkt weiter kannst du ruhig noch laufen."

Allerdings wollte ich ein Spiel haben und keinen Film und alleine deswegen sind 4 Sterne, besser wären vielleicht 3 einhalb, angemessen. Denn wenn ich alle Filmsequenzen mit der tollen Grafik verbinden würde hätte ich einen wunderschönen Film mit einer schöner Geschichte die es versteht mitzureißen, das Spiel aber ist höchstens durchschnittlich und das sage ich als jemand der ein Japano-Rollenspiel erwartet hat und kein Oblivion oder ähnliches. Nach einer kleinen Umgewöhnung habe ich mich durchaus wohl gefühlt, trotz größerer Abstriche und Enttäuschungen was Nebenaufgaben angeht.

Alles in allem ein interesstes Spiel, ein anderes Spiel das sich durch seine Eigenarten deutlich abhebt vom Rest der Branche, das sehr gewöhnungsbedürftig ist, dem man aber duchaus eine Chance geben sollte.

Positiv:
-Grafik (Die Umgebung und die Ideen für eben diese sind grandios, wie man es gewohnt ist.)

-Geschichte (Nach X-2 und XII endlich wieder ein bisschen spannender)

-Charaktere (Endlich kein albernen Kind mehr als Hauptcharakter, das nichts ernst nimmt)

-Gesamtwelt

Negativ:
-Alles wirkt sehr eingeengt, selbst für ein Final Fantasy.

-Nebenaufgaben sind kaum vorhanden

-Städte/Läden sind ebenfalls nicht mehr in bekanntem Umfang vorhanden, was ich sehr schade finde da einfach ein großer Teil Atmosphäre dadurch verloren geht.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Warum muss es Final Fantasy heissen?, 22. März 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XIII (Videospiel)
Diese Frage habe ich mir gestellt als ich das Spiel angefangen habe. Warum bekommt das Spiel diesen Namen?
Ehrlich gesagt ist mir nur eine Antwort in den Sinn gekommen: Geld. Meiner Meinung nach wird der Name Final Fantasy nur noch gewählt um Kohle zu schäffeln.

Meine Vorredner haben das meiste schon gesagt und so will ich nicht mehr auf alles eingehen.

Ich habe mich natürlich auf das Game so gefreut wie jeder andere Rollenspielfan das tut. Die Erwartungen waren also natürlich wirklich hoch. Und eben das ist der Fehler. Hätte man dem Game einen anderen Namen gegeben wäre ich nun nicht so enttäuscht sondern hätte mich über ein Cooles, wenn auch 100% Lineares Rollenspiel gefreut.

Das Hauptmanko ist wirklich dass man immer nur einen Weg laufen kann. Ab und an kann man von diesem Weg zwar abweichen, kommt jedoch immer wieder auf denselben Weg zurück.

Es läuft immer nach diesem Schema ab:

Zwischensequenz > Laufen > ein paar kleine Gegner bekämpfen > weiterlaufen > Zwischensequenz > Endboss

Dann gehts wieder vo vorn los. Meiner Meinung ist das einfach zu wenig für ein Rollenspiel. Die Kämpfe machen zwar richtig Spass und sind auch sehr dynamisch und wirklich gut gelungen aber leider waren die Kämpf für mich das einzige was Spass gemacht hat. Und bei einem Rollenspiel ist das zu wenig.

In Zeiten von Dragon Age, Mass Effect 1+2 oder Tales of Vesperia kann man so ein Spiel nicht der Konkurrenz gegenüberstellen.

Nächstes mal bitte einfach das Final Fantasy als Namen weglassen. Mit Last Remnant hat es ja auch geklappt.

Fazit:

Für Rollenspieler leider KEIN "Muss ich haben" Titel. Einen Blick ist es aber auf jedenfall Wert. Man sollte allerdings keinen Meilenstein erwarten. Da hätte ich mir lieber ein Remake von Final Fantasy 7 gewünscht.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Als Film mäßig, als Spiel Murks, 17. Oktober 2011
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Final Fantasy XIII (Videospiel)
Dieses "Spiel" ist leider nicht mal as Film wirklich gut. Das einzige was gut ist, ist die Graphik - immer atmosphärisch, teils atemberaubend schön. Nun aber gleich zu den Minuspunkten:
Kampfsystem: ohne jeglichen Tiefgang, meist guckt man nur auf einen sich füllenden Balken und drückt dann a, dass wars. Die Kämpfe sind dermaßen langweilig, dass ich mich bemühte ihnen möglichst aus dem Weg zu gehen, so dass es dann später recht happig wurde....
Charakterentwicklung: Freiheit beim Skillen ist nur vorgetäuscht, so dass auch hier jeglicher taktischer Anspruch vollkommen fehlt.
Linearität: ist mir manchmal lieber als Spiele, wo man irgendwann in der weiten freien Welt steht und sich fragt, was man denn nun machen soll, aber FF XIII mit seinen stupide schlauchförmigen Levels übertreibt es dann doch.

Zum wichtigsten bei einem Rollenspiel: Story und Charaktere. Die Story ist im Ansatz interessant, aber verworren. Fragwürdige Entscheidung, das Spiel mitten in der Handlung beginnen zu lassen ohne die Vorgeschichte zu erzählen - man fült sich als ob man ins Kino geht eine Stunde nachdem der Film angefangen hat. Das erschwert ein Eintauchen in die Welt. Die Charaktere sind stereotyp bis unsymphatisch, Vanille z.B. völlig überzuckert-süß, Hope einfach nur nervig. Das erschwert die Identifikation mit den Protagonisten, mir war ihr Schicksal ziemlich egal (Ausnahme: Sazh). Das ist meilenweit weg von der emotional mitreissenden Melodramatik von FF VII oder X oder den brilliant gezeichneten Charakteren eines Dragon Age: Origins.

Fazit: 2 Sterne für teils spannende Story und optische Präsentation, alles andere ist leider, leider Murks.
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